Importpreise im Februar 2019: +1,6 % gegenüber Februar 2018

Die Importpreise waren im Februar 2019 um 1,6 % höher als im Februar 2018. Im Januar 2019 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei +0,8 % gelegen, im Dezember 2018 bei +1,6 %. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stiegen die Importpreise im Februar 2019 gegenüber Januar 2019 um 0,3 %.

Importpreise im Februar 2019: +1,6 % gegenüber Februar 2018

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 29.03.2019

Importpreise, Februar 2019

  • +0,3 % zum Vormonat
  • +1,6 % zum Vorjahresmonat

Exportpreise, Februar 2019

  • +0,1 % zum Vormonat
  • +1,3 % zum Vorjahresmonat

Die Importpreise waren im Februar 2019 um 1,6 % höher als im Februar 2018. Im Januar 2019 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei +0,8 % gelegen, im Dezember 2018 bei +1,6 %. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stiegen die Importpreise im Februar 2019 gegenüber Januar 2019 um 0,3 %.

Der Anstieg der Importpreise gegenüber Februar 2018 war vor allem durch die Entwicklung der Importpreise für Energie beeinflusst. Sie lagen im Durchschnitt um 7,5 % über dem Stand des Vorjahresmonats (+0,8 % gegenüber dem Vormonat). Den größten Einfluss auf die Teuerungsrate für Energie hatte Erdgas mit einem Plus von 9,8 %. Die Preise für Mineralölerzeugnisse lagen um 9,4 % und die von Erdöl um 5,6 % über denen von Februar 2018. Der Importpreisindex ohne Energie war im Februar 2019 um 0,9 % höher als im Februar 2018 (+0,2 % gegenüber Januar 2019). Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex um 1,2 % über dem Stand des Vorjahres (-0,2 % gegenüber Januar 2019).

Auch die Entwicklung der Importpreise für Konsumgüter (Gebrauchs- und Verbrauchsgüter) trug wesentlich zum Anstieg des Importpreisindex gegenüber dem Vorjahr bei. Sie lagen im Durchschnitt um 1,5 % über dem Stand des Vorjahresmonats (+0,2 % gegenüber dem Vormonat). Verbrauchsgüter waren im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 % teurer. Die Importpreise für Gebrauchsgüter stiegen im Durchschnitt um 1,2 %.

Die Preise für importierte Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) erhöhten sich im Februar 2019 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,8 %. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise leicht um 0,1 %. Im Vergleich zu Februar 2018 verteuerten sich insbesondere Eisenerze (+18,4 %), Edelmetalle und Halbzeug daraus (+10,9 %) sowie Holz- und Zellstoff (+9,5 %). Dagegen lagen unter anderem die Preise für elektronische Bauelemente (-5,4 %) unter dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die Preise für importierte Investitionsgüter waren im Februar 2019 um 0,6 % höher als im Februar 2018 und stiegen gegenüber dem Vormonat leicht um 0,1 %. Während Maschinen (+1,7 %) sowie Kraftwagen und deren Teile (+1,6 %) teurer waren, wurden Smartphones (-10,8 %) sowie Speichereinheiten und andere Datenspeicher (-4,2 %) günstiger importiert als im Februar 2018.

Importierte landwirtschaftliche Güter waren im Durchschnitt um 0,6 % teurer als im Februar 2018 (+0,2 % gegenüber dem Vormonat). Während sich Kartoffeln (+14,8 %) und Getreide (+8,6 %) verteuerten, wurden Eier (-22,2 %) und Rohkaffee (-6,5 %) zu niedrigeren Preisen importiert.

Der Index der Exportpreise lag im Februar 2019 um 1,3 % über dem Stand von Februar 2018. Im Januar 2019 hatte die Jahresveränderungsrate bei +1,1 % und im Dezember 2018 bei +1,3 % gelegen. Gegenüber dem Vormonat Januar 2019 stiegen die Exportpreise im Durchschnitt leicht um 0,1 %.

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2,2 % weniger Gründungen größerer Betriebe im Jahr 2018

Im Jahr 2018 wurden knapp 122.700 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt nach Auswertung der Gewerbemeldungen mitteilt, waren das 2,2 % weniger als im Jahr 2017.

