IW-Verbandsumfrage: Die Zuversicht schwindet

Die deutsche Wirtschaft schaut verhalten optimistisch auf das Jahr 2019. Das ist das Ergebnis der Verbandsumfrage, für die das IW Köln jedes Jahr große Branchenverbände befragt. Demnach rechnen 28 der 48 Verbände für 2019 mit besseren Geschäften als 2018, zehn schätzen die Umsatzerwartungen ihrer Mitglieder schlechter ein.

Konjunktur

IW-Verbandsumfrage: Die Zuversicht schwindet

IW Köln, Pressemitteilung vom 27.12.2018

Die deutsche Wirtschaft schaut verhalten optimistisch auf das Jahr 2019. Das ist das Ergebnis der Verbandsumfrage, für die das Institut der deutschen Wirtschaft jedes Jahr große Branchenverbände befragt. Demnach rechnen 28 der 48 Verbände für 2019 mit besseren Geschäften als 2018, zehn schätzen die Umsatzerwartungen ihrer Mitglieder schlechter ein.

Die Ergebnisse der Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft lesen sich in diesem Jahr wie ein „Ja, aber“: Zum Jahreswechsel 2017 auf 2018 hatten noch 26 Verbände von einer besseren Stimmung gesprochen. Aktuell sind es lediglich sieben. Verantwortlich dafür ist vor allem die gedämpfte Weltkonjunktur, aber auch der planlose Brexit und der ähnlich agierende US-Präsident bereiten den Verbänden Kopfschmerzen. Hinzu kommen die Diesel-Probleme der Automobilindustrie. Auch Banken und Leasingunternehmen bewerten die Lage schlechter. Die IW-Forscher haben außerdem erstmals den Deutschen Bauernverband befragt, der die aktuelle Situation seiner Branche nach dem Hitze-Sommer problematisch einschätzt.

Ganz anders sieht es bei der Bauwirtschaft und den konsumnahen Branchen wie dem Gastgewerbe aus, die nach eigener Einschätzung weiterhin von der robusten Binnenkonjunktur profitieren werden.

Vor einem Jahr erwarteten 33 Verbände eine höhere Produktion als im Vorjahr. Jetzt sind nur noch 28 Verbände dieser Ansicht – immerhin noch die Mehrheit der Unternehmen. Wobei aber nur zwei Branchen, die Bauindustrie und das Handwerk, eine wesentlich höhere Geschäftstätigkeit erwarten.

18 Verbände rechnen damit, dass ihre Mitglieder im kommenden Jahr mehr Mitarbeiter beschäftigen. Nur acht gehen davon aus, dass ihre Mitgliedsunternehmen Mitarbeiter entlassen oder Stellen nicht neu besetzen. „Bei der Beschäftigung wird es 2019 wohl einen neuen Rekord geben“, prognostiziert IW-Konjunkturexperte Michael Grömling. Gleichwohl bemängelt er, dass investitionsfreundliche Signale vor allem in der Steuer-, Umwelt- und Energiepolitik fehlen.

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Risiko Generationswechsel – Ausführungsregelungen der Erbschaftsteuer fehlen immer noch

Eine Firmenübergabe innerhalb der Familie bedeutet nach wie vor eine große Herausforderung, denn ihre steuerliche Behandlung ist auch über zwei Jahre nach Inkrafttreten des neuen Erbschaft- und Schenkungsteuergesetzes noch nicht klar. Dessen positive Aspekte drohten zu verpuffen, warnt der DIHK. Neben steuerlichen Entlastungen für die Unternehmen mahnt er dringend Ausführungsregelungen der Finanzverwaltung an, die endlich Rechtssicherheit schaffen sollen.

Unternehmensübergabe

Risiko Generationswechsel – Ausführungsregelungen der Erbschaftsteuer fehlen immer noch

DIHK, Mitteilung vom 20.12.2018

Weihnachten ist nicht nur eine Zeit schöner Überraschungen. Für viele Familienbetriebe ist es auch eine Zeit großer Herausforderungen, weil zum Jahreswechsel die Unternehmensübergabe ansteht. Wie der Stabwechsel steuerlich behandelt wird, ist leider auch Ende 2018 nicht klar. Mehr als zwei Jahre nach Inkrafttreten des neuen Erbschaft- und Schenkungsteuergesetzes fehlen weiterhin die Richtlinien mit den notwendigen Ausführungsregelungen. Damit besteht noch immer keine Rechtssicherheit für eigentümer- und familiengeführte Unternehmen sowie ihre Nachfolger. Die Probleme, die tatsächliche Erbschaft- oder Schenkungsteuerlast zu ermitteln, sind deshalb groß.

Die positiven Punkte der Neuregelung drohen zu verpuffen

Immerhin hat das neue Gesetz die Grundlage der Erbschaft- und Schenkungsteuer – nämlich die Bewertung von Unternehmen – realistischer gestaltet. Bei dem häufig angewendeten „Vereinfachten Ertragswertverfahren“ wurde der entscheidende Multiplikator des durchschnittlichen Jahresertrags von knapp 18 auf 13,75 gesenkt. Das führt die der Besteuerung zugrundeliegenden Unternehmenswerte zumindest etwas näher an die Praxis heran.

