Inflationsrate im September 2025 bei +2,4 %

Die Inflationsrate in Deutschland legt erneut zu, insbesondere aufgrund überdurchschnittlich steigender Dienstleistungspreise. Im September 2025 lag sie bei +2,4 %. Im August 2025 hatte sie +2,2 % betragen, nach jeweils +2,0 % im Juli und Juni 2025. Nach der abnehmenden Teuerung seit Jahresbeginn stieg die Inflationsrate nun im zweiten Monat in Folge.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 14.10.2025

Inflationsrate legt erneut zu, insbesondere aufgrund überdurchschnittlich steigender Dienstleistungspreise

Verbraucherpreisindex, September 2025:
+2,4 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
+0,2 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, September 2025:
+2,4 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
+0,2 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im September 2025 bei +2,4 %. Im August 2025 hatte sie +2,2 % betragen, nach jeweils +2,0 % im Juli und Juni 2025. „Nach der abnehmenden Teuerung seit Jahresbeginn stieg die Inflationsrate nun im zweiten Monat in Folge“, sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes (Destatis). „Die Preise für Dienstleistungen stiegen weiterhin überdurchschnittlich. Zudem hat sich der Preisrückgang bei Energie weiter deutlich abgeschwächt und wirkte weniger inflationsdämpfend als in der jüngeren Vergangenheit.“ Gegenüber dem Vormonat August 2025 stiegen die Verbraucherpreise im September 2025 um 0,2 %.

Energieprodukte verbilligten sich um 0,7 % gegenüber September 2024

Die Preise für Energieprodukte lagen im September 2025 um 0,7 % niedriger als im Vorjahresmonat. Der Preisrückgang für Energie schwächte sich damit im fünften Monat in Folge ab und fiel deutlich niedriger aus als im August 2025 (-2,4 % gegenüber August 2024). Die Preise für Kraftstoffe (+1,1 %) stiegen im September 2025 erstmals seit Mai 2024 gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Preise für Haushaltsenergie (-1,9 %) gingen im gleichen Zeitraum zurück. Insbesondere konnten die Verbraucherinnen und Verbraucher von günstigeren Preisen für Fernwärme (-2,2 %), Brennholz, Holzpellets oder andere Brennstoffe (-1,8 %) und Strom (-1,6 %) profitieren. Etwas teurer als ein Jahr zuvor war hingegen Erdgas (+0,7 %) und erstmals seit Juli 2024 auch leichtes Heizöl (+0,1 %).

Nahrungsmittel verteuerten sich binnen Jahresfrist um 2,1 %

Die Preise für Nahrungsmittel waren im September 2025 um 2,1 % höher als im Vorjahresmonat und lagen damit erstmals seit Januar 2025 wieder unter der Gesamtteuerung. Im August 2025 hatte der Preisauftrieb für Nahrungsmittel noch bei +2,5 % gelegen. Von September 2024 bis September 2025 verteuerten sich vor allem Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (+6,5 %) sowie Obst (+5,1 %). Auch für Molkereiprodukte und Eier (+3,6 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (+3,2 %) fiel die Preiserhöhung deutlich aus. Günstiger als ein Jahr zuvor wurden hingegen Speisefette und Speiseöle (-3,2 %) sowie Gemüse (-2,1 %). Im Einzelnen standen auffälligen Preiserhöhungen (zum Beispiel Schokoladen: +21,2 %) auch auffällige Preisrückgänge (zum Beispiel Olivenöl: -22,6 %) gegenüber.

Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie bei +2,8 %

Im September 2025 lag die Inflationsrate ohne Energie bei +2,7 %, geringfügig höher als in den Vormonaten Juni bis August 2025 (je +2,6 %). Die Inflationsrate ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie, häufig auch als Kerninflation bezeichnet, stieg im September 2025 ebenfalls leicht auf +2,8 % an (Juni bis August 2025: je +2,7 %). Beide Kenngrößen verdeutlichen, dass die Teuerung in anderen wichtigen Güterbereichen weiterhin überdurchschnittlich hoch war.

