Fakten zur Gasversorgung: Erdgas wichtigster Energieträger für Industrie und private Haushalte

Das Statistische Bundesamt gibt einen Überblick über Daten und Fakten zu Gasversorgung und -verbrauch in Deutschland.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 21.07.2022

  • Erdgas war im Jahr 2020 mit einem Anteil von 31,2 % wichtigster Energieträger in der Industrie
  • Private Haushalte deckten 2019 mit 41,2 % den größten Teil ihres Bedarfs an Wohnenergie durch Erdgas
  • 13 % des in Deutschland erzeugten und in das Stromnetz eingespeisten Stroms stammte im 1. Quartal 2022 aus Erdgas
  • 2021 wurden 95 % des Erdgases in Deutschland importiert

Seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine steht die Gasversorgung in Deutschland im Fokus der Aufmerksamkeit. Dies gilt umso mehr, als seit dem 11. Juli nahezu kein Erdgas mehr über die Pipeline Nord Stream 1 aus der Russischen Föderation nach Deutschland gelangt. Die Wartungsarbeiten der Pipeline sollen am 21.07.2022 abgeschlossen sein. Das Statistische Bundesamt (Destatis) gibt vor diesem Hintergrund einen Überblick über Daten und Fakten zu Gasversorgung und -verbrauch in Deutschland.

Erdgas für viele Industriezweige wichtig

In der Industrie in Deutschland spielen fossile Energieträger nach wie vor eine bedeutende Rolle. Erdgas war im Jahr 2020 der wichtigste Energieträger mit einem Anteil von 31,2 % am Gesamtverbrauch in der Industrie, gefolgt von Strom (21 %), Mineralölen und Mineralölprodukten (16 %) sowie Kohle (16 %).

Den höchsten Anteil am gesamten Erdgasverbrauch in der Industrie hatte mit einem Anteil von 36,9 % die Chemische Industrie. Erdgas wird hier nicht nur energetisch eingesetzt, sondern dient zu mehr als einem Drittel als Ausgangsstoff für die Herstellung von chemischen Produkten wie etwa Düngemitteln. Auf Platz zwei der Industriezweige mit dem höchsten Erdgasverbrauch lagen 2020 die Nahrungs- und Futtermittelhersteller mit einem Anteil von 10,8 % am gesamten Erdgasverbrauch in der Industrie. Dort wird Erdgas als Energieträger beispielsweise für die Milchverarbeitung benötigt. Weitere 10,3 % des Erdgasverbrauchs entfallen auf Metallerzeugung und -bearbeitung. Darunter fällt beispielsweise die Erzeugung von Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen. Den vierten Platz (9,0 %) belegte der Wirtschaftszweig Herstellung von Glaswaren und Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden, worunter auch die Herstellung von Zement, Kalk und gebranntem Gips fällt.

41 % des Energiebedarfs privater Haushalte aus Erdgas gedeckt

Auch für die privaten Haushalte ist Erdgas nach wie vor der mit Abstand wichtigste Energieträger. Im Jahr 2019 lag der durchschnittliche Jahresverbrauch von Wohnenergie – also für Heizen, Warmwasserbereitung, Kochen, den Betrieb von Elektrogeräten etc. – bei gut 8.800 Kilowattstunden pro Person. 41,2 % dieses Energiebedarfs wurden durch Erdgas gedeckt.

In Neubauten kamen Gasheizungen zuletzt immer seltener zum Einsatz. So wird bei den im Jahr 2021 fertiggestellten Wohngebäuden Gas nur in 34,3 % der Fälle als primäre Heizung genutzt – 2020 lag der Anteil noch bei knapp 39 %, 2019 bei knapp 42 %.

Stromerzeugung im 1. Quartal 2022: Strom stammte zu 13 % aus Erdgas

Für die Stromerzeugung ist Erdgas nach wie vor bedeutsam, wenn dessen Anteil auch zurückgeht. Im 1. Quartal 2022 waren 13,0 % des in Deutschland erzeugten und in das Stromnetz eingespeisten Stroms aus Erdgas erzeugt worden. Das waren 18,7 Milliarden Kilowattstunden. Im 1. Quartal 2021 hatte der Anteil bei 16,2 % (22,5 Milliarden Kilowattstunden) gelegen. Insgesamt wurde im 1. Quartal 2022 in Deutschland 3,7 % mehr Strom ins Netz eingespeist als im 1. Quartal 2021. Besonders die Stromerzeugung aus Kohle hat zugenommen.

