Die Konjunktur schwächelt

Weniger Auslandsaufträge und Zulassungsstockungen in der Automobilindustrie haben die deutsche Wirtschaft auf Talfahrt geschickt: Das deutsche BIP ist im dritten Quartal 2018 preisbereinigt um 0,2 Prozent geschrumpft. Da auch die Weltwirtschaft weniger dynamisch ist, rechnet das IW Köln für das Jahr 2019 mit einem verhaltenen Wachstum von nur noch 1,2 Prozent – nach 1,5 Prozent in diesem Jahr.

Die Konjunktur schwächelt

IW Köln, Pressemitteilung vom 03.12.2018

Weniger Auslandsaufträge und Zulassungsstockungen in der Automobilindustrie haben die deutsche Wirtschaft auf Talfahrt geschickt: Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im dritten Quartal 2018 preisbereinigt um 0,2 Prozent geschrumpft. Da auch die Weltwirtschaft weniger dynamisch ist, rechnet das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) für das Jahr 2019 mit einem verhaltenen Wachstum von nur noch 1,2 Prozent – nach 1,5 Prozent in diesem Jahr.

Das Wachstumstempo hat in diesem Jahr spürbar nachgelassen. Bei den Unternehmen gingen weniger Aufträge ein, vor allem die globale Nachfrage nach Investitionsgütern ging zurück. Zudem machte sich ein Minus in der Automobilindustrie bemerkbar: Neuwagen müssen ein neues Prüfverfahren durchlaufen, dadurch verzögert sich die Zulassung und die Produktion stockt. International droht weiterhin Ungemach: Der drohende Handelskonflikt, den die USA befeuern, und der Brexit bremsen die deutsche Konjunktur.

Das trübt die Aussichten für 2019, zeigt die IW-Konjunkturumfrage vom Herbst 2018. Nur noch 23 Prozent der mehr als 2.250 befragten Unternehmen gehen im Exportgeschäft von einem Zuwachs aus, acht Prozentpunkte weniger als noch im Frühjahr 2018. Diese gedämpfte Zuversicht springt auch auf die Inlandskonjunktur über. Die Investitions- und Beschäftigungserwartungen haben sich ebenfalls merklich eingetrübt. Eine Stagnation droht nicht, aber die gesamtwirtschaftliche Produktion verliert an Schwung: Gut 38 Prozent der Firmen erwarten für 2019 ein Produktionsplus, dagegen rechnen 14 Prozent mit einem Minus. Die Spanne zwischen Optimisten und Pessimisten hat sich seit dem Frühjahr erheblich verkürzt.

Das schwächelnde Wachstum wird auch auf dem Arbeitsmarkt spürbar sein. Zwar steigt die Beschäftigung weiter an und die Arbeitslosigkeit sinkt, allerdings wird der Rückgang der Arbeitslosigkeit schwächer ausfallen als in diesem Jahr. Die Zwei-Millionen-Schwelle wird 2019 nicht unterschritten. Die Arbeitslosenquote sollte durchschnittlich bei fünf Prozent liegen.

Die positive Nachricht: Die öffentlichen Kassen sind gut gefüllt. Allerdings halbiert sich der Haushaltsüberschuss im kommenden Jahr, weil die Steuereinnahmen langsamer wachsen als die Staatsausgaben. Die IW-Ökonomen warnen deshalb davor, die öffentlichen Haushalte etwa durch stark steigende Sozialausgaben unnötig zu belasten: „Ein effizienter Umgang mit öffentlichen Mitteln ist in Schwächephasen wichtig für die konjunkturelle Vorsorge“, sagt IW-Konjunkturexperte Michael Grömling.

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Industrie 4.0: Roboter in 16 % der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe

Im Jahr 2018 nutzt im Bereich des Verarbeitenden Gewerbes nahezu jedes sechste Unternehmen (16 %) in Deutschland mit mindestens 10 Beschäftigten Industrie- oder Serviceroboter. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, setzen große Industrieunternehmen häufiger Roboter ein als kleinere Unternehmen.

