Effizienten Klimaschutz und bessere Energiewende bitte

Auch wenn neun von zehn Unternehmen grundsätzlich zusätzliche Maßnahmen beim Klimaschutz unterstützen, bewerten die Betriebe die Umsetzung der Energiewende kritischer als in den Vorjahren. Sorgen bereiten vor allem die weiter gestiegenen Strompreise und der nahezu stagnierende Netzausbau. Der DIHK plädiert dafür, die im Rahmen des nationalen CO2-Zertifikatehandels geplante Kompensation über die EEG-Umlage zu erhöhen und die Förderung von F&E-Maßnahmen zu verbessern.

IHK-Energiewende-Barometer 2019

Effizienten Klimaschutz und bessere Energiewende bitte

DIHK, Pressemitteilung vom 26.09.2019

Neun von zehn Unternehmen unterstützen grundsätzlich zusätzliche Maßnahmen beim Klimaschutz. Gleichzeitig bewerten die Betriebe den Stand der Energiewende deutlich skeptischer als noch im Vorjahr – hohe Strompreise, stockender Netzausbau und Kohleausstieg stehen dafür exemplarisch. Mit der Entscheidung des Klimakabinetts am 20. September 2019 zur Einführung einer CO2-Bepreisung in den Bereichen, die nicht dem europäischen Emissionshandel unterliegen, wird der ohnehin schon sehr vielfältige Instrumentenkasten noch unübersichtlicher. Das 8. IHK-Energiewende-Barometer zeigt die Unzufriedenheit, die in der Wirtschaft mit der Umsetzung der Energiewende herrscht.

Barometerwert fällt auf den tiefsten Stand seit 2015

Gegenüber dem vergangenen Jahr ist der Barometerwert um einen Punkt auf -3,1 gefallen – der tiefste Stand seit 2015. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren wurde sogar ein positiver Wert erreicht. In der Industrie ist der Barometerwert sogar deutlich um über 5 Punkte auf -19 gefallen. Lediglich 15 Prozent der Industriebetriebe sehen die Energiewende derzeit als positiv für ihr Geschäft. Dreimal so viele bewerten sie in dieser Branche hingegen als abträglich für den unternehmerischen Erfolg. Als internationales Vorbild taugt die Energiewende daher aus Sicht der Betriebe nicht.

Unternehmen müssen für Strom immer tiefer in die Tasche greifen

Besonders negativ ausgewirkt auf den Barometerwert haben sich die zum Jahreswechsel erneut auf breiter Front gestiegenen Strompreise. Mehr als die Hälfte der Betriebe bezahlen mehr für den Strom als 2018. Der Saldo zwischen Betrieben mit höheren bzw. niedrigeren Kosten beträgt +51. Vor zwei Jahren lag er noch bei null. Auch die Energiepreise sind höher geworden. Hier lag der Saldo sogar bei +59. Aufgrund dieser Entwicklung stellt die Senkung der Strompreise für 57 Prozent der Unternehmen eine zentrale Forderung an die Politik dar. Im Zuge der Einführung einer CO2-Bepreisung in den Bereichen Gebäude und Verkehr sollte nach Ansicht des DIHK daher die EEG-Umlage zur Kompensation deutlich gesenkt werden. Ein überfälliger Schritt für die Wettbewerbsfähigkeit vieler Betriebe.

Wirtschaft bereitet Stabilität der Stromversorgung Kopfschmerzen

Mit der Abschaltung der letzten Atomkraftwerke entfällt bis 2022 gesicherte Leistung in erheblichem Umfang. Dazu kommt der Ausstieg aus der Kohleverstromung: Die Leistung aller Kohlekraftwerke soll bis 2030 mehr als halbiert werden. Gleichzeitig kommt der Netzausbau seit Jahren nur im Schneckentempo voran. Daher sehen die Unternehmen dringenden Handlungsbedarf auf Seiten der Politik. Mit 79 Prozent Zustimmung steht diese Empfehlung an erster Stelle, gefolgt von der Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren mit 70 Prozent. Ohne neue Netze kann die Energiewende kein Erfolg werden.

Mehr Klimaschutz bitte – aber effizient

Klimaschutz ist ein wichtiges Thema für die Unternehmen. Sie investieren nicht nur in Energieeffizienz, alternative Antriebe und eigene erneuerbare Stromerzeugungsanlagen, sondern befürworten auch zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen (92 Prozent). Das Klimakabinett hat inzwischen Weichen für die Einführung eines nationalen CO2-Zertifikatehandels in den Bereichen gestellt, die nicht dem europäischen Emissionshandel unterliegen. Für viele Unternehmen ist die geplante Kompensation über eine minimale Senkung der EEG-Umlage nicht ausreichend. Mutigere Schritte sollten folgen. Gerade für Betriebe mit einem hohen Einsatz von Gas oder Treibstoffen ist die Senkung der Umlage aber generell nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Ein weiteres Problem: In vielen Bereichen fehlen schlicht die Alternativen, sodass ein Umstieg nicht möglich ist. Verbote, wie sie die Beschlüsse des Klimakabinetts enthalten, sollten aus Sicht der überwiegenden Mehrzahl der Unternehmen (87 Prozent) jedenfalls keinen Platz im politischen Instrumentenkasten finden.

