Digitalisierung stellt KMU in Europa vor Herausforderungen

Die nationalen Förderinstitute haben eine Studie zu den Herausforderungen der Digitalisierung für europäische KMU vorgestellt.

Digitalisierung stellt KMU in Europa vor Herausforderungen

– aber unverzichtbar für ihre künftige Wettbewerbsfähigkeit

KfW, Pressemitteilung vom 06.11.2019

  • Die nationalen Förderinstitute BGK, Bpifrance, British Business Bank, ICO und die KfW stellen in Brüssel die Ergebnisse einer gemeinsamen Studie zu kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Europa vor.
  • Ca. 54 % der KMU betrachten die Einführung neuer Technologien als maßgeblich für den Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit.
  • KMU in Frankreich, Deutschland, Polen, Spanien und Großbritannien sehen sich bei der Digitalisierung mit einer Vielzahl von Hindernissen konfrontiert.

Die nationalen Förderinstitute von Frankreich (Bpifrance), Deutschland (KfW), Polen (BGK), Spanien (ICO) und dem Vereinigten Königreich (British Business Bank) stellten am 06.11.2019 in Brüssel eine Studie zu den Herausforderungen der Digitalisierung für europäische KMU vor. Die Studie basiert auf einer erstmalig durchgeführten gemeinsamen Befragung von mehr als 2.500 KMU in den beteiligten Ländern, der European SME Survey.

KMU, die das Rückgrat der Volkswirtschaft bilden und einen beträchtlichen Teil der Arbeitnehmer in Europa beschäftigen, sind insgesamt gut aufgestellt und erzielen robustes Umsatzwachstum. Dies haben sie nicht zuletzt ihrer Wettbewerbsfähigkeit auf nationalen sowie internationalen Märkten zu verdanken. So erzielten laut der Studie mehr als die Hälfte der KMU, die Auslandsgeschäfte betreiben, im vergangenen Jahr Umsatzsteigerungen von mindestens 5 %.

Um ein Motor der europäischen Volkswirtschaft zu bleiben, müssen KMU zunehmend in die Digitalisierung investieren. Durchschnittlich sind rund 54 % der KMU in Frankreich, Deutschland, Polen, Spanien und Großbritannien überzeugt, dass die Einführung neuer Technologien zur Erhaltung ihrer künftigen Wettbewerbsfähigkeit unerlässlich ist. Für etwa 76 % der KMU hat die Digitalisierung strategische Priorität.

Europäische KMU nutzen in vielfältiger Weise digitale Anwendungen: Diese reichen vom E-Commerce über Cloud Computing bis zu Social Media. Am weitesten verbreitet ist elektronische Rechnungsstellung, die von etwa 60 % aller KMU genutzt wird. Fortschrittlichere Technologien sind bislang weniger verbreitet, dürften jedoch an Bedeutung gewinnen: Aktuell analysieren nur 32 % der europäischen KMU große Datenmengen (Big Data) zur Optimierung ihrer Arbeitsprozesse und lediglich 20 % nutzen künstliche Intelligenz, doch weitere 30 % der KMU planen, in den nächsten beiden Jahren entsprechende Anwendungen einzuführen.

Damit europäische KMU bei der Digitalisierung weiter Fortschritte machen, müssen verschiedene Hemmnisse überwunden werden, unter anderem im Hinblick auf IT-Sicherheit und digitale Infrastruktur. Ein Viertel der KMU betrachtet mangelnde Finanzierungsmöglichkeiten als wesentliche Hürde für die Digitalisierung in ihrem Unternehmen. Ein weiteres Problem aus Sicht europäischer KMU ist fehlendes digitales Know-how – sowohl bei den eigenen Mitarbeitern als auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Zwar gehen zahlreiche KMU davon aus, dass infolge der Digitalisierung einige Aufgaben in ihrem Unternehmen wegfallen werden, doch die Mehrheit von ihnen erwartet, dass die Zahl der Mitarbeiter auch in Zukunft stabil bleiben – oder sogar zunehmen – wird. „Der digitale Wandel ist eine enorme Herausforderung, besonders für KMU, die im Vergleich zu größeren Firmen über weniger finanzielle oder personelle Ressourcen verfügen. Diese anzugehen wird eine Schlüsselaufgabe für die Politik, aber auch für nationale Förderinstitute sein“, so Nicolas Dufourcq, Generaldirektor von Bpifrance, Dr. Günther Bräunig, Vorstandsvorsitzender der KfW, Beata Daszyńska-Muzyczka, Präsidentin der Geschäftsleitung von BGK, José Carlos García de Quevedo, Vorsitzender des Instituto de Crédito Oficial, sowie Keith Morgan, Chief Executive Officer der British Business Bank, in einer gemeinsamen Erklärung.