2,2 % weniger Gründungen größerer Betriebe im Jahr 2018

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 28.03.2019

Im Jahr 2018 wurden knapp 122.700 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt nach Auswertung der Gewerbemeldungen weiter mitteilt, waren das 2,2 % weniger als im Jahr 2017.Die Zahl neu gegründeter Kleinunternehmen lag im Jahr 2018 mit fast 169.100 um 3,4 % unter dem Vorjahreswert. Dagegen stieg die Zahl der Gründungen von Nebenerwerbsbetrieben leicht um 0,6 % auf rund 250.700.Insgesamt verringerte sich die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen im Jahr 2018 auf rund 668.700, das waren 1,2 % weniger als im Jahr 2017. Gewerbeanmeldungen müssen nicht nur bei Neugründung eines Gewerbebetriebes erfolgen, sondern auch bei Betriebsübernahme (zum Beispiel Kauf oder Gesellschaftereintritt), Umwandlung (zum Beispiel Verschmelzung oder Ausgliederung) oder Zuzug aus einem anderen Meldebezirk.

Rund 102.600 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung gaben im Jahr 2018 ihr Gewerbe vollständig auf. Das waren 1,7 % weniger als im Jahr 2017. Die Zahl der im Jahr 2018 aufgegebenen Kleinunternehmen sank um 2,6 % auf knapp 217.400. Gestiegen ist dagegen die Zahl der Aufgaben von Nebenerwerbsbetrieben, und zwar um 4,2 % auf rund 192.800.

Insgesamt lag die Zahl der Gewerbeabmeldungen bei den Gewerbeämtern mit rund 636.200 um 0,2 % unter dem Vorjahreswert. Bei dieser Gesamtzahl handelt es sich nicht nur um Gewerbeaufgaben, sondern auch um Betriebsübergaben (zum Beispiel Verkauf oder Gesellschafteraustritt), Umwandlungen oder Fortzüge in einen anderen Meldebezirk.

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Welthandel deutlich zurückgegangen

Der Containerumschlag-Index des RWI Essen und des ISL ist nach der aktuellen Schnellschätzung im Februar auf 133,9 gefallen. Im Januar lag er noch bei 138,2 (revidiert). Dies ist der viertstärkste bisher beobachtete monatliche Rückgang.

RWI/ISL-Containerumschlag-Index Februar 2019

Welthandel deutlich zurückgegangen

RWI Essen, Pressemitteilung vom 26.03.2019

Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) ist nach der aktuellen Schnellschätzung im Februar auf 133,9 gefallen. Im Januar lag er noch bei 138,2 (revidiert). Dies ist der viertstärkste bisher beobachtete monatliche Rückgang. Besonders kräftig gesunken ist der Umschlag in den chinesischen Häfen. Allerdings war die Entwicklung dort durch das chinesische Neujahrsfest beeinflusst. Dieses wird zwar prinzipiell bei der Berechnung des Index berücksichtigt, jedoch ist die Schätzung des Einflusses mit erhöhter Unsicherheit verbunden.

In den Index gehen die vom ISL im Rahmen seiner Marktbeobachtung fortlaufend erhobenen Angaben zum Containerumschlag in 83 internationalen Häfen ein, auf die rund 60 Prozent des weltweiten Containerumschlags entfallen. Da der internationale Handel im Wesentlichen per Seeschiff abgewickelt wird, lassen die Containerumschläge zuverlässige Rückschlüsse auf den Welthandel zu. Weil viele Häfen bereits zwei Wochen nach Ablauf eines Monats über ihre Aktivitäten berichten, ist der RWI/ISL-Containerumschlag-Index ein zuverlässiger Frühindikator der Entwicklung des internationalen Handels mit verarbeiteten Waren und damit auch der weltwirtschaftlichen Aktivität.

Die Schnellschätzung für Februar stützt sich auf Angaben von 41 Häfen, die etwa 72 % des im Index abgebildeten Umschlags tätigen. Die Abwärts-Revision des Januar-Wertes um 0,6 Punkte ergibt sich aus einer Neuschätzung des Saisoneinflusses.

Der RWI/ISL Containerumschlag-Index für März 2019 wird am 26. April 2019 veröffentlicht.

