Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2020 um 0,1 % höher als im Vorquartal

Das Bruttoinlandsprodukt war im 4. Quartal 2020 gegenüber dem 3. Quartal 2020 nahezu unverändert (+0,1 %). Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, ergibt sich für das gesamte Jahr 2020 ein Rückgang des BIP um 5,0 % (kalenderbereinigt: -5,3 %).

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 29.01.2021

Wirtschaftsleistung 3,9 % unter Vorkrisenniveau

Bruttoinlandsprodukt (BIP), 4. Quartal 2020

  • +0,1 % zum Vorquartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt)
  • -2,9 % zum Vorjahresquartal (preisbereinigt)
  • -3,9 % zum Vorjahresquartal (preis- und kalenderbereinigt)

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im 4. Quartal 2020 gegenüber dem 3. Quartal 2020 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – nahezu unverändert (+0,1 %). Im Verlauf des Jahres hatte sich die deutsche Wirtschaft nach dem historischen Einbruch des BIP um 9,7 % im 2. Quartal 2020 im Sommer zunächst erholt (+8,5 % im 3. Quartal). Im 4. Quartal wurde diese Erholung durch die zweite Corona-Welle und den erneuten Lockdown zum Jahresende gebremst. Davon war besonders der private Konsum betroffen, während die Warenexporte und die Bauinvestitionen die Wirtschaft stützten. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, ergibt sich daraus für das gesamte Jahr 2020 ein Rückgang des BIP um 5,0 % (kalenderbereinigt: -5,3 %).

Bruttoinlandsprodukt im Vorkrisenvergleich noch deutlich im Minus

Im Vorjahresvergleich war das BIP im 4. Quartal 2020 preisbereinigt um 2,9 %, preis- und kalenderbereinigt um 3,9 %, niedriger als im 4. Quartal 2019, dem Quartal vor Beginn der Corona-Krise.

Revision der bisherigen Ergebnisse

Neben der Erstberechnung des 4. Quartals 2020 hat das Statistische Bundesamt wie üblich auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse überarbeitet und neu verfügbare statistische Informationen in die Berechnungen der übrigen Quartale 2020 einbezogen. Dabei ergaben sich für das vierteljährliche BIP nur geringfügige Änderungen der bisherigen Ergebnisse für das 1. und 2. Quartal von 0,1 Prozentpunkten. Detaillierte Angaben zu den Neuberechnungen enthält die Tabelle „Alt-Neu-Vergleich“ am Ende dieser Pressemitteilung.

Ausführliche Ergebnisse für das 4. Quartal 2020 gibt das Statistische Bundesamt am 24. Februar 2021 bekannt.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Powered by WPeMatico

Gegenmaßnahmen bremsen Corona-Pleitewelle

Eine Corona-Pleitewelle ist derzeit in Deutschland noch nicht in Sicht. Sie ist durch die Aussetzung der Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz und die Liquiditätshilfen des Bundes und der Länder verhindert worden. Das geht aus neuesten Schätzungen des ifo Instituts hervor.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 29.01.2021

Eine Corona-Pleitewelle ist derzeit in Deutschland noch nicht in Sicht. Sie ist durch die Aussetzung der Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz und die Liquiditätshilfen des Bundes und der Länder verhindert worden. Das geht aus neuesten Schätzungen des ifo Instituts hervor. Diese beruhen auf historischen Zusammenhängen zwischen Konjunktur, Unternehmensgewinnen und Insolvenzgeschehen. „Als Folge des Einbruchs bei den Unternehmensgewinnen im vergangenen Jahr hätten eigentlich Forderungen in Höhe von fast 120 Milliarden Euro ausfallen müssen“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Durch die Liquiditätshilfen konnte die zu erwartende Ausfallsumme auf etwa 60 Milliarden Euro halbiert werden.“

Wollmershäuser fügte zu: „Die verbleibenden 60 Milliarden Euro sind vor allem deshalb noch nicht ausgefallen, weil die Bundesregierung die Pflicht zur Anmeldung der Insolvenz ausgesetzt hat. Bis Ende Oktober meldeten Gläubiger bei den Gerichten Forderungen im Umfang von 44,5 Milliarden Euro an. Das schließt auch die 12,5 Milliarden Euro ein, die beim Wirecard-Skandal angemeldet wurden. Diese haben aber mit Corona und abstürzenden Gewinnen nichts zu tun.“