Dienstleistungen verteuerten sich binnen Jahresfrist überdurchschnittlich um 3,4 %

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt lagen im September 2025 um 3,4 % höher als im Vorjahresmonat, nach +3,1 % im August und Juli 2025. Von September 2024 bis September 2025 erhöhten sich Preise vor allem für kombinierte Personenbeförderung (+11,2 %) und Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+8,2 %). Deutlich teurer als ein Jahr zuvor waren unter anderem auch stationäre Gesundheitsdienstleistungen (+6,5 %), Versicherungen (+6,5 %), Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+5,4 %) sowie Wasserversorgung und andere Dienstleistungen für die Wohnung (+3,8 %). Bedeutsam für die Preisentwicklung insgesamt blieben auch im September 2025 die Nettokaltmieten mit +2,0 %. Dagegen waren nur wenige Dienstleistungen günstiger als im Vorjahresmonat, zum Beispiel internationale Flüge (-5,9 %).

Waren verteuerten sich gegenüber September 2024 um 1,4 %

Waren insgesamt verteuerten sich von September 2024 bis September 2025 um 1,4 % (August 2025: +1,3 %). Die Preise für Verbrauchsgüter stiegen dabei um 1,8 % und für Gebrauchsgüter um 1,1 %. Neben dem Preisanstieg bei Nahrungsmitteln (+2,1 %) wurden einige andere Waren deutlich teurer, insbesondere alkoholfreie Getränke (+8,2 %, darunter Kaffee, Tee und Kakao: +17,8 %) sowie gebrauchte Pkw (+5,6 %). Für die meisten Waren wurde eine moderate Preiserhöhung ermittelt, zum Beispiel für Möbel und Leuchten (+1,3 %) sowie für Bekleidungsartikel (+1,1 %). Preisrückgänge waren hingegen außer bei der Energie (-0,7 %) unter anderem bei Geräten der Unterhaltungselektronik (-2,7 %) und der Informationsverarbeitung (-1,2 %) zu verzeichnen.

Preise insgesamt stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,2 %

Im Vergleich zum August 2025 stieg der Verbraucherpreisindex im September 2025 um 0,2 %. Sowohl die Preise für Dienstleistungen als auch für Nahrungsmittel blieben binnen Monatsfrist nahezu stabil (je +0,1 %). Waren verteuerten sich gegenüber dem Vormonat um +0,4 %, insbesondere stiegen die Preise für Bekleidungsartikel (+5,3 %). Die Preise für Energie insgesamt sanken dagegen geringfügig um 0,1 % gegenüber dem Vormonat, insbesondere wurde hier Kraftstoff günstiger (-0,4 %).

Quelle: Statistisches Bundesamt

Powered by WPeMatico

Großhandelspreise im September 2025: +1,2 % gegenüber September 2024

Die Verkaufspreise im Großhandel waren im September 2025 um 1,2 % höher als im September 2024. Im August 2025 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei +0,7 % gelegen, im Juli 2025 bei +0,5 %. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stiegen die Großhandelspreise im September 2025 gegenüber dem Vormonat August 2025 um 0,2 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 13.10.2025

Großhandelsverkaufspreise, September 2025
+1,2 % zum Vorjahresmonat
+0,2 % zum Vormonat

Die Verkaufspreise im Großhandel waren im September 2025 um 1,2 % höher als im September 2024. Im August 2025 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei +0,7 % gelegen, im Juli 2025 bei +0,5 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Großhandelspreise im September 2025 gegenüber dem Vormonat August 2025 um 0,2 %.

Gestiegene Preise für Nahrungs- und Genussmittel, Getränke und Tabakwaren sowie für Nicht-Eisen-Erze, Nicht-Eisen-Metalle und Nicht-Eisen-Metallhalbzeug

Hauptursächlich für den Anstieg der Großhandelspreise insgesamt gegenüber dem Vorjahresmonat war im September 2025 der Preisanstieg bei Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren. Die Preise lagen hier im Durchschnitt 4,2 % über denen von September 2024 (+0,2 % gegenüber August 2025). Insbesondere Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze waren auf Großhandelsebene erheblich teurer als ein Jahr zuvor (+22,2 %). Zucker, Süßwaren und Backwaren kosteten ebenfalls mehr als im Vorjahresmonat (+14,6 %). Ebenfalls merklich mehr bezahlt werden musste binnen Jahresfrist für lebende Tiere (+10,7 %), Fleisch und Fleischwaren (+10,5 %) sowie für Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette (+5,6 %).

Einen deutlichen Anstieg der Preise gegenüber dem Vorjahresmonat gab es auch im Großhandel mit Nicht-Eisen-Erzen, Nicht-Eisen-Metallen und Halbzeug daraus (+23,5 %). Gegenüber August 2025 verteuerten sich die Preise hier ebenfalls überdurchschnittlich (+4,1 %).

