Zweite Coronawelle bringt Ausfälle von 1,5 Mrd. Euro pro Woche

Die zweite Coronawelle wird die deutsche Konjunktur im Winterhalbjahr 2020/21 dämpfen. Pro Woche entgeht Deutschland Wertschöpfung in Höhe von 1,5 Mrd. Euro. Das ist das Ergebnis einer Analyse der ifo Unternehmensbefragungen.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 10.02.2021

Die zweite Coronawelle wird die deutsche Konjunktur im Winterhalbjahr 2020/21 dämpfen. Pro Woche entgeht Deutschland Wertschöpfung in Höhe von 1,5 Mrd. Euro. Das ist das Ergebnis einer Analyse der ifo Unternehmensbefragungen. „Damit sind die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen deutlich geringer als während der ersten Welle im Frühjahr 2020“, sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der ifo Konjunkturprognosen. „Die Wirtschaftsleistung dürfte nur in den konsumnahen Dienstleistungsbereichen ins Minus rutschen, in denen soziale Kontakte ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells sind.“

Zu diesen Branchen gehören u. a. das Gastgewerbe, die Freizeit-, Kultur- und Sporteinrichtungen sowie Frisör- und Kosmetiksalons. Sie ziehen die Veränderungsrate des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal 2020 um etwa einen halben Prozentpunkt nach unten und im ersten Quartal 2021 nochmals um knapp einen Prozentpunkt. Insgesamt dürfte die reale Wirtschaftsleistung in den betroffenen Zweigen im ersten Quartal 2021 um etwa 20 Milliarden Euro niedriger liegen als im vierten Quartal 2019, also dem letzten Vorkrisenquartal. „Da die Industrie- und Baukonjunktur jedoch weiterhin gut laufen, dürfte das Bruttoinlandsprodukt zu Jahresbeginn nicht zurückgehen, sondern stagnieren“, ergänzt Wollmershäuser.

Quelle: ifo Institut

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Inflationsrate im Januar 2021 bei +1,0 %

Die Inflationsrate in Deutschland lag im Januar 2021 bei +1,0 %, nach -0,3 % im Dezember 2020. Zuletzt war die Inflationsrate im Juni 2020 im Plus (+0,9 %). Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat Dezember 2020 um 0,8 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 10.02.2021

Vor allem Energieprodukte und Nahrungsmittel teurer als im Vormonat

Verbraucherpreisindex, Januar 2021

  • +1,0 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
  • +0,8 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Januar 2021

  • +1,6 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
  • +1,4 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Die Inflationsrate in Deutschland − gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im Januar 2021 bei +1,0 %, nach -0,3 % im Dezember 2020. Zuletzt war die Inflationsrate im Juni 2020 im Plus (+0,9 %). Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat Dezember 2020 um 0,8 %.

Ende der temporären Senkung der Mehrwertsteuersätze wirkt preistreibend

Die temporäre Senkung der Mehrwertsteuersätze als eine Maßnahme des Konjunkturpakets der Bundesregierung endete zum 31. Dezember 2020. Lediglich für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen gilt weiterhin der ermäßigte Steuersatz. Die Weitergabe der seit Januar 2021 wieder gültigen höheren Steuersätze begründet einen Teil des Anstiegs der Verbraucherpreise. Wie bei der Senkung der Mehrwertsteuersätze im Sommer ist auch bei der Rückkehr zu den üblichen Steuersätzen zu berücksichtigen, dass die tatsächlichen Auswirkungen nicht den rein rechnerischen Auswirkungen entsprechen müssen. Weitergehende Hinweise enthält die Pressemitteilung Nr. 215 „Auswirkungen der Mehrwertsteuersenkung auf die Verbraucherpreise“ vom 15. Juni 2020.

