ifo Geschäftsklima Ostdeutschland auf Talfahrt (Dezember 2021)

Die Stimmung der ostdeutschen Unternehmen fiel im Dezember deutlich. Der ifo Geschäftsklimaindex für die gesamte regionale Wirtschaft setzte seine Abwärtsbewegung fort und sank auf 96,0 Punkte, von 97,5 im November.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 10.01.2022

Die Stimmung der ostdeutschen Unternehmen fiel im Dezember deutlich. Der ifo Geschäftsklimaindex für die gesamte regionale Wirtschaft setzte seine Abwärtsbewegung fort und sank auf 96,0 Punkte, von 97,5 im November. Die Lageeinschätzungen der befragten Unternehmen sanken spürbar. Gleichzeitig gingen ihre Erwartungen im Vergleich zum Vormonat leicht zurück.

Im ostdeutschen Verarbeitenden Gewerbe erwärmte sich das Geschäftsklima im Dezember leicht. Die befragten Industrieunternehmen bewerteten sowohl ihre laufenden Geschäfte als auch ihren Ausblick etwas besser als noch im November. Der Pessimismus bezüglich des neuen Jahres bleibt allerdings vorerst bestehen.

Im ostdeutschen Dienstleistungssektor ging der ifo Geschäftsklimaindex im Dezember spürbar zurück. Die befragten Dienstleistungsunternehmen senkten ihre Lageeinschätzungen deutlich. Gleichzeitig korrigierten sie ihre Erwartungen für die kommenden Monate merklich nach unten. Der Pessimismus bezüglich der ersten Jahreshälfte 2022 nimmt zu.

Im ostdeutschen Handel verschlechterte sich die Stimmung im Dezember deutlich. Im Einzel- und Großhandel verliefen die Teilindizes Lage und Erwartung gegensätzlich. Während sich im Großhandel die Lageeinschätzungen etwas verbesserten, nahmen die Geschäftserwartungen im Einzelhandel geringfügig zu. Insgesamt ging das Klima aber in beiden Bereichen zurück.

Im ostdeutschen Bauhauptgewerbe kühlte sich das Geschäftsklima im Dezember merklich ab. Die befragten Bauunternehmen bewerteten ihre laufenden Geschäfte etwas weniger gut als im Vormonat. Gleichzeitig senkten sie ihren Ausblick auf die kommenden Monate spürbar.

Quelle: ifo Institut

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Materialengpässe am Bau gehen zurück

Die Materialknappheit auf den deutschen Baustellen hat sich zum Jahresende leicht gebessert. Auf dem Hochbau haben im Dezember noch 31,3 Prozent der Unternehmen Lieferprobleme erlebt, im Vormonat waren es 34,5 Prozent. Das geht aus einer Umfrage des ifo Instituts hervor.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 07.01.2022

Die Materialknappheit auf den deutschen Baustellen hat sich zum Jahresende leicht gebessert. Auf dem Hochbau haben im Dezember noch 31,3 Prozent der Unternehmen Lieferprobleme erlebt, im Vormonat waren es 34,5 Prozent. Das geht aus einer Umfrage des ifo Instituts hervor. Im Tiefbau sind 23,1 Prozent betroffen, nach 28,7 Prozent im November. „Trotz der aktuellen Verbesserungen bleibt die Lage angespannt. Die Werte sind im langfristigen Vergleich immer noch außergewöhnlich hoch“, sagt ifo Forscher Felix Leiss.

Bei Holz und bei Stahl zeichnet sich eine gewisse Entspannung ab, dennoch wurden in beiden Fällen noch Engpässe gemeldet. Dämmmaterial und (andere) Kunststoffprodukte bleiben problematisch. „Die erheblich gestiegenen Materialpreise setzten die Bauunternehmen zusätzlich unter Druck. Insbesondere auf dem Hochbau planen die Betriebe, die Kosten in den kommenden Monaten an die Bauherren weiterzugeben. Aber auch im Tiefbau werden vielerorts Preisanpassungen angepeilt“, ergänzt Leiss.