Niedriger als im September 2024 waren dagegen die Preise im Großhandel mit Datenverarbeitungs- und peripheren Geräten (-4,6 %). Gegenüber August 2025 fielen die Preise hier leicht um 0,1 %.

Ebenfalls günstiger im Vorjahresvergleich waren auf Großhandelsebene Altmaterial und Reststoffe (-9,2 %). Auch gegenüber August 2025 wurden diese Produkte billiger (-1,0 %). Niedrigere Preise gegenüber dem Vorjahresmonat gab es auch im Großhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln (-5,2 %) sowie mit Eisen, Stahl und Halbzeug daraus (-4,1 %).

Quelle: Statistisches Bundesamt

Powered by WPeMatico

Beantragte Regelinsolvenzen im September 2025: +10,4 % zum Vorjahresmonat

Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im September 2025 um 10,4 % gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 13.10.2025

Juli 2025: 13,4 % mehr Unternehmens- und 12,9 % mehr Verbraucherinsolvenzen als im Juli 2024

Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im September 2025 um 10,4 % gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor.

13,4 % mehr Unternehmensinsolvenzen im Juli 2025 als im Juli 2024

Für Juli 2025 meldeten die Amtsgerichte nach endgültigen Ergebnissen 2.197 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das waren 13,4 % mehr als im Juli 2024.

Die Forderungen der Gläubiger aus den im Juli 2025 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 3,7 Milliarden Euro. Im Juli 2024 hatten die Forderungen bei rund 3,2 Milliarden Euro gelegen.

Insolvenzhäufigkeit im Bereich Verkehr und Lagerei am höchsten

Bezogen auf 10.000 Unternehmen gab es im Juli 2025 in Deutschland insgesamt 6,3 Unternehmensinsolvenzen. Die meisten Insolvenzen je 10.000 Unternehmen entfielen auf den Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit 12,7 Fällen. Danach folgten das Gastgewerbe sowie die Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (zum Beispiel Zeitarbeitsfirmen) mit jeweils 9,9 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen.

12,9 % mehr Verbraucherinsolvenzen im Juli 2025 als im Juli 2024

Im Juli 2025 gab es 7.553 Verbraucherinsolvenzen. Damit stieg die Zahl der Verbraucherinsolvenzen um 12,9 % gegenüber Juli 2024.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Powered by WPeMatico

Mittelstand startet leicht verschnupft in den Herbst

Das Geschäftsklima im Mittelstand hat sich im September zum zweiten Mal in Folge verschlechtert. Es sank um 2,9 Punkte auf minus 16,1 Zähler. Bei den Großunternehmen war der Rückgang mit minus 0,5 Punkten geringer. Damit kommt der noch zu Jahresbeginn beobachtete Stimmungsaufschwung ins Stocken. Dies sind die Ergebnisse des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers.

KfW/KfW Research, Pressemitteilung vom 10.10.2025

  • KfW-ifo-Geschäftsklima im September zum zweiten Mal in Folge gesunken
  • Politik der USA sorgt für Stimmungsschwankungen
  • Unsicherheit über den fiskalpolitischen Impuls dämpft konjunkturelle Hoffnungen

Das Geschäftsklima im Mittelstand hat sich im September zum zweiten Mal in Folge verschlechtert. Es sank um 2,9 Punkte auf minus 16,1 Zähler. Bei den Großunternehmen war der Rückgang mit minus 0,5 Punkten geringer. Damit kommt der noch zu Jahresbeginn beobachtete Stimmungsaufschwung ins Stocken.

Dies sind die Ergebnisse des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers. KfW Research wertet dafür gesondert die Umfrage zum ifo Geschäftsklima des ifo Instituts aus und differenziert dabei nach Größenklassen der Unternehmen.

Im September setzt sich das heterogene Bild aus dem Vormonat fort: Im Verarbeitenden Gewerbe und im Einzelhandel sind leichte Verbesserungen der Indizes zu beobachten. Im Baugewerbe bleibt die Situation stabil. Im Großhandel und bei den Dienstleistern ist hingegen eine deutliche Verschlechterung festzustellen. Diese Stimmungsschwankungen sind insofern überraschend, als sich mit dem gesicherten Zollabkommen zwischen der EU und den USA die Exporterwartungen der kleinen und mittleren Unternehmen insgesamt deutlich verbessert haben. Die aktuellen Schwankungen spiegeln offenbar die anhaltenden Unsicherheiten wider, die vor allem durch die US-Politik verursacht werden.