Nahrungsmittel teurer, aber Energie immer noch günstiger als vor einem Jahr

Die Preise für Waren insgesamt lagen im Januar 2021 um 0,6 % über denen des Vorjahresmonats. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich dabei um 2,2 %. Der Preisauftrieb hat sich damit deutlich verstärkt (Dezember 2020: +0,5 %). Teurer waren vor allem Fleisch und Fleischwaren (+3,5 %) sowie Obst (+3,2 %) und Gemüse (+3,1 %). Hingegen lagen die Preise für Energieprodukte um 2,3 % unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Binnen Jahresfrist verbilligten sich leichtes Heizöl (-13,0 %) und Kraftstoffe (-2,9 %). Teurer als ein Jahr zuvor waren hingegen Erdgas (+2,0 %) und Strom (+1,2 %) trotz des Rückgangs der EEG-Umlage. Der Rückgang der Preise für Energieprodukte hat sich jedoch insgesamt deutlich abgeschwächt (Dezember 2020: -6,0 %). Neben dem Ende der Mehrwertsteuersatzsenkung wirkte sich vor allem die zu Jahresbeginn eingeführte CO2-Abgabe auf die Preise aus.

Inflationsrate ohne Energie bei +1,4 %

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Januar 2021 bei +1,4 % gelegen.

Dienstleistungen verteuerten sich binnen Jahresfrist um 1,4 %

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt lagen im Januar 2021 um 1,4 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die aufgrund des großen Anteils an den Konsumausgaben der privaten Haushalte bedeutsamen Nettokaltmieten verteuerten sich um 1,3 %. Hervorzuheben sind steigende Preise für Leistungen sozialer Einrichtungen (+6,0 %) sowie für Wartung und Reparatur in Kfz-Werkstätten (+3,4 %). Günstiger für die Verbraucherinnen und Verbraucher waren im Jahresvergleich hingegen Bahnfahrkarten (-8,1 %).

Preise für Energie im Vormonatsvergleich um 5,4 % gestiegen

Im Vergleich zum Dezember 2020 stieg der Verbraucherpreisindex im Januar 2021 um 0,8 %. Die Preise für Energieprodukte stiegen um 5,4 %. Besonders deutlich waren die Preisanstiege bei Kraftstoffen (+10,7 %) und Heizöl (+13,9 %). Hier wirkte sich neben der Rücknahme der Mehrwertsteuersatzsenkung vor allem die CO2-Abgabe preistreibend aus. Zudem zogen die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke um 2,6 % an, teurer wurde hier vor allem Gemüse (+7,8 %) und Kaffee (+3,8 %). Auch die Preise für einzelne Dienstleistungen stiegen teilweise deutlich, zum Beispiel Rechtsanwalts- und Notargebühren (+11,7 %) infolge des geänderten Vergütungsgesetzes sowie Verwaltungsgebühren (+7,7 %) durch die Verteuerung des Personalausweises.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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Industrie will Produktion steigern

ifo Institut, Pressemitteilung vom 08.02.2021

Die ifo-Produktions-Erwartungen der deutschen Industrie haben sich etwas aufgehellt. Sie stiegen im Januar auf 8,4 Punkte, nach 5,1 im Dezember. Das geht hervor aus der jüngsten Konjunkturumfrage des ifo Instituts. „In der Autoindustrie und der Pharmazie sind die Erwartungen deutlich gestiegen“, sagt ifo-Experte Klaus Wohlrabe. „Hingegen deutlich gesunken ist der Indikator bei den Herstellern von Möbeln und von Bekleidung.“

In der Autoindustrie und ihren Zulieferern haben sich die Erwartungen deutlich verbessert. Der Indikator blieb aber negativ bei minus vier Punkten, nach minus 18 im Dezember. Auch in der Pharmazie ist der Indikator deutlich gestiegen, von sechs Punkten auf 16 im Januar. Die Hersteller von Getränken wollen ihre Produktion ausweiten. Der Indikator stieg auf plus neun Punkte, nach null im Dezember. Die Chemie bleibt optimistisch gestimmt, der Indikator stieg auf gute 15 Punkte.

