Mittelständisches Geschäftsklima fängt sich etwas

In einer Zeit unsicherer Konjunkturperspektiven und des vorläufigen Höhepunkts im Brexit-Drama glänzen die deutschen Mittelständler mit einer positiven Nachricht. Ihr Geschäftsklima steigt im März um 1,5 Zähler auf jetzt 8,1 Saldenpunkte, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer berichtet. Damit endet eine Serie von zuvor fünf Stimmungsrückgängen in Folge.

Mittelständisches Geschäftsklima fängt sich etwas

KfW, Pressemitteilung vom 04.04.2019

  • Geschäftslage und -erwartungen im Mittelstand hellen sich geringfügig auf
  • Stimmung in Großunternehmen ebenfalls besser
  • In der exportorientierten Industrie nehmen jedoch die Sorgen zu

In einer Zeit unsicherer Konjunkturperspektiven und des vorläufigen Höhepunkts im Brexit-Drama glänzen die deutschen Mittelständler mit einer positiven Nachricht. Ihr Geschäftsklima steigt im März um 1,5 Zähler auf jetzt 8,1 Saldenpunkte, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer berichtet. Damit endet eine Serie von zuvor fünf Stimmungsrückgängen in Folge. Im März tragen beide Komponenten des Indikators zum Anstieg bei: Ihre aktuellen Geschäfte beurteilen die Mittelständler mit jetzt 22,7 Saldenpunkten um 1,4 Zähler besser als im Vormonat. Die mittelständischen Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate ziehen um 1,7 Zähler auf nun -5,2 Saldenpunkte an.

Auch in den Großunternehmen präsentiert sich die Stimmung zu Frühlingsbeginn nicht mehr ganz so unterkühlt wie noch im Februar. Die großen Firmen revidieren sowohl ihre Geschäftslageurteile (+1,4 Zähler auf 8,3 Saldenpunkte) als auch ihre Geschäftserwartungen (+0,5 Zähler auf -10,4 Saldenpunkte) etwas nach oben. Mit jetzt -1,5 Saldenpunkten (+0,9 Saldenpunkte) bleibt das Geschäftsklima der Großunternehmen jedoch weiter im negativen Bereich und der Rückstand gegenüber dem Mittelstand vergrößert sich erneut.

Der Blick in die Branchen enthüllt eine zunehmend gespaltene Stimmung in den Binnenbranchen (Bau, Handel, Dienstleistungen) einerseits und dem exportorientierten Verarbeitenden Gewerbe andererseits. Das Verarbeitende Gewerbe ist der einzige Wirtschaftsbereich, in dem das Klima erneut deutlich fällt und nun in beiden Größenklassen unter die Nulllinie rutscht (Mittelstand: -2,2 Zähler auf -1,2 Saldenpunkte; Großunternehmen: -2,9 Zähler auf -8,9 Saldenpunkte). Die Großindustrie ist damit das zurzeit mit einigem Abstand am schlechtesten gestimmte Segment der deutschen Wirtschaft. Demgegenüber bleibt das Geschäftsklima in den Binnenbranchen nicht nur gut, sondern verbessert sich in den allermeisten Segmenten merklich.

„Das März-Ergebnis des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers bestätigt das bekannte Bild: Die Außenwirtschaft macht sich Sorgen, die Binnenwirtschaft hält dagegen und stabilisiert die deutsche Konjunktur“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Neben der Sorge um den Welthandel im Allgemeinen spielt immer mehr auch die Furcht vor den unmittelbaren Folgen eines möglicherweise ungeregelten Brexit eine Rolle, der bereits am 12. April drohen könnte.“ Sehr klar abzulesen sind diese Ängste an den Exporterwartungen, die im März geradezu erdrutschartig einbrechen: Im industriellen Mittelstand (-5,6 Zähler auf -8,2 Saldenpunkte) verschlechtern sie sich um das Dreifache und in der Großindustrie (-11,8 Zähler auf -13,6 Saldenpunkte) sogar um mehr als das Dreieinhalbfache einer üblichen Monatsveränderung. Ähnlich ungünstig bewerteten die Firmen ihre Exportchancen zuletzt während der Eurokrise 2012, deutlich ungünstiger lediglich in der schweren globalen Rezession 2009.

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Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Februar 2019

Wie das BMWi mitteilt, ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Februar im Vergleich zum Vormonat um 0,7 % gestiegen. Die Industrieproduktion nahm um 0,2 % ab. Die Produktion im Baugewerbe wurde dagegen um 6,8 % ausgeweitet.

Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Februar 2019

BMWi, Pressemitteilung vom 05.04.2019

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Februar im Vergleich zum Vormonat um 0,7 % gestiegen. Die Industrieproduktion nahm um 0,2 % ab. Die Produktion im Baugewerbe wurde dagegen um 6,8 % ausgeweitet.

