IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr sinkt leicht, bleibt aber auf hohem Niveau

Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten eine Rezession erlebt, ist in den letzten Wochen geringfügig gesunken, sie bleibt aber hoch. Das zeigen die neuesten Werte, die der IMK-Konjunkturindikator der Hans-Böckler-Stiftung zeigen.

IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr sinkt leicht, bleibt aber auf hohem Niveau

Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 16.10.2019

Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten eine Rezession erlebt, ist in den letzten Wochen geringfügig gesunken, sie bleibt aber hoch. Das zeigen die neuesten Werte, die der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung liefert. Für das Quartal von Oktober bis Ende Dezember weist der Indikator, der die aktuellsten verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage bündelt, ein Rezessionsrisiko von 56,5 Prozent auf – nach 59,4 Prozent im September. Ebenfalls auf hohem Niveau leicht rückläufig ist die statistische Streuung im Indikator – sie spiegelt die große Verunsicherung vieler Wirtschaftsakteure wider. Deshalb bleibt das nach dem Ampelsystem arbeitende IMK-Frühwarnsystem auf „rot“, was eine akute Rezessionsgefahr anzeigt.

Der leichte Rückgang der Rezessionswahrscheinlichkeit basiert nach Analyse des IMK auf dem zuletzt mäßigen Anstieg der Industrieproduktion, der sich vom Negativtrend der vergangenen Monate abgesetzt hat. Auch die weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen für Unternehmen wirkten positiv. Allerdings verhindere eine ungünstige Entwicklung bei einer breiten Palette anderer Frühindikatoren, dass die Rezessionsgefahr stärker sinke. Darunter sind rückläufige Zahlen bei den inländischen Auftragseingängen im Verarbeitenden Gewerbe, weniger offene Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt und eine gedrückte Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Unter dem Strich würden die Konjunkturaussichten weiterhin von den beträchtlichen außenwirtschaftlichen Risiken dominiert, also von der Möglichkeit eines harten Brexits, den US-Handelskonflikten und geopolitischen Spannungen.

„Trotz der leichten Verbesserung bieten die Zahlen keinen Grund zur Entwarnung bei der Konjunktur“, sagt IMK-Experte Dr. Thomas Theobald. Die Düsseldorfer Konjunkturforscher halten es für sinnvoll, ohnehin dringend notwendige Investitionen zu forcieren und so der Wirtschaftsflaute entgegen zu wirken. „Angesichts der ungewissen weltwirtschaftlichen Lage, des hohen Bedarfs bei der Modernisierung unserer Infrastruktur und der günstigen Finanzierungsmöglichkeiten wäre es wünschenswert, die Wirtschaftspolitik würde mit der Ankündigung eines strukturellen Ausbaus der öffentlichen Investitionen mutiger agieren, als es in den letzten Wochen geschehen ist“, so Theobald.

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Konjunkturerwartungen gehen leicht zurück

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sinken im Oktober 2019 geringfügig um 0,3 Punkte auf einen neuen Wert von minus 22,8 Punkten.

Konjunkturerwartungen gehen leicht zurück

ZEW, Pressemitteilung vom 15.10.2019

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sinken im Oktober 2019 geringfügig um 0,3 Punkte auf einen neuen Wert von minus 22,8 Punkten. Der langfristige Durchschnitt der ZEW-Konjunkturerwartungen von 21,4 Punkten wird nach wie vor deutlich unterschritten. In der aktuellen Oktoberumfrage hat sich die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland um 5,4 Punkte erneut verschlechtert. Der neue Wert für den Lageindikator beträgt minus 25,3 Punkte. Dies ist der niedrigste Wert seit April 2010.

„Der leichte Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen sowie des Lageindikators zeigt, dass die Finanzexperten/-innen nach wie vor von einer sich weiter verschlechternden Konjunktur in Deutschland ausgehen. Die jüngst erzielte Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China scheint derzeit nicht zu einer Verringerung der Konjunkturskepsis zu führen“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D.

Die Erwartungen der Finanzmarktexperten/-innen an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone sinken ebenfalls. Der Erwartungsindikator für das Eurogebiet liegt im Oktober bei minus 23,5 Punkten und damit 1,1 Punkte niedriger als im September. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Eurogebiet sinkt recht stark um 10,8 Punkte auf einen neuen Wert von minus 26,4 Punkten.

Auch die Einschätzungen zur Inflationsentwicklung im Eurogebiet gehen deutlich zurück. Der Inflationsindikator sinkt um 8,5 Punkte auf einen Stand von 1,0 Punkten.