Wie die Unternehmen in den anderen Ländern sehen sich auch die KMU in Deutschland einer Reihe von Hemmnissen bei ihren Digitalisierungsanstrengungen gegenüber. Hierzu nennen sie neben langsamen Internetgeschwindigkeiten (27 %) vor allem den Mangel an eigenen Mitarbeitern mit dem erforderlichen IT-Wissen (24 %) sowie an IT-Fachleuten auf dem externen Arbeitsmarkt (23 %). Dabei fehlen aus Sicht der KMU Programmierkenntnisse genauso wie Kompetenzen zur Analyse komplexer Daten oder zum Management digitaler Projekte. Um ihr digitales Know-how auszubauen, sind die deutschen KMU im internationalen Vergleich besonders aktiv: 58 % von ihnen führen Weiterbildungsmaßnahmen für die eigenen Mitarbeiter durch – ein deutlich höherer Anteil als in den übrigen untersuchten Ländern.

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Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im September 2019

Wie das BMWi mitteilt, sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im September gegenüber dem Vormonat um 1,3 % gestiegen. Die Bestellungen aus dem Inland und aus dem Nicht-Euroraum erhöhten sich um 1,6 % bzw. 3,0 %. Aus dem Euroraum hingegen gingen weniger Aufträge ein (-1,8 %).

Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im September 2019

BMWi, Pressemitteilung vom 06.11.2019

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im September gegenüber dem Vormonat um 1,3 % gestiegen. Die Bestellungen aus dem Inland und aus dem Nicht-Euroraum erhöhten sich um 1,6 % bzw. 3,0 %. Aus dem Euroraum hingegen gingen weniger Aufträge ein (-1,8 %). Nach durchschnittlichen Großaufträgen im Vormonat war ihr Anteil im September wieder überdurchschnittlich. Ohne Großaufträge nahmen die Bestellungen um 1,5 % zu.

Im dritten Quartal insgesamt ergab sich gegenüber dem Vorquartal eine Abnahme der Ordereingänge im Verarbeitenden Gewerbe um 1,0 %. Dabei waren die Auftragseingänge am Ende des dritten Quartals etwas umfangreicher als im Durchschnitt des Quartals.

Aus dem Verlauf der Ordereingänge im Verarbeitenden Gewerbe ergibt sich eine eher günstige Ausgangsposition für das Jahresschlussquartal. Auch haben sich die zurückhaltenden Geschäftserwartungen zuletzt etwas aufgehellt. Beides könnte auf eine Bodenbildung bei den Bestellungen hindeuten.

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Folgen des Protektionismus auf die kleinen und mittleren Unternehmen

Fast 70 % des weltweiten Handelsvolumens werden in globalen Wertschöpfungsketten erwirtschaftet. Der zunehmende Protektionismus und die handelspolitischen Konflikte belasten allerdings zunehmend diese weltweiten Partnerschaften. Darunter leiden neben den Großunternehmen lt. IfM Bonn auch die KMU.

Folgen des Protektionismus auf die kleinen und mittleren Unternehmen

IfM Bonn, Pressemitteilung vom 04.11.2019

Fast 70 % des weltweiten Handelsvolumens werden in globalen Wertschöpfungsketten erwirtschaftet. Diese agieren in einem Spannungsfeld zwischen (kostenbezogener) Effizienz und Planungssicherheit sowie Verlässlichkeit der Zulieferbeziehungen.