Industrie 4.0: Roboter in 16 % der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 03.12.2018

Im Jahr 2018 nutzt im Bereich des Verarbeitenden Gewerbes nahezu jedes sechste Unternehmen (16 %) in Deutschland mit mindestens 10 Beschäftigten Industrie- oder Serviceroboter. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des am 3. und 4. Dezember in Nürnberg stattfindenden Digital-Gipfels weiter mitteilt, setzen große Industrieunternehmen häufiger Roboter ein als kleinere Unternehmen. Bei Großunternehmen mit mindestens 250 Beschäftigten liegt der Anteil bei 53 %. Bei mittelgroßen Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten beträgt er 24 %. Kleine Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten verwenden Robotertechnologie mit einem Anteil von 10 % deutlich seltener. Industrieroboter werden beispielsweise für Schweißarbeiten, Laserschneiden und Speziallackierung genutzt. Serviceroboter werden etwa für Überwachung, Transport und Reinigung eingesetzt.

3D-Druck nutzte im Jahr 2017 im Bereich des Verarbeitenden Gewerbes etwa jedes achte Unternehmen (13 %) mit mindestens 10 Beschäftigten. Dabei wird 3D-Druck mittels firmeneigener, gemieteter oder geleaster 3D-Drucker und Druckleistungen anderer Unternehmen berücksichtigt. Auch diese Technologie setzten große Industrieunternehmen häufiger ein als kleine Unternehmen: Bei Großunternehmen lag der Anteil bei 35 %, bei mittelgroßen Unternehmen betrug er 19 %. 3D-Druck nutzten 9 % der kleinen Unternehmen.

Das Statistische Bundesamt hat in der jährlichen Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Unternehmen im Jahr 2018 erstmals die Nutzung von Robotern im gleichen Jahr sowie von 3D-Druck im Vorjahr (das heißt 2017) erhoben.

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Deutsche Wirtschaft wächst – trotz Rückschlag im dritten Quartal – 2018 deutlich

Das Konjunkturbarometer des DIW Berlin signalisiert für das Schlussquartal mit einem Indexstand von 102 Punkten ein überdurchschnittliches Wachstum: Nachdem das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal sogar gesunken war, dürfte die deutsche Wirtschaft zum Jahresausklang wieder spürbar um 0,4 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Quartal zulegen.

Deutsche Wirtschaft wächst – trotz Rückschlag im dritten Quartal – 2018 deutlich

DIW Berlin, Pressemitteilung vom 28.11.2018

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) signalisiert für das Schlussquartal mit einem Indexstand von 102 Punkten ein überdurchschnittliches Wachstum: Nachdem das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal sogar gesunken war, dürfte die deutsche Wirtschaft zum Jahresausklang wieder spürbar um 0,4 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Quartal zulegen. „Die deutsche Konjunktur kühlt insgesamt zwar etwas ab, eine Rezession steht aber nicht bevor“, sagt DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen. Die Wachstumsrate für das gesamte Jahr 2018 dürfte letztlich zwischen 1,4 und 1,6 Prozent liegen – genaueren Aufschluss werden noch ausstehende Produktionszahlen aus der deutschen Industrie liefern, die derzeit für ungewöhnliche Unklarheit sorgen. „Unter dem Strich wird aber so oder so eine ordentliche Wachstumsrate stehen, auch wenn wir zu Beginn des Jahres noch von einer höheren ausgegangen waren“, so Michelsen.

