Weiter große Existenzsorgen unter Selbstständigen

Das Geschäftsklima für Selbstständige hat sich auf niedrigem Niveau etwas erholt. Das sind die Ergebnisse des aktuellen Indexes für dieses Segment („Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex für Selbstständige“).

ifo Institut, Pressemitteilung vom 08.12.2022

Das Geschäftsklima für Selbstständige hat sich auf niedrigem Niveau etwas erholt. Das sind die Ergebnisse des aktuellen Indexes für dieses Segment („Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex für Selbstständige“). Er stieg im November auf minus 21,6 Punkte (nicht saisonbereinigt), nach minus 25,0 (nicht saisonbereinigt) im Oktober. „Für die Selbstständigen bleibt die Lage jedoch schwierig“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen. „Sie haben große Existenzsorgen.“

Die aktuelle Geschäftslage hat sich etwas erholt. Die positiven und negativen Antworten halten sich die Waage. Auf die kommenden Monate blicken die Soloselbstständigen weiterhin sehr pessimistisch. In der Gesamtwirtschaft erholt sich der Erwartungsindex deutlich stärker. Immerhin: Im Vergleich zum Vormonat sehen die Selbstständigen ihre Zukunft etwas weniger düster. Im Einzel- und Großhandel allerdings blickt mehr als jeder Zweite pessimistisch auf das nächste halbe Jahr.

19,4 Prozent der Selbstständigen sehen ihre wirtschaftliche Existenz bedroht. Dies ist etwas weniger als die 19,7 Prozent vom Oktober, aber ein deutlich höherer Wert als in der Gesamtwirtschaft.

Quelle: ifo Institut

Powered by WPeMatico

Viele hybride Selbstständige profitieren von ihrer Festanstellung

Bei den meisten hybriden Selbstständigen (90 %) liegt lt. IfM Bonn der Arbeitsschwerpunkt auf einer abhängigen Tätigkeit – in nur gut jeder 10. hybriden Selbstständigkeit wird vorrangig die selbstständige Tätigkeit ausgeübt.

IfM Bonn, Pressemitteilung vom 08.12.2022

Mehrheit der hybriden Selbstständigen kann gut für das Alter vorsorgen

Bei den meisten hybriden Selbstständigen (90 %) liegt der Arbeitsschwerpunkt auf einer abhängigen Tätigkeit – in nur gut jeder 10. hybriden Selbstständigkeit wird vorrangig die selbstständige Tätigkeit ausgeübt. „Bei der Mehrheit der hybriden Selbstständigen kann davon ausgegangen werden, dass sie für ihr Alter ausreichend vorsorgen können“, berichtet IfM-Wissenschaftler Dr. Olivier Butkowski.

Sowohl die Anzahl der hybriden Selbstständigen als auch ihr Anteil an allen Erwerbstätigen ist seit der Jahrtausendwende deutlich gestiegen: Waren in 2001 noch rund 2,46 Millionen Personen in dieser Erwerbsform tätig, gab es in 2016 bereits 3,39 Millionen hybride Selbstständige. Damit überstieg ihre Anzahl in diesem Jahr erstmals die Zahl der ausschließlich selbstständig Tätigen und hat damit eine deutlich höhere Bedeutung für den Arbeitsmarkt und die sozialen Sicherungssysteme als bisher angenommen. Gefördert durch das Forschungsnetzwerk Alterssicherung untersuchten Dr. Olivier Butkowski und Dr. Rosemarie Kay die Bedeutung der hybriden Selbstständigkeit sowie die Altersvorsorgefähigkeit mit Hilfe der Daten des Taxpayer-Panels. Dabei zeigte sich, dass im untersuchten Zeitraum 2001 bis 2016 gut jeder zweite hybride Selbstständige einen Bruttolohn zwischen 30.001 und 60.000 Euro erzielte und zusätzlich noch über Gewinneinkünfte verfügte.

„Bei rund 26 % der hybriden Selbstständigen sprechen wir von einer mittleren Altersvorsorgefähigkeit. Sie sind zwar über ihre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung rentenversichert. Gleichwohl wäre auf Grund dessen eine auskömmliche Absicherung im Alter eher nicht möglich“, erläutert Olivier Butkowski. Knapp jeder Dritte von ihnen habe aber zusätzlich dazu Gewinneinkünfte von mindestens 5.410 Euro, sodass diese hybriden Selbstständigen gleichfalls für ihr Alter vorsorgen können.