Der zunehmende Protektionismus und die handelspolitischen Konflikte belasten allerdings zunehmend diese weltweiten Partnerschaften. Darunter leiden neben den Großunternehmen auch die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die Produkte zuliefern – oder sogar selbst an der Spitze einer Wertschöpfungskette stehen. So erzielten die KMU in 2017 noch ein Exportumsatzvolumen von gut 214 Milliarden Euro.

„Prinzipiell ist jede Internationalisierung eine Investitionsentscheidung, bei der die erwarteten Kosten und Erträge auch unter dem Aspekt der Unsicherheit über die zukünftigen handels- und wirtschaftspolitischen Entwicklungen abgewogen werden müssen“, erklärt Michael Holz. „Da die KMU über eine geringere Ressourcenausstattung, niedrigere Risikotragfähigkeit und weniger internationale Erfahrung verfügen, fällt es ihnen im Allgemeinen schwerer als Großunternehmen, negative Einflüsse wie beispielsweise Zölle zu kompensieren.“ Nach Beobachtungen der IfM-Wissenschaftler nehmen aber auch digitale Handelshemmnisse wie die Zensur von Online-Inhalten, das Blockieren von Webseiten oder Einschränkungen bei der grenzüberschreitenden Verarbeitung und Speicherung von produktbezogenen Daten zu.

Wie stark ein Unternehmen von Protektionismus und wirtschaftspolitischen Konflikten betroffen wird, hängt von verschiedenen Aspekten ab: So wird es beispielsweise umso weniger unter protektionistischen Maßnahmen leiden, je kundenspezifischer die Produkteigenschaften, je diversifizierter die Produktpalette und je flexibler die Produktionsprozesse sind. Der IfM-Wissenschaftler empfiehlt daher neben einer ausführlichen Risikobewertung mit verschiedenen Szenarien, die Außenwirtschaftsaktivitäten auf mehrere Ländergruppen und Produktkategorien zu verteilen. „Auch sollte weiterhin ein besonderes Augenmerk auf die Kundennähe und die nichtpreisliche Wettbewerbsfähigkeit gelegt werden“, so Michael Holz. Im Vergleich zu ausländischen Wettbewerbern verfügen deutsche KMU auf diesen Gebieten häufig über Wettbewerbsvorteile, sodass es ihnen leichter fällt, einen Teil der protektionismusbedingten Kosten über höhere Verkaufspreise an die Abnehmer weiterzugeben. „Insgesamt betrachtet, ist es für die KMU zudem von immensem Vorteil, dass die deutsche Volkswirtschaft Teil des EU-Wirtschaftsraums ist und die EU gezielt Freihandelsverträge mit anderen Staatengruppen schließt. Dadurch können negative Folgen der weltweiten Handelskonflikte gemildert werden.“ Man könne daher davon ausgehen, dass die EU und Deutschland aufgrund ihrer verlässlichen Rahmenbedingungen als Wirtschaftsstandorte weiter an Attraktivität gewinnen und auch Unternehmen aus Drittländern verstärkt anziehen werden.

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Erster Hoffnungsschimmer für die deutsche Industrie

In der deutschen Industrie hat sich ein erster Hoffnungsschimmer gebildet. Der Abschwung beim Auftragseingang hat sich verlangsamt. Das ist das Ergebnis der ifo-Konjunkturumfragen.

Erster Hoffnungsschimmer für die deutsche Industrie

ifo Institut, Pressemitteilung vom 05.11.2019

In der deutschen Industrie hat sich ein erster Hoffnungsschimmer gebildet. Der Abschwung beim Auftragseingang hat sich verlangsamt. Das ist das Ergebnis der ifo-Konjunkturumfragen. Demnach stieg die Bewertung des Auftragseingangs von minus 15,8 Punkte im September auf nur noch minus 4,4 Punkte im Oktober. Die Zahl der Pessimisten nimmt ab, überwiegt aber noch.

Gleichzeitig dürfte die Produktion aber wegen der geschwundenen Aufträge aus der Vergangenheit in den kommenden drei Monaten noch etwas weiter sinken. Die Produktionserwartungen der Industrie sanken im Oktober auf minus 7,4, nach minus 6,1 im September. Im Maschinenbau sitzen dabei besonders viele Pessimisten: Der Wert sank dort von minus 12,8 auf minus 14,0.