Vielmehr steht vor allem die Förderung von Maßnahmen der Forschung und Entwicklung hoch im Kurs. Hier und bei der Kompensation sollte die Bundesregierung im Gesetzgebungsverfahren noch nachsteuern.

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Importpreise im August 2019: -2,7 % gegenüber August 2018

Die Importpreise waren im August 2019 um 2,7 % niedriger als im August 2018. Im Juli 2019 hatte die Vorjahresveränderungsrate bei -2,1 % gelegen, im Juni 2019 bei -2,0 %. Einen stärkeren Preisrückgang gegenüber dem Vorjahr gab es letztmalig im August 2016 (-2,8 %). Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sanken die Importpreise im August 2019 gegenüber Juli 2019 im Durchschnitt um 0,6 %.

Außenhandel

Importpreise im August 2019: -2,7 % gegenüber August 2018

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 27.09.2019

Importpreise, August 2019

  • -0,6 % zum Vormonat
  • -2,7 % zum Vorjahresmonat

Exportpreise, August 2019

  • -0,1 % zum Vormonat
  • -0,1 % zum Vorjahresmonat

Die Importpreise waren im August 2019 um 2,7 % niedriger als im August 2018. Im Juli 2019 hatte die Vorjahresveränderungsrate bei -2,1 % gelegen, im Juni 2019 bei -2,0 %.

Einen stärkeren Preisrückgang gegenüber dem Vorjahr gab es letztmalig im August 2016 (-2,8 %). Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, sanken die Importpreise im August 2019 gegenüber Juli 2019 im Durchschnitt um 0,6 %.

Der Rückgang der Importpreise gegenüber August 2018 war vor allem durch die Entwicklung der Importpreise für Energie bedingt. Sie lagen im Durchschnitt 19,6 % unter dem Stand des Vorjahresmonats (-4,5 % gegenüber dem Vormonat). Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate für Energie hatte Erdgas mit einem Minus von 35,7 % (-2,3% gegenüber Juli 2019). Der Importpreisindex ohne Energie war im August 2019 um 0,4 % niedriger als im August 2018 (-0,2 % gegenüber Juli 2019). Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex um 1,9 % unter dem Stand des Vorjahres (-0,2 % gegenüber Juli 2019).

Die Preise für importierte Vorleistungsgüter lagen im Durchschnitt 1,5 % unter dem Stand von August 2018 (-0,2 % gegenüber dem Vormonat). Im Vergleich zum Vorjahresmonat verbilligten sich unter anderem Holz- und Zellstoff (-14,6 %), elektronische Bauelemente (-11,3 %) sowie Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (-8,0 %). Dagegen lagen die Preise für Eisenerze (+40,3 %) sowie für Edelmetalle und Halbzeug daraus (+30,8 %) deutlich über dem Niveau von August 2018.

Die Preise für importierte Investitionsgüter waren im August 2019 um 0,2 % niedriger als im August 2018. Gegenüber dem Vormonat stiegen sie leicht um 0,1 %. Während Smartphones (-11,1 %) und Tablets (-7,4 %) im Vorjahresvergleich billiger waren, wurden unter anderem Maschinen (+1,5 %) zu höheren Preisen importiert als im August 2018.

Die Importpreise für Konsumgüter (Gebrauchs- und Verbrauchsgüter) erhöhten sich im August 2019 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,9 % (unverändert gegenüber dem Vormonat). Verbrauchsgüter waren im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 % teurer. Die Importpreise für Gebrauchsgüter stiegen im Durchschnitt um 0,6 %.

Importierte landwirtschaftliche Güter waren im Durchschnitt um 2,7 % teurer als im Vorjahr (-1,1 % gegenüber dem Vormonat). Während sich lebende Schweine (+41,8 %) gegenüber August 2018 deutlich verteuerten, wurden Äpfel (-21,5 %), Zitrusfrüchte (-11,0 %) und Getreide (-8,9 %) zu niedrigeren Preisen importiert.

Der Index der Exportpreise lag im August 2019 um 0,1 % unter dem Stand von August 2018. Im Juli und im Juni 2019 hatte die Jahresveränderungsrate jeweils bei +0,2 % gelegen. Gegenüber dem Vormonat Juli 2019 fielen die Exportpreise im Durchschnitt leicht um 0,1 %.

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Industrieschwäche bleibt Hauptproblem

Das Konjunkturbarometer des DIW Berlin verharrt im September bei 89 Punkten. Damit signalisiert es für das dritte Quartal weiterhin eine um 0,2 Prozent schrumpfende Wirtschaftsleistung im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten. Der Abwärtstrend in der Industrie setzt sich zunächst fort.

