Umsatzentwicklung im November 2021: +3,5 % zum Vormonat

Der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland ist im November 2021 gegenüber dem Vormonat deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, erhöhte sich der nominale (nicht preisbereinigte) Umsatz kalender- und saisonbereinigt gegenüber Oktober 2021 um 3,5 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 23.12.2021

Umsatz der gewerblichen Wirtschaft im November 21,4 % über Vorkrisenniveau

Der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland ist im November 2021 gegenüber dem Vormonat deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, erhöhte sich der nominale (nicht preisbereinigte) Umsatz kalender- und saisonbereinigt gegenüber Oktober 2021 um 3,5 %. Der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft lag im November 2021 um 21,4 % über dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

Diese Entwicklung zeigt der Frühindikator für die Konjunkturentwicklung der gewerblichen Wirtschaft, der aus den monatlichen, noch unvollständig vorliegenden Umsatzsteuervoranmeldungen ermittelt wird. Er ermöglicht frühzeitige Aussagen zur Umsatzentwicklung, noch bevor die amtlichen Ergebnisse aus den Erhebungen nach Wirtschaftsbereichen vorliegen. Die gewerbliche Wirtschaft umfasst die Bereiche Industrie, Energie- und Wasserversorgung, Bau, Gastgewerbe sowie Handel und Dienstleistungen.

Die Umsatzentwicklung für Oktober 2021 gegenüber dem Vormonat wurde anhand der vollständigen Daten von 0,8 % um 3,0 Prozentpunkte nach oben auf 3,8 % revidiert.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2021

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Preise für Wohnimmobilien im 3. Quartal 2021: +12,0 % zum Vorjahresquartal

Die Preise für Wohnimmobilien (Häuserpreisindex) in Deutschland sind im 3. Quartal 2021 um durchschnittlich 12,0 % gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben sich Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser gegenüber dem Vorquartal im Schnitt um 4,2 % verteuert.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 22.12.2021

Erneut stärkster Anstieg der Wohnimmobilienpreise seit Beginn der Zeitreihe

Preise für Wohnimmobilien, 3. Quartal 2021 (vorläufig)

  • +12,0 % zum Vorjahresquartal
  • +4,2 % zum Vorquartal

Die Preise für Wohnimmobilien (Häuserpreisindex) in Deutschland sind im 3. Quartal 2021 um durchschnittlich 12,0 % gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Dies ist zum zweiten Mal in Folge der größte Preisanstieg bei den Wohnimmobilientransaktionen seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000, nachdem die Preise bereits im 2. Quartal 2021 um 10,8 % gegenüber dem 2. Quartal 2020 gestiegen waren. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, haben sich Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser gegenüber dem Vorquartal im Schnitt um 4,2 % verteuert.

Ein besonders starker Preisanstieg ließ sich sowohl in den TOP 7 Metropolen (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf) als auch in dünn besiedelten ländlichen Kreisen beobachten. So stiegen die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser und Eigentumswohnungen in den Metropolen jeweils um 14,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Ein noch markanterer Preisanstieg zeigte sich mit +15,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal bei Ein- und Zweifamilienhäusern in dünn besiedelten ländlichen Kreisen. Eigentumswohnungen verteuerten sich dort um 11,2 %. Auch in dichter besiedelten ländlichen Kreisen stiegen die Preise für Häuser und Wohnungen deutlich an: Ein- und Zweifamilienhäuser kosteten im Schnitt 12,0 % mehr als im Vorjahresquartal, Eigentumswohnungen 12,3 %.

Mit der aktuellen Veröffentlichung wird das Ergebnis des 2. Quartals 2021 für den bundesweiten Häuserpreisindex um -0,1 Prozentpunkte bezogen auf die Veränderungsrate zum Vorjahresquartal revidiert (vorläufiger Wert: +10,9 %, revidierter Wert: +10,8 %). In einzelnen Fällen, zum Beispiel für Eigentumswohnungen in dichter besiedelten ländlichen Kreisen, liegen die Revisionsdifferenzen deutlich höher. Diese Revisionen werden regelmäßig durchgeführt, um nachträgliche Meldungen von Transaktionsdaten zu berücksichtigen.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2021