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Deutsche Wirtschaftsleistung stagniert im dritten Quartal

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt hat nach einer aktuellen Berechnung des IfW Kiel im 3. Quartal 2019 stagniert. Darauf lässt die von Eurostat veröffentlichte vorläufige Schnellschätzung für die Wirtschaftsleistung im Euroraum im dritten Quartal 2019 schließen.

Bruttoinlandsprodukt

Deutsche Wirtschaftsleistung stagniert im dritten Quartal

IfW Kiel, Pressemitteilung vom 01.11.2019

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt hat nach einer aktuellen Berechnung von Forschern des Prognosezentrums am Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) im dritten Quartal des laufenden Jahres stagniert. Darauf lässt die von Eurostat veröffentlichte vorläufige Schnellschätzung für die Wirtschaftsleistung im Euroraum im dritten Quartal 2019 schließen, der zufolge die Wirtschaftsleistung im Euroraum insgesamt um 0,2 Prozent gestiegen ist. Die Schätzung basiert auf Angaben von 17 Mitgliedstaaten, die 93 Prozent der Wirtschaftsleistung des Währungsraums abdecken. Darin sind auch vorläufige, bislang unveröffentlichte Daten zum deutschen BIP eingeflossen. Die Bekanntgabe der amtlichen Schnellschätzung zu den deutschen Zahlen erfolgt in knapp zwei Wochen (14. November) durch das Statistische Bundesamt.

Bereits veröffentlichte preis- und saisonbereinigte Expansionsraten für Frankreich (+0,3 Prozent), Italien (+0,1 Prozent), Spanien (+0,4 Prozent), Belgien (+0,4 Prozent) und Österreich (+0,2 Prozent), die zusammen mehr als die Hälfte der Wirtschaftsleistung des Euroraums ausmachen, lassen recht verlässliche Rückschlüsse auf die deutsche BIP-Entwicklung zu. Für die neben Deutschland neun Länder, für die ebenfalls noch keine Schnellschätzungen vorliegen, ergeben die Kurzfristprognosemodelle des IfW Kiel einen Zuwachs von knapp 0,4 Prozent. Für Deutschland errechnet sich damit eine saison- und kalenderbereinigte BIP-Entwicklung von 0,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Kommentar von Stefan Kooths, Leiter des Prognosezentrums am IfW Kiel:

„Die Konjunktur in Deutschland zeigte sich im Sommer geringfügig fester als bislang erwartet worden war. Insgesamt setzte sich der Abschwung aber fort, denn die gesamtwirtschaftliche Auslastung ist weiter gesunken. Die ohnehin wenig belangvolle Frage nach einer technischen Rezession steht auf der Kippe. Wenn überhaupt, fiele sie homöopathisch aus. Die Wertschöpfung in der Industrie dürfte über die Sommermonate das fünfte Quartal in Folge nachgegeben haben.“

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ifo Wirtschaftsklima Euroraum verschlechtert

Das ifo Wirtschaftsklima im Euroraum hat sich im vierten Quartal verschlechtert. Es sank von minus 6,7 auf minus 16,3 Punkte. Die Lageeinschätzung der Experten gab das siebte Quartal in Folge nach. Auch die Erwartungen trübten sich ein. Die Abkühlung im Euroraum setzt sich fort.

Ergebnisse des ifo World Economic Survey (WES) vom 4. Quartal 2019

ifo Wirtschaftsklima Euroraum verschlechtert

ifo Institut, Pressemitteilung vom 04.11.2019

Das ifo Wirtschaftsklima im Euroraum hat sich im vierten Quartal verschlechtert. Es sank von minus 6,7 auf minus 16,3 Punkte. Es fiel damit auf den niedrigsten Wert seit dem Frühjahr 2013. Die Lageeinschätzung der Experten gab das siebte Quartal in Folge nach. Auch die Erwartungen trübten sich ein. Die Abkühlung im Euroraum setzt sich fort.

