Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2021

Das BIP ist im 4. Quartal 2021 gegenüber dem 3. Quartal 2021 um 0,3 % gesunken. Nachdem die Wirtschaftsleistung im vergangenen Sommer trotz zunehmender Liefer- und Materialengpässe wieder gewachsen war, wurde die Erholung der deutschen Wirtschaft durch die vierte Corona-Welle und erneute Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen zum Jahresende gestoppt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes fiel die Entwicklung des BIP allerdings sowohl im 4. Quartal 2021als auch im gesamten Jahr 2021 positiver aus als Ende Januar berichtet.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 25.02.2022

Wirtschaftsleistung 1,1 % unter Vorkrisenniveau

Bruttoinlandsprodukt (BIP), 4. Quartal 2021

  • -0,3 % zum Vorquartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt)
  • +1,8 % zum Vorjahresquartal (preisbereinigt)
  • +1,8 % zum Vorjahresquartal (preis- und kalenderbereinigt

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2021 gegenüber dem 3. Quartal 2021 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,3 % gesunken. Nachdem die Wirtschaftsleistung im vergangenen Sommer trotz zunehmender Liefer- und Materialengpässe wieder gewachsen war, wurde die Erholung der deutschen Wirtschaft durch die vierte Corona-Welle und erneute Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen zum Jahresende gestoppt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes fiel die Entwicklung des BIP allerdings sowohl im 4. Quartal 2021 (-0,3 %) als auch im gesamten Jahr 2021 (+2,9 %) positiver aus als in der Schnellmeldung am 28. Januar 2022 berichtet. Die Ergebnisse wurden entsprechend revidiert. Gegenüber dem 4. Quartal 2019, dem Quartal vor Beginn der Corona-Krise, war die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2021 um 1,1 % niedriger.

Private Konsumausgaben gesunken, Staatskonsum und Ausrüstungsinvestitionen wirkten stabilisierend

Die Einschränkungen im Zuge der vierten Corona-Welle bremsten die privaten Konsumausgaben: Nach zwei Quartalen mit deutlichen Zuwächsen gingen sie im 4. Quartal 2021 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,8 % gegenüber dem 3. Quartal 2021 zurück. Stabilisierend wirkten hingegen die staatlichen Konsumausgaben, die um 1,0 % zunahmen. In Ausrüstungen – also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge – wurde preis-, saison- und kalenderbereinigt 0,9 % mehr investiert als im 3. Quartal 2021. Die Bauinvestitionen lagen in etwa auf dem Niveau des Vorquartals.

Der Handel mit dem Ausland nahm im 4. Quartal 2021 zu: Preis-, saison- und kalenderbereinigt wurden 4,8 % mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als im 3. Quartal 2021. Die Importe stiegen mit 5,1 % insgesamt etwas stärker an, da nochmals mehr Dienstleistungen importiert wurden als im Vorquartal.

Bruttowertschöpfung in der Industrie im Plus, in Dienstleistungsbereichen im Minus

Die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung war im 4. Quartal 2021 um 0,9 % niedriger als im 3. Quartal 2021. Dabei zeigte sich in den Wirtschaftsbereichen ein gemischtes Bild: Während die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe (+1,9 %) und im Baugewerbe (+1,6 %) zulegte, wurde die im Sommer einsetzende Erholung vieler Dienstleistungsbereiche durch die vierte Corona-Welle zum Jahresende gestoppt. So sank die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung der Unternehmensdienstleister im 4. Quartal 2021 gegenüber dem 3. Quartal 2021 um 0,9 %. Auch in den Bereichen Handel, Verkehr, Gastgewerbe (-1,6 %) und Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (-3,9 %) ging die Wirtschaftsleistung zurück. Mit einem Minus von 10,0 % war erneut der Bereich Sonstige Dienstleister, zu dem unter anderem die Bereiche Unterhaltung und Erholung zählen, am stärksten von den Auswirkungen der vierten Welle und den Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen zum Jahresende betroffen.

Bruttoinlandsprodukt im Vorjahresvergleich gestiegen

Im Vorjahresvergleich war das BIP im 4. Quartal 2021 preisbereinigt um 1,8 % höher als im 4. Quartal 2020 (auch preis- und kalenderbereinigt). Die Lieferengpässe und die Verschlechterung der Corona-Situation zum Jahresende haben das Wachstum 2021 gebremst: Im 2. Quartal 2021 war das BIP im Vorjahresvergleich noch um 10,8 % gestiegen, im 3. Quartal 2021 um 2,8 %.