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ifo Beschäftigungsbarometer sinkt merklich

Die deutschen Unternehmen lassen beim Personalaufbau mehr und mehr Vorsicht walten. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im März auf 101,6 Punkte gefallen, nach 102,9 Punkten im Februar. Dieser niedrige Wert wurde zuletzt im März 2017 beobachtet. Der Beschäftigungsaufbau in der deutschen Wirtschaft wird sich weiter verlangsamen.

ifo Beschäftigungsbarometer sinkt merklich

ifo Institut, Pressemitteilung vom 26.03.2019

Die deutschen Unternehmen lassen beim Personalaufbau mehr und mehr Vorsicht walten. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im März auf 101,6 Punkte gefallen, nach 102,9 Punkten im Februar. Dieser niedrige Wert wurde zuletzt im März 2017 beobachtet. Der Beschäftigungsaufbau in der deutschen Wirtschaft wird sich weiter verlangsamen.

Im Verarbeitenden Gewerbe sank das Beschäftigungsbarometer erstmals seit Juli 2016 wieder in den negativen Bereich. Die deutliche Konjunkturabkühlung in der Industrie macht sich auch bei der Mitarbeitsuche bemerkbar. Im Bauhauptgewerbe gab das Barometer leicht nach. Die boomende Baukonjunktur verlangt aber weiter nach neuen Mitarbeitern. Auch im Dienstleistungssektor wird das Personal weiter aufgestockt, wenn auch weniger stark als zuletzt. Einzig im Handel stieg das Beschäftigungsbarometer. Insbesondere im Großhandel wird verstärkt eingestellt.

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Kleiner Dämpfer für das Konsumklima

Die Stimmung der Verbraucher zeigt im März 2019 insgesamt ein etwas ausgewogeneres Bild als im Vormonat. Die Konjunkturerwartung legt wieder zu. Dagegen verlieren sowohl die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung etwas. Für April prognostiziert GfK für das Konsumklima einen Wert von 10,4 Punkten nach revidiert 10,7 Punkte im März.

Kleiner Dämpfer für das Konsumklima

GfK, Pressemitteilung vom 26.03.2019

Die Stimmung der Verbraucher zeigt im März 2019 insgesamt ein etwas ausgewogeneres Bild als im Vormonat. Die Konjunkturerwartung legt wieder zu. Dagegen verlieren sowohl die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung etwas. Für April prognostiziert GfK für das Konsumklima einen Wert von 10,4 Punkten nach revidiert 10,7 Punkte im März.Der Absturz der Konjunkturerwartung ist mit dem aktuellen Anstieg – zumindest für den Moment – gestoppt. Zudem schließt sich die Schere zwischen dem Konjunkturindikator und der Einkommenserwartung wieder etwas. Denn Letztere muss etwas von ihrem sehr guten Niveau abgeben. Ähnlich geht es der Anschaffungsneigung, die ebenfalls Einbußen hinnehmen muss. Folglich erleidet das Konsumklima nach einem zufriedenstellenden Start in das Jahr 2019 einen kleinen Dämpfer.

Konjunkturerwartung setzt Talfahrt nicht weiter fort

Der Fall der Konjunkturerwartung ist im März – zumindest vorläufig – zum Stillstand gekommen. Der Indikator gewinnt sieben Zähler hinzu und steigt damit auf 11,2 Punkte. Zuvor war er fünf Mal in Folge gesunken. Ob dies bereits der Beginn einer Trendwende ist, werden die kommenden Monate zeigen. Insgesamt hat die Konjunkturstimmung in den letzten 12 Monaten knapp 35 Punkte verloren.

Die Verbraucher gehen zwar nicht davon aus, dass Deutschland in diesem Jahr in eine Rezession schlittert, sie sehen aber auch eine spürbare Abkühlung der Konjunktur. Bestätigt werden sie durch die kürzlich veröffentlichte Prognose des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR). Denn die sog. „Fünf Weisen“ haben ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr von ursprünglich 1,7 auf nur noch 0,8 Prozent herabgesetzt. Sie gehen aber nur von einer vorübergehenden Schwächephase aus, denn für das kommende Jahr prognostizieren sie wieder ein Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent (Quelle: www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de ).

Dabei ist der Abschwung weniger hausgemacht als vielmehr außenwirtschaftlich begründet. Sowohl die Hängepartie um Termin und Art des Austritts Großbritanniens aus der EU als auch der schwelende Handelskonflikt der EU mit den USA sorgen offenbar für wachsende Verunsicherung bei den Verbrauchern. Handelshemmnisse, wie zum Beispiel steigende Zölle, führen gerade für die Exportnation Deutschland zu einer Belastung.