Andere positive Aspekte der Neuregelung verpuffen allerdings. Das gilt beispielsweise für die Berücksichtigung der für Familienunternehmen typischen Verfügungsbeschränkungen. Sind etwa die Entnahme von Gewinnen und die Abfindungen beim Ausscheiden eines Gesellschafters vertraglich begrenzt, kann ein Abschlag von bis zu 30 Prozent auf den Wert des begünstigten Betriebsvermögens vorgenommen werden. Das Problem: Der Gesetzestext für die maximal mögliche Gewinnentnahme wurde nicht präzise ausformuliert und ist deshalb in der Praxis kaum anwendbar. Unklar bleibt deshalb, wie der „steuerrechtliche Gewinn“ zu bestimmen ist. Die meisten Gesellschaftsverträge beziehen sich selbst nicht auf diese Abgrenzung, sondern naheliegenderweise auf den handelsrechtlichen Gewinn.

Richtlinie der Verwaltung muss Klarheit schaffen

Zu solchen Fragen müssen die Ausführungsregelungen der Finanzverwaltung endlich Rechtssicherheit schaffen. Beispielsweise ist auch noch offen, wie Umschichtungen in verbundenen Unternehmen zu behandeln sind. Bei Unternehmensverbünden müssen für die Bewertung sog. Verbundvermögensaufstellungen erstellt werden. Unklar ist hier, wie diese konkret aussehen sollen, beziehungsweise auf welcher Basis sie erstellt werden können. Ein weiteres Problem: Manche Nachfolger werden gezwungen sein, einen Teil des Vermögens zu veräußern, um die nach der Neuregelung anfallende Erbschaftsteuer zahlen zu können. Bei Veräußerungen fallen aber Ertragsteuern an. Werden diese Belastungen bei der Festsetzung der zu zahlenden Erbschaftsteuer berücksichtigt? So gibt es noch viele unbeantwortete Fragen, die die Freude über die Übernahme eines Unternehmens trüben können.

Unternehmen in Zukunft steuerlich entlasten

Unter dem Strich muss damit gerechnet werden, dass Nachfolger durch die Neuregelungen insgesamt auf jeden Fall steuerlich stärker belastet werden. Familienunternehmen sind aber der Markenkern des erfolgreichen Wirtschaftsstandortes Deutschland. Gerade sie haben in schwierigen Zeiten alle Kräfte mobilisiert und an Standort samt Mitarbeitern festgehalten.

Aktuell stehen Wirtschaft und Gesellschaft weiter vor großen Herausforderungen. Die fortschreitende Globalisierung, die Digitalisierung von Unternehmen und Verwaltung sowie die Integration von Flüchtlingen gehören dazu. Um dies zu meistern, sind aber dauerhaft gute wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen notwendig. Dazu gehört ein Steuersystem, das die hiesigen Betriebe auch im internationalen Wettbewerb nicht benachteiligt. Deshalb sollten Steuerentlastungen und Steuerreformen für Unternehmen ganz oben auf der wirtschaftspolitischen Agenda stehen.

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Innovationsindikator 2018: Deutschland liegt deutlich hinter Spitzenreitern

Deutschland gehört zu den innovationsstärksten Ländern der Welt und behauptet im internationalen Vergleich den vierten Platz aus dem Vorjahr. Zugleich wächst der Abstand Deutschlands zur Spitzengruppe. Zu diesem Ergebnis kommt der Innovationsindikator 2018, der im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) die Innovationsstärke von 35 Volkswirtschaften untersucht.

Innovationsindikator 2018: Deutschland liegt deutlich hinter Spitzenreitern

BDI, Pressemitteilung vom 21.12.2018

Deutschland behauptet seinen vierten Platz, doch der Abstand zur Spitze wächst. Um diesen Trend zu stoppen, fordert die Industrie mehr Investitionen in die digitale Infrastruktur und Anwendungen von künstlicher Intelligenz. Im neuen Offenheits-Indikator liegt Deutschland nur auf Rang 21.Deutschland gehört zu den innovationsstärksten Ländern der Welt und behauptet im internationalen Vergleich den vierten Platz aus dem Vorjahr. Zugleich wächst der Abstand Deutschlands zur Spitzengruppe. Zu diesem Ergebnis kommt der Innovationsindikator 2018, der im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) die Innovationsstärke von 35 Volkswirtschaften untersucht.

Die Bundesrepublik liegt deutlich hinter Spitzenreiter Singapur sowie der Schweiz und Belgien. Sie steht an der Spitze eines hart umkämpften Mittelfeldes. Schweden, die USA und das Vereinigte Königreich folgen mit geringem Abstand. Singapur hat die Führung von der Schweiz übernommen, die seit 13 Jahren an der Spitze des Innovationsindikators gestanden hatte. Die USA sind Sechster, China steht auf Platz 25. Derzeit steigt Chinas Innovationsleistung etwa dreimal schneller als die der EU.

Grund für den größeren Abstand Deutschlands zur Spitze ist die fehlende Dynamik in einigen Subindikatoren. Im Teilbereich Wirtschaft rutscht Deutschland von Platz sieben im Vorjahr auf Rang neun ab. Dieses Kriterium misst die Innovationskraft der Unternehmen, ihre Umsetzungskompetenz und den Innovationsoutput – gemessen an der Landesgröße. 2012 reichte es noch für einen Platz unter den Top-Drei-Standorten.