Das Wirtschaftsklima in Deutschland, Spanien, Österreich und Finnland fiel weiter. Die WES-Experten schätzten sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartungen schlechter ein als im Vorquartal. Während es in Frankreich und Belgien kaum Änderungen gab, wurden die Befragten in Italien zunehmend optimistischer, ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau.

Die Experten im Euroraum senkten insbesondere ihre Erwartungen für die Exporte und Importe deutlich. Die Investitionserwartungen trübten sich ebenfalls weiter ein. Mehr Befragte stuften fehlende Nachfrage und Handelsbarrieren als problematisch ein. Die Inflationserwartungen für dieses Jahr sanken von 1,5 auf 1,3 Prozent, die mittelfristigen für das Jahr 2024 von 1,9 auf 1,8 Prozent.

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Steuern und Sozialbeiträge im Jahr 2018 – Steuerquote im Verhältnis zum BIP in der EU auf 40,3 % gestiegen

Die Steuerquote im Verhältnis zum BIP, d. h. die Summe aller Steuern, Abgaben und Nettosozialbeiträge in Prozent des Bruttoinlandsprodukts, belief sich in der EU im Jahr 2018 auf 40,3 %, ein leichter Anstieg gegenüber 2017 (40,2 %). Im Euroraum lag die Steuerquote im Verhältnis zum BIP im Jahr 2018 bei 41,7 %, ein Anstieg gegenüber 41,5 % im Jahr 2017. Das resultiert aus einer Veröffentlichung von Eurostat.

Steuern und Sozialbeiträge im Jahr 2018 – Steuerquote im Verhältnis zum BIP in der EU auf 40,3 % gestiegen

Eurostat, Pressemitteilung vom 30.10.2019

Die Steuerquote im Verhältnis zum BIP, d. h. die Summe aller Steuern, Abgaben und Nettosozialbeiträge in Prozent des Bruttoinlandsprodukts, belief sich in der Europäischen Union (EU) im Jahr 2018 auf 40,3 %, ein leichter Anstieg gegenüber 2017 (40,2 %). Im Euroraum lag die Steuerquote im Verhältnis zum BIP im Jahr 2018 bei 41,7 %, ein Anstieg gegenüber 41,5 % im Jahr 2017.Diese Informationen stammen aus einer Veröffentlichung von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union. Die auf der Grundlage des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG 2010) erhobenen harmonisierten Steuerindikatoren ermöglichen einen genauen Vergleich der Steuersysteme und Steuerpolitik der EU-Mitgliedstaaten.

Höchste Steuerquote im Verhältnis zum BIP in Frankreich, Belgien und Dänemark. Die Steuerquote im Verhältnis zum BIP ist in den einzelnen Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich. Die höchsten Anteile von Steuern und Sozialbeiträgen in Prozent des BIP wurden 2018 in Frankreich (48,4 %), Belgien (47,2 %) und Dänemark (45,9 %) verzeichnet, gefolgt von Schweden (44,4 %), Österreich (42,8 %), Finnland (42,4 %) und Italien (42,0 %).

Die niedrigsten Quoten wurden hingegen in Irland (23,0 %) und Rumänien (27,1 %) registriert, gefolgt von Bulgarien (29,9 %), Litauen (30,5 %) und Lettland (31,4 %). Größter Anstieg der Steuerquote in Luxemburg, stärkster Rückgang in Dänemark

Im Vergleich zum Jahr 2017 ist die Steuerquote im Verhältnis zum BIP 2018 in sechzehn Mitgliedstaaten gewachsen, wobei der größte Anstieg in Luxembourg (von 39,1 % im Jahr 2017 auf 40,7 % im Jahr 2018) registriert wurde, gefolgt von Rumänien (von 25,8 % auf 27,1 %) und Polen (von 35,0 % auf 36,1 %). Rückgänge waren dagegen in sieben Mitgliedstaaten zu beobachten, insbesondere in Dänemark (von 46,8 % im Jahr 2017 auf 45,9 % im Jahr 2018), Ungarn (von 38,4 % auf 37,6 %) und Finnland (von 43,1 % auf 42,4 %).

