Zahl der Arbeitsstunden im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen

Die Arbeitszeit pro Erwerbstätigen lag im zweiten Quartal 2021 bei 316,2 Stunden und stieg damit um 6,8 Prozent gegenüber dem entsprechenden Quartal im Vorjahr. Dies geht aus der am 07.09.2021 veröffentlichten Arbeitszeitrechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

IAB, Pressemitteilung vom 07.09.2021

Die Arbeitszeit pro Erwerbstätigen lag im zweiten Quartal 2021 bei 316,2 Stunden und stieg damit um 6,8 Prozent gegenüber dem entsprechenden Quartal im Vorjahr. Dies geht aus der am 07.09.2021 veröffentlichten Arbeitszeitrechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

„Der Arbeitsmarkt befindet sich auf Erholungskurs, es werden wieder deutlich mehr Stunden gearbeitet“, sagt Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen. „Aber bis zum Vorkrisenstand ist es noch ein weiter Weg – und erst recht zu einem Niveau, das ohne Krisenwirkungen erreichbar gewesen wäre“. Verglichen mit dem zweiten Quartal im Vorkrisenjahr 2019 war die Arbeitszeit pro Erwerbstätigen um knapp 3 Prozent geringer.

Insgesamt arbeiteten die Erwerbstätigen in Deutschland im zweiten Quartal 2021 14,1 Milliarden Stunden. Das bedeutet ein Plus von 6,8 Prozent verglichen mit dem Vorjahresquartal, dem Höhepunkt der ersten Welle der Pandemie. Gegenüber dem entsprechenden Vorkrisenquartal 2019 liegt das Arbeitsvolumen um 4 Prozent niedriger.

Die Kurzarbeit liegt weiterhin auf einem hohen Niveau. Im Vergleich zum Vorquartal ist die Zahl der Kurzarbeitenden im zweiten Quartal 2021 in Folge der Lockerungen des Lockdowns aber um knapp 1,4 Millionen auf rund 2 Millionen Personen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutet das eine Abnahme um mehr als 3,3 Millionen. Der Arbeitsausfall je Beschäftigten betrug im zweiten Quartal 2021 8,4 Stunden ist damit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 10,2 Stunden deutlich gesunken.

Mit gut 3,9 Millionen Mehrfachbeschäftigten wurde im zweiten Quartal 2021 fast wieder der Stand aus dem entsprechenden Vorkrisenquartal 2019 erreicht. Da Nebenjobs generell häufig kurzfristig angelegt sind, waren infolge der Covid-19-Pandemie viele dieser Jobs im zweiten Quartal 2020 weggefallen. Allerdings arbeiteten Mehrfachbeschäftigte in ihrer Nebentätigkeit im zweiten Quartal 2021 mit im Durchschnitt insgesamt 62,3 Stunden deutlich weniger Stunden als noch vor der Pandemie.

Quelle: IAB

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Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Juli 2021

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Juli gegenüber dem Vormonat um 1,0 % gestiegen. Das berichtet das BMWi.

BMWi, Pressemitteilung vom 07.09.2021

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Juli gegenüber dem Vormonat um 1,0 % gestiegen. Die Herstellung der Industrie erhöhte sich dabei um 1,3 %, im Baugewerbe kam es zu einem Plus von 1,1 %.

Im Zweimonatsvergleich Juni/Juli gegenüber April/Mai nahm die Produktion im Produzierenden Gewerbe leicht um 0,9 % ab. Während der Ausstoß in der Industrie in diesem Zeitraum nur unwesentlich um 0,4 % zurückging, kam es beim Baugewerbe, ausgehend von einem höheren Niveau, zu einem deutlicheren Minus von -1,7 %.

Nach dem Rückgang der Industrieproduktion im zweiten Quartal verlief der Start ins dritte Quartal nun freundlicher. Der gewichtige Bereich Kfz und Kfz-Teile steigerte seinen Ausstoß im Juli um 1,9 %. Der ähnlich gewichtige Maschinenbau expandierte um 6,9 %. Auch wenn die Lieferengpässe bei Halbleitern, die zuletzt die Produktion bremsten, noch eine Zeit lang fortbestehen dürften, deuten die Zahlen darauf hin, dass der Tiefpunkt nun überwunden sein könnte. Der Ausstoß im Baugewerbe liegt weiter auf hohem Niveau. Der Ausblick für die Industriekonjunktur insgesamt bleibt angesichts einer nach wie vor hohen Nachfrage und der gesteigerten Produktion optimistisch, auch wenn sich die in Umfragen ermittelten Geschäftsaussichten auch auf Grund der steigenden Infektionszahlen zuletzt eintrübten.