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Materialmangel in der Industrie verschärft sich

Der Materialmangel in der deutschen Industrie hat sich im Dezember nochmals verschärft. 81,9 Prozent der Firmen klagten über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen. Das ist lt. ifo Institut ein neuer Rekordwert.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 23.12.2021

Der Materialmangel in der deutschen Industrie hat sich im Dezember nochmals verschärft. 81,9 Prozent der Firmen klagten über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen. Das ist ein neuer Rekordwert. Im November waren es noch 74,4 Prozent. Dies geht aus einer Umfrage des ifo Instituts hervor. „Die Situation in der Industrie ist paradox“, sagt der Leiter der ifo Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Die Auftragsbücher sind voll. Der Materialmangel erlaubt es den Unternehmen aber nicht, ihre Produktion entsprechend hochzufahren.“

In nahezu allen Branchen ist die Anzahl der Unternehmen mit Beschaffungsproblemen gestiegen. Besonders betroffen sind die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen mit einem Anteil von 94 Prozent, gefolgt von der Automobilindustrie mit 93 Prozent und dem der Maschinenbau mit 91 Prozent. Deutlich verschlechtert hat sich die Lage im Papiergewerbe, wo der Anteil der betroffenen Firmen von 66 auf 89 Prozent gestiegen ist. Eine leichte Entspannung zeigte sich in der Lederindustrie, wo aber immer noch knapp jedes zweite Unternehmen von Problemen bei der Beschaffung berichtete.

Aufgrund der schwierigen Lage auf der Beschaffungsseite bleiben Preiserhöhungen auf der Tagesordnung. „Mindestens jedes zweite Unternehmen plant, seine Preise in den kommenden drei Monaten zu erhöhen“, ergänzt Wohlrabe.

Quelle: ifo Institut

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Deutsche Wirtschaft wächst um 2,6 Prozent 2021 und um 4,5 Prozent 2022

Lieferengpässe und die vierte Corona-Welle bremsen die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten noch stark, über das Winterhalbjahr wird die konjunkturelle Entwicklung stagnieren. Doch ab dem 2. Quartal 2022 folgt auf die Winterpause ein kräftiges Wachstum. Unter dem Strich nimmt das deutsche BIP im Jahresdurchschnitt 2021 um 2,6 % zu, 2022 steigt die Wirtschaftsleistung um 4,5 %. Davon geht das IMK der Hans-Böckler-Stiftung in seiner neuen Konjunkturprognose aus.

Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 21.12.2021

Lieferengpässe und die vierte Corona-Welle bremsen die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten noch stark, über das Winterhalbjahr wird die konjunkturelle Entwicklung stagnieren. Doch ab dem zweiten Quartal kommenden Jahres folgt auf die Winterpause ein kräftiges Wachstum. Unter dem Strich nimmt das deutsche BIP im Jahresdurchschnitt 2021 um 2,6 Prozent zu, 2022 steigt die Wirtschaftsleistung um 4,5 Prozent. Davon geht das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung in seiner neuen Konjunkturprognose aus. Treibende Kraft des kräftigen Wirtschaftswachstums wird der private Konsum. Die Arbeitslosenquote sinkt 2021 leicht auf durchschnittlich 5,7 Prozent. 2022 geht die Arbeitslosigkeit dann deutlicher zurück, die Quote wird im Jahresdurchschnitt bei 5,1 Prozent liegen. Die Inflation sinkt 2022 ebenfalls: Nach 3,1 Prozent im Jahresdurchschnitt 2021 wird die Teuerungsrate im kommenden Jahr durchschnittlich 2,6 Prozent im Jahresmittel betragen. Dabei zeigt sich eine Zweiteilung: Bis zur Jahresmitte bleibt die Preissteigerung spürbar über dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB), danach sinkt sie wieder darunter.

Gegenüber ihrer letzten Prognose vom September halten die Ökonominnen und Ökonomen des IMK ihre Wachstumserwartung für 2021 unverändert. Für 2022 senken sie sie um 0,6 Prozentpunkte ab. Grund dafür sind vor allem die erneuten Kontaktbeschränkungen zur Abwehr der vierten Corona-Welle. Das IMK geht aber trotz der zusätzlichen Unsicherheiten nach Auftreten der Omikron-Variante im Prognoseszenario davon aus, dass diese Einschränkungen im Laufe des Frühjahrs 2022 auslaufen werden und sich der Konsum dann kräftig erholt. Zudem rechnen die Fachleute damit, dass sich die Lieferengpässe Schritt für Schritt entspannen werden.