Quelle: ifo Institut

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Exporte im November 2021: +1,7 % zum Oktober 2021

Im November 2021 sind die Exporte in Deutschland gegenüber Oktober 2021 kalender- und saisonbereinigt um 1,7 % und die Importe um 3,3 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, lagen die Exporte kalender- und saisonbereinigt 5,7 % und die Importe 17,5 % höher als im Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 07.01.2022

Exporte liegen 5,7 % über dem Vorkrisenniveau von Februar 2020

Exporte, November 2021

  • 125,7 Milliarden Euro
  • +1,7 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
  • +12,1 % zum Vorjahresmonat

Importe, November 2021

  • 113,7 Milliarden Euro
  • +3,3 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
  • +19,3 % zum Vorjahresmonat

Außenhandelsbilanz, November 2021

  • 12,0 Milliarden Euro
  • 10,9 Milliarden Euro (kalender- und saisonbereinigt)

Leistungsbilanz nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank, November 2021

  • 18,9 Milliarden Euro

Im November 2021 sind die Exporte in Deutschland gegenüber Oktober 2021 kalender- und saisonbereinigt um 1,7 % und die Importe um 3,3 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, lagen die Exporte kalender- und saisonbereinigt 5,7 % und die Importe 17,5 % höher als im Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

Im November 2021 wurden Waren im Wert von 125,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 113,7 Milliarden Euro importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2020 stiegen die Exporte im November 2021 damit um 12,1 % sowie die Importe um 19,3 %. Damit wurde bei den Importen nominal im zweiten Monat in Folge der höchste je gemessene Monatswert in der Außenhandelsstatistik verzeichnet.

Die Außenhandelsbilanz schloss im November 2021 mit einem Überschuss von 12,0 Milliarden Euro ab. Im November 2020 hatte der Saldo der Außenhandelsbilanz 16,8 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz im November 2021 bei 10,9 Milliarden Euro.

Die Leistungsbilanz schloss unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel (+13,6 Milliarden Euro), Dienstleistungen (+1,6 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+9,8 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (-6,1 Milliarden Euro) im November 2021 mit einem Überschuss von 18,9 Milliarden Euro ab. Im November 2020 hatte die Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 21,7 Milliarden Euro ausgewiesen.

Außenhandel mit EU-Staaten

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im November 2021 Waren im Wert von 67,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 60,4 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber November 2020 stiegen die Exporte in die EU-Staaten um 14,0 % und die Importe aus diesen Staaten um 16,3 %. In die Staaten der Eurozone wurden im November 2021 Waren im Wert von 47,2 Milliarden Euro (+14,4 %) exportiert und Waren im Wert von 41,6 Milliarden Euro (+20,9 %) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden im November 2021 Waren im Wert von 20,8 Milliarden Euro (+13,0 %) exportiert und Waren im Wert von 18,9 Milliarden Euro (+7,3 %) von dort importiert.

Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten

In die Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) wurden im November 2021 Waren im Wert von 57,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 53,2 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber November 2020 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 10,0 % und die Importe von dort um 22,8 % zu.

Außenhandel mit dem Vereinigten Königreich

Die Exporte in das Vereinigte Königreich sanken im November 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,9 % auf 6,1 Milliarden Euro. Die deutschen Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 7,9 % auf 2,9 Milliarden Euro ab. Eine Auswahl weiterer statistischer Indikatoren, bei denen von einem Einfluss des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU auszugehen ist, bietet der „Brexit-Monitor“ auf der Website des Statistischen Bundesamtes.

Außenhandel mit weiteren ausgewählten Staaten

Im November 2021 sanken die Exporte in die Volksrepublik China gegenüber November 2020 um 4,2 % auf 8,9 Milliarden Euro. Die Exporte in die Vereinigten Staaten nahmen um 14,7 % auf 11,0 Milliarden Euro zu.

Die meisten Importe kamen im November 2021 aus der Volksrepublik China nach Deutschland. Von dort wurden Waren im Wert von 14,1 Milliarden Euro eingeführt (+29,8 % zum Vorjahresmonat). Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen im November 2021 um 7,9 % auf einen Wert von 6,3 Milliarden Euro.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2022

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Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im November 2021

Wie das BMWi mitteilt, ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im November gegenüber dem Vormonat mit einer Verändungsrate von -0,2 % nahezu konstant geblieben.

BMWi, Pressemitteilung vom 07.01.2022

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes1 ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im November gegenüber dem Vormonat mit einer Verändungsrate von -0,2 % nahezu konstant geblieben.2 Der Ausstoß in der Industrie erhöhte sich um 0,2 %, während die Herstellung im Baugewerbe um 0,8 % abnahm.

Die Industrieproduktion wird seit Anfang 2021 durch Lieferengpässe bei wichtigen Vorleistungsgütern und Rohstoffen gebremst. Dadurch wurde sie im vergangenen Sommer teilweise deutlich zurückgefahren. Nach einem substanziellen Plus im Oktober deutet die Seitwärtsbewegung im November auf eine einsetzende Stabilisierung im Verarbeitenden Gewerbe hin.