Die Bundesregierung verlängerte gerade die Aussetzung der Antragspflicht für die Firmen erneut, vom 31. Januar auf den 30. April. „Durch das bloße Aussetzen der Antragspflicht werden jedoch nicht die wahren Ursachen der Insolvenz bekämpft, sondern die Folgen der Krise nur zeitlich verschoben“, ergänzt Wollmershäuser. „Allerdings dürften die Sofort- und Überbrückungshilfen des Bundes und der Länder einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Produktionspotenzials geleistet haben. Die bevorstehende Insolvenzwelle dürfte damit spürbar abgeflacht und die konjunkturelle Erholung nach Ende des Shutdowns beschleunigt werden.“

Quelle: ifo Institut

Powered by WPeMatico

Importpreise im Dezember 2020: -3,4 % gegenüber Dezember 2019

Die Importpreise waren im Dezember 2020 um 3,4 % niedriger als im Dezember 2019. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr im November 2020 bei -3,8 % gelegen, im Oktober 2019 bei -3,9 %. Gegenüber dem Vormonat November 2020 stiegen die Importpreise im Dezember 2020 um 0,6 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 29.01.2021

Importpreise, Dezember 2020

  • +0,6 % zum Vormonat
  • -3,4 % zum Vorjahresmonat
  • -4,3 % Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber 2019

Exportpreise, Dezember 2020

  • +0,1 % zum Vormonat
  • -0,6 % zum Vorjahresmonat
  • -0,7 % Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber 2019

Die Importpreise waren im Dezember 2020 um 3,4 % niedriger als im Dezember 2019. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr im November 2020 bei -3,8 % gelegen, im Oktober 2019 bei -3,9 %. Gegenüber dem Vormonat November 2020 stiegen die Importpreise im Dezember 2020 um 0,6 %.

Starker Preisrückgang bei Energie im Vorjahresvergleich

Der Rückgang der Importpreise gegenüber Dezember 2019 war vor allem durch die Entwicklung der Einfuhrpreise für Energie beeinflusst. Energieeinfuhren waren im Dezember 2020 um 23,9 % billiger als im Dezember 2019, stiegen aber gegenüber dem Vormonat deutlich um 7,1 %. Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate für Energie hatte Erdöl mit einem Minus von 30,0 %. Dagegen lagen die Preise für elektrischen Strom 35,9 % über denen von Dezember 2019.

Der Einfuhrpreisindex ohne Energie war im Dezember 2020 um 0,7 % niedriger als im Dezember 2019 (+0,1 % gegenüber November 2020). Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Einfuhrpreisindex um 1,0 % unter dem Stand des Vorjahres (+0,1 % gegenüber November 2020).

Die Preise für importierte Vorleistungsgüter stiegen im Dezember 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,2 %. Gegenüber Dezember 2019 verteuerten sich vor allem Edelmetalle und Halbzeug daraus (+19,2 %) sowie Eisenerze (+16,2 %) deutlich. Dagegen waren unter anderem elektronische Bauelemente (-8,9 %) sowie Holz- und Zellstoff (-7,8 %) billiger als im Vorjahresmonat.

Die Preise für importierte Investitionsgüter lagen im Dezember 2020 um 1,0 % unter denen von Dezember 2019. Während unter anderem Tablets (-5,3 %) und Smartphones (-3,9 %) zu niedrigeren Preisen importiert wurden, waren importierte Kraftwagen und Kraftwagenmotoren (+1,3 %) teurer als im Dezember 2019.

Verbrauchsgüter waren im Vergleich zum Vorjahr 1,4 % billiger. Die Importpreise für Gebrauchsgüter fielen um 1,1 %.

Die Preise für landwirtschaftliche Güter lagen 3,7 % unter denen von Dezember 2019. Während sich insbesondere lebende Schweine (-53,7 %) und Nüsse (-21,3 %) stark verbilligten, wurden vor allem Naturkautschuk (+26,6 %) und Getreide (+6,8 %) zu höheren Preisen importiert.

Veränderungen der Einfuhrpreisindizes 2020 im Vergleich zu 2019

Im Jahresdurchschnitt 2020 waren die Einfuhrpreise 4,3 % niedriger als im Vorjahr (2019: -1,0 % gegenüber 2018).

Vor allem die Preisentwicklung bei importierten Energieträgern beeinflusste mit einem Minus von 31,3 % gegenüber 2019 die Veränderungsrate der Einfuhrpreise. Alle Energieträger waren 2020 im Durchschnitt deutlich billiger als 2019. Besonders stark fielen die Preise für Erdöl (-34,1 %) und für Mineralölerzeugnisse (-33,2 %). Der Einfuhrpreisindex ohne Energie lag im Jahresdurchschnitt 2020 um 1,0 % unter dem Stand des Vorjahres. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, waren die Einfuhrpreise 2,0 % niedriger als 2019.