95 % des in Deutschland eingespeisten Erdgases wurden importiert

Der größte Teil des in Deutschland eingespeisten Erdgases stammt aus dem Ausland. Im Jahr 2021 entsprachen die Nettoimporte von Erdgas einer Energieleistung von 904,5 Milliarden Kilowattstunden. Dem standen 47,8 Milliarden Kilowattstunden Erdgas aus inländischer Förderung, zum Beispiel in Niedersachsen, gegenüber. Um Preis- und Mengenschwankungen abzufedern, wird ein Teil des Erdgases zwischengespeichert. In der wärmeren Jahreszeit wird Gas in die Speicher eingespeist, während der Heizperiode ausgespeist. Aktuell sind die Gasspeicher zu knapp zwei Dritteln gefüllt, das entspricht in etwa dem durchschnittlichen Füllstand der Jahre 2015 bis 2020. 2021 war bereits ein Jahr mit einem vergleichsweise niedrigen Gasfüllstand in Deutschland gewesen.

Gaszuflüsse aus Russland

Bisher war die Russische Föderation wichtiges Herkunftsland für Erdgas. Im Mai wurden von dort Erdgas und Erdöl im Wert von 1,9 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Bedeutendste Route für Gas aus Russland ist die Pipeline Nord Stream 1, die seit dem 11. Juli gewartet wird. Seither sind die Gasflüsse aus Russland nach Deutschland praktisch eingestellt worden. Die Wartungsarbeiten an der Pipeline sollen am 21. Juli abgeschlossen sein.

Preise für Erdgas auf allen Stufen gestiegen

Die angespannte Versorgungslage mit Erdgas und die Unsicherheit auf den Energiemärkten haben zu hohen Energiepreissteigerungen auf allen Wirtschaftsstufen beigetragen. Importiertes Erdgas war im Mai 2022 um 235,6 % teurer als ein Jahr zuvor. Im Juni 2022 kostete Erdgas für die Industrie 182,6 % mehr als im Juni 2021.

Auf der Stufe des privaten Verbrauchs sind die hohen Preissteigerungen für Erdgas noch nicht in vollem Umfang angekommen: Der Verbraucherpreis für Erdgas lag im Juni 2022 um 60,7 % über dem des Vorjahresmonats.

Jeder zehnte Energieversorgungs-Betrieb ist in Gasversorgung aktiv

Die Bundesregierung will angeschlagene Energieversorger stützen. Im Mai 2022 gab es in diesem Bereich 2.365 Betriebe in Deutschland, gut jeder zehnte (259) war in der Gasversorgung aktiv.

In der Energieversorgung arbeiteten im Mai 2022 insgesamt knapp 260.000 Menschen, 15.700 von ihnen im Bereich Gasversorgung.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2022

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Viele Unternehmen planen Stellen für Chief Digital Officer

Demnächst dürfte die Zahl der Chief Digital Officer in der deutschen Wirtschaft kräftig steigen. Fast jedes fünfte Unternehmen (18 Prozent) gibt lt. Bitkom an, eine CDO-Stelle besetzen oder einrichten zu wollen. Bereits vorhanden ist eine solche Position in 19 Prozent der Unternehmen.

Bitkom, Pressemitteilung vom 19.07.2022

  • Jedes fünfte Unternehmen hat einen CDO – und ebenso viele wollen die Position neu einrichten
  • Aber: Jedes achte Unternehmen hat keine Digitalstrategie

Demnächst dürfte die Zahl der Chief Digital Officer in der deutschen Wirtschaft kräftig steigen. Fast jedes fünfte Unternehmen (18 Prozent) gibt an, eine CDO-Stelle besetzen oder einrichten zu wollen. Bereits vorhanden ist eine solche Position in 19 Prozent der Unternehmen. Das ist das Ergebnis einer Befragung von 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Die digitale Transformation braucht klare Verantwortungen und Kompetenzen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Auch mittelständische Unternehmen sollten Digital-Know-how bündeln. Erfolgreiche Digitalisierung ist nicht nur eine Frage von Technologie, Soft- und Hardware, sie braucht einen Motor und dieser Motor kann ein CDO sein.“

Grundsätzlich geht die große Mehrheit der Unternehmen die Digitalisierung inzwischen strategisch an. Aber noch haben 13 Prozent keine Digitalstrategie. Vor einem Jahr waren 16 Prozent und 2019 waren sogar 26 Prozent der Unternehmen in Sachen Digitalisierung strategiefrei unterwegs. Rund jedes dritte Unternehmen (34 Prozent) hat aktuell eine zentrale Digitalstrategie, weitere 52 Prozent haben in einzelnen Unternehmensbereichen Strategien zur Digitalisierung.