Engpässe beim neuen Modell-Zertifizierungsverfahren hatten die Fahrzeugproduktion im Sommer belastet. „Die ausgefallene Produktion und der Verkauf der Autos dürften im Winter teilweise nachgeholt werden“, so DIW-Konjunkturexperte Simon Junker. „Diese Nachholeffekte werden den – auch aufgrund der Lieferprobleme zuletzt rückläufigen – Exporten und dem privaten Konsum zusätzliche Impulse geben.“ Aber auch ohne diese Effekte blieben die Ausfuhren aufwärtsgerichtet, wenngleich sich die weltwirtschaftliche Entwicklung nach dem Boomjahr 2017 allmählich normalisiert. Und auch der Verbrauch der privaten Haushalte wird weiter spürbar zunehmen: Der Arbeitsmarkt brummt nach wie vor, die Einkommen steigen merklich und zum Jahresauftakt werden die von der Bundesregierung beschlossenen Entlastungen bei den Sozialversicherungsbeiträgen in Kraft treten.

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Deutlicher Rückgang beim ifo Beschäftigungsbarometer

Die deutsche Wirtschaft stellt weiter ein, aber weniger kräftig als zuletzt. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 103,5 Punkte gefallen, nach 104,6 Punkten im Oktober.

Deutlicher Rückgang beim ifo Beschäftigungsbarometer

ifo Institut, Pressemitteilung vom 28.11.2018

Die deutsche Wirtschaft stellt weiter ein, aber weniger kräftig als zuletzt. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 103,5 Punkte gefallen, nach 104,6 Punkten im Oktober. Die Zahl der Arbeitnehmer in Deutschland wird weiter wachsen, wenn auch langsamer.

Am deutlichsten ist das Beschäftigungsbarometer im Dienstleistungssektor gesunken. Dort wollen sich mehr Unternehmen mit Neueinstellungen zurückhalten, insbesondere im Bereich Transport und Logistik. Im Handel und der Industrie gab das Barometer nur leicht nach. In beiden Sektoren werden weiterhin Mitarbeiter gesucht. Im Bauhauptgewerbe konnte der Rekord vom Vormonat nochmals überboten werden. Insbesondere der Tiefbau beklagt jedoch einen starken Arbeitskräftemangel.

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European Open Science Cloud für offene Wissenschaft vorgestellt

Am 23.11.2018 wurde die „Europäische Cloud für offene Wissenschaft“ (European Open Science Cloud, EOSC) vorgestellt. Sie soll der Wissenschaft in einer zuverlässigen und offenen Umgebung die Speicherung, Verwaltung, gemeinsame Nutzung und Wiederverwendung von Daten und Ergebnissen ermöglichen.

European Open Science Cloud für offene Wissenschaft vorgestellt

Am 23.11.2018 wurde die „Europäische Cloud für offene Wissenschaft“ (European Open Science Cloud, EOSC) vorgestellt.

Die Cloud, die auf Initiative der EU-Kommission gemeinsam mit den Mitgliedstaaten und der Wissenschaftsgemeinschaft entwickelt wurde, soll der Wissenschaft in einer zuverlässigen und offenen Umgebung die Speicherung, Verwaltung, gemeinsame Nutzung und Wiederverwendung von Daten und Ergebnissen ermöglichen. Daten von rund 1,7 Millionen Forschern und 70 Millionen Experten in den Bereichen der Wissenschaft, Technologie und Geistes- und Sozialwissenschaften sollen für Forschungs-, Innovations- und Bildungszwecke grenzüberschreitend, interdisziplinär und kostenfrei genutzt werden können.

Um die Cloud bis 2020 aufzubauen (1. Phase), wurden 600 Millionen Euro aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm „ Horizon 2020 “ bereitgestellt (2. Phase: EOSC-Weiterentwicklung nach 2020).

Perspektivisch sollen die Europäische Cloud für offene Wissenschaften und die Europäische Dateninfrastruktur auch für Nutzer aus der Industrie (schrittweise) geöffnet werden. Unternehmen (einschließlich KMU) würden dann zum einen von den öffentlichen Daten als auch von einem kosteneffizienten und leichten Zugang zu Datenspeichern, Datendiensten und modernen Rechenleistungen profitieren.