Im November zog erneut der gewichtige Kfz-Bereich (+4,1 %) den Produktionsindex nach oben, auch wenn die Kfz-Produktion immer noch weit unter Vorkrisenniveau liegt. Im Maschinenbau sank die Herstellung hingegen um 3,6 %. Beide Industriezweige sind seit Monaten besonders von den Knappheiten bei Halbleitern beeinträchtigt.

Die aktuelle Indikatorenlage legt einen verhaltenen Optimismus für die Industriekonjunktur nahe. Der gestoppte negative Trend in der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe wird flankiert durch positive Stimmungsindikatoren am aktuellen Rand. Dennoch dürften die Beeinträchtigungen durch Lieferengpässe noch einige Monate anhalten. Nach deren Auflösung ist – angesichts voller Auftragsbücher – mit einem dynamischen Wachstum zu rechnen.

Fußnoten

[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 7. Januar 2022.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).

Quelle: BMWi

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Nach Schätzungen des IfM Bonn stehen bis 2026 jährlich rund 38.000 Übergaben an

Für insgesamt rund 190.000 Unternehmen steht nach Schätzungen des IfM Bonn in den kommenden fünf Jahren eine Nachfolge an, weil die Eigentümerinnen und Eigentümer aufgrund von Alter, Krankheit oder Tod aus der Geschäftsführung ausscheiden.

IfM Bonn, Pressemitteilung vom 06.01.2022

Nachfolger oder Nachfolgerin gesucht!

Für insgesamt rund 190.000 Unternehmen steht nach Schätzungen des IfM Bonn in den kommenden fünf Jahren eine Nachfolge an, weil die Eigentümerinnen und Eigentümer aufgrund von Alter, Krankheit oder Tod aus der Geschäftsführung ausscheiden. Fast die Hälfte der Übernahmen werden im Bereich der Unternehmensnahen Dienstleistungen stattfinden und über ein Viertel im Produzierenden Gewerbe. Dagegen dürfte es bei Unternehmen, die personenbezogene Dienstleistungen anbieten (z. B. Gastgewerbe, Gesundheits-/Sozialwesen, Kunst, Unterhaltung, Erholung, Erziehung und Unterricht), sowie im Handel deutlich seltener zu einer Übernahme kommen.

Die meisten Übergaben in Relation zum Unternehmensbestand werden in Bremen und Niedersachsen erwartet: 59 bzw. 56 Übergaben je 1.000 Unternehmen. Dies beruht im Fall von Bremen auf einer vergleichsweise hohen Zahl an Unternehmen im Wirtschaftsbereich Unternehmensnahe Dienstleistungen – einem Wirtschaftszweig, der hohe Bedeutung für das Nachfolgegeschehen im Allgemeinen besitzt. In Niedersachsen gibt es hingegen viele Unternehmen in der mittleren Umsatzgrößenklasse, in der gleichfalls viele Übergaben stattfinden.

Die niedrigste Zahl an Übergaben im Vergleich zum Unternehmensbestand wird mit 44 je 1.000 Unternehmen in Berlin erwartet. Hier gibt es zwar auch überproportional viele Unternehmen im Bereich der Unternehmensnahen Dienstleistungen. Mehrheitlich gehören sie aber den kleinsten Umsatzgrößenklassen an, in denen sich oftmals eine Übernahme nicht lohnt.

Corona-Pandemie wirkt sich in unterschiedlicher Weise aus

„Die Corona-Pandemie dürfte das Nachfolgegeschehen vorrangig bei den familienexternen Übergaben tangieren. Diese machen jedoch weniger als 30 % aller Nachfolgeregelungen aus“, berichtet Studienleiterin Dr. Nadine Schlömer-Laufen. Alteigentümerinnen und Alteigentümer, die aktuell einen Verkauf anstreben, müssten in diesen Fällen unter Umständen niedrigere Kaufpreise akzeptieren. Andere werden hingegen ihre Nachfolgepläne so lange hinausschieben, bis sich die wirtschaftliche Lage wieder normalisiert hat. Eine andere Folge der Pandemie könnte aber auch sein, dass jüngere Unternehmer und Unternehmerinnen aufgrund einer Corona-Infektion und deren Langzeitfolgen zu einer frühzeitigeren Nachfolgeregelung gezwungen sein könnten.

