BMWK baut Förderung zur Dekarbonisierung von Unternehmen aus: Verbesserte und erweiterte Förderangebote für kleine Unternehmen

Am 01.05.2023 trat die aktuelle Novelle zu „Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft“ (EEW) in Kraft. Das bestehende Förderangebot der EEW wird lt. BMWK ausgebaut, insbesondere für Kleinst- und Kleinunternehmen optimiert und um ein zusätzliches Modul erweitert.

BMWK, Pressemitteilung vom 01.05.2023

Heute tritt die aktuelle Novelle zu „Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft“ (EEW) in Kraft. Das bestehende Förderangebot der EEW wird ausgebaut, insbesondere für Kleinst- und Kleinunternehmen optimiert und um ein zusätzliches Modul erweitert. Mit dem neuen Modul können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bürokratiearm eine Förderung für den Umstieg von fossilen Brennstoffen auf elektrische Prozesse beantragen. Wichtig sind zudem die Ergänzung von Geothermie als neuer Fördergegenstand und die Ausweitung des erfolgreichen „Förderwettbewerbs“ der EEW.

Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck erklärt dazu:

Die Dekarbonisierung von Industrie und Gewerbe ist von zentraler Bedeutung, wenn wir bis zum Jahr 2045 in Deutschland Treibhausgasneutralität erreichen wollen. Denn allein die Industrie steht für rund 24 Prozent aller Treibhausgasemissionen. Um diese zu senken, brauchen wir Investitionen der Unternehmen in Energie- und Ressourceneffizienz sowie in den Umstieg auf klimaneutrale Prozesswärme. Daher unterstützen wir Unternehmerinnen und Unternehmer mit diesem Förderprogramm. Wir wollen die Dekarbonisierung der Prozesswärme weiter beschleunigen und so helfen, den Verbrauch fossiler Brennstoffe schneller zu reduzieren. Kleine Unternehmen und der Mittelstand spielen eine wichtige Rolle für eine klimaneutrale Wirtschaft und deswegen nehmen wir sie mit diesem Förderprogramm besonders in den Blick.

Seit Einführung 2019 hat sich die EEW mit mittlerweile über 17.000 Anträgen pro Jahr als sehr erfolgreiches Förderprogramm etabliert und wird von kleinen, mittleren und großen Unternehmen gleichermaßen in Anspruch genommen.

Zu den wesentlichsten Neuerungen der Förderrichtlinie im Bereich Zuschuss und Kredit zählen:

  • Einführung eines neuen, bürokratiearmen Moduls 6: Umstellung von Produktionsanlagen von Gas, Öl oder Kohle auf Strom in kleinen Unternehmen
  • Verbesserung der Förderbedingungen für Elektrifizierung von Prozesswärme in Modul 4
  • neue Förderung von Geothermieanlagen zur Prozesswärmebereitstellung in Modul 2
  • Erhöhung der Förderung für kleine Unternehmen um 10 Prozentpunkte in den Modulen 1 bis 4
  • Einführung eines Bonus bei der Förderung von Transformationskonzepten für Teilnehmende an einem Netzwerk der Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke (IEEKN)

Das neue Modul 6 der EEW Förderung bietet gerade für kleine Unternehmen einen starken Anreiz, fossile Energien durch Strom zu ersetzen. Mit attraktiven Förderkonditionen und einem schlanken Verfahren unterstützen wir kleine Unternehmen bei der klimafreundlichen Transformation.

Torsten Safarik Präsident BAFA

Die KfW stellt Kredite mit Tilgungszuschüssen für ambitionierte Vorhaben bereit, die ohne eine Förderung von den Unternehmen nicht umgesetzt werden könnten.

Für das Erreichen der Klimaziele spielt die Transformation des energieintensiven Industriesektors eine zentrale Rolle. Die Umstellung von fossilen auf erneuerbare Energieträger ist das Gebot der Stunde. Mit der neuen verbesserten Förderung ist es für die Unternehmen jetzt noch einfacher, maßgeschneiderte Lösungen für eine optimale Energie- und Ressourceneffizienz ihrer Prozesse zu finanzieren.

Katharina Herrmann, Vorstandsmitglied der KfW

Im Vergleich zur „Zuschuss und Kredit“-Variante werden im Förderwettbewerb in einem wettbewerblichen Verfahren die zugelassenen Projektanträge entsprechend ihrer Fördereffizienz gefördert: Je geringer die Förderkosten für eine eingesparte Tonne CO2, desto besser ist die Fördereffizienz und damit die Chance, zu den geförderten Projekten einer Wettbewerbsrunde zu gehören.

