ifo Beschäftigungsbarometer gestiegen

Die deutschen Unternehmen planen mehr Mitarbeiter einzustellen. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im Mai 2021 auf 100,2 Punkte gestiegen, von 98,3 Punkten im April.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 27.05.2021

Die deutschen Unternehmen planen mehr Mitarbeiter einzustellen. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im Mai 2021 auf 100,2 Punkte gestiegen, von 98,3 Punkten im April. Das ist der höchste Wert seit Juni 2019. Der Impffortschritt und die Öffnungsperspektiven wirken sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus.

Im Verarbeitenden Gewerbe steigerte sich die Einstellungsbereitschaft seit dem Tiefpunkt vom Mai 2020 kontinuierlich. Besonders hoch ist der Bedarf an neuen Mitarbeitern in der Elektroindustrie. Im Dienstleistungssektor hat der Indikator einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Die Logistik und die IT-Dienstleister suchen neues Personal. Die Öffnungsperspektiven im Handel spiegeln sich in einem vorsichtigen Optimismus mit Blick auf die Beschäftigung. Auch auf dem Bau gibt es eine kleine Tendenz zu mehr Personal.

Quelle: ifo Institut

Powered by WPeMatico

IAB-Arbeitsmarktbarometer springt nach oben

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Mai 2021 gegenüber dem Vormonat deutlich um 2,0 Punkte auf 104,6 Punkte gestiegen. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt damit positive Aussichten für die Arbeitsmarktentwicklung an.

IAB-Pressemitteilung vom 27.05.2021

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Mai 2021 gegenüber dem Vormonat deutlich um 2,0 Punkte auf 104,6 Punkte gestiegen. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt damit positive Aussichten für die Arbeitsmarktentwicklung an. Zuletzt stand das Arbeitsmarkbarometer so günstig im März 2018.

Der Positivtrend des IAB-Arbeitsmarktbarometers setzt sich damit weiter fort. Die Arbeitsagenturen werden in ihren Einschätzungen zur Arbeitsmarktentwicklung optimistischer. „Die Aussicht auf deutliche Lockerungen der Corona-Einschränkungen lässt die Arbeitsmarkterwartungen nach oben springen.“, sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.

Besonders die Komponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers zur Vorhersage der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit legte im Mai zu. Mit einem Plus von 2,7 Punkten gegenüber dem Vormonat kletterte sie auf 105,9 Punkte und damit auf den zweithöchsten jemals gemessenen Stand. Neben der Arbeitsmarkterholung dürfte dies auch darauf zurückzuführen sein, dass ein Anstieg der Teilnahme an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen erwartet wird. Die Aussichten bei der Beschäftigungsentwicklung haben sich weiter verbessert, wenngleich sie gegenüber der zweiten Hälfte der 2010 Jahre deutlich moderater ausfallen. Die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers legte im Mai um 1,2 Punkte zu und liegt nun bei 103,2 Punkten. „Die Zeichen stehen auf Erholung, aber ein Rekordbeschäftigungswachstum wie in den Jahren vor der Krise ist noch nicht in Sicht.“, so Weber.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein seit November 2008 bestehender Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert. Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus den Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert des IAB-Arbeitsmarktbarometers. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).

Quelle: IAB

Powered by WPeMatico

Tarifbindung nimmt in Deutschland weiter ab

Im Jahr 2020 arbeiteten 43 Prozent der Beschäftigten in Betrieben mit Branchentarifvertrag. Die Tarifbindung ist dabei im Westen deutlich höher als im Osten. Rund 45 Prozent der westdeutschen und 32 Prozent der ostdeutschen Beschäftigten arbeiteten in einem Betrieb, in dem ein Branchentarifvertrag galt. 2019 galt das noch für 46, beziehungsweise 34 Prozent. Das zeigen Daten des IAB-Betriebspanels.

IAB, Pressemitteilung vom 19.05.2021

Im Jahr 2020 arbeiteten 43 Prozent der Beschäftigten in Betrieben mit Branchentarifvertrag. Die Tarifbindung ist dabei im Westen deutlich höher als im Osten. Rund 45 Prozent der westdeutschen und 32 Prozent der ostdeutschen Beschäftigten arbeiteten in einem Betrieb, in dem ein Branchentarifvertrag galt. 2019 galt das noch für 46, beziehungsweise 34 Prozent. Das zeigen Daten des IAB-Betriebspanels, einer jährlichen Befragung von rund 16.000 Betrieben durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). „Der rückläufige Trend in der Branchentarifbindung setzt sich damit fort“, sagt IAB-Forscherin Susanne Kohaut.

Die Verbreitung von Firmen- oder Haustarifverträgen blieb im Vergleich zum Vorjahr weitgehend konstant: diese Form der Tarifbindung galt 2020 für 8 Prozent der westdeutschen und für 11 Prozent der ostdeutschen Beschäftigten. 47 Prozent der westdeutschen und 57 Prozent der ostdeutschen Beschäftigten arbeiteten 2020 in Betrieben, in denen es keinen Tarifvertrag gab.

