Exporte im Oktober 2023: -0,2 % zum September 2023

Im Oktober 2023 sind die deutschen Exporte gegenüber September 2023 um 0,2 % und die Importe um 1,2 % gesunken. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, sanken die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2022 um 8,1 % und die Importe um 16,3 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 04.12.2023

Exporte (kalender- und saisonbereinigte Warenausfuhren), Oktober 2023
126,4 Milliarden Euro
-0,2 % zum Vormonat
-8,1 % zum Vorjahresmonat

Importe (kalender- und saisonbereinigte Wareneinfuhren), Oktober 2023
108,6 Milliarden Euro
-1,2 % zum Vormonat
-16,3 % zum Vorjahresmonat

Außenhandelsbilanz (kalender- und saisonbereinigt), Oktober 2023
+17,8 Milliarden Euro

Im Oktober 2023 sind die deutschen Exporte gegenüber September 2023 kalender- und saisonbereinigt um 0,2 % und die Importe um 1,2 % gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, sanken die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2022 um 8,1 % und die Importe um 16,3 %.

Insgesamt wurden im Oktober 2023 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 126,4 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 108,6 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss im Oktober 2023 mit einem Überschuss von 17,8 Milliarden Euro ab. Im September 2023 hatte der kalender- und saisonbereinigte Saldo der Außenhandelsstatistik bei +16,7 Milliarden Euro gelegen, im Oktober 2022 bei +7,8 Milliarden Euro.

Außenhandel mit EU-Staaten

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Oktober 2023 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 67,9 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 56,9 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber September 2023 sanken die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 2,7 % und die Importe aus diesen Staaten um 2,8 %. In die Staaten der Eurozone wurden im Oktober 2023 Waren im Wert von 47,8 Milliarden Euro (-1,9 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 38,0 Milliarden Euro (-1,9 %) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Oktober 2023 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 20,1 Milliarden Euro (-4,4 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 18,9 Milliarden Euro (-4,6 %) von dort importiert.

Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten

In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im Oktober 2023 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 58,5 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 51,8 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber September 2023 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 2,9 % und die Importe von dort um 0,8 % zu.

Die meisten deutschen Exporte gingen im Oktober 2023 in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt 5,7 % mehr Waren exportiert als im September 2023. Damit stiegen die Exporte in die Vereinigten Staaten auf einen Wert von 13,5 Milliarden Euro. Die Exporte in die Volksrepublik China nahmen um 1,5 % auf 7,9 Milliarden Euro zu, die Exporte in das Vereinigte Königreich stiegen um 5,6 % auf 6,6 Milliarden Euro.

Die meisten Importe kamen im Oktober 2023 aus der Volksrepublik China. Von dort wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 12,7 Milliarden Euro eingeführt, das waren 2,4 % weniger als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen um 2,2 % auf 7,9 Milliarden Euro. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich sanken im gleichen Zeitraum um 15,1 % auf 2,7 Milliarden Euro.

Die Exporte in die Russische Föderation sanken im Oktober 2023 gegenüber September 2023 kalender- und saisonbereinigt um 5,0 % auf 0,6 Milliarden Euro. Gegenüber Oktober 2022, als infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine der Export nach Russland bereits stark zurückgegangen war, nahmen sie um 40,5 % ab. Die Importe aus Russland stiegen im Oktober 2023 gegenüber September 2023 um 6,6 % auf 0,2 Milliarden Euro, gegenüber Oktober 2022 gingen die Importe um 88,5 % zurück.

Originalwerte für den Außenhandel (nicht kalender- und saisonbereinigt)

Nominal (nicht kalender- und saisonbereinigt) wurden im Oktober 2023 Waren im Wert von 130,8 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 112,7 Milliarden Euro importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2022 nahmen die Exporte im Oktober 2023 damit um 5,0 % ab, die Importe sanken um 14,4 %. Die unbereinigte Außenhandelsbilanz schloss im Oktober 2023 mit einem Überschuss von 18,1 Milliarden Euro ab. Im Oktober 2022 hatte der Saldo +6,1 Milliarden Euro betragen.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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So digital sind Deutschlands Banken und Versicherungen

Wie treu sind die Deutschen ihrer Bank und wie viele erwägen einen Wechsel zu einer reinen Online-Bank? Wer erledigt seine Bankgeschäfte online? Verdrängen Smartphone und Smartwatch das Bargeld an der Kasse? Wie kompliziert sind Online-Abschlüsse von Versicherungen? Und wie weit verbreitet ist das Interesse an Kryptowährungen wie Bitcoin & Co.? Antworten auf diese und noch mehr Fragen gibt der neue Studienbericht „Digital Finance 2023“ des Digitalverbands Bitkom.