Bei den Großunternehmen sank das Geschäftsklima erstmals in diesem Jahr. Diese Entwicklung ist auf eine Verschlechterung der Geschäftserwartungen zurückzuführen, die um 3,0 Punkte fielen. Im Gegensatz dazu verbesserte sich die Beurteilung der aktuellen Lage um 1,8 Zähler.

„Die anfänglichen Hoffnungen der Unternehmen in die neue Regierung scheinen allmählich nachzulassen“, sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt von KfW Research.

„Über das Timing und die Größe des Fiskalimpulses herrscht weiterhin Unsicherheit. Wichtig ist, dass Maßnahmen zur Belebung des Wachstums zeitnah umgesetzt werden.“

Quelle: KfW/KfW Research

Powered by WPeMatico

Schnellere und sicherere Sofortzahlungen in Euro werden Realität

Ab dem 09.10.2025 wird der Geldtransfer im gesamten Euro-Währungsgebiet schneller und sicherer denn je sein. Dank der neuen EU-Vorschriften für Sofortzahlungen können Menschen und Unternehmen nun innerhalb von Sekunden Geld in Euro überweisen, und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit, an Wochentagen oder am Wochenende, sei es im eigenen Land oder im gesamten Euro-Währungsgebiet. Die EU-Kommission gibt einen Überblick.

EU-Kommission, Pressemitteilung vom 09.10.2025

Ab heute wird der Geldtransfer im gesamten Euro-Währungsgebiet schneller und sicherer denn je sein. Dank der neuen EU-Vorschriften für Sofortzahlungen können Menschen und Unternehmen nun innerhalb von Sekunden Geld in Euro überweisen, und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit, an Wochentagen oder am Wochenende, sei es im eigenen Land oder im gesamten Euro-Währungsgebiet.

Seit Januar 2025 sind Zahlungsdienstleister im Euro-Währungsgebiet verpflichtet, ihren Kunden die Möglichkeit zu bieten, Sofortzahlungen in Euro zu erhalten. Ab heute sind Zahlungsdienstleister auch verpflichtet, ihren Kunden den Dienst des Versendens von Sofortzahlungen in Euro und zur Bekämpfung von Zahlungsbetrug bei Euro-Überweisungen den Dienst der Zahlungsempfängerüberprüfung (VoP) anzubieten. Dadurch werden Sofortzahlungen für alle im gesamten Euro-Währungsgebiet breiter verfügbar, sicherer und erschwinglicher.

Sofortzahlungen werden die europäische Wirtschaft ankurbeln und den Bürgern und Unternehmen große Vorteile bringen. Für die Bürgerinnen und Bürger steht sofort Geld zur Verfügung, was den Umgang mit Notfällen oder die Aufteilung von Rechnungen im sozialen Umfeld erheblich erleichtert. Für Unternehmen wird das Cashflow-Management verbessert, ebenso wie der Kundenservice: Durch die Bereitstellung einer zusätzlichen Zahlungsmethode für Kunden sparen sie Zeit und Kosten.

Was ändert sich:

  • Geld bewegt sich sofort: Überweisungen in Euro dauern keine Tage mehr – sie erreichen das Konto des Empfängers in Sekundenschnelle und zu jeder Zeit – einschließlich Nächte, Wochenenden und Feiertagen.
  • Gleicher Preis wie bei regulären Transfers: Banken und andere Zahlungsdienstleister dürfen für eine Sofortzahlung nicht mehr verlangen als für eine Standard-Überweisung.
  • Stärkerer Schutz vor Betrug und Fehlern: Bevor eine Zahlung getätigt wird, müssen die Anbieter überprüfen, ob der Name des Zahlungsempfängers (oder Empfängers) mit der bereitgestellten IBAN übereinstimmt, um Fehler und Betrügereien zu vermeiden. Diese Dienstleistung wird dem Zahler kostenlos zur Verfügung gestellt.
  • Geringere Kosten für die Abwicklung von Zahlungen: Neue Vorschriften ermöglichen es auch Zahlungs- und E-Geld-Instituten, sich direkt an Zahlungssystemen zu beteiligen, damit sie ihre Zahlungsdienste, einschließlich Sofortzahlungen, effizienter erbringen können.

Nächste Schritte

Ab Januar 2027 müssen Zahlungsdienstleister außerhalb des Euro-Währungsgebiets ihren Kunden auch das Versenden und Empfangen von Sofortzahlungen in Euro und die Überprüfung des Begünstigten ermöglichen.