Konjunkturbarometer September 2019

Industrieschwäche bleibt Hauptproblem

DIW Berlin, Pressemitteilung vom 26.09.2019

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) verharrt im September bei 89 Punkten. Damit signalisiert es für das dritte Quartal weiterhin eine um 0,2 Prozent schrumpfende Wirtschaftsleistung im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten. Der Abwärtstrend in der Industrie setzt sich zunächst fort: Bis zuletzt hat sich die Stimmung der Unternehmen eingetrübt, die Zahl der Neuaufträge ist mittlerweile jedoch stabiler als noch zuletzt. Unter dem Strich wird die Wertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe aber auch im dritten Quartal zurückgehen.Die Dienstleistungsbereiche tragen in der Summe dagegen positiv zum Wirtschaftswachstum bei. Während die Industrieflaute mehr und mehr auch die unternehmensnahen Dienstleister erfasst, profitieren die konsumnahen Dienstleister von der spürbar steigenden Kaufkraft der privaten Haushalte. Der Beschäftigungsaufbau hat sich zwar mittlerweile deutlich verlangsamt, insgesamt steigen die Arbeitseinkommen aber noch merklich, bei gleichzeitig relativ moderaten Preissteigerungen. Hinzu kommen kräftige finanzpolitische Impulse, die die verfügbaren Einkommen der Haushalte – und damit den privaten Konsum – ankurbeln.

Das nächste DIW Konjunkturbarometer erscheint am 30.10.2019.

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Was tun im IT-Notfall? Notfallkarte für kleine und mittlere Unternehmen

Dass man die Feuerwehr ruft, wenn es brennt, weiß schon jedes Kind. Aber was, wenn die IT stillsteht oder es zu einem Cyber-Angriff gekommen ist? Antworten enthält die neue IT-Notfallkarte des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik.

Was tun im IT-Notfall? Notfallkarte für kleine und mittlere Unternehmen

BSI, Pressemitteilung vom 26.09.2019

Dass man die Feuerwehr ruft, wenn es brennt, weiß schon jedes Kind. Aber was, wenn die IT stillsteht oder es zu einem Cyber-Angriff gekommen ist?

Antworten enthält die neue IT-Notfallkarte des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), die BSI-Präsident Arne Schönbohm und Martin Wansleben, Geschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), am 26.09.2019 im Rahmen des 29. Cyber-Sicherheitstages in Berlin vorgestellt haben.

Die Notfallkarte kann – wie es bei „Verhaltensregeln im Brandfall“ oder „Fluchtweg“ üblich ist – im Büro oder in der Werkhalle angebracht werden. Sie enthält eine individuelle Notfall-Rufnummer sowie effektive Handlungsanweisungen im Falle eines IT-Notfalls. Ebenfalls vorgestellt wurde die Landkarte der Cyber-Sicherheit, die Initiativen, Kammern und Verbände aufzeigt, die sich bundesweit für die Verbesserung der Cyber-Sicherheit engagieren und neben dem BSI Anlaufstellen für Unternehmen sind.

„Gerade der Mittelstand als Rückgrat unserer Wirtschaft und vielfacher Innovationstreiber ist im Visier von Cyber-Angreifern. Das kann Krankenhäuser genauso treffen wie Handwerksbetriebe, Autozulieferer oder Juweliere. Viele KMU benötigen Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen der Prävention, Detektion und Reaktion. Hier bieten wir mit der IT-Notfallkarte und der Landkarte der Cyber-Sicherheitsinitiativen Erste Hilfe und Orientierung“, so Arne Schönbohm, Präsident des BSI.

Die IT-Notfallkarte wird ergänzt durch einen Maßnahmenkatalog „Notfallmanagement“ und eine „TOP12“-Übersicht: Maßnahmen bei Cyber-Angriffen, die sich – nicht nur, aber insbesondere – an KMU richten. Das Service-Paket „IT-Notfall“ ist ein gemeinsames Produkt der Zusammenarbeit von BSI, DIHK, eco, VOICE, BKA, Initiative Wirtschaftsschutz, NIFIS und Charter of Trust. Die IT-Notfallkarte und die Landkarte der Cyber-Sicherheitsinitiativen stehen auf der Webseite des BSI unter www.allianz-fuer-cybersicherheit.de/ACS/IT-Notfallkarte zur Verfügung.

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Entscheidung der Europäischen Zentralbank stimuliert Konsumklima

Die Stimmung der Verbraucher zeigt auch im September kein einheitliches Bild. Auf der einen Seite legen Konjunkturerwartung und Anschaffungsneigung zu, während auf der anderen Seite die Einkommenserwartung Einbußen hinnehmen muss. Für Oktober prognostiziert GfK für das Konsumklima einen Anstieg gegenüber dem Vormonat um 0,2 Punkte auf 9,9 Zähler.

Entscheidung der Europäischen Zentralbank stimuliert Konsumklima

GfK, Pressemitteilung vom 26.09.2019

Die Stimmung der Verbraucher zeigt auch im September kein einheitliches Bild. Auf der einen Seite legen Konjunkturerwartung und Anschaffungsneigung zu, während auf der anderen Seite die Einkommenserwartung Einbußen hinnehmen muss. Für Oktober prognostiziert GfK für das Konsumklima einen Anstieg gegenüber dem Vormonat um 0,2 Punkte auf 9,9 Zähler.

Zusätzlich zu den bekannten Krisenherden wie globale Konjunkturschwäche, Handelskonflikte und Brexit-Diskussionen beeinflusst im September auch die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), ihre Geldpolitik noch weiter zu lockern, die Verbraucher. So profitiert die Anschaffungsneigung mit einem spürbaren Anstieg, während die Sparneigung deutlich abrutscht. Auch die Einkommenserwartung verliert etwas. Dagegen legt die Konjunkturerwartung wieder leicht zu.