„Das kontinuierlich schlechtere Abschneiden im Innovationswettbewerb ist Anlass zur Sorge. Diesen Trend gilt es zu stoppen“, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf. „Die Politik darf jetzt keine Zeit mehr verlieren und muss die Weichen für künftige Innovationen stellen.“ Laut der Untersuchung sind es gerade mittelständische Unternehmen, die derzeit im Innovationswettbewerb zurückfallen und damit die Dynamik der Wirtschaft bremsen. Kempf: „Eine ausreichend ausgestattete steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung würde im Zusammenwirken mit einer effektiven Projektförderung die nötigen Impulse setzen.“

Auch müsse die Bundesregierung endlich die digitale Infrastruktur ausbauen, erklärte Kempf. Der Schlüssel zum Erfolg der Digitalisierung sei die Kombination von industrieller Stärke mit den Möglichkeiten künstlicher Intelligenz (KI). Nur mit deutlich mehr Investitionen in KI-Anwendungen lasse sich die Durchschlagkraft von KI für die Industrie erhöhen. „Zusätzlich sollte die Bundesregierung die Förderung von Hightech-Gründungen anschieben und den Technologietransfer in den Mittelstand beschleunigen“, unterstrich der BDI-Präsident.

Besonders Kooperation und Austausch fördern Innovation, das zeigen vor allen anderen die Schweiz, Irland, die Niederlande und Österreich im neuen Offenheits-Indikator. Hier liegt Deutschland deutlich hinter anderen Industrienationen auf Rang 21 der 35 untersuchten Staaten. Positiv sind eine hohe Integration in den Weltmarkt und eine hohe Offenheit der Wissenschaft. „Unser Land ist im Vergleich zu anderen weniger in der Lage, Talente aus dem Ausland anzuziehen und ausländische Arbeitskräfte in Arbeitsmarkt und Gesellschaft zu integrieren“, kritisierte Kempf. „Eine klare Strategie sowie eine wissens- und innovationsorientierte Migrations- und Arbeitsmarktpolitik sind überfällig.“

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Importpreise im November 2018: +3,1 % gegenüber November 2017

Die Einfuhrpreise waren im November 2018 um 3,1 % höher als im November 2017. Im Oktober 2018 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei +4,8 % gelegen, im September 2018 bei +4,4 %. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, fielen die Importpreise im November 2018 gegenüber Oktober 2018 um 1,0 %.

Ein- und Ausfuhrpreisindex

Importpreise im November 2018: +3,1 % gegenüber November 2017

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 21.12.2018

Einfuhrpreise, November 2018

  • -1,0 % zum Vormonat
  • +3,1 % zum Vorjahresmonat

Ausfuhrpreise, November 2018

  • -0,1 % zum Vormonat
  • +1,7 % zum Vorjahresmonat

Die Einfuhrpreise waren im November 2018 um 3,1 % höher als im November 2017. Im Oktober 2018 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei +4,8 % gelegen, im September 2018 bei +4,4 %. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, fielen die Importpreise im November 2018 gegenüber Oktober 2018 um 1,0 %.

Der Anstieg der Importpreise gegenüber dem Vorjahr war vor allem durch die Entwicklung der Einfuhrpreise für Energie beeinflusst. Energieeinfuhren waren im November 2018 um 19,3 % teurer als im November 2017 (-7,7 % gegenüber Oktober 2018).

Gegenüber November 2017 verteuerten sich insbesondere elektrischer Strom (+44,2 %) und Erdgas (+34,9 %). Während elektrischer Strom (+7,7 %) und Erdgas (+1,3 %) auch gegenüber dem Vormonat teurer wurden, verbilligten sich die anderen Energieträger im Vergleich zu Oktober 2018 teilweise deutlich (Erdöl: -13,9 %, Mineralölerzeugnisse: -10,4 %). Der Einfuhrpreisindex ohne Energie war im November 2018 um 1,1 % höher als im November 2017 (+0,1 % gegenüber Oktober 2018). Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Einfuhrpreisindex um 2,3 % über dem Stand des Vorjahres (+0,1 % gegenüber Oktober 2018).

Die Preise für importierte Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) erhöhten sich im November 2018 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,5 %. Gegenüber dem Vormonat veränderten sich die Preise nicht. Im Vergleich zu November 2017 verteuerten sich unter anderem Holz- und Zellstoff (+17,5 %) sowie Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (+6,5 %). Dagegen lagen die Preise für Rohkupfer unter dem Niveau des Vorjahresmonats (-6,0 %).

Der Index der Ausfuhrpreise lag im November 2018 um 1,7 % über dem Stand von November 2017. Im Oktober 2018 hatte die Jahresveränderungsrate bei +2,0 % und im September 2018 bei +1,9 % gelegen. Gegenüber dem Vormonat Oktober 2018 fielen die Ausfuhrpreise im Durchschnitt leicht um 0,1 %.

Die Preise für importierte Investitionsgüter blieben im November 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat und gegenüber dem Vormonat jeweils unverändert. Während Maschinen (+1,1 %) und Kraftwagen (+0,9 %) teurer waren, wurden insbesondere Smartphones (-12,0 %) sowie Speichereinheiten und andere Datenspeicher (-10,1 %) zu niedrigeren Preisen als im November 2017 importiert.

Die Einfuhrpreise für Konsumgüter (Gebrauchs- und Verbrauchsgüter) lagen im Durchschnitt um 0,4 % über dem Stand des Vorjahresmonats (+0,1 % gegenüber dem Vormonat). Verbrauchsgüter waren im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 % teurer. Die Importpreise für Gebrauchsgüter stiegen im Durchschnitt um 0,2 %.

