Neue Rechtsbehelfsbelehrung und Entfristung des Überschuldungsbegriffs beschlossen

Mit den vom Bundestag beschlossenen Neuregelungen werden Bürgerinnen und Bürger künftig im Zivilprozess über Form, Frist und zuständiges Gericht für ein Rechtsmittel unterrichtet. Die Unterrichtung über das zulässige Rechtsmittel stärkt die Bürgerfreundlichkeit der Justiz. Bürgerinnen und Bürgern wird dadurch die Orientierung im gerichtlichen Instanzenzug erleichtert. Es werden gleichzeitig unzulässige, insbesondere nicht fristgerecht eingelegte Rechtsbehelfe vermieden. Auf diese Weise wird der Rechtsschutz des Einzelnen im gesamten Zivilprozess verbessert. Das BMJ informiert.

 

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Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub kann bei in einem Sozialplan vereinbarter Kurzarbeit entsprechend gekürzt werden

Das Unionsrecht steht dem nicht entgegen, dass ein Unternehmen und sein Betriebsrat einen Sozialplan vereinbaren, wonach der Anspruch eines Kurzarbeiters auf bezahlten Jahresurlaub im Verhältnis zur Arbeitszeitverkürzung gekürzt wird. So entschied der EuGH (Az. C-229/11 und C-230/11).

 

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Widerruf der Bestellung als Bezirksschornsteinfegermeister wegen außerberuflicher antisemitischer Betätigung

Das BVerwG hat entschieden, dass die Bestellung eines Bezirksschornsteinfegermeisters wegen fehlender persönlicher Zuverlässigkeit widerrufen werden darf, wenn er sich außerberuflich über mehrere Jahre hinweg an der öffentlichen Ehrung der Mörder des früheren deutschen Außenministers Walther Rathenau aktiv beteiligt hat und dazu weiterhin steht (Az. 8 C 28.11).

 

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Fristlose Kündigung: Langjährig beschäftigter städtischer Mitarbeiter bedroht seinen Vorgesetzten

Das Arbeitsgericht Mönchengladbach hielt die fristlose Kündigung eines städtischen Mitarbeiters für rechtswirksam, da er seinen Vorgesetzten in strafrechtlich relevanter Art und Weise bedroht hatte („Ich hau dir vor die Fresse“) und wegen einer Bedrohung seines damaligen Vorgesetzten ungefähr ein Jahr zuvor bereits abgemahnt worden war (Az. 6 Ca 1749/12).

 

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Koalition macht Weg frei für Unisex-Tarife

Der Finanzausschuss hat den Weg für die Einführung der Unisex-Tarife in der privaten Krankenversicherung freigemacht. Mit der Mehrheit der Koalitionsfraktionen stimmte der Ausschuss dem Entwurf eines Gesetzes zur Begleitung der Verordnung zur Festlegung der technischen Vorschriften und der Geschäftsanforderungen für Überweisungen und Lastschriften in Euro und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 924/2009 (SEPA-Begleitgesetz) zu.

 

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