Quelle: Bitkom

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Exporte in Nicht-EU-Staaten im Juni 2022: voraussichtlich +4,2 % zum Mai 2022

Im Juni 2022 sind die Exporte aus Deutschland in die Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) gegenüber Mai 2022 um 4,2 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, wurden im Juni 2022 Waren im Wert von 60,8 Mrd. Euro exportiert.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 20.07.2022

Exporte in Drittstaaten (kalender- und saisonbereinigt), Juni 2022

  • 60,8 Milliarden Euro
  • +4,2 % zum Vormonat
  • +16,9 % zum Vorjahresmonat

Exporte in Drittstaaten (Originalwerte), Juni 2022

  • 60,7 Milliarden Euro
  • +12,5 % zum Vorjahresmonat

Im Juni 2022 sind die Exporte aus Deutschland in die Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) gegenüber Mai 2022 kalender- und saisonbereinigt um 4,2 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, wurden im Juni 2022 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 60,8 Milliarden Euro exportiert.

Nicht kalender- und saisonbereinigt wurden im Juni 2022 nach vorläufigen Ergebnissen Waren im Wert von 60,7 Milliarden Euro in Drittstaaten exportiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2021 stiegen die Exporte um 12,5 %. Dieser deutliche wertmäßige Anstieg ist auch vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Außenhandelspreise zu sehen.

Wichtigster Handelspartner für die deutschen Exporteure waren auch im Juni 2022 die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden Waren im Wert von 14,5 Milliarden Euro exportiert. Damit stiegen die Exporte in die Vereinigten Staaten gegenüber Juni 2021 um 40,9 %. In die Volksrepublik China wurden Waren im Wert von 9,1 Milliarden Euro exportiert, das waren 3,9 % weniger als im Vorjahresmonat. Die Exporte in das Vereinigte Königreich stiegen im Vorjahresvergleich um 9,7 % auf 6,0 Milliarden Euro.

Exporte nach Russland gegenüber dem Vorjahresmonat um 41,6 % gesunken

Die deutschen Exporte in die Russische Föderation sanken im Juni 2022 gegenüber Juni 2021 infolge der wegen des Kriegs in der Ukraine gegen Russland getroffenen Sanktionen, anderer Maßnahmen zur Exportbeschränkung und nicht sanktioniertem Verhalten der Marktteilnehmer um 41,6 % auf 1,2 Milliarden Euro. Im Juni 2022 lag die Russische Föderation damit auf Rang 10 der wichtigsten Bestimmungsländer für deutsche Exporte außerhalb der EU. Im Mai 2022 hatte Russland ebenfalls Rang 10, im April Rang 14 und im Februar Rang 5 belegt.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2022

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62 Prozent der Unternehmen bieten bei Bürotätigkeit Homeoffice an

62 Prozent der deutschen Unternehmen bieten bei Bürotätigkeiten die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten. Das geht aus der jüngsten Personalleiterbefragung durch das ifo Institut in Kooperation mit Randstad hervor.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 19.07.2022

62 Prozent der deutschen Unternehmen bieten bei Bürotätigkeiten die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten. Das geht aus der jüngsten Personalleiterbefragung durch das ifo Institut in Kooperation mit Randstad hervor. Im Durchschnitt ermöglichen die Unternehmen ihren Mitarbeitenden 6,7 Tage Homeoffice im Monat.

„Insbesondere Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten bieten auch nach Corona ihren Mitarbeitenden Homeoffice an“, sagt ifo-Expertin Johanna Garnitz. Dies trifft auf 95 Prozent der befragten Großunternehmen zu. In kleinen Unternehmen bis 49 Mitarbeitende ist die Zahl deutlich geringer, nämlich 46 Prozent. Dennoch zeigen sich kleinere Betriebe in der Regel großzügiger bei den durchschnittlich pro Monat bewilligten Tagen. Diese liegen bei 7,4 Tagen in kleineren Betrieben, während Großunternehmen im Durchschnitt 5,3 Tage genehmigen.

Unternehmen aus der Industrie bieten für ihre Büroangestellten mit 68 Prozent am häufigsten Homeoffice an. Mit durchschnittlich 5,8 Tagen im Monat werden aber weniger Tage bewilligt als bei den Dienstleistern. Dort ermöglichen 65 Prozent das Arbeiten von zu Hause für 7,9 Tage monatlich. Im Handel sind es 51 Prozent der Unternehmen, die bei Bürotätigkeit für durchschnittlich 7,0 Tage im Monat Homeoffice genehmigen.