Bitkom, Pressemitteilung vom 01.12.2023

Bitkom veröffentlich Studienbericht „Digital Finance 2023“

Wie treu sind die Deutschen ihrer Bank und wie viele erwägen einen Wechsel zu einer reinen Online-Bank? Wer erledigt seine Bankgeschäfte online? Verdrängen Smartphone und Smartwatch das Bargeld an der Kasse? Wie kompliziert sind Online-Abschlüsse von Versicherungen? Und wie weit verbreitet ist das Interesse an Kryptowährungen wie Bitcoin & Co.? Antworten auf diese und noch mehr Fragen gibt der neue Studienbericht „Digital Finance 2023“ des Digitalverbands Bitkom, der ab sofort kostenlos zum Download bereitsteht. „Die Digitalisierung hat die Finanzwelt erfasst. Ob beim Banking, an der Supermarktkasse oder bei der Suche nach einer Versicherung – die Bundesbürgerinnen und Bundesbürger sehen die Vorteile digitaler Technologien und wollen diese auch nutzen. Die sich wandelnden Kundenbedürfnisse stellen nicht nur eine Herausforderung dar, sondern bieten vor allem auch enorme Chancen“, betont Lukas Marschallek, Referent Digital Banking & Financial Services beim Bitkom. „Mit dem Studienbericht werfen wir ein Schlaglicht auf den Stand der Digitalisierung in der Finanz- und Versicherungsbranche und zeigen, wo sich noch etwas tun muss. Denn aktuell bekommen die Banken für ihre Digital-Angebote von den Kundinnen und Kunden nur die Note befriedigend, bei den Versicherungen ist es sogar nur ausreichend.“

Einige der Kernergebnisse des Studienberichts „So digital ist die deutsche Finanz- und Versicherungsbranche“:

  • Ältere holen beim Online-Banking auf: 76 Prozent der Deutschen nutzen Online-Banking, etwa genau so viele wie im Vorjahr (78 Prozent). Deutlich erhöht hat sich der Anteil der Online-Banking-Nutzenden in der Generation 65plus – und zwar von 21 Prozent im Jahr 2019 auf 45 Prozent in diesem Jahr.
  • Treue zur Bank schwindet weiter: Die Zeiten, in denen die Menschen ihr einmal eröffnetes Konto für den Rest ihres Lebens behalten, sind endgültig vorbei. Mit 55 Prozent hat mehr als die Hälfte schon einmal das hauptsächlich genutzte Girokonto gewechselt. Vor einem Jahr waren es 51 Prozent, 2018 sogar erst 35 Prozent.
  • Digitale Bankangebote entscheidend für Jüngere: Als Grund für den letzten Bankwechsel nennt eine Mehrheit von 54 Prozent der 16- bis 29-Jährigen „bessere digitale Angebote“ des neuen Anbieters. Unter den Personen ab 30 Jahre liegt der Anteil bei 36 Prozent.
  • Kontaktloses Bezahlen ist Alltag: 95 Prozent haben an der Kasse im Geschäft vor Ort kontaktlos mit Smartphone, Smartwatch oder Karte bezahlt. Vor zwei Jahren lag der Anteil erst bei 85 Prozent. 70 Prozent stört es, wenn man im Laden nicht bargeldlos bezahlen kann.
  • Große Mehrheit schließt Versicherungen online ab: 8 von 10 Deutschen (79 Prozent) haben schon einmal eine Versicherung online abgeschlossen. Allerdings fanden nur 18 Prozent von ihnen den Vorgang sehr einfach, 36 Prozent eher einfach. 20 Prozent empfanden den Vertragsabschluss als eher kompliziert, 23 Prozent sogar als sehr kompliziert.
  • Digitale Übersicht zur Altersvorsorge gewünscht: 70 Prozent der Menschen, die noch nicht in Rente oder Pension sind, möchten eine einfache digitale Übersicht über alle ihre erwarteten Einkünfte im Alter.

Details zu den Ergebnissen sowie eine ganze Reihe weiterer Zahlen rund um die Digitalisierung der Finanzbranche und die Einstellung der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger zu Kryptowährungen finden sich im vollständigen Studienbericht „Digital Finance 2023 – So digital ist die deutsche Finanz- und Versicherungsbranche“, der ab sofort zum kostenlosen Download bereitsteht.