Einkommenserwartung geht etwas zurück

Im Gegensatz zu den Konjunkturaussichten erleidet die Einkommenserwartung in diesem Monat Einbußen. Nach einem Minus von 4,1 Zählern liegt die Einkommensstimmung bei 55,9 Punkten. Nach wie vor weist der Indikator ein überaus hohes Niveau auf. Auch im Vergleich zum Vorjahr ist immer noch ein kleines Plus zu verzeichnen (+1,0 Punkte). Damit hat sich die Differenz zwischen Konjunktur- und Einkommenserwartung innerhalb eines Monats um mehr als zehn Punkte verringert.

Trotz der aktuellen Verluste kann der Einkommensindikator seine exzellente Position behaupten. Vor allem die anhaltend gute Verfassung des deutschen Arbeitsmarktes sorgt für eine optimistische Einkommensstimmung. Die Erwerbstätigkeit nimmt weiter zu und sorgt mit dafür, dass auch die Löhne und Gehälter spürbar steigen. Davon wiederum profitieren auch die Rentner, deren Altersbezüge an die Lohnentwicklung in Deutschland gekoppelt sind.

Anschaffungsneigung im Sog der Einkommensaussichten

Im Sog der sinkenden Einkommenserwartung muss auch die Anschaffungsneigung im März Einbußen hinnehmen. Nach einem Minus von 3,4 Zählern weist der Indikator 50,2 Punkte auf. Dies ist der niedrigste Wert seit mehr als zwei Jahren. Im Dezember 2016 wurde mit 48 Punkten zuletzt ein schwächerer Wert gemessen.

Trotz der Verluste bleibt die Konsumlaune der Bundesbürger ausgesprochen gut. Die stabile Lage auf dem Arbeitsmarkt mit einer weiter steigenden Erwerbstätigkeit sorgt dafür, dass die Verbraucher auch künftig bereit sein werden, ihr Geld auszugeben – zumal das Sparen aufgrund der Niedrigzinsphase keine attraktive Alternative ist.

Konsumklima nach stabilem Start in 2019 mit erstem Dämpfer

Da die für das Konsumklima zentralen Indikatoren – Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung – aktuell Verluste hinnehmen müssen, zeigt das Konsumklima für April einen Rückgang gegenüber dem Vormonat von 0,3 auf 10,4 Punkte. Damit hat der erfreuliche Start des Indikators ins Jahr 2019 einen ersten Dämpfer erhalten.

Dennoch ist davon auszugehen, dass der Konsum in diesem Jahr eine wichtige Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland sein wird. Dies setzt allerdings voraus, dass die Verunsicherung, die durch Brexit und Handelskonflikt entstanden ist, nicht weiter zunimmt. Vor allem sollte ein Übergriff dieser Verunsicherung auf Arbeitsmarktaussichten vermieden werden. Denn wenn die Arbeitnehmer den Eindruck gewinnen, dass ihr Job nicht mehr ganz so sicher ist wie bisher, werden sie auch im Hinblick auf ihre Ausgaben vorsichtiger. In diesem Falle würde das Konsumklima sicherlich belastet werden und die zu Jahresbeginn vorgenommene Prognose von 1,5 Prozent wäre nicht zu halten.

Die nächste Pressemitteilung zum GfK Konsumklima erscheint voraussichtlich am 30. April 2019.

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Exporterwartungen brechen ein

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich lt. ifo Institut merklich verschlechtert. Die ifo Exporterwartungen der Industrie sind im März auf 1,4 Saldenpunkte gefallen, von 7,2 Saldenpunkten im Februar. Dies ist der niedrigste Wert seit Oktober 2012. Die abkühlende Weltkonjunktur macht der deutschen Exportindustrie zu schaffen.

Exporterwartungen brechen ein

ifo Institut, Pressemitteilung vom 26.03.2019

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich merklich verschlechtert. Die ifo Exporterwartungen der Industrie sind im März auf 1,4 Saldenpunkte gefallen, von 7,2 Saldenpunkten im Februar. Dies ist der niedrigste Wert seit Oktober 2012. Die abkühlende Weltkonjunktur macht der deutschen Exportindustrie zu schaffen.