„Der deutschen Wirtschaft steht wegen der neuen Kontaktbeschränkungen und der Konsumzurückhaltung durch die neue COVID-Welle sowie der anhaltenden internationalen Lieferengpässe ein schwieriges Winterhalbjahr bevor, in dem das Bruttoinlandsprodukt stagniert oder sogar leicht schrumpfen könnte. Deshalb ist es wichtig, dass die Politik die beschäftigungssichernden Regelungen zum erleichterten Zugang und den verlängerten Bezug von Kurzarbeitsgeld nochmals bis zum Frühjahr 2022 verlängert hat, um die gute Arbeitsmarktentwicklung nicht zu gefährden“, sagt Prof. Dr. Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des IMK. „Sobald die aktuelle Infektionswelle aber wieder unter Kontrolle ist, ist mit einer kräftigen Fortsetzung der Erholung zu rechnen, weil es viel aufgestaute Konsumnachfrage gibt und gleichzeitig die Industrie volle Auftragsbücher hat, die zuletzt wegen des Halbleitermangels nicht abgearbeitet werden konnten.“ Schließlich haben die deutschen Privathaushalte nach IMK-Schätzung in den Corona-Jahren 2020 und 2021 rund 180 Milliarden Euro zusätzlich gespart. Maßgebliche Indizes zum Auftragsbestand wie der Order-Capacity-Index der Deutschen Bundesbank weisen die höchsten Werte seit Beginn der Statistik aus. Und die Weltwirtschaft dürfte im kommenden Jahr um 4,7 Prozent wachsen.

„Alle klassischen Zutaten für ein starkes Konjunkturjahr 2022 sind also gegeben“, sagt Dullien. „Aber natürlich leben und wirtschaften wir weiterhin in einer Situation erhöhter Unsicherheit. Größtes Risiko ist die Omikron-Variante. Sollte sie drastische Infektionswellen auslösen und sollten die internationalen Lieferketten erneut reißen, wäre das aktuell realistischste Szenario des kräftigen Aufschwungs in Frage gestellt und wahrscheinlich erneut massives wirtschaftspolitisches Krisenmanagement gefragt.“ Als zusätzliches relevantes Risiko nennt das IMK eine Eskalation im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine.

Kerndaten der Prognose für 2021 und 2022

Arbeitsmarkt

Eine nachhaltige positive Trendwende am Arbeitsmarkt hat nach Analyse des IMK zur Jahresmitte 2021 eingesetzt. In der Statistik schlägt sich das allerdings mit einer gewissen Verzögerung nieder, sodass die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt 2021 stagniert. Im kommenden Jahr wächst die Zahl der Erwerbstätigen dann deutlich um rund 400.000 bzw. 0,9 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten steigt noch etwas stärker, während die der Selbständigen weiter etwas sinkt. Auch die Arbeitszeit je Erwerbstätigen nimmt 2022 im Mittel deutlich zu, ebenso die Stundenproduktivität.

Bei den Arbeitslosenzahlen erwartet das IMK im Jahresdurchschnitt 2021 eine leichte Entspannung. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt um etwa 80.000 Personen, sodass im Jahresmittel rund 2,62 Millionen Menschen arbeitslos sein werden. Das entspricht einer Quote von 5,7 Prozent nach 5,9 Prozent 2020. Für 2022 erwartet das IMK dann einen spürbaren Rückgang der Arbeitslosigkeit um rund 290.000 Personen auf knapp 2,33 Millionen im Jahresdurchschnitt. Die Arbeitslosenquote sinkt auf 5,1 Prozent und liegt nur noch geringfügig über dem Vorkrisenniveau.