Im Bereich Förderwettbewerb der Richtlinie gibt es folgende Änderungen:

  • Erhöhung der Maximalförderung von 10 auf 15 Millionen Euro pro Vorhaben
  • Erhöhung des Rundenbudgets von 20 auf 40 Millionen Euro pro Runde
  • Anpassung der Wettbewerbsregeln, um einen Wettbewerb auch bei dem erhöhten Budget sicher zu stellen und die Erfolgschancen zu erhöhen
  • Erhöhung der Rundenanzahl von vier auf sechs pro Jahr zu festen und damit besser planbaren Terminen
  • Verbesserung der Förderbedingungen für Elektrifizierung von Prozesswärme

Die Vorteile im Förderwettbewerb liegen vor allem darin, dass der Zuschuss beihilfefrei ist und die Förderquote höher als im Schwesterprogramm Modul 4 liegen kann. Mit der deutlichen Ausweitung sowohl bei Förderbudget als auch bei der maximalen Förderhöhe wird die Attraktivität des Förderwettbewerbs gesteigert und es sollen noch mehr ambitionierte Projekte mit hohem Förderbedarf bei gleichzeitig guter Fördereffizienz angereizt werden.

Peter Dortans, Geschäftsführer bei der VDI/VDE-IT

Förderanträge entsprechend der neuen EEW-Richtlinien können ab dem 1. Mai beim BAFA für die Zuschussvariante und der KfW für die Kreditvariante mit Tilgungszuschuss gestellt werden. Anträge für Transformationskonzepte und den Förderwettbewerb können beim Projektträger VDI/VDE-IT gestellt werden.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

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Inflationsrate im April 2023 voraussichtlich +7,2 %

Die Inflationsrate in Deutschland wird im April 2023 voraussichtlich +7,2 % betragen. Damit ist die Inflationsrate im April 2023 erneut rückläufig (März 2023: +7,4 % und Februar 2023: +8,7 %). Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber März 2023 voraussichtlich um 0,4 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 28.04.2023

Verbraucherpreisindex, April 2023:
+7,2 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
+0,4 % zum Vormonat (vorläufig)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, April 2023:
+7,6 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
+0,6 % zum Vormonat (vorläufig)

Die Inflationsrate in Deutschland wird im April 2023 voraussichtlich +7,2 % betragen. Gemessen wird sie als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat. Damit ist die Inflationsrate im April 2023 erneut rückläufig (März 2023: +7,4 % und Februar 2023: +8,7 %). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber März 2023 voraussichtlich um 0,4 %.

Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine sind insbesondere die Preise für Energie und Nahrungsmittel merklich angestiegen und haben die Inflationsrate erheblich beeinflusst. Im April 2023 stiegen die Preise für Nahrungsmittel im Vergleich zum Vorjahresmonat mit +17,2 % weiterhin überdurchschnittlich. Der Anstieg der Energiepreise lag im April 2023 mit +6,8 % gegenüber dem Vorjahresmonat, wie schon im März 2023 mit +3,5 %, erneut unterhalb der Veränderungsrate des Gesamtindex. Gegenüber dem hohen Indexstand im April 2022 liegt ein Basiseffekt vor, nachdem im Zuge des russischen Überfalls auf die Ukraine die Energiepreise stark gestiegen waren. Daneben tragen auch die Maßnahmen des dritten Entlastungspakets der Bundesregierung, die im Verbraucherpreisindex abgebildet werden, zur aktuellen Abschwächung der Energiepreisentwicklung bei.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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Konsum und Industrie senden gegensätzliche Impulse für deutsche Konjunktur

Die deutsche Konjunktur ist zu Jahresbeginn gespalten, so die Einschätzung von ifo Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Auf der einen Seite profitiert die Industrie von nachlassenden Lieferengpässen sowie von gesunkenen Energiepreisen, auf der anderen Seite zehrt die hohe Inflation an der Kaufkraft der privaten Haushalte und lässt den Konsum schrumpfen.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 28.04.2023

„Die deutsche Konjunktur ist zu Jahresbeginn gespalten.“ Mit dieser Einschätzung hat ifo Konjunkturchef Timo Wollmershäuser auf die Meldung des Statistischen Bundesamtes reagiert, dass die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2023 stagniert hat. „Auf der einen Seite profitiert die Industrie von nachlassenden Lieferengpässen sowie von gesunkenen Energiepreisen und ist auf einen Wachstumskurs eingeschwenkt. Auf der anderen Seite zehrt die hohe Inflation an der Kaufkraft der privaten Haushalte und lässt den Konsum schrumpfen“, fügt Wollmershäuser an.