Die Kommission wird genau beobachten, wie sich die Gebühren für Sofortzahlungen entwickeln und ob weitere Hindernisse für die Verfügbarkeit und Nutzung von Sofortzahlungen bestehen, und den Mitgesetzgebern der EU Bericht erstatten, um sicherzustellen, dass sie erschwinglich und zugänglich bleiben.

Hintergrund

Mit der Verordnung über Sofortzahlungen (März 2024) werden die Vorschriften für Euro-Überweisungen aus dem Jahr 2012 aktualisiert, um dem technologischen Fortschritt und den Bedürfnissen der Bürger und Unternehmen von heute Rechnung zu tragen.

Die Vorschriften wurden schrittweise eingeführt, um einen reibungslosen Übergang für Zahlungsdienstleister zu gewährleisten. Seit dem 9. Januar 2025 dürfen Zahlungsdienstleister im Euro-Währungsgebiet für Sofortzahlungen keine höheren Gebühren erheben als für reguläre Überweisungen. Darüber hinaus mussten Anbieter, die noch keine Sofortzahlungen in Euro anbieten, es ihren Kunden ermöglichen, diese zu erhalten.

Quelle: Europäische Kommission

Powered by WPeMatico

Exporte im August 2025: -0,5 % zum Juli 2025

Im August 2025 sind die deutschen Exporte gegenüber Juli 2025 kalender- und saisonbereinigt um 0,5 % und die Importe um 1,3 % gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2024 nahmen die Exporte um 0,7 % ab und die Importe um 3,5 % zu, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 09.10.2025

Exporte (kalender- und saisonbereinigte Warenausfuhren), August 2025
129,7 Milliarden Euro
-0,5 % zum Vormonat
-0,7 % zum Vorjahresmonat

Importe (kalender- und saisonbereinigte Wareneinfuhren), August 2025
112,5 Milliarden Euro
-1,3 % zum Vormonat
+3,5 % zum Vorjahresmonat

Außenhandelsbilanz (kalender- und saisonbereinigt), August 2025
17,2 Milliarden Euro

Im August 2025 sind die deutschen Exporte gegenüber Juli 2025 kalender- und saisonbereinigt um 0,5 % und die Importe um 1,3 % gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2024 nahmen die Exporte um 0,7 % ab und die Importe um 3,5 % zu, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt.

Im August 2025 wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 129,7 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 112,5 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss damit im August 2025 mit einem Überschuss von 17,2 Milliarden Euro ab. Im Juli 2025 hatte der kalender- und saisonbereinigte Saldo der Außenhandelsstatistik +16,3 Milliarden Euro betragen. Im August 2024 hatte er bei +21,9 Milliarden Euro gelegen.

Außenhandel mit EU-Staaten

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im August 2025 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 72,5 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 58,8 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Juli 2025 sanken die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 2,5 % und die Importe aus diesen Staaten um 1,9 %. In die Staaten der Eurozone wurden Waren im Wert von 50,8 Milliarden Euro (-2,2 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 39,3 Milliarden Euro (-0,7 %) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden Waren im Wert von 21,8 Milliarden Euro (-3,1 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 19,5 Milliarden Euro (-4,2 %) von dort importiert.

Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten

In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im August 2025 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 57,1 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 53,7 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber Juli 2025 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 2,2 % zu und die Importe von dort um 0,7 % ab.

Die meisten deutschen Exporte gingen im August 2025 in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt 2,5 % weniger Waren exportiert als im Juli 2025. Damit sanken die Exporte in die Vereinigten Staaten auf 10,9 Milliarden Euro. Das ist der fünfte monatliche Rückgang in Folge und der niedrigste Wert seit November 2021 (10,3 Milliarden Euro). Gegenüber dem Vorjahresmonat August 2024 nahmen die Exporte in die Vereinigten Staaten kalender- und saisonbereinigt um 20,1 % ab. Die Exporte in die Volksrepublik China stiegen im Vergleich zum Juli 2025 um 5,4 % auf 6,8 Milliarden Euro. Die Exporte in das Vereinigte Königreich nahmen im Vergleich zum Vormonat um 6,5 % auf 6,5 Milliarden Euro ab.

Die meisten Importe kamen im August 2025 aus der Volksrepublik China. Von dort wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 13,5 Milliarden Euro eingeführt. Das waren 4,5 % weniger als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen um 3,4 % auf 8,0 Milliarden Euro. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 4,6 % auf 3,0 Milliarden Euro ab.