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Höhe der EEG-Umlage für das Jahr 2020 bekanntgegeben

Am 15.10.2019 haben die Übertragungsnetzbetreiber lt. BMWi die Höhe der EEG-Umlage für das Jahr 2020 bekanntgegeben: Die EEG-Umlage ist von 6,405 Cent/kWh auf 6,756 Cent/kWh gestiegen. Zuletzt war die Umlage zwei Mal in Folge gesunken.

Höhe der EEG-Umlage für das Jahr 2020 bekanntgegeben

Altmaier: „Schrittweise Absenkung der EEG-Umlage notwendiger Schritt“

BMWi, Pressemitteilung vom 15.10.2019

Am 15.10.2019 haben die Übertragungsnetzbetreiber die Höhe der EEG-Umlage für das Jahr 2020 bekanntgegeben: Die EEG-Umlage ist von 6,405 Cent/kWh auf 6,756 Cent/kWh gestiegen. Zuletzt war die Umlage zwei Mal in Folge gesunken. Mit der EEG-Umlage wird der Ausbau der erneuerbaren Energien im Strommarkt gefördert. In den letzten Jahren konnte die EEG-Umlage stabilisiert werden. Seit 2014 liegt sie in einem stabilen Band zwischen 6,2 und 6,9 ct/kWh. Gleichzeitig ist die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien seitdem um 50 Prozent gestiegen.

Bundesminister Peter Altmaier:

„Über eine steigende EEG-Umlage kann sich ein Wirtschaftsminister nicht freuen. Trotz dieses Anstiegs ist es aber so, dass wir seit nunmehr sechs Jahren eine stabile Entwicklung haben. Die Reformen, die wir in den letzten Jahren umgesetzt haben, machen den Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich günstiger. Es ist aber auch so, dass wir einen Kostenrucksack aus den ersten Jahren mit uns herumtragen. Nachdem die EEG-Umlage in den letzten zwei Jahren gesunken war, steigt sie jetzt wieder etwas an. Das bekräftigt mich in meinem Kernanliegen: Die Strompreise müssen bezahlbar bleiben. Deshalb haben wir im Zuge der jüngsten Beschlüsse zur Klimapolitik eine schrittweise Senkung der EEG-Umlage ab 2021 beschlossen. Damit entlasten wir die Strompreise sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für die kleinen und mittleren Unternehmen.“

Die Übertragungsnetzbetreiber rechnen 2020 mit einem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien um knapp 6 GW. Dadurch nimmt die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien um 9 Mrd. Kilowattstunden bzw. 4 Prozent weiter zu. Die neue Anlagengeneration braucht immer weniger Förderung. 2014 hat z. B. eine große Photovoltaikanlage eine Vergütung von 9,5 Cent pro Kilowattstunde erhalten. Heute hat sich der Wert fast halbiert, zuletzt betrug die Vergütung 5,5 Cent pro Kilowattstunde. Dies zeigt, dass die Reformen für einen kosteneffizienteren Ausbau der erneuerbaren Energien erfolgreich waren.

Die EEG-Umlage wird knapp zur Hälfte von Unternehmen und zu gut einem Drittel von den privaten Haushalten bezahlt. Der Rest entfällt zum größten Teil auf öffentliche Einrichtungen.

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Mehrheit der deutschen Mittelständler sieht einem möglichen harten Brexit gelassen entgegen

In den Gesprächen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union über den Brexit überschlagen sich tagtäglich die Ereignisse. Die Möglichkeit eines ungeregelten Austritts der Briten aus der EU zum 31. Oktober 2019 steht nach wie vor im Raum. Die meisten deutschen Mittelständler sehen dem Ganzen allerdings lt. KfW gelassen entgegen. Nur ein Viertel erwartet bei einem harten Brexit negative Auswirkungen auf das eigene Unternehmen.

Mehrheit der deutschen Mittelständler sieht einem möglichen harten Brexit gelassen entgegen

KfW, Pressemitteilung vom 11.10.2019

  • 60 % der Unternehmen erwarten keine Auswirkungen durch Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU
  • Ein Viertel der Firmen befürchtet negative Effekte
  • 15 % der exportorientierten Dienstleister erhoffen sich positive Auswirkungen

In den Gesprächen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union über den Brexit überschlagen sich tagtäglich die Ereignisse. Die Möglichkeit eines ungeregelten Austritts der Briten aus der EU zum 31. Oktober 2019 steht nach wie vor im Raum. Die meisten deutschen Mittelständler sehen dem Ganzen allerdings gelassen entgegen, wie eine im September durchgeführte repräsentative Befragung von KfW Research zeigt: Rund 60 % der kleinen und mittleren Unternehmen mit maximal 500 Mio. Euro Jahresumsatz erwarten auch bei einem harten Brexit keine Auswirkungen auf ihre Geschäfte. Ein Viertel der Unternehmen allerdings befürchtet Nachteile.