Insgesamt erwarten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IfM Bonn, dass wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen trotz demografischem Wandel und Fachkräftemangel eine Nachfolgelösung finden werden.
Da keine amtliche Statistik vorhanden ist, die verlässlich Auskunft über das Nachfolgegeschehen gibt, ermittelt das IfM Bonn seit Mitte der 1990er Jahre die Anzahl der Unternehmensnachfolgen mittels eines speziell hierfür entwickelten Schätzverfahrens. Ein Vergleich mit der Anzahl der Übergaben, die laut Gewerbeanzeigenstatistik tatsächlich erfolgten, hat belegt, dass das Schätzverfahren des IfM Bonn den tatsächlichen Umfang an Unternehmensnachfolgen gut abbildet.

Quelle: IfM Bonn, 2022

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Inflationsrate im Dezember 2021 voraussichtlich +5,3 %

Die Inflationsrate in Deutschland wird im Dezember 2021 voraussichtlich +5,3 % betragen. Gegenüber November 2021 steigen die Verbraucherpreise voraussichtlich um 0,5 %. Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen mitteilt, wird die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2021 voraussichtlich bei 3,1 % liegen.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 06.01.2022

Verbraucherpreisindex, Dezember 2021

  • +5,3 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
  • +0,5 % zum Vormonat (vorläufig)
  • +3,1 % im Jahresdurchschnitt 2021 gegenüber 2020 (vorläufig)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Dezember 2021

  • +5,7 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
  • +0,3 % zum Vormonat (vorläufig)
  • +3,2 % im Jahresdurchschnitt 2021 gegenüber 2020 (vorläufig)

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucher­preisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – wird im Dezember 2021 voraussichtlich +5,3 % betragen. Gegenüber November 2021 steigen die Verbraucherpreise voraussichtlich um 0,5 %. Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, wird die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2021 voraussichtlich bei 3,1 % liegen.

Die hohen Inflationsraten seit Juli 2021 haben eine Reihe von Gründen, darunter Basiseffekte durch niedrige Preise im Jahr 2020. Hier wirken sich insbesondere die temporäre Senkung der Mehrwertsteuersätze und der Preisverfall der Mineralölprodukte erhöhend auf die aktuelle Gesamtteuerung aus. Neben den temporären Basiseffekten aus der Vergangenheit wirken zunehmend krisenbedingte Effekte, wie Lieferengpässe und die deutlichen Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen, die sich ebenfalls im Verbraucherpreisindex niederschlagen.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2022

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Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im November 2021

Wie das BMWi mitteilt, sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im November gegenüber dem Vormonat um 3,7 % gestiegen, nachdem für den Berichtsmonat Oktober noch ein Rückgang von 5,8 % berichtet wurde.

BMWi, Pressemitteilung vom 06.01.2022

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes1 sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im November gegenüber dem Vormonat um 3,7 % gestiegen, nachdem für den Berichtsmonat Oktober noch ein Rückgang von 5,8 % berichtet wurde.2 Die Bestellungen von Investitionsgütern verzeichneten einen deutlichen Anstieg um 5,3 %, während die Produzenten von Vorleistungs- und Konsumgütern um 1,2 % bzw. 3,8 % zulegten. Ohne Berücksichtigung von Großaufträgen nahm das Ordervolumen um 3,8 % zu.

Nach zwei sehr kräftigen Rückgängen der Bestellungen im August und Oktober 2021 erfolgte im November wieder eine merkliche Erholung der Auftragseingänge. Den Ausschlag hierfür gab die starke Nachfrage aus dem Euroraum (+13,1 %) und dem Nicht-Euroraum (+5,0 %). Die Bestellungen aus dem Inland waren hingegen rückläufig ( 2,5 %). Die gewichtigen Bereiche Kfz und Maschinenbau legten beide deutlich zu (+7,0 % bzw. +2,0 %). Für die konjunkturellen Aussichten liefert dies einen positiven Impuls, wenngleich die wirtschaftliche Aktivität durch bestehende Lieferengpässe weiterhin belastet wird. Insgesamt lagen die Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe im November 2021 um 1,3 % über dem Niveau des Vorjahres.

Fußnoten

[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 6. Januar 2022.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).