Im Zweimonatsvergleich Januar/Februar gegenüber November/Dezember ergab sich eine Ausweitung der Produktion im Produzierenden Gewerbe um 0,8 %. Auch bei dieser Betrachtung verzeichnete das Baugewerbe einen kräftigen Zuwachs (+4,4 %) und die Industrie eine leichte Abnahme (-0,1 %). Die Kfz-Industrie meldete einen Produktionsrückgang von 1,0 %.

Angesichts der schwachen Auftragsentwicklung und des eingetrübten Geschäftsklimas ist weiterhin von einer gedämpften Industriekonjunktur auszugehen. Das Baugewerbe befindet sich weiter in der Hochkonjunktur. Zum guten Ergebnis im Februar trug die vergleichsweise milde Witterung bei.

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Konjunktur deutlich abgekühlt

Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum im Jahr 2019 deutlich gesenkt. Für Deutschland erwarten sie eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,8 %. Das ist mehr als ein Prozentpunkt weniger als im Herbst 2018, als man noch mit 1,9 % rechnete.

Konjunktur deutlich abgekühlt

ifo Institut, Pressemitteilung vom 04.04.2019

Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum im Jahr 2019 deutlich gesenkt. Für Deutschland erwarten sie eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,8 %. Das ist mehr als ein Prozentpunkt weniger als im Herbst 2018, als man noch mit 1,9 % rechnete. Hingegen bestätigen die Institute ihre vorherige Prognose für das Jahr 2020: Das Bruttoinlandsprodukt dürfte dann um 1,8 % zunehmen. Das geht aus dem Frühjahrsgutachten der Gemeinschaftsdiagnose hervor, das am 04.04.2019 in Berlin vorgestellt wird.

„Der langjährige Aufschwung der deutschen Wirtschaft ist zu Ende“, sagt Oliver Holtemöller, Leiter der Abteilung Makroökonomik und stellvertretender Präsident des gastgebenden Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Wegen politischer Risiken hätten sich die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter eingetrübt. Aber der Konjunktureinbruch in der zweiten Jahreshälfte 2018 sei vor allem auf Produktionshemmnisse in der Industrie zurückzuführen. „Die Gefahr einer ausgeprägten Rezession halten wir jedoch bislang für gering“, ergänzt Holtemöller. Die Prognose wurde bereits am 29. März 2019 abgeschlossen, als eine Vermeidung eines harten Brexit noch möglich schien. Dies ist mittlerweile zwar weniger wahrscheinlich geworden, aber noch nicht ausgeschlossen. Kommt es zu einem No-Deal-Brexit, dürfte das Wirtschaftswachstum in diesem und im kommenden Jahr deutlich niedriger ausfallen als in dieser Prognose ausgewiesen.

Der Beschäftigungsaufbau wird voraussichtlich an Fahrt verlieren. Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte dennoch weiter leicht steigen, von 45,3 Millionen in diesem Jahr auf 45,5 Millionen im nächsten Jahr. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Arbeitslosen von 2,2 auf 2,1 Millionen Menschen. Damit geht die Arbeitslosenquote von 4,8 % auf 4,6 % zurück. Die Verbraucherpreisinflation wird sich voraussichtlich von 1,5 % im Durchschnitt dieses Jahres auf 1,8 % im nächsten Jahr erhöhen. Dabei nimmt der binnenwirtschaftliche Preisauftrieb zu. Für den gesamten Prognosezeitraum erwarten die Institute kräftige Finanzierungsüberschüsse des Staates, die allerdings deutlich kleiner werden. Lag der historische Rekord im vorigen Jahr noch bei 58 Milliarden Euro, dürften es in diesem Jahr 41,8 und im nächsten Jahr 35,6 Milliarden Euro sein.

Die Finanzpolitik sollte angesichts der konjunkturellen Abkühlung die automatischen Stabilisatoren wirken lassen. Um einer „Schwarzen Null“ sollte der Konjunktur nicht hinterhergespart werden, denn konjunkturbedingte Defizite lassen die deutsche Schuldenbremse und das europäische fiskalpolitische Regelwerk ausdrücklich zu.

Die Risiken für die deutsche und die weltweite Konjunktur haben sich gegenüber dem Herbst 2018 vergrößert. Auf internationaler Ebene liegen Gefahren im Handelsstreit zwischen den USA und China sowie im weiterhin ungeklärten Brexit-Verfahren. National belasten der Fachkräftemangel, Lieferengpässe sowie Schwierigkeiten in der Autoindustrie die Konjunktur.

Die Gemeinschaftsdiagnose wird erarbeitet vom DIW in Berlin, vom ifo Institut in München, vom IfW in Kiel, vom IWH in Halle und vom RWI in Essen.

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Bremsen lösen für Infrastrukturausbau und Gewerbeansiedlungen

Die Realisierung von Großprojekten dauert in Deutschland viel zu lange. Um Gewerbeansiedlungen und den Ausbau von Verkehrsinfrastruktur, Stromnetzen oder der Digitalisierung voranzubringen, müssten die Planungs- und Genehmigungsverfahren hierzulande deutlich beschleunigt werden. Hierfür schlägt der DIHK u. a. die Zusammenlegung von Planungsstufen, die Schaffung eindeutiger Standards oder die Verkürzung von Gerichtsverfahren vor.