Privater und staatlicher Konsum nahmen gegenüber dem Vorjahr zu, Bruttoanlageinvestitionen gingen zurück

Trotz weiterhin merklicher Preisanstiege nahm die inländische Nachfrage im 4. Quartal 2021 im Vorjahresvergleich insgesamt weiter zu. Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 2,6 %, die staatlichen Konsumausgaben um 2,0 % höher als ein Jahr zuvor. Insbesondere die Konsumausgaben für Reisen und kurzlebige Güter nahmen kräftig zu. Im 4. Quartal 2021 wurde allerdings deutlich weniger investiert als im Vorjahresquartal. So gingen die Bauinvestitionen preisbereinigt um 1,6 % zurück. In Ausrüstungen wurde 2,6 % weniger investiert als im 4. Quartal 2020.

Der Handel mit dem Ausland nahm im Vergleich zum Vorjahr zu: Im 4. Quartal 2021 wurden preisbereinigt 8,2 % mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland exportiert als im Vorjahresquartal. Die Importe nahmen im selben Zeitraum mit +12,2 % noch stärker zu. Besonders die Exporte und Importe von Dienstleistungen verzeichneten im 4. Quartal 2021 kräftige Zuwächse.

Bruttowertschöpfung im Vorjahresvergleich: Industrie im Minus, Dienstleistungsbereiche im Plus

Im Vorjahrsvergleich zeigte sich die Entwicklung nach Wirtschaftsbereichen zweigeteilt: Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung nahm im 4. Quartal 2021 gegenüber dem 4. Quartal 2020 im Verarbeitenden Gewerbe (-1,7 %) und im Baugewerbe (-3,1 %) ab. In den Dienstleistungsbereichen legte sie ausgehend von den niedrigen Niveaus im Vorjahresquartal teilweise deutlich zu. So stieg die Wirtschaftsleistung der Unternehmensdienstleister um 7,7 %, die der Sonstigen Dienstleister um 5,5 %. Auch der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit verzeichnete mit +3,3 % weiterhin Zuwächse im Vorjahresvergleich. Der Anstieg in Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+3,9 %) wurde vor allem durch deutliche Zuwächse in den Bereichen Verkehr und Gastgewerbe getragen, während die Wirtschaftsleistung im Handel zurückging. Insgesamt stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im 4. Quartal 2021 gegenüber dem 4. Quartal 2020 um 2,0 %.

Erwerbstätigkeit weiter gestiegen, aber noch unter Vorkrisenniveau

Die Wirtschaftsleistung wurde im 4. Quartal 2021 von rund 45,4 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Damit stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zum 4. Quartal 2020 um 434.000 Personen beziehungsweise 1,0 %. Obwohl das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht wurde, lässt sich seit dem vergangenen Sommer ein deutlicher Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt erkennen (siehe Pressemitteilung Nr. 072/21 vom 17. Februar 2021).

Die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je erwerbstätiger Person erhöhte sich nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit im 4. Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,7 %. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen – also die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden aller Erwerbstätigen – erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 3,7 %.

Da das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen im Verhältnis zum BIP vergleichsweise stark anstieg, nahm die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität – gemessen als preisbereinigtes BIP je Erwerbstätigenstunde – nach vorläufigen Berechnungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,8 % ab. Da die Zahl der Erwerbstätigen weniger stark anstieg als die Stundenzahl, war die Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigen um 0,8 % höher als im 4. Quartal 2020.

Sparquote im Vorjahresvergleich weiter rückläufig

In jeweiligen Preisen war das BIP im 4. Quartal 2021 um 6,8 % und das Bruttonationaleinkommen um 7,3 % höher als ein Jahr zuvor. Der Unterschied zum preisbereinigten BIP erklärt sich vor allem durch starke Preissteigerungen. Das Volkseinkommen stieg um 6,9 %. Während das Arbeitnehmerentgelt um 4,7 % gegenüber dem Vorjahr zunahm, verzeichneten die Unternehmens- und Vermögenseinkommen ein starkes Plus von 13,5 %. Der Anstieg lag damit im dritten Quartal in Folge im zweistelligen Bereich. Im Vorjahresquartal waren die Unternehmens- und Vermögenseinkommen mit -2,2 % allerdings noch zurückgegangen, während das Arbeitnehmerentgelt bereits um 0,4 % angestiegen war.

Die durchschnittlichen Brutto- und Nettolöhne und -gehälter je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer nahmen um 3,7 % zu. Bei gleichzeitig deutlichem Anstieg der Erwerbstätigkeit stiegen die Bruttolöhne und -gehälter insgesamt sogar um 4,9 %, netto um 5,0 %. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte war 2,5 % höher als vor einem Jahr. Die privaten Konsumausgaben in jeweiligen Preisen stiegen gleichzeitig um 7,2 % ­– maßgeblich bedingt durch die hohen Inflationsraten zum Jahresende. Die im Verhältnis zum Anstieg des verfügbaren Einkommens stärkere Ausweitung der privaten Konsumausgaben führte dazu, dass die privaten Haushalte nun weniger sparten als im Vorjahresquartal. Nach vorläufigen Berechnungen ergibt sich für das 4. Quartal 2021 eine Sparquote von 11,4 %. Damit liegt die Sparneigung trotz des Rückgangs noch auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