Quelle: BMWi

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Modernisierung der Verwaltung – Deutschland zukunftsfähiger machen

Der DIHK weist darauf hin, dass der Gleichlauf der Digitalisierungsprozesse in Wirtschaft und Verwaltung erforderlich ist. Die Verwaltung sei letztlich ein Bestandteil der Wertschöpfungsketten der Wirtschaft, etwa bei Planungs- und Genehmigungsprozessen.

DIHK, Mitteilung vom 02.09.2021

Zur Bundestagswahl 2017 gab es von den Parteien zahlreiche Ankündigungen für eine Modernisierung der öffentlichen Verwaltung: von der Digitalisierung häufig genutzter Anwendungen oder einer Stärkung des IT-Planungsrates bis hin zum Abbau der Abhängigkeiten von Monopolstrukturen im Bereich der öffentlichen Hand – alles wichtige Themen für die Unternehmen. Denn effizientere Prozesse zwischen Betrieben und Verwaltungen helfen, Kosten zu reduzieren.

Einiges wurde erreicht: Die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes ist in vollem Gang, der IT-Planungsrat hat einen organisatorischen Unterbau erhalten, die Registermodernisierung wurde angestoßen. Zudem wird derzeit überlegt, wie das Zusammenspiel von Bund, Ländern und Kommunen in einer digitalisierten und vernetzten Welt künftig besser gelingen kann. Auch wenn man sich also auf den Weg begeben hat – der Großteil der Strecke liegt noch vor uns. Trotz seiner immensen Bedeutung hat das Thema Verwaltungsmodernisierung in den aktuellen programmatischen Vorschlägen zur Bundestagswahl nicht durchgängig den erhofften Aufmerksamkeitszuwachs erhalten.

Gleichlauf der Digitalisierungsprozesse in Wirtschaft und Verwaltung erforderlich, …

Es gibt weiterhin viele Großbaustellen. Diese werden besonders sichtbar, wenn es um mehr geht, als dass Verwaltung nur funktioniert. Gerade das letzte Jahr zeigt, dass Verwaltung auch flexibel auf neue Herausforderungen wie pandemische, geopolitisch verursachte oder durch den Klimawandel bedingte Ereignisse reagieren muss. Hinzu kommt: Unternehmen vernetzen sich immer stärker untereinander, neue Kooperationsformen sind der Schlüssel zum Erfolg. Auch die Verwaltung ist letztlich ein Bestandteil der Wertschöpfungsketten der Wirtschaft, etwa bei Planungs- und Genehmigungsprozessen. Das gelingt gut, wenn Verwaltung sich parallel zu den Unternehmen digitaler aufstellt und sich mit diesen vernetzt, um nicht zum Hemmschuh der Digitalisierung in der Wirtschaft zu werden.

So darf ein infrastrukturelles Großprojekt wie der flächendeckende Glasfaserausbau nicht durch späte oder ausbleibende Genehmigungen gebremst werden. Das aber ist die Folge, wenn die dafür erforderlichen Daten nicht elektronisch zwischen Unternehmen und Verwaltungen übertragen werden können und die Prozesse innerhalb der beteiligten Behörden nicht durchgängig digitalisiert sind.

… grundlegende Elemente dafür fehlen jedoch

Derzeit gibt es in Deutschland für die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Verwaltung weder eine verbindliche IT-Architekturlandschaft noch gemeinsame Basiskomponenten – das aber wäre die Grundlage für ein reibungsloses Zusammenspiel privater und behördlicher Prozesse. Es fehlt an einem unternehmensorientierten einheitlichen Zugang zu digitalen Verwaltungsleistungen und an einheitlichen technischen Schnittstellen, um Verwaltungsprozesse ebenenübergreifend abwickeln sowie Basiskomponenten und Register anbinden zu können. Außerdem brauchen Unternehmen eine nutzerfreundliche Identifizierungsmöglichkeit.