Bremsen lösen für Infrastrukturausbau und Gewerbeansiedlungen

DIHK, Mitteilung vom 04.04.2019

Ob neue Autobahnbrücke oder zusätzliche Produktionshalle – Planen und Bauen dauert in Deutschland viel zu lange. Manchmal nicht nur Monate, sondern Jahre oder Jahrzehnte. Dementsprechend wächst der Unmut allerorten. Die Unternehmen bewerten den Zustand der Verkehrsinfrastruktur nur mit der Note 3,5 und den Ausbau der Digitalisierung sogar nur mit einer 3,7, so das Ergebnis eines DIHK-Unternehmensbarometers . Ähnliches gilt für Gewerbeansiedlungen oder den Stromnetzausbau, wie das DIHK-Energiewendebarometer verdeutlicht. Vor diesem Hintergrund ließ der DIHK untersuchen , wo Beschleunigungen in Planungs- und Genehmigungsverfahren möglich sind.

Einheitliche und übersichtliche Planverfahren schaffen

In Deutschland gibt es für alles Spezialgesetze und gesonderte Verfahren: für Autobahnen, für Eisenbahnen sowie den Netzausbau. Der DIHK setzt sich dafür ein, dass zukünftig alle Infrastrukturen nach einem einheitlichen Planverfahren geplant und gebaut werden. Das schafft einerseits eine größere Transparenz. Andererseits können so die bereits in einzelnen Spezialgesetzen vorhandenen Beschleunigungseffekte für alle Planverfahren genutzt werden.

Einmalige Öffentlichkeitsbeteiligung und Umweltprüfung

Außerdem sollte die Zahl der Planungsstufen insgesamt reduziert und der Prozess entschlackt werden. Bislang gibt es auf jeder Planungsstufe eine gesonderte Öffentlichkeitsbeteiligung und Umweltprüfung. Häufig wissen weder Bürger noch Verbände oder Unternehmen, wann der richtige Zeitpunkt ist, sich in die Diskussion einzubringen. Der DIHK schlägt daher vor, die Öffentlichkeits- und Umweltprüfung in einem Hauptsacheverfahren durchzuführen, in dem die berechtigten Interessen – ob von Bürgern, Unternehmen oder Umwelt – vorgetragen und diskutiert werden. In den nachfolgenden Verfahrensstufen würde dann auf das Ergebnis dieser zentralen Abwägungsentscheidung verwiesen.

Mit Digitalisierung neue Wege beschreiten

Ein weiteres Problem: Häufig werden Infrastrukturvorhaben noch analog geplant, und viele wichtige Planungsunterlagen und Gutachten stehen nicht im Internet zur Verfügung. Der DIHK empfiehlt, grundsätzlich alle Plan- und Genehmigungsunterlagen bis hin zum Gerichtsverfahren auch digital zur Verfügung zu stellen. Das würde für mehr Verfahrensinformation und -transparenz sorgen. Zudem ließen sich auf diesem Wege Doppelprüfungen und -erhebungen vermeiden.

Gewerbeansiedlungen beschleunigen

Egal, ob es um die Erweiterung eines bestehenden Gewerbe- oder Industriebetriebes geht oder um eine Neuansiedlung: Grundsätzlich ist ein zweistufiges Bauleitplanverfahren erforderlich und überdies eine bau- oder immissionsschutzrechtliche Genehmigung nötig. Auch dieser Verfahrensablauf enthält Doppelprüfungen, beispielsweise mit Blick auf Umweltvorgaben und wegen der mehrfachen Beteiligung der Öffentlichkeit. Durch ein einheitliches Bauleitplanverfahren im Baurecht mit integrierter Zulassungsentscheidung können Verfahrensstufen zusammengefasst werden.

Gerichtsverfahren verkürzen

Vielerorts gibt es Streit über neue Autobahnwege, Stromtrassen oder Gewerbeansiedlungen. Dann ist in der Regel der Verwaltungsgerichtsweg eröffnet. Häufig gehen die Verfahren durch alle Instanzen, und es dauert Jahre – oder wie bei der Hamburger Elbvertiefung Jahrzehnte -, bis eine rechtskräftige Entscheidung vorliegt. Der DIHK setzt sich dafür ein, dass bei bedeutsamen Projekten, etwa infrastrukturellen und industriellen Großvorhaben, Spezialsenate bei den Oberverwaltungsgerichten fachlich versiert und effektiv entscheiden.

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Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Februar 2019

Wie das BMWi mitteilt, gingen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Februar gegenüber dem Vormonat um 4,2 % zurück. Die Bestellungen aus dem Inland nahmen um 1,6 % ab. Die Aufträge aus dem Ausland verringerten sich um 6,0 % gegenüber dem Vormonat.

Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Februar 2019

BMWi, Pressemitteilung vom 04.04.2019

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gingen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Februar gegenüber dem Vormonat um 4,2 % zurück. Die Bestellungen aus dem Inland nahmen um 1,6 % ab. Die Aufträge aus dem Ausland verringerten sich um 6,0 % gegenüber dem Vormonat. Der Anteil an Großaufträgen war stark unterdurchschnittlich. Bereinigt um Großaufträge waren 2,7 % weniger Aufträge zu verzeichnen.

Im Zweimonatsvergleich Januar/Februar gegenüber November/Dezember ergab sich ein Orderminus von 3,7 %. Die Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe aus dem Inland nahmen um 2,0 % ab. Die Aufträge aus dem Euroraum und dem Nicht-Euroraum fielen um 1,3 % bzw. 7,0 %.

Im Februar waren in den meisten Wirtschaftsbereichen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland weniger Bestellungen zu verzeichnen. In den kommenden Monaten ist insbesondere wegen fehlender Auslandsnachfrage weiterhin mit einer verhaltenen Industriekonjunktur zu rechnen.

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Künstliche Intelligenz wird Teil von ERP-Lösungen

Künstliche Intelligenz ist eine Querschnitts- und Schüsseltechnologie, die zunehmend auch im Enterprise Resource Planning (ERP) an Bedeutung gewinnt. Allerdings sammeln sowohl mittelständische Anwender als auch ERP-Anbieter gerade erst erste Erfahrungen mit der Technologie. Dabei können mit KI-Hilfe in ERP-Systemen z. B. Echtzeit-Übersetzungen für den Kundenkontakt erfolgen oder aber Projekt-Daten überwacht werden, um mögliche Kundenbeschwerden vorherzusagen. Das sind einige Beispiele, die der Digitalverband Bitkom in seinem aktuellen Positionspapier zusammengetragen hat.

Künstliche Intelligenz wird Teil von ERP-Lösungen

Bitkom, Pressemitteilung vom 02.04.2019

  • Anwendungsfälle reichen von Echtzeitübersetzung über vorausschauende Wartung bis zur Vorhersage von Kundenzufriedenheit
  • Häufig fehlen aber noch ausreichende Daten für KI-Lösungen – und es gibt keine Out-of-the-Box-Lösungen
  • Bitkom veröffentlicht Positionspapier „Künstliche Intelligenz und ERP“
  • Anwendungsmöglichkeiten von KI zeigt der Big-Data.AI-Summit in Berlin

Künstliche Intelligenz ist eine Querschnitts- und Schüsseltechnologie, die zunehmend auch im Enterprise Resource Planning (ERP) an Bedeutung gewinnt. Allerdings sammeln sowohl mittelständische Anwender als auch ERP-Anbieter gerade erst erste Erfahrungen mit der Technologie. Dabei können mit KI-Hilfe in ERP-Systemen zum Beispiel Echtzeit-Übersetzungen für den Kundenkontakt erfolgen, die den jeweiligen Kontext der Unterhaltung berücksichtigen, oder aber Projekt-Daten überwacht werden, um mögliche Kundenbeschwerden vorherzusagen. Oder es lassen sich mit Hilfe von KI und ERP durch die Analyse von Maschinendaten die optimalen Wartungszeitpunkte bestimmen, die zugleich auch noch den bestehenden Auftragseingang berücksichtigen, um den Produktionsprozess so wenig wie möglich zu stören. Das sind nur einige Beispiele, die der Digitalverband Bitkom in seinem aktuellen Positionspapier „Künstliche Intelligenz und ERP“ zusammengetragen hat. „ERP-Systeme als der digitale Prozess- und Datenhub in Unternehmen werden immer stärker mit KI-Technologien angereichert“, sagt Dr. Frank Termer, Bereichsleiter Software beim Bitkom. „Aktuell ist das Angebot der ERP-Anbieter noch überschaubar und die Zahl der Use Cases auf Kundenseite noch eher klein. Dennoch ist absehbar, dass künftig KI tief in den Kernprozessen verankert sein und auch zu vollautomatisierten Prozessen führen wird“.

Kleinen Unternehmen fehlt es oft an Daten für KI-Systeme

Neben den Use Cases geht das Papier aber auch auf die Herausforderungen ein, mit denen interessierte Unternehmen aktuell konfrontiert sind. So benötigen KI-Systeme möglichst viele Daten, mit denen die Algorithmen trainiert werden. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen, die vielleicht nur auf 100 Kundendaten zurückgreifen können, stehen hier vor Problemen. Zudem sind KI-Lösungen heute keine Out-of-the-Box-Lösungen und müssen individuell konzipiert und programmiert werden, was angesichts der Kosten gerade kleinere Unternehmen zögern lässt. Schließlich fehlt es in den Unternehmen an KI-Know-how und KI-Experten und je komplexer die KI-Lösung wird, desto mehr stellen sich auch Haftungsfragen, etwa wenn die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen fehlt. „KI bietet enorme Chancen. Zur Optimierung einzelner Aufgaben und Prozesse sind die Lösungen heute schon relativ gut“, so Termer. „Von einem selbststeuernden ERP-System, das eigenständig komplexe Unternehmensprozesse managt, sind wir aber sicherlich noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte entfernt.“