Eine zu geringe Altersvorsorgefähigkeit sieht er nur bei 18 % der hybriden Selbstständigen gegeben – beispielsweise, weil für sie nur Minimalbeiträge aus einer geringfügigen abhängigen Beschäftigung in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt werden. „Sofern überhaupt Einnahmen aus der selbstständigen Tätigkeit zufließen, werden diese üblicherweise nicht für eine zusätzliche Altersvorsorge eingesetzt werden können. Gleichwohl ist nicht auszuschließen, dass auch hier weitere Einkünfte wie beispielsweise aus Vermietung und Verpachtung zur Altersabsicherung beitragen“, resümiert der IfM-Wissenschaftler.

Quelle: IfM Bonn

Powered by WPeMatico

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Mittelstand schöpft wieder etwas Hoffnung

Der Richtungswechsel bei der Stimmung im Mittelstand hatte sich schon im Oktober angedeutet, im November nimmt er nun Fahrt auf: Mit einem Plus von 3,6 Zählern auf -19,7 Saldenpunkte macht das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen einen Satz nach oben, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt.

KfW, Pressemitteilung vom 07.12.2022

  • Erwartungen ziehen mittelständisches Geschäftsklima nach oben
  • Stimmungsaufhellung über alle Branchen hinweg
  • Lagebeurteilungen dagegen weiter im Abwärtstrend
  • Preissteigerungserwartungen nehmen weiter ab

Der Richtungswechsel bei der Stimmung im Mittelstand hatte sich schon im Oktober angedeutet, im November nimmt er nun Fahrt auf: Mit einem Plus von 3,6 Zählern auf -19,7 Saldenpunkte macht das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen einen Satz nach oben, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt. Ursächlich für das Nachlassen der depressiven Stimmung ist allein ein deutlicher Anstieg der Geschäftserwartungen (+6,4 Zähler auf -34,8 Saldenpunkte). Die Lageurteile geben im November erneut nach, wenn auch in geringem Umfang (-0,2 auf -2,5 Saldenpunkte).

Der Pessimismus unter den kleinen und mittleren Unternehmen bildet sich derzeit branchenübergreifend zurück, wobei ein erheblicher Anstieg des Geschäftsklimas unter den Einzelhandelsunternehmen auffällt (+8,0 Zähler). Hier war die Stimmung zuvor auch besonders schlecht gewesen und die Entlastung der Konsumenten durch die kürzlich beschlossene Energiepreisbremse dürfte entsprechend stark honoriert werden. Während sich die Geschäftserwartungen in allen Branchen deutlich aufhellen, geht jedoch die Geschäftslage fast überall weiter nach unten. Einzig das Bauhauptgewerbe, dessen Lage sich angesichts der Zinswende schon seit Februar im Abwärtstrend befindet, meldet im November eine moderate Besserung seiner Geschäfte.

Ebenso wie die Mittelständler zeigen sich die Großunternehmen im November besser gestimmt als noch im Vormonat. Ihr Geschäftsklima steigt um 4,2 Zähler auf -24,0 Saldenpunkte. Treiber sind auch hier wesentlich weniger pessimistische Geschäftserwartungen (+8,2 Zähler), während die Lagebeurteilung stärker nachgibt als im Mittelstand (-1,0 Zähler).

Mit Blick auf die Inflationsentwicklung ist es erfreulich, dass die Absatzpreiserwartungen trotz der merklichen Aufhellung der Geschäftsaussichten sowohl im Mittelstand (-5,0 Zähler) als auch unter den Großunternehmen (-3,3 Zähler) weiter abnehmen. Ein Grund könnte auch hier die Energiepreisbremse sein, die die Notwendigkeit für Preiserhöhungen aufgrund von steigenden Energiekosten künftig reduziert.