Vorleistungsgüter waren 2020 um 2,4 % preiswerter als im Jahr 2019. Die Einfuhrpreise für Holz- und Zellstoff lagen um 16,6 %, Kunststoffe in Primärformen um 8,5 % unter dem Niveau von 2019. Für elektronische Bauelemente wurde im Jahresdurchschnitt 7,9 %, für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen 6,7 % weniger bezahlt als ein Jahr zuvor. Dagegen verteuerten sich insbesondere Edelmetalle und Halbzeug daraus um 27,7 %.

Bei den Investitionsgütern, die gegenüber 2019 einen Preisrückgang um durchschnittlich 0,6% aufwiesen, waren unter anderem Tablets (-8,0 %) und Smartphones (-7,8 %) günstiger, während Kraftwagen und Kraftwagenmotoren (+1,0 %) teurer waren als vor einem Jahr.

Verbrauchsgüter waren 0,3 % teurer als im Jahr 2019. Besonders pflanzliche und tierische Öle und Fette waren teurer als vor einem Jahr (+5,4 %), während sich insbesondere Geflügelfleisch um durchschnittlich 9,8% und Schweinefleisch um 4,0 % verbilligten.

Die Preise für importierte Gebrauchsgüter lagen durchschnittlich um 0,2 % unter denen des Jahres 2019.

Die Preise für importierte landwirtschaftliche Güter stiegen gegenüber 2019 um 3,1 %. Während insbesondere für Zitrusfrüchte (+13,3 %), Rohkaffee (+8,6 %) und Äpfel (+8,4 %) im Durchschnitt mehr bezahlt werden musste als vor einem Jahr, waren Mandeln (-18,6 %) und lebende Schweine (-6,7 %) billiger als 2019.

Veränderungen der Ausfuhrpreisindizes Dezember 2020

Der Index der Ausfuhrpreise lag im Dezember 2020 um 0,6 % unter dem Stand von Dezember 2019. Im November 2020 hatte die Jahresveränderungsrate ebenfalls bei -0,6 % gelegen, im Oktober 2020 bei -1,0 %. Gegenüber dem Vormonat November 2020 stiegen die Ausfuhrpreise im Durchschnitt leicht um 0,1 %.

Veränderungen der Ausfuhrpreisindizes 2020 im Vergleich zu 2019

Im Jahresdurchschnitt 2020 lagen die Ausfuhrpreise um 0,7 % unter denen des Vorjahres (2019 gegenüber 2018: +0,5 %). Auch bei den Ausfuhrpreisen beeinflusste der Preisanstieg der Energieträger (-23,7 %) trotz vergleichsweise geringen Wägungsanteils maßgeblich die Jahresveränderungsrate, zusammen mit den Vorleistungsgütern, die im Durchschnitt zwar nur um 1,3 % billiger waren als 2019, aber fast ein Drittel des Warenkorbs bestreiten.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2020 um 0,1 % höher als im Vorquartal

Das Bruttoinlandsprodukt war im 4. Quartal 2020 gegenüber dem 3. Quartal 2020 nahezu unverändert (+0,1 %). Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, ergibt sich für das gesamte Jahr 2020 ein Rückgang des BIP um 5,0 % (kalenderbereinigt: -5,3 %).

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 29.01.2021

Wirtschaftsleistung 3,9 % unter Vorkrisenniveau

Bruttoinlandsprodukt (BIP), 4. Quartal 2020

  • +0,1 % zum Vorquartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt)
  • -2,9 % zum Vorjahresquartal (preisbereinigt)
  • -3,9 % zum Vorjahresquartal (preis- und kalenderbereinigt)

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im 4. Quartal 2020 gegenüber dem 3. Quartal 2020 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – nahezu unverändert (+0,1 %). Im Verlauf des Jahres hatte sich die deutsche Wirtschaft nach dem historischen Einbruch des BIP um 9,7 % im 2. Quartal 2020 im Sommer zunächst erholt (+8,5 % im 3. Quartal). Im 4. Quartal wurde diese Erholung durch die zweite Corona-Welle und den erneuten Lockdown zum Jahresende gebremst. Davon war besonders der private Konsum betroffen, während die Warenexporte und die Bauinvestitionen die Wirtschaft stützten. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, ergibt sich daraus für das gesamte Jahr 2020 ein Rückgang des BIP um 5,0 % (kalenderbereinigt: -5,3 %).