Internationaler und europäischer Vergleich

Während die Wirtschaftsleistung in Deutschland im 4. Quartal 2021 preis-, saison- und kalenderbereinigt zurückging (-0,3 %), konnte sie in anderen großen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) weiter zulegen: So stieg das BIP im 4. Quartal 2021 im Vergleich zum 3. Quartal 2021 in Frankreich um 0,7 %, in Italien um 0,6 % und in Spanien sogar um 2,0 %. Für die EU insgesamt meldete das europäische Statistikamt Eurostat nach vorläufigen Berechnungen einen BIP-Anstieg um 0,4 % gegenüber dem Vorquartal. Die Wirtschaftsleistung der Vereinigten Staaten wuchs im 4. Quartal 2021 mit umgerechnet +1,7 % stärker als in Deutschland und der EU. Auch im Vorjahresvergleich liegen die BIP-Wachstumsraten fast aller EU-Mitgliedstaaten sowie der Vereinigten Staaten höher als in Deutschland.

Verglichen mit dem 4. Quartal 2019, dem Quartal vor Beginn der Corona-Pandemie, zeigt sich international ein differenzierteres Bild. Das BIP blieb in Spanien im 4. Quartal 2021 mit -4,0 % noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Auch Deutschland (-1,1 %) und Italien (-0,5 %) haben ihr Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht. In Frankreich (+0,9 %) sowie der EU insgesamt (+0,4 %) übertraf die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2021 hingegen das Niveau von vor Beginn der Corona-Pandemie. Die Vereinigten Staaten verzeichneten im Vorkrisenvergleich ein kräftiges Wachstum von +3,1 %.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2022

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Importpreise im Januar 2022: +26,9 % gegenüber Januar 2021

Die Importpreise waren im Januar 2022 um 26,9 % höher als im Januar 2021. Eine höhere Vorjahresveränderung hatte es zuletzt im Oktober 1974 im Rahmen der ersten Ölpreiskrise gegeben. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr im Dezember 2021 bei +24,0 % gelegen, im November 2021 bei +24,7 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 25.02.2022

Importpreise, Januar 2022

  • +4,3 % zum Vormonat
  • +26,9 % zum Vorjahresmonat

Exportpreise, Januar 2022

  • +1,8 % zum Vormonat
  • +11,9 % zum Vorjahresmonat

Die Importpreise waren im Januar 2022 um 26,9 % höher als im Januar 2021. Eine höhere Vorjahresveränderung hatte es zuletzt im Oktober 1974 im Rahmen der ersten Ölpreiskrise gegeben (+28,8 % gegenüber Oktober 1973). Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr im Dezember 2021 bei +24,0 % gelegen, im November 2021 bei +24,7 %. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2021 stiegen die Importpreise im Januar 2022 um 4,3 %. Eine höhere Steigerung gegenüber einem Vormonat hatte es zuvor im Januar 1980 gegeben (+4,4 % gegenüber Dezember 1979).

Starker Preisanstieg ist nach wie vor insbesondere auf Entwicklung der Energiepreise zurückzuführen

Energieeinfuhren waren im Januar 2022 um 144,4 % teurer als im Januar 2021 (+12,9 % gegenüber Dezember 2021). Der hohe Anstieg im Vorjahresvergleich ist insbesondere durch die stark gestiegenen Preise für Erdgas begründet. Diese lagen im Januar 2022 mehr als viermal so hoch wie im Januar 2021 (+302,7 %). Deutlich teurer als vor einem Jahr waren auch Erdöl mit +66,8 % und Mineralerzeugnisse mit +73,2 %.

Elektrischer Strom war 212,5 % teurer als im Januar 2021. Gegenüber Dezember 2021 gaben die Preise aber deutlich nach (-23,4 %).

Die Preise für importierte Steinkohle lagen 161,1 % über denen von Januar 2021.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise waren die Importpreise im Januar 2022 um 14,5 % höher als im Januar 2021 und 2,5 % höher als im Vormonat Dezember 2021. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex um 24,1 % über dem Stand des Vorjahres (+3,7 % gegenüber Dezember 2021).

Höhere Preise für Vorleistungsgüter im Vorjahresvergleich vor allem bei Düngemitteln und Stickstoffverbindungen, Holz, Erzen, Metallen und Kunststoffen

Importierte Vorleistungsgüter waren im Januar 2022 um 24,5 % teurer als im Vorjahresmonat.

Gegenüber Januar 2021 wurden infolge der Energiepreisentwicklung wie schon im Vormonat insbesondere Düngemittel und Stickstoffverbindungen zu fast dreifach höheren Preisen importiert (+175,5 %). Deutlich teurer als im Januar 2021 waren außerdem vor allem Rohaluminium (+63,8 %), Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (+55,6 %), gesägtes und gehobeltes Holz (+42,4 %) sowie Kunststoffe in Primärformen (+40,8 %).