Bei vielen von ihnen dürfte es die Sorge um die Konjunktur sein, die die Erwartungen trübt: Von den rund 17 % der Mittelständler, die einen ungeregelten Brexit als eines der größten Risiken für die deutsche Konjunktur sehen, erwarten mehr als die Hälfte negative Auswirkungen auf ihr Unternehmen. Darüber hinaus dürften einige Mittelständler auch direkt betroffen sein – beispielsweise, weil sie in das Vereinigte Königreich exportieren. Entsprechend rechnen vier von zehn Mittelständlern, deren Auslandsumsatz mehr als 10 % des Gesamtumsatzes ausmacht, mit Nachteilen für ihr Unternehmen im Falle eines harten Brexits. Besonders stark betroffen dürften exportstarke Mittelständler aus dem Verarbeitenden Gewerbe sein, für die ein wichtiger Absatzmarkt wegbrechen könnte. Mehr als 60 % von ihnen erwarten bei einem ungeregelten Austritt negative Auswirkungen auf ihr Geschäft.

Demgegenüber gehen einige Dienstleister davon aus, dass sie von einem harten Brexit sogar profitieren könnten. Unter den exportstarken Dienstleistern, zu denen unter anderem Rechts-, Steuer- und Wirtschaftsberatungen zählen, gibt es einen relativ hohen Anteil von 15 %, der eher positive Effekte auf das eigene Unternehmen erwartet. Der sinkende Wettbewerbsdruck durch Konkurrenten aus dem Vereinigten Königreich dürfte hier eine Rolle spielen, aber auch der erhöhte Beratungsbedarf von Unternehmen, die ihre Geschäftsbeziehungen nach einem harten Brexit neu ordnen müssen.

Nur wenige Mittelständler haben sich umfassend auf einen harten Brexit vorbereitet. Vier von fünf haben keinerlei Vorkehrungen getroffen, da sie sich nicht unmittelbar betroffen sehen. Jeder Zwanzigste sieht sich betroffen, fühlt sich jedoch gut gerüstet. Einem ungeregelten Brexit mit Sorge entgegensehen dürften dagegen die rund 13 % der Mittelständler, die nach eigener Einschätzung davon betroffen wären, aber noch nicht oder nur unzureichend darauf vorbereitet sind.

„Kurz vor einem möglichen harten Brexit bleibt der deutschen Mittelstand weitestgehend gelassen: Nur einem kleinen Teil der Unternehmen treibt das Szenario Sorgenfalten auf die Stirn. Die allermeisten befürchten jedoch keine Nachteile für ihre Geschäfte – und einige könnten sogar profitieren“, fasst KfW-Ökonomin Dr. Jennifer Abel-Koch die Befragungsergebnisse zusammen.

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Abschied vom Papier: Deutschlands Mittelstand wird digitaler

Rechnungen werden digitalisiert, Akten elektronisch archiviert, Teams arbeiten an Dokumenten von unterschiedlichen Standorten aus zusammen: Das digitale Büro erobert den Mittelstand. Schon fast jedes zweite Unternehmen (47 Prozent) setzt lt. Bitkom nicht mehr nur auf Papier, sondern organisiert und verwaltet seine Dokumente digital.

Abschied vom Papier: Deutschlands Mittelstand wird digitaler

Bitkom, Pressemitteilung vom 14.10.2019

  • 47 Prozent der Unternehmen organisieren und verwalten Dokumente digital
  • Das digitale Büro kommt zunehmend aus der Cloud

Rechnungen werden digitalisiert, Akten elektronisch archiviert, Teams arbeiten an Dokumenten von unterschiedlichen Standorten aus zusammen: Das digitale Büro erobert den Mittelstand. Schon fast jedes zweite Unternehmen (47 Prozent) setzt nicht mehr nur auf Papier, sondern organisiert und verwaltet seine Dokumente digital. Gegenüber 2017 ist das ein deutlicher Anstieg: Hier setzten noch 33 Prozent auf das sogenannte Enterprise Content Management (ECM), wie eine solche ganzheitliche Strategie, die die Erstellung, Bearbeitung und Speicherung umfasst, genannt wird. Dabei geht es heute nicht mehr nur um klassische Office- oder PDF-Dateien, die jeweils bei 92 Prozent und damit bei so gut wie allen Unternehmen im Mittelstand digital organisiert werden. Sondern etwa auch um Bilder (57 Prozent), Audio-Dateien (25 Prozent) oder Videos (18 Prozent). Das hat die repräsentative Studie „Digital Office im Mittelstand 2019“ von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 613 Unternehmen mit 20 bis 499 Mitarbeitern ergeben.