Konjunkturaussichten erholen sich leicht

Die Konjunkturaussichten der Verbraucher erholen sich nach zwei Rückgängen in Folge leicht. Der Indikator Konjunkturerwartung gewinnt drei Punkte hinzu und weist damit -9,0 Zähler auf. Dennoch sehen die Verbraucher die deutsche Wirtschaft weiter klar im Abschwung. Dies belegt auch die Tatsache, dass im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres ein deutliches Minus von 33,6 Punkten zu Buche steht.

Nach wie vor ist das Risiko einer Rezession nach Einschätzung der Konsumenten nicht gebannt. Der Handelskonflikt mit den USA sowie die ungeklärte Frage, ob Großbritannien mit oder ohne Abkommen aus der EU austreten wird, betrifft vor allem die exportorientierten Unternehmen sowie deren Zulieferer, wird aber sicherlich auch auf die übrige Wirtschaft ausstrahlen.

Sollte die deutsche Wirtschaft nach dem Minus im zweiten Quartal auch in der Folgeperiode schrumpfen, wovon inzwischen viele Experten ausgehen, würde man von einer technischen Rezession sprechen.

Einkommenserwartung sinkt zum zweiten Mal in Folge

Nach den geringen Verlusten im Vormonat muss die Einkommenserwartung auch im September Einbußen hinnehmen. Der Indikator verliert 3,3 Zähler und weist nun 46,8 Punkte auf. Im Vorjahresvergleich ist das Minus nun auf acht Punkte angestiegen. Dennoch weist der Indikator nach wie vor ein überaus gutes Niveau auf.

Dieses gute Niveau auch künftig zu behaupten, wird in erster Linie von der weiteren Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt abhängen. Bislang zeigt er sich überaus stabil. Sollte sich die Beschäftigungssituation in den kommenden Monaten jedoch spürbar verschlechtern und die Arbeitslosigkeit wieder zunehmen, wird das den Einkommensindikator zusätzlich belasten und sein bislang gutes Niveau wäre nicht zu halten.

Anschaffungsneigung profitiert von EZB Entscheidung

Im Gegensatz zur Einkommenserwartung profitiert die Anschaffungsneigung von der jüngsten Entscheidung der EZB, die Geldpolitik noch weiter zu lockern. Der Indikator gewinnt gegenüber dem Vormonat 6,3 Zähler hinzu und klettert auf 55,1 Punkte.

Der Beschluss der EZB, den Zins für das Verwahren kurzfristig nicht benötigter Gelder der Geschäftsbanken von -0,4 auf -0,5 Prozent abzusenken sowie das Anleihekaufprogramm im Umfang von 20 Milliarden Euro monatlich wiederaufzunehmen, hat auf der einen Seite die Anschaffungsneigung klettern, auf der anderen Seite die Sparneigung auf den niedrigsten Stand seit April 2016 abrutschen lassen. Offenbar befürchten Konsumenten, dass die Geschäftsbanken künftig auch für Privatanleger einen Strafzins erheben könnten.

Konsumklima legt zu

Für Oktober zeigt das Konsumklima einen Wert von 9,9 Punkten und damit 0,2 Punkte mehr als im September. Damit kann das Konsumklima wieder zulegen. Vor allem der durch die EZB Entscheidung mit verursachte Anstieg der Anschaffungsneigung sowie der Einbruch bei der Sparneigung sorgen für diese positive Entwicklung. Somit bleiben die Voraussetzungen bestehen, dass die Binnennachfrage trotz der schwächelnden Weltkonjunktur eine wesentliche Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland bleiben kann. Ob dies nachhaltig ist, werden die kommenden Monate zeigen. Wenn der Arbeitsmarkt nicht stabil bleiben und ein spürbarer Anstieg der Arbeitslosigkeit drohen, würde das auch der Konsumkonjunktur einen deutlichen Dämpfer verpassen.

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Ruf des Mittelstands ist gerechtfertigt

Das IfM Bonn untersuchte unternehmerische Ziele von Familienunternehmen und nicht-mittelständischen Unternehmen. Familienunternehmer stufen ihre Unabhängigkeit, die sich aus der spezifischen Organisationsstruktur von mittelständischen Unternehmen ergibt, die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter, den Erhalt bzw. die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie ökologische Ziele häufiger als „sehr wichtige Unternehmensziele“ ein als Führungskräfte in nicht-mittelständischen Unternehmen.

Ruf des Mittelstands ist gerechtfertigt

IfM Bonn, Pressemitteilung vom 24.09.2019

IfM Bonn untersuchte unternehmerische Ziele von Familienunternehmen und nicht-mittelständischen Unternehmen

Familienunternehmer und -unternehmerinnen stufen ihre Unabhängigkeit, die sich aus der spezifischen Organisationsstruktur von mittelständischen Unternehmen ergibt, die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, den Erhalt bzw. die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie ökologische Ziele häufiger als „sehr wichtige Unternehmensziele“ ein als Führungskräfte in nicht-mittelständischen Unternehmen. Zugleich wirken sich persönliche Motive wie die Sicherung des eigenen Einkommens und Vermögens auf die unternehmerischen Ziele im Mittelstand aus. Dies ist das Ergebnis der Vergleichsstudie „Unternehmerische Zielsysteme: Unterscheiden sich mittelständische Unternehmen tatsächlich von anderen?“

„Der Vergleich zwischen Familienunternehmen und nicht-mittelständischen Unternehmen belegt, dass die Angehörigen des Mittelstands tatsächlich denjenigen Unternehmenszielen eine höhere Bedeutung zusprechen, die gemeinhin für sie als charakteristisch gelten. Ebenso ist auch das besondere Mittelstandsgefühl kein Mythos, sondern kommt durchaus beispielsweise im Rahmen der Unternehmensziele zum Ausdruck“, erklärt Prof. Dr. Friederike Welter (IfM Bonn/Universität Siegen).