Die Tarifbindung nimmt mit der Betriebsgröße zu. Besonders hoch ist der Anteil der Beschäftigten, die unter einen Branchentarifvertrag fallen, im Bereich der Öffentlichen Verwaltung/Sozialversicherung mit 80 Prozent, besonders gering ist der Anteil im Bereich Information und Kommunikation mit 11 Prozent.

Auf Betriebsebene werden die Interessen der Beschäftigten vielfach durch Betriebsräte vertreten. Im Jahr 2020 waren in Ostdeutschland 36 Prozent der Beschäftigten durch einen Betriebsrat vertreten, in Westdeutschland traf dies auf 40 Prozent zu. In den letzten Jahren hat sich der langjährige Rückstand Ostdeutschlands bei der betrieblichen Mitbestimmung verringert. Diese Annäherung beruht auf einer rückläufigen Reichweite im Westen und einer Zunahme im Osten. Lag 2016 der Anteil der Beschäftigten in Betrieben mit Betriebsrat im Westen noch 9 Prozentpunkte über der im Osten, betrug der Abstand 2020 4 Prozentpunkte.

Quelle: IAB

Powered by WPeMatico

Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 1. Quartal 2021

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 1. Quartal 2021 gegenüber dem 4. Quartal 2020 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 1,8 % gesunken. Das teilt das Statistische Bundesamt mit.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 25.05.2021

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 1. Quartal 2021 gegenüber dem 4. Quartal 2020 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 1,8 % gesunken. Nachdem sich die deutsche Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2020 zunächst etwas erholt hatte (+8,7 % im 3. Quartal und +0,5 % im 4. Quartal), führte die Corona-Krise zum Jahresbeginn 2021 zu einem erneuten Rückgang der Wirtschaftsleistung. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) fiel dieser geringfügig höher aus als in der Schnellmeldung am 30. April 2021 berichtet. Gegenüber dem 4. Quartal 2019, dem Quartal vor Beginn der Corona-Krise, war die Wirtschaftsleistung 5,0 % geringer.

Privater Konsum nimmt deutlich ab, Importe steigen stärker als Exporte

Besonders deutlich machten sich die anhaltenden und teilweise verschärften Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zum Jahresbeginn bei den privaten Konsumausgaben bemerkbar: Diese waren im 1. Quartal 2021 preis-, saison- und kalenderbereinigt 5,4 % niedriger als im 4. Quartal 2020. Dagegen stiegen die staatlichen Konsumausgaben leicht und lagen 0,2 % über dem Niveau des Vorquartals. Positive Impulse kamen im 1. Quartal 2021 vor allem von den Bauinvestitionen, die preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,1 % gegenüber dem 4. Quartal 2020 stiegen. In Ausrüstungen – also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge – wurde saisonbereinigt etwas weniger investiert als im Vorquartal (-0,2 %).

Der Handel mit dem Ausland nahm zum Jahresbeginn zu. Die Importe von Waren und Dienstleistungen stiegen im 1. Quartal 2021 mit 3,8 % (preis-, saison- und kalenderbereinigt) aber deutlich stärker als die Exporte (+1,8 %).

Bruttowertschöpfung im Handel und im Baugewerbe mit starken Rückgängen

Die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung war im 1. Quartal 2021 um 0,8 % niedriger als im 4. Quartal 2020. Dabei zeigte sich bezogen auf die einzelnen Wirtschaftsbereiche ein gemischtes Bild: Während die Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe gegenüber dem 4. Quartal 2020 leicht zulegte (+0,4 %), sank die Bruttowertschöpfung im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe um 3,2 %. Noch deutlicher war der Rückgang mit -4,9 % im Baugewerbe, unter anderem bedingt durch einen außergewöhnlich kalten Jahresbeginn.

Bruttoinlandsprodukt im Vorjahresvergleich noch deutlich im Minus

Im Vorjahresvergleich war das BIP im 1. Quartal 2021 preisbereinigt 3,4 % niedriger als im 1. Quartal 2020. Preis- und kalenderbereinigt war der Rückgang mit -3,1 % etwas geringer, da ein Arbeitstag weniger zur Verfügung stand als ein Jahr zuvor.

Privater Konsum geht auch im Vorjahresvergleich stark zurück, Warenhandel zieht an

Im Vorjahresvergleich war die inländische Nachfrage weiterhin deutlich schwächer als im Jahr zuvor. Das gilt vor allem für die privaten Konsumausgaben, die preisbereinigt gegenüber dem 1. Quartal 2020 um 9,1 % zurückgingen. Auch von den Investitionen kamen im Vergleich zum Vorjahr keine Wachstumsimpulse: In Ausrüstungen wurde 0,7 % weniger und in Bauten sogar 1,6 % weniger investiert als vor einem Jahr. Stützend wirkten im Vorjahresvergleich lediglich die Konsumausgaben des Staates, die 2,5 % zulegten, und die Nachfrage aus dem Ausland.