„ECM-Lösungen bilden die wichtigste Grundlage für die Digitalisierung von Büro- und Verwaltungsprozessen“, sagt Nils Britze, Bereichsleiter Digitale Geschäftsprozesse beim Bitkom. „Dadurch erhalten Unternehmen etwa Unterstützung beim effizienten Erfassen, Ablegen und Wiederauffinden von Dokumenten, bei der Abwicklung dokumentenbasierter Prozesse sowie bei der Einhaltung rechtlicher Vorgaben. Es ist erfreulich, dass der Mittelstand, das Herz der deutschen Wirtschaft, zwischenzeitlich den Weg in Richtung des digitalen Büros beschritten hat.“

Das digitale Büro kommt dabei zunehmend aus der Cloud. Mehr als jedes zweite Unternehmen (58 Prozent) verwaltet seine digitalen Dokumente mittlerweile dort, das sind 9 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2017. Die Zahl der Unternehmen, die ihre ECM-Software im eigenen Unternehmen („on premise“) betreiben, ging im gleichen Zeitraum von 59 Prozent auf 44 Prozent zurück. „Vor allem für den Mittelstand bietet die Dokumentenverwaltung und -Organisation aus der Cloud großes Potenzial, da IT-Ressourcen hier besonders knapp sind“, betont Britze. „Zudem bringt dieser Weg viele Vorteile mit sich: So werden nicht nur IT-Kosten gesenkt, sondern auch die Sicherheit erhöht: Die Cloud – öffentlich wie privat – wird bei professionellen Dienstleistern meist wesentlich besser geschützt als bei internen IT-Lösungen.“

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Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Oktober 2019

Die konjunkturelle Flaute der deutschen Wirtschaft hält an. Ihre wirtschaftliche Aktivität verharrt gegenwärtig in etwa auf dem erreichten Niveau. Die Verluste an Wertschöpfung in der Industrie, die sich weiter im Abschwung befindet, werden weitgehend durch das Wachstum in den Bereichen Dienstleistungen und Bauwirtschaft kompensiert. Die einschlägigen Konjunkturindikatoren deuten lt. BMWi noch nicht auf eine grundlegende Veränderung der konjunkturellen Situation hin.

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Oktober 2019

BMWi, Pressemitteilung vom 14.10.2019

  • Die Schwächephase der deutschen Wirtschaft hält an. Die globale konjunkturelle Eintrübung trifft die deutsche Wirtschaft. Eine Konjunkturkrise zeichnet sich nicht ab, die Indikatoren zeigen aber auch noch keine Trendwende an.
  • Die Produktion und die Auftragseingänge in der Industrie waren tendenziell weiter rückläufig, die Bauproduktion zeigte eine Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau.
  • Die deutschen Ausfuhren waren weiter leicht rückläufig. Die staatlichen und privaten Konsumausgaben stützen hingegen weiterhin spürbar.
  • Am Arbeitsmarkt erfolgt der Beschäftigungsaufbau konjunkturbedingt langsamer. Zuletzt ging überraschend die ohnehin niedrige Arbeitslosigkeit leicht zurück.

Die konjunkturelle Flaute der deutschen Wirtschaft hält an. Ihre wirtschaftliche Aktivität verharrt gegenwärtig in etwa auf dem erreichten Niveau. Die Verluste an Wertschöpfung in der Industrie, die sich weiter im Abschwung befindet, werden weitgehend durch das Wachstum in den Bereichen Dienstleistungen und Bauwirtschaft kompensiert. Die einschlägigen Konjunkturindikatoren deuten noch nicht auf eine grundlegende Veränderung der konjunkturellen Situation hin. Ein stärkerer Abschwung oder gar eine ausgeprägte Rezession sind gegenwärtig aber nicht zu erwarten. Die exportorientierte deutsche Industrie sieht sich weiterhin einem schwachen Welthandel, einer stagnierenden globalen Industriekonjunktur und einer weltweiten Abschwächung der Nachfrage nach Kraftwagen gegenüber. Dies dämpft die Investitionsneigung im Inland und strahlt auf die binnenwirtschaftliche Nachfrage nach Vorleistungs- und Investitionsgütern aus. Die weniger exportabhängigen Bereiche der Binnenwirtschaft bleiben davon bislang relativ unberührt. Die private und staatliche Konsumnachfrage sowie die nach Bauleistungen liefern indessen verlässliche Impulse.