Datenbasierte Verwaltungsentscheidungen: mehr Miteinander gefragt

In der Wirtschaft ist die Diskussion zunehmend von der Frage geprägt, wie Daten für die Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen und als Basis für Innovationen genutzt werden können. Neben den aufgeführten grundlegenden To-dos wäre es wichtig, dass öffentliche Stellen ihre vielerorts vorhandenen Datenschätze für ihre eigene Arbeit besser nutzen. So können Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen bessere Services erhalten und staatliche Aufgaben effizienter erfüllt werden. Das gilt vor allem vor dem Hintergrund, dass in den kommenden zehn Jahren ein Drittel der Mitarbeitenden aus der öffentlichen Verwaltung altersbedingt ausscheiden wird.

Außerdem wäre damit ein vorausschauendes und gutes Verwaltungshandeln leichter möglich, auch in Extremsituationen. „Digitale Zwillinge“, eine bessere Vernetzung und gemeinsame, wissenschaftlich fundierte Datenauswertung könnten Ansatzpunkte dafür sein. Sind Daten der öffentlichen Hand sowie standardisierte Schnittstellen definiert und für die Privatwirtschaft zugänglich, können sich Lösungen entwickeln, die zu einem besseren Verwaltungshandeln beitragen. Die künftige Bundesregierung ist angesichts der vielen Herausforderungen in diesem Feld gut beraten, hier einen Schwerpunkt zu setzen.

Quelle: DIHK

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Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juli 2021

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juli gegenüber dem Vormonat um 3,4 %. Darauf weist das BMWi hin.

BMWi, Pressemitteilung vom 06.09.2021

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juli gegenüber dem Vormonat um 3,4 %. Die Nachfrage nach Investitionsgütern zog um 5,4 % an. Die Bestellungen bei Vorleistungsgüterproduzenten gingen hingegen leicht um 0,5 % zurück. Demgegenüber weitete sich die Nachfrage nach Konsumgütern kräftig um 7,5 % aus. Ohne Berücksichtigung von Großaufträgen ging das Ordervolumen leicht um 0,2 % zurück.

Im Zweimonatsvergleich Juni/Juli gegenüber April/Mai kam es ebenfalls zu einem deutlichen Auftragsplus in Höhe von 4,6 %. Bereinigt um Großaufträge ergab sich ebenfalls ein geringfügiger Rückgang um 0,3 %.

Die Auftragseingänge erhöhten sich nach dem kräftigen Anstieg im Juni erneut deutlich. Ursächlich hierfür war eine starke Auslandsnachfrage (+8,0 %), insbesondere aus dem Nicht-Euroraum (+15,7 %). Die inländische Nachfrage, im Vormonat noch Treiber des Orderanstiegs, war hingegen rückläufig (-2,5 %), liegt aber immer noch auf hohem Niveau. Insgesamt waren die Bestellungen von kräftigem Wachstum bei der Herstellung pharmazeutischer Erzeugnisse sowie einem Großauftrag im sonstigen Fahrzeugbau geprägt. Während sich die Auftragseingänge im Maschinenbau erneut erhöhten (+1,8 %) waren sie im ebenfalls gewichtigen Kfz-Bereich nach einem merklichen Zuwachs im Vormonat rückläufig (-4,3 %). Die Auftragseingänge setzen damit ihren seit Jahresanfang bestehenden Aufwärtstrend nach kurzer Unterbrechung im Mai dynamisch fort.

Quelle: BMWi

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Zahl der Kurzarbeitenden sank im August merklich

Die Zahl der Kurzarbeitenden in Deutschland ist im August merklich gesunken, von 1,06 Millionen auf 688.000 Menschen. 2,0 Prozent der abhängig Beschäftigten waren noch in Kurzarbeit, nach 3,2 Prozent im Juli. Das schätzt das ifo Institut auf der Grundlage seiner Konjunkturumfrage und von Daten der Bundesagentur für Arbeit.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 03.09.2021

Die Zahl der Kurzarbeitenden in Deutschland ist im August merklich gesunken, von 1,06 Millionen auf 688.000 Menschen. 2,0 Prozent der abhängig Beschäftigten waren noch in Kurzarbeit, nach 3,2* Prozent im Juli. Das schätzt das ifo Institut auf der Grundlage seiner Konjunkturumfrage und von Daten der Bundesagentur für Arbeit. „Einzig das Gastgewerbe hatte im August noch 10,1 Prozent Kurzarbeit, was 107.000 Menschen entspricht. Allerdings ging die Zahl auch hier erheblich zurück, denn im Vormonat betrug der Wert noch 17,1* Prozent“, sagt ifo-Umfrageexperte Stefan Sauer.

„Der Rückgang zog sich im August durch nahezu alle Wirtschaftszweige. Die Zahl der Kurzarbeitenden liegt damit erstmals seit Beginn der Coronakrise unter einer Million“, fügt Sauer hinzu.