Bruttoinlandsprodukt im Vorkrisenvergleich noch deutlich im Minus

Im Vorjahresvergleich war das BIP im 4. Quartal 2020 preisbereinigt um 2,9 %, preis- und kalenderbereinigt um 3,9 %, niedriger als im 4. Quartal 2019, dem Quartal vor Beginn der Corona-Krise.

Revision der bisherigen Ergebnisse

Neben der Erstberechnung des 4. Quartals 2020 hat das Statistische Bundesamt wie üblich auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse überarbeitet und neu verfügbare statistische Informationen in die Berechnungen der übrigen Quartale 2020 einbezogen. Dabei ergaben sich für das vierteljährliche BIP nur geringfügige Änderungen der bisherigen Ergebnisse für das 1. und 2. Quartal von 0,1 Prozentpunkten. Detaillierte Angaben zu den Neuberechnungen enthält die Tabelle „Alt-Neu-Vergleich“ am Ende dieser Pressemitteilung.

Ausführliche Ergebnisse für das 4. Quartal 2020 gibt das Statistische Bundesamt am 24. Februar 2021 bekannt.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Powered by WPeMatico

Gegenmaßnahmen bremsen Corona-Pleitewelle

Eine Corona-Pleitewelle ist derzeit in Deutschland noch nicht in Sicht. Sie ist durch die Aussetzung der Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz und die Liquiditätshilfen des Bundes und der Länder verhindert worden. Das geht aus neuesten Schätzungen des ifo Instituts hervor.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 29.01.2021

Eine Corona-Pleitewelle ist derzeit in Deutschland noch nicht in Sicht. Sie ist durch die Aussetzung der Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz und die Liquiditätshilfen des Bundes und der Länder verhindert worden. Das geht aus neuesten Schätzungen des ifo Instituts hervor. Diese beruhen auf historischen Zusammenhängen zwischen Konjunktur, Unternehmensgewinnen und Insolvenzgeschehen. „Als Folge des Einbruchs bei den Unternehmensgewinnen im vergangenen Jahr hätten eigentlich Forderungen in Höhe von fast 120 Milliarden Euro ausfallen müssen“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Durch die Liquiditätshilfen konnte die zu erwartende Ausfallsumme auf etwa 60 Milliarden Euro halbiert werden.“

Wollmershäuser fügte zu: „Die verbleibenden 60 Milliarden Euro sind vor allem deshalb noch nicht ausgefallen, weil die Bundesregierung die Pflicht zur Anmeldung der Insolvenz ausgesetzt hat. Bis Ende Oktober meldeten Gläubiger bei den Gerichten Forderungen im Umfang von 44,5 Milliarden Euro an. Das schließt auch die 12,5 Milliarden Euro ein, die beim Wirecard-Skandal angemeldet wurden. Diese haben aber mit Corona und abstürzenden Gewinnen nichts zu tun.“

Die Bundesregierung verlängerte gerade die Aussetzung der Antragspflicht für die Firmen erneut, vom 31. Januar auf den 30. April. „Durch das bloße Aussetzen der Antragspflicht werden jedoch nicht die wahren Ursachen der Insolvenz bekämpft, sondern die Folgen der Krise nur zeitlich verschoben“, ergänzt Wollmershäuser. „Allerdings dürften die Sofort- und Überbrückungshilfen des Bundes und der Länder einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Produktionspotenzials geleistet haben. Die bevorstehende Insolvenzwelle dürfte damit spürbar abgeflacht und die konjunkturelle Erholung nach Ende des Shutdowns beschleunigt werden.“

Quelle: ifo Institut

Powered by WPeMatico

Importpreise im Dezember 2020: -3,4 % gegenüber Dezember 2019

Die Importpreise waren im Dezember 2020 um 3,4 % niedriger als im Dezember 2019. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr im November 2020 bei -3,8 % gelegen, im Oktober 2019 bei -3,9 %. Gegenüber dem Vormonat November 2020 stiegen die Importpreise im Dezember 2020 um 0,6 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 29.01.2021

Importpreise, Dezember 2020

  • +0,6 % zum Vormonat
  • -3,4 % zum Vorjahresmonat
  • -4,3 % Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber 2019

Exportpreise, Dezember 2020

  • +0,1 % zum Vormonat
  • -0,6 % zum Vorjahresmonat
  • -0,7 % Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber 2019

Die Importpreise waren im Dezember 2020 um 3,4 % niedriger als im Dezember 2019. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr im November 2020 bei -3,8 % gelegen, im Oktober 2019 bei -3,9 %. Gegenüber dem Vormonat November 2020 stiegen die Importpreise im Dezember 2020 um 0,6 %.