Importierte landwirtschaftliche Güter waren im Durchschnitt um 0,8 % billiger als im November 2017 (+0,4 % gegenüber dem Vormonat). Während sich unter anderem Naturkautschuk (-12,9 %) und Rohkaffee (-9,6 %) stark verbilligten, wurden insbesondere Getreide (+9,8 %) sowie Blatt- und Stängelgemüse (+9,2 %) zu höheren Preisen importiert.

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Konsumklima startet stabil ins neue Jahr

Die Stimmung der deutschen Verbraucher zeigt zum Jahresende 2018 kein einheitliches Bild. Während die Einkommenserwartung leicht zulegt, müssen sowohl Konjunkturerwartung als auch Anschaffungsneigung Einbußen hinnehmen. Da auch die Sparneigung etwas zurückgeht, prognostiziert GfK für Januar 2019 einen gegenüber Dezember unveränderten Wert von 10,4 Punkten.

Konsumklima startet stabil ins neue Jahr

GfK, Pressemitteilung vom 21.12.2018

Die Stimmung der deutschen Verbraucher zeigt zum Jahresende 2018 kein einheitliches Bild. Während die Einkommenserwartung leicht zulegt, müssen sowohl Konjunkturerwartung als auch Anschaffungsneigung Einbußen hinnehmen. Da auch die Sparneigung etwas zurückgeht, prognostiziert GfK für Januar 2019 einen gegenüber Dezember unveränderten Wert von 10,4 Punkten.

Zum Jahresende geht die Schere zwischen den Erwartungen hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen und eigenen finanziellen Entwicklung weiter auseinander. Zum einen setzt sich der Abwärtstrend der Konjunkturaussichten fort, und auf der anderen Seite können die Einkommenserwartungen der Haushalte ihr ohnehin hohes Niveau noch einmal verbessern. Da auch die Anschaffungsneigung Verluste erleidet, zeigt sich das Konsumklima unverändert.

Konjunkturoptimismus schwindet weiter

Mit dem dritten Rückgang in Folge setzt die Konjunkturerwartung ihren Abwärtstrend zum Jahresende 2018 fort. Nach einem Minus von 3,3 Zählern rutscht der Indikator auf 14,1 Punkte. Das ist der niedrigste Wert seit Februar 2017, damals wurden 9,7 Punkte gemessen. Gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres hat er damit mehr als 30 Punkte verloren.

Der anhaltende Handelskonflikt zwischen den USA, China und der EU sowie die Verunsicherung wegen des Brexit lassen den Konjunkturoptimismus unter den Verbrauchern zunehmend schwinden. Vor allem in drohenden Handelshemmnissen, wie zum Beispiel höheren Zöllen, sehen die Bundesbürger für die Exportnation Deutschland Gefahren. Schwächelnde Ausfuhren dämpfen das Wachstum.

Gerade vor dem Hintergrund der weltwirtschaftlichen Turbulenzen haben die Experten zuletzt ihre Konjunkturprognosen für das kommende Jahr zurückgenommen. Momentan geht die überwältigende Mehrheit davon aus, dass das BIP 2019 nur noch um etwa 1,5 Prozent steigen wird.

Einkommenserwartung legt leicht zu

Die Einkommensaussichten der Deutschen trotzen nach wie vor den sinkenden Konjunkturerwartungen. Der Einkommensindikator gewinnt im Dezember 3,6 Zähler und klettert auf 53,8 Punkte. Er liegt damit in etwa wieder auf Vorjahresniveau.

Der große Einkommensoptimismus unter den Bundesbürgern angesichts des konjunkturellen Abwärtstrends überrascht nur auf den ersten Blick. Die wesentlichen Ursachen für das Hoch liegen in der anhaltend exzellenten Verfassung des Arbeitsmarktes. Die Beschäftigung nimmt weiter zu, die Arbeitslosigkeit sinkt und nähert sich inzwischen der Zwei-Millionen-Marke. Der hohe Beschäftigungsstand eröffnet zudem Spielräume für Einkommenszuwächse, die sowohl den Arbeitnehmern als auch den Rentnern – trotz zuletzt etwas höherer Inflation – reale Einkommenszuwächse beschert.

Die Aussichten für den Arbeitsmarkt sollen auch 2019 günstig bleiben. Deshalb sind die hohen Erwartungen an die finanzielle Entwicklung durchaus begründet.

Anschaffungsneigung mit Verlusten

Nach zwei Anstiegen in Folge muss die Anschaffungsneigung im Dezember wieder Einbußen hinnehmen. Der Indikator verliert 4,4 Zähler und weist nun 53,1 Punkte auf. Angesichts des anhaltend hohen Niveaus bleibt die Konsumlaune der Deutschen jedoch intakt. Im Vorjahresvergleich verzeichnet sie jedoch ein Minus von vier Punkten.

Trotz der aktuellen Einbuße bleibt die Konsumneigung sehr gut. Die bereits erwähnten exzellenten inländischen Rahmenbedingungen, wie hohe Beschäftigung und steigende Realeinkommen, sorgen dafür, dass die Verbraucher weiterhin Geld ausgeben. Dies wird ihnen auch dadurch erleichtert, dass die Alternative zum Ausgeben – das Sparen – weiterhin nicht attraktiv ist. Die Europäische Zentralbank (EZB) beabsichtigt, die Niedrigzinspolitik der letzten Jahre fortzusetzen. Daran ändert auch die aktuelle Entscheidung nichts, das Anleihekaufprogramm, das bislang etwa 2,6 Billionen Euro in die Märkte gepumpt hat, auslaufen zu lassen.

