Kein Weg zurück: Viele Mittelständler erwarten langfristige Änderungen der Nachfrage durch Corona

Etwa ein Drittel der kleinen und mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland erwartet, dass durch die Corona-Krise verändertes Konsumverhalten die Nachfrage nach ihren wichtigsten Produkten oder Dienstleistungen auch nach der Krise beeinflussen wird. Einer Analyse von KfW Research zufolge rechnen 17 % der KMU (rund 650.000 Unternehmen) mit einem dauerhaften Nachfrage-Rückgang.

KfW, Pressemitteilung vom 09.08.2021

  • Verändertes Konsumverhalten aufgrund der Corona-Krise beschleunigt Wandel im Mittelstand
  • Gewinner und Verlierer: 17 % der KMU erwarten dauerhaften Nachfrage-Rückgang, 14 % rechnen mit steigender Nachfrage
  • Von Pandemie-bedingten Einschränkungen stark betroffene Unternehmen sind besonders pessimistisch

Etwa ein Drittel der kleinen und mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland erwartet, dass durch die Corona-Krise verändertes Konsumverhalten die Nachfrage nach ihren wichtigsten Produkten oder Dienstleistungen auch nach der Krise beeinflussen wird. Einer Analyse von KfW Research zufolge rechnen 17 % der KMU (rund 650.000 Unternehmen) mit einem dauerhaften Nachfrage-Rückgang. Hierzu zählen vor allem Unternehmen aus dem Handel (20 %) und dem Verarbeitenden Gewerbe (19 %). Deutlich optimistischer ist das Baugewerbe, in dem nur rund 9 % eine nachlassende Nachfrage erwarten.

Die Analyse zeigt, dass vor allem solche Unternehmen eher pessimistisch in die Zukunft blicken, die aktuell besonders stark von den Einschränkungen betroffen sind. Mehr als die Hälfte von ihnen erwartet einen dauerhaften Nachfrage-Rückgang. Bei Unternehmen, die nur gering oder gar nicht von den Einschränkungen betroffen sind, liegt dieser Anteil nur bei 4 %.

Allerdings sind die Erwartungen der KMU zur Post-Corona-Nachfrage nicht ausschließlich negativ. Rund 14 % der Mittelständler erwarten, dass ihre Produkte oder Dienstleistungen nach der Krise stärker gefragt sein werden als davor. Selbst unter den Unternehmen, die sich durch die Corona-bedingten Einschränkung in ihrer Existenz bedroht sehen, gehen rund 8 % von einer steigenden Nachfrage nach der Corona-Pandemie aus. Rund vier von zehn Mittelständlern erwarten, dass sich die Nachfrage nach ihren Produkten wieder auf dem Vorkrisenniveau einpendeln wird, ein knappes Drittel erwartet keine Veränderungen.

Die Chefvolkswirtin der KfW, Dr. Fritzi Köhler-Geib, sagt zu den Befragungsergebnissen:

„Die Corona-Krise könnte als Katalysator für Veränderungen im Mittelstand in die Geschichte eingehen. Für einen Teil des Mittelstands wird das pandemiebedingt geänderte Konsumverhalten zu einem nachhaltigen Nachfrage-Rückgang führen. Anpassungen werden für die davon betroffenen Unternehmen wohl unumgänglich sein. Es gilt diesen teils schwierigen Transformationsprozess mit geeigneten Fördermaßnahmen und Qualifikationsangeboten für die Beschäftigten zu begleiten. Gelingt dies, dürfte der Mittelstand als Ganzes gestärkt aus dieser Krise hervorgehen. Dies gilt umso mehr, als das zahlreiche KMU von dem geänderten Konsumverhalten auch profitieren werden und künftig einer stärkeren Nachfrage nach ihren Produkten und Dienstleistungen gegenüberstehen. “

Die Analyse von KfW Research „No way back: Viele KMU erwarten nachhaltige Folgen der Corona-Krise für die Produktnachfrage“ steht hier zum Download zu Verfügung.

Quelle: KfW

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Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Juni 2021

Wie das BMWi mitteilt, ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juni gegenüber dem Vormonat um 1,3 % zurückgegangen. Die Herstellung der Industrie verringerte sich dabei um 0,9 %, im Baugewerbe kam es zu einem Minus von 2,6 %.

BMWi, Pressemitteilung vom 06.08.2021

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Juni gegenüber dem Vormonat um 1,3 % zurückgegangen. Die Herstellung der Industrie verringerte sich dabei um 0,9 %, im Baugewerbe kam es zu einem Minus von 2,6 %.

Im Quartalsvergleich nahm die Produktion im Produzierenden Gewerbe im zweiten Quartal gegenüber dem ersten leicht um 0,6 % ab. Während der Ausstoß in der Industrie um 1,3 % zurückging, folgte beim Baugewerbe dem schwachen ersten Quartal einen Anstieg um 2,4 % im zweiten Quartal. Innerhalb der Industrie meldete der gewichtige Bereich Kfz/Kfz-Teile erneut ein deutliches Minus von 11,2 % gegenüber Vorquartal. Die Produktion im ähnlich gewichtigen Maschinenbau lag 1,3 % unter dem Niveau des ersten Quartals.