Außenhandel

Auch die meisten wichtigen Handelspartner erleben 2021 und 2022 eine wirtschaftliche Erholung. Die Weltwirtschaft insgesamt, die im Jahresmittel 2020 um 3,1 Prozent eingebrochen war, wächst in diesem Jahr kräftig um 5,9 Prozent und im kommenden Jahr um 4,7 Prozent. Angetrieben wird die Erholung unter anderem vom robusten Wachstum in China und in den USA, wo das BIP in diesem Jahr um 5,5 Prozent zulegt. Für 2022 prognostiziert das IMK ein US-Wachstum um 4,4 Prozent. Auch die wirtschaftliche Erholung in den meisten Euroländern kommt voran. Die Wirtschaft im Euroraum wird dieses Jahr um durchschnittlich 5,1 Prozent wachsen, 2022 um 4,6 Prozent.

Durch die weltwirtschaftliche Erholung wachsen die deutschen Ausfuhren in diesem Jahr deutlich – auch wenn die Engpässe bei Rohstoffen, Vorprodukten und Transportkapazitäten die Produktion bremsen und ein Teil der Exporte aus Lagerbeständen erfolgt. Das IMK rechnet für 2021 mit einem Wachstum der Exporte um 7,1 Prozent im Jahresdurchschnitt. Die Importe legen um 7,2 Prozent im Jahresdurchschnitt zu. Im Jahresmittel 2022 bleibt die Exportentwicklung mit einem Plus von 4,6 Prozent recht dynamisch, aufgrund der sehr stark wachsenden Binnennachfrage nehmen die Importe deutlich kräftiger um 6,9 Prozent zu. Dadurch verringert sich der nach wie vor große Überschuss in der deutschen Leistungsbilanz etwas.

Investitionen

Auch bei den Ausrüstungsinvestitionen wirken sich Lieferengpässe bis ins kommende Jahr hinein aus, trotzdem ergeben sich spürbare Zuwächse. Für 2021 rechnen die Konjunkturexperten mit einer Zunahme um 3,6 Prozent im Jahresmittel, 2022 um 4,3 Prozent. Die Bauinvestitionen zeigen ebenfalls nach oben. Treibende Kraft ist der Wohnungsbau, zudem kommt auch der Wirtschaftsbau wieder in Gang, die öffentlichen Bauinvestitionen erhalten Impulse durch geplante Maßnahmen zur Modernisierung der Infrastruktur. Im Jahresmittel 2021 nehmen die Bauinvestitionen um 1,7 Prozent zu, 2022 beschleunigt sich das Wachstum auf 4,0 Prozent.

Einkommen und Konsum

Die nominalen verfügbaren Einkommen legen in diesem Jahr moderat und im kommenden Jahr kräftig zu, weil die durchschnittlichen Arbeitszeiten durch Rückgang der Kurzarbeit wieder länger werden, die Beschäftigung wächst und die Bruttolöhne und -gehälter etwas kräftiger steigen. Allerdings sorgt in diesem Jahr die relativ hohe Preissteigerung für einen Rückgang der realen verfügbaren Einkommen, während sie 2022 inflationsbereinigt wieder zulegen dürften. Die realen privaten Konsumausgaben steigen im Jahresdurchschnitt 2021 um lediglich 0,2 Prozent, wozu auch pandemiebedingte Einschränkungen beitragen, sodass die Sparquote nur leicht auf 15,1 Prozent sinkt. Für das kommende Jahr prognostiziert das IMK dann bei deutlich auf 10,1 Prozent sinkender Sparquote einen Sprung der privaten Konsumausgaben um real 8,0 Prozent im Jahresmittel. Dementsprechend ergibt sich 2021 aus dem Privatkonsum nur ein geringer Beitrag zum BIP-Wachstum von 0,1 Prozentpunkten. 2022 tragen die privaten Einkäufe dagegen sehr kräftig mit 4,1 Prozentpunkten zum Wachstum bei.

Inflation und öffentliche Finanzen

Durch die wieder erwachte Nachfrage sind die Preise kräftig gestiegen, insbesondere jene für Energie. Hinzu kamen als Sonderfaktoren die Rückkehr zu den alten Mehrwertsteuersätzen, Liefer- und Transportengpässe sowie die neue CO2-Abgabe, die die Inflation verstärken. Daher beschleunigt sich die Zunahme der Verbraucherpreise nach den 2020 extrem niedrigen Werten 2021 jahresdurchschnittlich spürbar auf 3,1 Prozent. 2022 geht die Teuerungsrate auf 2,6 Prozent im Jahresmittel zurück.