Für die Steuerung des Projekts ( Implementation Roadmap for the European Open Science Cloud ) sind das Governance Board (Vertreter der Kommission, der Mitgliedstaaten und der assoziierten Länder), das Executive Board (Expertengruppe aus Vertretern der Interessengruppen) und ein Forum der Interessenvertreter zuständig.

Parallel wird – wie EOSC auch als Teil der Europäischen Cloud-Initiative aus 2016 – der Aufbau einer Europäische Dateninfrastruktur unter Nutzung von Superrechner-Kapazitäten, Hochleistungs-Internetverbindungen und Großspeichereinrichtungen (HPC) vorangetrieben.

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Konsumklima schließt Jahr mit Einbußen ab

Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt im November ein im Großen und Ganzen moderateres Bild. Während die Anschaffungsneigung ihr ohnehin sehr gutes Niveau sogar noch verbessern kann, müssen sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung leichte Einbußen hinnehmen. Da auch die Sparneigung deutlich zunimmt, prognostiziert GfK für Dezember einen Rückgang des Konsumklimas um 0,2 Zähler auf 10,4 Punkte.

Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für November 2018

Konsumklima schließt Jahr mit Einbußen ab

GfK, Pressemitteilung vom 28.11.2018

Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt im November ein im Großen und Ganzen moderateres Bild. Während die Anschaffungsneigung ihr ohnehin sehr gutes Niveau sogar noch verbessern kann, müssen sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung leichte Einbußen hinnehmen. Da auch die Sparneigung deutlich zunimmt, prognostiziert GfK für Dezember einen Rückgang des Konsumklimas um 0,2 Zähler auf 10,4 Punkte.Die konjunkturelle Schwächephase hinterlässt im November auch bei der Stimmung der Verbraucher Spuren. Sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommensaussichten können ihr Niveau des Vormonats nicht ganz behaupten und gehen leicht zurück. Dagegen zeigt sich die Anschaffungsneigung davon bislang unbeeindruckt. Sie kann ihr ohnehin exzellentes Niveau noch einmal geringfügig verbessern. Da zudem die Sparneigung im November einen Sprung nach oben macht, erleidet das Konsumklima zum Jahresende Verluste.

Konjunkturerwartung: zweiter Rückgang in Folge

Die etwas schwächere Entwicklung der deutschen Wirtschaft im dritten Quartal bleibt nicht ohne Wirkung bei den Konjunkturerwartungen der Konsumenten. Der Indikator verliert 1,6 Zähler und sinkt damit auf 17,4 Punkte. Dies ist der zweite Rückgang in Folge. Gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres steht sogar ein Minus von knapp 27 Punkten zu Buche.

Weltwirtschaftliche Turbulenzen, wie der Handelskonflikt der USA mit China und der EU oder der Brexit, verunsichern zunehmend die deutschen Verbraucher. Sie sehen eine schwächer werdende Konjunkturdynamik und erste dunkle Wolken am Konjunkturhimmel.

Diese Wahrnehmung zeigt sich inzwischen auch in den realen Zahlen. So sank nach ersten vorläufigen Berechnungen das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal gegenüber der Vorperiode um 0,2 Prozent. Im Vorjahresvergleich wurde ein Plus von 1,1 Prozent ermittelt (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 440 vom 14.11.2018). Der leichte Rückgang ist nach Meinung der Statistikbehörde vor allem auf rückläufige Exporte zurückzuführen.

Darüber hinaus ist der Handelskonflikt der EU mit den USA noch nicht abschließend gelöst. Hier drohen nach wie vor höhere Zölle für wichtige Exportgüter in die USA. Schließlich dürfte der bevorstehende Brexit ebenfalls für Verunsicherung sorgen, da noch nicht klar ist, ob der Ausstieg Großbritanniens aus der EU mit oder ohne Vereinbarung vollzogen wird.