Nach der Seitwärtsbewegung im ersten Quartal ist es nun im zweiten Quartal zu einem Rückgang der Industrieproduktion gekommen. Maßgeblich waren Versorgungsengpässe bei Halbleitern vor allem im Automobilbereich, die auch aktuell noch Probleme bereiten. Im Baugewerbe ging die Bremswirkung von einer Knappheit von Bauholz aus, die allerdings bald überwunden sein könnte. Ohnehin liegt der Ausstoß im Baugewerbe weiter auf hohem Niveau. Der Ausblick für die Industriekonjunktur insgesamt bleibt angesichts einer nach wie vor hohen Nachfrage verhalten optimistisch. Auch die Exportaussichten werden von den Unternehmen weiterhin positiv eingeschätzt. (…)

Quelle: BMWi

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Wer macht eigentlich künftig die Arbeit?

Um bis zu fünf Mio. Menschen wird die Erwerbsbevölkerung in Deutschland im Laufe der kommenden 15 Jahre schrumpfen – eine enorme Herausforderung für die gesamte Wirtschaft. Doch wie kann gegengesteuert werden? Verschiedene Vorschläge liegen lt. DIHK auf dem Tisch. Anstrengungen für eine weiter verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf zählen ebenso zu den Optionen wie ein gesteigerter Einsatz für qualifizierte Einwanderung und für die Integration Geflüchteter. Der DIHK nimmt dazu Stellung.

DIHK, Mitteilung vom 05.08.2021

Mit Überwinden der Corona-Krise werden bekannte Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft wieder aktuell. Hierzu gehört vor allem die Fachkräftesicherung. Derzeit sehen laut DIHK-Umfrage bereits 43 Prozent der Unternehmen im Fachkräftemangel ein Geschäftsrisiko – zu Beginn der Pandemie waren es 26 Prozent, kurz davor 55 Prozent. Der demografische Wandel lässt die Erwerbsbevölkerung stark schrumpfen – um 3,7 bis 5 Millionen Menschen in den nächsten fünfzehn Jahren.

Unternehmen brauchen Millionen neuer Fachkräfte

Das ist nicht nur für die Unternehmen bei der Personalsuche ein Problem, es kostet auch die gesamte Wirtschaft Wachstum und macht einen erfolgreichen Strukturwandel hin zu Digitalisierung und Klimaneutralität schwieriger. Daher diskutieren Wirtschaft und Politik über neue Wege, bislang noch nicht ausgereizte Beschäftigungsmöglichkeiten zu steigern. Dies gilt besonders für Frauen, die bislang häufig in Teilzeit arbeiten, Fachkräfte aus der EU und aus Drittstaaten oder Migranten mit Fluchthintergrund.

Nach der Bundestagswahl wird das Thema auch für die neue Bundesregierung relevant. Die Vorschläge sind vielfältig und sehr unterschiedlich: Sie reichen von einem ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangebot im Grundschulalter für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis hin zu weiteren Anstrengungen für einen gesteuerten Zuzug ausgebildeter Menschen in den Arbeitsmarkt.

Vereinbarkeit weiter verbessern

Die Pandemie zeigt deutlich: Für eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf – und damit für eine breite Erwerbstätigkeit von Eltern – ist eine verlässliche Kinderbetreuung, die zu den Arbeitszeiten der Eltern passt, das A und O. Die Erwerbstätigkeit der Frauen ist in Deutschland in den letzten Jahren enorm gestiegen, mit 73,2 Prozent liegt Deutschland in der europäischen Spitzengruppe nur knapp hinter der Schweiz, den Niederlanden und Schweden. Allerdings ist dabei die Teilzeitquote hierzulande recht hoch (49 Prozent), und die durchschnittlichen Wochenarbeitsstunden bei Teilzeit liegen mit 21,1 unter dem EU-Schnitt (21,6).

Eltern und Betriebe vermissen bei konkreten Nachfragen insbesondere Betreuungskapazitäten an Tagesrandzeiten, Wochenenden und in den Schulferien. Mit Blick auf die Grundschulen ist der Wunsch nach einem verlässlichen Ganztagsangebot groß.

Die Digitalisierung bietet für etliche Tätigkeiten mehr Chancen für mobiles und flexibles Arbeiten. Das kann die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern – und ist ein gutes Argument für Arbeitgeber beim Werben um Fachkräfte.

Zuwanderung und Integration im Fokus

Die Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte nach Deutschland ist eine Stellschraube, um den Fachkräftebedarf in den Betrieben zu meistern. Im letzten Jahr gab es Corona-bedingt hier einen Rückgang: So lag der Wanderungssaldo 2020 nach vorläufigen Ergebnissen bei rund 220.000, während er im Jahr zuvor noch fast 330.000 betragen hatte.

Das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz mit Erleichterungen für Zuwanderer aus Nicht-EU-Staaten sollte nun angesichts wieder steigender Personalnachfrage der Betriebe effizient und unbürokratisch umgesetzt werden. Dazu gehört auch die Unterstützung von Betrieben und Fachkräften von der Vermittlung bis zur Integration im Betrieb.

Das Engagement der Unternehmen für die Integration von Geflüchteten auch in der Corona-Krise macht deutlich, dass diese einen Beitrag leisten können, um Fachkräftebedarfe in den Betrieben zu decken. Damit das gelingt, sind ausreichend Sprachlern-Angebote wichtig. Insbesondere die Berufssprachkurse sollten berufsspezifischer und praxisnäher gestaltet werden sowie zeitlich mit den Arbeits- und Ausbildungszeiten kompatibler sein – zum Beispiel mithilfe digitaler Angebote.