Die Weltkonjunktur bleibt gedämpft. Vor dem Hintergrund protektionistischer Maßnahmen und der ungelösten Brexit-Frage nahm der Welthandel im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat erneut ab. Während die Industrieproduktion in den entwickelten Volkswirtschaften weiter gedrosselt wurde, nahm sie in den aufstrebenden Volkswirtschaften insbesondere in Asien etwas Fahrt auf. Allerdings liegt der Stimmungsindikator IHS Markit PMI für die Weltwirtschaft auch nach einer leichten Aufhellung immer noch unter seiner Wachstumsschwelle. Angesichts der schwelenden Handelskonflikte und dem schwierigen geopolitischen Umfeld gehen die internationalen Organisationen von einer zwar weniger dynamischen, aber weiterhin aufwärtsgerichteten Entwicklung der Weltwirtschaft aus.

Diese globale Schwäche ist weiterhin beim deutschen Außenhandel spürbar. So gingen die Exporte von Waren und Dienstleistungen von Juli auf August saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen um 2,4 % zurück. Im Zweimonatsvergleich ist in etwa Stagnation zu verzeichnen (+0,1 %). Mit einer Belebung der Ausfuhren in den kommenden Monaten rechnen die Unternehmen den ifo Exporterwartungen zufolge nicht. Der entsprechende Index spiegelt mit seiner Eintrübung im September die niedrigste Erwartungshaltung seit der Finanzkrise wider. Die Importe von Waren und Dienstleistungen nahmen im August ungeachtet der robusten Binnenkonjunktur saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen um 1,2 % und im Zweimonatsvergleich um 1,0 % ab.

Die Industrie bleibt trotz einer leichten Belebung am aktuellen Rand im Abschwung, die Baukonjunktur floriert hingegen weiterhin. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe insgesamt stieg im August leicht (+0,3 %). Während die Herstellung in der Industrie um 0,7 % zunahm, verzeichnete das Baugewerbe eine Abnahme um 1,5 %. Im Zweimonatsvergleich indes ergab sich im Baugewerbe ein Produktionsplus von 0,5 %. Das Verarbeitende Gewerbe meldete hier einen Rückgang der Erzeugung um 0,9 %. Dabei verzeichneten alle drei großen Industriebereiche Rückgänge: Investitionsgüter 0,6 %, Vorleistungsgüter 1,1 % und Konsumgüter 1,2 %. Die nationale Indikatorenlage spricht nicht für eine baldige Erholung der Industriekonjunktur. Die industriellen Auftragseingänge lagen im August um 1,7 % unter ihrem durchschnittlichen Wert im zweiten Quartal. Das unsichere weltwirtschaftliche Umfeld drückt weiterhin auf die Stimmung in den Unternehmen.

Die privaten Konsumausgaben bleiben demgegenüber eine wichtige Stütze der binnenwirtschaftlichen Entwicklung. Im August nahmen die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz im Vormonatsvergleich um 0,5 % zu. Im Zweimonatsvergleich Juni/Juli lagen sie kalenderbereinigt 2,8 % über dem Vorjahreszeitraum. Die Neuzulassungen von Pkw erhöhten sich im dritten Quartal um 3,5 %, bei den privaten Haltergruppen gingen sie auf Grund eines schwachen Schlussmonats allerdings um 4,7 % zurück. Das Geschäftsklima im Einzelhandel ist per saldo weiter positiv und besser als der langjährige Durchschnitt, auch wenn es im September leicht nachgab.

Der seit März deutlich abgeschwächte Beschäftigungsaufbau zeigte sich auch im August. Der Anstieg der Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vormonat lag nur noch bei 10.000 Personen. Der Zuwachs in den Ursprungszahlen gegenüber dem Vorjahr hat sich binnen 1 ½ Jahren auf 333.000 Personen halbiert. Der Aufbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung war mit einem Anstieg um 46.000 Personen im Juli allerdings überraschend kräftig. Die Arbeitslosigkeit sank im September um 10.000 Personen, nachdem sie drei Monate nahezu unverändert war. In Ursprungszahlen ging sie im Zuge der Herbstbelebung auf rund 2,2 Mio. Personen zurück. Eine ähnliche Tendenz zeigt sich bei der Unterbeschäftigung. Die Frühindikatoren signalisieren, dass sich der verlangsamte Beschäftigungsaufbau bei leicht steigender Arbeitslosigkeit fortsetzen dürfte.

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Konjunktur belastet deutsche Handelsunternehmen

Internationale Handelskonflikte, die Unwägbarkeiten des Brexits, die allgemeine Abkühlung der Weltkonjunktur: Das wirtschaftliche Klima für den Handel wird lt. Bitkom rauer. Befragt nach den aktuellen Herausforderungen gibt eine Mehrheit von 56 Prozent der Handelsunternehmen in Deutschland an, dass das Geschäft derzeit durch die konjunkturellen Unsicherheiten beeinträchtigt wird.