Die Preise für importierte Investitionsgüter lagen im Januar 2022 um 5,9 % über denen von Januar 2021. Teurer waren unter anderem Notebooks (+6,2 %), Maschinen (+6,1%), Kraftwagen und Kraftwagenteile (+4,7 %) sowie Smartphones (+4,5 %).

Importierte Verbrauchsgüter wurden binnen Jahresfrist 8,6 % teurer, Gebrauchsgüter 6,2 %.

Die Preise für importierte landwirtschaftliche Güter lagen 21,0 % über denen von Januar 2021. Während insbesondere Rohkaffee (+68,2 %) und Getreide (+29,8 %) gegenüber dem Vorjahresmonat weiterhin deutlich teurer waren, wurden lebende Schweine zu niedrigeren Preisen importiert (-0,6 %). Im Vormonatsvergleich stieg ihr Preis aber weiter an (+6,5 %).

Veränderungen der Exportpreise im Januar 2022

Der Index der Exportpreise lag im Januar 2022 um 11,9 % über dem Stand von Januar 2021. Eine größere Vorjahresveränderung hatte es zuletzt im Dezember 1974 gegeben (+15,2 % gegenüber Dezember 1973). Im Dezember 2021 und im November 2021 hatte die Jahresveränderungsrate bei +10,9 % beziehungsweise bei +9,9 % gelegen.

Gegenüber dem Vormonat Dezember 2021 stiegen die Exportpreise im Durchschnitt um 1,8 %. Seit Januar 1980 hatte es keine höhere Vormonatsveränderung mehr gegeben (+2,3 % gegenüber Dezember 1979).

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2022

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ifo Beschäftigungsbarometer legt zu (Februar 2022)

Die Bereitschaft der Unternehmen in Deutschland, Personal einzustellen, hat deutlich zugenommen. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im Februar auf 104,3 Punkte gestiegen, nach 102,5 Punkten im Januar. Die Hoffnungen auf ein Ende der Pandemie beflügelten die Personalpläne der Unternehmen.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 24.02.2022

Die Bereitschaft der Unternehmen in Deutschland, Personal einzustellen, hat deutlich zugenommen. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im Februar auf 104,3 Punkte gestiegen, nach 102,5 Punkten im Januar. Die Hoffnungen auf ein Ende der Pandemie beflügelten die Personalpläne der Unternehmen.

In der Industrie ist das Beschäftigungsbarometer gestiegen. Nahezu alle Branchen suchten neues Personal. Im Dienstleistungssektor hat der Indikator ebenfalls zugelegt. Selbst das Gastgewerbe will wieder einstellen. Der Handel profitiert am stärksten von den geplanten Lockerungen der Coronabeschränkungen und plant, mehr Mitarbeitende anzuwerben. Auch Unternehmen im Baugewerbe suchen vermehrt neue Kräfte.

Quelle: ifo Institut

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Konsumklima zwischen kurzfristigen Einbußen und mittelfristigen Erholungsaussichten

Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt im Februar 2022 ein uneinheitliches Bild. Während die Konjunkturaussichten etwas zulegen, müssen sowohl die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung gegenüber dem Vormonat Einbußen hinnehmen. So prognostiziert GfK für das Konsumklima für März -8,1 Punkte und damit 1,4 Punkte weniger als im Februar dieses Jahres (-6,7 Punkte).

GfK, Pressemitteilung vom 23.02.2022

Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt im Februar 2022 ein uneinheitliches Bild. Während die Konjunkturaussichten etwas zulegen, müssen sowohl die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung gegenüber dem Vormonat Einbußen hinnehmen. So prognostiziert GfK für das Konsumklima für März -8,1 Punkte und damit 1,4 Punkte weniger als im Februar dieses Jahres (-6,7 Punkte). Das sind Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Februar 2022.

Damit setzt das Konsumklima nach einer kurzen Verschnaufpause seinen Abwärtstrend fort. Eine im Februar rückläufige Sparneigung verhindert einen deutlicheren Rückgang der Konsumstimmung.

Noch im Vormonat sah es so aus, als könnte sich das Konsumklima erholen. Doch die zum Befragungszeitpunkt stark steigenden Infektionsraten in Verbindung mit hohen Inflationszahlen lassen den Konsumindikator wieder etwas abrutschen. „Vor allem die Erwartungen auf eine deutliche Entspannung bei der Preisentwicklung zu Jahresbeginn haben sich vorerst zerschlagen, denn die Inflationsrate bewegt sich weiter auf hohem Niveau.“, erklärt Rolf Bürkl, GfK-Konsumexperte. „Dennoch sind die Aussichten für die nächsten Monate durchaus positiv: Erst kürzlich wurde beschlossen, tiefgreifende Pandemiebeschränkungen aufzuheben. Das gibt Anlass zur Hoffnung, dass damit auch die Konsumlaune der Verbraucher wieder zurückkehrt. Würde dies von einem moderaten Preisauftrieb gestützt werden, könnte sich das Konsumklima endlich auch wieder langfristig erholen.“

Konjunkturerwartung legt leicht zu

Die Konjunkturstimmung der Verbraucher steigt zum zweiten Mal in Folge an. Mit einem Plus von 1,3 Punkten weist der Indikator 24,1 Punkte auf. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres liegt er mehr als 16 Zähler höher.