Nach der Zurückhaltung im Vormonat sind die Exporterwartungen in der Automobilindustrie eingebrochen. Es werden Exportrückgänge erwartet. Ähnliches gilt für die Metallindustrie. Im Maschinenbau werden keine Zuwächse mehr beim Export erwartet, aber auch keine Rückgänge. Weiterhin gut aufgestellt im Auslandsgeschäft ist die chemische Industrie. Sie sieht weiteren Aufträgen entgegen. Zuwächse erwartet auch die Elektroindustrie.

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Reallohnindex im Jahr 2018 um 1,3 % gestiegen

Der Reallohnindex in Deutschland ist im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lagen die Nominallöhne im Jahr 2018 um rund 3,1 % über dem Vorjahreswert. Das ist der höchste Anstieg seit 2011.

Reallohnindex im Jahr 2018 um 1,3 % gestiegen

Höchster Anstieg der Nominallöhne seit 2011

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 22.03.2019

Der Reallohnindex in Deutschland ist im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt nach endgültigen Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung weiter mitteilt, lagen die Nominallöhne im Jahr 2018 um rund 3,1 % über dem Vorjahreswert. Das ist der höchste Anstieg seit 2011. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im selben Zeitraum um 1,8 %.

Im 4. Quartal 2018 ergab sich im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal für den Reallohnindex ein Wachstum von 1,4 % bei einem Nominallohnzuwachs von 3,3 % und einem Anstieg der Verbraucherpreise um 2,0 %. Für die Berechnung des Reallohnindex wurden die neu auf Basis 2015 = 100 publizierten Werte des Verbraucherpreisindex verwendet. Daher kommt es zu Revisionen in der Zeitreihe.

Vollzeitbeschäftigte verdienen durchschnittlich 51.331 Euro brutto im Jahr

Während die Verdienste im früheren Bundesgebiet im Jahr 2018 nominal um 3,0 % stiegen, hatten Beschäftigte in den neuen Ländern einen nominalen Lohnzuwachs von 3,6 %. Der durchschnittliche Bruttojahresverdienst einschließlich Sonderzahlungen lag bei vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im früheren Bundesgebiet im Jahr 2018 bei 53.054 Euro, Vollzeitbeschäftigte in den neuen Bundesländern verdienten im Durchschnitt 40.334 Euro. Für Deutschland lag der entsprechende Wert bei 51.331 Euro.

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Fachkräfteengpässe – trotz schwächerer Konjunktur

Während sich die Geschäftserwartungen der deutschen Unternehmen eintrüben, haben dem aktuellen DIHK-Arbeitsmarktreport zufolge Fachkräfteengpässe nochmals leicht zugenommen. Um gegenzusteuern, schlägt der DIHK vor, die berufliche Bildung zu stärken, die Menschen auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorzubereiten und die Zuwanderung – auch aus Nicht-EU-Ländern – zu erleichtern.

Fachkräfteengpässe – trotz schwächerer Konjunktur

DIHK, Mitteilung vom 21.03.2019

Die Fachkräfteengpässe haben nochmals leicht zugenommen – so das Ergebnis des aktuellen DIHK-Arbeitsmarktreports. Fast die Hälfte der Unternehmen kann offene Stellen längerfristig nicht besetzen, weil sie keine passenden Arbeitskräfte finden. Diese Schwierigkeiten stabilisieren sich auf hohem Niveau.

Stellenbesetzung weiter schwierig

Während sich die Geschäftserwartungen der Unternehmen eintrüben, ist die Fachkräftenachfrage weiterhin hoch. Die Probleme bei der Stellenbesetzung haben im Vergleich zum Vorjahr sogar noch einmal leicht zugenommen – trotz Konjunkturabkühlung. Am stärksten ist dieses Plus bei Großunternehmen zu beobachten.

Bemerkenswert, denn bei Bewerbern gelten sie vielfach als attraktive Arbeitgeber. Außerdem verfügen sie in der Regel über mehr Ressourcen für die Personalgewinnung als kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Das ist ein Zeichen für steigende Engpässe insgesamt.