Quelle: DIHK

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Zahl der Kurzarbeiter sank im Juli deutlich

Die Zahl der Kurzarbeitenden ist im Juli deutlich gesunken, von 1,39* auf 1,06 Millionen Menschen. Das ist die niedrigste Zahl seit Beginn der Corona-Krise im Februar 2020. Im Juli 2021 waren lt. ifo Institut noch 3,1 Prozent der abhängig Beschäftigten in Kurzarbeit, nach 4,1* Prozent im Vormonat.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 05.08.2021

Die Zahl der Kurzarbeitenden ist im Juli deutlich gesunken, von 1,39* auf 1,06 Millionen Menschen. Das ist die niedrigste Zahl seit Beginn der Corona-Krise im Februar 2020. Im Juli 2021 waren noch 3,1 Prozent der abhängig Beschäftigten in Kurzarbeit, nach 4,1* Prozent im Vormonat. Das schätzt das ifo Institut auf der Grundlage seiner Konjunkturumfrage und von Daten der Bundesagentur für Arbeit. „Vor allem in den Branchen mit Corona-Lockerungen ging die Kurzarbeit erneut kräftig zurück“, sagt ifo-Umfrageexperte Stefan Sauer. „In der Industrie jedoch sehen wir erste Auswirkungen der Engpässe bei Vorprodukten und Rohmaterialien auf den Umfang der Kurzarbeit.“

In der Autobranche stieg die Zahl der Kurzarbeitenden von 14.500 auf 32.100. Das sind jetzt 3,4 Prozent nach 1,5 Prozent. Sehr hoch liegt der Anteil weiter bei den Druckereien mit 13,8 nach 14,1 Prozent. Das sind noch 17.300 Beschäftigte. Insgesamt stieg der Anteil in der Industrie von 3,1 auf 3,6 Prozent. Das sind 249.000 nach 214.000 Beschäftigten.

Im Gastgewerbe sank die Zahl der Menschen in Kurzarbeit merklich von 295.000* auf 183.000. Das entspricht noch 17,2 Prozent der Beschäftigten nach 27,8* Prozent im Juni. Im Einzelhandel verringerte sich die Zahl der Kurzarbeitenden von 92.600* auf 41.700. Das sind noch 1,7 Prozent.

Fußnote

*) korrigierter Wert

Quelle: ifo Institut

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Angriffsziel deutsche Wirtschaft: mehr als 220 Mrd. Euro Schaden pro Jahr

Durch Diebstahl, Spionage und Sabotage entsteht der deutschen Wirtschaft jährlich ein Gesamtschaden von 223 Mrd. Euro. Damit haben kriminelle Attacken erneut für Rekordschäden gesorgt: Die Schadenssumme ist mehr als doppelt so hoch wie in den Jahren 2018/2019, als sie noch 103 Mrd. Euro p.a. betrug. Neun von zehn Unternehmen (88 %) waren 2020/2021 lt. Bitkom von Angriffen betroffen.

Bitkom, Pressemitteilung vom 05.08.2021

  • Diebstahl, Spionage, Sabotage: Neun von zehn Unternehmen wurden Opfer
  • Erpressung, Systemausfälle und Betriebsstörungen mehr als vervierfacht
  • Bereits jedes zehnte Unternehmen sieht seine geschäftliche Existenz bedroht

Durch Diebstahl, Spionage und Sabotage entsteht der deutschen Wirtschaft jährlich ein Gesamtschaden von 223 Milliarden Euro. Damit haben kriminelle Attacken erneut für Rekordschäden gesorgt: Die Schadenssumme ist mehr als doppelt so hoch wie in den Jahren 2018/2019, als sie noch 103 Milliarden Euro p. a. betrug. Neun von zehn Unternehmen (88 Prozent) waren 2020/2021 von Angriffen betroffen. In den Jahren 2018/2019 wurden drei Viertel (75 Prozent) Opfer. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Studie des Digitalverbands Bitkom, für die mehr als 1.000 Unternehmen quer durch alle Branchen befragt wurden.

Haupttreiber des enormen Anstiegs sind Erpressungsvorfälle, verbunden mit dem Ausfall von Informations- und Produktionssystemen sowie der Störung von Betriebsabläufen. Sie sind meist unmittelbare Folge von Ransomware-Angriffen. Durch sie werden Computer und andere Systeme blockiert, anschließend werden die Betreiber erpresst. Die so verursachten Schäden haben sich im Vergleich zu den Vorjahren 2018/2019 mehr als vervierfacht (+358 Prozent). Aktuell sieht jedes zehnte Unternehmen (9 Prozent) seine geschäftliche Existenz durch Cyberattacken bedroht.

„Die Wucht, mit der Ransomware-Angriffe unsere Wirtschaft erschüttern, ist besorgniserregend und trifft Unternehmen aller Branchen und Größen“, kommentiert Bitkom-Präsident Achim Berg die aktuelle Entwicklung. Systeme würden verschlüsselt und der Geschäftsbetrieb lahmgelegt. Gestohlene Kunden- und Unternehmensdaten erzeugten nicht nur Reputationsschäden, sondern führten auch zum Verlust von Wettbewerbsfähigkeit, mahnte Berg: „Der Diebstahl von geistigem Eigentum kann für die innovationsgetriebene deutsche Wirtschaft schwerwiegende Konsequenzen haben.“

Verfassungsschutz-Vizepräsident Sinan Selen, der die Ergebnisse gemeinsam mit Berg vorstellte, erklärte: „Die aktuelle Bitkom-Studie macht deutlich, wie wichtig eine resiliente Wirtschaft für den Standort Deutschland ist. Die Corona-Pandemie hat die Notwendigkeit drastisch verstärkt. Nur durch eine intensive Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Behörden können wir den Bedrohungen durch Sabotage und Spionage effektiv entgegentreten.“