Konsumklima startet stabil ins neue Jahr

Aufgrund der uneinheitlichen Entwicklung von Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung und der Tatsache, dass die Sparneigung im Dezember wieder etwas gesunken ist, zeigt sich das Konsumklima für Januar 2019 unverändert gegenüber dem Vormonat. GfK bestätigt seine Prognose, wonach die realen privaten Konsumausgaben in diesem Jahr um etwa 1,5 Prozent steigen werden. Die Aussichten für 2019 bleiben aus Sicht des Konsums günstig.

Das setzt allerdings voraus, dass sich der Arbeitsmarkt auch im kommenden Jahr stabil entwickelt. Davon ist nach derzeitigem Stand auch auszugehen. Allerdings ist dies nicht ohne Risiko: Eine weitere Eskalation im Handelskonflikt mit den USA oder ein unkontrollierter Austritt Großbritanniens aus der EU würde sicherlich auch für das Konsumklima zu einer Belastung werden. Zudem entstehen durch die Haushaltspolitik Italiens und Frankreichs aktuell weitere potenzielle Konfliktfelder.

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Deutsche Wirtschaft beendet das Jahr mit ordentlichem Wachstum

Das Konjunkturbarometer des DIW Berlin signalisiert für das Schlussquartal mit einem Indexstand von 101 Punkten ein Wachstumstempo, das trotz einiger Schwächesignale in den vergangenen Monaten in etwa dem langjährigen Durchschnitt entspricht: Im vierten Quartal dürfte das BIP um gut 0,3 % höher ausfallen als im Vorquartal. Somit wird die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um voraussichtlich 1,5 % gewachsen sein.

Deutsche Wirtschaft beendet das Jahr mit ordentlichem Wachstum

DIW Berlin, Pressemitteilung vom 20.12.2018

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) signalisiert für das Schlussquartal mit einem Indexstand von 101 Punkten ein Wachstumstempo, das trotz einiger Schwächesignale in den vergangenen Monaten in etwa dem langjährigen Durchschnitt entspricht: Im vierten Quartal dürfte das Bruttoinlandsprodukt um gut 0,3 Prozent höher ausfallen als im Vorquartal. Somit wird die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um voraussichtlich 1,5 Prozent gewachsen sein. „Das ist zwar ein geringerer Anstieg der Wirtschaftsleistung als noch zu Jahresbeginn erwartet wurde, letztlich aber als eine Normalisierung nach Jahren des überdurchschnittlichen Wachstums zu werten“, sagt DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen. „Sorgen vor einer Rezession sind übertrieben.“ Für kommendes Jahr ist nach Einschätzung des DIW Berlin mit 1,6 Prozent ein Wachstum in ähnlicher Größenordnung zu erwarten.

Die Dienstleistungsbereiche tragen stabil zum Wachstum bei. „Im Zuge des kräftigen Beschäftigungsaufbaus profitieren die konsumnahen Bereiche von den spürbaren Einkommenszuwächsen der privaten Haushalte“, so DIW-Konjunkturexperte Simon Junker. „Der vorübergehende Produktionsstopp in der Automobilindustrie im Sommer trägt dagegen noch maßgeblich zu dem trüben Bild bei, das die Indikatoren für die deutsche Industrie derzeit zeichnen.“ Nach und nach dürften die Kfz-Hersteller Zertifizierungen für ihre Fahrzeugmodelle erhalten und dann einen Großteil der ausgebliebenen Verkäufe – und schließlich auch der Produktion – nachholen. Diesen Effekt können aktuell vorliegende Zahlen noch nicht vollständig widerspiegeln; immerhin hat sich die Stimmung in der Kfz-Industrie und auch im Kfz-Handel bereits merklich aufgehellt. Somit dürfte der Nachholeffekt die Wirtschaftsleistung in den kommenden Monaten spürbar anregen.

Das nächste DIW Konjunkturbarometer erscheint am Mittwoch, den 30. Januar 2019.

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Steuerstandort Deutschland mittlerweile Schlusslicht für digitale Geschäftsmodelle

Die Bundesrepublik rangiert als Standort für Investitionen in digitale Geschäftsmodelle mittlerweile auf dem letzten Platz im internationalen Vergleich. Zu diesem zentralen Befund kommt die Studie „Steuerliche Standortattraktivität digitaler Geschäftsmodelle. Steuerlicher Digitalisierungsindex 2018“ des ZEW.

Steuerstandort Deutschland mittlerweile Schlusslicht für digitale Geschäftsmodelle

ZEW, Pressemitteilung vom 18.12.2018

Während die Steuerreform in den USA unter Präsident Donald Trump den globalen Steuerwettbewerb intensiviert und andere europäische Staaten Regime zur Förderung von Investitionen in innovative Geschäftsmodelle ausweiten, stagniert das deutsche Steuersystem auf einem hohen Belastungsniveau. Damit rangiert die Bundesrepublik als Standort für Investitionen in digitale Geschäftsmodelle mittlerweile auf dem letzten Platz im internationalen Vergleich. Zu diesem zentralen Befund kommt die Studie „Steuerliche Standortattraktivität digitaler Geschäftsmodelle. Steuerlicher Digitalisierungsindex 2018″, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, gemeinsam mit der Universität Mannheim und der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) nun zum zweiten Mal erarbeitet hat.