Konjunktur belastet deutsche Handelsunternehmen

Bitkom, Pressemitteilung vom 10.10.2019

  • 29 Prozent fühlen sich von internationalen Handelskonflikten verunsichert
  • Jedes zweite Unternehmen sieht sein Geschäft durch die aktuelle Wirtschaftslage beeinträchtigt

Internationale Handelskonflikte, die Unwägbarkeiten des Brexits, die allgemeine Abkühlung der Weltkonjunktur: Das wirtschaftliche Klima für den Handel wird rauer. Befragt nach den aktuellen Herausforderungen gibt eine Mehrheit von 56 Prozent der Handelsunternehmen in Deutschland an, dass das Geschäft derzeit durch die konjunkturellen Unsicherheiten beeinträchtigt wird. Fast jedes dritte Unternehmen (29 Prozent) fühlt sich zudem explizit von den internationalen Handelskonflikten verunsichert. Und 26 Prozent konstatieren, dass die aktuelle Nachfrage aus dem Ausland ihr eigenes Geschäft bremst – ein Anstieg um 15 Prozentpunkte im Vergleich zu 2017. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom von 504 stationär und online tätigen Groß- und Einzelhändlern in Deutschland. Demnach bereitet den Handelsunternehmen auch die Binnennachfrage Sorgen: 30 Prozent der Händler meinen, die aktuelle Nachfrage im Inland bremse ihr Geschäft.

„Die Ungewissheit des Brexits und die sich eintrübende Konjunktur stellen für den deutschen Handel derzeit eine große Herausforderung dar. Dazu kommt der Handelskonflikt USA-China, der wegen der engen Verbundenheit zu beiden Volkswirtschaften auch deutsche Unternehmen trifft“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „In einer solchen Gemengelage ist es umso wichtiger, dass die Unternehmen ihre Geschäftsmodelle auf den Prüfstand stellen: Wettbewerbsfähigkeit ist das oberste Gebot – und diese ist ohne Digitalisierung nicht zu halten. Die Unternehmen können mithilfe der Digitalisierung ihre Produkte nicht nur auf ganz neue Weise anbieten, sondern auch einem größeren Kundenkreis verfügbar machen. Gerade in Zeiten konjunktureller Unsicherheit kommt es darauf an, in die Zukunft zu investieren.“

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Familienfreundliche Unternehmenskultur als Wettbewerbsvorteil

In der Erwerbsbeteiligung von Frauen steckt großes Potenzial für die Fachkräftesicherung hierzulande. Der DIHK fordert deshalb, den Ausbau der Ganztagesbetreuung mit hoher Priorität voranzutreiben. Doch auch die Betriebe müssen umsteuern. Sie sind gut beraten, ihre Personalarbeit strategisch auf Familienfreundlichkeit hin auszurichten. Dabei kann der „Fortschrittsindex Vereinbarkeit“ helfen. Dieses Instrument bietet Unternehmen Anreize, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu verbessern, sich zu vergleichen und Ansatzpunkte für neue, individuelle Lösungen zu finden.

Familienfreundliche Unternehmenskultur als Wettbewerbsvorteil

DIHK, Mitteilung vom 10.10.2019

Der Fachkräftemangel bleibt weiterhin die größte Herausforderung für Unternehmen. Fast jeder zweite Betrieb kann offene Stellen längerfristig nicht besetzen. Gleichzeitig nimmt die Zahl der erwerbsfähigen Menschen nach aktuellen Schätzungen von derzeit rund 52 Millionen innerhalb der nächsten Jahre um circa vier bis sechs Millionen ab – der genaue Wert hängt von den Annahmen zur Nettozuwanderung ab. Mit Blick auf die Fachkräftesicherung steckt vor allem in der Erwerbsbeteiligung von Frauen großes Potenzial.

Erfolgsfaktor Vereinbarkeit

In Deutschland sind 76 Prozent der Frauen erwerbstätig, bei den Männern sind es 84 Prozent. Allerdings arbeiten Frauen wesentlich häufiger in Teilzeit: Ihre Teilzeitquote liegt gegenwärtig bei 67 Prozent, die von Männern bei 6 Prozent. In Haushalten mit Kindern unter drei Jahren verstärkt sich diese Tendenz nochmal: Hier beträgt die Erwerbsquote von Männern 90 und die von Frauen lediglich 55 Prozent. Die Unternehmen können ihre wirtschaftliche Grundlage nur erhalten, wenn mehr Frauen arbeiten. Das lässt sich aber nur mit einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf realisieren. Daher fordert der DIHK, den laut Koalitionsvertrag ab 2025 geplanten Ausbau der Ganztagesbetreuung schon jetzt mit hoher Priorität voranzutreiben.