Social Engineering Startpunkt vieler Angriffe, Homeoffice zusätzliches Einfallstor

Ein Großteil der Angriffe beginnt mit Social Engineering, der Manipulation von Beschäftigten. Die Kriminellen nutzen den „Faktor Mensch“ als vermeintlich schwächstes Glied der Sicherheitskette aus, um etwa sensible Daten wie Passwörter zu erhalten. Bei 41 Prozent der befragten Unternehmen gab es zuletzt solche Versuche – 27 Prozent der Befragten gaben an, unter anderem per Telefon kontaktiert worden zu sein, 24 Prozent per E-Mail. Das dürfte vor allem auch auf die veränderten Arbeitsbedingungen im Zuge der Corona-Pandemie zurückzuführen sein.

59 Prozent der befragten Unternehmen, bei denen Homeoffice grundsätzlich möglich ist (817 Unternehmen), gaben an, seit Beginn der Pandemie habe es IT-Sicherheitsvorfälle gegeben, die auf die Heimarbeit zurückzuführen seien. In 24 Prozent dieser Unternehmen sei das sogar häufig geschehen. Sofern ein Angriff mit dem Homeoffice in Verbindung stand, ist daraus in der Hälfte der Fälle (52 Prozent) auch ein Schaden entstanden. Berg: „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einfach zum Arbeiten nach Hause zu schicken, genügt nicht. Ihre Geräte müssen gesichert, die Kommunikationskanäle zum Unternehmen geschützt und die Belegschaft für Gefahren sensibilisiert werden. Wer das nicht tut, verhält sich fahrlässig.“

Als Reaktion auf die verschärfte Bedrohungslage haben die Unternehmen ihre Investitionen in IT-Sicherheit aufgestockt: 24 Prozent haben sie deutlich erhöht, 39 Prozent etwas. In 33 Prozent der Unternehmen sind die Ausgaben unverändert geblieben. Gemessen am gesamten IT-Budget sind die Aufwendungen für ein Mehr an Sicherheit aber weiter gering. Durchschnittlich 7 Prozent ihrer IT-Mittel setzen die Unternehmen für IT-Sicherheit ein.

Malware, DDoS-Angriffe und Spoofing auf dem Vormarsch

Die Infizierung mit Schadsoftware setzt die deutsche Wirtschaft besonders unter Druck: Schadsoftware hat 2020/2021 in 31 Prozent der befragten Unternehmen Schäden verursacht. Sogenannte DDoS-Attacken, bei denen Angreifer bestimmte Ressourcen gezielt überlasten und zum Beispiel Server mit massenhaften Anfragen in die Knie zwingen, betrafen 27 Prozent. Spoofing, das Vortäuschen einer falschen Identität, und Phishing, das Abfangen persönlicher Daten, haben in 20 bzw. 18 Prozent der Unternehmen Schäden verursacht. Besonders stark stieg die Zahl der Spoofing-Versuche. Sie wuchs im Vergleich zu den Jahren 2018/2019 um 12 Prozentpunkte. Das Angriffsgeschehen mit DDoS-Attacken stieg um 9 Prozentpunkte.

Kommunikationsdaten und geistiges Eigentum im Fokus der Angreifer

Dabei haben es Datendiebe mehr denn je auf Kommunikationsdaten und geistiges Eigentum abgesehen. In 63 Prozent der Unternehmen, in denen zuletzt sensible digitale Daten gestohlen wurden, handelte es sich um Kommunikationsdaten. Geistiges Eigentum wie Patente oder Forschungsinformationen wurden bei 18 Prozent gestohlen – ein Plus von 11 Prozentpunkten gegenüber den Jahren 2018/2019. Darüber hinaus wurden unkritische Geschäftsdaten (44 Prozent), Kundendaten (31 Prozent), Finanzdaten (29 Prozent) und kritische Geschäftsinformationen wie Marktanalysen (19 Prozent) erbeutet. In 19 Prozent der Fälle wurden Zugangsdaten zu Cloud-Diensten entwendet.

Organisierte Kriminalität wächst weiter

Ein Blick auf die Beteiligten, von denen die schädigenden Handlungen ausgehen (Mehrfachnennungen möglich) zeigt: In 61 Prozent der von Diebstahl, Spionage und Sabotage betroffenen Unternehmen wurden Schäden durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verursacht, teils auch nachdem sie bereits aus dem betroffenen Unternehmen ausgeschieden waren. 42 Prozent der betroffenen Unternehmen berichten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die unabsichtlich gehandelt haben. 28 Prozent der Unternehmen gehen dagegen davon aus, dass Schäden vorsätzlich herbeigeführt wurden. Eine unzureichend geschulte oder unaufmerksame Belegschaft und Innentäter bleiben damit ein zentrales Problem für die deutsche Wirtschaft. Viele Angriffe kommen aber von außen, beispielsweise von Privatpersonen bzw. Hobby-Hackern (40 Prozent). Der stärkste Zuwachs im Vergleich zu den Vorjahren ist allerdings der organisierten Kriminalität zuzurechnen: In den Jahren 2016/2017 führten 7 Prozent der betroffenen Unternehmen Attacken auf organisierte Kriminalität zurück, 2018/2019 bereits 21 Prozent. 2020/2021 ist der Wert nun auf 29 Prozent gestiegen.