Quelle: BMWi

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Welthandel von Omikron bislang unbeeindruckt

Anders als in der ersten großen Pandemiewelle zeigt der Welthandel bisher keine negativen Ausschläge angesichts der in vielen Ländern grassierenden Omikron-Variante. Der Kiel Trade Indicator signalisiert nach dem jüngsten Datenupdate ein leichtes Plus im Welthandel (0,8 %). Insgesamt zeigen die Einzelindikatoren allerdings weiterhin ein gemischtes Bild für die Handelsströme. Ein kräftiger Aufholprozess ist nicht sichtbar.

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Omikron-Virusvariante überschattet Trendwende beim Kreditneugeschäft

Der von KfW Research berechnete Rückgang des Kreditneugeschäfts mit Unternehmen und Selbstständigen fiel im dritten Quartal mit 7,6 % (gleitendes 2-Quartals-Mittel) wie erwartet noch einmal deutlich aus. Dennoch deutet sich damit bereits eine vorsichtige Trendwende am Unternehmenskreditmarkt an, hat sich die Schrumpfungsrate doch im Vergleich zum historisch schlechten Vorquartal (-12,7 %) erheblich abgeschwächt.

KfW, Pressemitteilung vom 30.12.2021

  • Rückgang ggü. Vorjahr schwächt sich ab auf -7,6 % im 3. Quartal 2021
  • Leicht positive Wachstumsrate im vierten Quartal erwartet
  • Nachhaltige Erholung am Unternehmenskreditmarkt erst in zweiter Jahreshälfte 2022

Der von KfW Research berechnete Rückgang des Kreditneugeschäfts mit Unternehmen und Selbstständigen fiel im dritten Quartal mit 7,6 % (gleitendes 2-Quartals-Mittel) wie erwartet noch einmal deutlich aus. Dennoch deutet sich damit bereits eine vorsichtige Trendwende am Unternehmenskreditmarkt an, hat sich die Schrumpfungsrate doch im Vergleich zum historisch schlechten Vorquartal (-12,7 %) erheblich abgeschwächt. Bereits im laufenden Schlussquartal dürfte der Kreditmarkt wieder ins Positive drehen, wenn auch nur knapp. Eine nachhaltige Erholung am Kreditmarkt dürfte jedoch aufgrund des Auftretens der Omikron-Virusvariante auf sich warten lassen.

Im dritten Quartal hat der Anteil der Unternehmen in Kreditverhandlungen mit Banken in allen Größenklassen einen neuen Tiefstwert seit dem Beginn der Befragung erreicht. Von allen mittelständischen Unternehmen gaben nur noch 17,7 % an, um ein Bankdarlehen nachgesucht zu haben. Zugleich änderte sich über die Sommermonate hinweg an der Angebotspolitik der Institute wenig. Die Kreditzugangsbarrieren blieben insgesamt auf moderat erhöhtem Niveau stabil. Trotz steigender Inflation und aufkommender Debatte um den richtigen Zeitpunkt geldpolitischer Straffung sehen wir am Unternehmenskreditmarkt weiterhin rekordniedrige Zinskosten.

Für das laufende vierte Quartal geht KfW Research von einem leichten Wachstum des Unternehmenskreditgeschäfts im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 1 % aus. In erheblichem Umfang ursächlich dafür ist zwar der Wegfall des negativen Basiseffekts, der bislang aufgrund des starken Finanzierungsbedarfs zu Beginn der Pandemie das Kreditwachstum gedämpft hatte. Aber auch der externe Finanzierungsbedarf der Unternehmen dürfte etwas stärker zunehmen als gedacht. Neben der verbesserten wirtschaftlichen Lage spielt hier der aktuelle Inflationsdruck eine Rolle.

Die hartnäckigen Lieferengpässe sorgen über verschiedene Wirkungskanäle derzeit für Störungen des Wirtschaftsgeschehens. Zum einen erzeugen sie zusammen mit dem Energiemarkt einen Preisauftrieb. Betriebsmittel, für den Absatz bestimmte Waren und Investitionsprojekte verteuern sich. Damit steigt auch der damit verbundene Mittelbedarf. Zum anderen haben die Knappheiten zu einem erheblichen Auftragsstau im Verarbeitenden Gewerbe geführt. Dies hat mit hoher Wahrscheinlichkeit auch das eine oder andere Investitionsvorhaben verzögert. Erste Daten für die Industrieproduktion für das vierte Quartal sind nun positiv ausgefallen. Damit steht zu vermuten, dass es zum Jahresende zu einer (kleinen) ausgleichenden Aufholbewegung kommt.

Mit dem Auftreten der Omikron-Virusvariante werden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen allerdings erneut erheblich gestört. Das Umfeld für Investitionen trübt sich ein, die Lieferengpässe könnten sich verlängern, neue Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie sind wahrscheinlich.