Dagegen ziehen in der Bekleidungs- und in der Möbelindustrie dunkle Wolken auf: Bei der Bekleidung fiel der Indikator deutlich auf minus 81 Punkte, nach plus 42 im Dezember; bei Möbeln auf minus 16, nach plus 24 im Dezember. Auch bei Herstellern von Textilien und von Leder, Lederwaren und Schuhen haben sich die Aussichten eingetrübt. Bei Textilien fiel der Indikator auf null Punkte, nach plus 11 im Dezember und bei Lederherstellern auf minus 48 Punkte, nach minus 33 im Dezember.

Das Statistische Bundesamt wird seine Zahlen zur Industrieproduktion im abgelaufenen Dezember am 08.02.2021 veröffentlichen.

Das ifo Institut befragt im Rahmen ihrer monatlichen Konjunkturumfrage ca. 2.000 Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe nach Ihren Produktionsplänen bzw. -erwartungen für die nächsten drei Monate. Die Unternehmen werden gebeten, ihre voraussichtliche inländische Produktionstätigkeit mitzuteilen. Sie können ihre Pläne mit “steigen”, “etwa gleich bleiben” und “abnehmen” kennzeichnen. Der hier angegebene Saldowert der Erwartungen in Punkten ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten “steigen” und “abnehmen”.

Quelle: ifo Institut

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Hohes Homeoffice-Potenzial in der Informationswirtschaft

Ein sehr hohes Potenzial für die Verlagerung der Arbeit ins Homeoffice besteht, laut eigener Aussage, für Unternehmen der Informationswirtschaft. Zudem beobachtet die Mehrheit der Unternehmen in den letzten Monaten keinen Produktivitätsverlust durch Homeoffice. Zu diesen und anderen Ergebnissen kommt eine repräsentative Umfrage des ZEW.

Die Verlagerung des Arbeitsortes vom Firmenbüro ins Homeoffice ist ein zentraler Baustein im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Deutschland. Der neue Bund-Länder-Beschluss vom 19. Januar 2021 sieht deshalb vor, dass Unternehmen „überall dort, wo es möglich ist, den Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen müssen, sofern die Tätigkeiten es zulassen.“ Eine offene Frage ist allerdings, wie hoch die Unternehmen den Anteil der Beschäftigten einschätzen, deren Arbeitstätigkeiten fürs Homeoffice geeignet sind. „Ein sehr hohes Potenzial für die Verlagerung der Arbeit ins Homeoffice besteht, laut eigener Aussage, für Unternehmen der Informationswirtschaft. Etwa 45 Prozent der Unternehmen in diesem Wirtschaftszweig gehen davon aus, dass mehr als die Hälfte ihrer Beschäftigten eine Tätigkeit ausüben, die sich theoretisch fürs Homeoffice eignet“, sagt Dr. Daniel Erdsiek, Wissenschaftler im Forschungsbereich „Digitale Ökonomie“ am ZEW Mannheim.

„Zudem beobachtet die Mehrheit der Unternehmen in den letzten Monaten keinen Produktivitätsverlust durch Homeoffice. So berichten drei Viertel der Unternehmen in der Informationswirtschaft von einer konstanten oder sogar gestiegenen Produktivität der Beschäftigten, die seit Beginn der Corona-Pandemie erstmals im Homeoffice arbeiten.“ Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Umfrage unter rund 850 Unternehmen der Informationswirtschaft, die das ZEW Mannheim im Dezember 2020 durchgeführt hat.