In der Industrie dürfte der Aufwärtstrend auch im weiteren Verlauf des Jahres anhalten. Das Geschäftsklima hat sich bereits sechs Mal in Folge verbessert und ist mittlerweile positiv. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt, und die allmähliche Belebung der Weltkonjunktur wird die Neuaufträge weiter zunehmen lassen. Damit stehen die Zeichen für eine Ausweitung der Exporte und der Ausrüstungsinvestitionen gut.

Die Konsumkonjunktur wird sich nur langsam berappeln. Zwar beschleunigt sich der Anstieg der Einkommen der privaten Haushalte, weil Tariflöhne angehoben und Inflationsprämien ausgezahlt werden. Aber die Inflation dürfte in den kommenden Monaten hartnäckig hoch bleiben. Ein Reallohnplus dürfte es daher erst in der zweiten Jahreshälfte geben. Die Stimmung der konsumnahen Dienstleister und Einzelhändler hat sich zwar bis zuletzt verbessert, ist aber mehrheitlich noch negativ.

Die Bauwirtschaft erlebte zu Jahresbeginn durch die milde Witterung eine vorübergehende Sonderkonjunktur, nachdem der Dezember noch ausgesprochen kalt war. An dem Abwärtstrend, der vor allem durch den Wohnungsbau getrieben wird, dürfte sich im weiteren Verlauf des Jahres nichts ändern. Hohe Finanzierungs- und Baukosten haben die Neuaufträge einbrechen und die Stornierungen bestehender Aufträge zunehmen lassen. Das Geschäftsklima unter den Bauunternehmern ist so schlecht wie zuletzt nach der Weltfinanzkrise im Jahr 2010.

Quelle: ifo Institut

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Importpreise im März 2023: -3,8 % gegenüber März 2022

Die Importpreise waren im März 2023 um 3,8 % niedriger als im März 2022. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist das der erste Preisrückgang gegenüber dem Vorjahresmonat seit Januar 2021 (-1,2 % gegenüber Januar 2020).

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 28.04.2023

Importpreise, März 2023

  • -3,8 % zum Vorjahresmonat
  • -1,1 % zum Vormonat

Exportpreise, März 2023

  • +2,3 % zum Vorjahresmonat
  • -0,2 % zum Vormonat

Die Importpreise waren im März 2023 um 3,8 % niedriger als im März 2022. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist das der erste Preisrückgang gegenüber dem Vorjahresmonat seit Januar 2021 (-1,2 % gegenüber Januar 2020). Im Februar 2023 hatte die Veränderungsrate bei den Einfuhrpreisen gegenüber dem Vorjahr noch bei +2,8 % gelegen, im Januar 2023 bei +6,6 %. Gegenüber dem Vormonat Februar 2023 fielen die Importpreise im März 2023 um 1,1 %. Sie sind damit im Vormonatsvergleich seit über einem halben Jahr gesunken.

Die Exportpreise sind im März 2023 um 2,3 % im Vorjahresvergleich gestiegen. Gegenüber den Vormonaten hat sich der Anstieg erneut abgeschwächt. Im direkten Vormonatsvergleich ergab sich ein Rückgang von 0,2%.

Rückgang der Einfuhrpreise auf deutlich niedrigere Energiepreise zurückzuführen

Energieeinfuhren waren im März 2023 um 27,3 % billiger als im März 2022, dem ersten Monat nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, und um 5,8 % günstiger als im Februar 2023. Dies hat maßgeblich zum Rückgang des Gesamtindex gegenüber dem Vorjahresmonat und Vormonat beigetragen. Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate für Energie hatte Erdgas. Die Preise lagen hier im März 2023 um 27,2 % unter denen von März 2022. Gegenüber Februar 2023 sanken sie um 9,0 %.

Erheblich günstiger als im Vorjahresmonat waren ebenfalls die Preise für elektrischen Strom (-59,9 %), Steinkohle (-35,8 %), Erdöl (-25,4 %) sowie für importierte Mineralölerzeugnisse (-24,4 %).

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise waren die Importpreise im März 2023 um 2,5 % höher als im März 2022. Gegenüber Februar 2023 fielen sie um 0,2 %. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex um 1,2 % unter dem Stand des Vorjahres (-0,8 % gegenüber Februar 2023).

Preisrückgänge bei Vorleistungsgütern, gestiegene Preise für Konsum- und Investitionsgüter

Die Preise für importierte Vorleistungsgüter lagen im März 2023 um 1,9 % unter denen des Vorjahresmonats. Gegenüber dem Vormonat Februar 2023 sanken sie um 0,4 %. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verbilligten sich unter anderem Düngemittel und Stickstoffverbindungen (-37,7 %), Platin und andere Edelmetalle (-34,4 %), Carbonsäuren und ihre Derivate (-24,7 %) sowie Aluminium und Halbzeug daraus (-10,9 %). Dagegen verteuerten sich Stärke und Stärkeerzeugnisse (+65,7 %), Holz- und Zellstoff (+19,2 %) sowie Papier und Pappe (+15,5 %).