Während in den ifo Konjunkturumfragen nach dem Anteil aller Beschäftigten im Homeoffice gefragt wurde, richtete sich die Fragestellung in der Personalleiterbefragung nach der prinzipiellen Möglichkeit des Arbeitens aus dem Homeoffice nur bei Bürotätigkeit.

Quelle: ifo Institut

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Banken bei Kreditvergabe an Mittelstand restriktiver

Kleine und mittelständische Unternehmen fragen seit dem Allzeittief im Sommer 2021 wieder mehr Kredite nach. Im zweiten Quartal gaben 21,1 % (+0,5 PP) von ihnen an, in Verhandlungen mit den Banken zu stehen, wie die neue KfW-ifo-Kredithürde zeigt.

KfW, Pressemitteilung vom 18.07.2022

  • Mittelständler fragen im zweiten Quartal etwas mehr, Großunternehmen deutlich mehr Kredite nach
  • Kredithürde für den Mittelstand steigt, aber leichte Lockerung des Kreditzugangs für Großunternehmen
  • Zu erwartende konjunkturelle Abkühlung dürfte Kreditnachfrage wieder dämpfen

Kleine und mittelständische Unternehmen fragen seit dem Allzeittief im Sommer 2021 wieder mehr Kredite nach. Im zweiten Quartal gaben 21,1 % (+0,5 PP) von ihnen an, in Verhandlungen mit den Banken zu stehen, wie die neue KfW-ifo-Kredithürde zeigt. Doch ob sich damit der bereits vor der Pandemie eingesetzte trendmäßige Rückgang des Anteils der Mittelständler in Kreditverhandlungen (längerfristiger Durchschnitt: 25,8 %) umkehrt, ist fraglich. So dürfte der Anstieg in den ersten beiden Quartalen maßgeblich auf den Krieg in der Ukraine und die hohen Inflationsraten zurückzuführen sein, die den kurzfristigen Finanzierungsbedarf merklich erhöht haben. In den kommenden Quartalen könnte sich die Nachfrage im Rahmen der zu erwartenden konjunkturellen Abkühlung erneut wieder etwas abschwächen.

Bei den kleinen und mittleren Unternehmen, die aktuell Finanzierungen nachfragen, sind die Banken nach der über einige Quartale anhaltenden moderaten Entspannung wieder restriktiver. Die Kredithürde steigt für diese Größenklasse deutlich um 3,1 PP auf 20,8 %. Fast alle Wirtschaftsbereiche sind betroffen: Gegenüber dem Bauhauptgewerbe (+7,3 Prozentpunkte auf 13,6 %, die von schwierigerem Kreditzugang berichten), dem Verarbeitenden Gewerbe (+6,0 auf 17,7 %) und dem Großhandel (+4,5 auf 18,8 %) zeigten sich Banken deutlich zurückhaltender bei der Vergabe neuer Ausleihungen als noch im Vorquartal. Die große Ausnahme stellt der Einzelhandel dar: Hier geht die Kredithürde deutlich zurück (-7,4 Prozentpunkte), nur noch 15,5 % der kreditnachfragenden mittelständischen Einzelhändler berichten von schwierigerem Zugang. Grund hierfür könnten die in diesem Wirtschaftsbereich grundsätzlich positiveren Geschäftsaussichten nach Rücknahme der meisten Corona-Infektionsschutzmaßnahmen sein.

Ein ähnliches Bild zeigt der Blick auf die Großunternehmen, bei denen der Anteil der in Kreditverhandlungen stehenden Firmen mit 28,5 % (+2,2 Prozentpunkte) deutlich zugenommen hat. Für die großen Unternehmen zeigt sich im zweiten Quartal aggregiert eine Lockerung der Kredithürde (-0,7 auf 13,5 %), für einzelne Sektoren verschärften sich die Kreditbedingungen allerdings ähnlich stark wie bei den Mittelständlern. Vor allem im von den hohen Inflationsraten stark betroffenen Einzelhandels- und Dienstleistungssektor stieg die Kredithürde bei den Großunternehmen an (+7,2 auf 12,4 % bzw. +6,4 auf 12,6 %). Der vergleichsweise starke Rückgang im Verarbeitenden Gewerbe (-6,8 auf 15,8 %) und dem Bauhauptgewerbe (-5,9 auf 6,8 %) könnte indes Ausdruck einer sich abzeichnenden Entspannung bei den Material- und Lieferengpässen der Großunternehmen sein.