Die Verbraucher gehen offenbar davon aus, dass die deutsche Wirtschaft nach einem schwächeren ersten Quartal 2022 wieder kräftiger wachsen wird. Dabei soll auch der steigende private Konsum eine wichtige Rolle spielen. Es wird jedoch vor allem darauf ankommen, dass zum einen die Lieferkettenproblematik weiter entschärft wird und zum anderen wirksame Maßnahmen gegen die stark steigenden Preise, vor allem im Energiesektor, ergriffen werden.

Einkommensaussichten setzen Abwärtstrend fort

Nach einer kurzen Unterbrechung im Vormonat setzen die Einkommensaussichten ihren rückläufigen Trend seit Herbst 2021 fort. Der Indikator verliert 13 Punkte und sinkt damit auf 3,9 Punkte. Dies ist der niedrigste Wert seit über einem Jahr, im Januar 2021 wurden -2,9 Punkte gemessen.

Die derzeit größte Bedrohung für die Einkommenserwartung stellt die hohe Inflation dar. Hohe Preise bei Energie und Lebensmitteln schwächen die Kaufkraft. Da der Indikator Einkommenserwartung ein wesentlicher Bestandteil des Konsumklimas ist, ist es für eine nachhaltige und kräftige Erholung des privaten Konsums überaus wichtig, dass sich der Preisauftrieb wieder signifikant abschwächt. Dann werden sich auch die positiven Effekte der überaus stabilen Beschäftigungslage durchsetzen und den Konsum stützen.

Anschaffungsneigung verliert moderat

Im Sog der gesunkenen Einkommenserwartung muss auch die Anschaffungsneigung Einbußen hinnehmen. Mit einem Minus von 3,8 Punkten weist der Indikator nun 1,4 Punkte auf. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres beträgt das Minus 6 Zähler.

Trotz des aktuellen Rückgangs der Anschaffungsneigung sind die weiteren Aussichten für eine Erholung der Konsumstimmung durchaus günstig. Vor allem der Beschluss zur schrittweisen Aufhebung von Maßnahmen der Pandemiebekämpfung werden dafür sorgen, dass sich auch die Konsumneigung wieder erholen wird.

Quelle: GfK

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ifo Exporterwartungen nahezu unverändert (Februar 2022)

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren war im Februar gut. Die ifo Exporterwartungen sind auf 17,6 Punkte gefallen, von 17,7 Punkten im Januar. Die Exportindustrie erwartete weitere Zuwächse. Die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine könnten jedoch zu einer Zunahme der Unsicherheit führen.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 23.02.2022

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren war im Februar gut. Die ifo Exporterwartungen sind auf 17,6 Punkte gefallen, von 17,7 Punkten im Januar. Die Exportindustrie erwartete weitere Zuwächse. Die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine könnten jedoch zu einer Zunahme der Unsicherheit führen. Dies könnte die Handelsströme beeinflussen.

Die Nahrungsmittelindustrie rechnete mit neuen Aufträgen aus dem Ausland. In den letzten beiden Monaten waren noch leichte Rückgänge erwartet worden. Gleiches galt für die Hersteller von Bekleidung sowie Gummi- und Kunststoffwaren. Die Elektroindustrie berichtete von sehr guten Exportaussichten. Im Maschinenbau gab es einen kleinen Dämpfer. Jedoch rechnete auch er mit weiteren Aufträgen aus dem Ausland.

Quelle: ifo Institut

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ifo Geschäftsklimaindex steigt trotz Ukrainekrise (Februar 2022)

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich merklich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Februar auf 98,9 Punkte gestiegen, nach 96 Punkten im Januar. Die Zuspitzung der Krise um die Ukraine bleibt aber ein Risikofaktor.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 22.02.2022

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich merklich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Februar auf 98,9 Punkte gestiegen, nach 96,0 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im Januar. Die Unternehmen waren mit ihren laufenden Geschäften zufriedener. Die Erwartungen verbesserten sich sogar deutlich. Die deutsche Wirtschaft setzt auf ein Ende der Corona-Krise. Die Zuspitzung der Krise um die Ukraine bleibt aber ein Risikofaktor.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index deutlich gestiegen. Die Unternehmen waren merklich zufriedener mit ihrer aktuellen Lage. Auch ihre Erwartungen fielen optimistischer aus. Der Auftragsbestand legte erneut zu. Materialengpässe behindern jedoch weiterhin die Produktion.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima merklich verbessert. Die Indikatoren zur aktuellen Lage und den Erwartungen machten einen Sprung nach oben. In nahezu allen Dienstleistungsbereichen konnte der Geschäftsklimaindex zulegen. Im Gastgewerbe ist der Optimismus zurückgekehrt.