Nach Definiton des IfM Bonn zählen zum Mittelstand alle Unternehmen, bei denen Eigentum und Leitung in der Hand von maximal zwei Personen liegen. Dies trifft auf die überwiegende Mehrzahl der kleinen und mittleren Familienunternehmen zu, sofern sie nicht in Abhängigkeit zu einem anderen Unternehmen stehen. Zugleich zählen auch Unternehmen mit über 500 Beschäftigten dazu, wenn die Familienangehörigen noch mindestens 50 % der Unternehmensanteile halten und aktiv in der Geschäftsführung tätig sind. Gleichwohl fühlen sich laut einer früheren Unternehmensbefragung des IfM Bonn besonders ältere Unternehmen auch dann noch „als mittelständisch“, wenn sie schon längst nicht mehr die Kriterien der IfM-Mittelstandsdefinition erfüllen.

„Der Mittelstand in Deutschland besitzt nicht nur einen hohen volkswirtschaftlichen Stellenwert, sondern ist auch gesellschaftlich von großer Bedeutung: So sehen sich die Familienunternehmer und Familienunternehmerinnen auch deutlich mehr in der Verantwortung, Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten als angestellte Manager und Managerinnen. Allerdings fällt es den Familienunternehmen aufgrund ihrer Eigentums- und Führungsstruktur auch leichter als den managergeführten Unternehmen, diesen Anspruch umzusetzen“, berichtet die Ökonomin. Bereits vor vier Jahren hatte eine Vergleichsstudie des IfM Bonn nachgewiesen, dass die großen Familienunternehmen im Gegensatz zu den großen nicht-mittelständischen Unternehmen und trotz Umsatzeinbußen im weltweiten Krisenjahr 2009 weitestgehend auf Personalabbau verzichteten. Hierdurch trugen sie entscheidend zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes in Deutschland bei.

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Digitalisierung sichert deutschen Handelsunternehmen die Zukunft

Der Handel in Deutschland sieht sich lt. Bitkom mit großen Herausforderungen konfrontiert – und die Digitalisierung ist eine der größten. Mehr als 7 von 10 deutschen Handelsunternehmen (73 Prozent) halten sich beim Thema Digitalisierung für Nachzügler und nur 23 Prozent für Vorreiter und Gestalter. 65 Prozent der Unternehmen geben an, die Digitalisierung sei generell eine große Herausforderung für sie – und 71 Prozent haben große Probleme, Mitarbeiter mit digitalen Fachkenntnissen zu finden.

Repräsentative Umfrage

Digitalisierung sichert deutschen Handelsunternehmen die Zukunft

Bitkom, Pressemitteilung vom 24.09.2019

  • 72 Prozent sehen die Digitalisierung als Chance
  • Neue Services etablieren sich jedoch nur langsam
  • 7 von 10 Händlern fällt es schwer, Mitarbeiter mit digitalen Fachkenntnissen zu finden

Ob neue Schuhe für den Herbst, das Lieblingsparfum oder ein Ersatzteil fürs Auto – viele Verbraucher bestellen im Internet oder fahren in große Einkaufszentren außerhalb der Städte. In den Fußgängerzonen klagen Einzelhändler dagegen über sinkende Kundenzahlen, Ladenflächen stehen leer. Der Handel in Deutschland sieht sich mit großen Herausforderungen konfrontiert – und die Digitalisierung ist eine der größten. Mehr als 7 von 10 deutschen Handelsunternehmen (73 Prozent) halten sich beim Thema Digitalisierung für Nachzügler und nur 23 Prozent für Vorreiter und Gestalter. 65 Prozent der Unternehmen geben an, die Digitalisierung sei generell eine große Herausforderung für sie – und 71 Prozent haben große Probleme, Mitarbeiter mit digitalen Fachkenntnissen zu finden. Das hat eine repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom von 504 stationär und online tätigen Groß- und Einzelhändlern in Deutschland ergeben. Demnach sehen trotz der wahrgenommenen Hindernisse immerhin 72 Prozent der Händler in der Digitalisierung grundsätzlich eine Chance für ihr Unternehmen.