Einkommenserwartung: im Sog schwächerer Konjunkturaussichten

Zurückgehende Konjunkturerwartungen lassen im November auch die Einkommenserwartung sinken. Mit einem Minus von 4,2 Zählern sinkt der Einkommensindikator auf 50,2 Punkte. Dies ist der niedrigste Wert im aktuellen Jahr, aber immerhin noch gut zwei Zähler mehr als im November 2017. Mit rund 50 Punkten zeigt sich die Einkommenserwartung aber weiterhin überaus positiv.

Steigende Beschäftigung und damit auch zunehmende Einkommen sind die Grundlage für das sehr gute Niveau des Indikators. Allerdings trüben steigende Preise, vor allem bei Energie, das positive Bild. Benzin und Heizöl sind zuletzt spürbar teurer geworden und haben die Inflation in Deutschland angeheizt. So betrug die Preissteigerung im Oktober im Vergleich zum Vorjahr 2,5 Prozent, der höchste Wert seit mehr als zehn Jahren. Dies knabbert an der Kaufkraft der Konsumenten. Wenn mehr Geld an den Zapfsäulen zu bezahlen ist, fehlt dieses für andere Anschaffungen.

Anschaffungsneigung trotzt schwierigem Umfeld

Trotz des insgesamt schwieriger gewordenen Umfeldes behauptet sich die Anschaffungsneigung im November. Sie legt sogar noch einmal leicht zu. Mit einem Plus von 1,6 Zählern klettert der Indikator auf 57,5 Punkte. Dies ist der zweite Anstieg in Folge. Ein höherer Wert wurde mit 60 Punkten zuletzt im April dieses Jahres gemessen.

Damit stemmt sich die Konsumneigung weiter gegen das schwierige weltwirtschaftliche Umfeld. Handelskonflikt und Brexit scheinen der Kauflust bislang nicht zu schaden. Und auch die höhere Inflation zeigt noch keine Wirkung. Offenbar dominieren die exzellenten inländischen Rahmenbedingungen. Steigende Erwerbstätigenzahlen dämpfen die Angst vor Jobverlust und sorgen für ansehnliche Einkommenszuwächse. Durch die Kopplung der Renten an die allgemeine Lohnentwicklung werden auch die gesetzlichen Altersbezüge profitieren.

Konsumklima mit Verlusten

Als Folge der im Großen und Ganzen moderateren Stimmungsentwicklung und der steigenden Sparneigung sinkt das Konsumklima von 10,6 Punkten im November auf 10,4 Punkte zum Jahresende. Damit muss der Indikator etwas von seinem guten Niveau abgeben. Vor allem höhere Inflationsraten setzen momentan neben der weltwirtschaftlichen Verunsicherung dem Konsumklima etwas zu. GfK bestätigt trotz der Risiken ihre Konsumprognose, wonach die realen privaten Konsumausgaben in diesem Jahr um etwa 1,5 Prozent steigen werden. Damit wird die Binnenkonjunktur 2018 einen wichtigen Beitrag zum Wachstum in Deutschland beitragen.

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ifo Exporterwartungen gestiegen

Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich etwas erholt. Die ifo Exporterwartungen der Industrie sind im November auf 12,2 Saldenpunkte gestiegen, von 11,7 Saldenpunkten im Oktober. Die Exporteure behaupten sich in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld.

ifo Exporterwartungen gestiegen

ifo Institut, Pressemitteilung vom 27.11.2018

Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich etwas erholt. Die ifo Exporterwartungen der Industrie sind im November auf 12,2 Saldenpunkte gestiegen, von 11,7 Saldenpunkten im Oktober. Die Exporteure behaupten sich in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld.Für den Anstieg sind vor allem die Chemische Industrie sowie die Nahrungs- und Genussmittelhersteller verantwortlich. Auch die Textilindustrie erwartet steigende Umsätze im Ausland. Merkliche Dämpfer mussten hingegen die Unternehmen aus dem Maschinenbau und der Elektrobranche verkraften. Sie erwarten geringere Zuwachsraten mit Blick auf die kommenden Monate. In der Autoindustrie gibt es gegenwärtig weder eine Auf- noch eine Abwärtstendenz.