Auch im Handel ist der Geschäftsklimaindikator gestiegen. Die Händler waren deutlich zufriedener mit den laufenden Geschäften. Zudem hellten sich die Erwartungen merklich auf. Die Umsätze konnten im Vorjahresvergleich zulegen. Sowohl die Groß- als auch die Einzelhändler berichten allerdings weiter von Lieferengpässen.

Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima leicht verbessert. Dies war auf positivere Einschätzungen zur aktuellen Lage zurückzuführen. Der Ausblick fiel hingegen etwas pessimistischer aus.

Quelle: ifo Institut

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Exporte in Nicht-EU-Staaten im Januar 2022: voraussichtlich +9,4 % zum Dezember 2021

Im Januar 2022 sind die Exporte aus Deutschland in die Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) gegenüber Dezember 2021 um 9,4 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, wurden im Januar 2022 Waren im Wert von 56,3 Mrd. Euro exportiert. Die Exporte in Drittstaaten lagen 19,3 % über dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 22.02.2022

Exporte in Drittstaaten (kalender- und saisonbereinigt), Januar 2022

  • 56,3 Milliarden Euro
  • +9,4 % zum Vormonat
  • +10,5 % zum Vorjahresmonat

Exporte in Drittstaaten (Originalwerte), Januar 2022

  • 50,1 Milliarden Euro
  • +14,6 % zum Vorjahresmonat

Im Januar 2022 sind die Exporte aus Deutschland in die Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) gegenüber Dezember 2021 kalender- und saisonbereinigt um 9,4 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, wurden im Januar 2022 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 56,3 Milliarden Euro exportiert. Die Exporte in Drittstaaten lagen kalender- und saisonbereinigt 19,3 % über dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

Nicht kalender- und saisonbereinigt wurden nach vorläufigen Ergebnissen im Januar 2022 Waren im Wert von 50,1 Milliarden Euro in Drittstaaten exportiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2021 stiegen die Exporte um 14,6 %.

Wichtigster Handelspartner für die deutschen Exporteure waren im Januar 2022 die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden Waren im Wert von 9,9 Milliarden Euro exportiert. Damit stiegen die Exporte in die Vereinigten Staaten gegenüber Januar 2021 um 17,6 %. In die Volksrepublik China wurden Waren im Wert von 8,1 Milliarden Euro exportiert, das waren 7,2 % mehr als im Vorjahresmonat. Die Exporte in das Vereinigte Königreich stiegen im Vorjahresvergleich um 23,4 % auf 5,3 Milliarden Euro.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2022

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Inflationsraten voraussichtlich bis Ende 2024 über Zwei-Prozent-Marke

Die derzeit sehr hohen Inflationsraten im Euroraum werden lt. ZEW voraussichtlich das gesamte Jahr 2022 deutlich über der EZB-Zielmarke von zwei Prozent bleiben, bevor sie mittel- und langfristig allmählich zurückgehen. Hohe Energiepreise, Rohstoffknappheit und Unterbrechungen in den internationalen Lieferketten gelten als Hauptursachen für die hohe Inflation, die vermutlich länger anhalten wird als bisher prognostiziert. Dementsprechend wird erwartet, dass die EZB ihren Hauptrefinanzierungssatz in den kommenden Jahren anheben wird, wenn auch nur schrittweise.

ZEW, Pressemitteilung vom 21.02.2022

Für das laufende Jahr liegen die Inflationsprognosen bei durchschnittlich 3,8 Prozent. Obwohl die Inflationsraten in den nächsten zwei Jahren allmählich zurückgehen dürften, wird für 2023 mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von 2,7 Prozent gerechnet. Für 2024 liegt die durchschnittliche Prognose bei 2,3 Prozent. Längerfristig wird mit einer niedrigeren Inflation gerechnet: 53 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Inflationsraten in den Jahren 2025-2030 niedriger sein werden als in den Jahren 2022-2024. Etwa 22 Prozent glauben, dass sie ähnlich hoch sein werden, und 23 Prozent, dass sie höher sein werden.

„Mit einem Anteil von 53 Prozent erwartet nur eine knappe Mehrheit der Finanzmarktexperten/-innen, dass sich die Inflation im Zeitraum 2025-2030 im Vergleich zu ihren Prognosen für den Zeitraum 2022-2024 abschwächen wird. Die übrigen Befragten glauben derzeit eher, dass die Zeiten, in denen die Inflation im Euroraum eher zu niedrig als zu hoch war, vorerst vorbei sind,“ sagt Frank Brückbauer, Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich „Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement“.