Unterschiedliche Steuerpolitik in den EU-Mitgliedstaaten

Im Jahr 2018 hatten die Produktions- und Importabgaben den größten Anteil am Steuer- und Abgabenaufkommen in der EU (13,6 % des BIP), dicht gefolgt von den Nettosozialabgaben (13,3 %) und den Einkommen- und Vermögensteuern (13,2 %). Für den Euroraum ergibt sich eine etwas andere Reihenfolge der Abgabekategorien. Hier entfiel der größte Anteil des Steuer- und Abgabenaufkommens auf die Nettosozialabgaben (15,2 %); dahinter folgten die Produktions- und Importabgaben (13,3 %) und die Einkommen- und Vermögensteuern (13,0 %).

Bei der Betrachtung der Hauptabgabenkategorien zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Im Jahr 2018 war der Anteil der Produktions- und Importabgaben am höchsten in Schweden (mit 22,4 % des BIP), Kroatien (20,1 %) und Ungarn (18,6 %). Am geringsten war dieser Anteil dagegen in Irland (8,0 %), Rumänien (10,7 %) und Deutschland (10,8 %).

Einkommen- und Vermögensteuern waren in Dänemark mit einem Anteil von 28,9 % des BIP die größte Quelle des Steuer- und Abgabenaufkommens, dahinter folgten Schweden (18,6 %), Belgien (16,8 %) und Luxemburg (16,4 %). Am niedrigsten lag die Quote der Einkommen- und Vermögensteuern im Verhältnis zum BIP dagegen in Rumänien (4,9 %), Litauen (5,7 %) und Bulgarien (5,8 %).

Nettosozialabgaben machten in Frankreich (18,0 %) und Deutschland (17,1 %) einen beträchtlichen Anteil des BIP aus, während die niedrigsten Anteile in Dänemark (0,9 % des BIP), Schweden (3,4 %) und Irland (4,2 %) verzeichnet wurden.

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Importpreise im September 2019: -2,5 % gegenüber September 2018

Die Importpreise waren im September 2019 um 2,5 % niedriger als im September 2018. Im August 2019 hatte die Jahresveränderungsrate bei -2,7 % gelegen, im Juli 2019 bei -2,1 %. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stiegen die Importpreise im September 2019 gegenüber August 2019 im Durchschnitt um 0,6 %.

Importpreise im September 2019: -2,5 % gegenüber September 2018

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 28.10.2019

Die Importpreise waren im September 2019 um 2,5 % niedriger als im September 2018. Im August 2019 hatte die Jahresveränderungsrate bei -2,7 % gelegen, im Juli 2019 bei -2,1 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Importpreise im September 2019 gegenüber August 2019 im Durchschnitt um 0,6 %.

Der Rückgang der Importpreise gegenüber September 2018 war vor allem durch die Entwicklung der Importpreise für Energie bedingt. Sie lagen im Durchschnitt 19,1 % unter dem Stand des Vorjahresmonats, stiegen aber um 5,0 % gegenüber dem Vormonat. Erdgas hatte mit -32,9 % gegenüber September 2018 den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate für Energie. Der Importpreisindex ohne Energie war im September 2019 gegenüber September 2018 unverändert (+0,2 % gegenüber August 2019). Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex um 1,6 % unter dem Stand des Vorjahres (+0,4 % gegenüber August 2019).

Die Preise für importierte Vorleistungsgüter lagen im Durchschnitt 1,1 % unter dem Stand von September 2018 (+0,2 % gegenüber dem Vormonat). Im Vergleich zum Vorjahresmonat verbilligten sich unter anderem Holz- und Zellstoff (-17,2 %), elektronische Bauelemente (-10,2 %) sowie Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (-7,7 %). Dagegen lagen die Preise für Edelmetalle und Halbzeug daraus (+39,0 %) sowie für Eisenerze (+33,3 %) deutlich über dem Niveau von September 2018.