„Besonders für den Mittelstand wird die Luft am Kreditmarkt allmählich dünner. Steigende Zinsen, der durch die russische Aggression verschärfte Kostenschub und eine sich abschwächende Konjunktur veranlassen die Banken, bei der Kreditvergabe vorsichtiger zu agieren“, sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. „Noch sehen wir ein starkes Kreditwachstum. Das spricht dafür, dass der Kreditkanal nach wie vor gut funktioniert. Setzt sich der Anstieg der Kredithürde jedoch fort, könnte ein unzureichender Finanzierungszugang bald die Umsetzung von Investitionsvorhaben gefährden.“

Die KfW-ifo-Kredithürde steht unter KfW-ifo-Kredithürde | KfW zum Download zur Verfügung.

Quelle: KfW

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Schwacher Euro, hohe Inflation – Rezessionsgefahr steigt weiter

Die deutliche Zinswende der US-Notenbank und die Sorgen um einen endgültigen russischen Gaslieferstopp lassen das Rezessionsrisiko auf einem hohen Niveau verharren. Das zeigt der Konjunkturindikator des IMK der Hans-Böckler-Stiftung.

Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 18.07.2022

IMK-Konjunkturampel bleibt auf „rot“

Die deutliche Zinswende der US-Notenbank und die Sorgen um einen endgültigen russischen Gaslieferstopp lassen das Rezessionsrisiko auf einem hohen Niveau verharren. Das zeigt der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung.

Das nach dem Ampelsystem arbeitende Frühwarninstrument steht für den Zeitraum von Anfang Juli bis Ende September auf „rot“ und signalisiert so ein weiterhin steigendes Rezessionsrisiko. Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten in eine Rezession gerät, erhöht sich von 57,2 Prozent Anfang Juni nochmals leicht auf jetzt 58,1 Prozent.

Die starke Inflation und die damit zu befürchtende Schwächung des privaten Konsums dämpfen zunehmend die Wachstumsaussichten der deutschen Wirtschaft. Die Sorgen um einen russischen Gaslieferstopp befeuern die Erdgaspreise, deren jüngster Anstieg zu weiter hohen Inflationsraten beitragen wird. Zusätzlich verteuert der mit der deutlichen Zinswende der US-Notenbank einhergehende niedrige Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar die Energieimporte.

Eine neue Belastungsprobe für den internationalen Handel stelle zudem die Ausbreitung der hochansteckenden Coronavirusvariante BA.5 dar, so das IMK. Insbesondere Chinas rigorose Einschränkungen des Wirtschaftslebens zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus könnten sich negativ auswirken, da dort seit Anfang Juli die Infektionszahlen wieder steigen. „Umfrageergebnisse weisen zudem darauf hin, dass die Konsumeinschränkungen der privaten Haushalte stärker und der Mangel an Vorprodukten im Verarbeitenden Gewerbe länger ausfallen werden als bisher erwartet“, so IMK-Forscher Thomas Theobald.

Quelle: Hans-Böckler-Stiftung

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Energiekrise, Rohstoffknappheit und Lieferschwierigkeiten senken Wachstumsprognosen

Die deutsche Wirtschaft wird im Jahr 2022 nur moderat um 1,5 Prozent wachsen, so die Einschätzung von Finanzmarktexperten/-innen, die das ZEW Mannheim im Juli 2022 erhoben hat. Ihre Prognose für das Jahr 2023 haben die Befragten im Vergleich zum April 2022 von damals 2,5 auf 1,5 Prozent korrigiert. Ein Wiederanstieg des Wirtschaftswachstums wird mit 2,0 Prozent erst für 2024 prognostiziert.

ZEW, Pressemitteilung vom 15.07.2022

Die deutsche Wirtschaft wird im Jahr 2022 nur moderat um 1,5 Prozent wachsen, so die Einschätzung von Finanzmarktexperten/-innen, die das ZEW Mannheim im Juli 2022 erhoben hat. Ihre Prognose für das Jahr 2023 haben die Befragten im Vergleich zum April 2022 von damals 2,5 auf 1,5 Prozent korrigiert. Ein Wiederanstieg des Wirtschaftswachstums wird mit 2,0 Prozent erst für 2024 prognostiziert.

Für das zweite, dritte und vierte Quartal 2022 erwarten die Befragten im Median eine Wachstumsrate von jeweils 0,2 Prozent. Mit 30 Prozent Wahrscheinlichkeit erwarten die Befragten im Median, dass sich das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal zurück entwickelt. Die Wahrscheinlichkeit einer Schrumpfung der deutschen Wirtschaft im dritten Quartal 2022 wird im Median sogar mit 50 Prozent beziffert. „Auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in Deutschland klar zunimmt, ist diese zumindest aktuell nicht das Hauptszenario, mit dem die Befragten rechnen“, kommentiert Thibault Cézanne, Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich „Altersvorsorge und nachhaltige Finanzmärkte“.