Die meisten Angriffe kommen aus Deutschland: 43 Prozent der geschädigten Unternehmen vermuten die Täterinnen und Täter im Inland. 37 Prozent geben an, die Handlungen wurden aus Osteuropa (ohne Russland) vorgenommen (2018/2019: 28 Prozent). China (30 Prozent) und Russland (23 Prozent) wurden ebenfalls häufig als Ursprungsregionen identifiziert; seltener die USA (16 Prozent). Indes konnten 31 Prozent der Unternehmen keine Angaben machen, woher sie angegriffen wurden. Dieser Wert stieg im Vergleich zu den Jahren 2018/2019 um 7 Prozentpunkte – ein Indiz für erfolgreichere Verschleierungstaktiken der Angreifer.

Keine Entspannung in Sicht: Kritische Infrastruktur besonders bedroht

In den kommenden Monaten wird die Bedrohungslage durch Cyberattacken sogar noch ernster, so die in der deutschen Wirtschaft dominierende Meinung: 83 Prozent der Unternehmen befürchten, die Zahl der Angriffe werde bis Ende dieses Jahres zunehmen, 45 Prozent rechnen dabei sogar mit einer starken Zunahme. Besonders bedroht sehen sich Betreiber kritischer Infrastrukturen (52 Prozent erwarten starke Zunahme von Angriffen auf ihr Unternehmen) und mittlere Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (50 Prozent erwarten starke Zunahme).

Die größte Gefahr messen Unternehmen dabei Angriffen mit Ransomware zu. 96 Prozent halten solche Attacken für bedrohlich. Die Ausnutzung neuer Sicherheitslücken (Zero-Day-Schwachstellen) fürchten 95 Prozent der Unternehmen. Auch Spyware-Angriffe (83 Prozent), Angriffe mit Quantencomputern (79 Prozent) sowie eingebaute Hintertüren, sogenannte „Backdoors“ (78 Prozent) werden von der Wirtschaft als bedrohlich erachtet.

Um künftig besser vor Diebstahl, Spionage und Sabotage geschützt zu sein, erwartet die deutsche Wirtschaft wirksame politische Antworten: Jeweils 99 Prozent der Unternehmen fordern ein stärkeres Vorgehen gegen Cyberattacken aus dem Ausland, eine verstärkte EU-weite Zusammenarbeit bei Cybersicherheit und einen besseren Austausch zu IT-Sicherheit zwischen Staat und Wirtschaft. 94 Prozent wünschen sich ein Förderprogramm für mehr IT-Sicherheit im Homeoffice. Einen stärkeren Einsatz der Politik, um Unternehmen vor Cyberangriffen zu schützen, erhoffen sich 85 Prozent der Unternehmen.

Bitkom-Präsident Berg appellierte bereits jetzt an die kommende Bundesregierung: „Der Schutz der deutschen Wirtschaft entscheidet wesentlich über den Erfolg und die Strahlkraft des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Neben dem offenen und ehrlichen Dialog mit der Wirtschaft braucht es in der kommenden Legislaturperiode mehr Tatkraft auf allen Ebenen“, so Berg. Die Stärkung des Wirtschaftsschutzes und der Aufbau notwendiger Cyber-Resilienz könnten nur gelingen, „wenn die nächste Bundesregierung den Schulterschluss mit der Wirtschaft sucht.“

Dazu hat der Bitkom konkrete Handlungsempfehlungen für die nächste Legislaturperiode erarbeitet und diese heute erstmalig veröffentlicht. Die notwendigen Maßnahmen reichen von der Vereinfachung staatlicher Zuständigkeitsstrukturen über die Bereitstellung von Echtzeitinformationen zur Cyber-Bedrohungslage bis hin zu einem notwendigen Paradigmenwechsel im Bildungsbereich. (…)

Quelle: Bitkom

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Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juni 2021

Wie das BMWi mitteilt, stiegen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juni gegenüber dem Vormonat um 4,1 %.

BMWi, Pressemitteilung vom 05.08.2021

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juni gegenüber dem Vormonat um 4,1 %. Die Nachfrage nach Investitionsgütern zog um 6,8 % an und die Bestellungen bei Vorleistungsgüterproduzenten um 1,4 %. Demgegenüber sank die Nachfrage nach Konsumgütern um 1,1 %. Ohne Berücksichtigung von Großaufträgen wuchs das Ordervolumen insgesamt noch um 1,7 %.

Im Quartalsvergleich kam es im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal zu einem Auftragsplus in Höhe von 2,8 %. Bereinigt um Großaufträge ergab sich ein ähnlich hoher Zuwachs (+2,6 %).

Damit zeigen sich die Auftragseingänge nach dem Rückgang im Mai wieder deutlich aufwärtsgerichtet. Treiber hierfür war insbesondere eine starke Inlandsnachfrage (+9,6 %), die von kräftigen Wachstumsbeiträgen in den Bereichen EDV und Optik sowie sonstiger Fahrzeugbau geprägt war. Auch in den gewichtigen Bereichen Kfz und Maschinenbau stiegen die Auftragseingänge. Die ausländische Nachfrage erhöhte sich hingegen etwas verhaltener um insgesamt 0,4 %. Dabei kompensierte ein Orderplus aus dem Euroraum (+1,3 %) einen leichten Rückgang der Aufträge aus dem Nicht-Euroraum. Insgesamt setzen die Auftragseingänge damit ihren seit Jahresanfang bestehenden Aufwärtstrend nach kurzer Unterbrechung im Mai weiter fort.