Starker Preisrückgang bei Energie im Vorjahresvergleich

Der Rückgang der Importpreise gegenüber Dezember 2019 war vor allem durch die Entwicklung der Einfuhrpreise für Energie beeinflusst. Energieeinfuhren waren im Dezember 2020 um 23,9 % billiger als im Dezember 2019, stiegen aber gegenüber dem Vormonat deutlich um 7,1 %. Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate für Energie hatte Erdöl mit einem Minus von 30,0 %. Dagegen lagen die Preise für elektrischen Strom 35,9 % über denen von Dezember 2019.

Der Einfuhrpreisindex ohne Energie war im Dezember 2020 um 0,7 % niedriger als im Dezember 2019 (+0,1 % gegenüber November 2020). Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Einfuhrpreisindex um 1,0 % unter dem Stand des Vorjahres (+0,1 % gegenüber November 2020).

Die Preise für importierte Vorleistungsgüter stiegen im Dezember 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,2 %. Gegenüber Dezember 2019 verteuerten sich vor allem Edelmetalle und Halbzeug daraus (+19,2 %) sowie Eisenerze (+16,2 %) deutlich. Dagegen waren unter anderem elektronische Bauelemente (-8,9 %) sowie Holz- und Zellstoff (-7,8 %) billiger als im Vorjahresmonat.

Die Preise für importierte Investitionsgüter lagen im Dezember 2020 um 1,0 % unter denen von Dezember 2019. Während unter anderem Tablets (-5,3 %) und Smartphones (-3,9 %) zu niedrigeren Preisen importiert wurden, waren importierte Kraftwagen und Kraftwagenmotoren (+1,3 %) teurer als im Dezember 2019.

Verbrauchsgüter waren im Vergleich zum Vorjahr 1,4 % billiger. Die Importpreise für Gebrauchsgüter fielen um 1,1 %.

Die Preise für landwirtschaftliche Güter lagen 3,7 % unter denen von Dezember 2019. Während sich insbesondere lebende Schweine (-53,7 %) und Nüsse (-21,3 %) stark verbilligten, wurden vor allem Naturkautschuk (+26,6 %) und Getreide (+6,8 %) zu höheren Preisen importiert.

Veränderungen der Einfuhrpreisindizes 2020 im Vergleich zu 2019

Im Jahresdurchschnitt 2020 waren die Einfuhrpreise 4,3 % niedriger als im Vorjahr (2019: -1,0 % gegenüber 2018).

Vor allem die Preisentwicklung bei importierten Energieträgern beeinflusste mit einem Minus von 31,3 % gegenüber 2019 die Veränderungsrate der Einfuhrpreise. Alle Energieträger waren 2020 im Durchschnitt deutlich billiger als 2019. Besonders stark fielen die Preise für Erdöl (-34,1 %) und für Mineralölerzeugnisse (-33,2 %). Der Einfuhrpreisindex ohne Energie lag im Jahresdurchschnitt 2020 um 1,0 % unter dem Stand des Vorjahres. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, waren die Einfuhrpreise 2,0 % niedriger als 2019.

Vorleistungsgüter waren 2020 um 2,4 % preiswerter als im Jahr 2019. Die Einfuhrpreise für Holz- und Zellstoff lagen um 16,6 %, Kunststoffe in Primärformen um 8,5 % unter dem Niveau von 2019. Für elektronische Bauelemente wurde im Jahresdurchschnitt 7,9 %, für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen 6,7 % weniger bezahlt als ein Jahr zuvor. Dagegen verteuerten sich insbesondere Edelmetalle und Halbzeug daraus um 27,7 %.

Bei den Investitionsgütern, die gegenüber 2019 einen Preisrückgang um durchschnittlich 0,6% aufwiesen, waren unter anderem Tablets (-8,0 %) und Smartphones (-7,8 %) günstiger, während Kraftwagen und Kraftwagenmotoren (+1,0 %) teurer waren als vor einem Jahr.

Verbrauchsgüter waren 0,3 % teurer als im Jahr 2019. Besonders pflanzliche und tierische Öle und Fette waren teurer als vor einem Jahr (+5,4 %), während sich insbesondere Geflügelfleisch um durchschnittlich 9,8% und Schweinefleisch um 4,0 % verbilligten.