Nur etwa jedes zehnte Unternehmen in der Informationswirtschaft, welche die IKT-Branche, Mediendienstleister und wissensintensive Dienstleister umfasst, sieht keinerlei Möglichkeit für Homeoffice. Im Gegensatz dazu könnten in etwa jedem fünften Unternehmen bis zu 20 Prozent der Beschäftigten theoretisch im Homeoffice arbeiten und in jedem vierten Unternehmen liegt das Homeoffice-Potenzial zwischen 21 und 50 Prozent. Mit einem Anteil von 45 Prozent gehen die Unternehmen aber auch sehr häufig davon aus, dass mehr als die Hälfte der Beschäftigten Heimarbeit leisten könnten. Bei den IKT-Dienstleistern sehen sogar 63 Prozent der Unternehmen ein solch hohes Homeoffice-Potenzial für die eigenen Beschäftigten. Bei den wissensintensiven Dienstleistern (u. a. Rechts-, Steuer- und Unternehmensberater, Architektur- und Ingenieurbüros, Werbung- und Marktforschungsunternehmen) beträgt dieser Anteil immerhin 41 Prozent und bei den Mediendienstleistern noch 35 Prozent. Deutlich niedriger wird das Homeoffice-Potenzial hingegen von Unternehmen in der Branche IKT-Hardware eingeschätzt. Als Teil des Verarbeitenden Gewerbes eignen sich die Arbeitstätigkeiten bei den IKT-Hardwareherstellern weitaus seltener fürs Homeoffice als bei den Teilbranchen der Informationswirtschaft, die dem Dienstleistungssektor zuzuordnen sind. Etwa die Hälfte der IKT-Hardwarehersteller schätzt das Homeoffice-Potenzial daher auf maximal 10 Prozent.

„Das Homeoffice-Potenzial weist darüber hinaus einen positiven Zusammenhang mit der Unternehmensgröße auf: Der Anteil an Unternehmen, die das Homeoffice-Potenzial auf über 50 Prozent schätzen, beträgt bei Unternehmen mit 5 bis 19 Beschäftigten etwa 42 Prozent. Bei den Unternehmen mit mindestens 100 Beschäftigten sehen hingegen knapp 58 Prozent ein sehr hohes Homeoffice-Potenzial“, sagt Erdsiek.

Mehrheit der Unternehmen erkennt keinen Produktivitätsverlust durch Homeoffice

Obwohl das wichtige Ziel der Kontaktvermeidung im Fokus der staatlichen Homeoffice-Appelle steht, wollen möglicherweise einige Unternehmen ihr Homeoffice-Potenzial nicht voll ausschöpfen, weil sie Produktivitätsverluste befürchten. Denn bei einer weiteren Verbreitung von Homeoffice steigt auch der Anteil an Beschäftigten im Homeoffice, die vor dem Beginn der Pandemie nie im Homeoffice gearbeitet haben und ihre Tätigkeit nun zum ersten Mal regelmäßig von zu Hause aus verrichten sollen. Wie sich die Produktivität der Beschäftigten verändert, die ihre Arbeit im Zuge der Corona-Pandemie zumindest teilweise ins Homeoffice verlagern, ist bislang allerdings unklar.

„Die Unternehmen in der Informationswirtschaft zeigen sich in Bezug auf diese Frage indessen überwiegend zuversichtlich. Mit einem Anteil von 60 Prozent beobachten die meisten von ihnen keine Veränderung der Produktivität bei denjenigen Beschäftigten, die erst seit dem Beginn der Pandemie im Homeoffice arbeiten. Darüber hinaus stellen 15 Prozent der Unternehmen sogar eine steigende Produktivität dieser Beschäftigtengruppe fest“, so Erdsiek. Dieser insgesamt positiven Einschätzung der Corona-bedingten Reorganisation steht allerdings auch ein Viertel der Unternehmen gegenüber, die von einer nachteiligen Entwicklung der Produktivität im Homeoffice berichten. Dafür könnten neben der erschwerten Betreuungssituation aufgrund von Schul- und Kitaschließungen auch Schwierigkeiten bei der Implementierung von Homeoffice-Modellen, wie etwa die Gewährleistung der technischen Infrastruktur, eine Rolle spielen. Solche Schwierigkeiten sind in der aktuellen Krise vor allem deshalb möglich, weil die rapide Veränderung der Arbeitsorganisation oftmals ohne vorherige Planungsphase bewerkstelligt werden musste.