„Die Omikron-Variante des Coronavirus überschattet die Erholung am Kreditmarkt“, sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. „Grundsätzlich sind 2022 die Voraussetzungen für eine kräftigere Investitionstätigkeit und Kreditvergabe gegeben, vor allem wegen der guten Auftragslage der Industrie und anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen. Außerdem sind während der Pandemie Investitionen aufgeschoben worden, so dass mit Nachholeffekten zu rechnen ist. Omikron beschert uns nun aber neue Unsicherheit, insbesondere was den zeitlichen Verlauf der Erholung angeht. Ich rechne zurzeit erst in der zweiten Jahreshälfte mit einer Beschleunigung des Kreditwachstums.“

Quelle: KfW

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IT-Fachkräftelücke wird größer: 96.000 offene Jobs

Für die Digitalisierung der Wirtschaft fehlt immer mehr Personal. Branchenübergreifend ist die Zahl freier Stellen für IT-Fachkräfte 2021 auf 96.000 gestiegen. Das sind 12 Prozent mehr als im Vorjahr, als quer durch alle Branchen 86.000 Jobs unbesetzt blieben. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Bitkom-Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte.

Bitkom, Pressemitteilung vom 03.01.2022

  • Anzahl freier Stellen für IT-Expertinnen und -Experten nimmt um 12 Prozent zu
  • Zwei von drei Unternehmen erwarten weitere Verschärfung der Personalnot

Für die Digitalisierung der Wirtschaft fehlt immer mehr Personal. Branchenübergreifend ist die Zahl freier Stellen für IT-Fachkräfte 2021 auf 96.000 gestiegen. Das sind 12 Prozent mehr als im Vorjahr, als quer durch alle Branchen 86.000 Jobs unbesetzt blieben. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Bitkom-Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte. Grundlage ist eine repräsentative Befragung von mehr als 850 Unternehmen aller Branchen. Seit Ersterhebung 2011 war die Anzahl vakanter Jobs nur einmal höher: im Vor-Corona-Jahr 2019 mit 124.000. Für Ende 2021 konstatieren zwei Drittel der Unternehmen (65 Prozent) einen Mangel an IT-Fachkräften. Ebenso viele (66 Prozent) erwarten, dass sich der IT-Fachkräftemangel in Zukunft weiter verschärfen wird. „Digitalisierung ist die Antwort auf Pandemie, Standortwettbewerb und Klimakrise, aber es fehlt an Expertinnen und Experten, um die Digitalisierung zu gestalten und zu treiben. Der IT-Fachkräftemangel trifft im Übrigen nicht nur die Wirtschaft, sondern auch den Staat, der bei der Besetzung von IT-Jobs oft das Nachsehen hat“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Die angespannte Situation auf dem IT-Arbeitsmarkt bremst die Digitalisierung. In Corona-Zeiten ist überall spürbar geworden, dass wir an Tempo zulegen müssen. Umso ernüchternder ist es, dass dafür an vielen Stellen Fachkräfte und Know-how fehlen.“ Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, fordert der Bitkom ergänzend zu einer besseren Aus- und Weiterbildung die Stärkung von Frauen in der IT und die Förderung qualifizierter Zuwanderung.

Programmierer und IT-Administratorinnen am stärksten gesucht

Software-Spezialistinnen und -Spezialisten sind mit Abstand am gefragtesten. Vier von zehn Unternehmen (41 Prozent) mit vakanten IT-Jobs suchen Software-Entwicklerinnen bzw. Software-Architekten. Dahinter folgen IT-Projektmanagerinnen bzw. IT-Projektkoordinatoren, die von jedem sechsten Unternehmen (18 Prozent) mit freien IT-Stellen gesucht werden. 13 Prozent suchen IT-Anwendungsbetreuerinnen bzw. IT-Administratoren, 7 Prozent Data Scientists bzw. Big Data Experts. In jeweils 4 Prozent dieser Unternehmen sind Stellen für Datenschutz-Profis mit IT-Qualifikation sowie IT-Sicherheitsexpertinnen und -experten vakant. Berg: „Der sich verschärfende Mangel an IT-Spezialistinnen und -Spezialisten wächst sich zu einer ganz realen Bedrohung für Deutschlands große Transformationsaufgaben aus. Das Thema digitale Bildung gehört ganz oben auf die Prioritätenliste der neuen Bundesregierung.“

Quelle: Bitkom

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