„Der Mittelstand schöpft wieder etwas Hoffnung. Das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer im November lässt vermuten, dass viele Unternehmen das große Risiko einer Gasmangellage in diesem Winter herauspreisen und sich wahrscheinlich auch aufgrund des jüngsten Entlastungspakets von den allergrößten Sorgen verabschieden. Wenn neue Hiobsbotschaften ausbleiben, dann könnte sich in den nächsten Monaten die Trendwende bei den Geschäftserwartungen bestätigen“, sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. Trotz des jüngsten Silberstreifs am Horizont seien die Geschäftserwartungen aber aktuell noch in etwa so pessimistisch wie zu Beginn der Corona- oder Finanzkrise, als das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 3,7 % bzw. 5,7 % schrumpfte. Abgesehen von den immensen Risiken durch den Krieg in Europa dürfte dies auch in den großen strukturellen Herausforderungen begründet sein, vor denen viele Unternehmen aufgrund von wohl auch langfristig deutlich erhöhten Energiepreisen stehen. „Während die Politik dem mit einer zügigen Ausweitung des Energieangebots entgegentreten muss, bleibt es vor allem an den Unternehmen in die eigene Energieeffizienz zu investieren. Für die konjunkturelle Entwicklung bin ich zuversichtlicher als die Unternehmen dies mit ihren Erwartungen signalisieren und rechne für 2023 „lediglich“ mit einer Schrumpfung der deutschen Wirtschaftsleistung um 1 %. Es könnte sogar besser laufen, wenn etwa genügend Firmen trotz des schwierigen Umfelds an ihren Investitionsplänen festhalten.“

Quelle: KfW

Powered by WPeMatico

Weiterbildung: 40 Prozent der Berufstätigen haben ihre digitalen Kompetenzen verbessert

Komplexe High-Tech-Maschinen bedienen, mit der neuesten Büro-Software arbeiten, Kollaboration verschiedener Teams über Grenzen und Orte hinweg: Um im Berufsleben up-to-date zu bleiben, haben sich viele Erwerbstätige in den vergangenen 2 Jahren weitergebildet. So haben lt. Bitkom 40 Prozent der Berufstätigen in den letzten 24 Monaten Weiterbildungsangebote genutzt, um ihre digitalen Kompetenzen zu verbessern.

Bitkom, Pressemitteilung vom 07.12.2022

  • Berufliche Perspektiven und mehr Gehalt zählen zu den wichtigsten Gründen
  • Bei 16 Prozent war die Fortbildung verpflichtend

Komplexe High-Tech-Maschinen bedienen, mit der neuesten Büro-Software arbeiten, Kollaboration verschiedener Teams über Grenzen und Orte hinweg: Um im Berufsleben up-to-date zu bleiben, haben sich viele Erwerbstätige in den vergangenen 2 Jahren weitergebildet. So haben 40 Prozent der Berufstätigen in den letzten 24 Monaten Weiterbildungsangebote genutzt, um ihre digitalen Kompetenzen zu verbessern. 19 Prozent haben auch oder stattdessen Weiterbildungsangebote ohne Digitalbezug genutzt. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 1.005 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 517 Berufstätige, die im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt wurde. „Die Digitalisierung verändert berufliche Kompetenzprofile und Karrierewege. Der typische Lebenslauf – Schule, Ausbildung oder Studium und dann 40 Jahre im gleichen Beruf – gehört für die meisten Beschäftigten der Vergangenheit an“, sagt Leah Schrimpf, Referentin Bildungspolitik beim Bitkom. „Weiterbildung ist der Schlüssel für die Zukunft der Arbeit in der digitalen Welt.“

Die Gründe für Weiterbildungen zu digitalen Kompetenzen sind bei den berufstätigen Befragten vielfältig: Fast die Hälfte derer, die eine entsprechende Weiterbildung absolviert haben, wollen damit ihre beruflichen Perspektiven innerhalb ihres Unternehmens bzw. ihrer Organisation verbessern (49 Prozent). 45 Prozent wollen ihr Gehalt verbessern und bei einem Viertel (27 Prozent) wurden solche Weiterbildungsangebote explizit durch den Arbeitgeber empfohlen. 16 Prozent werden von ihrem Arbeitgeber sogar verpflichtet, entsprechende Angebote wahrzunehmen – und bei nur ebenso vielen übernehmen die Arbeitgeber die Kosten für digitale Weiterbildungsangebote.