Energiepreise, Rohstoffknappheit und internationale Lieferengpässe gelten als Hauptfaktoren

Die Befragten gaben die hohen Energiepreise, Rohstoffknappheit und Unterbrechungen der internationalen Lieferketten als die wichtigsten Ursachen für die prognostizierte höhere Inflation im Zeitraum 2022-2024 an. Diese drei Faktoren hatten einen positiven Einfluss auf die Inflationsprognosen von 91, 88 bzw. 81 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für diesen Zeitraum.

„In der letzten Umfrage im November 2021 nahmen die Befragten an, dass der inflationstreibende Einfluss dieser Faktoren nur vorübergehend sei und in den Jahren 2022 und 2023 abklingen würde. Die Prognosen der Februar-Umfrage deuten nun darauf hin, dass diese Faktoren einen dauerhafteren Einfluss haben könnten“, sagt Thibault Cézanne, ebenfalls Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich „Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement“.

Ein weiterer, strukturellerer Faktor, der sich aus Sicht von 61 Prozent der Befragten positiv auf die Inflationsprognosen auswirkte, ist die Energiewende. „Die Expertinnen und Experten sehen die Haupttreiber der Inflation in steigenden Energiepreisen, der Verknappung von Rohstoffen und internationalen Versorgungsengpässen. Weitgehend unabhängig von der Pandemie ist der Einfluss der grünen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft, die an vierter Stelle steht, aber auch langfristig als wichtiger Inflationstreiber gesehen wird“, so Brückbauer.

Anstieg des Euro-Zinssatzes vor allem aufgrund der grünen Transformation erwartet

Im Einklang mit diesen Inflationsprognosen wird erwartet, dass der Hauptrefinanzierungssatz der EZB im Laufe der Zeit schrittweise und kontinuierlich steigt. Die Grenzen des mittleren 90-prozentigen Konfidenzintervalls liegen voraussichtlich bei -0,1 und 0,15 Prozent für einen Zeitraum von sechs Monaten und steigen auf 0,07 und 0,40 Prozent für das Ende des Jahres 2022 an, bevor sie Ende 2024 bei 0,57 und 1,28 Prozent stehen. Es wird erwartet, dass der Hauptrefinanzierungssatz der EZB langfristig weiter steigen wird: 66 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass er im Zeitraum 2025-2030 höher sein wird als im Zeitraum 2022-2024, während 29 Prozent von einem ähnlichen Niveau ausgehen und nur vier Prozent ein niedrigeres Niveau erwarten.

„Mittel- und langfristig erwartet die Mehrheit der Finanzmarktexperten, dass die Zinsen im Euroraum weiter steigen werden“, sagt Frank Brückbauer.

Quelle: ZEW

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Förderung zur energieeffizienten Sanierung von Gebäuden startet ab 22.02.2022 wieder

Ab 22. Februar 2022 können wieder neue Anträge bei der KfW für Sanierungsmaßnahmen gestellt werden. Das teilt das BMWK mit.

BMWK, Pressemitteilung vom 21.02.2022

Ab 22. Februar 2022 können wieder neue Anträge bei der KfW für Sanierungsmaßnahmen gestellt werden. Die Sanierungsförderung im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) startet damit wieder. Die Förderbedingungen für Sanierungsmaßnahmen bleiben unverändert.

Die KfW hatte in einem ersten Schritt bereits begonnen alle förderfähigen Altanträge zu bearbeiten, die bis zum vorläufigen Antragsstopp am 23. Januar 2022, 24:00 Uhr eingegangen waren. Diese Anträge werden von der KfW zeitnah nach den bisherigen Programmkriterien geprüft und – bei Förderfähigkeit – genehmigt. In einem zweiten Schritt kann ab morgen auch die Sanierungsförderung wieder starten.

Zur neu aufzusetzenden EH40-Neubauförderung laufen derzeit intensive Abstimmungen innerhalb der Bundesregierung.

In der vergangenen Woche hatte die Bundesregierung zusammen mit dem Haushaltsausschuss des Bundestages neue Mittel für die BEG von rd. 9,5 Mrd. Euro bereitgestellt, die zur Abarbeitung der bis 23. Januar 2022, 24:00 Uhr gestellten Altanträge, zur Wiederaufnahme der Sanierungsförderung und zur Neuauflage der EH40 Neubauförderung bestimmt sind und die Finanzierung bis zur Verabschiedung des regulären Haushaltes sichern.

Quelle: BMWK

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Zeit für den digitalen Aufbruch

Neue Kundenansprüche, die Aussicht auf Kostensenkungen und nicht zuletzt die Ausweitung des flexiblen Arbeitens infolge der COVID-19-Pandemie sind lt. DIHK wichtige Treiber für die digitale Transformation in den Betrieben. Zudem verspricht die Umsetzung neuer Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen enorme Potenziale. In der Praxis stehen die Betriebe jedoch vor zahlreichen Hindernissen; größere Digitalisierungssprünge bleiben aus. Neben mangelnden zeitlichen, finanziellen und personellen Ressourcen spielen IT-Risiken eine Rolle. Es fehlt aber auch an einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur.