Der internationale Warenhandel zog im Vergleich zum 1. Quartal 2020 kräftig an, wobei die Warenexporte etwas stärker stiegen als die Warenimporte. Gleichzeitig ging der internationale Handel mit Dienstleistungen wie schon in den letzten drei Quartalen zweistellig zurück. Insgesamt wurden im 1. Quartal 2021 preisbereinigt 0,6 % weniger Waren und Dienstleistungen exportiert als im 1. Quartal 2020. Die Importe gingen im selben Zeitraum insgesamt um 3,0 % zurück.

Fast alle Wirtschaftsbereiche mit geringerer Wirtschaftsleistung als im Vorjahr

Auf der Entstehungsseite des BIP war die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im 1. Quartal 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen geringer als ein Jahr zuvor. Die größten Rückgänge gab es mit -13,9 % bei den Sonstigen Dienstleistern, wozu unter anderem die Bereiche Unterhaltung und Erholung zählen. Im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe sank die Bruttowertschöpfung ebenfalls stark um 8,2 %. Besonders das Gastgewerbe hatte einen noch deutlicheren Rückgang zu verzeichnen. Im Verarbeitenden Gewerbe verbesserte sich die Wirtschaftslage nach den zweistelligen Einbrüchen im vergangenen Sommer weiter, die Bruttowertschöpfung lag im 1. Quartal 2021 aber noch 1,2 % unter dem Niveau des 1. Quartals 2020. Lediglich im Bereich Information und Kommunikation konnte die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr nennenswert zulegen (+0,7 %).

Die Bruttowertschöpfung insgesamt ging um 3,5 % zurück.

Erwerbstätigenzahl weiter deutlich unter Vorkrisenniveau

Die Wirtschaftsleistung wurde im 1. Quartal 2021 von rund 44,4 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 707 000 Personen oder 1,6 % weniger als ein Jahr zuvor (siehe Pressemitteilung Nr. 230/21 vom 18. Mai 2021). Dabei ist zu beachten, dass die Kurzarbeit sich nicht auf die Erwerbstätigenzahlen auswirkt, weil Kurzarbeitende weiter als Erwerbstätige zählen.

Einen deutlichen Effekt hat die Inanspruchnahme von Kurzarbeit aber auf die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen: Diese war im 1. Quartal 2021 nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit 4,0 % geringer als im 1. Quartal 2020. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen – also die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden aller Erwerbstätigen – ging entsprechend im selben Zeitraum mit -5,5 % noch stärker zurück.

Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität – gemessen als preisbereinigtes BIP je Erwerbstätigenstunde – nahm nach vorläufigen Berechnungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,3 % zu. Je Erwerbstätigen war sie jedoch 1,9 % niedriger als im 1. Quartal 2020.

Stabile Einkommen und Konsumzurückhaltung führen zu Anstieg der Sparquote

In jeweiligen Preisen gerechnet waren das BIP und das Bruttonationaleinkommen im 1. Quartal 2021 um 1,1 % niedriger als ein Jahr zuvor. Das Volkseinkommen war um 0,9 % höher als im 1. Quartal 2020. Dabei ging das Arbeitnehmerentgelt mit -0,4 % leicht zurück, während die Unternehmens- und Vermögenseinkommen nach ersten vorläufigen Berechnungen um 4,0 % gestiegen sind. Die Bruttolöhne und -gehälter verzeichneten im Durchschnitt je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer ein kleines Plus von 0,2 %, netto nahmen die Durchschnittsgehälter wegen rückläufiger Abgaben der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer um 1,0 % zu. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte war im 1. Quartal 2021 um 1,1 % höher als vor einem Jahr. Dagegen gingen die privaten Konsumausgaben in jeweiligen Preisen um 7,3 % zurück. Das relativ stabile Einkommen einerseits und die Konsumzurückhaltung andererseits führten wie schon in den drei vorangegangenen Quartalen dazu, dass die privaten Haushalte während der Corona-Krise erheblich mehr sparten. Nach vorläufigen Berechnungen ergibt sich daraus für das 1. Quartal 2021 eine Sparquote von 23,2 %.

Internationaler und europäischer Vergleich

Innerhalb Europas zeigt sich ein geteiltes Bild: Während das preis-, saison- und kalenderbereinigte BIP unter anderem in Spanien (-0,5 %) und Italien (-0,4 %) im 1. Quartal 2021 gegenüber dem 4. Quartal 2020 zurückging, verzeichnete Frankreich ein leichtes Plus von 0,4 %. Für die Europäische Union (EU) insgesamt meldete das europäische Statistikamt Eurostat nach vorläufigen Berechnungen einen BIP-Rückgang von 0,4 % gegenüber dem Vorquartal, der somit deutlich geringer ausfällt als für Deutschland (-1,8 %). Die Vereinigten Staaten verzeichneten dagegen zum Jahresbeginn mit umgerechnet +1,6 % einen kräftigen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts gegenüber dem 4. Quartal 2020.