Ein wichtiger Faktor für die Einschätzung der Produktivität ist daher, ob ein Unternehmen auf vorherige Homeoffice-Erfahrungen zurückgreifen kann, weil ein Teil der Beschäftigten schon vor Krisenbeginn regelmäßig im Homeoffice gearbeitet hat. So berichten Unternehmen mit vorheriger Homeoffice-Erfahrung weitaus häufiger von Produktivitätssteigerungen der Beschäftigten, die neuerdings von zu Hause aus arbeiten (20 Prozent), als Unternehmen ohne entsprechende Erfahrung (sechs Prozent). In ähnlicher Weise ist eine negative Entwicklung der Produktivität in den Homeoffice-erfahrenen Unternehmen deutlich seltener (18 Prozent) als in den Unternehmen, die erst seit Krisenbeginn Homeoffice-Modelle anbieten (42 Prozent). Eine mögliche Ursache für diese Unterschiede könnte allerdings auch sein, dass Unternehmen ohne vorherige Homeoffice-Erfahrung der Heimarbeit im Allgemeinen skeptischer gegenüberstehen und daher auch den Einfluss auf die Produktivität negativer bewerten. Homeoffice-erfahrene Unternehmen wurden auch gefragt, wie sich die Produktivität der Beschäftigten verändert hat, die schon vor dem Pandemiebeginn im Homeoffice gearbeitet haben. Der Großteil der Unternehmen berichtet hierzu von einer unveränderten Produktivität (81 Prozent), während jeweils etwa zehn Prozent von einer gestiegenen bzw. gesunkenen Produktivität ausgehen.

Quelle: ZEW

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Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Dezember 2020

Wie das BMWi mitteilt, kam es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Dezember im Vergleich zum Vormonat zu einer Stagnation der Produktion im Produzierenden Gewerbe (+/-0,0 Prozent). Die Industrie verzeichnete erneut einen Zuwachs und steigerte ihren Ausstoß um 0,9 Prozent, während sich die Erzeugung im Baugewerbe um 3,2 Prozent verringerte. Das Ergebnis für den Vormonat November insgesamt wurde nach oben revidiert.

BMWi, Pressemitteilung vom 08.02.2021

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kam es im Dezember im Vergleich zum Vormonat zu einer Stagnation der Produktion im Produzierenden Gewerbe (+/-0,0 Prozent). Die Industrie verzeichnete erneut einen Zuwachs und steigerte ihren Ausstoß um 0,9 Prozent, während sich die Erzeugung im Baugewerbe um 3,2 Prozent verringerte. Das Ergebnis für den Vormonat November insgesamt hat das Statistische Bundesamt nach oben revidiert.

Im vierten Quartal erhöhte sich die Produktion im Produzierenden Gewerbe damit um 6,1 Prozent. In der Industrie stieg der Ausstoß um 6,8 Prozent und im Baugewerbe um 4,0 Prozent. Innerhalb der Industrie kam es im gewichtigen Kfz-Bereich zu einer Ausweitung der Produktion um 14,4 Prozent.

Die Industrie konnte ihre Produktion im Dezember trotz der verschärften Lockdown-Maßnahmen weiter steigern, während es im Baugewerbe zu einem spürbaren Rückgang gekommen ist. Der weitere Ausblick für die Industriekonjunktur bleibt allerdings angesichts des allgemeinen Pandemiegeschehens und aufgrund von Lieferengpässen in der Halbleiterindustrie verhalten. Hierfür spricht auch eine zuletzt schwächere Auftragslage und eine gedämpfte Stimmung in den Unternehmen.