Das Ergebnis der Studie ist aus deutscher Sicht ernüchternd: Von den 33 untersuchten Ländern schneidet Deutschland mit einem effektiven Durchschnittsteuersatz für digitalisierte Unternehmen von 22,2 Prozent am schlechtesten ab und liegt damit knapp hinter den USA (22 Prozent) – zum Vergleich: Der effektive Durchschnittsteuersatz aller betrachteten Ländern liegt bei rund 8,8 Prozent. Die ersten fünf Plätze belegen Italien (minus 33,2 Prozent), Irland (minus 3,4 Prozent), Ungarn (minus 0,5 Prozent), Litauen (minus 0,05 Prozent) und Lettland (0,1 Prozent).

„Deutschland steht mittlerweile unter massivem steuerlichen Druck, um Investitionen in digitale Geschäftsmodelle nicht weiter zu behindern. In diesem Bereich geht es in erster Linie um die Schaffung von Arbeitsplätzen“, sagt Prof. Dr. Christoph Spengel, ZEW-Forschungsprofessor, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre an der Universität Mannheim und einer der Autoren/-innen der Studie.

Im Steuerlichen Digitalisierungsindex 2018 werden relevante steuerliche Standortfaktoren für Investitionen in digitale Geschäftsmodelle im Vergleich für die 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie Kanada (Rang 23), die USA (Rang 32), Japan (Rang 31), Norwegen (Rang 13) und die Schweiz (Rang 26) analysiert. Die Recherche sowie deskriptive Aufbereitung umfassen unter anderem Steuersätze, Abschreibungsregeln für IT-Software und Hardware oder Präferenzregime für Erträge aus Forschung und Entwicklung sowie Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Diese Faktoren fließen in die Berechnung der Kapitalkosten und effektiven Durchschnittssteuersätze für Investitionen ein. Daraus resultieren effektive Durchschnittssteuersätze in den betrachteten Ländern zwischen minus 33,2 Prozent (Italien) bis 22,2 Prozent (Deutschland).

Die zentrale Erkenntnis aus der diesjährigen Neuauflage der Studie lässt sich am Gesamtranking im Vergleich zum Vorjahr ablesen: Im internationalen Durchschnitt sinken sowohl die Kapitalkosten als auch die effektiven Durchschnittssteuersätze weiter. Getrieben wird diese Entwicklung von der Ausweitung der steuerlichen Förderung von Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten wie zum Beispiel in den Niederlanden (Rang 15) sowie neuen Sonderabschreibungen in Höhe von 250 Prozent für Investitionen in IT-Infrastruktur und Senkung der Körperschaftsteuersätze wie in Italien.

Bei steuerlicher Forschungsförderung hinkt Deutschland hinterher

„Deutschland ist mittlerweile Schlusslicht in steuerlicher Hinsicht, auch für digitale Geschäftsmodelle. Die USA haben sich nicht zuletzt durch die drastische Senkung der Belastung von Unternehmensgewinnen und der bevorzugten Besteuerung von Auslandsgewinnen im Kampf um die Ansiedlung digitaler Unternehmen verbessert und liegen damit noch vor Deutschland“, erklärt Christoph Spengel.

Die Studie zeigt weiter, dass insbesondere im europäischen Kontext die steuerliche Forschungsförderung ein zunehmend verbreitetes Mittel ist, um für Investitionen in Innovation Anreize zu setzen. „In Deutschland existiert diese Form der Forschungsförderung praktisch noch nicht, was im internationalen Vergleich durchaus Nachteile mit sich bringt“, erklärt Spengel. Denn: Digitale Geschäftsmodelle profitieren immer dann von steuerlicher Forschungsförderung, wenn die dazugehörigen Regeln breit gefasst sind und nicht nur klassische Labortätigkeiten oder patentierbare Wirtschaftsgüter umfassen. So fördert die Steuergutschrift etwa in Belgien (Rang 21) oder der zusätzliche steuerliche Abzug in Kroatien (Rang 6) neben der Softwareentwicklung und -nutzung auch Aktivitäten im Zusammenhang mit der digitalen Prozessentwicklung und -optimierung.

Weiterhin profitieren insbesondere plattform-basierte digitale Geschäftsmodelle von steuerlichen Sonderregimen, da hierbei Softwareentwicklung ein Haupttätigkeitsfeld ist. „Diese Geschäftsmodelle sind besonders flexibel, nicht an physische Standortfaktoren gebunden und können somit das internationale Steuergefälle optimal ausnutzen“, sagt Spengel. Schließlich hat die Steuerreform Anfang 2018 in den USA zu einer enormen steuerlichen Entlastung für dort getätigte Investitionen in digitale Geschäftsmodelle geführt. Dies stellt einen Wettbewerbsvorteil für dort ansässige Unternehmen da und verschärft den globalen Wettbewerb um zukünftige Investitionen.

„Aus Sicht der Praxis ist festzustellen, dass die Zahl der Unternehmen, die sich auf einen digitalen Innovationspfad begeben haben, mittlerweile Legion ist. Diese Welle ist längst in ‚Brick-and-Mortar‘ angekommen, und in einigen Jahren werden alle Unternehmen mehr oder weniger digital sein. Wenn sich hierbei Fragen zur internationalen Standortwahl stellen, muss der Steuerberater auf die massiven internationalen Belastungsunterschiede bei der Besteuerung digitaler Geschäftsmodelle hinweisen“ sagt Dr. Frank Schmidt, Tax Partner bei PwC in Frankfurt.