Auch im Vorjahresvergleich wird für die Vereinigten Staaten ein Anstieg des BIP gemeldet (umgerechnet +0,4 %). Die französische Wirtschaft verzeichnete mit +1,5 % ein kräftiges Wachstum gegenüber dem 1. Quartal 2020, während die meisten EU-Mitgliedstaaten noch deutlich im Minus waren. Unter den Mitgliedstaaten, für die bereits Daten für das 1. Quartal 2021 vorliegen, hatte Spanien mit -4,3 % mit dem stärksten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. In Italien war der Rückgang mit -1,4 % geringer als in Deutschland mit -3,1 %. Für die EU insgesamt gab Eurostat ein vorläufiges Ergebnis von -1,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal bekannt.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Powered by WPeMatico

Jedes dritte deutsche Unternehmen nutzte 2020 Cloud Computing

Im Jahr 2020 hat ein Drittel (33 %) der deutschen Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten kostenpflichtige IT-Dienste über Cloud Computing genutzt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, entspricht dies einer deutlichen Steigerung um 11 Prozentpunkte im Vergleich zu 2018 (22 % der Unternehmen ab zehn Beschäftigten).

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 21.05.2021

Anteil von 2018 bis 2020 um 11 Prozentpunkte gestiegen – Deutschland im EU-Mittelfeld

Im Jahr 2020 hat ein Drittel (33 %) der deutschen Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten kostenpflichtige IT-Dienste über Cloud Computing genutzt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, entspricht dies einer deutlichen Steigerung um 11 Prozentpunkte im Vergleich zu 2018 (22 % der Unternehmen ab zehn Beschäftigten).

Unter Cloud Computing fällt zum Beispiel der Internet-basierte Zugriff auf Software, Rechenkapazität oder Speicherplatz. Der Anteil der Unternehmen, die kostenpflichtige Cloud Services nutzen, steigt dabei mit der Größe der Unternehmen. Während im Jahr 2020 von den kleinen Unternehmen mit bis zu neun Beschäftigten etwa ein Viertel (24 %) auf Cloud Computing setzte (2018: 18 %), sind solche Technologien in größeren Unternehmen mittlerweile weit verbreitet: Knapp zwei Drittel (62 %) der Unternehmen ab 250 Beschäftigten griffen 2020 auf Cloud Computing zurück (2018: 49 %).

Cloud Services werden dabei eingesetzt, um Abläufe zu optimieren und flexibel auf aktuelle Anforderungen reagieren zu können. Unter den Unternehmen ab zehn Beschäftigten, die Cloud Computing nutzen, verwendeten 65 % solche IT-Dienste zur Speicherung von Dateien. Ebenfalls weit verbreitet waren Cloud Services für E-Mails (56 %), Office-Anwendungen (47 %), Software im Finanz- oder Rechnungswesen (38 %) sowie für den Betrieb von Datenbanken (37 %).

Nordische Länder führen EU-Rangliste bei Cloud-Nutzung an

Im europäischen Vergleich lagen deutsche Unternehmen im Jahr 2020 beim Einsatz von Cloud Computing im Mittelfeld. Durchschnittlich nutzten in den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) 36 % der Unternehmen ab zehn Beschäftigten Cloud Computing. In Deutschland lag der Anteil somit 3 Prozentpunkte unter dem EU-Durchschnitt. Besonders häufig setzten Unternehmen aus nordischen Ländern diese Dienste ein: Finnland (75 %), Schweden (70 %) und Dänemark (67 %) standen an der Spitze der Rangliste. Am wenigsten verbreitet war Cloud Computing in Griechenland (17 %), Rumänien (16 %) und Bulgarien (11 %).

Quelle: Statistisches Bundesamt

Powered by WPeMatico

Deutsche Unternehmen wieder etwas optimistischer – aber nicht alle

Insgesamt verbessert sich die Geschäftslage der Betriebe in Deutschland im Frühsommer zwar merklich, die Einschätzungen liegen aber weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt. Und: Der vorsichtige Optimismus, den die aktuelle DIHK-Konjunkturumfrage unter mehr als 27.000 Unternehmen für manche Wirtschaftszweige widerspiegelt, zeigt sich bei Weitem nicht in allen Branchen.