Die Hälfte (50 Prozent) gibt in der Befragung auch an, in den vergangenen zwei Jahren keinerlei Weiterbildungsangebote oder solche ohne Digitalbezug genutzt zu haben. Die meistgenannten Gründe sind zu wenig Zeit (29 Prozent), bereits ausreichend digitale Kompetenzen (28 Prozent) oder eine fehlende Finanzierung durch die Arbeitgeber (26 Prozent). „Wichtig ist, dass sich bestehende staatliche Weiterbildungs-Förderungen stärker für digitale Weiterbildungskonzepte aller Stufen auch jenseits formeller Bildung öffnen, um den Zugang niedrigschwellig zu ermöglichen“, betont Schrimpf. „Digitale Bildung langfristig zu garantieren, muss ein gemeinsames Interesse von Wirtschaft und Politik sein.“ Digitale Kompetenzen sind dabei nahezu überall gefragt: Lediglich 3 Prozent derjenigen, die keine entsprechende Weiterbildung wahrgenommen haben, wüssten nicht, wie ihnen digitale Kompetenzen in ihrem Beruf weiterhelfen würden.

Quelle: Bitkom

Powered by WPeMatico

Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Oktober 2022

Wie das BMWK mitteilt, ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Oktober gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert geblieben (-0,1 %).

BMWK, Pressemitteilung vom 07.12.2022

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Oktober gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert geblieben (-0,1 %). Während der Ausstoß in der Industrie um 0,4 % abnahm, kam es im Baugewerbe zu einem deutlichen Anstieg von 4,2 %. Der Bereich Energie verzeichnete einen kräftigen Rückgang um 7,6 %.

In den Industriebranchen kam es überwiegend zu Rückgängen der Produktionstätigkeit. In den beiden gewichtigen Bereichen Kfz und Kfz-Teile sowie Maschinenbau gab es Produktionseinschränkungen von 2,1 % bzw. 1,5 %. Auch die energieintensiven Wirtschaftszweige meldeten im Vormonatsvergleich zum Teil deutliche Rückgänge: Chemische Erzeugnisse -6,8 %, Kokerei und Mineralölverarbeitung -6,1 %, Papier und Pappe -4,9 % sowie Metallerzeugung und -bearbeitung -1,9 %. Glas, Glaswaren und Keramik hingegen verzeichneten zuletzt einen leichten Zuwachs um 2,9 %, nachdem es in den fünf Monaten zuvor zu Rückgängen gekommen war.

Die Industrieproduktion ist schwach ins vierte Quartal gestartet, wobei auch Brückentagseffekte eine gewisse Rolle gespielt haben dürften. Der Ausblick auf die Industriekonjunktur in den kommenden Monaten bleibt angesichts einer spürbar unterkühlten Stimmung in den Unternehmen und einer verhaltenen Nachfrage eingetrübt. Dass das Baugewerbe zuletzt einen beachtlichen Zuwachs verzeichnete, könnte an der vergleichsweise milden Witterung im Oktober gelegen haben. Der bemerkenswerte Rückgang im Energiebereich kann vermutlich auf die Energiesparanstrengungen von Wirtschaft und privaten Haushalten zurückgeführt werden. Im Vergleich zum Vorjahresmonat kam es (arbeitstäglich bereinigt) zu einem Minus von 13,2 %.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Powered by WPeMatico

Staus in Containerschifffahrt sinken deutlich, düstere Aussichten für Deutschlands Außenhandel

Die Staus in der Containerschifffahrt bilden sich lt. IfW Kiel deutlich zurück. Dies zeigt das jüngste Datenupdate des Kiel Trade Indicator für November 2022.

IfW Kiel, Pressemitteilung vom 06.12.2022

Die Staus in der Containerschifffahrt bilden sich deutlich zurück. Dies zeigt das jüngste Datenupdate des Kiel Trade Indicator für den Monat November. Ursächlich dafür dürfte auch der nachlassende Welthandel sein, der im Vergleich zum Vormonat einen deutlichen Rückgang (preis- und saisonbereinigt) zeigt. Russische Häfen verzeichnen aufgrund chinesischer und türkischer Lieferungen wieder mehr ankommende Ladung. Der Algorithmus des Kiel Trade Indicator bekommt in diesem Monat ein Update, das höhere Prognosequalität verspricht.

Das jüngste Datenupdate des Kiel Trade Indicator für den Monat November weist für den Welthandel im Vergleich zum Vormonat ein deutliches Minus von 2,4 Prozent aus (preis- und saisonbereinigt).