Da der Staat zur Krisenbekämpfung weiterhin sehr viel Geld einsetzt, Anfang 2021 der Solidaritätszuschlag für die meisten Steuerzahlenden abgeschafft und einige andere Steuern sowie die EEG-Umlage gesenkt wurden und sich die Einnahmen generell erst langsam erholen, ergibt sich 2021 ein Budgetdefizit von 4,1 Prozent des BIP. Im kommenden Jahr wird sich die erwartete konjunkturelle Belebung dann stärker positiv auf die öffentlichen Haushalte auswirken, zudem wirkt die Fiskalpolitik weniger expansiv. Das IMK veranschlagt in seiner Prognose das gesamtstaatliche Defizit für 2022 auf 2,2 Prozent des BIP. Allerdings sind darin von der neuen Bundesregierung angekündigte zusätzliche Investitionen in Klimaschutz und Digitalisierung oder Ausgaben für Sozialreformen wie das Bürgergeld noch nicht enthalten, weil diese bislang nicht ausreichend konkret sind. Die Ökonominnen und Ökonomen gehen daher davon aus, „dass der Rückgang des Defizits infolge zusätzlicher Ausgaben eher geringer ausfällt als hier prognostiziert.“

Quelle: Hans-Böckler-Stiftung

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Innovationen steigern Wachstum und Produktivität und verbessern die Qualifikationsstruktur der Beschäftigten in mittelständischen Unternehmen

Innovationen wirken sich positiv auf die Performance von mittelständischen Unternehmen aus. Innovatoren wachsen lt. KfW schneller und weisen eine höhere Produktivität auf als vergleich­bare Unternehmen ohne Innovationen.

KfW, Mitteilung vom 21.12.2021

Innovationen wirken sich positiv auf die Performance von mittelständischen Unternehmen aus. Innovatoren wachsen schneller und weisen eine höhere Produktivität auf als vergleich­bare Unternehmen ohne Innovationen. Dies sind die zentralen Ergebnisse, die unter Verwendung eines Matching-Ansatzes – einer modernen Methode der Evaluations­forschung – ermittelt werden konnten.

Quelle: KfW

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Noch größere Lieferprobleme im Einzelhandel

Die Lieferprobleme im Einzelhandel haben sich lt. einer Umfrage des ifo Instituts nochmals deutlich verschärft. 81,6 Prozent der Einzelhändler klagten im Dezember, dass nicht alle bestellten Waren geliefert werden können.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 22.12.2021

Die Lieferprobleme im Einzelhandel haben sich nochmals deutlich verschärft. 81,6 Prozent der Einzelhändler klagten im Dezember, dass nicht alle bestellten Waren geliefert werden können. Im November waren es noch 77,8 Prozent. Das geht aus einer Umfrage des ifo Instituts hervor. „Der Einzelhandel wird gerade doppelt belastet“, sagt der Leiter der ifo Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Händler können nicht alle Produkte anbieten. Und Kunden sind angesichts der hohen Inzidenzen zurückhaltend beim Einkaufen.“

Besonders schwierig ist die Situation im Handel mit elektronischen Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik. Dort kämpfen fast alle Händler mit Lieferproblemen. Ähnlich sieht es bei den Baumärkten aus. Im Spielzeugwareneinzelhandel hat sich die Lage ein wenig entspannt. Trotzdem berichten dort weiter 77 Prozent von ausbleibenden Lieferungen.

Quelle: ifo Institut

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Pandemie und Inflation schwächen Konsumklima

Die Verbraucherstimmung in Deutschland kühlt im Dezember spürbar ab. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung büßen deutlich ein. Da auch die Sparneigung erneut ansteigt, prognostiziert GfK für das Konsumklima für Januar 2022 -6,8 Punkte und damit fünf Punkte weniger als im Dezember dieses Jahres.