Die Preise für importierte Gebrauchsgüter lagen durchschnittlich um 0,2 % unter denen des Jahres 2019.

Die Preise für importierte landwirtschaftliche Güter stiegen gegenüber 2019 um 3,1 %. Während insbesondere für Zitrusfrüchte (+13,3 %), Rohkaffee (+8,6 %) und Äpfel (+8,4 %) im Durchschnitt mehr bezahlt werden musste als vor einem Jahr, waren Mandeln (-18,6 %) und lebende Schweine (-6,7 %) billiger als 2019.

Veränderungen der Ausfuhrpreisindizes Dezember 2020

Der Index der Ausfuhrpreise lag im Dezember 2020 um 0,6 % unter dem Stand von Dezember 2019. Im November 2020 hatte die Jahresveränderungsrate ebenfalls bei -0,6 % gelegen, im Oktober 2020 bei -1,0 %. Gegenüber dem Vormonat November 2020 stiegen die Ausfuhrpreise im Durchschnitt leicht um 0,1 %.

Veränderungen der Ausfuhrpreisindizes 2020 im Vergleich zu 2019

Im Jahresdurchschnitt 2020 lagen die Ausfuhrpreise um 0,7 % unter denen des Vorjahres (2019 gegenüber 2018: +0,5 %). Auch bei den Ausfuhrpreisen beeinflusste der Preisanstieg der Energieträger (-23,7 %) trotz vergleichsweise geringen Wägungsanteils maßgeblich die Jahresveränderungsrate, zusammen mit den Vorleistungsgütern, die im Durchschnitt zwar nur um 1,3 % billiger waren als 2019, aber fast ein Drittel des Warenkorbs bestreiten.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Powered by WPeMatico

Inflationsrate im Januar 2021 voraussichtlich +1,0 %

Die Inflationsrate in Deutschland wird im Januar 2021 voraussichtlich +1,0 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen mitteilt, verändern sich die Verbraucherpreise gegenüber Dezember 2020 voraussichtlich um +0,8 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 28.01.2021

Verbraucherpreisindex, Januar 2021

  • +1,0 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
  • +0,8 % zum Vormonat (vorläufig)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Januar 2021

  • +1,6 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
  • +1,4 % zum Vormonat (vorläufig)

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – wird im Januar 2021 voraussichtlich +1,0 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, verändern sich die Verbraucherpreise gegenüber Dezember 2020 voraussichtlich um +0,8 %.

Neben den geänderten Mehrwertsteuersätzen kann die Entwicklung der Verbraucherpreise auch durch andere Faktoren wie die CO2-Bepreisung und die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns ab Januar 2021 beeinflusst sein.

Die Maßnahme der temporären Senkung der Mehrwertsteuersätze zur Belebung der Konjunktur in der Corona-Krise endete am 31. Dezember 2020. Wie bei der Senkung der Mehrwertsteuersätze im Sommer ist auch bei der Rücknahme zu berücksichtigen, dass die tatsächlichen Auswirkungen nicht den rein rechnerischen Auswirkungen entsprechen müssen. Weitergehende Hinweise enthält die Pressemitteilung Nr. 215 “Auswirkungen der Mehrwertsteuersenkung auf die Verbraucherpreise” vom 15. Juni 2020.

Die aktuelle Corona-Krise führte im Januar 2021 erneut zu Schwierigkeiten bei der Preiser­hebung, da einige Güter am Markt nicht verfügbar waren. Hinweise zu den Auswirkungen des Lockdowns auf die Preiserhebung finden Sie in unserem Methodenpapier. Die Qualität der vorläufigen Gesamtergebnisse ist weiterhin gewährleistet.

Die Ergebnisse zum Verbraucherpreisindex sind neben weiteren Indikatoren zur Einordnung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie auch auf der Sonderseite Corona-Statistiken im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.

Die Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen für das öffentliche Leben und den daraus resultierenden Folgen macht darüber hinaus eine Änderung des üblichen Vorgehens bei der jährlichen Aktualisierung der Gütergewichte des HVPI notwendig. Hierzu ist im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes ein entsprechendes Methodenpapier verfügbar.