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ifo Geschäftsklimaindex sinkt im November

Die Stimmung unter den deutschen Firmenchefs sinkt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im November auf 102,0 Punkte gefallen, nach 102,9 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im Oktober. Dies ist der dritte Rückgang in Folge.

ifo Geschäftsklimaindex sinkt im November

ifo Institut, Pressemitteilung vom 26.11.2018

Die Stimmung unter den deutschen Firmenchefs sinkt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im November auf 102,0 Punkte gefallen, nach 102,9 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im Oktober. Dies ist der dritte Rückgang in Folge. Die Unternehmen schätzten die aktuelle Lage schlechter ein, wenn auch ausgehend von einem noch hohen Niveau. Ihre Erwartungen trübten sich ebenfalls ein. Dies deutet zusammen mit anderen Indikatoren auf ein Wirtschaftswachstum von allenfalls 0,3 Prozent im vierten Quartal hin. Die deutsche Konjunktur kühlt ab.Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Klima erneut verschlechtert. Treiber dieser Entwicklung waren merklich weniger gute Lagebeurteilungen. Auch die Erwartungen wurden zurückgenommen. Nur noch wenige Industriefirmen erwarten eine Verbesserung in den kommenden sechs Monaten. Die Preise sollen dennoch verstärkt angehoben werden.

Im Dienstleistungssektor ist der Index gesunken. Dies war auf weniger optimistische Erwartungen zurückzuführen. Die Lageurteile wurden hingegen wieder leicht nach oben korrigiert.

Auch im Handel fiel der Index. Beide Klimakomponenten gaben im Vergleich zum Vormonat nach. In den Handelssparten verlief die Entwicklung unterschiedlich. Während sich im Einzelhandel das Geschäftsklima deutlich verbesserte, verschlechterte es sich im Großhandel.

Das Bauhauptgewerbe konnte seine Rekordjagd nicht fortsetzen. Nach zuletzt vier Anstiegen in Folge sank der Index erstmals wieder merklich. Dies war auf deutlich weniger optimistische Geschäftserwartungen zurückzuführen. Auch die Geschäftslage wurde nach unten korrigiert.

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Deutsche Konjunktur: nur noch Potenzialwachstum, viele Abwärtsrisiken

Nach einer herben Enttäuschung mit einer sogar leicht negativen Wachstumsrate von -0,2 % im dritten Quartal erwartet KfW Research, dass sich die deutsche Wirtschaft zum Jahresende kurzfristig kräftig erholt. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im vierten Quartal um starke 0,8 % zulegen. Doch selbst mit solch einem Jahresendspurt wird das Realwachstum im Gesamtjahr 2018 nicht über die Potenzialrate hinauskommen.

Deutsche Konjunktur: nur noch Potenzialwachstum, viele Abwärtsrisiken

KfW, Pressemitteilung vom 23.11.2018

  • KfW Research erwartet nach herber Enttäuschung im dritten Quartal spürbare Erholung des Wirtschaftswachstums zum Jahresende
  • Jahreswachstumsrate kommt jedoch nicht mehr über Potenzialwachstum hinaus
  • KfW Research revidiert Konjunkturprognose für 2018 auf 1,6 % nach unten (Vorprognose: 1,8 %) und bestätigt Prognose von 1,6 % für 2019

Nach einer herben Enttäuschung mit einer sogar leicht negativen Wachstumsrate von -0,2 % im dritten Quartal erwartet KfW Research, dass sich die deutsche Wirtschaft zum Jahresende kurzfristig kräftig erholt. Das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt dürfte im vierten Quartal um starke 0,8 % zulegen. Doch selbst mit solch einem Jahresendspurt wird das Realwachstum im Gesamtjahr 2018 nicht über die Potenzialrate hinauskommen: KfW Research revidiert seine Konjunkturprognose für 2018 auf 1,6 % nach unten (Vorprognose: 1,8 %). Auch im kommenden Jahr dürfte Deutschland in etwa im Tempo seiner Produktionsmöglichkeiten wachsen, KW Research bestätigt die Vorprognose von 1,6 % für 2019.