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Erzeugerpreise November 2018: +3,3 % gegenüber November 2017

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im November 2018 um 3,3 % höher als im November 2017. Einen stärkeren Anstieg im Vorjahresvergleich hatte es zuletzt mit +3,5 % im Dezember 2011 gegeben. Im Oktober 2018 hatte die Jahresveränderungsrate ebenfalls bei +3,3 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stiegen die Erzeugerpreise im November gegenüber dem Vormonat geringfügig um 0,1 %.

Erzeugerpreise November 2018: +3,3 % gegenüber November 2017

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 19.12.2018

Erzeugerpreise gewerblicher Produkte, November 2018

  • +0,1 % zum Vormonat
  • +3,3 % zum Vorjahresmonat

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im November 2018 um 3,3 % höher als im November 2017. Einen stärkeren Anstieg im Vorjahresvergleich hatte es zuletzt mit +3,5 % im Dezember 2011 gegeben. Im Oktober 2018 hatte die Jahresveränderungsrate ebenfalls bei +3,3 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stiegen die Erzeugerpreise im November gegenüber dem Vormonat geringfügig um 0,1 %.

Auch im November 2018 wirkte sich die Preisentwicklung bei Energie am stärksten auf die Entwicklung der Erzeugerpreise insgesamt aus. Energie war um 8,9 % teurer als ein Jahr zuvor. Gegenüber Oktober 2018 stiegen die Energiepreise um 0,5 %.

Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise um 1,6 % höher als im November des Vorjahres. Gegenüber Oktober 2018 blieben sie unverändert.

Vorleistungsgüter waren im November 2018 um 2,4 % teurer als im November 2017. Gegenüber dem Vormonat Oktober stiegen die Preise geringfügig um 0,1 %. Futtermittel für Nutztiere kosteten 12,4 % mehr als im Vorjahresmonat (+0,1 % gegenüber Oktober 2018). Die Preise für chemische Grundstoffe waren 4,9 % höher als ein Jahr zuvor. Metalle kosteten 3,0 % mehr als im November 2017 (-0,1 % gegenüber Oktober 2018). Nur wenige Vorleistungsgüter waren billiger als im November 2017. Dazu gehörten nichtmetallische Sekundärrohstoffe (-14,5 %) sowie Nichteisenmetalle und Halbzeug daraus (-2,6 %).

Investitionsgüter waren im November 2018 um 1,5 % teurer als im November 2017, Gebrauchsgüter um 1,8 % (jeweils +0,1 % gegenüber Oktober 2018).

Im November 2018 waren die Preise für Verbrauchsgüter 0,4 % höher als im November 2017. Im Vergleich zum Vormonat Oktober gingen sie geringfügig um 0,1 % zurück. Nahrungsmittel waren 0,2 % billiger als im November 2017 (-0,1 % gegenüber Oktober 2018). Verarbeitete Kartoffeln waren 11,5 % teurer als ein Jahr zuvor. Allein gegenüber Oktober 2018 stiegen diese Preise um 8,6 %. Backwaren kosteten 4,5 % mehr als im November 2017. Billiger als im November 2017 waren insbesondere Zucker (-17,7 %), Butter (-13,3 %) und Kaffee (-3,9 %).

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Bundesregierung verabschiedet Fachkräftestrategie und Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Wie das BMWi mitteilt, hat die Bundesregierung ihre Fachkräftestrategie verabschiedet. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Deutschland. Mit der Fachkräftestrategie sollen mehr inländische, europäische und internationale Fachkräfte angesprochen werden.

Bundesregierung verabschiedet Fachkräftestrategie und Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Mehr Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze durch Fachkräfteeinwanderungsgesetz

BMWi, Pressemitteilung vom 19.12.2018

Am 19.12.2018 hat die Bundesregierung ihre Fachkräftestrategie verabschiedet. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Deutschland . Nachdem bereits am 06.11.2018 „make-it-in-germany.com“ zum zentralen Informationsportal der Bundesregierung für Fachkräfte aus dem Ausland ausgebaut wurde, hat die Bundesregierung am 19.12.2018 als weitere Maßnahme der Fachkräftestrategie zeitgleich Entwürfe für das Fachkräfteeinwanderungsgesetz und das Gesetz über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung beschlossen.

„Alle, die in jüngster Zeit versucht haben, einen Handwerkstermin zu vereinbaren, wissen, was Fachkräfteengpässe bedeuten. Die deutsche Wirtschaft steht hier vor großen Herausforderungen. Wir brauchen mehr Fachkräfte!“, so Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. „Mit der Fachkräftestrategie und dem Entwurf für ein Fachkräfteeinwanderungsgesetz legen wir das Fundament für die Fachkräftesicherung der Zukunft. Dabei ist mir als Bundeswirtschaftsminister besonders wichtig, dass beruflich Qualifizierte einen leichteren Arbeitsmarktzugang nach Deutschland erhalten. Denn die deutsche Wirtschaft braucht nicht nur Akademiker!“

Mit der Fachkräftestrategie sollen mehr inländische, europäische und internationale Fachkräfte angesprochen werden. In einem fortlaufenden Prozess werden mit den Sozialpartnern, Ländern, Kammerorganisationen und der Bundesagentur für Arbeit konkrete Maßnahmen erarbeitet. Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz erleichtert vor allem beruflich Qualifizierten den Arbeitsmarktzugang nach Deutschland. Zukünftig können beruflich Qualifizierte aus Drittstaaten genauso wie Akademiker in allen Berufen arbeiten. Dies ist ein weiterer Schritt zur Gleichstellung von beruflich und akademisch qualifizierten, für die sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie besonders eingesetzt hat. Ergänzt wird das Paket der Bundesregierung durch das Gesetz über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung, das klarere Regelungen für die Ausbildungsduldung enthält, diese auf Helferausbildungen ausweitet und darüber hinaus einen neuen Duldungstatbestand für gut integrierte Geduldete schafft.