Die Exporte in die Russische Föderation stiegen im August 2025 gegenüber Juli 2025 kalender- und saisonbereinigt um 53,5 % auf 0,8 Milliarden Euro. Gegenüber August 2024 nahmen sie um 31,8 % zu. Die Importe aus Russland sanken im August 2025 gegenüber Juli 2025 um 8,5 % auf 0,1 Milliarden Euro, gegenüber August 2024 nahmen sie um 27,1 % ab.

Originalwerte für den Außenhandel (nicht kalender- und saisonbereinigt)

Nominal (nicht kalender- und saisonbereinigt) wurden im August 2025 Waren im Wert von 115,6 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 102,9 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2024 sanken die Exporte damit um 3,9 % und die Importe stiegen um 1,0 % an. Die unbereinigte Außenhandelsbilanz schloss im August 2025 mit einem Überschuss von 12,8 Milliarden Euro ab. Im August 2024 hatte der Saldo +18,4 Milliarden Euro betragen.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Powered by WPeMatico

Herbstprojektion der Bundesregierung – Belebung der deutschen Wirtschaft erwartet, aber Reformbedarf bleibt

Nach zwei Jahren schrumpfender Wirtschaftsleistung zeichnet sich im Herbst 2025 eine leichte konjunkturelle Erholung auf niedrigem Niveau ab. Insgesamt erwartet die Bundesregierung für das laufende Jahr einen preisbereinigten Anstieg des BIP von + 0,2 Prozent.

BMWE, Pressemitteilung vom 08.10.2025

Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche, hat heute die Herbstprojektion der Bundesregierung vorgestellt. Nach zwei Jahren schrumpfender Wirtschaftsleistung zeichnet sich im Herbst 2025 eine leichte konjunkturelle Erholung auf niedrigem Niveau ab. Insgesamt erwartet die Bundesregierung für das laufende Jahr einen preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von + 0,2 Prozent. Zur Jahreswende 2025/2026 dürfte dann die binnenwirtschaftliche Dynamik an Fahrt aufnehmen, gestützt von den wirtschafts- und finanzpolitischen Maßnahmen der Bundesregierung. Im Jahr 2026 wird ein realer BIP-Zuwachs von + 1,3 Prozent und im Jahr 2027 von + 1,4 Prozent erwartet.

Entgegen dem typischen Erholungsmuster wird dieses Mal nicht die Außenwirtschaft Träger der wirtschaftlichen Erholung sein, sondern die Binnennachfrage, insbesondere der private und öffentliche Konsum sowie Investitionstätigkeit. Eine stabile Preisentwicklung, deutliche Lohnsteigerungen und gezielte Kostenentlastungen von privaten Haushalten werden die real verfügbaren Einkommen in den kommenden Jahren stärken. Zusammen mit einer erwarteten Aufhellung der Situation auf dem Arbeitsmarkt dürfte sich die Verbraucherstimmung verbessern und die Nachfrage in konsumnahen Dienstleistungsbereichen (Handel, Gastgewerbe, Friseurgewerbe) beleben. Ausrüstungs- und Bauinvestitionen werden in den kommenden Jahren auch aufgrund der steuerlichen Investitionsanreize, des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität, des Sondervermögens Bundeswehr und der Bereichsausnahme bei Verteidigungsausgaben Impulse erhalten und nach mehrjährigen Rückgängen eine Aufwärtsdynamik entfalten.

Dazu Bundesministerin Katherina Reiche: „Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit, Innovation: Die Herbstprojektion zeigt unmissverständlich: Wir müssen handeln. Jetzt. Der konjunkturelle Ausblick darf nicht darüber hinwegtäuschen: Ein erheblicher Teil des Wachstums in den kommenden Jahren wird voraussichtlich aus hohen staatlichen Ausgaben – etwa dem Sondervermögen und den Verteidigungsinvestitionen – stammen. Doch selbst dieser Impuls entfaltet nur Wirkung, wenn Investitionen schnell umgesetzt werden. Dafür brauchen wir zügige Planungs- und Genehmigungsverfahren. Um langfristiges Wachstum zu sichern, müssen wir den Reformstau auflösen: Energiekosten senken, private Investitionen fördern, die im internationalen Vergleich hohe Steuer- und Abgabenlast angehen, Bürokratie abbauen, Märkte öffnen und Innovationen ermöglichen. Deutschland hat innovative Unternehmen, vom Start-up über den Mittelstand bis hin zum DAX-Konzern. Dieses Potenzial müssen wir nutzen – unser Land kann mehr!“