Quelle: Bitkom

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Investitionserwartungen deutlich gesunken

Die Unternehmen in Deutschland haben ihre Investitionsvorhaben deutlich gekürzt. Das geht aus den Konjunkturumfragen des ifo Instituts hervor.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 04.12.2023

Die Unternehmen in Deutschland haben ihre Investitionsvorhaben deutlich gekürzt. Das geht aus den Konjunkturumfragen des ifo Instituts hervor. Die ifo Investitionserwartungen für das laufende Jahr sind im November auf 2,2 Punkte gefallen, nach 14,7 Punkten im März. „Das Investitionsklima hat sich spürbar eingetrübt. Das ist Folge der gestiegenen Finanzierungskosten, der schwachen Nachfrage und der wirtschaftspolitischen Unsicherheit“, sagt Lara Zarges, Konjunkturexpertin am ifo Institut. Auch für das kommende Jahr sind die Unternehmen zurückhaltend. Mit einem Saldo von 1,2 Punkten liegen die ifo Investitionserwartungen sogar etwas niedriger als in diesem Jahr.

Am pessimistischsten sind die Unternehmen im Handel. Immer mehr Unternehmen wollen dort ihre Investitionsausgaben kürzen. Für das laufende Jahr sanken die Investitionserwartungen von plus 3,7 Punkte auf minus 3,5 Punkte, und für 2024 gehen sie weiter zurück, auf minus 14,6 Punkte. Auch die Dienstleister haben ihre Vorhaben für das laufende Jahr deutlich gekürzt. Die Investitionserwartungen sanken von plus 13,6 Punkte auf plus 1,0 Punkte. Im kommenden Jahr wollen sie nur geringfügig mehr investieren als in diesem Jahr, der Saldo liegt bei plus 2,3 Punkten.

In der Industrie sind die Unternehmen am optimistischsten. Eine Mehrheit der Unternehmen will in diesem und im kommenden Jahr etwas mehr investieren. Für dieses Jahr haben die Industrie-Unternehmen ihre Vorhaben allerdings deutlich gekürzt. Der Saldo sank von 21,4 Punkten im März auf 6,8 Punkte im November; das heißt, sie wollen immer noch mehr investieren, aber eben nicht mehr ganz so viel wie ursprünglich geplant. Vor allem die energieintensiven Branchen wollen weniger investieren. Der Saldo fiel von plus 9,1 Punkten auf minus 9,2 Punkte. Am stärksten ist die Korrektur in der Chemie. Dort senkten die Unternehmen ihre Erwartungen seit dem Frühjahr von plus 13,9 Punkten auf minus 15,6 Punkte. In den nicht-energieintensiven Zweigen sanken sie für das laufende Jahr von 22,3 Punkten im März auf 12,6 Punkte im November. Die Automobilhersteller halten sogar an ihren ursprünglichen Plänen fest und wollen ihre Investitionsausgaben spürbar ausweiten. Der Saldo blieb beinahe unverändert bei plus 34,4 Punkten.

Für das kommende Jahr sind die Investitionserwartungen in der Industrie weitgehend stabil bei 6,6 Punkten. In den energieintensiven Branchen deutet sich eine leichte Aufhellung an. Die Investitionserwartungen liegen bei plus 3,7 Punkten. Insbesondere die Hersteller chemischer Erzeugnisse planen wieder mehr zu investieren als im laufenden Jahr. In den nicht-energieintensiven Industriebranchen dagegen wollen geringfügig weniger Unternehmen ihre Investitionen im Vergleich zum Vorjahr ausweiten. Der Saldo sank auf 11,2 Punkte. Die Automobilhersteller wollen ihre Investitionsausgaben erneut spürbar ausweiten. Ihre Investitionserwartungen für das Jahr 2024 liegen bei 34,0 Punkten.

Quelle: ifo Institut

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Bundesregierung schlägt Paket zur Reduzierung und Vereinfachung von Berichtspflichten auf EU-Ebene vor

Die Bundesregierung hat sich mit 32 konkreten Vorschlägen zum Berichtspflichtenabbau in die EU-Konsultation eingebracht und die Vorschläge auf dem Portal der EU-Kommission veröffentlicht.