Deutschlands Außenhandel verfestigt den negativen Trend der letzten Monate, vor allem aufgrund eines Rückgangs der Exporte (-3,7 Prozent), während sich bei den Importen (+0,5 Prozent) eine schwarze Null abzeichnet.

Ein schwaches Bild zeigt der Novemberhandel der EU, mit einem leichten Plus bei den Exporten (+1,0 Prozent) und einem Rückgang bei den Importen (-3,2 Prozent).

Für die USA signalisieren die Werte des Kiel Trade Indicator nur wenig Bewegung im Vergleich zum Vormonat, etwas mehr Waren dürften beim Export (+0,8 Prozent) umgeschlagen werden, etwas weniger beim Import (-0,8 Prozent). Kaum Veränderung ist für Chinas Handel zu erwarten, Exporte (-0,1 Prozent) und Importe (+0,1 Prozent) dürften praktisch stagnieren.

Russlands Handel bleibt volatil, ausgehend von niedrigen Niveaus zeigen die Indikatorwerte ein Plus bei den Exporten (+4,8 Prozent) und ein Minus bei den Importen (-4,4 Prozent) an.

Düstere Aussichten für Deutschlands Außenhandel

„Für Deutschlands Außenhandel ist der Ausblick insgesamt düster, obwohl Materialengpässe nachlassen und die deutsche Industrie weiterhin von einem hohen Auftragsbestand profitiert,“ sagt Vincent Stamer, Leiter Kiel Trade Indicator. „Dies zeigt Deutschlands schwierige Lage in einem abkühlenden Weltmarkt. Auch die steigenden Energiepreise belasten offenbar Deutschlands internationale Wettbewerbsfähigkeit. Der Rückgang im globalen Handel insgesamt dürfte auch eine Gegenbewegung zu dem stärkeren Vormonat Oktober sein. Allgegenwärtige Rezessionsängste gehen nicht spurlos am Welthandel vorbei.“

Staus in Containerschifffahrt gehen zurück

Die weltweiten Staus in der Containerschifffahrt bilden sich auch als Folge des gedämpften Novemberhandels deutlich zurück. Gegenwärtig befinden sich noch gut 8 Prozent aller weltweit verschifften Waren im Stau, in der Spitze waren es Ende 2021 fast 14 Prozent. Bereits den zweiten Monat in Folge ist der Anteil der im Stau befindlichen Container rapide gefallen. Ein Grund dafür ist auch der nachlassende Seeverkehr in der Nordsee, worin sich der schwache Handel Deutschlands und der EU widerspiegelt.

Russlands hat es geschafft, seinen Handel mit der Türkei und China auszuweiten. Der Schwarzmeerhafen Noworossijsk und vor allem der nahe China gelegene Pazifikhafen Wladiwostok zeigen im November eine deutliche Zunahme ankommender Containerladungen. Im für den Handel mit Europa entscheidenden Hafen St. Petersburg legt dagegen kaum noch ein Containerschiff an.

Mehr Ladung aus China und der Türkei nach Russland

„Die Sanktionen der EU und anderer westlicher Partner zeigen klar Wirkung und können durch den Handel mit China oder der Türkei auch nicht ausgeglichen werden. Russlands Handel insgesamt liegt rund ein Viertel unterhalb des Niveaus vor dem Angriffskrieg gegen die Ukraine, und von offizieller Seite werden seit Sommer keine Handelsdaten mehr ausgewiesen“, so Stamer.

Quelle: IfW Kiel

Powered by WPeMatico

Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Oktober 2022

Wie das BMWK mitteilt, sind die Auftragseingänge nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Oktober gegenüber dem Vormonat um 0,8 % gestiegen.

BMWK, Pressemitteilung vom 06.12.2022

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind die Auftragseingänge im Oktober gegenüber dem Vormonat um 0,8 % gestiegen. Damit stabilisierten sich die Bestellungen wieder, nachdem es im August und September zu zwei markanten Rückgängen gekommen war (-2,0 bzw. -2,9 %). Insgesamt lagen die Bestellungen zuletzt 3,2 % unter dem Niveau des Vorjahresmonats.