„Die Digitalisierung verändert nicht nur die Handelslandschaft massiv, sie verändert auch die Bedürfnisse der Verbraucher. Jeder kann mit seinem Smartphone einkaufen was er will, wann er will und wo er will – und sich die Waren kostenlos nach Hause liefern lassen. Der Handel muss sich auf diese Bedürfnisse einstellen. Doch das gelingt noch nicht allen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Es geht nicht nur darum, neue Services anzubieten, sondern vor allem darum, dem Kunden den Einkauf auf möglichst vielen Kanälen zu ermöglichen. Die Grenzen zwischen Online und Offline verschwinden im Handel zusehends, E-Commerce, Mobile-Commerce und mittlerweile auch Voice-Commerce erweitern das traditionelle Geschäftsmodell. Das gilt für sämtliche Bereiche von Kleidung über Elektronik bis hin zu Lebensmitteln.“

Jedes vierte Unternehmen handelt ausschließlich offline

66 Prozent der Handelsunternehmen verkaufen ihre Produkte sowohl stationär als auch online. 25 Prozent verkaufen ausschließlich stationär und 6 Prozent ausschließlich im Internet. Diejenigen Händler, die auch online verkaufen, erzielen damit erhebliche Umsätze: So geben 4 von 10 Unternehmen (41 Prozent) an, 30 bis 50 Prozent des Gesamtumsatzes stamme aus dem Internetgeschäft, 37 Prozent generieren so 10 bis 30 Prozent ihres Umsatzes und immerhin 8 Prozent der befragten Unternehmen erwirtschaften mehr als die Hälfte ihres Umsatzes online. „Wer nicht online ist, verpasst nicht nur den Anschluss – er verzichtet auch auf zusätzliche Einnahmen“, sagt Berg. Fast jedes Handelsunternehmen hat heute eine eigene Website (98 Prozent). Jedes dritte (35 Prozent) macht bei Verkaufsplattformen wie Amazon oder eBay auf sich aufmerksam, jedes vierte (26 Prozent) hat eine Präsenz in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder Twitter. 13 Prozent verfügen über einen Eintrag auf Bewertungsplattformen, mit Influencern arbeiten dagegen nur sehr wenige Händler (1 Prozent) zusammen.

Schneller Versand wird zum Standard

Bei den digitalen Services im Online-Handel ist vor allem der schnelle Versand weit verbreitet: Mehr als jedes zweite Handelsunternehmen (56 Prozent), das im Netz Geschäfte macht, bietet einen Versand am gleichen Tag an, 17 Prozent sogar innerhalb einer oder zwei Stunden. Click & Collect, also das Abholen einer Online-Bestellung in einer Filiale, ist bei 53 Prozent der Händler verfügbar. Um den Kunden ein möglichst genaues Bild der Produkte zu vermitteln, setzt jeder Zehnte (12 Prozent) auf Bilder und Bewertungen anderer Käufer. 7 Prozent tun dies bereits mit Hilfe von Augmented Reality oder Big Data. Jeder fünfte Händler (19 Prozent) gibt an, den Einsatz dieser Technologien in der nächsten Zeit zu planen oder zumindest intern zu diskutieren. „Etwa im Bereich von Kleidung können Augmented Reality oder Big Data hilfreich sein. Individuelle und vor allem smarte Größenberatung auf Basis Tausender Datensätze ist genauer als nur ein einziges Kleidermaß. Je exakter und realitätsgetreuer ein Kunde online einkaufen kann, desto geringer fällt auch das Risiko einer Rücksendung aus“, betont Bitkom-Präsident Achim Berg.

7 von 10 Geschäften bieten den Kunden WLAN

Im stationären Einzelhandel ist das bargeldlose Bezahlen mit Karte mit 98 Prozent fast überall möglich. 7 von 10 Geschäften (70 Prozent) bieten außerdem WLAN für die Kunden an. 22 Prozent haben eine App mit einem Bonusprogramm, weitere 20 Prozent informieren über Tablet-PCs in ihrem Laden über Produkte und Sonderangebote. Kaum verbreitet sind hingegen Virtual-Reality-Brillen (1 Prozent). Allerdings planen oder diskutieren 4 Prozent deren Anschaffung, 3 Prozent der stationären Händler denken außerdem über die Einführung von Service-Robotern nach.

45 Prozent der Unternehmen investieren 2019 mehr in Digitalisierung

Online wie offline wollen viele Handelsunternehmen außerdem weiter in die Digitalisierung investieren: 19 Prozent sagen, die Investitionen in diesem Bereich werden 2019 im Vergleich zu 2018 stark zunehmen. 26 Prozent sagen, die Investitionen nehmen eher zu. Nur 8 Prozent investieren weniger, bei 42 Prozent bleibt die Summe 2019 gleich hoch wie im Vorjahr. „Umso mehr Wege die Händler nutzen, ihre Kunden anzusprechen und umso bessere Services sie anbieten, desto eher können sie auf dem umkämpften Markt bestehen – das gilt für den Online-Handel ebenso wie für Ladengeschäfte“, sagt Berg. So sind auch 62 Prozent aller befragten Händler der Meinung, der Handel in den Innenstädten müsse sich neu erfinden. 81 Prozent sind sich sicher, dass On- und Offline-Handel miteinander verschmelzen werden. 86 Prozent befürchten jedoch auch, dass die Digitalisierung insgesamt das Händlersterben beschleunigen wird. „Umso wichtiger ist nun, dass die Unternehmen kreativ werden und auf die veränderten Kundenbedürfnisse reagieren“, so Berg.