GfK, Pressemitteilung vom 21.12.2021

Die Verbraucherstimmung in Deutschland kühlt im Dezember spürbar ab. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung büßen deutlich ein. Da auch die Sparneigung erneut ansteigt, prognostiziert GfK für das Konsumklima für Januar 2022 -6,8 Punkte und damit fünf Punkte weniger als im Dezember dieses Jahres (revidiert -1,8 Punkte). Das sind Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Dezember 2021.

Damit sinkt das Konsumklima zum zweiten Mal in Folge deutlich. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt mit -6,9 Punkten im Juni dieses Jahres gemessen.

„Die Konsumstimmung wird auch zum Jahresende von zwei Seiten stark unter Druck gesetzt. Hohe Inzidenzen durch die vierte Welle der Corona-Pandemie mit weiteren Beschränkungen sowie deutlich gestiegene Preise setzen dem Konsumklima mehr und mehr zu. Vor allem die 2G-Regel für weite Teile des Einzelhandels versetzen dem Weihnachtsgeschäft einen schweren Schlag“ erklärt Rolf Bürkl, GfK Konsumexperte. „Auch die Aussichten für den Beginn des kommenden Jahres sind vor dem Hintergrund der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante gedämpft.“

Die Aussichten für die Konsumkonjunktur für das kommende Jahr sind in erster Linie vom weiteren Verlauf der Pandemie abhängig. Erfolgt die Pandemiebekämpfung rasch und erfolgreich, werden Beschränkungen in größerem Umfang gelockert und der Konsum wird sich zügig erholen. Sollte sich jedoch im weiteren Verlauf das Infektionsgeschehen wieder verstärken, wird sich der Aufschwung weiter verzögern.

Konjunkturstimmung setzt Sinkflug fort

Die Konjunkturaussichten der Verbraucher trüben sich zum Jahresende spürbar ein. Der Indikator verliert 13,9 Punkte und fällt auf 17,1 Zähler. Dies ist bereits der dritte Rückgang in Folge. Ein niedrigerer Wert der Konjunkturstimmung wurde zuletzt vor acht Monaten gemessen. Im April verzeichnete sie 7,3 Punkte.

Vor allem unterbrochene Lieferketten machen einer Reihe von Unternehmen derzeit schwer zu schaffen. Fehlende Vorprodukte, wie zum Beispiel Halbleiter, führen zu einer Drosselung oder sogar einem kompletten Stillstand der Produktion. Die Folgen bekommen auch die Arbeitnehmer in Form von Kurzarbeit zu spüren.

Einkommensaussichten sinken zum dritten Mal in Folge

Zum dritten Mal in Folge muss die Einkommenserwartung spürbare Einbußen hinnehmen. Der Indikator sinkt im Dezember um sechs Punkte und fällt auf 6,9 Punkte. Die Einkommensstimmung hat damit in den letzten drei Monaten mehr als 30 Punkte verloren. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres steht aber immer noch ein Plus von gut drei Punkten zu Buche.

Steigende Preise bei Energie und Lebensmitteln schwächen die Kaufkraft der Einkommen der Konsumenten. Zudem besteht die Gefahr, dass mittel- und langfristig eine sogenannte Lohn-Preis-Spirale in Gang gesetzt wird. Aufgrund deutlich steigender Preise fordern die Gewerkschaften als Inflationsausgleich spürbare Lohnerhöhungen, die die Unternehmen in Form höherer Preise für ihre Produkte und Dienstleistungen dann an die Verbraucher weitergeben.

Anschaffungsneigung büßt erneut ein

Auch die Anschaffungsneigung bleibt von der generellen Eintrübung nicht verschont. Die Konsumstimmung erleidet Einbußen von 8,9 Punkten und sinkt auf 0,8 Punkte. Dies ist der niedrigste Wert seit Januar 2021, als null Punkte gemessen wurden. Im Vorjahresvergleich ist das Minus auf knapp 36 Punkte angewachsen.

Die Konsumstimmung ist neben der Inflation vor allem durch die pandemiebedingten Einschränkungen beeinträchtigt. Die 2G-Regel für weite Teile des stationären Handels verringert zum einen die Shopping-Lust, zum anderen brechen Konsumenten, die weder geimpft noch genesen sind, komplett weg.