BMWK, Pressemitteilung vom 01.12.2023

Die EU-Kommission hat anlässlich der Veröffentlichung ihres Arbeitsprogramms 2024 am 17. Oktober 2023 erste Vorschläge zur Reduzierung und Vereinfachung von Berichtspflichten unterbreitet und eine Konsultation („Call for Evidence“) eingeleitet. Die Konsultation gibt Unternehmen und Mitgliedstaaten die Möglichkeit, weitere Vorschläge zum Berichtspflichtenabbau zu unterbreiten. Ziel der EU-Kommission ist es, Berichtspflichten für Unternehmen (insbesondere KMU) und Behörden um bis zu 25 % zu verringern, ohne hierdurch mit Berichtspflichten verbundene politische Anliegen zu untergraben.

Die Bundesregierung hat sich am 01.12.2023 mit 32 konkreten Vorschlägen zum Berichtspflichtenabbau in die Konsultation eingebracht und die Vorschläge auf dem „Have your say“-Portal der EU-Kommission veröffentlicht (abrufbar hier).

Sven Giegold, Staatssekretär im BMWK: „Wir brauchen jetzt eine spürbare Entlastung bei bürokratischen Prozessen, sowohl national als auch auf EU-Ebene. Gerade kleine und mittlere Betriebe ächzen unter zu vielen Vorgaben. Der Abbau unnötiger Bürokratie ist Ausdruck eines modernen Staates, der funktioniert und Vertrauen in öffentliche Institutionen schafft. Deshalb begrüßen wir die Konsultation der EU-Kommission zur Reduzierung und Vereinfachung von Berichtspflichten für Unternehmen und Behörden und bringen uns als Bundesregierung mit konkreten Vorschlägen ein. Das Ziel, unnötige Bürokratie abzubauen und Verwaltungsverfahren zu vereinfachen, ohne auf notwendige Schutzstandards zu verzichten, müssen wir weiter mit Nachdruck verfolgen. Mit unserer gemeinsamen deutsch-französischen Bürokratieentlastungsinitiative haben wir die EU-Kommission daher gebeten, den Bürokratieabbau voranzubringen und zusätzliche Impulse zu setzen, insbesondere um kleine und mittlere Unternehmen zu entlasten.“

Das Konsultationsverfahren der EU-Kommission ist Teil der Kommissionsbemühungen, die aufwendigen Berichtspflichten für Unternehmen und insbesondere KMU sowie Behörden zu vereinfachen. Verwaltungsaufwand und regulatorische Hindernisse gehören für 55 % der KMU zu den größten Problemen. Ein berechenbares Regelungsumfeld, ein effizienter institutioneller Rahmen und günstige Rahmenbedingungen für Unternehmen tragen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, Fairness sicher zu stellen und in Anbetracht der jüngsten Krisen Entlastung zu schaffen.

Weitere Informationen zum Konsultationsverfahren der EU-Kommission finden Sie hier.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

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Cyber Resilience Act stärkt europäische Cybersicherheit-Architektur

In den Trilog-Verhandlungen über den Cyber Resilience Act haben EU-Kommission, Europaparlament und der Rat der Europäischen Union eine Einigung erzielt. Dazu nimmt Bitkom Stellung.

Bitkom, Pressemitteilung vom 01.12.2023

Bitkom zum Abschluss der Trilog-Verhandlungen

In den Trilog-Verhandlungen über den Cyber Resilience Act haben EU-Kommission, Europaparlament und der Rat der Europäischen Union eine Einigung erzielt. Dazu erklärt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung:

„Der Cyber Resilience Act ist weltweit einzigartig und ein Meilenstein auf dem Weg zur Stärkung der Cybersicherheit in Europa. Mit einheitlichen Standards für Produkte mit digitalen Elementen, wie zum Beispiel Security by Design, kann er deutlich mehr Sicherheit für Verbraucherinnen und Verbraucher schaffen. Unternehmen profitieren unter anderen durch eine Vereinheitlichung der Meldefristen für Schwachstellen. Allerdings kommt auf sie auch ein hoher zusätzlicher Personal- und Kostenaufwand zu, sowohl bei der Anpassung der Produkte als auch der internen Prozesse an die neuen Vorgaben. Die vorgesehenen Übergangsfristen sehen wir als zu kurz an, da Unternehmen ganze Ökosysteme umstellen müssen und dies Zeit in Anspruch nimmt. Die EU-Kommission muss daher, wie im Trilog festgehalten, die Unternehmen bei der Umsetzung des Cyber Resilience Act unterstützen, etwa durch die Bereitstellung von Implementierungsleitfäden. Es darf an dieser Stelle nicht zu Rechtsunsicherheiten kommen, von denen insbesondere Startups und kleine sowie mittelständische Unternehmen betroffen wären.