Positionspapier „Digitale Plattformen und ERP“

Das Papier „Künstliche Intelligenz und ERP“ bietet abschließend eine Reihe von Hinweisen, wie gerade kleine und mittelständische Unternehmen eigene KI-Projekte angehen sollten. Dabei geht es etwa um Verantwortlichkeiten im Unternehmen, aber auch um das Trainingsdatenmanagement, also um die Frage, wie sichergestellt werden kann, dass ausreichend viele und gute Daten für das KI-System bereitgestellt werden. Termer: „Unternehmen sollten in einer KI-Governance relevante Rollen und Verantwortlichkeiten im KI-Kontext definieren, einen KI-Strategieprozess etablieren und Vorgaben zum Monitoring und Reporting der laufenden KI-Aktivitäten machen.“

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Nur geringes Wirtschaftswachstum im Euroraum erwartet

Das Wirtschaftswachstum im Euroraum wird in diesem Jahr schwach ausfallen. Nach 0,2 Prozent im ersten Vierteljahr 2019 wird es in den folgenden Quartalen nur 0,3 Prozent erreichen. Das sagen die drei Institute ifo aus München, KOF aus Zürich und das Istat aus Rom voraus.

Nur geringes Wirtschaftswachstum im Euroraum erwartet

ifo Institut, Pressemitteilung vom 02.04.2019

Das Wirtschaftswachstum im Euroraum wird in diesem Jahr schwach ausfallen. Nach 0,2 Prozent im ersten Vierteljahr 2019 wird es in den folgenden Quartalen nur 0,3 Prozent erreichen. Das sagen die drei Institute ifo aus München, KOF aus Zürich und das Istat aus Rom voraus.

Die Industrieproduktion wird im ersten Vierteljahr 2019 stagnieren und dann zweimal um 0,2 Prozent wachsen. Gleichwohl entwickelt sich der Arbeitsmarkt stark: Die Zahl der Beschäftigten stieg um 0,3 Prozent im vierten Quartal 2018, und die Arbeitslosenquote sank auf 7,8 Prozent, die niedrigste Quote seit Ende 2008. Gleichzeitig stiegen die Löhne deutlich. Beide Entwicklungen könnten die Nachfrage der privaten Haushalte in der kommenden Zeit stützen: Sie soll laut der Prognose der Institute um 0,3 Prozent im ersten Quartal 2019 wachsen und um 0,4 Prozent in den kommenden Vierteljahren. Risiken für die Vorhersage bestehen in einer Ausweitung der Handelskonflikte, in einem harten Brexit und im allgemeinen Nachlassen der Weltkonjunktur.

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Industrie 4.0: Künstliche Intelligenz zieht in Fabrikhallen ein

Künstliche Intelligenz rückt in den Fokus smarter Fabriken. Ob Roboter, die Aufgaben eigenständig erfüllen und ihr Wissen an andere Maschinen weitergeben, oder KI-Systeme, die Techniker bei Reparaturen anleiten: 12 Prozent der deutschen Industrieunternehmen nutzen heute bereits Künstliche Intelligenz im Kontext von Industrie 4.0. Das ergibt eine repräsentative Befragung in der deutschen Industrie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Industrie 4.0: Künstliche Intelligenz zieht in Fabrikhallen ein

Bitkom, Pressemitteilung vom 01.04.2019

  • Drei von vier Unternehmen sind auf dem Weg in die Industrie 4.0
  • Mehr als jedes zehnte Industrieunternehmen nutzt bereits Künstliche Intelligenz
  • Drei Viertel der Unternehmen fordern eine neue Industriepolitik
  • Bitkom-Studie anlässlich der Hannover Messe

Künstliche Intelligenz rückt in den Fokus smarter Fabriken. Ob Roboter, die Aufgaben eigenständig erfüllen und ihr Wissen an andere Maschinen weitergeben, oder KI-Systeme, die Techniker bei Reparaturen anleiten: 12 Prozent der deutschen Industrieunternehmen nutzen heute bereits Künstliche Intelligenz im Kontext von Industrie 4.0. Das ergibt eine repräsentative Befragung in der deutschen Industrie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Dafür wurden im Vorfeld der Hannover Messe 555 Industrieunternehmen ab 100 Mitarbeitern befragt. „Künstliche Intelligenz erobert die Fabriken im Eiltempo und ist die Basis für kontinuierliche Verbesserungen in der Fertigung. KI hat das Potenzial, die Industrie zu revolutionieren“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Dank maschinellem Lernen ließen sich Daten unterschiedlicher Quellen miteinander verknüpfen, Fehler vorhersehen und Probleme beheben. „Mit der KI-Branche und der Fertigungsindustrie kommen in Deutschland zwei starke Player zusammen, um gemeinsam weltweit die Spitze zu erobern.“