Das leichte Plus im Vormonatsvergleich ist vor allem auf eine Erholung der Auslandsnachfrage zurückzuführen. Sie lag um 2,5 % über dem Wert des Vormonats. Die Bestellungen aus dem Inland gingen hingegen um 1,9 % zurück. In der Betrachtung nach Wirtschaftszweigen konnte sich vor allem der gewichtige Bereich Kfz und -teile mit einem Orderanstieg um 5,5 % vom Rückgang im Vormonat erholen. Im Maschinenbau kam es zu einem leichten Minus von 0,8 %. Die Bestellungen in den Bereichen Chemische und Pharmazeutische Erzeugnisse gingen dagegen stärker zurück (-2,1 % bzw. -14,3 %).

Die Auftragseingänge lagen im Oktober in etwa auf dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Damit haben sich die Bestellungen, die sich seit Sommer 2020 im Zuge von Nachholeffekten und zunehmenden Lieferengpässen zeitweise deutlich gesteigert hatten, nunmehr etwas stabilisiert. Neben den leicht verbesserten Stimmungsindikatoren ist dies ein weiterer Hinweis darauf hin, dass die Rezession schwächer ausfallen könnte als befürchtet, auch wenn der Ausblick für die Industriekonjunktur verhalten bleibt.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Powered by WPeMatico

EEW-Förderprogramm jetzt mit vorzeitigem Maßnahmenbeginn – Schnellere Umsetzung von Energieeffizienz-Projekten in Unternehmen

Für die „Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft“ (EEW) tritt ab jetzt eine Änderung in der Förderrichtlinie in Kraft. Neu ist, dass Unternehmen direkt nach Antragstellung mit der Umsetzung ihrer Vorhaben beginnen können – zuvor mussten sie auf die Antragsbewilligung warten, um eine Förderung zu erhalten.

Powered by WPeMatico

Importpreise im Oktober 2022: +23,5 % gegenüber Oktober 2021

Die Importpreise waren im Oktober 2022 um 23,5 % höher als im Oktober 2021. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hatte die Veränderungsrate im September 2022 gegenüber dem Vorjahr noch bei +29,8 % gelegen, im August 2022 bei +32,7 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 02.12.2022

Importpreise für Energie gegenüber dem Vormonat um 5,2 % gesunken

Importpreise, Oktober 2022

  • +23,5 % zum Vorjahresmonat
  • -1,2 % zum Vormonat

Exportpreise, Oktober 2022

  • +13,1 % zum Vorjahresmonat
  • -1,9 % zum Vormonat

Die Importpreise waren im Oktober 2022 um 23,5 % höher als im Oktober 2021. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hatte die Veränderungsrate im September 2022 gegenüber dem Vorjahr noch bei +29,8 % gelegen, im August 2022 bei +32,7 %. Gegenüber dem Vormonat September 2022 fielen die Importpreise im Oktober 2022 um 1,2 %.

Starker Preisanstieg nach wie vor auf Energiepreisentwicklung zurückzuführen

Hauptverantwortlich für den Anstieg der Importpreise im Vorjahresvergleich waren weiterhin die hohen Preissteigerungen für den Import von Energie. Energieeinfuhren waren im Oktober 2022 um 84,7 % teurer als im Oktober 2021, verbilligten sich aber gegenüber September 2022 um 5,2 %. Der hohe Anstieg im Vorjahresvergleich ist weiterhin vor allem durch die starken Preissteigerungen bei importiertem Erdgas begründet. Diese Preise lagen im Oktober 2022 um 151,4 % über denen von Oktober 2021. Gegenüber September 2022 fielen sie um 7,4 %.

Mineralölerzeugnisse waren mit +56,0 % ebenfalls erheblich teurer als vor einem Jahr. Während die Preise bei allen anderen Energieträgern im Vormonatsvergleich zurückgingen, stiegen sie hier gegenüber September 2022 um +7,1 %.

Die Preise für importierte Steinkohle lagen 55,0 % über denen von Oktober 2021 (-8,2 % gegenüber September 2022). Erdöl war 32,6 % teurer als vor einem Jahr (-1,4 % gegenüber September 2022).

Elektrischer Strom kostete im Oktober 2022 an den Börsen 11,2 % mehr als ein Jahr zuvor. Mit einem Rückgang von 56,2 % lagen die Preise aber deutlich unter denen von September 2022.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise waren die Importpreise im Oktober 2022 um 11,6 % höher als im Oktober 2021 und veränderten sich gegenüber September 2022 nicht. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex um 21,8 % über dem Stand des Vorjahres (-1,6 % gegenüber September 2022).