DIHK, Mitteilung vom 20.05.2021

Wirtschaftliche Aufholeffekte sorgen derzeit bei exportaktiven Industrieunternehmen für vorsichtigen Optimismus. Zugleich herrscht wegen fortgesetzter Corona-Beschränkungen in den betroffenen Branchen weiterhin erhebliche Mollstimmung. Neben den Auswirkungen der Pandemie belasten Faktoren wie hohe Preise und Knappheiten bei Energie und Rohstoffen den wirtschaftlichen Aufschwung. Dies zeigen die Ergebnisse der aktuellen DIHK-Konjunkturumfrage unter bundesweit mehr als 27.000 Unternehmen. Auf der Basis dieser Ergebnisse prognostiziert der DIHK für das laufende Jahr ein Wirtschaftswachstum von 3,0 Prozent – nach einem Wirtschaftseinbruch von minus 4,8 Prozent im Vorjahr.

Erhebliche Zurückhaltung auf der einen Seite, …

Insgesamt verbessert sich die Lage der Betriebe im Frühsommer zwar merklich, die Einschätzungen liegen aber weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt. Derzeit beurteilen 32 Prozent der Unternehmen ihre Geschäfte als gut, 30 Prozent als schlecht. Je nach Beeinträchtigung durch die Corona-Beschränkungen schätzen die Wirtschaftsbereiche die Situation sehr unterschiedlich ein. In den Lockdown-Branchen hat sich die Geschäftslage im Vergleich zum Jahresbeginn teilweise weiter verschlechtert. Das gilt etwa für Betriebe aus den Bereichen Kunst, Kultur und Erholung, von denen 81 Prozent ihre Lage negativ bewerten. Von schlechten Geschäften berichten auch weiterhin 86 Prozent der Gastronomen, 92 Prozent der Beherbergungsbetriebe und 94 Prozent der Reisevermittler.

… vorsichtiger Optimismus auf der anderen Seite

Von einer deutlich verbesserten Geschäftslage berichtet die Industrie – eine kräftige positive Tendenz zeigt sich etwa bei Unternehmen aus dem Maschinenbau: Aktuell beurteilen 41 Prozent dieser Betriebe ihre Situation als gut, 19 Prozent als schlecht. Daraus ergibt sich ein Saldo von 22 Punkten nach zuvor minus 1 Punkt. Aber auch im Fahrzeugbau (Saldo von 23 nach zuvor 4 Punkten) oder der Elektrotechnik (Saldo von 31 nach zuvor 7 Punkten) laufen die Geschäfte wieder besser. Entsprechend steigen auch die Konjunkturerwartungen in der Industrie: Der Saldo klettert von 8 auf 16 Punkte. Ein Grund dafür ist die konjunkturelle Erholung in wichtigen Absatzmärkten wie China und den USA, was die Nachfrage nach Produkten „made in Germany“ ankurbelt. So verliert die Auslandsnachfrage als Risiko erheblich an Bedeutung (von 50 auf 37 Prozent). Die Exporterwartungen sind vielmehr im Vergleich zu den Vorumfragen erneut zuversichtlicher: Ein Drittel der Unternehmen rechnet mit einer Zunahme der Ausfuhren in den nächsten zwölf Monaten, 16 Prozent mit einem Rückgang. In der Vorumfrage gingen noch 21 Prozent von sinkenden Exporten aus.

Belastungen für einen breiten Wirtschaftsaufschwung

Vor allem in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen wie Steuern und Bürokratie (49 Prozent), aber auch in der Inlandsnachfrage (48 Prozent) sehen die deutschen Unternehmen aktuell Geschäftsrisiken. Ebenso beeinträchtigen hohe Preise und Knappheiten bei Energie und Rohstoffen die Geschäfte der Betriebe – deutlich mehr als noch zu Jahresbeginn, bei einem deutlichen Anstieg von 30 auf 42 Prozent. Lieferengpässe und eine hohe globale Nachfrage führen etwa bei Holz, Kunststoffen, Baumaterial oder Stahl zu stark steigenden Preisen. Besonders deutlich zeigt sich der sprunghafte Anstieg des Energie- und Rohstoffpreisrisikos bei den Industrie- und Bauunternehmen: Zwei Drittel aller Industriebetriebe und 62 Prozent der Unternehmen im Baugewerbe geben dieses Risiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung an. Auch der Mangel an Fachkräften wird akuter, 43 Prozent der Unternehmen (nach zuvor 38 Prozent) nennen dieses Risiko.

Quelle: DIHK

Powered by WPeMatico

Exporte in Nicht-EU-Staaten im April 2021: voraussichtlich +35,6 % zum April 2020

Im April 2021 wurden aus Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen 35,6 % mehr Waren in die Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) exportiert als im April 2020. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sanken die deutschen Exporte in Drittstaaten im April 2021 gegenüber dem Vormonat März 2021 kalender- und saisonbereinigt um voraussichtlich 1,8 %. Dies sind Ergebnisse des neuen monatlichen Frühindikators für den Außenhandel.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 20.05.2021

Kalender und saisonbereinigte Exporte: voraussichtlich -1,8 % gegenüber März 2021

Im April 2021 wurden aus Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen 35,6 % mehr Waren in die Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) exportiert als im April 2020. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sanken die deutschen Exporte in Drittstaaten im April 2021 gegenüber dem Vormonat März 2021 kalender- und saisonbereinigt um voraussichtlich 1,8 %. Dies sind Ergebnisse des neuen monatlichen Frühindikators für den Außenhandel, mit dem das Statistische Bundesamt ab sofort erste Ergebnisse für Exporte in Nicht-EU-Staaten bereits 20 bis 25 Tage nach Monatsende und damit mehr als zwei Wochen früher als bisher vorlegt.