Am stärksten negativ wirken sich steigende Inflation, Rohstoffknappheit und unterbrochene Lieferketten auf die Wachstumsprognose der Befragten aus. Etwa 38 bzw. 51 Prozent geben an, dass die Energiepreise ihre Erwartung negativ oder stark negativ beeinflussten. 53 bzw. 21 Prozent der Befragten schreiben der Inflation ohne Energiepreise einen negativen oder stark negativen Einfluss auf ihre Prognose zu. An dritter Stelle der Einflussfaktoren steht die Rohstoffknappheit, der 43 bzw. 33 Prozent der Teilnehmenden einen negativen oder stark negativen Effekt zubilligen. An vierter Stelle stehen schließlich mit 48 bzw. 27 Prozent die Unterbrechungen in den Lieferketten.

Quelle: ZEW

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Viele Bauprojekte werden storniert

In der deutschen Baubranche werden im Moment lt. ifo Institut ungewöhnlich viele Projekte storniert.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 15.07.2022

In der deutschen Baubranche werden im Moment ungewöhnlich viele Projekte storniert. Auf dem Hochbau betrug der Anteil der betroffenen Unternehmen im Juni 11,5 Prozent, im Mai waren es sogar 13,4 Prozent. Im Tiefbau waren es 9,0 Prozent, nach 8,8 Prozent im Mai. Das geht aus einer Umfrage des ifo Instituts hervor. „Die Größenordnung ist vergleichbar mit dem Corona-Schock im Frühjahr 2020. Diesmal sehen wir im Wohnungsbau besonders häufig Stornierungen. Allerdings sind die Auftragsbücher im Mittel weiterhin prall gefüllt“, sagt ifo-Forscher Felix Leiss.

Noch immer fehlt es vielerorts an Material. So meldeten im Juni 47,1 Prozent der Hochbauunternehmen Lieferengpässe, nach 56,6 Prozent im Vormonat. Im Tiefbau sank der Anteil auf 39,7 Prozent, von 44,8 Prozent im Mai. „Diese Engpässe bilden sich nur langsam zurück. Dabei kommt es teils zu rasanten Preisanstiegen infolge der Knappheit. Auch die hohen Energiepreise wirken preistreibend bei vielen Baustoffen“, ergänzt Leiss. Im Mittel erwarten die Betriebe, dass die Engpässe noch knapp neun Monate andauern. „Die Unternehmen müssen die höheren Preise für Material und auch Kraftstoff an die Kunden weitergeben, und so steigen die Baupreise weiter rasch. Die Bauherren müssen aber auch die höheren Zinsen tragen. Im Wohnungsbau kommt die Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Fördermöglichkeiten dazu. Dies führt dazu, dass einige Projekte überdacht werden müssen.“

Quelle: ifo Institut

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Innovationsaktivitäten im Mittelstand: Unternehmen mit eigener Forschung und Entwicklung dominieren das Innovationsgeschehen

Im Innovationssystem Deutschland spielen kleine und mittelgroße Unternehmen eine nicht unerhebliche Rolle. Zwar liegt in der deutschen Wirtschaft das Gros der Innovationsaktivitäten bei den Großunternehmen, dennoch stehen mittelständische Unternehmen immerhin für 32 % der Ausgaben für Innovationen und 35 % für Forschung und Entwicklung. Eine von KfW Research in Auftrag gegeben Studie analysiert die langfristige Entwicklung von Strukturen, Erfolgsfaktoren und Hemmnissen bei den Innovationsaktivitäten mittelständischen Unternehmen.

KfW, Pressemitteilung vom 14.07.2022

  • Kleine und mittlere Unternehmen steuern ein Drittel der Innovationsleistung der deutschen Wirtschaft bei
  • Anteil von nicht innovativen Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren um zehn Prozentpunkte gestiegen
  • Fachkräftemangel und hohe Kosten: Innovationshemmnisse haben in den vergangenen knapp 20 Jahren deutlich zugenommen

Im Innovationssystem Deutschland spielen kleine und mittelgroße Unternehmen eine nicht unerhebliche Rolle. Zwar liegt in der deutschen Wirtschaft das Gros der Innovationsaktivitäten bei den Großunternehmen, dennoch stehen mittelständische Unternehmen immerhin für 32 % der Ausgaben für Innovationen und 35 % für Forschung und Entwicklung. Eine von KfW Research in Auftrag gegeben Studie analysiert die langfristige Entwicklung von Strukturen, Erfolgsfaktoren und Hemmnissen bei den Innovationsaktivitäten mittelständischen Unternehmen.