Die Preise für Konsumgüter lagen um 6,6 % über dem Niveau des Vorjahres (+0,2 % gegenüber Februar 2023).

Importierte Verbrauchsgüter waren binnen Jahresfrist 6,7 % teurer (+0,2 % gegenüber Februar 2023), vor allem bedingt durch den Preisanstieg bei Nahrungsmitteln (+14,0 % gegenüber März 2022). Besonders stark stiegen die Preise im Vergleich zu März 2022 für Obst- und Gemüseerzeugnisse (+17,7 %), Fleisch und Fleischerzeugnisse (+13,9 %) sowie für Milch und Milcherzeugnisse (+9,6 %). Insbesondere Schweinefleisch war deutlich teurer als vor einem Jahr (+35,0 %). Allein gegenüber Februar 2023 stiegen diese Preise um 7,6 %.

Importierte Gebrauchsgüter kosteten im Durchschnitt 6,2 % mehr als im März 2022 (+0,2 % gegenüber Februar 2023).

Das Preisniveau importierter Investitionsgüter war im März 2023 um 5,7 % höher als im März 2022 (+0,3 % gegenüber Februar 2023). Teurer als im Vorjahresmonat waren insbesondere Kraftwagen und Kraftwagenteile sowie Maschinen (jeweils +7,1 %).

Die Preise für importierte landwirtschaftliche Güter lagen 2,4 % über denen vom März 2022 (-2,1 % gegenüber Februar 2023). Teurer als im Vorjahresmonat waren insbesondere lebende Schweine (+43,9 %), Eier kosteten 42,7 % mehr. Zu niedrigeren Preisen importiert wurden dagegen Naturkautschuk (-28,4 %), Getreide (-14,5 %) und Rohkaffee (-9,6 %).

Exportpreise getrieben von Preissteigerungen bei Investitions- und Vorleistungsgütern

Der Index der Exportpreise lag im März 2023 um 2,3 % über dem Stand von März 2022. Im Februar 2023 und im Januar 2023 hatte die Jahresveränderungsrate bei +6,6 % beziehungsweise bei +7,8 % gelegen. Gegenüber dem Vormonat Februar 2023 fielen die Exportpreise um 0,2 %.

Den größten Einfluss auf die Entwicklung der Ausfuhrpreise im Vorjahresvergleich hatten im März 2023 die Preissteigerungen bei den Investitionsgütern. Sie wurden zu 6,1 % höheren Preisen als im Vorjahr exportiert (+0,2 % gegenüber Februar 2023). Hier waren insbesondere Maschinen (+8,7 %) sowie Kraftwagen und Kraftwagenteile (+5,0 %) teurer als im März 2022. Investitionsgüter haben einen Anteil von etwa 46 % an den Gesamtausfuhren.

Ebenfalls hoch war der Einfluss der Preisentwicklung der Vorleistungsgüter (+4,0 % gegenüber März 2022). Vorleistungsgüter haben einen Anteil von etwa einem Drittel an den Gesamtausfuhren. Hier waren insbesondere Glas- und Glaswaren (+17,6 %) elektrische Ausrüstungen (+8,4 %) sowie Papier und Pappe (+6,2 %) teurer als im Vorjahresmonat.

Die Preise für Energieexporte waren im März 2023 um 42,5 % niedriger als ein Jahr zuvor. Gegenüber Februar 2023 fielen die Energiepreise um 8,2 %. Wie bei den Einfuhrpreisen lag dies auch hier an den gesunkenen Erdgaspreisen. Sie lagen im März 2023 um 54,5 % unter denen des Vorjahres und verbilligten sich auch gegenüber dem Vormonat deutlich um 10,6 %. Ebenfalls gesunken im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Preise für elektrischen Strom (-59,9 %) sowie für Mineralölerzeugnisse (-21,0 %).

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Betrieblicher Klimaschutz: Treibhausgasbilanzierung als Grundlage

Für Unternehmen aller Branchen und Größen ist es ratsam, den Transformationsprozess Richtung Klimaneutralität möglichst rasch anzustoßen. Gerade kleine Betriebe stehen jedoch vor großen Herausforderungen. Hilfe verspricht lt. DIHK das „Unternehmensnetzwerk Klimaschutz“.