Beruflich Qualifizierte besonders gesucht

Kandidaten mit dualer Ausbildung sind besonders gesucht. 49 Prozent der Unternehmen mit aktuellen Stellenbesetzungsschwierigkeiten können solche Vakanzen nicht besetzen. 38 Prozent suchen erfolglos Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem Weiterbildungsabschluss. Bei Hochschulabsolventen sind es 33 Prozent. Noch ist die Arbeitslosigkeit der beruflich Ausgebildeten mit einer Quote von 3,9 Prozent höher als bei Hochschulabsolventen (2,3 Prozent) – sie nimmt aber stärker ab. Würde sich der Trend der letzten Jahre fortsetzen, hätten wir in rund fünf Jahren in beiden Qualifikationsbereichen de facto Vollbeschäftigung.

Bewerber fehlen

Die Hauptursache für Besetzungsprobleme ist schlichtweg das Fehlen der Bewerber – das berichten fast drei Viertel der Unternehmen, bei denen Stellen offen bleiben. Nicht viel seltener werden zu geringe oder unpassende Qualifikationen als Ursache genannt (60 Prozent). Aber auch Forderungen von Bewerbern, die die Betriebe nicht erfüllen können, sind ein Grund (37 Prozent). Je nach Region spielt eine zu geringe Standortattraktivität eine Rolle. Unternehmen aus Thüringen (30 Prozent) oder Brandenburg (24 Prozent) sehen hierin vergleichsweise häufig eine Hürde, wenn es darum geht, Fachkräfte zu gewinnen.

Qualifikationen weiter verbessern

Ein Baustein zur Fachkräftesicherung ist die Stärkung der beruflichen Bildung. Sie muss im Rahmen der Berufsorientierung noch deutlicher als lohnende Alternative zu einem Hochschulstudium herausgestellt werden. Denn sie bietet attraktive Karriereoptionen. Zudem gilt es, die Menschen auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorzubereiten. Denn eine digitalisierte Wirtschaft benötigt Fachkräfte, die über digitale Kompetenzen verfügen – beispielsweise Medienkompetenz oder Kenntnisse der Datenanalyse. Deswegen ist es richtig, auch im Rahmen der Nationalen Weiterbildungsstrategie über neue Förderinstrumente nachzudenken, wie ein „Digitalisierungs-BAföG“.

Zuwanderung erleichtern

Ausländische Arbeitskräfte tragen zum Jobwachstum in Deutschland bei. An erster Stelle steht die Zuwanderung aus der EU. Dennoch sollte auch die Fachkräftegewinnung aus Nicht-EU-Ländern einfacher werden. Deutlich mehr als die Hälfte der am DIHK-Arbeitsmarktreport beteiligten Unternehmen ist grundsätzlich bereit, Fachkräfte aus Drittstaaten einzustellen. Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz nimmt die Bundesregierung aktuell wesentliche Änderungen vor: Für beruflich Qualifizierte soll die Zuwanderung einfacher werden – ein richtiger Schritt, denn hier haben die Unternehmen die größten Engpässe. Bessere Sprachkenntnisse ausländischer Fachkräfte (53 Prozent) sowie ein einfacheres administratives Verfahren (41 Prozent) sind aus Sicht der einstellungsinteressierten Unternehmen besonders wichtige Voraussetzungen für die Rekrutierung aus Nicht-EU-Ländern. Ebenfalls relevant: Unterstützung im Einstellungsprozess (39 Prozent) sowie einfachere Zuwanderungsregelungen (26 Prozent). Bei der praktischen Umsetzung muss sich das Fachkräfteeinwanderungsgesetz daran messen lassen, dass es tatsächlich zu weniger und nicht zu mehr Bürokratie führt.

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Weniger Ressourcen – weniger Innovationen: Kleinere und mittlere Unternehmen optimieren zunehmend ihre technologischen Prozesse

Der Anteil kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die ihre technologischen Prozesse durch Innovationen verbessert haben, ist in den vergangenen Jahren lt. IfM Bonn gestiegen: Optimierten in 2014 rund 22 % der KMU ihre unternehmensinternen technologischen Abläufe, so waren es 2016 bereits knapp 26 %. Zugleich sank der Anteil der KMU (2014: 33 %, 2016: 30 %), die Innovationen ihrer Produkte und Dienstleistungen auf den Markt brachten.