Quelle: BMWi

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Gewerbeimmobilien: Unternehmen halten an Büros fest

Der Büromarkt kommt weiterhin gut durch die Corona-Krise: Trotz Homeoffice wollen die meisten Unternehmen keine Büroflächen loswerden, zeigt eine neue Studie des IW Köln. Einige Firmen wollen aber umbauen, um mehr Raum für Austausch und Kommunikation zu schaffen.

IW Köln, Pressemitteilung vom 05.02.2021

Der Büromarkt kommt weiterhin gut durch die Corona-Krise: Trotz Homeoffice wollen die meisten Unternehmen keine Büroflächen loswerden, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Einige Firmen wollen aber umbauen, um mehr Raum für Austausch und Kommunikation zu schaffen.

Ungeachtet des Homeoffice-Booms wollen lediglich 6,4 Prozent der Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten ihre Bürofläche reduzieren. Das zeigt eine neue IW-Umfrage unter über 1.200 Unternehmen im vierten Quartal 2020. Noch am ehesten wollen große Unternehmen mit über 250 Beschäftigten sowie Kanzleien, Beratungen und Wirtschaftsprüfer Flächen verringern, doch auch hier sind es weniger als zehn Prozent der befragten Firmen. „Büromieten und -preise haben früher sehr sensitiv auf Krisen reagiert“, sagt IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer. „Jetzt zeigt sich der Büromarkt äußerst stabil.“

Ein Drittel will mehr Homeoffice nach der Krise

Der erwartete Preisverfall im Markt für Büroimmobilien blieb 2020 aus, die Mieten stiegen im vergangenen Jahr sogar leicht. Das liegt auch daran, dass die meisten Unternehmen offenbar damit rechnen, nach der Corona-Krise die Büros noch zu brauchen.

Vor der Corona-Pandemie arbeiteten Arbeitnehmer in der Regel nur stundenweise oder für einen Tag in der Woche von Zuhause. „Aktuell wird das Homeoffice deutlich intensiver und wo es möglich ist, nahezu durchgehend genutzt“, sagt Studienautor Oliver Stettes. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten, die aktuell im Homeoffice arbeiten, verbringen 20 Stunden oder mehr am heimischen Schreibtisch statt im Büro.

Geht es nach den Unternehmen, ist das dauerhafte Homeoffice aber nur eine Maßnahme auf Zeit: Zwei Drittel der Firmen haben nicht vor, ihren Beschäftigten nach der Corona-Krise mehr Homeoffice als vor der Krise zu ermöglichen, zeigt die IW-Studie. Zumal ein fester Büroplatz oft Teil des Arbeitsvertrags ist. Da das Gros der Mitarbeiter wieder in die Büros zurückkehren soll, dürfte der Büromarkt auch in naher Zukunft nicht einbrechen.

Mehr Platz für Kreativität

Anstatt Flächen loszuwerden, wollen knapp 17 Prozent der befragten Firmen ihre Büros umbauen. Beispielsweise wollen sie Gruppenbüros auflösen oder mehr Platz für Kommunikation und Austausch schaffen. Vor allem größere Unternehmen haben für den Umbau schon konkrete Pläne.

Quelle: IW Köln

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Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Dezember 2020

Wie das BMWi mitteilt, sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Dezember gegenüber dem Vormonat um 1,9 % gefallen.

BMWi, Pressemitteilung vom 05.02.2021

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Dezember gegenüber dem Vormonat um 1,9 % gefallen. Bei Investitionsgütern kam es zu einem Nachfragerückgang um 4,6 %, während bei Konsum- und Vorleistungsgütern Zunahmen um 6,4 % bzw. 0,8 % verzeichnet wurden. Ohne Berücksichtigung von Großaufträgen verringerten sich die Bestellungen in etwa genauso stark (-2,0 %).

Im gesamten vierten Quartal kam es gegenüber dem dritten Quartal zu einem Orderanstieg um 7,0 %. Bereinigt um Großaufträge fiel das Auftragsplus hier ähnlich groß aus (+7,2 %).