DIHK, Mitteilung vom 27.04.2023

Ob bei der Attraktivität als Arbeitgeber, bei der Vergabe von Aufträgen, bei der Erfüllung gesetzlicher Anforderungen oder bei den Kreditkonditionen: Klimaschutz wird für Unternehmen unterschiedlichster Branchen und Größen immer bedeutsamer. Um marktfähig zu bleiben, wollen sich immer mehr von ihnen systematisch mit den eigenen Optionen auseinandersetzen. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Denn gerade bei kleineren Unternehmen fehlen häufig die notwendigen Kapazitäten und das Know-how für mehr Klimaschutz. Erster Schritt sollte stets die Treibhausgasbilanzierung als Arbeitsgrundlage sein.

Klimaneutralität – der Weg ist das Ziel

Bis 2045 soll Deutschland Klimaneutralität erreichen. Für Unternehmen fehlt hierbei noch eine breit anerkannte Definition: Unter welchen Voraussetzungen gilt ein Betrieb als „klimaneutral“? Das sollte aber niemanden davon abhalten, ins Tun zu kommen. Entscheidend ist es, einen Prozess anzustoßen, um die betrieblichen Treibhausgasemissionen möglichst schnell und dauerhaft zu reduzieren.

Denn die Transformation auf dem Weg Richtung Klimaneutralität braucht Zeit. Meist reicht es nicht aus, lediglich auf erneuerbare Energien umzusteigen und sparsam mit Energie und anderen Ressourcen umzugehen. Zusätzlich ist es notwendig, die Beschaffung anzupassen, neue Produktionsverfahren zu entwickeln, Investitionen zu tätigen sowie möglicherweise die eigenen Produkte und Dienstleistungen auf ihrer Vereinbarkeit mit dem Klimaschutz zu überprüfen.

Erstellung von Treibhausgasbilanzen

Grundlage für einen systematischen Klimaschutz ist die Treibhausgasbilanzierung nach einem anerkannten Bilanzierungsstandard – wie zum Beispiel dem sogenannten Greenhouse-Gas-Protokoll (GHG-Protokoll). Die Treibhausgasbilanz dient als Rechenbasis zur Festlegung eigener Klimaschutzzielen und hilft, CO2-Schwerpunkte zu identifizieren, gezielt Maßnahmen zu ergreifen und ihre Umsetzung zu überwachen. Außerdem gewinnen Informationen über den CO2-Fußabdruck von Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen in der Kommunikation mit Kunden, Lieferanten und Banken sowie zur Erfüllung von Berichterstattungspflichten stark an Bedeutung. Dabei ist es wichtig, den Aufwand insbesondere für die Datenerfassung und die notwendigen Kenntnisse zur Anwendung der Bilanzierungsstandards nicht zu unterschätzen.

Neue Standards setzen engen Rahmen

Absehbar ist zudem, dass die Anforderungen an die Treibhausgasbilanzierung und darauf aufbauend an die Berichtspflichten deutlich enger gefasst werden. So wird die EU-Kommission die europäischen Nachhaltigkeitsberichtsstandards (ESRS) unter anderem für Klimaschutz verabschieden. Darin enthalten sind für Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten konkrete Vorgaben zum Beispiel zum Bilanzrahmen, für die Bestimmung wesentlicher Emissionen und für die Gestaltung von Transformationsplänen.

Seit 2019 arbeitet die EU an der internationalen Norm ISO 14068. Ziel ist es, ein einheitliches Verständnis von „Klimaneutralität“ zu schaffen sowie genauere Vorgaben für die Quantifizierung, Reduzierung und den Ausgleich von Treibhausgasemissionen festzulegen. Außerdem plant die EU-Kommission in dem vor kurzem veröffentlichten Entwurf einer Green-Claims-Verordnung strenge Voraussetzungen für die werbliche Nutzung von Begriffen wie „klimaneutral“.

Unterstützung im Unternehmensnetzwerk Klimaschutz

Mit dem vor einem Jahr gestarteten „Unternehmensnetzwerk Klimaschutz“ bietet die IHK-Organisation Betrieben, die einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten möchten, eine kostenfreie und unkomplizierte Plattform. Durch den Austausch von Wissen, Erfahrungen und Best Practices trägt das Netzwerk dazu bei, Klimaschutz in Unternehmen voranzubringen. Unter www.klima-plattform.de steht den Mitgliedern zudem das CO2-Bilanzierungstool ecocockpit kostenlos zur Verfügung. Begleitend gibt es eine umsetzungsorientierte Webinar-Reihe. Das Unternehmensnetzwerk Klimaschutz wird vom Bundeswirtschaftsministerium über die Nationale Klimaschutzinitiative gefördert.