Quelle: BMWi

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Was Startups sich von der nächsten Bundesregierung wünschen

Wenn in wenigen Monaten der Koalitionsvertrag für die nächste Legislaturperiode verhandelt wird, dann gibt es drei Themen, die eine Mehrheit der Startups in Deutschland dort gerne wiederfinden würden. 6 von 10 Startups (59 Prozent) wünschen sich lt. Bitkom mehr Einsatz bei der Digitalisierung der Verwaltung, etwa durch einen One-Stop-Shop für alle bürokratischen Startup-Angelegenheiten.

Bitkom, Pressemitteilung vom 03.08.2021

  • Top-Themen sind eine digitalere Verwaltung, mehr Wagniskapital in der Wachstumsphase und besserer Zugang zu öffentlichen Aufträgen
  • Berg: „Wir brauchen neuen Schwung in der Startup-Politik – und zwar vom ersten Tag der neuen Regierung an.“

Wenn in wenigen Monaten der Koalitionsvertrag für die nächste Legislaturperiode verhandelt wird, dann gibt es drei Themen, die eine Mehrheit der Startups in Deutschland dort gerne wiederfinden würden. 6 von 10 Startups (59 Prozent) wünschen sich mehr Einsatz bei der Digitalisierung der Verwaltung, etwa durch einen One-Stop-Shop für alle bürokratischen Startup-Angelegenheiten. Nur knapp dahinter liegen der Wunsch nach mehr Wagniskapital in der Wachstumsphase (56 Prozent) und einem besseren Zugang zu öffentlichen Aufträgen für Startups (53 Prozent). Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter mehr als 200 Tech-Startups im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Die drei am häufigsten genannten Top-Themen für die nächste Bundesregierung sind Dauerbrenner. In der Vergangenheit wurden die Maßnahmen meist aber gar nicht oder nur halbherzig angegangen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wir brauchen nach dem Corona-Jahr dringend neuen Schwung in der Startup-Politik – und zwar vom ersten Tag der neuen Regierung an.“

Jedes zweite Startup (50 Prozent) wünscht sich allgemein den Ausbau staatlicher Förderangebote. Ebenso viele plädieren für bessere Bedingungen bei der virtuellen Mitarbeiterbeteiligung. Dabei handelt sich um „fiktive“ schuldrechtliche Stellungen, bei denen die Auszahlung an den Eintritt von bestimmten Bedingungen wie zum Beispiel den Börsengang geknüpft ist. „Bei der Mitarbeiterbeteiligung hat die Bundesregierung einige Schritte unternommen, ging dabei aber an der Realität vieler Startups vorbei. Das Votum der Startups zeigt, dass hier weiterhin Handlungsbedarf besteht“, so Berg. Einsetzen sollte sich die Politik den Startups zufolge auch für mehr Wagniskapital in der Gründungsphase (47 Prozent) sowie speziell für Hightech-Startups (45 Prozent), etwa im Bereich Life Science oder Industrial Tech. Ein wichtiges Thema ist zudem der Fachkräftemangel (43 Prozent). Eher weiter hinten auf der Liste der drängenden Probleme stehen ein besserer Zugang zum EU-Binnenmarkt (30 Prozent), die Schaffung einer neuen Gesellschaftsform für Startups (29 Prozent) und bessere Bedingungen für Venture Debt (23 Prozent). Bei diesen Darlehen wird die Finanzierung des Startups gesichert, ohne die Beteiligungen von Investorinnen und Investoren sowie Gründerinnen und Gründern zu verwässern.

Die gewünschten Top-Prioritäten unterscheiden sich dabei auch nach dem Alter der Startups. Während Startups, die vor 6 oder mehr Jahren gegründet wurden, besonders häufig die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen anmahnen (69 Prozent), sind es bei den Startups, die zwischen 3 und 5 Jahre alt sind, gleichermaßen die Verwaltungsdigitalisierung und der Zugang zu Wagniskapital in der Wachstumsphase (je 55 Prozent). Und bei den jungen Startups, die vor weniger als 3 Jahren gegründet wurden, steht der bessere Zugang zu öffentlichen Aufträgen (61 Prozent) ganz oben auf der Wunschliste. (…)

Quelle: Bitkom

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Homeoffice nach Corona: Erwartete Nutzung steigt weiter

Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie hatten viele Unternehmen in Deutschland mit einer auf lange Sicht anhaltenden Ausweitung ihrer Homeoffice-Angebote gerechnet. Eine Unternehmensbefragung des ZEW im Juni 2021 bestätigt, dass diese anfänglichen Prognosen nicht überschätzt waren. Vielmehr hat mittlerweile ein Teil der Unternehmen die eigenen Erwartungen bezüglich der Homeoffice-Nutzung nach der Pandemie sogar nach oben korrigiert. Zudem zeigt die Befragung, dass vor allem größere Unternehmen weitere Teile ihrer Belegschaft zusätzlich mit mobilen, digitalen Endgeräten ausgestattet haben.

ZEW, Pressemitteilung vom 04.08.2021

Unternehmensbefragung in Informationswirtschaft und Verarbeitendem Gewerbe

Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie hatten viele Unternehmen in Deutschland mit einer auf lange Sicht anhaltenden Ausweitung ihrer Homeoffice-Angebote gerechnet. Eine Unternehmensbefragung des ZEW Mannheim im Juni 2021 bestätigt, dass diese anfänglichen Prognosen nicht überschätzt waren. Vielmehr hat mittlerweile ein Teil der Unternehmen die eigenen Erwartungen bezüglich der Homeoffice-Nutzung nach der Pandemie sogar nach oben korrigiert. Zudem zeigt die Befragung, dass vor allem größere Unternehmen weitere Teile ihrer Belegschaft zusätzlich mit mobilen, digitalen Endgeräten ausgestattet haben.