Die Ordereingänge im Verarbeitenden Gewerbe gingen im Dezember angesichts des verschärften Lockdowns zwar etwas zurück, überschritten ihr Niveau vor Ausbruch der Pandemie im vierten Quartal 2019 aber immer noch um fast 5 %. Den Ausschlag für den jüngsten Rückgang gaben die gewichtige Kfz-Industrie und der sonstige Fahrzeugbau, während in einer Reihe anderer Bereiche – wie pharmazeutische Erzeugnisse und elektrische Ausrüstungen – beachtliche Zuwächse gemeldet wurden.

Quelle: BMWi

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Digitaler Wandel schreitet voran, stößt aber auch auf Hürden

Cloud-Anwendungen und Internet der Dinge, Künstliche Intelligenz, Blockchain und 3D-Druck: Die Palette der technologischen Möglichkeiten ist breit; doch wie ist es um den praktischen Einsatz in den Betrieben bestellt? Der DIHK hat bei rund 3.500 Unternehmen den Status quo und die Motive für die digitale Transformation abgefragt, aber auch die Hemmnisse und weitere Aspekte wie etwa Daten- und Informationssicherheit.

DIHK, Mitteilung vom 04.02.2021

Die Unternehmen sind weiter auf Digitalisierungskurs – doch es ist ein Weg voller Herausforderungen. Das zeigt eine aktuelle DIHK-Umfrage unter bundesweit knapp 3.500 Betrieben. Danach hat sich der Digitalisierungsgrad der Unternehmen zwar leicht verbessert. Doch Engpässe in der digitalen Infrastruktur sowie die zunehmende Komplexität tragen dazu bei, dass größere Digitalisierungssprünge in der betrieblichen Praxis meist ausbleiben.

Leichte Verbesserung gegenüber 2017

Auf einer Skala von 1 bis 6 bewerten die Unternehmen ihren eigenen Digitalisierungsgrad mit einer Durchschnittsnote von 2,9 als befriedigend. Gegenüber der Vorumfrage aus dem Jahr 2017 ist das eine nur leichte Verbesserung (Durchschnitt 2017: 3,1).

Vorreiter ist die Informations- und Kommunikationsbranche mit einem Durchschnittswert von 2,1, gefolgt von der Finanzwirtschaft (2,6) und den Sonstigen Dienstleistern (2,9). Die Industrie (3,0) und der Verkehr (3,1) bilden das Mittelfeld. Im hinteren Bereich bewegen sich das Baugewerbe (3,2), der Handel (3,2) und das Gastgewerbe (3,4).

Infrastruktur fehlt

Die Hemmnisse auf dem Weg der digitalen Transformation der Unternehmen sind vielfältig. Vor allem die Umstellung vorhandener Systeme und Prozesse beschäftigt die Betriebe, das gaben 45 Prozent zu Protokoll. Ein hoher Kosten- und Investitionsaufwand (40 Prozent) sowie fehlende zeitliche Ressourcen (38 Prozent) werden als zweit- und dritthäufigste Herausforderungen genannt. Ein weiteres Haupthemmnis ist die unzureichende digitale Infrastruktur. 35 Prozent der Unternehmen haben keinen ausreichend schnellen Internetzugang.

Digitalisierung bietet viele Potenziale

Gleichwohl sehen viele Unternehmen Vorteile darin, ihren Geschäftsbetrieb zu digitalisieren. Ihre Motive sind vielfältig: Den Betrieben geht es etwa darum, die strategische Unternehmensentwicklung voranzutreiben (57 Prozent), Kosten zu senken (57 Prozent) sowie Kunden zu binden (53 Prozent). Die Corona-Pandemie ist für 44 Prozent der Unternehmen ein zusätzlicher Grund dafür, Produktionsprozesse, Abläufe oder Dienstleistungen zu digitalisieren.