Quelle: DIHK

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Nach Revision: Reallöhne im Jahr 2022 um 4,0 % gegenüber 2021 gesunken

Die Nominallöhne in Deutschland sind im Jahresdurchschnitt 2022 nach revidierten Ergebnissen um 2,6 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sanken die Reallöhne um durchschnittlich 4,0 % gegenüber 2021, nachdem sie sich bereits in den letzten beiden Krisenjahren rückläufig entwickelt hatten.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 27.04.2023

  • Verdienstindizes aufgrund von Wechsel des Basiszeitraums revidiert: Real- und Nominallohnindex erstmals mit Basisjahr 2022 veröffentlicht
  • Nominallohnanstieg 2022 nach Revision um 0,9 Prozentpunkte geringer (+2,6 %), Rückgang der Reallöhne folglich um 0,9 Prozentpunkte höher (+4,0 %)
  • Nach Revision von Verbraucherpreisindex und Nominallohnindex: Immer noch stärkster Reallohnverlust für Beschäftigte seit 2008

Die Nominallöhne in Deutschland sind im Jahresdurchschnitt 2022 nach revidierten Ergebnissen um 2,6 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Anstieg fällt damit um 0,9 Prozentpunkte schwächer aus, als am 1. März 2023 auf der alten Basis veröffentlicht. Aufgrund der Neukonzeption der Verdiensterhebung mit Erhebungsbeginn im Januar 2022 wurden Nominal- und Reallohnindex nun auf das Basisjahr 2022 umgestellt und die bisherigen Ergebnisse revidiert. Der Nominallohnindex bildet die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einschließlich Sonderzahlungen ab. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Jahr 2022 um 6,9 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sanken die Reallöhne damit um durchschnittlich 4,0 % gegenüber 2021, nachdem sie sich bereits in den letzten beiden Krisenjahren rückläufig entwickelt hatten. Der Rückgang fällt damit analog zur Entwicklung der Nominallöhne um 0,9 Prozentpunkte höher aus als anhand der vorläufigen Berechnungsgrundlage ermittelt.

Während im Jahr 2020 insbesondere der vermehrte Einsatz von Kurzarbeit zur negativen Nominal- und Reallohnentwicklung beigetragen hatte, zehrte 2021 und besonders 2022 die hohe Inflation das Nominallohnwachstum auf. Im Jahr 2022 wurde der stärkste Reallohnrückgang in Deutschland seit Beginn der Zeitreihe des Nominallohnindex im Jahr 2008 gemessen.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Eine Arbeitsstunde kostete im Jahr 2022 im Schnitt 39,50 Euro

Arbeitgeber des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereichs in Deutschland haben im Jahr 2022 durchschnittlich 39,50 Euro für eine geleistete Arbeitsstunde bezahlt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren die Arbeitskosten in Deutschland damit wie schon seit dem Jahr 2019 die siebthöchsten in der Europäischen Union (EU-27).

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 26.04.2023

Arbeitskosten in Deutschland im EU-Vergleich an siebter Stelle

Arbeitgeber des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereichs in Deutschland haben im Jahr 2022 durchschnittlich 39,50 Euro für eine geleistete Arbeitsstunde bezahlt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren die Arbeitskosten in Deutschland damit wie schon seit dem Jahr 2019 die siebthöchsten in der Europäischen Union (EU-27). Luxemburg hatte im EU-Vergleich mit 50,70 Euro die höchsten Arbeitskosten je geleisteter Stunde, Bulgarien mit 8,20 Euro die niedrigsten.

Arbeitskosten in Deutschland mit 39,50 Euro rund 30 % höher als EU-Durchschnitt

Gemessen am EU-Durchschnitt von 30,50 Euro zahlten deutsche Arbeitgeber des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereichs im Jahr 2022 rund 30 % mehr für eine Stunde Arbeit. Der relative Abstand zum EU-Durchschnitt blieb damit gegenüber dem Jahr 2021 nahezu unverändert.

Arbeitsstunde in der Industrie mit 44,00 Euro um 44 % teurer als im EU-Durchschnitt

Im Verarbeitenden Gewerbe kostete eine Arbeitsstunde 2022 durchschnittlich 44,00 Euro. In diesem Wirtschaftsabschnitt waren die Arbeitskosten in Deutschland im EU-Vergleich die vierthöchsten. Eine Stunde Arbeit in der deutschen Industrie war damit 44 % teurer als im EU-Durchschnitt (30,50 Euro).

Bei den marktbestimmten Dienstleistungen lag Deutschland mit Arbeitskosten von 38,00 Euro pro Arbeitsstunde EU-weit auf dem sechsten Rang (26 % über dem EU-Durchschnitt).