Die endgültigen Ergebnisse für Januar 2021 werden am 10. Februar 2021 veröffentlicht.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Powered by WPeMatico

“Green Deal” der EU wird jetzt für die Unternehmen konkret

Bis zum Jahr 2050 soll die Europäische Union der erste klimaneutrale Staatenverbund der Welt sein, so ist es im „Green Deal“ der EU vorgesehen. Dafür wird auch das bisher angestrebte CO2-Reduktionsziel von 40 Prozent gegenüber 1990 deutlich anhoben. Zentrale Initiativen des ambitionierten politischen Programms zum klima- und umweltfreundlichen Umbau der europäischen Wirtschaft gehen lt. DIHK 2021 in die Umsetzung.

DIHK, Mitteilung vom 28.01.2021

Die EU will bis 2030 weit mehr als die bisher angestrebten 40 Prozent CO₂-Einsparung gegenüber 1990 realisieren – darauf verständigten sich die Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament Ende 2020. Schließlich sieht der “Green Deal” vor, dass die EU im Jahr 2050 der erste klimaneutrale Staatenverbund der Welt sein soll. Bei zentralen Initiativen dieses politischen Programms zum klima- und umweltfreundlichen Umbau der europäischen Wirtschaft wurden bereits im vergangenen Jahr Fortschritte erzielt.

Darauf aufbauend wird die Kommission 2021 konkrete Maßnahmen vorlegen. Hierfür sollen im Juni zahlreiche Gesetze angepasst werden – viele davon betreffen die Unternehmen unmittelbar, andere beeinflussen das wirtschaftliche Umfeld entscheidend.

Reform des Emissionshandels

Die angestrebte schnellere Verknappung der Zertifikate im Europäischen Emissionshandel (EU ETS) wird die CO₂-Kosten für knapp 2.000 deutsche Kraftwerke und Feuerungslagen der Industrie steigern und die Suche nach technologischen Alternativen antreiben. Die betroffenen Industriebetriebe stehen oft am Anfang langer Wertschöpfungsketten – auch in diesen Ketten werden sich daher Auswirkungen zeigen. Außerdem werden Vorschläge zur Ausweitung des EU ETS auf bislang nicht erfasste Branchen erwartet.

Für die einzelnen Mitgliedstaaten könnte Brüssel zusätzlich höhere verbindliche Ziele für die Sektoren vorschlagen, die bisher nicht dem EU ETS unterliegen, zum Beispiel für die Bereiche Gebäude und Verkehr. Diese jährlichen Emissionsbudgets zwingen die Staaten, ihrerseits nationale Maßnahmen zu ergreifen, die viele Betriebe betreffen – zu solchen nationalen Regelungen zählt beispielsweise der Brennstoffemissionshandel seit Jahresbeginn in Deutschland.

Neue Vorgaben für einzelne Branchen

Für einige energie- und handelsintensive Sektoren wie Stahl und Zement soll ein CO₂-Grenzausgleich etabliert werden. Ziel ist es, in diesen Branchen Wettbewerbsnachteile durch EU-weit steigende CO₂-Preise gegenüber Konkurrenten außerhalb der Europäischen Union zu vermeiden – und die Abwanderung von Wertschöpfung zu verhindern.

Für die Automobilindustrie zeichnet sich eine erneute Anpassung der CO₂-Grenzwerte sowie die Festlegung ambitionierterer Abgasnormen (“Euro 7”) ab, die den Markthochlauf der Elektrofahrzeuge beschleunigen würden.

Kreislaufwirtschaft als Schwerpunkt

Im Mittelpunkt der umweltpolitischen Vorhaben steht die Förderung der Kreislaufwirtschaft. So hat die Kommission angekündigt, im vierten Quartal 2021 einen neuen Rechtsrahmen für nachhaltige Produkte sowie einen Vorschlag zur Überarbeitung der Ökodesign-Richtlinie vorzulegen. Das bringt für die Unternehmen erheblichen Anpassungsbedarf bei der Gestaltung und Herstellung ihrer Produkte mit sich. Das Ziel der weiteren Stärkung der Kreislaufwirtschaft führt auch zu Veränderungen in den Bereichen “Verpackungen” sowie “Batterien”: Neue Vorgaben zu deren Gestaltung und Wiederverwendbarkeit werden 2021 ebenfalls weiter vorangetrieben.

Darüber hinaus will die Kommission die Schadstoffemissionen in die Umwelt weiter verringern. So ist für März die Vorlage eines Aktionsplans zur sog. Nullschadstoff-Ambition für die Bereiche Luft, Wasser und Böden vorgesehen. Konkret stehen damit etwa Überlegungen zur Überarbeitung der Luftqualitätsrichtlinien oder der Industrieemissionsrichtlinie in Verbindung. Unternehmen müssen sich damit unter Umständen mittelfristig auf weitere Vorgaben zur Emissionsreduzierung und damit auf Anpassungen ihrer Produktionsprozesse einstellen.