Bedauerlich ist auch, dass es auch nach Ende der Trilog-Verhandlungen weiter Unklarheit darüber besteht, inwiefern Open Source Software die Anforderungen des Cyber Resilience Acts erfüllen muss und kann.“

Quelle: Bitkom

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Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie in Deutschland und Europa erschließen

Die Verhandlungen um die KI-Verordnung der EU gestalten sich schwierig. Doch um die Potenziale von KI erschließen zu können, braucht die Wirtschaft lt. DIHK nicht nur rasch einen guten AI Act, sondern u. a. einheitliche Standards und Zugang zu Finanzierung, hochwertigen Daten und Rechenleistung.

DIHK, Mitteilung vom 01.12.2023

Die Verhandlungen zur europäischen Verordnung über künstliche Intelligenz (AI Act) stehen auf der Kippe. Das Ziel der spanischen EU-Ratspräsidentschaft, bis zum 6. Dezember einen Kompromiss zwischen EU-Parlament und dem Rat herbeizuführen, rückt damit in weite Ferne.

Im aktuellen Impulspapier zum AI Act drängt die DIHK auf eine schnelle Einigung. Deutschland schafft es nur, künstliche Intelligenz (KI) als Schlüsseltechnologie zu erschließen, wenn wir bessere Rahmenbedingungen für die KI-Entwicklung und die Digitalisierung der Wirtschaft erreichen. Zudem werden internationale Kooperationen und Austauschformate immer bedeutender. Zuletzt suchte die deutsche Bundesregierung mit den USA und dem Vereinigten Königreich den Schulterschluss hinsichtlich einheitlicher KI-Regelungen. Internationale, europäische und nationale Initiativen müssen nun in eine gemeinsame strategische Richtung gelenkt werden.

Den AI Act wieder in richtige Bahnen lenken

Zwischen dem EU-Parlament und dem Europäischen Rat herrschen weiterhin große Unstimmigkeiten über zentrale Aspekte des Verordnungsentwurfes und neu eingebrachte Änderungsvorschläge. Besonders groß sind die Differenzen bei den sogenannten Basismodellen, die grundlegende Anwendungen beschreiben und damit die Basis für KI-Zukunftstechnologien bilden.

Frankreich und Deutschland wollen den von der EU-Kommission vermittelten Kompromiss vom 24. Oktober nicht mittragen. Dieser sieht eine zweistufige Klassifizierung vor, nach der KI-Systeme generell mit grundsätzlichen Transparenzpflichten belegt werden und „High impact“-Systeme stärker reguliert werden sollen. Zu „High impact“-Systemen zählen hoch entwickelte KI-Modelle wie beispielsweise ChatGPT, die eine Monopolstellung besitzen und damit erhebliche Auswirkungen auf verschiedene Aspekte der Gesellschaft oder Wirtschaft haben können.

Die Differenzierung stellt dabei unter anderem auf die Trainingsdatenmenge ab. Bei einem solchen Ansatz besteht die Gefahr, dass die Anreize für aufstrebende Unternehmen, KI zu entwickeln, ausgehebelt werden. Die Überregulierung von nationalen Start-ups wäre ein großes Hindernis für die junge Branche.

Aus Sicht der DIHK ist es erforderlich, in diesem Jahr eine Einigung über den AI Act zu erzielen. Eine Verzögerung des Gesetzgebungsprozesses durch die Wahlen zum Europäischen Parlament im Juni 2024 wäre ein lähmendes Signal an die gesamte Wirtschaft. KI-Modelle finden bereits heute in der Breite der Wirtschaft Anwendung. Dieser Trend wird sich angesichts des zunehmenden internationalen Wettbewerbsdrucks aus den USA und China weiter intensivieren. Damit Innovation nicht gehemmt wird, muss der AI Act auf die Idee des risikobasierten Ansatzes zurückgeführt werden. Er besagt, dass KI-Systeme nach ihrem Risiko klassifiziert und mit entsprechenden Regulierungen belegt werden, damit transparente und sichere Anwendungen möglich sind. Gleichzeitig muss die Verordnung fair gegenüber allen Wirtschaftsakteuren gestaltet sein.

Die Vision von KI „made in Europe“ realisieren

Das künftige KI-Ökosystem wird nicht allein durch den AI Act beeinflusst. Die Entwicklung von KI-Modellen erfordert vielmehr einen Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten, qualitativ hochwertigen Datensätzen und Rechenleistung. Hierbei kann Deutschland noch nicht mit den Kapazitäten der USA konkurrieren. Initiativen wie der KI-Aktionsplan des Bundesministeriums für Bildung und Forschung oder die Neuaufsetzung von Förderprogrammen mit KI-Fokus gehen in diese Richtung, verfolgen bisher aber kein ganzheitlich strategisches Ziel.