Zukunftstechnologien schon jetzt relevant

Unternehmen aus den Branchen Industrie, Bau, Information und Kommunikation, Finanzwirtschaft sowie Sonstige Dienstleistungen wurden zudem nach dem Einsatz von digitalen Technologien befragt: Die Betriebe befassen sich intensiv mit dem Thema Zukunftstechnologien, wobei sich vor allem Künstliche Intelligenz und Blockchain – also dezentrale und fälschungssichere Datenbanken – als Schwerpunkte abzeichnen. So will jeweils ein gutes Viertel der Unternehmen innerhalb der nächsten drei Jahre diese beiden Technologien zum Einsatz bringen.

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Firmen erwarten noch bis Mitte September Corona-Beschränkungen

Die deutschen Unternehmen rechnen noch mit monatelangen Einschränkungen des öffentlichen Lebens und ihrer eigenen Geschäfte. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage des ifo Instituts hervor.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 04.02.2021

Die deutschen Unternehmen rechnen noch mit monatelangen Einschränkungen des öffentlichen Lebens und ihrer eigenen Geschäfte. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage des ifo Instituts hervor. Demnach erwarten die Firmen noch 7,4 Monate lang Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Mit einer Normalisierung ihrer eigenen Geschäfte rechnen sie erst in 10,3 Monaten. „Beide Zahlen liegen nur wenig niedriger als im Dezember. Die anlaufenden Impfungen haben sich noch nicht entscheidend ausgewirkt“, sagt der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe.

Die einzelnen Branchen unterscheiden sich nur geringfügig in ihren Einschätzungen. Die Industriefirmen rechnen mit Einschränkungen des öffentlichen Lebens von weiteren 7,4 Monaten, die Dienstleister mit 7,5 Monaten, der Handel mit 7,2 Monaten und der Bau mit 7,3 Monaten.

Eine Normalisierung ihrer eigenen Geschäfte erwartet die Industrie in 10,2 Monaten. Die Dienstleister rechnen damit, dass es noch 10,6 dauert, der Handel 9,3 und der Bau 10,4 Monate.

Quelle: ifo Institut

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Kurzarbeit steigt – um knapp 20 Prozent

Die Zahl der Kurzarbeiter ist im Januar um knapp 20 Prozent gestiegen. Nach Schätzungen des ifo Instituts waren 2,6 Mio. Menschen auf Kurzarbeit, nach 2,2 Mio. im Dezember.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 01.02.2021

Die Zahl der Kurzarbeiter ist im Januar um knapp 20 Prozent gestiegen. Nach Schätzungen des ifo Instituts waren 2,6 Millionen Menschen auf Kurzarbeit, nach 2,2 Millionen im Dezember. Das betraf damit im Januar 7,8 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, nach 6,6 Prozent im Dezember. Am stärksten betroffen ist das Gastgewerbe.

„Einsamer Spitzenreiter bei der Kurzarbeit blieben die vom Lockdown besonders hart getroffenen Hotels und Gaststätten mit 55,9 Prozent nach 54,1 Prozent der Beschäftigten oder 594.000 nach 574.000 Menschen“, sagt ifo -Arbeitsmarktexperte Sebastian Link. Im Handel stieg die Zahl um mehr als das Doppelte von 260.000 auf 556.000 Menschen, also von 5,7 Prozent auf 12,2 Prozent der Beschäftigten. In der Industrie hingegen ging die Kurzarbeit etwas zurück von 611.000 auf 598.000 Menschen, oder von 8,8 Prozent auf 8,6 Prozent der Beschäftigten. Dabei entwickelten sich die einzelnen Industriebranchen allerdings sehr unterschiedlich, im Maschinenbau, bei den Metallerzeugern und den Herstellern von Metallerzeugnissen ging die Kurzarbeit zurück, bei den Autobauern stieg sie.

Quelle: ifo Institut

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