Quelle: DIHK

Powered by WPeMatico

Kreditnachfrage der Unternehmen sinkt deutlich – und Banken werden restriktiver

Die aufgrund steigender COVID-19-Infektionszahlen in den letzten Monaten des Jahre 2020 notwendig gewordenen erneuten Beschränkungen des wirtschaftlichen Lebens bedeuten für Unternehmen der betroffenen Branchen die Wiederauflage massiver Ertragseinbußen. Dennoch brach das Interesse an Bankfinanzierungen lt. KfW im 4. Quartal 2020 geradezu ein.

KfW, Pressemitteilung vom 28.01.2021

  • Anteil der Firmen in Kreditverhandlungen im 4. Quartal auf neuem Rekord-Tief
  • Nachfrageeinbruch vor allem auf schwache Investitionstätigkeit zurückzuführen
  • Kredithürde für Mittelstand steigt leicht, für Großunternehmen kräftig an

Die aufgrund steigender COVID-19-Infektionszahlen in den letzten Monaten des Jahre 2020 notwendig gewordenen erneuten Beschränkungen des wirtschaftlichen Lebens bedeuten für Unternehmen der betroffenen Branchen die Wiederauflage massiver Ertragseinbußen. Dennoch brach das Interesse an Bankfinanzierungen im 4. Quartal 2020 geradezu ein. Der Anteil der Mittelständler, der Kreditverhandlungen mit Banken führte, reduzierte sich um rund 8 Prozentpunkte auf 22,1 %. Bei den Großunternehmen war der Rückgang mit fast 11 Prozentpunkten noch ausgeprägter. In dieser Größenklasse suchten zuletzt noch 28,7 % den Weg zu ihrer Bank. Das sind die jeweils niedrigsten beobachteten Werte seit Beginn der Befragungen im Jahr 2017.

„Bankkredite sind in der zweiten Coronawelle bislang wenig gefragt, die Nachfrage der Unternehmen fällt auf ein Rekordtief“, sagt die Chefvolkswirtin der KfW, Dr. Fritzi Köhler-Geib. „Der Hauptgrund dafür dürfte eine ausgeprägte Investitionszurückhaltung der Unternehmen aufgrund der Unsicherheit über den weiteren Pandemieverlauf sein. Das ist aus Unternehmenssicht verständlich, hat aber für die Gesamtwirtschaft mittelfristig schwere Folgen, weil so der Rückstau bei wichtigen strukturellen Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit immer größer wird.“ 2020 hätten die Unternehmen nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes 6,6 % weniger für Investitionen ausgegeben als im Vorjahr. Zusätzlich bremsend auf die Nachfrage nach Finanzierungen wirke, dass mit dem Verarbeitenden Gewerbe ein gewichtiger Teil der Wirtschaft im Gegensatz zum Frühjahr kaum von Einschränkungen betroffen sei. Außerdem begrenzen die zusätzlichen staatlichen Finanzhilfen für Unternehmen – bei allen Problemen – die Liquiditätslücken. „Meiner Einschätzung nach dürfte es darüber hinaus auch eine Rolle spielen, dass einige Unternehmen zusätzliche Verschuldungslasten zur Kompensation von Umsatzverlusten mit anhaltender Krise nicht mehr tragen können oder wollen.“

Für diejenigen Unternehmen, die zurzeit Kreditfinanzierungen anstreben, nehmen die Schwierigkeiten zu. Die KfW-ifo Kredithürde für den Mittelstand steigt im vierten Quartal zwar nur geringfügig um 0,4 Prozentpunkte, aber immerhin zum sechsten Mal in Folge auf jetzt 22,1 %. Besonders restriktiv verhalten sich die Banken bei Kreditanfragen mittelständischer Dienstleister (29,5 %), während die Firmen des Verarbeitenden Gewerbes Entspannung (16 %) vermelden. In diesen branchen-spezifischen Unterschieden beim Kreditzugang spiegelt sich die asymmetrische Betroffenheit der Wirtschaftsbereiche durch die Pandemie wider. Auch große Unternehmen kommen nach der Atempause im Vorquartal schwerer an Bankdarlehen. Nach einem kräftigen Anstieg um fast 5 Prozentpunkte trifft fast ein Fünftel der Großunternehmen im Schlussquartal 2020 auf skeptische Finanzinstitute.

Quelle: KfW

Powered by WPeMatico