Handel sucht Fachkräfte mit Digitalkompetenz

Viele Unternehmen wollen für die Digitalisierung neue Mitarbeiter einstellen. 28 Prozent wollen ihren IT-Bereich in den kommenden fünf Jahren personell aufstocken, 21 Prozent stellen im Verkauf und 10 Prozent im Bereich Logistik neu ein. In der Verwaltung sind am ehesten Einschnitte zu erwarten: 19 Prozent der Unternehmen sagen, hier bis 2024 Mitarbeiter entlassen zu wollen. Berg: „Der Handel benötigt dringend qualifizierte Fachkräfte in vielen Bereichen. Dabei ist umso wichtiger, dass in Aus- und Weiterbildung auch Digitalkompetenzen vermittelt werden.“ Der Bedarf ist groß: 71 Prozent der Unternehmen sagen, sie hätten große Probleme, Mitarbeiter mit digitalen Fachkenntnissen zu finden – dieses wird als noch größere Herausforderung wahrgenommen als die Digitalisierung an sich (65 Prozent). Schwierigkeiten bereiten ebenfalls die Suche nach Fachkräften und Mitarbeitern mit nicht-digitalen Kompetenzen (59 Prozent), die steigenden Ausgaben für die Miete (53 Prozent) oder die Konkurrenz durch andere Wettbewerber (29 Prozent).

Abschreckend wirken für viele die Datenschutzvorgaben. 98 Prozent sagen, der Aufwand hierfür sei der größte Nachteil, den die Digitalisierung mit sich bringe. „Vor allem kleinere und mittlere Unternehmen tun sich mit den Datenschutzvorgaben insbesondere durch die DS-GVO schwer. Hier sind noch Nachbesserungen nötig, damit Entwicklung und Innovation zwar mit dem Schutz personenbezogener Daten im Einklang stehen, von diesem jedoch nicht ausgebremst werden“, betont Berg. 86 Prozent der Unternehmen bemängeln außerdem hohe Investitionskosten, 64 Prozent befürchten den Verlust des persönlichen Kontakts zum Kunden.

Die Kasse ist ein Auslaufmodell

In die Zukunft schaut der Handel jedoch insgesamt optimistisch, und er sieht zahlreiche Innovationen kommen: So glauben 19 Prozent, dass im Jahr 2030 Verkaufsroboter durch Geschäfte führen werden. 39 Prozent halten dann Warenlieferungen per Drohne für verbreitet und jeder Zweite (50 Prozent) geht davon aus, dass Geschäfte 24 Stunden am Tag, sieben Tage pro Woche geöffnet haben. Fast 8 von 10 Händlern (77 Prozent) sehen den Abschied von der Kasse gekommen: Sie gehen davon aus, dass das Bezahlen in vielen Geschäften automatisch abläuft. „Die Händler sehen, dass ihnen die Digitalisierung enorme Chancen bietet“, bilanziert Berg. „Digitale Technologien und Lösungen gibt es nicht nur für den E-Commerce – sie können auch klassische, traditionelle Geschäfte beleben und ihnen den Weg in eine erfolgreiche Zukunft ebnen.“

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Deutsche Wirtschaft tritt auf der Stelle – Wachstumsschwäche auf Dauer?

In diesem Jahr wird das reale Bruttoinlandsprodukt voraussichtlich nur um 0,5 Prozent zulegen – das sind 0,9 Prozent weniger als noch im Frühjahr prognostiziert. Für 2020 rechnet das IW Köln mit einer Wachstumsrate von 0,8 Prozent. Grund für das schwache Wachstum sind die zahlreichen Konflikte und Unsicherheiten

Konjunktur

Deutsche Wirtschaft tritt auf der Stelle – Wachstumsschwäche auf Dauer?

IW Köln, Pressemitteilung vom 24.09.2019

Die protektionistische Handelspolitik der USA, der Brexit und der eskalierende Handelskrieg der Amerikaner mit China belasten die Konjunktur in Deutschland immer stärker. Noch aber verhindert der starke private Konsum eine Rezession.

In diesem Jahr wird das reale Bruttoinlandsprodukt voraussichtlich nur um 0,5 Prozent zulegen – das sind 0,9 Prozent weniger als noch im Frühjahr prognostiziert. Für 2020 rechnet das IW mit einer Wachstumsrate von 0,8 Prozent. Grund für das schwache Wachstum sind die zahlreichen Konflikte und Unsicherheiten, die die Weltwirtschaft bremsen – vom Handelsstreit zwischen den USA und China über die schwierige politische Lage im Nahen Osten bis hin zum drohenden Brexit.

Besonders hart trifft es die exportorientierte Industrie: Im gesamten Jahr 2019 dürfte ihre reale Wertschöpfung um mindestens 3 Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr. Die deutschen Exporte werden 2019 preisbereinigt nur um 0,5 Prozent zulegen und im kommenden Jahr sogar leicht schrumpfen.

Nahezu kompensiert wird die Industrierezession durch das Dienstleistungsgewerbe und den Bausektor. Hinzu kommt der private Konsum, der in diesem Jahr preisbereinigt um 1,5 Prozent und im kommenden Jahr immerhin um gut 1 Prozent steigen wird. Allerdings hat sich das Konsumklima bereits merklich abgekühlt, die Sorgen um den Arbeitsmarkt nehmen zu: Der für das Jahr 2020 erwartete Beschäftigungszuwachs von 0,4 Prozent wäre der schwächste seit 2010. Noch bleibt die Arbeitslosenquote aber auf dem aktuellen Niveau von etwa 5 Prozent.