Höhere Preise für Vorleistungsgüter im Vorjahresvergleich vor allem bei Düngemitteln und Stickstoffverbindungen, Papier und Pappe

Importierte Vorleistungsgüter hatten mit einem Plus von 13,0 % gegenüber Oktober 2021 ebenfalls einen großen Einfluss auf die Veränderungsrate des Gesamtindex. Gegenüber dem Vormonat sanken die Preise hierfür um 0,6 %.

Düngemittel und Stickstoffverbindungen waren mit einem Plus von 83,2 % weiterhin erheblich teurer als im Oktober 2021. Gegenüber dem Vormonat fielen diese Preise um 7,8 %.

Höher als im Oktober 2021 waren außerdem vor allem die Importpreise für Papier und Pappe (+41,2 %), Holz- und Zellstoff (+34,0 %) sowie für Aluminium und Halbzeug daraus (+23,5 %).

Die Preise für importierte landwirtschaftliche Güter lagen 15,5 % über denen von Oktober 2021 (-0,5 % gegenüber September 2022). Weiterhin teurer als im Vorjahresmonat waren insbesondere lebende Schweine (+92,0 %), Eier (+53,8 %), Getreide (+25,3 %) und Rohkaffee (+12,3 %). Gegenüber dem Vormonat verteuerten sich Eier um 14,8 %, während sich insbesondere importierte Kaffeebohnen um 13,7 % deutlich verbilligten. Auch die Preise für importierte Schweine sanken gegenüber September 2022 (-3,4 %).

Importierte Verbrauchsgüter wurden binnen Jahresfrist 14,2 % teurer, vor allem bedingt durch den Preisanstieg bei Nahrungsmitteln (+25,3 % gegenüber Oktober 2021). Unter anderem lagen die Preise für Milch und Milcherzeugnisse mit +34,4 %, für pflanzliche und tierische Öle und Fette mit +28,6 % sowie für Fleisch und Fleischerzeugnisse mit +27,2 % erheblich über denen von Oktober 2021. Im Vormonatsvergleich verteuerten sich Verbrauchsgüter um 0,8 %.

Importierte Gebrauchsgüter kosteten im Durchschnitt 10,7 % mehr als im Oktober 2021 (+0,4 % gegenüber September 2022).

Die Preise für importierte Investitionsgüter lagen im Oktober 2022 um 7,9 % über denen von Oktober 2021 (+0,5 % gegenüber September 2022). Teurer waren insbesondere Maschinen (+8,8 %) sowie Kraftwagen und Kraftwagenteile (+7,8 %).

Starke Anstiege bei Vorleistungsgütern, Investitionsgütern und Energieträgern treiben Exportpreise

Der Index der Exportpreise lag im Oktober 2022 um 13,1 % über dem Stand von Oktober 2021. Im September 2022 und im August 2022 hatte die Jahresveränderungsrate bei +16,8 % beziehungsweise bei +18,6 % gelegen. Gegenüber dem Vormonat September 2022 fielen die Exportpreise im Durchschnitt um 1,9 %.

Den größten Einfluss auf die Entwicklung der Ausfuhrpreise im Vorjahresvergleich hatten im Oktober 2022 die Preissteigerungen bei den Vorleistungsgütern mit einem Plus von 15,5 % gegenüber Oktober 2021 (-0,1 % gegenüber September 2022). Vorleistungsgüter haben einen Anteil von etwa einem Drittel an den Gesamtausfuhren.

Hier waren insbesondere Düngemittel und Stickstoffverbindungen (+89,5 %) sowie Papier und Pappe (+34,8 %) erheblich teurer als im Vorjahresmonat.

Die Preise für Energieexporte waren im Oktober 2022 um 47,6 % höher als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vormonat fielen sie deutlich um 27,3 %. Den größten Einfluss auf die Vorjahresrate hatten hier die Veränderungsraten von Erdgas mit +57,0 % und Mineralölerzeugnissen mit +54,5 %. Während sich Erdgas im Vormonatsvergleich deutlich verbilligte (-35,7 %), wurden Mineralölerzeugnisse gegenüber September 2022 um 7,6 % teurer.

