Administrator nach englischem Recht darf bei grenzüberschreitender Insolvenz in Deutschland Interessenausgleich schließen

Im Geltungsbereich der EuInsVO ist ein Administrator, der in der vom englischen Insolvenzrecht vorgesehenen Weise für den Schuldner handelt, auch befugt, einen Interessenausgleich nach § 125 InsO abzuschließen. Nur mit dieser Auslegung ließen sich lt. BAG effiziente und wirksame grenzüberschreitende Insolvenzverfahren, wie sie Zweck der EuInsVO sind, sicherstellen (Az. 6 AZR 253/11).

 

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Wirksamkeit eines freiwilligen Sonderzahlungsversprechens der HSH Nordbank AG

Der BGH hat ein freiwilliges Sonderzahlungsversprechen, das die HSH Nordbank AG zur Zeit der Finanzmarktkrise im Jahr 2008 zu Gunsten ihrer stillen Gesellschafter abgegeben hatte, für unwirksam erachtet und die auf Zahlung der versprochenen Sondervergütung gerichteten Klagen stiller Gesellschafter abgewiesen (Az. II ZR 50/11).

 

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Übertragung einer Direktversicherung in der Insolvenz

Die Zulässigkeit des Widerrufs eines Bezugsrechts richtet sich allein nach der versicherungsrechtlichen Rechtslage im Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Versicherung, nicht nach den arbeitsrechtlichen Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Verstößt der Insolvenzverwalter mit dem Widerruf des Bezugsrechts gegen seine arbeitsvertragliche Verpflichtung, so kann dies einen Schadensersatzanspruch des Arbeitnehmers begründen. So das BAG (Az. 3 AZR 176/10).

 

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Vereinfachte Bilanzvorschriften entlasten Kleinstunternehmen

Das Kabinett hat am 19.09.2012 den Entwurf des Gesetzes zur Erleichterung für Kleinstkapitalgesellschaften (MicroBilG) verabschiedet. Damit entlastet die Bundesregierung die deutsche Wirtschaft durch Erleichterungen bei den Bilanzvorschriften. Kleistkapitalgesellschaften unterliegen künftig nicht den strengen Veröffentlichungspflichten der Rechnungslegung, wie sie sonst für Großunternehmen gelten.

 

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