Künstliche Intelligenz bringt Industrie 4.0 vielfältige Vorteile

Jedes zweite Unternehmen (49 Prozent) rechnet damit, dass das maschinelle Lernen im Kontext von Industrie 4.0 bestehende Geschäftsmodelle tiefgreifend verändern wird. Unternehmen versprechen sich durch den Einsatz von KI in der smarten Fabrik eine Vielzahl von Vorteilen. Dazu gehören für jedes zweite Unternehmen etwa die Steigerung der Produktivität (47 Prozent), Predictive Maintenance, also die Verbesserung der Fehlererkennung und dadurch Reduktion der Ausfallzeiten von Maschinen (39 Prozent), sowie Prozessoptimierungen in Produktion und Fertigung (33 Prozent). Jedes vierte Unternehmen (25 Prozent) meint außerdem, dass sich durch KI in der Fabrik die Produktqualität steigern lässt. Jedes fünfte Unternehmen verspricht sich eine bessere Skalierbarkeit (20 Prozent) und weniger Kosten, etwa für Personal, Wartung, Inspektion und Entwicklung (19 Prozent).

Auch bei der Vernetzung allgemein kommen die deutschen Fabriken voran. Mittlerweile nutzt mehr als die Hälfte der Unternehmen (53 Prozent) bereits spezielle Anwendungen für Industrie 4.0, ein weiteres Fünftel (21 Prozent) plant diese. Der Anteil der Unternehmen, die angeben, dass Industrie 4.0 aktuell kein Thema ist und auch in Zukunft nicht sein wird, hat sich binnen eines Jahres um zwei Drittel auf 3 Prozent reduziert.

Jede vierte Maschine ist smart

Im Durchschnitt ist heute bereits jede vierte Maschine (25 Prozent) in der deutschen Fertigungsindustrie mit dem Internet verbunden. In jedem zehnten Unternehmen (10 Prozent) ist sogar schon mehr als die Hälfte der Maschinen via Internet vernetzt. Dabei investieren die Anwender und Planer von Industrie-4.0-Anwendungen im Schnitt in diesem Jahr 5 Prozent ihres Gesamtumsatzes in Industrie 4.0. „Die vierte industrielle Revolution wird oft als evolutionärer Prozess beschrieben. Das ist insofern richtig, als die Veränderungsgeschwindigkeit in anderen Sektoren viel extremer ist, etwa im Medienbereich oder Finanzwesen“, sagt Berg. „Die Industrie ist komplexer und am Ende eines industriellen Fertigungsprozesses steht immer noch ein materielles Produkt. Die Schonfrist der Industrie geht aber allmählich zu Ende. Die Automobilhersteller und ihre Zulieferer sind die ersten, die mitten im digitalen Sturm stehen.“

Industrie 4.0 schafft Arbeitsplätze, Fachkräftemangel aber großes Problem

Eine große Hürde auf dem Weg zur smarten Fabrik ist für die Unternehmen der Fachkräftemangel. Er hat sich in einem Maß verschärft, dass in jedem zweiten Unternehmen (55 Prozent) daran der Einsatz von Industrie-4.0-Anwendungen scheitert. Dabei visiert mehr als jedes vierte Unternehmen (27 Prozent), das Industrie 4.0 anwendet oder dies plant, in diesem Jahr Neueinstellungen an. Fast jedes dritte Unternehmen (31 Prozent) hat im vergangenen Jahr bereits neu eingestellt. Breiter Konsens herrscht darüber, dass eine gute Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter in der Fabrik 4.0 immer wichtiger werden. Die Unternehmen bemühen sich, entsprechend zu reagieren: 49 Prozent haben im vergangenen Jahr Mitarbeiter für Industrie 4.0 weitergebildet, mehr als jedes zweite Unternehmen (53 Prozent) plant dies für 2019. „Digitalisierung gelingt nur mit digital kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wenn vermehrt Maschinen, Roboter und Computer Tätigkeiten übernehmen, sind dafür nicht mehr nur IT-Spezialisten an der Spitze gefragt. Digitale Kompetenzen werden dann in der Breite von allen gefordert – und zwar bereits bei einfachen Alltagstätigkeiten“, sagt Berg.

Deutschland untermauert im Nationenranking Verfolger-Position

In der Selbsteinschätzung sieht sich die deutsche Industrie derzeit mit 28 Prozent im weltweiten Vergleich auf Rang zwei, knapp hinter den USA (30 Prozent) und vor Japan (22 Prozent). Auch für die Zukunft bescheinigen die Unternehmen Deutschland gute Perspektiven. 29 Prozent sehen Deutschland im Jahr 2030 als weltweit führend beim Thema Industrie 4.0.