Weniger Ressourcen – weniger Innovationen: Kleinere und mittlere Unternehmen optimieren zunehmend ihre technologischen Prozesse

IfM Bonn, Pressemitteilung vom 20.03.2018

Der Anteil kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die ihre technologischen Prozesse durch Innovationen verbessert haben, ist in den vergangenen Jahren gestiegen: Optimierten in 2014 rund 22 % der KMU ihre unternehmensinternen technologischen Abläufe, so waren es 2016 bereits knapp 26 %. Zugleich sank der Anteil der KMU (2014: 33 %, 2016: 30 %), die Innovationen ihrer Produkte und Dienstleistungen auf den Markt brachten.Der Grund für diese Entwicklung dürfte in den Digitalisierungsmöglichkeiten liegen, mit deren Hilfe die KMU im Produzierenden Gewerbe ihre Produktionsabläufe auf „Industrie 4.0“ trimmen. Dies scheint aber einen Großteil der personellen und finanziellen Ressourcen zu binden, die KMU für Innovationsaktivitäten einsetzen können.

Insgesamt zeigt sich, dass die kleinen Unternehmen (bis zu 49 Beschäftigten) ihre Innovationsaktivitäten eher zurückfahren und die mittelgroßen Unternehmen (50 bis 249 Beschäftigte) diese ausweiten. Auch konzentrieren die kleinen Unternehmen ihre Aktivitäten tendenziell eher auf eine der beiden Innovationskategorien – auf technologische Innovationen (von Produkten, Dienstleistungen oder Prozessen) oder auf nicht-technologische Innovationen (in den Bereichen Organisation und Marketing). Demgegenüber ist es mittelgroßen und großen Unternehmen aufgrund ihrer besseren Ressourcenausstattung eher möglich, sowohl technologische als auch nicht-technologische Innovationen hervorzubringen.

Je größer die Unternehmen sind, desto eher initiieren sie zudem völlig neuartige Produkte oder Dienstleistungen, mit denen sie als Pioniere den Markt betreten. Kleine und mittlere Unternehmen konzentrieren sich hingegen zunächst mehr auf die Weiterentwicklung bzw. das Imitat von bestehenden Produkten.

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Konjunkturerwartungen steigen deutlich an

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im März 2019 um 9,8 Punkte deutlich an. Der neue Wert der ZEW-Konjunkturerwartungen liegt nun bei minus 3,6 Punkten. Die Konjunkturerwartungen bleiben zwar weiterhin unterhalb des langfristigen Durchschnitts von 22,2 Punkten, die Einschätzungen zur mittelfristigen Konjunkturentwicklung sind jedoch inzwischen weniger pessimistisch als noch vor ein oder zwei Monaten.

Konjunkturerwartungen steigen deutlich an

ZEW, Pressemitteilung vom 19.03.2019

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im März 2019 um 9,8 Punkte deutlich an. Der neue Wert der ZEW-Konjunkturerwartungen liegt nun bei minus 3,6 Punkten. Die Konjunkturerwartungen bleiben zwar weiterhin unterhalb des langfristigen Durchschnitts von 22,2 Punkten, die Einschätzungen zur mittelfristigen Konjunkturentwicklung sind jedoch inzwischen weniger pessimistisch als noch vor ein oder zwei Monaten. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland hat sich im März erneut verschlechtert. Sie beträgt aktuell 11,1 Punkte, 3,9 Punkte unterhalb des Wertes vom Vormonat.„Der deutliche Anstieg der ZEW-Konjunkturerwartungen zeigt, dass wichtige konjunkturelle Risiken weniger dramatisch eingeschätzt werden. Die mögliche Verschiebung des Brexit und die wieder aufkeimende Hoffnung auf einen vertraglich geregelten Austritt Großbritanniens haben die Finanzmarktexperten offenbar optimistischer gestimmt. Auch Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen China und den USA zur Beendigung des Handelskrieges können dazu beigetragen haben. Gleichwohl zeigen die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland ein relativ schwaches Wachstum im ersten Halbjahr 2019 an“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D.

Die Erwartungen der Finanzmarktexperten/-innen an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone steigen ebenfalls kräftig an. Der Erwartungsindikator für das Eurogebiet liegt im März bei minus 2,5 Punkten, 14,1 Punkte höher als im Februar. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Eurogebiet sinkt hingegen abermals. Der aktuelle Wert der Lageeinschätzung beträgt minus 6,6 Punkte und liegt damit um 3,6 Punkte unterhalb des Wertes vom Vormonat.

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