DIHK, Mitteilung vom 18.02.2022

„Deutschland braucht einen umfassenden digitalen Aufbruch“ – so steht es im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung. In der deutschen Wirtschaft ist diese Aufbruchstimmung angekommen. Die Unternehmen haben die Chancen der Digitalisierung erkannt und ihre Anstrengungen im vergangenen Jahr auch angesichts der Pandemie verstärkt. Doch die digitale Transformation bleibt für die Betriebe eine echte Herausforderung. Grund dafür sind zahlreiche interne Hindernisse bei der Umsetzung im Betrieb sowie unzureichende Rahmenbedingungen. Das zeigt die aktuelle DIHK-Digitalisierungsumfrage unter bundesweit knapp 4.300 Unternehmen.

Digitalisierung schafft Möglichkeiten

Als Hauptmotiv für die Digitalisierung nennen die Betriebe die Ausweitung des flexiblen Arbeitens, das nicht zuletzt durch die COVID-19-Pandemie besonders dringlich geworden ist. Auch sich verändernde Kundenansprüche und angestrebte Kosteneinsparungen sind wichtige Treiber. Doch Digitalisierung dient nicht nur der Optimierung und Flexibilisierung bestehender Prozesse – enormes Potenzial sehen die Unternehmen auch in der strategischen Unternehmensentwicklung sowie in neuen Geschäftsmodellen, Produkten und Dienstleistungen.

Unternehmen sehen weiterhin Defizite bei sich

Doch trotz intensiver Bemühungen fällt es den Betrieben schwer, mit der rasanten Geschwindigkeit des Wandels mitzuhalten. So schätzen sie ihren eigenen Digitalisierungs-Stand wie schon im Vorjahr insgesamt als eher nur „befriedigend“ ein. Größere Digitalisierungssprünge bleiben über die Branchen hinweg aus.

Innerhalb des Unternehmens bereiten die hohe Komplexität bei der Umstellung von Prozessen sowie fehlende zeitliche und finanzielle Ressourcen Schwierigkeiten. Auch der Mangel an IT-Fachkräften und digitalen Kompetenzen macht den Unternehmen zu schaffen. Bei der Frage, welche Kompetenzen vor allem geschult werden sollten, nennen die Unternehmen an erster Stelle das Digitale Mindset. Sie haben erkannt, dass die Digitalisierung mit einem Kulturwandel einhergeht und tiefergreifende strukturelle Veränderungen erfordert. Das macht die digitale Transformation zu einer Daueraufgabe.

Bedrohung durch IT-Risiken nimmt zu

Die Unternehmen müssen sich zudem mit den Gefahren durch IT-Risiken auseinandersetzen und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen treffen. Die Cyber-Angriffe im vergangenen Jahr haben die Notwendigkeit deutlicher denn je gezeigt. Zwar haben die Betriebe die Gefahren erkannt und technische Vorkehrungen getroffen, in dem sie zum Beispiel konsequent Back-ups (Sicherheitskopien) erstellen. Insbesondere bei den innerorganisatorischen Anpassungen wie etwa regelmäßigen Mitarbeiterschulungen sehen sie noch Luft nach oben.

Unternehmen benötigen Unterstützung beim digitalen Aufbruch

Aus Sicht der Betriebe fehlt es aber auch an den richtigen Rahmenbedingungen, um die digitale Transformation erfolgreich umsetzen zu können. Ein besonders großes Defizit wird im Bereich der digitalen Infrastruktur gesehen: 29 Prozent der Unternehmen geben an, über kein ausreichend schnelles Internet am eigenen Standort zu verfügen. Dadurch können wesentliche Digitalisierungspotenziale nicht genutzt werden. Auch die komplexen regulatorischen Rahmenbedingungen und daraus resultierende rechtliche Unsicherheiten bremsen den digitalen Aufbruch.

Damit dieser gelingen kann, benötigen die Betriebe bessere Voraussetzungen. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur (Glasfaseranschlüsse und Mobilfunk) hat für sie dabei höchste Priorität. Eine digitale Verwaltung und gut ausgebildete Fachkräfte mit Digitalkompetenzen sind weitere zentrale Voraussetzungen. Die Unternehmen wünschen sich außerdem mehr Unterstützungsangebote – zum Beispiel beim Thema IT-Sicherheit. Viele dieser Punkte verspricht die neue Bundesregierung laut Koalitionsvertrag anzugehen. Nun heißt es, keine Zeit zu verlieren, denn der digitale Wandel wartet nicht.

Quelle: DIHK

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