Das Innovationsgeschehen im Mittelstand wird danach von Unternehmen geprägt, die kontinuierlich Forschung und Entwicklung (FuE) betrieben. Diese machen mit 12 % nur eine kleine Gruppe unter den mittelständischen Unternehmen aus und verfolgen im Unterschied zu den übrigen in der Studie definierten fünf Unternehmenstypen besonders anspruchsvolle Wettbewerbs- und Innovationsstrategien, in denen die Entwicklung neuer Produkte und die Erschließung neuer Märkte feste Bestandteile sind. Außerdem investieren diese Unternehmen am meisten in ihre Innovationsaktivitäten, erzielen das Gros der Innovationserfolge und weisen, etwa gemessen an der Umsatzrendite, die höchste Unternehmensperformance auf. So stehen Unternehmen mit regelmäßiger FuE für über zwei Drittel der mittelständischen Innovationsausgaben, mehr als die Hälfte des Umsatzes mit Produktinnovationen und 43 % der Kosteneinsparungen durch Prozessinnovationen.

Mittelständische innovative Unternehmen ohne eigene FuE bilden demgegenüber mit zuletzt 37 % eine nahezu dreimal so große Gruppe. Ihre Innovationsstrategien sind weniger anspruchsvoll und ihre Innovationsanstrengungen entsprechend weniger stark ausgeprägt. Insgesamt fallen auch ihre Innovationserfolge deutlich schwächer als jene der FuE treibenden Unternehmen. Dennoch ist ihr Anteil an dem mit Produktinnovationen erzielten Umsatz sowie der Kostenreduktion durch Prozessinnovationen mit 34 bzw. 42 % bedeutend und hat im betrachteten Zeitraum sogar noch zugenommen.

Die Studie bestätigt die seit Jahren nachlassende Innovationstätigkeit im deutschen Mittelstand. Danach hat der Anteil der Unternehmen, die keine Innovationen hervorgebracht haben, im betrachteten Zehnjahreszeitraum von 32 % auf 42 % deutlich zugenommen. Vor allem Unternehmen ohne eigene FuE haben ihre Innovationsanstrengungen eingestellt. Ebenfalls erheblich gestiegen ist der Anteil der mittelständischen Unternehmen, die sich mit Innovationshemmnissen konfrontiert sehen. Der Mangel an Fachpersonal und hohe Kosten sind die am meisten genannten Hemmnisse. Die Betroffenheit sinkt von der Gruppe der kontinuierlich FuE treibenden Unternehmen bis zu den Unternehmen ohne Innovationsorientierung. Außerdem nennen die Unternehmen Gesetze und Regulierungen oft als Innovationshemmnisse.

Insgesamt unterstreichen diese Ergebnisse, dass Unternehmen mit einer hohen Innovationsorientierung – und darunter insbesondere die FuE treibenden Unternehmen – häufiger Produktmarktneuheiten hervorbringen und Kostensenkungen erzielen als andere Unternehmen. Dies schlägt sich auch positiv in den Kennziffern für die Unternehmensperformance nieder, wie der Umsatzrendite oder dem Erfolg auf ausländischen Märkten. So erzielen Unternehmen mit kontinuierlicher FuE im Durchschnitt eine Umsatzrendite von 5,4 %, während Unternehmen ohne Innovationsorientierung auf einen Wert von 4,2 % kommen.

Die Chefvolkswirtin der KfW, Dr. Fritzi Köhler-Geib, kommentiert die Ergebnisse der Studie wie folgt:

„Die Innovationskraft des deutschen Mittelstands ist insgesamt weiterhin hoch, konzentriert sich aber auf immer weniger Unternehmen. Für die Dynamik der Volkswirtschaft ist aber gerade zentral, dass der Mittelstand in der Breite wieder mehr Innovationen hervorbringt. Dabei kommt der Linderung des Mangels an Fachpersonal eine besondere Rolle zu. Außerdem gilt es, umfassende Anreize für den Aufbau oder den dauerhaften Erhalt von Forschungs- und Entwicklungs-Kompetenzen in den Unternehmen zu setzen. Die Innovationsförderung muss deshalb neben den Vorreiter-Unternehmen auch Innovationen in der Breite des Mittelstands unterstützen. Dazu muss beispielsweise der Erwerb von strategischen Fähigkeiten und Kenntnisse zum Innovationsmanagement in der Berufsausbildung verstärkt werden.“

Die Studie „Mittelständische Unternehmen im Innovationssystem: Aktivitäten, Hemmnisse und Erfolge“ steht unter www.kfw.de/fokus zur Verfügung.