Investitionsgüter wurden zu 7,7 % höheren Preisen als vor einem Jahr exportiert (+0,4 % gegenüber September 2022). Den höchsten Einfluss auf die Veränderungsrate für Investitionsgüter gegenüber Oktober 2021 hatten die Preissteigerungen für Maschinen mit einem Plus von 9,1 %, gefolgt von denen für Kraftwagen und Kraftwagenteile (+7,3 %).

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2022

Powered by WPeMatico

Exporte im Oktober 2022: -0,6 % zum September 2022

Im Oktober 2022 sind die deutschen Exporte gegenüber September 2022 um 0,6 % und die Importe um 3,7 % gesunken. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, stiegen die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2021 um 14,2 % und die Importe um 20,9 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 02.12.2022

Exporte (kalender- und saisonbereinigte Warenausfuhren), Oktober 2022

  • 133,5 Milliarden Euro
  • -0,6 % zum Vormonat
  • +14,2 % zum Vorjahresmonat

Importe (kalender- und saisonbereinigte Wareneinfuhren), Oktober 2022

  • 126,6 Milliarden Euro
  • -3,7 % zum Vormonat
  • +20,9 % zum Vorjahresmonat

Außenhandelsbilanz (kalender- und saisonbereinigt), Oktober 2022

  • +6,9 Milliarden Euro

Im Oktober 2022 sind die deutschen Exporte gegenüber September 2022 kalender- und saisonbereinigt um 0,6 % und die Importe um 3,7 % gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, stiegen die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2021 um 14,2 % und die Importe um 20,9 %.

Insgesamt wurden im Oktober 2022 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 133,5 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 126,6 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss damit im Oktober 2022 mit einem Überschuss von 6,9 Milliarden Euro ab. Im September 2022 hatte der kalender- und saisonbereinigte Saldo der Außenhandelsstatistik +2,8 Milliarden Euro betragen, im Oktober 2021 hatte er bei +12,2 Milliarden Euro gelegen.

Außenhandel mit EU-Staaten

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Oktober 2022 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 71,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 63,0 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber September 2022 sanken die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 2,4 %, und die Importe aus diesen Staaten um 3,0 %. In die Staaten der Eurozone wurden Waren im Wert von 49,8 Milliarden Euro (-2,9 %) exportiert und Waren im Wert von 42,9 Milliarden Euro (-5,2 %) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden Waren im Wert von 21,6 Milliarden Euro (-1,2 %) exportiert und Waren im Wert von 20,1 Milliarden Euro (+1,9 %) von dort importiert.

Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten

In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im Oktober 2022 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 62,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 63,6 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber September 2022 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 1,6 % zu und die Importe von dort um 4,3 % ab.

Die meisten deutschen Exporte gingen im Oktober 2022 in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt 3,9 % weniger Waren exportiert als im September 2022. Damit nahmen die Exporte in die Vereinigten Staaten auf einen Wert von 13,9 Milliarden Euro ab. Die Exporte in die Volksrepublik China betrugen (unverändert zum Vormonat) 8,9 Milliarden Euro, die Exporte in das Vereinigte Königreich nahmen um 4,1 % auf 6,4 Milliarden Euro zu.

Die meisten Importe kamen im Oktober 2022 aus der Volksrepublik China. Von dort wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 16,9 Milliarden Euro eingeführt, das waren 0,8 % mehr als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen um 2,7 % auf 8,3 Milliarden Euro. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 18,3 % auf 2,9 Milliarden Euro ab.

Die Exporte in die Russische Föderation sanken im Oktober 2022 gegenüber September 2022 kalender- und saisonbereinigt um 6,0 % auf 1,0 Milliarden Euro, gegenüber Oktober 2021 nahmen sie um 57,7 % ab. Die Importe aus Russland sanken im Oktober 2022 gegenüber September 2022 um 1,0 % auf 1,8 Milliarden Euro.

Originalwerte für den Außenhandel (nicht kalender- und saisonbereinigt)

Nominal (nicht kalender- und saisonbereinigt) wurden im Oktober 2022 Waren im Wert von 133,3 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 128,0 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2021 stiegen die Exporte damit um 9,8 % und die Importe um 17,6 %. Die unbereinigte Außenhandelsbilanz schloss im Oktober 2022 mit einem Überschuss von 5,3 Milliarden Euro ab. Im Oktober 2021 hatte der Saldo +12,5 Milliarden Euro betragen.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2022

Powered by WPeMatico