In der Industrie hatten die Lieferengpässe bei den Vorprodukten keine spürbare Auswirkung auf die Kurzarbeit. Der Anteil sank dort von 4,2 auf 2,7 Prozent. Allerdings liegt im Druckgewerbe der Anteil der Kurzarbeiter noch bei 9,7 Prozent der Beschäftigten. In der Autobranche verringerte sich der Anteil von 3,7* auf 2,2 Prozent.

Im Einzelhandel sank der Anteil von 2,5* auf 1,5 Prozent, was 36.200 Menschen entspricht.

*) Korrigierter Wert.

Quelle: ifo-Institut

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ifo Geschäftsklima Ostdeutschland leicht gesunken

Die Stimmung der ostdeutschen Unternehmen sank im August leicht. Der ifo Geschäftsklimaindex für die gesamte regionale Wirtschaft ging auf 101,2 Punkte zurück, von 101,5 im Juli.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 01.09.2021

Die Stimmung der ostdeutschen Unternehmen sank im August leicht. Der ifo Geschäftsklimaindex für die gesamte regionale Wirtschaft ging auf 101,2 Punkte zurück, von 101,5 im Juli. Die Lageeinschätzungen der befragten Unternehmen stiegen im Vergleich zum Vormonat spürbar an. Gleichzeitig gingen ihre Erwartungen deutlich zurück.

Im ostdeutschen Verarbeitenden Gewerbe kühlte sich das Geschäftsklima im August merklich ab. Während die laufenden Geschäfte geringfügig besser bewertet wurden, senkten die Industrieunternehmen ihren Ausblick auf die kommenden Monate spürbar.

Im ostdeutschen Dienstleistungssektor stieg der ifo Geschäftsklimaindex im August leicht. Die befragten Dienstleistungsunternehmen hoben ihre Lageeinschätzungen abermals kräftig an. Gleichzeitig senkten sie ihre Erwartungen für die kommenden Monate deutlich.

Im ostdeutschen Handel sank die Stimmung im August etwas. Während im Einzelhandel vor allem der Ausblick weniger gut bewertet wurde, war es im Großhandel die Beurteilung der laufenden Geschäfte, die deutlich zurück ging.

Im ostdeutschen Bauhauptgewerbe kühlte sich das Geschäftsklima im August abermals leicht ab. Die befragten Bauunternehmen bewerteten ihre laufenden Geschäfte etwas weniger gut. Gleichzeitig hoben sie ihren Ausblick im Vergleich zum Vormonat etwas an.

Quelle: ifo-Institut

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Gesundheitswirtschaft zentrale Branche für Wirtschaftsstandort Deutschland

Das BMWi hat die aktuellen Daten der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung für das Jahr 2020 vorgestellt. Es zeigt sich, dass die Gesundheitswirtschaft weiterhin zu einer der zentralen Branchen des Wirtschaftsstandorts Deutschlands zählt.

BMWi, Pressemitteilung vom 01.09.2021

Am 01.09.2021 hat die Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Claudia Dörr-Voß, die aktuellen Daten der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung (GGR) für das Jahr 2020 vorgestellt. Es zeigt sich, dass die Gesundheitswirtschaft weiterhin zu einer der zentralen Branchen des Wirtschaftsstandorts Deutschlands zählt.

Claudia Dörr-Voß: „Die Gesundheitswirtschaft ist und bleibt eine der wichtigsten Branchen für die deutsche Volkswirtschaft. Im Jahr 2020 erwirtschaftete sie 364 Milliarden Euro und damit zwölf Prozent der deutschen Bruttowertschöpfung. Gerechnet auf einen Tag hat die Gesundheitswirtschaft im Jahr 2020 rund 1 Milliarde Euro Bruttowertschöpfung geschaffen. Jeder sechste Erwerbstätige arbeitet in der Gesundheitswirtschaft, insgesamt sind das 7,4 Millionen Menschen.“

Im Pandemie-Jahr 2020 hat auch die Gesundheitswirtschaft einen Rückgang von minus 3,7 Prozent Bruttowertschöpfung verzeichnet. Während die industrielle Gesundheitswirtschaft mit minus 9 Prozent einen deutlichen Einbruch erlitten hat, war der Rückgang im Bereich der medizinischen Versorgung mit minus 1,4 Prozent vergleichsweise gering.