Zehnjahresvergleich: Arbeitskosten steigen im europäischen Durchschnitt um 25 %

Die Arbeitskosten je geleisteter Stunde haben sich in den vergangenen zehn Jahren in der Europäischen Union (EU-27) sehr unterschiedlich entwickelt. Während in Bulgarien (+141,2 %), Rumänien (+131,7 %), Litauen (+122,0 %) und Lettland (+103,3 %) von 2012 bis 2022 die höchsten prozentualen Anstiege der Arbeitskosten (ausgehend von niedrigem Niveau) zu verzeichnen waren, stiegen die absoluten Arbeitskosten je Stunde mit einer Erhöhung um 15,40 Euro in Luxemburg am stärksten. Die geringsten Anstiege waren in Schweden mit 2,80 Euro beziehungsweise 7,5 % und in Italien mit 1,70 Euro beziehungsweise 6,1 % zu beobachten. Griechenland weist im Zehnjahresvergleich als einziges Land im Jahr 2022 geringere durchschnittliche Arbeitskosten je geleisteter Stunde aus als zehn Jahre zuvor (-7,6 % bzw. -1,20 Euro). Deutschland lag in diesem Vergleich mit einem Anstieg der Arbeitskosten je Stunde um 29,5 % beziehungsweise 9,00 Euro über dem EU-Durchschnitt von +25,0 % beziehungsweise +6,10 Euro.

Verglichen mit dem Vorjahr stiegen die Arbeitskosten im Jahr 2022 in Bulgarien (+15,5 %), Litauen (+12,9 %) sowie Rumänien (+11,8 %) am stärksten. In Deutschland betrug der Anstieg 5,6 % und im EU-Durchschnitt 5,2 %.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Habeck zur Frühjahrsprojektion 2023

Bundesminister Habeck hat die Frühjahrsprojektion der Bundesregierung vorgelegt. Demnach nimmt die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr um 0,4 % und im nächsten Jahr wieder stärker um 1,6 % zu. Die deutsche Wirtschaft hat sich im schwierigen Winter 2022/23 als äußerst anpassungs- und widerstandsfähig erwiesen. Aktuelle Konjunkturindikatoren wie Industrieproduktion, Auftragseingänge und Geschäftsklima deuten eine konjunkturelle Belebung im weiteren Jahresverlauf an.

BMWK, Pressemitteilung vom 26.04.2023

„Kraftanstrengungen des letzten Jahres zeigen Wirkung: Erholung setzt ein“

Bundesminister Robert Habeck hat heute die Frühjahrsprojektion der Bundesregierung vorgelegt. Demnach nimmt die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr um 0,4 % und im nächsten Jahr wieder stärker um 1,6 % zu. Die deutsche Wirtschaft hat sich im schwierigen Winter 2022/23 als äußerst anpassungs- und widerstandsfähig erwiesen. Aktuelle Konjunkturindikatoren wie Industrieproduktion, Auftragseingänge und Geschäftsklima deuten eine konjunkturelle Belebung im weiteren Jahresverlauf an.

Die umfangreichen Stützungs- und Stabilisierungsmaßnahmen der Bundesregierung zur Abfederung der gestiegenen Kosten von Unternehmen und der Kaufkraftverluste der privaten Haushalte haben eine stärkere Abschwächung im Winterhalbjahr verhindert.

Auch die Inflation hat ihren Höhepunkt überschritten. Nach einer Rate von 6,9 % im letzten Jahr geht die Bundesregierung von 5,9 % in diesem Jahr und von 2,7 % im nächsten Jahr aus.

Dazu Bundesminister Robert Habeck: „Es gibt wieder erfreuliche Nachrichten: Die deutsche Wirtschaft erweist sich nach der Corona-Krise auch in der Energiekrise als anpassungs- und widerstandsfähig. Gerade im schwierigen Winter 2022/23 hat Deutschland gezeigt, was es kann und was möglich ist, wenn alle gemeinsam und konsequent handeln: Durch eine große Gemeinschaftsleistung, nämlich Dank der Einspar-Anstrengungen der Unternehmen und der Verbraucher konnte eine Gasmangellage verhindert werden. Die Stabilisierungsmaßnahmen der Bundesregierung zeigen Wirkung. Wir haben hiermit Unternehmen und privaten Haushalten in einer schweren Zeit unter die Arme gegriffen und die hohen Energiepreise gedämpft. Diese gemeinsamen Kraftanstrengungen haben Standorte in Deutschland und Arbeitsplätzen gesichert. Wir sehen jetzt, dass eine schrittweise Erholung einsetzt und dass trotz eines weiterhin schwierigen Umfelds. Wir heben daher unsere Wachstumseinschätzung für das laufende Jahr leicht an und gehen nun von einem Wachstum von plus 0,4 Prozent in diesem Jahr aus. Für das nächste Jahr rechnen wir damit, dass sich die Erholung fortsetzt und an Breite gewinnt. Wir gehen für 2024 von einem Wachstum von 1,6 % aus.“

