Immobilien-Preis-Kalkulator ist zur Ermittlung des Grundbesitzwertes ungeeignet

Das FG Niedersachsen hat entschieden, dass die bei den niedersächsischen Finanzämtern übliche Praxis, den Grundbesitzwert mithilfe des von den Gutachterausschüssen für Grundstückswerte in ihren Internetauftritten angebotenen Immobilien-Preis-Kalkulators selbst zu ermitteln, nicht den Vorgaben des § 183 Abs. 1 BewG genügt (Az. 1 K 107/11).

 

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FG Baden-Württemberg hält sog. "überdachende Besteuerung" nach Wegzug in die Schweiz für europarechtswidrig

Das FG Baden-Württemberg ist der Auffassung, dass die sog. „überdachende Besteuerung“ von Arbeitnehmern, die ihren Wohnsitz in Deutschland aufgeben und in die Schweiz wegziehen, gegen das zwischen der Schweiz und der EU und ihren Mitgliedstaaten abgeschlossene Freizügigkeitsabkommen verstößt (Az. 3 K 2654/11).

 

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BFH: Zeitliche Grenze der Rücknahme des Verzichts auf Steuerbefreiungen – Beendigung der Stellung eines "Dritten" durch Verschmelzung

Der Verzicht auf Steuerbefreiungen nach § 9 UStG kann zurückgenommen werden, solange die Steuerfestsetzung für das Jahr der Leistungserbringung anfechtbar oder aufgrund eines Vorbehalts der Nachprüfung noch änderbar ist. Nach Verschmelzung einer Organgesellschaft auf den Organträger ist sie nicht mehr Dritte. So der BFH (Az. V R 6/12).

 

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BFH: Unangemessene Verfahrensdauer bei 34-monatiger Untätigkeit des Finanzgerichts im Klageverfahren

Der BFH hat entschieden, dass wenn ein FG in einem Klageverfahren, das sowohl hinsichtlich Schwierigkeitsgrad und Bedeutung als durchschnittlich anzusehen ist, erstmals 34 Monate nach Klageeingang tätig wird und mehrere Verzögerungsrügen und Sachstandsanfragen des Verfahrensbeteiligten entweder gar nicht oder lediglich mit – nicht auf das konkrete Verfahren bezogenen – Standard-Textbausteinen bescheidet, die Verfahrensdauer im Umfang von neun Monaten als unangemessen anzusehen ist (Az. X K 8/13).

 

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