Quelle: KfW

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Praktische Fähigkeiten sichtbar machen und Fachkräfte sichern

Viele Praxisprofis hierzulande arbeiten seit Jahren erfolgreich in einem Beruf, haben aber nie einen Ausbildungsabschluss erworben. Ohne einen Nachweis ihres praktischen und fachlichen Könnens werden sie jedoch auf dem Arbeitsmarkt oft unterschätzt – eine vertane Chance für die Betriebe, die dringend Fachkräfte suchen, und für die Betroffenen selbst. Letzteren ermöglicht lt. DIHK das Verbundprojekt „ValiKom Transfer“ den Erwerb eines Zertifikats.

DIHK, Mitteilung vom 14.07.2022

Viele Betriebe spüren die Auswirkungen des Fachkräftemangels. In zahlreichen Branchen und Regionen fehlt es an qualifiziertem Personal. Gleichzeitig gibt es etliche Praxisprofis, die seit Jahren zwar in einem Beruf arbeiten, aber nie einen Ausbildungsabschluss erworben haben. Ohne Abschlusszeugnis – und damit ohne Nachweis über ihr praktisches und fachliches Können – werden sie jedoch auf dem Arbeitsmarkt leicht übersehen oder unterschätzt. Eine vertane Chance für die Betroffenen ebenso wie für die Fachkräfte suchenden Betriebe!

Versteckte Talente finden und mit Berufserfahrung überzeugen

Hier setzt das Verbundprojekt „ValiKom Transfer“ an. Mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erproben IHKs, Handwerks- sowie Landwirtschaftskammern ein Verfahren, bei dem Menschen mit viel Berufserfahrung ihr Können unter Beweis stellen. Sie haben häufig keinen formalen Abschluss, sind Berufswechselnde oder Zugewanderte und in der Regel älter als 25 Jahre. Nach einer Selbsteinschätzung und Beratungsgesprächen lösen die Teilnehmenden praxisnahe Aufgaben aus dem Berufsalltag. Fachexpertinnen und -experten bewerten die Praxistests. Maßstab für die Aufgaben und deren Bewertung sind die in der dualen Berufsausbildung erworbenen Kompetenzen. Als Ergebnis erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat, aus dem hervorgeht, in welchem Umfang sie einen Beruf beherrschen und an welcher Stelle gegebenenfalls noch Qualifizierungsbedarf besteht.

IHKs knüpfen starkes Netzwerk

„ValiKom Transfer“ ist ein wichtiger Baustein in einer Gesamtstrategie zur Fachkräftesicherung und ergänzt die bestehenden erfolgreichen Instrumente der Beruflichen Bildung. Es hilft Betrieben, das Wissen und Können von Menschen ohne Berufsabschluss besser einzuschätzen und sie entsprechend ihrer Fähigkeiten im Arbeitsleben einzusetzen. Es ist gleichzeitig eine Hilfe, um den Weiterbildungsbedarf von angelernten Beschäftigten zu erkennen und sie bei einer passgenauen Qualifizierung zu unterstützen. Die Projektakteure von „ValiKom Transfer“ und strategischen Partner DIHK und ZDH arbeiten daran, ein großes Netzwerk von IHKs, Handwerks- sowie Landwirtschaftskammern dauerhaft zu etablieren, um einheitliche und standardisierte Verfahren anzubieten.

Gesetzliche Verankerung schafft sichere Perspektive

Eine bundesweite gesetzliche Verankerung für berufliche Validierungsverfahren ist wichtig, um Unternehmen und Fachkräften ein klares Signal und eine sichere Perspektive zu geben. Die Entwicklung eines rechtlichen Rahmens sollte daher nun zügig starten. Die Organisation und Durchführung der Validierungsverfahrens sollten bei den für die jeweiligen Berufe verantwortlichen Institutionen liegen – das sind die IHKs für die Berufe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen. Ein am Bedarf orientiertes Angebot, das berufliches Können von Berufserfahrenen verlässlich sichtbar macht, erhöht ihre Chancen am Arbeitsmarkt. Unternehmen werden so zugleich bei der Gewinnung von Fachkräften unterstützt.

Quelle: DIHK

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