Unternehmen brauchen Vereinbarkeits-Strategie

Aber auch für die Betriebe heißt es in dieser Situation, umzusteuern und in ihrer Vereinbarkeitsstrategie über eine Sammlung von Instrumenten der Vereinbarkeit von Beruf und Familie hinauszugehen. Hilfreich ist insbesondere eine auf Vereinbarkeit fußende strategische Ausrichtung der Personalarbeit. Das heißt aber auch, den Vereinbarkeitsbegriff deutlich zu erweitern: Beschäftigte – zumal der Generation Y – wollen unabhängig von Familienstand, Elternschaft oder Pflegeaufgaben private Belange und den Beruf unter einen Hut bekommen.

Einstellung der Entscheider ändern

Die Lebenssituationen von Mitarbeitern können sich stark voneinander unterscheiden. Das sollte sich auch in der Unternehmensstrategie widerspiegeln. Denn nur so können passgenaue Angebote auf Beschäftigte und ihre individuellen Belange zugeschnitten werden. Neben der technischen Umsetzung steckt die Herausforderung auch darin, dass Management und Führungskräfte den Weg in Richtung familienfreundlichere Unternehmenskultur beschreiten. Das macht es den Betrieben letztlich leichter, Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Dies vor Augen, hat der DIHK den vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend entwickelten „ Fortschrittsindex Vereinbarkeit “ fachlich begleitet.

„Fortschrittsindex Vereinbarkeit“: Angebot für familienfreundliche Unternehmenskultur

Der Fortschrittsindex Vereinbarkeit dient den Unternehmen als Angebot, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu verbessern, sich zu vergleichen und Ansatzpunkte für neue, individuelle Lösungen zu finden. Er kann als Anreiz verstanden werden, sich über weitere Maßnahmen zur Familienfreundlichkeit Gedanken zu machen, die für den jeweiligen Betrieb passgenau wären. Der Index setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Mit neun Leitlinien bekennt sich der Betrieb zu einer familienorientierten Unternehmenskultur. In einem zweiten Schritt können die Betriebe ihre gelebte Praxis anhand von Kennzahlen abbilden und sich mit Wettbewerbern anonym vergleichen. Zu den Kennzahlen gehören unter anderem die Anzahl der Beschäftigten mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, die Dauer der Elternzeit von Müttern und Vätern und der Anteil weiblicher Führungskräfte.

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Verbraucherpreise September 2019: +1,2 % gegenüber September 2018

Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im September 2019 um 1,2 % höher als im September 2018. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, schwächte sich die Inflationsrate damit erneut ab. Im Vergleich zum Vormonat August 2019 blieben die Verbraucherpreise im September 2019 unverändert.

Verbraucherpreise September 2019: +1,2 % gegenüber September 2018

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 11.10.2019

Verbraucherpreisindex, September 2019

  • +1,2 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
  • 0,0 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, September 2019

  • +0,9 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
  • -0,1 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im September 2019 um 1,2 % höher als im September 2018. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, schwächte sich die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI) – damit erneut ab (August 2019: +1,4 %). Im Vergleich zum Vormonat August 2019 blieben die Verbraucherpreise im September 2019 unverändert.

Energieprodukte verbilligten sich von September 2018 bis September 2019 um 1,1 % und dämpften dadurch die Preisentwicklung insgesamt. Im August 2019 hatte die Teuerungsrate für Energie noch bei +0,6 % gelegen. Im September 2019 verteuerten sich binnen Jahresfrist vor allem Fernwärme und Erdgas (jeweils: +4,7 %) sowie Strom (+3,9 %). Hingegen gingen die Preise sowohl für leichtes Heizöl (-10,5 %) als auch für Kraftstoffe (-6,7 %) deutlich zurück. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im September 2019 bei +1,4 % gelegen, ohne Berücksichtigung der Mineralölprodukte sogar bei +1,6 %.

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im September 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat um +1,3 %. Der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln hat sich damit abgeschwächt (August 2019: +2,7 %). Deutlich teurer als ein Jahr zuvor waren Fleisch und Fleischwaren (+4,6 %) sowie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+3,2 %). Den Preisanstiegen standen auch Preisrückgänge gegenüber, auffallend günstiger wurden Speiseöle und Speisefette (-13,4 %).