Chancen für eine günstigere Entwicklung bestehen insbesondere bei einer schnelleren bzw. stärkeren Materialisierung der fiskalischen Impulse oder einer Entspannung der geopolitischen bzw. der Handelskrisen. Etwaige Risiken für die erwartete wirtschaftliche Erholung ergeben sich vor allem aus der sprunghaften Handels- und Sicherheitspolitik der USA, verbunden mit möglichen Gegenreaktionen von Handelspartnern. Hemmnisse einer wirtschaftlichen Erholung könnten sich zudem aus einer Eskalation der geopolitischen Krisen oder einer möglichen stärker als erwarteten wirtschaftlichen Abschwächung wichtiger Handelspartner Deutschlands sein.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Powered by WPeMatico

Deutscher Markt für Wagniskapital schwächelt im dritten Quartal

Deutsche Start-ups haben im dritten Quartal 2025 weniger Kapital eingeworben als in den Vorquartalen. Insgesamt sammelten sie rund 1,3 Milliarden Euro ein – das entspricht einem Rückgang von 47 Prozent gegenüber dem starken zweiten Quartal. Das sind Ergebnisse des neuen KfW-Venture-Capital-Dashboards.

KfW/KfW Research, Pressemitteilung vom 09.10.2025

  • Hiesige Start-ups sammeln 1,3 Milliarden Euro ein – 47 Prozent weniger als im Vorquartal
  • Markt trotz Widrigkeiten relativ robust
  • US-Investoren weiterhin stark an Deutschland interessiert

Deutsche Start-ups haben im dritten Quartal 2025 weniger Kapital eingeworben als in den Vorquartalen. Insgesamt sammelten sie rund 1,3 Milliarden Euro ein – das entspricht einem Rückgang von 47 Prozent gegenüber dem starken zweiten Quartal. Von April bis Juni wurde das Marktgeschehen allerdings auch von sechs Megarunden dominiert, bei denen deutlich über 100 Millionen Euro investiert wurden. Im dritten Quartal gab es lediglich eine solche Megarunde. Die Anzahl der Transaktionen blieb mit 200 nur geringfügig unter dem Vorquartal.

Das sind Ergebnisse des neuen KfW-Venture-Capital-Dashboards. Damit veröffentlicht KfW Research quartalsweise Zahlen zum deutschen Markt für Wagniskapital (Venture Capital).

Sofern das dritte Quartal nur ein Zwischentief darstellt, steuert der deutsche Venture-Capital-Markt zum Jahresabschluss auf ein ähnliches Niveau wie in den beiden Vorjahren zu – auf etwa sieben Milliarden Euro. Bislang liegt das Dealvolumen im laufenden Jahr bei 5,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 7,5 Milliarden Euro). Möglich wäre allerdings auch, dass das Jahresgeschehen bei einem ähnlich schwachen vierten Quartal unter den Erwartungen bleibt.

„Der deutsche Venture-Capital-Markt zeigt sich angesichts des schwachen Wirtschaftswachstums, internationaler Handelskonflikte und zwischenzeitlicher Verwerfungen an den Kapitalmärkten relativ robust“, sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

„Für Investoren bleibt es derzeit schwierig, aus den Unternehmen wieder auszusteigen. Der Weg über Börsengänge etwa war angesichts der fragilen Lage an den Kapitalmärkten über weite Teile des Jahres versperrt. Eine Belebung der Exit-Kanäle wird zunehmend zum Schlüsselfaktor für das langfristige Wachstum des Venture-Capital-Markts.“

Im dritten Quartal gab es insgesamt 35 Exits aus Unternehmen, in den ersten drei Quartalen waren es 112.

Trotz politischer und wirtschaftlicher Widrigkeiten sind US-Investoren weiterhin stark auf dem deutschen Markt aktiv. Sie bleiben die wichtigste ausländische Kapitalquelle für deutsche Start-ups: Im dritten Quartal trugen sie 27 Prozent der investierten Mittel bei.

Ähnlich wie in Deutschland war auch das Dealvolumen in den EU-Ländern im dritten Quartal rückläufig. Anders dagegen in Frankreich: Mit 2,9 Milliarden US-Dollar sammelten die Start-ups dort mehr Kapital ein als in den Vorquartalen. Auch in den USA und im Vereinigten Königreich verzeichnete der Venture-Capital-Markt starke Quartale.

Quelle: KfW

Powered by WPeMatico

Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im August 2025

Das Produzierende Gewerbe hat seine Ausbringung im August spürbar gedrosselt. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes nahm das Produktionsvolumen preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 4,3 Prozent ab. Im Juli hatte es noch um 1,3 Prozent zugenommen. Das BMWE gibt einen Überblick.