Die Daten zeigen, dass die Gesundheitswirtschaft ein wichtiger Wachstumsfaktor für die Gesamtwirtschaft ist: Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre ist die Gesund­heitswirtschaft stetig gewachsen, mit durchschnittlich 3,3 Prozent pro Jahr sogar deutlich stärker als die Gesamtwirtschaft. Zum Vergleich: Die deutsche Volkswirtschaft wuchs durchschnittlich um 2,5 Prozent pro Jahr.

Um ihren Beitrag zur Wirtschaftsleistung Deutschlands zu bemessen, wurde im Auftrag des BMWi die Gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung (GGR) entwickelt und seitdem regelmäßig aktualisiert. Die GGR ermöglicht es, die Wirtschaftsleistung der Gesundheitswirtschaft aufzuzeigen und mit anderen Branchen zu vergleichen, was auf Basis der Daten aus der amtlichen Statistik nicht unmittelbar möglich ist.

Quelle: BMWi

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IAB-Arbeitsmarktbarometer auf Rekordhoch

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer erreicht im August mit 107,6 Punkten ein neues Allzeithoch. Gegenüber dem Juli klettere der Wert um 0,8 Punkte. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) signalisiert, dass sich der Arbeitsmarkt weiterhin auf einem Erholungskurs befindet.

IAB, Pressemitteilung vom 26.08.2021

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer erreicht im August mit 107,6 Punkten ein neues Allzeithoch. Gegenüber dem Juli klettere der Wert um 0,8 Punkte. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) signalisiert, dass sich der Arbeitsmarkt weiterhin auf einem Erholungskurs befindet.

Die Aussichten auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit und der Beschäftigung sind sehr positiv. „Der Optimismus der Arbeitsagenturen wächst trotz der anrollenden vierten Corona-Welle“, erklärt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“. Dafür verantwortlich seien auch die Impffortschritte und der wirtschaftliche Aufschwung. „Entscheidend für die weitere Erholung des Arbeitsmarkts ist, ob die Pandemie ohne neuerliche gravierende Einschränkungen kontrolliert werden kann“, so Weber.

Die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers legte im August um 1,5 Punkte auf 106,8 Punkte zu. Zuletzt war der Ausblick auf die Entwicklung der Beschäftigung im Jahr 2018 so positiv. Die Arbeitslosigkeitskomponente hält im August mit 108,4 Punkten den Rekordstand aus dem Vormonat und signalisiert eine sinkende Arbeitslosigkeit.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein seit November 2008 bestehender Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert. Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus den Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert des IAB-Arbeitsmarktbarometers. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).

Quelle: IAB

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Bundesregierung und DIHK vereinbaren Unterstützung der Auslandshandelskammern bei der Fachkräfteeinwanderung

Die Bundesregierung und der DIHK haben eine Kooperationsvereinbarung zur Unterstützung bei der Vorbereitung des Visumsverfahrens unterzeichnet. Danach sollen die Auslandshandelskammern Fachkräfte, die nach Deutschland einwandern möchten, hinsichtlich der Einwanderungsvoraussetzungen beraten und so die Visastellen des Auswärtigen Amts unterstützen.

BMWi, Pressemitteilung vom 27.08.2021

Die Bundesregierung und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag haben am 27.08.2021 eine Kooperationsvereinbarung zur Unterstützung bei der Vorbereitung des Visumsverfahrens unterzeichnet. Danach sollen die Auslandshandelskammern Fachkräfte, die nach Deutschland einwandern möchten, hinsichtlich der Einwanderungsvoraussetzungen beraten und so die Visastellen des Auswärtigen Amts unterstützen.

Die konkrete Unterstützung kann insbesondere die Zusammenstellung vollständiger Unterlagen, die Beratung zum korrekten Ausfüllen der Antragsformulare sowie Hinweise im Hinblick auf den richtigen Aufenthaltszweck und die damit einhergehende korrekte Terminbuchung umfassen. Die hoheitlichen Befugnisse der Antragsprüfung verbleiben vollständig bei den Visastellen des Auswärtigen Amts.