Nach den vorläufigen Ergebnissen wurden im April 2021 Waren im Wert von 50,8 Milliarden Euro in Drittstaaten exportiert, das war ein Anstieg um 13,3 Milliarden Euro gegenüber April 2020. Beim Vergleich zum Vorjahresmonat ist zu beachten, dass die deutschen Exporte in Drittstaaten im April 2020 im Zuge der Corona-Krise um 27,1 % gegenüber dem April 2019 gesunken waren.

Wichtigster Handelspartner für die deutschen Exporteure waren im April 2021 die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden Waren im Wert von 10,1 Milliarden Euro exportiert. Damit stiegen die Exporte in die Vereinigten Staaten gegenüber April 2020 um 60,4 %. In die Volksrepublik China wurden Waren im Wert von 8,4 Milliarden Euro exportiert, das waren 16,3 % mehr als im Vorjahresmonat. Die Exporte in das Vereinigte Königreich stiegen im Vorjahresvergleich um 58,6 % auf 5,1 Milliarden Euro.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Powered by WPeMatico

Konjunktur: Zarter Optimismus – aber nicht überall

Wirtschaftliche Aufholeffekte sorgen bei exportaktiven Industrieunternehmen für vorsichtigen Optimismus, zugleich herrscht wegen anhaltender Corona-Beschränkungen insbesondere bei den vom Lockdown betroffenen Branchen weiterhin erhebliche Zurückhaltung. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage des DIHK unter mehr als 27.000 deutschen Unternehmen aller Regionen und Wirtschaftszweige.

DIHK, Pressemitteilung vom 19.05.2021

DIHK-Umfrage Frühsommer 2021 zeichnet ein durchwachsenes Bild

Wirtschaftliche Aufholeffekte sorgen bei exportaktiven Industrieunternehmen für vorsichtigen Optimismus, zugleich herrscht wegen anhaltender Corona-Beschränkungen insbesondere bei den vom Lockdown betroffenen Branchen weiterhin erhebliche Zurückhaltung. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter mehr als 27.000 deutschen Unternehmen aller Regionen und Wirtschaftszweige.

Insgesamt verbessert sich die Lage der Betriebe im Frühsommer zwar merklich, die Bewertungen liegen aber weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt. Derzeit beurteilen 32 Prozent der Befragten ihre Geschäfte als gut, 30 Prozent als schlecht. Der Saldo aus besserer und schlechterer Beurteilung der aktuellen Lage steigt damit auf 2 Punkte nach minus 3 Punkten in der Vorumfrage von Jahresbeginn.

Auch die Zukunftserwartungen hellen sich etwas auf. 25 Prozent rechnen mit besseren, 24 Prozent mit schlechteren Geschäften. Für das laufende Jahr prognostiziert der DIHK ein Wachstum von 3,0 Prozent – nach einem Wirtschaftseinbruch von minus 4,8 Prozent im Vorjahr.

Lockdown-Branchen teils weiter verschlechtert, Industrie optimistisch

Je nachdem, wie stark ihre Geschäfte von den Corona-Beschränkungen beeinträchtigt sind, schätzen die Wirtschaftsbereiche die wirtschaftliche Situation sehr unterschiedlich ein. So hat sich die Geschäftslage in den vom Lockdown betroffenen Branchen im Vergleich zum Jahresbeginn teilweise weiter verschlechtert. Das gilt etwa für Betriebe aus Kunst, Kultur und Erholung, von denen 81 Prozent schlechte Geschäfte melden. Historisch schlecht bleibt die Lagebewertung dort, wo die Aktivitäten weitgehend ruhen müssen: 86 Prozent der Gastronomen, 92 Prozent der Beherbergungsbetriebe und 94 Prozent der Reisevermittler berichten von schlechten Geschäften.

Dagegen verbessert sich die Lage der Industrieunternehmen im Durchschnitt deutlich – eine kräftige positive Tendenz zeigt sich etwa bei Unternehmen aus dem Maschinenbau, dem Fahrzeugbau oder der Elektrotechnik. Auch Vorleister wie die chemische Industrie, Betriebe der Gummi- und Kunststoffindustrie sowie der Metallerzeugung und -bearbeitung zeigen sich optimistischer.