Die Preise für importierte Investitionsgüter waren im September 2019 um 0,1 % höher als im September 2018. Gegenüber dem Vormonat stiegen sie ebenfalls leicht um 0,1 %. Während Smartphones (-11,2 %) und Tablets (-7,1 %) im Vorjahresvergleich billiger waren, wurden unter anderem Maschinen (+1,7 %) zu höheren Preisen importiert als im September 2018.

Die Importpreise für Konsumgüter (Gebrauchs- und Verbrauchsgüter) erhöhten sich im September 2019 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,3 % (+0,2 % gegenüber dem Vormonat). Verbrauchsgüter waren im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 % teurer. Die Importpreise für Gebrauchsgüter stiegen im Durchschnitt um 1,3 %.

Importierte landwirtschaftliche Güter waren im Durchschnitt um 2,3 % teurer als im Vorjahr (+1,5 % gegenüber dem Vormonat). Während sich lebende Schweine (+42,0 %) gegenüber September 2018 deutlich verteuerten, wurden Paprika (-13,4 %), Äpfel (-10,7 %), Zitrusfrüchte (-10,6 %) und Getreide (-9,1 %) zu niedrigeren Preisen importiert.

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ifo Geschäftsklimaindex Ostdeutschland steigt weiter

Wie schon im September verbesserte sich auch im Oktober 2019 das Geschäftsklima in Ostdeutschland leicht. Der ifo Geschäftsklimaindex für die gesamte regionale Wirtschaft stieg von 100,3 auf 100,6 Punkte und liegt damit um einen Punkt höher als im Sommer des Jahres. Während die befragten Unternehmer ihre Lageeinschätzungen leicht senkten, hoben sie ihre Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate deutlich an.

ifo Geschäftsklimaindex Ostdeutschland steigt weiter

ifo Institut, Pressemitteilung vom 29.10.2019

Wie schon im September verbesserte sich auch im Oktober das Geschäftsklima in Ostdeutschland leicht. Der ifo Geschäftsklimaindex für die gesamte regionale Wirtschaft stieg von 100,3 auf 100,6 Punkte und liegt damit um einen Punkt höher als im Sommer des Jahres. Während die befragten Unternehmer ihre Lageeinschätzungen leicht senkten, hoben sie ihre Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate deutlich an.Im ostdeutschen Verarbeitenden Gewerbe stieg die Stimmung etwas. Die befragten Unternehmer bewerteten ihre laufenden Geschäfte merklich besser als noch im Vormonat. Allerdings revidierten sie ihre Erwartungen für die kommenden sechs Monate spürbar nach unten.Auch im ostdeutschen Dienstleistungssektor hellte sich das Geschäftsklima geringfügig auf. Während die befragten Dienstleister ihre Lageeinschätzungen kräftig nach unten korrigierten, hoben sie ihre Geschäftserwartungen deutlich an.

Im ostdeutschen Handel stieg die Stimmung nach dem Abwärtstrend der Vormonate erstmals wieder. Maßgeblich hierfür waren die optimistischeren Beurteilungen der laufenden Geschäfte. Die Geschäftserwartungen verharrten auf dem niedrigen Stand des Vormonats.

Im ostdeutschen Bauhauptgewerbe stieg der Geschäftsklimaindex etwas. Die befragten Bauunternehmer senkten ihre Lageeinschätzungen gegenüber dem Vormonat leicht. Gleichzeitig stiegen ihre Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate merklich.

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#StartupGOwest: Vierte Regionalkonferenz der Gründungsoffensive „GO!“

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sprach mit Gründern aus der Region im BaseCamp Bonn über Chancen und Hindernisse bei Existenzgründungen. Mit einer breit angelegten Gründungsoffensive will das BMWi zusätzliche Impulse geben, zum Gründen ermutigen und den Gründer- und Unternehmergeist in Deutschland stärken.