Dr. Philipp Birkenmaier, Leiter des Arbeitsstabs Mittelstandsstrategie im Bundeswirtschaftsministerium: „Qualifizierte Fachkräfte sind für den Wirtschaftsstandort Deutschland essenziell. Ich begrüße sehr, dass das Netzwerk der Auslandshandelskammern sich engagiert, um Unternehmen bei der Gewinnung ausländischer Fachkräfte aus dem Ausland zu unterstützen.“

Benjamin Leipold, DIHK-Bereichsleiter AHK-Netz | Koordination DEinternational, Internationale Projekte: „Diese Vereinbarung beruht auf der guten Zusammenarbeit zwischen den Auslandsvertretungen und Auslandshandelskammern an den jeweiligen Standorten und kann sie weiter vertiefen. Wir schließen damit eine Beratungslücke beim für die gewerbliche Wirtschaft in Deutschland so wichtigen Thema der Fachkräftegewinnung.“

Die Kooperationsvereinbarung trägt zur Umsetzung der Strategie zur gezielten Gewinnung von Fachkräften aus Drittstaaten der Bundesregierung sowie der „Gemeinsame Absichtserklärung zur Förderung der Fachkräftegewinnung aus Drittstaaten“ bei, welche die Bundesregierung mit Wirtschaft und Gewerkschaften im Dezember 2019 unterzeichnet hat.

Mehr Informationen zu den Maßnahmen des BMWi zur Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland finden Sie hier.

Quelle: BMWi

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Bundesländer erhalten über 1,2 Milliarden Euro aus dem Aufbaufonds REACT-EU

Zusätzliche EU-Hilfen für die Corona-Krisenbewältigung und die Unterstützung des digitalen und grünen Wandels der Wirtschaft können jetzt vor Ort eingesetzt werden: Mit erfolgter Genehmigung der EU-Kommission ist der Aufbaufonds REACT-EU nun in allen 16 Bundesländern in Kraft. Darauf weist das BMWi hin.

BMWi, Pressemitteilung vom 27.08.2021

Zusätzliche EU-Hilfen für die Corona-Krisenbewältigung und die Unterstützung des digitalen und grünen Wandels der Wirtschaft können jetzt vor Ort eingesetzt werden: Mit erfolgter Genehmigung der EU-Kommission ist der Aufbaufonds REACT-EU nun in allen 16 Bundesländern in Kraft.

„Die Europäische Union hat unter Beweis gestellt, dass sie unverzüglich auf Krisensituationen reagieren kann. Die Mittel aus dem Aufbaufonds REACT-EU stärken die regionale Wirtschaft in Deutschland für einen nachhaltigen und klimaschonenden Weg aus der Corona-Krise. Die Förderung zukunftsweisender Investitionen in KMU und Start-Ups ist richtig und wichtig. Gleiches gilt für die Forschungsförderung für Zukunftstechnologien sowie die Förderung der Aus- und Weiterbildung von Nachwuchs- und Fachkräften.“

Bundeswirtschaftsminister Altmaier

Der Aufbaufonds REACT-EU ist Teil des Pakets „Next Generation EU“. REACT-EU soll die europäischen Regionen bis zum Jahr 2023 mit insgesamt 50,6 Milliarden Euro bei der Krisenbewältigung im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie und bei der grünen und digitalen Transformation der Wirtschaft unterstützen. In Deutschland werden die REACT-EU-Mittel über die bewährten Strukturen des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) umgesetzt.

Insgesamt erhält Deutschland 2,4 Milliarden Euro in zwei Jahrestranchen. Die erste Tranche umfasst 1,2 Milliarden Euro für den EFRE und 700 Millionen Euro für den ESF.

Die Mittel von REACT-EU werden zur Krisenbewältigung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft eingesetzt. Damit soll in den Regionen ein nachhaltiger und klimaschonender Wirtschaftsaufschwung ermöglicht werden. Beim EFRE liegt in den Bundesländern ein Schwerpunkt auf zukunftsweisenden Investitionen in KMU und der Förderung von Start-Ups. Neben der Krisenbewältigung in Bereichen wie Gesundheitswirtschaft, Tourismus und Kultur werden in Unternehmen auch Digitalisierungs- und Energieeffizienzmaßnahmen gefördert.

Ein weiteres wichtiges Einsatzfeld ist der Auf- und Ausbau von nachhaltigkeitsrelevanten und klimabezogenen Forschungs- und Innovationsinfrastrukturen an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Hierzu gehören wichtige zukunftsorientierte Forschungsfelder wie Grüner Wasserstoff, Brennstoffzellen, E-Mobilität, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft. Zudem werden mit REACT-EU auch Maßnahmen zum Erhalt von Arbeitsplätzen sowie der vielfältig und breit angelegten Aus- und Weiterbildung von Nachwuchskräften und Fachkräften gefördert.

Quelle: BMWi