Auslandsnachfrage zieht an

Ein möglicher Grund ist die konjunkturelle Erholung in wichtigen Absatzmärkten wie China und den USA, die die Nachfrage nach Produkten „made in Germany“ ankurbelt. So verliert die Auslandsnachfrage, die zu Jahresbeginn noch von 50 Prozent der Befragten als Risiko genannt wurde, mit aktuell 37 Prozent deutlich an Bedeutung.

Die Exporterwartungen fallen im Vergleich zu den Vorumfragen erneut zuversichtlicher aus. Ein Drittel der Unternehmen rechnet mit einer Zunahme der Ausfuhren in den nächsten zwölf Monaten, 16 Prozent mit einem Rückgang. In der Vorumfrage gingen noch 21 Prozent von sinkenden Exporten aus.

Die positiven Exportaussichten in der Industrie kommen auch dem Großhandel und den Handelsvermittlern zugute, wohingegen der verbrauchernahe und binnenmarktorientierte Einzelhandel seine Geschäftslage nochmals schlechter bewertet.

Energie und Rohstoffe werden zunehmend zum Engpass

Als Belastung für einen breiten Wirtschaftsaufschwung kristallisieren sich vor allem hohe Preise und Knappheiten bei Energie und Rohstoffen heraus, die als Geschäftsrisiko im Vergleich zur Vorumfrage sprunghaft ansteigen (von 30 auf 42 Prozent). Lieferengpässe, Handelsrestriktionen und eine hohe globale Nachfrage führen etwa bei Holz, Kunststoffen, Baumaterial oder Stahl aktuell zu stark steigenden Preisen.

Auch Fachkräfteengpässe werden wieder deutlicher (43 Prozent nach 38 Prozent zu Jahresbeginn). Die dominierenden Geschäftsrisiken sind aus Sicht der Unternehmen wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen (49 Prozent) sowie die Inlandsnachfrage (48 Prozent).

43 Prozent der Betriebe mit Finanzierungsproblemen

Die Finanzlage der Unternehmen erholt sich nur sehr langsam. Noch immer beurteilen 43 Prozent der Betriebe ihre eigene Finanzierungssituation als problematisch. Im Vordergrund steht vor allem der Eigenkapitalrückgang (24 Prozent) sowie Liquiditätsengpässe (19 Prozent). Von einer Pleite sehen sich über die Breite der Wirtschaft 5 Prozent der Unternehmen bedroht.

Die angespannte Finanzlage drückt insbesondere im Handel auf die Investitionsabsichten. Insgesamt gleichen sich expansive und restriktive Investitionspläne mit je 26 Prozent der Unternehmen aus. Der Saldo liegt damit weiter unter dem langjährigen Mittel von vier Punkten.

Die Beschäftigungsabsichten verbessern sich leicht, bleiben aber insgesamt verhalten. 16 Prozent der Unternehmen wollen mehr Personal einstellen, 19 Prozent planen einen Abbau.

Quelle: DIHK

Powered by WPeMatico

5,9 % mehr Gründungen größerer Betriebe im 1. Quartal 2021

Im 1. Quartal 2021 wurden in Deutschland gut 34.000 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt nach Auswertung der Gewerbemeldungen mitteilt, waren das 5,9 % mehr als im 1. Quartal 2020, in dem sich die Corona-Krise bereits negativ auf die Zahl der Gewerbeanmeldungen ausgewirkt hatte, und 2,2 % weniger als im 1. Quartal 2019.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 19.05.2021

Insgesamt mehr Gründungen und weniger Schließungen als im Vorjahresquartal

Im 1. Quartal 2021 wurden in Deutschland gut 34.000 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt nach Auswertung der Gewerbemeldungen mitteilt, waren das 5,9 % mehr als im 1. Quartal 2020, in dem sich die Corona-Krise bereits negativ auf die Zahl der Gewerbeanmeldungen ausgewirkt hatte, und 2,2 % weniger als im 1. Quartal 2019.

Zahl neu gegründeter Kleinunternehmen 11,5 % unter Vorjahreswert

Im Unterschied zur Zahl der Neugründungen größerer Unternehmen lag die Zahl neu gegründeter Kleinunternehmen im 1. Quartal 2021 mit rund 34.100 deutlich unter dem Niveau des 1. Quartals 2020 (-11,5 %). Im Vergleich zum 1. Quartal 2019 sank die Zahl der Neugründungen kleiner Unternehmen sogar um 24,4 %. Die Zahl der neu gegründeten Nebenerwerbsbetriebe stieg dagegen um 29,4 % gegenüber dem 1. Quartal 2020 auf rund 94.900. Besonders hoch war der Anstieg hier unter anderem in der Möbelherstellung und bei den Post-, Kurier- und Expressdiensten.

Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen stieg im 1. Quartal 2021 um 11,0 % gegenüber dem Vorjahresquartal auf rund 199.000. Zu den Gewerbeanmeldungen zählen neben Neugründungen von Gewerbebetrieben auch Betriebsübernahmen (zum Beispiel Kauf oder Gesellschaftereintritt), Umwandlungen (zum Beispiel Verschmelzung oder Ausgliederung) und Zuzüge aus anderen Meldebezirken.

Vollständige Gewerbeaufgaben gehen um 8,2 % gegenüber dem Vorjahresquartal zurück

Rund 25.500 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung gaben im 1. Quartal 2021 ihr Gewerbe vollständig auf. Das waren 5,6 % weniger als im Vorjahresquartal. Die Zahl der aufgegebenen Kleinunternehmen sank um 15,3 % auf rund 41.600 und die Zahl der aufgegebenen Nebenerwerbsbetriebe um 2,4 % auf rund 47.300.

Damit war die Gesamtzahl der vollständigen Gewerbeaufgaben mit rund 114.400 Betrieben 8,2 % geringer als im 1. Quartal 2020. Diese rückläufige Entwicklung kann mit den politischen Unterstützungsmaßnahmen in der Corona-Krise zusammenhängen, die wirtschaftliche Folgen der Pandemie für Gewerbetreibende mildern und Gewerbeaufgaben verhindern sollen.

Die Zahl der Gewerbeabmeldungen bei den Gewerbeämtern lag im 1. Quartal 2021 mit rund 150.200 um 5,1 % unter dem Vorjahreswert. Bei dieser Gesamtzahl handelt es sich nicht nur um Gewerbeaufgaben, sondern auch um Betriebsübergaben (zum Beispiel Verkauf oder Gesellschafteraustritt), Umwandlungen oder Fortzüge in andere Meldebezirke.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Powered by WPeMatico

Corona als Digitalisierungs-Crashkurs fürs Management

Die Pandemie hat viele Unternehmen gezwungen, Arbeitsabläufe und Geschäftsmodelle zu verändern – und sie hat lt. Bitkom auch zu Lerneffekten an der Unternehmensspitze geführt. So haben 8 von 10 Managerinnen und Manager durch Corona neue Technologien ausprobiert und dabei nach eigener Aussage viel über Digitalisierung gelernt. Ebenso viele räumen ein, dass die Corona-Pandemie ihre persönlichen Vorbehalte gegenüber der Digitalisierung abgebaut habe.

Bitkom, Pressemitteilung vom 17.05.2021

  • 8 von 10 Managern haben digitale Technologien ausprobiert und persönlich dazugelernt
  • Aber 19 Prozent möchten nach der Pandemie wieder analoger arbeiten

Die Pandemie hat viele Unternehmen gezwungen, Arbeitsabläufe und Geschäftsmodelle zu verändern – und sie hat auch zu Lerneffekten an der Unternehmensspitze geführt. So haben 8 von 10 Managerinnen und Manager durch Corona neue Technologien ausprobiert (82 Prozent) und dabei nach eigener Aussage viel über Digitalisierung gelernt (80 Prozent). Ebenso viele (82 Prozent) räumen ein, dass die Corona-Pandemie ihre persönlichen Vorbehalte gegenüber der Digitalisierung abgebaut habe. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 502 Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern, Vorständen und Digitalisierungsverantwortlichen von Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten in Deutschland. „In der Corona-Pandemie wurden Unternehmen gezwungen, Homeoffice einzuführen und Prozesse zu digitalisieren – und sehr viele haben dabei bemerkt, dass dies nicht nur eine Notoperation ist, sondern grundsätzliche Vorteile bringt“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Corona ist ein Aufruf, digitale Technologien viel öfter auszuprobieren und ihre Chancen zu entdecken – auch wenn uns keine globale Krise zum Handeln zwingt.“

Allerdings gibt auch etwa jede und jeder Zweite (47 Prozent) zu, sich manchmal überfordert zu fühlen, weil häufiger über digitale Themen gesprochen wird, von denen sie selbst nicht so viel verstehen. Das gilt vor allem für kleinere Unternehmen mit 20 bis 99 Beschäftigten, dort liegt der Anteil sogar bei 50 Prozent. Bei Unternehmen mit 100 bis 499 Beschäftigten sind es 38 Prozent, bei Großunternehmen ab 500 Beschäftigten nur 29 Prozent. An der Spitze fast jedes fünften Unternehmens (19 Prozent) gibt es den Wunsch, nach der Corona-Pandemie wieder weniger digital zu arbeiten als heute. Auch hier könnten kleinere Unternehmen wieder stärker in alte Muster zurückfallen als große. Bei den Unternehmen mit 20 bis 99 Beschäftigten sind es 21 Prozent, bei denen mit 100 bis 499 Beschäftigten nur 15 Prozent und unter den Großunternehmen ab 500 Beschäftigten ist es sogar nur rund jedes Zehnte (11 Prozent), in dem wieder verstärkt analog gemanagt wird.

Quelle: Bitkom

Powered by WPeMatico