KI durch Standardisierung in die Anwendung bringen

Für die deutsche und europäische Wettbewerbsfähigkeit ist es ausschlaggebend, dass KI-Modelle nicht nur von KI-Anbietern entwickelt werden, sondern auch als Schlüsseltechnologie in der Breite der Wirtschaft ankommen. Die Mehrheit der Unternehmen wird KI-gestützte Technologien als Produkt oder Service einkaufen. Aus diesem Grund muss das Augenmerk nun stärker als bisher auf der Schaffung einheitlicher Standards und Normen liegen.

Quelle: DIHK

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Geschäftsklima in der Autoindustrie kühlt leicht ab

Die Stimmung in der deutschen Automobilindustrie hat sich geringfügig verschlechtert. Im November fiel der Geschäftsklimaindex der Branche lt. ifo Institut auf -16,8 Punkte, nach -16,3 Punkten im Oktober.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 01.12.2023

Die Stimmung in der deutschen Automobilindustrie hat sich geringfügig verschlechtert. Im November fiel der Geschäftsklimaindex der Branche auf -16,8 Punkte, nach -16,3* Punkten im Oktober. „Die Unternehmen der Autoindustrie bewerten ihre aktuelle Geschäftslage zwar besser als im Vormonat, sehen jedoch den kommenden Monaten pessimistischer entgegen“, sagt Anita Wölfl, Fachreferentin am ifo Zentrum für Industrieökonomik und neue Technologien.

Der Indikator für die Geschäftslage der deutschen Automobilindustrie stieg im November auf 15,2 Punkte, nach 9,8* Punkten im Oktober. Der Indikator für die Geschäftserwartungen sank dagegen auf -44,0 Punkte, nach -39,2* Punkten. „Die deutsche Autoindustrie kommt aus ihrer konjunkturellen Abschwungphase nicht heraus“, sagt Wölfl. Das sei der Eindruck, wenn man sich die Bewertungen der Geschäftsentwicklung seit Juni 2023 anschaue: Die Stimmung in der Branche sei damals deutlich eingebrochen und habe sich seitdem nicht wesentlich von diesem Niveau wegbewegt.

*Saisonbereinigt korrigiert

Quelle: ifo Institut

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Kleine und mittlere Unternehmen sind bei der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen benachteiligt

Das Forschungsteam des IfM Bonn hat sowohl Stellungnahmen aus einer öffentlichen Konsultation des BMWK ausgewertet als auch eine umfangreiche Literaturanalyse durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass insbesondere KMU in jeder Phase des Vergabeprozesses Hemmnisse erfahren – von der Suche nach geeigneten Ausschreibungen bis hin zur Angebotsabgabe.

IfM Bonn, Pressemitteilung vom 30.11.2023

Nachhaltigkeitsaspekte bei Öffentlichen Ausschreibungen sollten KMU-freundlich umgesetzt werden

„Prinzipiell ist es zu begrüßen, dass die Bundesregierung die öffentliche Vergabe mit dem Ziel novellieren will, diese effizienter und nachhaltiger zu machen. Doch sollten die Folgewirkungen für kleine und mittlere Unternehmen mitbedacht werden“, erklärt Dr. Nadine Schlömer Laufen, Projektleiterin im Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn. Ihr Forschungsteam hat sowohl Stellungnahmen aus einer öffentlichen Konsultation des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz ausgewertet als auch eine umfangreiche Literaturanalyse durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in jeder Phase des Vergabeprozesses Hemmnisse erfahren – von der Suche nach geeigneten Ausschreibungen bis hin zur Angebotsabgabe. Dies führt häufig dazu, dass die KMU trotz prinzipiellen Interesses an öffentlichen Ausschreibungen im Einzelfall auf die Teilnahme daran verzichten.

Als die größten Hürden identifizierte das IfM-Wissenschaftlerteam fehlende Informationen seitens der Vergabestellen und schwierige Kontaktmöglichkeiten, eine geringe Anwenderfreundlichkeit auf den digitalen Plattformen, zu hohe Anforderungen der Ausschreibung sowie übermäßige Bürokratie. Würde nun noch zusätzlich die nachhaltige Beschaffung im Zuge öffentlicher Vergaben gestärkt, würde das sowohl die Anforderungen als auch den bürokratischen Aufwand für KMU weiter erhöhen. Beides wird schon jetzt als zu hoch empfunden. Um jedoch eine rechtssichere nachhaltige Vergabe sicherzustellen, muss die Vergabestelle entsprechende Anforderungen an Bieter stellen und Nachweise von den Bietern fordern.