Quelle: GfK

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ifo Exporterwartungen gesunken (Dezember 2021)

Die Stimmung in der deutschen Exportindustrie hat sich verschlechtert. Die ifo Exporterwartungen sind im Dezember auf 12,1 Punkte gesunken, von 15,8 Punkten im November.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 20.12.2021

Die Stimmung in der deutschen Exportindustrie hat sich verschlechtert. Die ifo Exporterwartungen sind im Dezember auf 12,1 Punkte gesunken, von 15,8 Punkten im November. Trotzdem werden die Exporte im ersten Quartal 2022 wohl zulegen, aber eben langsamer.

Einen kräftigen Dämpfer musste die Automobilindustrie verkraften. Es werden zwar weiter zusätzliche Aufträge aus dem Ausland erwartet, aber deutlich weniger als noch im Vormonat gedacht. Ähnliches gilt für die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen. Im Maschinenbau verbesserten sich hingegen die Erwartungen. Mit einem leichten Rückgang der Exporte rechnen die Hersteller von Textilien, Nahrungsmitteln sowie Druckerzeugnissen.

Quelle: ifo Institut

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ifo Beschäftigungsbarometer gibt nach (Dezember 2021)

Deutsche Unternehmen sind weniger bereit, Mitarbeitende einzustellen als im Vormonat. Das ifo Beschäftigungsbarometer sank im Dezember auf 102,9 Punkte, nach 103,9 Punkten im November.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 21.12.2021

Deutsche Unternehmen sind weniger bereit, Mitarbeitende einzustellen als im Vormonat. Das ifo Beschäftigungsbarometer sank im Dezember auf 102,9 Punkte, nach 103,9 Punkten im November. Aufgrund der Corona-Welle kündigen das Gastgewerbe, die Veranstaltungswirtschaft und der Tourismus Entlassungen an.

Dagegen ist in der Industrie das Beschäftigungsbarometer erneut gestiegen. Die sehr gute Auftragslage soll im nächsten Jahr mit verstärktem Personal bewältigt werden. Die Dienstleister haben ihre Personalplanungen deutlich nach unten korrigiert. In den konsumnahen Dienstleistungen ist sogar mit Entlassungen zu rechnen. Unternehmen im Einzelhandel möchten gegenwärtig kaum neu einstellen. Auch der große Optimismus im Baugewerbe ist im Dezember wieder verschwunden. Trotzdem gibt es dort eine leichte Tendenz, die Mitarbeiterzahl zu erhöhen.

Quelle: ifo Institut

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Mitgliedstaaten auf dem Weg zu einer besseren Umsetzung der Binnenmarktvorschriften

Die EU-Kommission hat am 20.12.2021 den Binnenmarktanzeiger 2021 veröffentlicht. Er zeigt, dass die Situation in den meisten Mitgliedstaaten im Vergleich zu 2019 gleichgeblieben ist und sich die Gesamtleistung in den überwachten Bereichen leicht verbessert hat.

EU-Kommission, Pressemitteilung vom 20.12.2021

Die EU-Kommission hat am 20.12.2021 den Binnenmarktanzeiger 2021 veröffentlicht. Er zeigt, dass die Situation in den meisten Mitgliedstaaten im Vergleich zu 2019 gleichgeblieben ist und sich die Gesamtleistung in den überwachten Bereichen leicht verbessert hat. Allerdings geht aus dem Anzeiger auch hervor, dass eine bessere Umsetzung der Binnenmarktvorschriften vor Ort erforderlich ist. Der durchschnittliche Prozentsatz aller Binnenmarktrichtlinien, deren Umsetzungsfrist abgelaufen ist und die noch nicht in nationales Recht umgesetzt wurden, ist auf 1 Prozent gestiegen. Deutschland blieb mit 0,6 Prozent unter dem Schwellenwert. Deutschland hat jedoch Schwierigkeiten bei der korrekten Umsetzung von Richtlinien und gehört zu den Mitgliedstaaten mit dem höchsten Konformitätsdefizit.

Die wichtigsten Ergebnisse des Binnenmarktanzeigers 2021

Beim Vergleich dieses Binnenmarktanzeigers für 2020 mit früheren Ausgaben sind die besonderen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf bestimmte Wirtschaftszweige zu berücksichtigen.