Dabei kann die Bedeutung von Industrie 4.0 für Deutschland nicht hoch genug eingeschätzt werden: So sagen 85 Prozent, dass Industrie 4.0 die Voraussetzung für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie und damit für die Sicherung von Arbeitsplätzen ist. Die große Mehrheit von 91 Prozent ist außerdem der klaren Meinung, dass die Digitalisierung für das eigene Unternehmen eher Chance als Risiko ist. „Die deutsche Industrie sieht sich beim Thema Industrie 4.0 trotz eines harten Wettbewerbs mit den USA und China auf dem Weg an die Weltspitze“, sagt Berg. „Die Chancen sind riesig. Dem an Ressourcen armen und an Know-how reichen Standort Deutschland kann nichts Besseres passieren als die Digitalisierung. Das Motto heißt: Machen!“

Unternehmen unzufrieden mit deutscher Industriepolitik

Dabei zählen die Unternehmen aber auch auf mehr Unterstützung von Seiten der Politik – vor allem beim Breitbandausbau (80 Prozent). Aber auch die Fachkräftesuche (67 Prozent) und ein praxistauglicher Datenschutz (56 Prozent) sind Herausforderungen, die die Politik laut Umfrage verstärkt anpacken sollte. Insgesamt ist die Mehrheit der Unternehmen mit der Industriepolitik in Deutschland eher unzufrieden. So sagt weniger als ein Drittel (28 Prozent), dass in der Politik ausreichend Verständnis für die Bedeutung von Industrie 4.0 vorhanden ist. Drei von vier Unternehmen (72 Prozent) fordern gar, dass es für Industrie 4.0 eine gänzlich neue Industriepolitik in Deutschland braucht. „Die Digitalisierung wird die Industrie in den kommenden Jahren tiefgreifend verändern. Und so muss der traditionell ordnungspolitische Ansatz deutscher Wirtschaftspolitik digital-industriepolitisch ergänzt werden“, sagt Berg. Die Digitalisierung sei geprägt durch eine extrem hohe Innovationsgeschwindigkeit und kurze Entwicklungszyklen. „Die Wirkzeiträume einer puristischen Ordnungspolitik sind einfach zu lange. Die Unternehmen brauchen auf dem Weg in die digitale Welt eine smarte, industriepolitische Flankierung“, sagt Berg. Der Staat sollte dabei nicht als besserer Manager agieren. „Es braucht keine direkte Einmischung der Politik, sondern eine zielgerichtete Begleitung.“

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Unternehmensverantwortung in der digitalen Gesellschaft: Corporate Digital Responsibility

Das BMJV hat gemeinsam mit den Unternehmen Deutsche Telekom, Miele, Otto Group, SAP, Telefónica und ZEIT Online einen gemeinsamen Prozess zur Entwicklung von Leitlinien für eine Corporate Digital Responsibility angestoßen.

Unternehmensverantwortung in der digitalen Gesellschaft: Corporate Digital Responsibility

BMJV, Pressemitteilung vom 02.04.2019

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) hat gemeinsam mit den Unternehmen Deutsche Telekom, Miele, Otto Group, SAP, Telefónica und ZEIT Online einen gemeinsamen Prozess zur Entwicklung von Leitlinien für eine Corporate Digital Responsibility angestoßen.

Die Ergebnisse wurden am 2. April 2019 im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz von Bundesministerin Dr. Katarina Barley und Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Unternehmen der Öffentlichkeit vorgestellt.

Dazu Dr. Katarina Barley, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz:

„Unternehmerische Verantwortung unterliegt beständiger Veränderung. Die Digitalisierung hat inzwischen alle Bereiche unserer Gesellschaft erfasst. Auch in der Wirtschaft stellt sie bestehende Regeln aus der analogen Welt in Frage. Neu entstandene Geschäftspraktiken müssen kontinuierlich überprüft und mit bestehendem Recht in Einklang gebracht werden. Mit unserer Initiative zu Corporate Digital Responsibility (CDR) wollen wir diese Verantwortung von Unternehmen deutlich machen.

Als Gesetzgeber geben wir klare Regeln vor, aber in der Praxis müssen Unternehmen Datenschutz und Datensicherheit mit Leben füllen. Unternehmen tragen Verantwortung dafür, was mit den Daten geschieht, die sie von ihren Kunden erhalten. Daten müssen sicher sein vor Missbrauch und Diebstahl. Ich bin den hier teilnehmenden Unternehmen dankbar für ihr Engagement. Sie gehen mit gutem Beispiel voran. Heute legen wir die Grundlage für das, was in wenigen Jahren zum Standard gehören wird.“

Dr. Thomas Kremer, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG, Datenschutz, Recht und Compliance:

Die Menschen müssen Digitalisierung besser verstehen, Zugang zu digitalen Leistungen haben und Vertrauen entwickeln können. Deshalb geht es für die Telekom nicht nur um die technische Infrastruktur, sondern gerade darum, die Menschen mitzunehmen und diese Zukunftsdiskussion offen zu führen. Die CDR-Initiative ist ein gutes Beispiel, dass Unternehmen und politische Institutionen gemeinsam Zukunft gestalten wollen. Der intensive Austausch zeigt, dass die Digitalisierung für alle Beteiligten anders aussieht und erlebt wird. Wir können mit best practice Beispielen voneinander lernen, CDR flexibel in den Unternehmen zu verankern.