Um die Hürden für KMU nicht weiter zu erhöhen, sollte die geplante Novellierung nach Ansicht der IfM-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in zwei Stufen erfolgen: Zunächst sollten die bestehenden Hemmnisse für die KMU im Vergabeprozess abgebaut werden – und erst dann sollte die öffentliche Vergabe nachhaltiger ausgerichtet werden.

„Eine Alternative zur zweistufigen Umsetzung der Novellierung könnte auch sein, dass man die nachhaltige Beschaffung zwar stärkt, allerdings auf die Forderung zusätzlicher Nachweise verzichtet. Auf diese Weise würde vermieden, dass der bürokratische Aufwand und die Anforderungen für die KMU weiter steigen. Dadurch würden Vergabeentscheidungen zwar weniger rechtssicher. Am Beispiel anderer Staaten mit innovationsfreudiger öffentlicher Beschaffung zeigt sich jedoch, dass dieses Vorgehen ein funktionierendes Modell sein kann“, so Dr. Nadine Schlömer-Laufen.

Quelle: Institut für Mittelstandsforschung Bonn

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Geopolitische Blockbildung träfe EU-Industrien hart

Eine Aufteilung der Weltwirtschaft in geopolitische Blöcke würde die europäischen Hersteller von pharmazeutischen Produkten, die Automobilhersteller und Zulieferer sowie den Maschinenbau besonders hart treffen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Forschungsnetzwerkes EconPol.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 30.11.2023

Eine Aufteilung der Weltwirtschaft in geopolitische Blöcke würde die europäischen Hersteller von pharmazeutischen Produkten, die Automobilhersteller und Zulieferer sowie den Maschinenbau besonders hart treffen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Forschungsnetzwerkes EconPol, die heute in Brüssel vorgestellt wurde. Kleine Wertschöpfungssteigerungen könnten zwar die Landwirtschaft und der Bergbau verzeichnen, die aber nur einen geringen Anteil an der gesamten Wirtschaftsleistung der EU ausmachen. „Eine geopolitisch motivierte Einschränkung von Handelsströmen würde der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft erheblich schaden. Vor allem der eingeschränkte Zugang zu internationalen Vorprodukten hätte deutliche Produktivitätsverluste für europäische Firmen zur Folge“, sagt Lisandra Flach, Leiterin des ifo Zentrums für Außenwirtschaft, eine der Autorinnen der Studie.

Ein Zerfall der Weltwirtschaft in einen westlichen Block (EU und die USA) und einen östlichen Block mit China und Russland würde das europäische Wohlstandsniveau dauerhaft um 1,6 Prozent senken und zu Wertschöpfungsverlusten in Milliardenhöhe führen. Insbesondere die europäische Industrie und die Dienstleistungssektoren würden darunter leiden.

„Ein einseitiger Rückzug der EU aus internationalen Lieferketten würde sogar mit noch deutlich höheren Wohlstandsverlusten und einem Rückgang der industriellen Wertschöpfung in Europa von mehr als 10 Prozent einhergehen“, ergänzt Andreas Baur, Außenhandelsexperte am ifo Institut. Kleine und sehr offene Volkswirtschaften mit hohem Anteil an Handel außerhalb der EU würden in den simulierten Szenarien am meisten leiden, darunter Malta, Luxemburg, Belgien. Stark betroffen wären auch die baltischen Staaten. Die größeren europäischen Länder wären zwar noch signifikant, aber tendenziell weniger betroffen, etwa Italien, Deutschland und Spanien.

„Die EU sollte sich deshalb weiterhin für das multilaterale Handelssystem stark machen, um diese Nachteile zu vermeiden. Eine Vertiefung des europäischen Binnenmarkts und neue Freihandelsabkommen mit strategischen Partnern gewinnen zudem in einer Welt wachsender geopolitischer Spannungen erheblich an Bedeutung“, sagt Florian Dorn, Mitautor der Studie.

Mit Hilfe des ifo Handelsmodells wurden fünf geopolitische Szenarien simuliert, unter anderem auch ein gleichzeitiger Rückzug der EU, der USA und China aus internationalen Lieferketten. Dieses Szenario träfe China selbst wirtschaftlich am stärksten, gefolgt von der EU, Mexiko und Kanada.