Trotz staatlicher Stützungsmaßnahmen und steigender Einkommen wird der private Konsum zunächst noch durch die inflationsbedingten Kaufkraftverluste belastet. Erst im späteren Jahresverlauf wird er bei weiter nachlassender Teuerung wieder an Dynamik gewinnen. Die Bauinvestitionen dürften angesichts der Bau- und Finanzierungskostensteigerungen im Projektionszeitraum noch gedämpft bleiben, während die Ausrüstungsinvestitionen in Maschinen und Anlagen im Zuge der weltwirtschaftlichen Erholung und damit wieder anziehender Exporte spürbar zulegen dürften. Auf dem Arbeitsmarkt wird angesichts der nach wie vor hohen Arbeitskräftenachfrage mit einem weiteren, wenn auch etwas weniger dynamischen Beschäftigungsaufbau in diesem und kommenden Jahr gerechnet.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

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ifo Beschäftigungsbarometer legt zu (April 2023)

Bei den Unternehmen in Deutschland hat die Einstellungsbereitschaft zugenommen. Das ifo Beschäftigungsbarometer stieg im April auf 100,2 Punkte, nach 99,9 Punkten im März.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 26.04.2023

Bei den Unternehmen in Deutschland hat die Einstellungsbereitschaft zugenommen. Das ifo Beschäftigungsbarometer stieg im April auf 100,2 Punkte, nach 99,9 Punkten im März. „Der Beschäftigungsaufbau setzt sich fort, obwohl sich der der Zuwachs verlangsamt, auch wegen der schrumpfenden Bevölkerung“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Treiber beim Beschäftigungsaufbau in Deutschland sind die Dienstleister.“

In der Industrie halten sich die positiven und negativen Antworten bei den Beschäftigungsplänen die Waage. Während der Maschinenbau oder die Elektrobranche neue Mitarbeiter suchen, planen das Papiergewerbe und die Drucker eher einen Personalabbau. „Unter den Dienstleistern ragen insbesondere der Tourismus und die Veranstaltungsbranche heraus. Dort gibt es noch einen großen Nachholbedarf bei den Verbraucher*innen.“ Im Handel zeigt sich eine leichte Tendenz, mit weniger Personal auszukommen. Die schwierige Situation im Bauhauptgewerbe spiegelt sich auch in den Beschäftigungsplänen wider. Bei Neueinstellungen sind die Unternehmen sehr zurückhaltend.

Quelle: ifo Institut

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ifo Exporterwartungen im Aufschwung (April 2023)

Die Stimmung unter den deutschen Ausfuhrunternehmen hat sich merklich verbessert. Die ifo Exporterwartungen für die Industrie sind im April auf plus 6,9 Punkte gestiegen, von plus 4,1 Punkten im März. Das ist der höchste Wert seit Februar 2022.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 25.04.2023

Die Stimmung unter den deutschen Ausfuhrunternehmen hat sich merklich verbessert. Die ifo Exporterwartungen für die Industrie sind im April auf plus 6,9 Punkte gestiegen, von plus 4,1 Punkten im März. Das ist der höchste Wert seit Februar 2022. „Die robuste Konjunkturentwicklung in den USA und die erfreuliche Entwicklung in China steigern die Nachfrage nach deutschen Exportgütern“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Nach einem schwachen Jahresbeginn dürften die Ausfuhren im zweiten Quartal wieder wachsen.“

In der Automobilbranche legten die Exporterwartungen merklich zu. Bei den Herstellern von elektronischen Komponenten gab der Indikator hingegen leicht nach. Bei Elektrischen Ausrüstungen, Gummi- und Kunststoffwaren sowie Glas- und Keramik halten sich positive und negative Werte in etwa die Waage. In der Chemischen Industrie ist der Optimismus zurückgekehrt. Dort stieg der Indikator auf den höchsten Wert seit September 2021. Auch die Getränkehersteller erwarten deutliche Zuwächse.

In der Möbelindustrie und bei den Textilherstellern zeigt sich wieder etwas Zuversicht für das Auslandsgeschäft. Bei den Herstellern von Bekleidungen sowie Lederwaren herrscht sehr großer Optimismus, die Lieferungen ins Ausland in den kommenden drei Monaten merklich ausweiten zu können. In der Metallbranche konnten die Exporterwartungen zwar zulegen, liegen jedoch noch leicht im negativen Bereich. Rückläufige Exporte erwarten die Hersteller von Holzprodukten (außer Möbel) sowie die Drucker. Auch im Papiergewerbe gibt es noch einige Sorgenfalten.

Quelle: ifo Institut

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