Vor der Corona-Pandemie hatte etwa die Hälfte der Unternehmen in der Informationswirtschaft einem Teil der Beschäftigten ermöglicht, mindestens einmal wöchentlich im Homeoffice zu arbeiten. Im Juni 2020 planten aufgrund der bisherigen Pandemie-Erfahrung bereits 64 Prozent der Unternehmen Homeoffice auch in der Zeit nach Corona einzusetzen. Ein Jahr später ist dieser Wert nun sogar auf 74 Prozent gestiegen. „Dabei ist nicht nur der Anteil an Unternehmen mit langfristigen Homeoffice-Plänen gewachsen, sondern auch der Anteil an Beschäftigten, die solche Angebote in der Zeit nach Corona voraussichtlich in Anspruch nehmen werden“, sagt Dr. Daniel Erdsiek, Wissenschaftler im Forschungsbereich „Digitale Ökonomie“ am ZEW Mannheim. „So geht derzeit etwa jedes zweite Unternehmen in der Informationswirtschaft davon aus, dass langfristig mehr als 20 Prozent der Beschäftigten mindestens einmal wöchentlich im Homeoffice arbeiten werden.“ Im Juni 2020 rechnete dagegen nur jedes dritte Unternehmen mit einer solch intensiven Homeoffice-Nutzung nach der Pandemie.

Im Verarbeitenden Gewerbe fällt die Intensität der Homeoffice-Nutzung aufgrund von ortsgebundenen Tätigkeiten verständlicherweise geringer aus. Allerdings haben die Unternehmen auch hier ihre anfänglichen Erwartungen bezüglich der langfristigen Nutzung von Homeoffice nach oben korrigiert. Aktuell rechnen etwa 46 Prozent der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe damit, dass ein Teil der Belegschaft nach dem Ende der Pandemie mindestens einmal wöchentlich im Homeoffice arbeiten wird. Im Juni 2020 lag dieser Wert noch bei 37 Prozent und vor der Pandemie erlaubten lediglich 24 Prozent der Unternehmen überhaupt regelmäßiges Homeoffice.

Neben den langfristigen Erwartungen ist auch die aktuelle Nutzung von Homeoffice im Vergleich zum Juni 2020 gestiegen. In der Informationswirtschaft arbeitet nun in 63 Prozent der Unternehmen mehr als ein Fünftel der Beschäftigten regelmäßig im Homeoffice. Im Verarbeitenden Gewerbe beläuft sich dieser Anteil auf etwa 24 Prozent der Unternehmen.

Unternehmen rüsten Mitarbeiter mit mobilen, digitalen Endgeräten aus

Für die Verlagerung der Arbeit ins Homeoffice haben sowohl die Unternehmen als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in technische Ausstattung und Infrastruktur investiert. Ein wichtiger Bestandteil solcher Investitionen waren dabei digitale Endgeräte wie Smartphones, Notebooks oder Tablets. Die Mehrheit der Unternehmen in der Informationswirtschaft (82 Prozent) und im Verarbeitenden Gewerbe (70 Prozent) hatte zwar bereits vor der Pandemie einen Teil ihrer Beschäftigten mit diesen Endgeräten ausgestattet, im Verlauf der Corona-Pandemie haben die Unternehmen diesen Anteil allerdings deutlich ausgeweitet. Insgesamt jedes dritte Unternehmen in der Informationswirtschaft und jedes vierte Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe hat zusätzliche Endgeräte bereitgestellt. Mit einem Anteil von etwa 60 Prozent haben insbesondere größere Unternehmen mit mindestens 100 Beschäftigten die Ausstattung mit mobilen Endgeräten aufgestockt. Dabei wurde in der Informationswirtschaft allerdings ein deutlich höherer Anteil an Beschäftigten zusätzlich ausgestattet als im Verarbeitenden Gewerbe. So hat etwa jedes vierte Unternehmen in der Informationswirtschaft mehr als 20 Prozent der Beschäftigten im Zuge der Corona-Pandemie zusätzlich mit digitalen Endgeräten ausgestattet, während dies nur auf rund jedes zehnte Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe zutrifft.

Quelle: ZEW

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Gute Geschäftslage, aber neue Pandemie-Sorgen

Lange kannte das mittelständische Geschäftsklima nur den Weg nach oben. Jetzt erhält es einen Dämpfer und geht zum ersten Mal lt. KfW seit Januar wieder zurück. Grund für den Rückgang um 2,6 Zähler (auf 9,5 Saldenpunkte) sind vor allem Sorgen über die rasante Ausbreitung der Delta-Variante und die wieder deutlich steigenden Neuinfektionszahlen. Das Geschäftsklima unter den kleinen und mittleren Unternehmen sinkt allein erwartungsbedingt, während sich die Lagebeurteilung leicht verbessert.

KfW, Pressemitteilung vom 02.08.2021

  • Mittelständisches Geschäftsklima sinkt im Juli
  • Deutlich weniger Optimismus, aber leichte Verbesserung der Geschäftslage
  • Pandemiesorgen betrüben vor allem die Dienstleistungsunternehmen
  • Virus-Mutationen bleiben ein Risiko, aber pauschale Shutdowns sind eher unwahrscheinlich

Lange kannte das mittelständische Geschäftsklima nur den Weg nach oben. Jetzt erhält es einen Dämpfer und geht zum ersten Mal seit Januar wieder zurück. Grund für den Rückgang um 2,6 Zähler (auf 9,5 Saldenpunkte) sind vor allem Sorgen über die rasante Ausbreitung der Delta-Variante und die wieder deutlich steigenden Neuinfektionszahlen. Das Geschäftsklima unter den kleinen und mittleren Unternehmen sinkt allein erwartungsbedingt, während sich die Lagebeurteilung leicht verbessert.