  • Die Binnenmarktvorschriften müssen von den Mitgliedstaaten weiterhin besser umgesetzt und durchgesetzt werden: Der durchschnittliche Prozentsatz aller Binnenmarktrichtlinien, deren Umsetzungsfrist abgelaufen ist und die noch nicht in nationales Recht umgesetzt wurden, ist auf 1 Prozent gestiegen. Darüber hinaus war der Anteil der nicht ordnungsgemäß umgesetzten Richtlinien noch nie so hoch wie im Jahr 2020, nämlich bei 1,4 Prozent. Die Zahl der Verstöße im Zusammenhang mit dem Binnenmarkt ist weiter auf 837 anhängige Fälle gestiegen (+5 Prozent gegenüber 2019), einer der höchsten Werte in den letzten 10 Jahren. 2020 bestätigte sich auch die Rückkehr zu einer häufigeren Nutzung des EU-Pilotdialogs, da mehr Fälle als 2019 eröffnet wurden.
  • Die stetige Zunahme von Informations-, Beratungs- und Problemlösungsdiensten half Unternehmen und Bürgern, vom Binnenmarkt zu profitieren: 2020 bearbeitete SOLVIT, ein informelles Problemlösungsinstrument, mehr als 2.600 Fälle, von denen 80 Prozent gelöst wurden. Die Gesamtleistung der Länder bei der Nutzung des Binnenmarktinformationssystems (IMI) ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Das Portal Your Europe wurde fast 33 Millionen Mal besucht. Your Europe Advice bearbeitete mehr als 33.000 Fragen von europäischen Bürgern und Unternehmen.
  • Die nationalen Behörden müssen Maßnahmen ergreifen, um die erforderlichen Verwaltungskapazitäten für die Anwendung der Binnenmarkt-Gesetzgebung zu gewährleisten: Dies gilt insbesondere für die Personalausstattung der SOLVIT-Zentren, wo der Mangel an Ressourcen in einer Reihe von SOLVIT-Zentren zu Verzögerungen bei der Fallbearbeitung führte.
  • Die Leistung im öffentlichen Auftragswesen ist im gesamten Binnenmarkt nach wie vor uneinheitlich: Auf zu viele Ausschreibungen geht nur ein Angebot ein, und bei den meisten Ausschreibungen ist der niedrigste Preis nach wie vor das einzige Zuschlagskriterium. Hier sind Verbesserungen erforderlich, um die kollektive Kraft des öffentlichen Sektors beim Aufbau einer nachhaltigen und widerstandsfähigen EU-Wirtschaft freizusetzen.

Die diesjährige Ausgabe des Anzeigers enthält zum ersten Mal Abschnitte über das Unternehmensumfeld von KMU, die Ökologisierung der Industrie und die Marktüberwachung:

Im Jahr 2020 führte die COVID-19-Krise zu einem Rückgang der Zahl der KMU in der EU um 1,3 Prozent, ihre Wertschöpfung sank um 7,6 Prozent und ihre Beschäftigungsquote um 1,7 Prozent. Auch wenn es 2021 bereits Anzeichen für eine Erholung der Wertschöpfung und der Beschäftigung in den KMU gibt, ist es von größter Bedeutung, dass die Mitgliedstaaten alle Mittel einsetzen, um ein KMU-freundliches Unternehmensumfeld zu schaffen.

Zur Ökologisierung der Industrie. Die EU-Wirtschaft verwendet immer noch hauptsächlich Primärrohstoffe, aber es sind einige Verbesserungen zu verzeichnen. Dank der Bemühungen, die besten verfügbaren Techniken anzuwenden, hat sich die Intensität der Luftemissionen im verarbeitenden Gewerbe verbessert. Die Öko-Innovation hat sich in der EU stetig verbessert. Das System für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung (EMAS) hat mit 3.838 Organisationen und 12.751 Standorten im Jahr 2020 stark zugenommen.

Dank des Informations- und Kommunikationssystems für die Marktüberwachung wurden 9604 nicht konforme Produkte aufgedeckt. Dieses Instrument half auch den Mitgliedstaaten, ihre Maßnahmen effizienter zu koordinieren.

Quelle: Europäische Union, 1995-2021

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