Die Preise für Waren insgesamt lagen im September 2019 um 0,6 % höher als im Vorjahresmonat. Neben der eher moderaten Preiserhöhung bei Nahrungsmitteln (+1,3 %) verteuerten sich unter anderem Zeitungen und Zeitschriften (+5,1 %), Tabakwaren (+4,3 %) sowie neue Personenkraftwagen (+2,4 %). Günstiger wurden neben den Mineralölprodukten (-7,4 %) insbesondere Geräte der Informationsverarbeitung (-8,9 %) und Telefone (-5,8 %).

Im Vergleich zu den Waren erhöhten sich die Preise für Dienstleistungen im September 2019 binnen Jahresfrist mit +1,8 % deutlich stärker. Bedeutsam für die Preisentwicklung der Dienstleistungen war die Preiserhöhung bei Nettokaltmieten (+1,4 %), da private Haushalte einen großen Teil ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden. Stärker verteuerten sich zum Beispiel die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+5,0 %), Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+4,9 %), Flugtickets (+4,3 %), Friseurleistungen und andere Leistungen für Körperpflege (+3,2 %) sowie Gaststättendienstleistungen (+2,8 %). Einige Dienstleistungen wurden auch günstiger, unter anderem Bildungsdienstleistungen des Elementar- und Primarbereichs (-4,3 %).

Veränderung im September 2019 gegenüber dem Vormonat August 2019

Im Vergleich zum August 2019 blieb der Verbraucherpreisindex im September 2019 unverändert. Dennoch gab es deutliche Preiserhöhungen im Vormonatsvergleich bei Bekleidungsartikeln (+7,2 %) sowie bei Schuhen und Schuhzubehör (+2,7 %). Hier wirkte sich vor allem die Umstellung auf die Herbst-/Winterkollektion aus. Dem gegenüber gab es saisonbedingt zum Ende der Sommerferien Preisrückgänge bei Pauschalreisen (-10,3 %) und bei Flugtickets (-2,2 %).

Harmonisierter Verbraucherpreisindex für Deutschland

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland lag im September 2019 um 0,9 % über dem Stand von September 2018. Im Vergleich zum August 2019 sank der HVPI im September 2019 um 0,1 %.

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Exporte im August 2019: -3,9 % zum August 2018

Im August 2019 wurden von Deutschland Waren im Wert von 101,2 Mrd. Euro exportiert und Waren im Wert von 85,0 Mrd. Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im August 2019 um 3,9 % und die Importe um 3,1 % niedriger als im August 2018.

Exporte im August 2019: -3,9 % zum August 2018

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 10.10.2019

Exporte, August 2019

  • 101,2 Milliarden Euro
  • -1,8 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
  • -3,9 % zum Vorjahresmonat

Importe, August 2019

  • 85,0 Milliarden Euro
  • +0,5 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
  • -3,1 % zum Vorjahresmonat

Außenhandelsbilanz, August 2019:

  • 16,2 Milliarden Euro
  • 18,1 Milliarden Euro (kalender- und saisonbereinigt)

Leistungsbilanz nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank, August 2019

  • 16,9 Milliarden Euro

Im August 2019 wurden von Deutschland Waren im Wert von 101,2 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 85,0 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im August 2019 um 3,9 % und die Importe um 3,1 % niedriger als im August 2018. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Exporte gegenüber dem Vormonat Juli 2019 um 1,8 % ab, die Importe stiegen um 0,5 %.

Die Außenhandelsbilanz schloss im August 2019 mit einem Überschuss von 16,2 Milliarden Euro ab. Im August 2018 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +17,6 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz im August 2019 bei 18,1 Milliarden Euro.

Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (+17,0 Milliarden Euro), Dienstleistungen (-5,0 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+9,1 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (-4,2 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im August 2019 mit einem Überschuss von 16,9 Milliarden Euro ab. Im August 2018 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 15,2 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im August 2019 Waren im Wert von 57,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 47,2 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber August 2018 sanken die Exporte in die EU-Länder um 3,3 % und die Importe aus diesen Ländern um 2,7 %. In die Länder der Eurozone wurden im August 2019 Waren im Wert von 35,1 Milliarden Euro (-3,7 %) exportiert und Waren im Wert von 30,2 Milliarden Euro (-3,8 %) aus diesen Ländern importiert. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im August 2019 Waren im Wert von 22,4 Milliarden Euro (-2,6 %) exportiert und Waren im Wert von 17,0 Milliarden Euro (-0,6 %) von dort importiert.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im August 2019 Waren im Wert von 43,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 37,8 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber August 2018 nahmen die Exporte in die Drittländer um 4,8 % ab, die Importe von dort sanken um 3,6 %.

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