#StartupGOwest: Vierte Regionalkonferenz der Gründungsoffensive „GO!“

BMWi, Pressemitteilung vom 28.10.2019

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sprach am 28.10.2019 mit Gründerinnen und Gründern aus der Region im BaseCamp Bonn über Chancen und Hindernisse bei Existenzgründungen. Über 300 Teilnehmer werden zur Regionalkonferenz West der bundesweiten Gründungsoffensive „GO!“ erwartet, zu der das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die Handwerkskammer zu Köln und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg eingeladen hatten. Mit einer breit angelegten Gründungsoffensive will das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zusätzliche Impulse geben, zum Gründen ermutigen und den Gründer- und Unternehmergeist in Deutschland stärken.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Mit der Gründungsoffensive „GO!“ wollen Politik und Wirtschaft gemeinsam ein kraftvolles Zeichen für mehr Gründungen in Deutschland setzen. Dabei ist es mir besonders wichtig, die Leistungen und das hohe persönliche Engagement der mutigen Unternehmerinnen und Unternehmer anzuerkennen. Denn Start-ups, Unternehmensgründungen und -nachfolgen, ob im Handel, im Dienstleistungsbereich, im Handwerk, in den freien Berufen oder im verarbeitenden Gewerbe, machen die Regionen fit, den Wirtschaftsstandort Deutschland stark und die Soziale Marktwirtschaft zukunftsfähig. Deshalb freue ich mich auf den Dialog mit Gründerinnen und Gründern sowie erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmern, um zu erfahren, wie wir künftig mehr Menschen für die eigene Firma oder die Selbständigkeit begeistern und zielgerichtet unterstützen können.“

In ihrer gemeinsamen Erklärung zur Gründungsoffensive „GO!“ im November 2018 hatten das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie die Wirtschaftsverbände die Durchführung von vier Regionalkonferenzen vereinbart. Nach den Regionalkonferenzen in Saarbrücken, Rottweil und Chemnitz bietet die heutige Veranstaltung in Bonn mit rund 250 Gründerinnen und Gründern sowie Unternehmen und Gründungsinitiativen aus der Region die Möglichkeit zum individuellen Austausch zwischen Wirtschaft und Politik.

IHK-Präsident Stefan Hagen hebt den aktuellen Zahlen für die Region Bonn/Rhein-Sieg hervor. Im ersten Halbjahr 2019 wurden 4.050 Gewerbeanmeldungen verzeichnet bei 3.428 Gewerbeabmeldungen. „Der Saldo ist positiv und gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Dennoch brauchen wir mehr unternehmerischen Nachwuchs; mehr Unternehmen für einen gesunden und nachhaltigen Mittelstand in der Region“, so Hagen.

Die Handwerkskammer kritisiert die hohe Bürokratiebelastung der Unternehmen und wünscht sich mehr Fortschritte bei der Digitalisierung der staatlichen Verwaltung. Der Ausbau von E-Government könne „zu einem gründerfreundlichen Klima beitragen“, betont Hans Peter Wollseifer, Präsident der Handwerkskammer. Ziel müsse sein, dass Existenzgründer „sämtliche Anmeldeformalitäten auch online erledigen können“.

Bei einem Rundgang mit Netzwerkpartnern und Vertretern von Politik, Verwaltung und Wirtschaft aus der Region informierte sich Bundeswirtschaftsminister Altmaier beim „Markt der Möglichkeiten“ über die Geschäftsideen von billyard, Bonn Memo, Die mobile Brillenwerkstatt, Einfach Himmlisch, Eislabor, FITMIT5, Grillmais, Hair by Farahani, Instant Help, Litello, Monsieur Dumonde, Pflegenio, Plastikalternative, Unity Effect, VARIAND sowie die Schülerfirma des städtischen Siebengebirgsgymnasiums Bad Honnef mit der Kältekompresse „Gelo-Pack“ als Sieger des business@school-Deutschlandfinales. Schülerinitiative . Unter diesen Gründern wurden auch die Preisträger „BestofGOwest“ gekürt sowie von Thomas Meyer (Präsident von IHK NRW), Garrelt Duin (Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Köln) und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille ausgezeichnet.

Die regionalen Gründungsakteure Digital Hub Bonn, Handwerkskammer zu Köln, Hochschule Bonn/Rhein-Sieg, Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg, Social Impact Lab Bonn und die Universität Bonn sowie die Förderberatung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, die Initiative FRAUENunternehmen und die Gründerwoche Deutschland standen den Besuchern für Fragen zur Verfügung.

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