BMWE, Pressemitteilung vom 08.10.2025

Das Produzierende Gewerbe hat seine Ausbringung im August spürbar gedrosselt. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes nahm das Produktionsvolumen preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 4,3 Prozent ab. Im Juli hatte es noch um 1,3 Prozent zugenommen. Insbesondere die Industrieproduktion verzeichnete im Vormonatsvergleich einen deutlichen Einbruch um 5,6 Prozent. Der Ausstoß im Energiebereich verringerte sich nur um 0,5 Prozent, folgt damit allerdings seinem seit Juni anhaltend rückläufigen Trend. Im Gegensatz dazu konnte das Baugewerbe mit +0,6 Prozent seinen dritten Anstieg in Folge verzeichnen.

Die Mehrheit der Wirtschaftsbereiche weist im August eine rückläufige Entwicklung auf: Am deutlichsten war diese bei Kfz und Kfz-Teilen (-18,5 Prozent), aber auch andere gewichtige Branchen haben ihre Produktion zurückgefahren: So kam es im Maschinenbau nach der kräftigen Ausweitung im Juli zu einem deutlichen Rückprall (-6,2 Prozent). Produktionsdrosselungen wurden auch bei den Metallerzeugnissen (-1,1 Prozent), bei der Herstellung chemischer Erzeugnisse (-1,0 Prozent) sowie der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (-2,3 Prozent) vorgenommen. Produktionssteigerungen ergaben sich nur in wenigen Branchen wie der Metallerzeugung und -bearbeitung (+5,2 Prozent).

Im Dreimonatsvergleich fällt der Produktionsrückgang des Produzierenden Gewerbes weniger stark aus (-1,3 Prozent). Auch in der Industrie mildert sich das Minus deutlich ab (-1,7 Prozent). Für den Bausektor zeigt sich trotz des positiven Trends der vergangenen Monate ein leichter Rückgang aufgrund des starken Einbruchs im Mai (-0,7 Prozent). Der Energiebereich kann hingegen eine Zunahme verbuchen (+1,4 Prozent).

Eine wesentliche Ursache für den starken Rückgang der Kfz-Produktion dürfte die diesjährige Lage der Werksferien gewesen sein, die in diesem Jahr anders als sonst üblich überwiegend im August stattgefunden haben. Ohne die Kfz-Industrie halbiert sich der Rückgang der Produktion im Produzierenden Gewerbe im August in etwa. Für den weiteren Jahresverlauf zeichnen aktuelle Indikatoren ein uneinheitliches Bild und spiegeln damit die weiterhin hohen geo- und handelspolitischen Unsicherheiten wider. Die Auftragseingänge aus dem Inland nahmen im August zwar kräftig zu, die schwache Auslandsnachfrage dämpft die Geschäftsentwicklung bei den Unternehmen allerdings. Insgesamt deuten die Frühindikatoren am aktuellen Rand auf eine noch schwache Konjunkturentwicklung im dritten Quartal 2025 hin.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Powered by WPeMatico

EFRAG-Konsultation zur Marktakzeptanz des VSME

EFRAG hat eine bis zum 10.11.2025 andauernde Konsultation zur Marktakzeptanz des VSME eingeleitet. Ziel ist es u. a., die Nutzung und Akzeptanz des VSME zu bewerten.

DATEV Informationsbüro Brüssel, Mitteilung vom 03.10.2025

Die EU-Kommission hatte Ende Juli 2025 eine Empfehlung für einen freiwilligen Nachhaltigkeitsberichterstattungsstandard für KMU (VSME) veröffentlicht, der zuvor von EFRAG für Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern für die freiwillige ESG-Berichterstattung entwickelt wurde. Nun hat EFRAG eine bis zum 10.11.2025 andauernde Konsultation zur Marktakzeptanz des VSME (auf Basis der Empfehlung) eingeleitet und bittet insb. um Feedback von KMU und Kleinstunternehmen, Banken, Investoren, nationalen Standardsetzer oder Unternehmen, die ESG-Informationen bei KMU in ihren Lieferketten abfragen. Ziel ist es, die Nutzung und Akzeptanz des VSME zu bewerten. Ferner sollen Hindernisse und Chancen identifiziert werden, die eine breitere Akzeptanz des freiwilligen Berichterstattungsstandards in der EU fördern könnten.

Quelle: DATEV eG Informationsbüro Brüssel

Powered by WPeMatico