Die Beurteilung der Geschäftslage steigt zum sechsten Mal infolge. Die Veränderung ist dabei mit +0,6 Zählern inzwischen deutlich geringer als in den beiden Vormonaten, die Lagebeurteilung liegt aber mit 11,2 Punkten mittlerweile klar über dem langfristigen Durchschnitt. Von vergangenen Rekordwerten ist sie allerdings weit entfernt. Gleichzeitig korrigieren die Mittelständler ihre Geschäftserwartungen auf Sicht von sechs Monaten deutlich um 5,6 Zähler nach unten. Mit jetzt 7,6 Saldenpunkten überwiegt zwar weiterhin der Optimismus. Die Euphorie des Vormonats ist aber verflogen.

Auch in den Großunternehmen ist nachlassender Optimismus (-4,6 Zähler) für einen leichten Rückgang des Geschäftsklimas um -1,2 Punkte verantwortlich, während die Lagebeurteilung hier ebenfalls zunimmt (+2,6 Zähler). Mit 11,7 Punkten bleibt das Geschäftsklima dennoch eindeutig überdurchschnittlich.

Die jüngste Stimmungseintrübung im Mittelstand geht vor allem auf die Dienstleistungsunternehmen zurück. Hier sind die Geschäftserwartungen besonders stark gesunken (-7,8 Zähler). Da zu diesem großen Segment viele Wirtschaftszweige zählen, die in der Vergangenheit besonders von Eindämmungsmaßnahmen betroffen waren, wie z. B. das Gastgewerbe oder die Reisebranche, dürften hinter dem Stimmungsrückgang vor allem die Sorgen über die wieder rasant ansteigenden Neuinfektionszahlen in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern stehen. Entspannter sehen das aber offenbar die mittelständischen Einzelhändler, die optimistischer in die Zukunft schauen und auch eine erneute Verbesserung ihrer ohnehin schon guten Geschäftslage melden.

Neben der Pandemie sind Materialknappheiten derzeit das andere große Problem für die deutsche Konjunkturentwicklung. Sie betreffen vor allem das Verarbeitende Gewerbe und das Baugewerbe, die mittelständischen Unternehmen in diesen Bereichen verzeichnen im Juli dennoch eine erneute Verbesserung ihrer Geschäftslage und auch das Geschäftsklima insgesamt steigt leicht. Ein negatives Signal kommt jedoch von den Geschäftserwartungen, die vor allem im Verarbeitenden Gewerbe nachlassen. (…)

Quelle: KfW

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Auszubildende von heute sind die Fachkräfte von morgen

Zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind die Chancen auf einen Ausbildungsplatz in allen Regionen Deutschlands lt. BMWi noch sehr gut, in vielen Branchen werden noch Auszubildende gesucht.

BMWi, Pressemitteilung vom 02.08.2021

Zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind die Chancen auf einen Ausbildungsplatz in allen Regionen Deutschlands noch sehr gut, in vielen Branchen werden noch Auszubildende gesucht.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier dazu: „Auch dank unserem dualen System haben wir eine so geringe Jugendarbeitslosigkeit wie kein anderes Land der EU. Gute Auszubildende können schon mit 18 oder 19 Jahren vollwertiger Kaufmann, Geselle oder Facharbeiterin sein und sind vielen um Jahre voraus. Wer jung den Schritt in die Berufsausbildung wagt, kommt früh beruflich voran. Nach den langen Corona-Monaten kommt nun wieder Schwung in den Ausbildungsmarkt. Das ist gut so, denn die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen. Sie sind der größte Standortvorteil, den wir in Deutschland haben. Aber die Berufsausbildung kann nur deshalb so erfolgreich sein, weil sich Tag für Tag Tausende Menschen dafür engagieren: In den Berufsschulen genauso wie in den ausbildenden Betrieben. Ihnen möchte ich für ihr Engagement herzlich danken.“

Um die duale Berufsausbildung stärker ins Bewusstsein zu rücken, hatte das Bundeswirtschaftsministerium gemeinsam mit den Partnern der Allianz für Aus- und Weiterbildung einen „Sommer der Berufsausbildung“ ins Leben gerufen. Zwischen Juni und Oktober 2021 wurden und werden in vielen Veranstaltungen auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene Informationen, Unterstützungsangebote rund um den geplanten Ausbildungsbeginn im Jahr 2021 präsentiert.

Damit die duale Ausbildung stets auf der Höhe der Zeit ist, passt das Bundeswirtschaftsministerium die Ausbildungsregeln kontinuierlich an. Zum 1. August 2021 treten in folgenden Bereichen Neuregelungen in Kraft:

  • Ausbildung in handwerklichen Elektroberufen
  • Berufsausbildung zum Friseur/zur Friseurin
  • Berufsausbildung zum Brauer und Mälzer und zur Brauerin und Mälzerin
  • Berufsausbildung zum Maler und Lackierer und zur Malerin und Lackiererin
  • Berufsausbildung zum Fahrzeuginterieur-Mechaniker und zur Fahrzeuginterieur-Mechanikerin

Quelle: BMWi

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