Dr. Stefan Breit, Geschäftsführer Technik, Miele:

„Je mehr digitale Services die Unternehmen ihren Kunden bieten, desto wichtiger ist es, auch einen zuverlässigen Schutz der persönlichen Daten zu gewährleisten. Dies gilt für Bestellungen im Online-Shop ebenso wie etwa für Ortungsdienste, Fernwartung oder das Leben im intelligent vernetzten Zuhause, Stichwort „Smart Home“. Deshalb danken wir Frau Ministerin Dr. Barley sehr für ihre Einladung, im CDR-Arbeitskreis des BMJV die Industrieunternehmen zu vertreten. In der Nachhaltigkeitsstrategie von Miele ist Corporate Digital Responsibility schon seit 2015 ausdrücklich verankert. Umso mehr freuen wir uns auf den weiteren Austausch mit den Expertinnen und Experten der anderen Branchen und des BMJV – für einen kundenorientierten Datenschutz und das Vertrauen der Verbraucher in die digitale Integrität unserer Wirtschaft.“

Alexander Birken, Otto Group:

„Der digitale Wandel kommt mit rasanter Geschwindigkeit auf uns zu. Als Otto Group sind wir davon überzeugt, dass wir diesen nur im Schulterschluss mit verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren bewältigen können. Neben einer Anpassung unserer Gesetze und Regeln an das digitale Zeitalter bedarf es vor allem einer gemeinsamen Europäischen Wertebasis, auf der wir die Digitalisierung aktiv gestalten und mit der wir uns gegenüber China und Amerika differenzieren können.

Die CDR Initiative des BMJVs ist ein gutes Beispiel für das Zusammenwirken aus Wirtschaft und Politik, aber auch zur Vernetzung der Unternehmen untereinander.“

Valentina Daiber, Vorstand Recht und Corporate Affairs bei Telefónica Deutschland:

„Unsere Ambition der Corporate Digital Responsibility: Der Mensch und sein Wohl stehen im Mittelpunkt. Als Anbieter, der die meisten Menschen in Deutschland mit Mobilfunk verbindet, sind wir als Telefónica Deutschland ein zentraler Bestandteil der digitalen Gesellschaft. 45 Millionen Kunden schenken uns Tag für Tag ihr Vertrauen. Damit tragen wir eine besondere Verantwortung. Schon seit vielen Jahren setzen wir uns unter anderem dafür ein, die Vorteile und Chancen der Digitalisierung für alle Menschen zugängig zu machen. Als Teil dieser Initiative möchten wir unsere Erfahrungen mit anderen Unternehmen und der Öffentlichkeit austauschen, denn nur gemeinsam können wir den digitalen Wandel gestalten und uns das Vertrauen der Verbraucher nachhaltig sichern.“

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KMU nutzen zunehmend Big Data und Cloud Computing

Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland nutzen inzwischen häufiger große Datenmengen, um ihre Wertschöpfung effizienter zu gestalten oder ihr Geschäftsmodell digital weiterzuentwickeln: Verglichen mit 2016 setzten in 2018 lt. IfM Bonn dreimal so viele KMU Big Data ein.

KMU nutzen zunehmend Big Data und Cloud Computing

IfM Bonn sieht steigenden Digitalisierungsgrad in Deutschland

IfM Bonn, Pressemitteilung vom 27.03.2019

Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland nutzen inzwischen häufiger große Datenmengen, um ihre Wertschöpfung effizienter zu gestalten oder ihr Geschäftsmodell digital weiterzuentwickeln: Verglichen mit 2016 setzten in 2018 dreimal so viele KMU Big Data ein. Insgesamt betrachtet, ist dies jedoch nur jedes siebte kleine und mittlere Unternehmen. Mit diesem Ergebnis liegen die hiesigen KMU geringfügig über dem EU-Durchschnitt – aber immer noch deutlich unter dem Anteil der Großunternehmen in Deutschland und in der Europäischen Union.

Im Bereich des Cloud-Computings sind die KMU in Deutschland inzwischen deutlich aktiver als noch in 2016: 22 % von ihnen nutzten im vergangenen Jahr kostenpflichtige IT-Dienstleistungen aus der virtuellen Cloud. Gleichwohl bleiben sie damit unter dem EU-Durchschnitt (25 %).

Doch auch die Großunternehmen in Deutschland trauen Cloud Computing immer noch weit weniger als ihre europäischen Mitbewerber: Während beispielsweise in Finnland 9 von 10 Großunternehmen kostenpflichtige Dienstleistungen aus der Cloud beziehen, ist es hierzulande nur jedes zweite große Unternehmen.

3D-Drucker und Roboter werden sowohl in Deutschland als auch in der EU nur in gut jedem zwanzigsten kleinen und mittleren Unternehmen eingesetzt. Allerdings wird das additive Verfahren zur Erstellung von dreidimensionalen Werkstücken sowie die Industrie- und Service-Roboter vorrangig im Produzierenden Bereich genutzt. Insofern ist es nicht überraschend, dass sowohl in Deutschland als auch EU-weit das moderne Fertigungsverfahren sowie die Bewegungsautomaten eher in Großunternehmen anzutreffen sind.

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