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Innovationen: Hoch springen, um ganz vorne zu landen

Die deutsche Wirtschaft ist zwar Weltklasse darin, bestehende Produkte immer weiter zu verbessern, hat aber Nachholbedarf beim Hervorbringen und Verbreiten von disruptiven Innovationen. Die neue Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen soll dies ändern. Nach Einschätzung des DIHK kann das auch gelingen – vorausgesetzt, die Einrichtung agiert marktnah und bürokratiearm. Zudem sollte aus Effizienzgründen eine Aufgabenteilung mit dem Europäischen Innovationsrat sichergestellt werden.

Innovationen: Hoch springen, um ganz vorne zu landen

DIHK, Mitteilung vom 13.12.2018

Sprunginnovationen ermöglichen neue Produkte und Dienstleistungen und haben deshalb das Potenzial, Märkte komplett umzukrempeln. Ein typisches Beispiel ist das Internet, das digitalen Plattformen den Weg bereitet hat und Teile des stationären Handels verdrängen konnte. Ein amerikanischer Fahrdienst stellt die Taxibranche auf den Kopf, Streaming-Portale machen Kinos und dem Fernsehen zu schaffen, Übernachtungsplattformen setzen das Hotelgewerbe unter Druck.

Angesichts ihrer großen Bedeutung ist es bedenklich, dass solche bahnbrechenden Neuerungen seit einiger Zeit mehrheitlich aus anderen Ländern kommen. Um dies zu ändern, hat das Bundeskabinett beschlossen, eine Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen einzurichten. Ausgestattet mit etwa einer Milliarde Euro für die nächsten zehn Jahre soll sie Freiräume schaffen, damit hochinnovative Ideen ihren Weg in neue Produkte „made in Germany“ finden. Dafür sind in der Anfangsphase von 2019 bis 2022 zehn Innovationswettbewerbe geplant, in denen verschiedene Wege zur Lösung einer gesellschaftlich relevanten Herausforderung miteinander verglichen werden. Gesteuert werden die Wettbewerbe von drei erfahrenen, befristet eingestellten Innovationsmanagern. Die Garantie, eine Lösung zu finden, gibt es nicht. Gut möglich, dass acht von zehn Ansätzen scheitern – einen Erkenntnisgewinn wird es trotzdem geben.

Freie Fahrt für disruptive Innovationen

Die deutsche Wirtschaft ist zwar Weltklasse darin, bestehende Produkte immer weiter zu verbessern, es gibt jedoch Nachholbedarf beim Hervorbringen und Verbreiten von disruptiven Innovationen. Welche Innovation disruptive Qualität hat, weiß man in der Regel nicht im Vorhinein. Entwicklungen sind also mit einem hohen wirtschaftlichen Risiko für die Unternehmen verbunden. Wer jedoch den Sprung nicht wagt, kann nicht ganz vorne landen. Und hier soll die Agentur für Sprunginnovationen ansetzen: Sie soll hilfreiche Ansätze bieten, die Innovationsfähigkeit der deutschen Volkswirtschaft zu stärken und den Produktivitätszuwachs in Deutschland zu beschleunigen.

Den Marktbedarf von Anfang an im Blick

Um auch den einen oder anderen Skeptiker zu überzeugen, ist es das A und O, sich am Marktbedarf zu orientieren. Innovative Ideen entstehen nicht allein in der Wissenschaft, sondern werden vor allem von klugen Köpfen in Unternehmen hervorgebracht, die immer auch das Anwendungspotenzial im Blick haben. Die frühzeitige Beteiligung der Wirtschaft ist deshalb unerlässlich für die Themenfindung, für den Transfer der Ergebnisse in die Betriebe und für die breite Nutzung neuer Technologien durch Unternehmen, Gesellschaft und Staat.

Marktnah sollten auch die Innovationsmanager sein – und zugleich die Sprache von Forschung und Politik verstehen. Um die Agilität und Flexibilität der Agentur nicht mehr als nötig einzuschränken, sollten die bürokratischen Anforderungen (Verwaltung, Reporting) auf ein Mindestmaß beschränkt sein. Bei einer solchen Ausgestaltung kann es gelingen, Deutschland zu neuen Technologievorsprüngen zu verhelfen.

Doppelstrukturen mit EU-Ebene vermeiden

Da auf EU-Ebene perspektivisch der Europäische Innovationsrat (EIC) ebenfalls disruptive Innovationen unterstützen soll, besteht das Risiko, dass zwei Institutionen mit gleichem Aufgabenspektrum geschaffen werden. Aus Effizienzgründen sollten Doppelstrukturen vermieden und eine klare Aufgabenteilung sichergestellt werden.

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