IW-Direktor Michael Hüther ist überzeugt, dass der private Konsum die größte Konjunkturstütze bleiben wird: „Die Konsumenten sind weiterhin positiv gestimmt -begünstigt durch die Einkommensentwicklung, die ausgabefreudige Fiskalpolitik, die günstigen Finanzierungsbedingungen und die moderate Inflation.“ Die eigentliche Sorge richte sich aber – so Hüther – darauf, „dass die Konjunkturverlangsamung sich angesichts struktureller Belastungen (Handelspolitik, Strategieunsicherheit in der digitalen Transformation Wirtschaftspolitik der Belastungen) als Einstieg in eine länger anhaltende Wachstumsschwäche erweisen könnte

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ifo Geschäftsklima leicht erholt

Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich leicht verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im September von 94,3 auf 94,6 Punkte gestiegen. Der Anstieg war einer besseren Einschätzung der aktuellen Lage geschuldet. Der Ausblick auf die kommenden Monate verschlechterte sich jedoch erneut. Der Abschwung macht eine Pause.

ifo Geschäftsklima leicht erholt

ifo Institut, Pressemitteilung vom 24.09.2019

Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich leicht verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im September von 94,3 auf 94,6 Punkte gestiegen. Der Anstieg war einer besseren Einschätzung der aktuellen Lage geschuldet. Der Ausblick auf die kommenden Monate verschlechterte sich jedoch erneut. Der Abschwung macht eine Pause.Im Verarbeitenden Gewerbe kennt das Geschäftsklima nur eine Richtung: abwärts. Die Unternehmen waren erneut weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Ihre Erwartungen für die kommenden Monate blieben pessimistisch. Die aktuelle Nachfrageentwicklung und die Produktionspläne versprechen keine Besserung in den kommenden Monaten.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima nach dem Rückschlag im Vormonat deutlich erholt. Die Dienstleister waren merklich zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Auch der Ausblick auf das kommende halbe Jahr hellte sich wieder auf.

Im Handel hat das Geschäftsklima erneut nachgegeben. Die aktuelle Lage wurde von den Händlern etwas weniger gut eingeschätzt. Zudem erwarten sie eine weitere Verschlechterung der Geschäfte in den nächsten Monaten.

Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindikator gestiegen. Dies war auf optimistischere Erwartungen der Baufirmen zurückzuführen. Die Unternehmen schätzten ihre Lage immer noch sehr gut ein, aber nicht mehr ganz so gut wie im Vormonat.

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Erzeugerpreise August 2019: +0,3 % gegenüber August 2018

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im August 2019 um 0,3 % höher als im August 2018. Im Juli 2019 hatte die Jahresveränderungsrate bei +1,1 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sanken die Erzeugerpreise gegenüber dem Vormonat um 0,5 %.

Erzeugerpreise August 2019: +0,3 % gegenüber August 2018

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 20.09.2019

Erzeugerpreise gewerblicher Produkte, August 2019

  • -0,5 % zum Vormonat
  • +0,3 % zum Vorjahresmonat

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im August 2019 um 0,3 % höher als im August 2018. Im Juli 2019 hatte die Jahresveränderungsrate bei +1,1 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, sanken die Erzeugerpreise gegenüber dem Vormonat um 0,5 %.

Den größten Einfluss auf die Entwicklung der Erzeugerpreise insgesamt hatte im August 2019 die Preisentwicklung bei elektrischem Strom. Strom war 6,0 % teurer als im August 2018 (-1,1 % gegenüber Juli 2019). Energie insgesamt war 0,3 % billiger als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vormonat Juli 2019 sanken die Energiepreise um 1,6 %.

Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise 0,6 % höher als im August 2018. Gegenüber Juli 2019 blieben sie unverändert.

Verbrauchsgüter waren im August 2019 um 1,7 % teurer als im August 2018. Gegenüber dem Vormonat Juli 2019 stiegen diese Preise geringfügig um 0,1 %. Nahrungsmittel waren 2,2 % teurer als im Vorjahresmonat. Den höchsten Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat wiesen auch im August 2019 Schweinefleisch (+17,6 %) und verarbeitete Kartoffeln (+16 %) auf. Billiger als im August 2018 waren insbesondere Butter (-32,9 %) und Zucker (-14,8 %). Kaffee kostete 6,5 % weniger als ein Jahr zuvor.

Die Preise für Investitionsgüter lagen im August 2019 um 1,5 % höher als ein Jahr zuvor, Gebrauchsgüter waren 1,3 % teurer (beide +0,1 % gegenüber Juli 2019).

Vorleistungsgüter waren im August 2019 um 0,9 % billiger als im August 2018. Gegenüber dem Vormonat Juli 2019 sanken diese Preise um 0,2 %. Billiger als ein Jahr zuvor waren vor allem elektronische integrierte Schaltungen (-13,7 %) und metallische Sekundärrohstoffe (-13,6 %). Metalle kosteten 2,6 % weniger, Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen 5,1 % weniger. Einen überdurchschnittlich hohen Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat wiesen unter anderem Edelmetalle und Halbzeug daraus (+22,7 %) sowie Erzeugnisse aus Beton, Zement und Gips (+4,7 %) auf.

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