BFH: Rückforderung von aufgrund gefälschter Einfuhrnachweise gewährter Ausfuhrerstattung

Laut BFH trägt in einem Verfahren zur Rückforderung von aufgrund gefälschter Einfuhrnachweise gewährter Ausfuhrerstattung nach § 11 Marktorganisationsgesetz (MOG) der Ausführer die Feststellungslast. Dies gelte auch nach Empfang einer Vergünstigung bis zum Ablauf des vierten Jahres, das dem Kalenderjahr der Gewährung folgt, soweit nicht der Verantwortungsbereich des HZA betroffen ist (Az. VII R 8/10).

 

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BFH: Geldwerter Vorteil beim Erwerb einer vergünstigten Jahresnetzkarte (Jobticket)

Der BFH entschied, dass ein Sachbezug auch dann vorliegt, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer durch Vereinbarung mit einem Verkehrsbetrieb das Recht zum Erwerb einer vergünstigten Jahresnetzkarte einräumt, soweit sich dies für den Arbeitnehmer als Frucht seiner Arbeit für den Arbeitgeber darstellt (Az. VI R 56/11).

 

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BFH zur Verjährung des Zinsanspruchs bei zurückgeforderter Ausfuhrerstattung

Der BFH hat entschieden, dass in Fällen zurückgeforderter Ausfuhrerstattung für vor dem 1. April 1995 ausgeführte Erzeugnisse die Verjährung des dazugehörigen Zinsanspruchs des Hauptzollamtes sich nach den bis zum 31. Dezember 2001 gültigen Verjährungsvorschriften des BGB in analoger Anwendung richtet (Az. VII R 61/10).

 

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BFH: Zurückbehaltung von Forderungen im Rahmen einer Praxiseinbringung

Der BFH hatte zu entscheiden, ob ein Steuerberater, der seinen Gewinn durch Einnahme-Überschuss-Rechnung ermittelt, Forderungen, die er anlässlich einer Praxiseinbringung nach § 24 UmwStG zurückbehält und die nach der Einbringung noch zu seinem Restbetriebsvermögen gehören, als Übergangsgewinn zu erfassen hat oder ob eine Versteuerung der Einnahmen erst bei Zufluss erfolgt (Az. VIII R 41/09).

 

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BFH: Unmittelbarer Gesellschafterwechsel bei Übertragung der Beteiligung an einer Personengesellschaft auf Treuhänder und Ehegatten

Der BFH hat sich der Frage angenommen, ob es der Vorbehalt einer Treugeberstellung bei einer Anteilsübertragung im Rahmen des § 1 Abs. 2a GrEStG ausschließt, eine Änderung des Gesellschafterbestandes unmittelbar oder mittelbar in der Weise anzunehmen, dass die Anteile am Gesellschaftsvermögen auf „neue Gesellschafter“ übergehen (Az. II R 66/11).

 

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