Quelle: ifo Institut

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Inflationserwartungen stabilisieren sich

Nach einem spürbaren Rückgang im August 2023, bleiben die Inflationserwartungen der vom ZEW befragten Finanzmarktexperten für die Jahre 2023, 2024 und 2025 im November 2023 stabil. Auch die Zinserwartungen der Befragten bleiben gegenüber August 2023 weitestgehend unverändert.

ZEW, Pressemitteilung vom 30.11.2023

Sonderfrage des ZEW-Finanzmarkttests vom November 2023

Nach einem spürbaren Rückgang im August 2023, bleiben die Inflationserwartungen der vom ZEW befragten Finanzmarktexpertinnen und -experten für die Jahre 2023, 2024 und 2025 im November 2023 stabil. Auch die Zinserwartungen der Befragten bleiben gegenüber August 2023 weitestgehend unverändert. Während sich die Konjunkturentwicklung in der Eurozone weiterhin dämpfend auf die Inflationserwartungen der ZEW-Umfrageteilnehmer auswirkt, erweisen sich die Entwicklungen der Löhne als inflationstreibend. Etwa ein Drittel der Expertinnen und Experten haben ihre Inflationserwartungen aufgrund des im Oktober 2023 ausgebrochenen Kriegs in Israel und Gaza angehoben. Dies kommt aus den Umfragewerten zur Sonderfrage im ZEW-Finanzmarkttest im November 2023, worin die Befragten ihre Beurteilung zur künftigen Inflations- und Zinsentwicklung bis 2025 äußerten.

„Die Inflationserwartungen sind in der Umfrage vom August 2023 gefallen und bleiben auch in der aktuellen Umfrage stabil. Obwohl die Expertinnen und Experten nach wie vor von einem schrittweisen Rückgang der Preissteigerungsrate in den kommenden Jahren ausgehen, soll diese selbst im Jahr 2025 um einen halben Prozentpunkt über dem EZB-Inflationsziel von 2 Prozent verharren. Die Entwicklung der Inflationsprognosen im Jahr 2023 deutet den Beginn einer Trendwende bei den Inflationserwartungen an“, kommentiert Dr. Lora Pavlova, Wissenschaftlerin im ZEW-Forschungsbereich „Altersvorsorge und nachhaltige Finanzmärkte“ das Ergebnis. „Ein Mix aus inflationstreibenden als auch inflationshemmenden Entwicklungen sorgte in den vergangenen drei Monaten dafür, dass die Inflationserwartungen insgesamt stabil geblieben sind“, ergänzt ZEW-Kollege Dr. Frank Brückbauer.

Mehrere Faktoren halten Erwartungen stabil

Die Finanzmarktexpertinnen und -experten erwarten in der Umfrage vom November 2023 für die Jahre 2023, 2024 bzw. 2025 im Median Inflationsraten von 5,5, 3,0 bzw. 2,5 Prozent. Die Mehrheit geht somit weiterhin davon aus, dass die EZB im Zeitraum 2023 bis 2025 ihr Inflationsziel von zwei Prozent noch nicht erreichen kann.

Für 52 Prozent der Finanzmarktexpertinnen und -experten erweist sich die Konjunkturentwicklung in der Eurozone als inflationshemmend. 40 Prozent der Befragten geben an, dass die gesunkenen Energiepreise ebenso zu einer Dämpfung der Inflationsrate beitragen. Circa ein Drittel der Befragten bewegt die Geldpolitik der EZB dazu, ihre Inflationsprognosen nach unten zu revidieren.

Spitzenreiter bei den inflationstreibenden Faktoren mit 48 Prozent der Befragten bleiben die Entwicklungen der Löhne, dicht gefolgt von der grünen Transformation der Wirtschaft mit 40 Prozent. Während der Krieg in der Ukraine nun keinen signifikanten Einfluss mehr auf der Inflationsprognose der Großteil der Expertinnen und Experten nimmt, spielt der im Oktober 2023 ausgebrochene Krieg in Israel und Gaza eine größere Rolle. Etwa ein Drittel der Befragten sagen, dass sie ihre Inflationsprognosen gegenüber August 2023 aufgrund des Konflikts erhöht haben. Demnach wirkt sich der Krieg in Nahost hauptsächlich über die Energiepreise und Eskalationen internationaler Handelskonflikte auf die Inflation im Euroraum aus.

Quelle: ZEW

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