Der unerwartete Rückschlag für die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal ist zu einem erheblichen Teil auf Produktionsdrosselungen in der Autoindustrie zurückzuführen; von Juli bis September war die Autoproduktion um 7,4 % geringer als im Vorquartal. Dahinter dürften im Wesentlichen die Probleme bei der Zertifizierung der Fahrzeuge nach dem neuen EU-weit gültigen Abgasteststandard WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure) stehen. Diese haben nicht nur die Produktion von Kraftfahrzeugen selbst belastet, sondern auch den privaten Verbrauch und die Exporte, denn innerhalb der EU dürften ab September nur noch nach WLTP zertifizierte Neufahrzeuge verkauft werden. Selbst die Investitionen haben dadurch wohl einen Dämpfer erhalten, da der Erwerb von Fahrzeugen durch Unternehmen zu den Ausrüstungsinvestitionen zählt. Dass im dritten Quartal die Investitionen nicht nur in Bauten, sondern – trotz dieser Belastung – auch in Ausrüstungen zulegen konnten, spricht für weiter vorhandenes Grundvertrauen in die Zukunft.

„Die Schrumpfung der deutschen Wirtschaft im Sommer wird ein Ausrutscher bleiben. Das legt nicht nur die Zunahme bei den Investitionen nahe, sondern auch der relativ starke Zuwachs der Importe, der auf eine anhaltend kräftige Grunddynamik der Binnennachfrage schließen lässt“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Im Schlussquartal dürfte es einen deutlichen Rückprall geben, darüber hinaus aber keine Rückkehr zu dauerhaft hohen Quartalswachstumsraten. Die zuvor sehr kräftige Konjunktur mit dem Jahr 2017 als Höhepunkt kühlt ab.“ Die Zunahme des Bruttoinlandsprodukts werde in diesem und auch im kommenden Jahr mehr oder weniger den gängigen Schätzungen des deutschen Wachstumspotenzials entsprechen. Mehr als 1,6 % seien auch 2019 nicht drin. „Für die Überlebenswahrscheinlichkeit des bereits alten deutschen Aufschwungs ist das sogar günstig, denn die Kapazitäten sind nach neun Jahren ununterbrochenen Wachstums bereits recht eng, besonders am Arbeitsmarkt.“, so Zeuner.

Die Prognose unterliegt zahlreichen Abwärtsrisiken. Neben dem US-Protektionismus in seinen verschiedenen Aspekten – Eskalation des Handelsstreits mit China, grundsätzlich weiter im Raum stehende Drohung mit Strafzöllen auf europäische Produkte wie Autos – bereiten vor allem der fiskalische Konfrontationskurs Italiens und der Brexit große Sorgen. Sollten zumindest einige dieser Risiken im kommenden Jahr schlagend werden, würde das deutsche Wachstum 2019 wohl erheblich schlechter ausfallen.

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Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 3. Quartal 2018

Das deutsche Wirtschaftswachstum ist ins Stocken geraten. Wie das Statistische Bundesamt bereits in seiner Schnellmeldung am 14.11.2018 mitgeteilt hatte, war das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2018 um 0,2 % niedriger als im zweiten Quartal 2018. Das ist der erste Rückgang zum Vorquartal seit dem ersten Quartal 2015.

Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 3. Quartal 2018

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 23.11.2018

Das deutsche Wirtschaftswachstum ist ins Stocken geraten. Wie das Statistische Bundesamt bereits in seiner Schnellmeldung am 14. November 2018 mitgeteilt hatte, war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal 2018 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,2 % niedriger als im zweiten Quartal 2018. Das ist der erste Rückgang zum Vorquartal seit dem ersten Quartal 2015. In der ersten Jahreshälfte 2018 war das BIP gestiegen, und zwar um 0,5 % im zweiten und 0,4 % im ersten Quartal.

Außenwirtschaftliche Entwicklung bremst Wirtschaftswachstum

Der leichte Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im Vorquartalsvergleich war vor allem auf die außenwirtschaftliche Entwicklung im dritten Quartal 2018 zurückzuführen: Nach vorläufigen Berechnungen wurden 0,9 % weniger Waren und Dienstleistungen exportiert als im zweiten Quartal 2018. Gleichzeitig legten die Importe um 1,3 % zu.

Aus dem Inland kamen gemischte Signale: In Ausrüstungen – darunter fallen hauptsächlich Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge – wurden 0,8 % mehr investiert als im Vorquartal, in Bauten sogar 0,9 % mehr. Dagegen gingen die privaten Konsumausgaben um 0,3 % zurück, was unter anderem an der Zurückhaltung der privaten Haushalte beim Kauf von neuen Autos lag. Zusammen mit vermehrten Importen führte dies zu einem überdurchschnittlich starken Vorratsaufbau. Die staatlichen Konsumausgaben lagen leicht über dem Niveau des Vorquartals (+0,2 %).

Bruttoinlandsprodukt im Vorjahresvergleich gestiegen

Im Vorjahresvergleich war das preisbereinigte BIP im dritten Quartal 2018 um 1,1 % höher als ein Jahr zuvor (kalenderbereinigt ebenfalls +1,1 %). Nach +2,3 % im zweiten Quartal (kalenderbereinigt: +2,0 %) zeigt sich auch hier ein gebremstes Wirtschaftswachstum.

Arbeitsproduktivität gesunken

Die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2018 wurde von 45,0 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht, das waren 556.000 Personen oder 1,3 % mehr als ein Jahr zuvor (siehe Pressemitteilung 437/18 vom 13. November 2018 ).

Die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen stieg nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit um 0,2 %. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen – also die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden aller Erwerbstätigen – erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 %.

Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität – gemessen als preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigenstunde – ging nach vorläufigen Berechnungen gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % zurück. Je Erwerbstätigen sank sie um 0,2 %.

Wachstumsimpulse im Vorjahresvergleich vor allem von den Investitionen

Im Vorjahresvergleich kamen positive Impulse im dritten Quartal 2018 vor allem von den Investitionen: In Ausrüstungen wurde deutlich mehr investiert als ein Jahr zuvor (+3,7 %). Die Bauinvestitionen stiegen ebenfalls kräftig (+3,3 %), insbesondere in Wohnbauten wurde mehr investiert als im dritten Quartal 2017. Daneben gab es einen starken Vorratsaufbau. Die Konsumausgaben legten im Vergleich zum Vorjahr leicht zu: Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 0,5 % höher, die Konsumausgaben des Staates um 0,9 %.

Vorläufigen Berechnungen zufolge wurden im dritten Quartal 2018 deutlich mehr Waren und Dienstleistungen aus dem Ausland importiert als im dritten Quartal 2017 (+3,8 %). Die Exporte stiegen im selben Zeitraum um 1,1 %.

Bruttowertschöpfung in nahezu allen Wirtschaftsbereichen gestiegen

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung war im dritten Quartal 2018 insgesamt um 1,0 % höher als ein Jahr zuvor. In den einzelnen Wirtschaftsbereichen entwickelte sie sich aber sehr unterschiedlich. Den stärksten Anstieg gab es im Baugewerbe (+4,2 %), gefolgt vom Bereich Information und Kommunikation (+3,1 %) und von den Unternehmensdienstleistern (+1,3 %). Im Verarbeitenden Gewerbe gab es dagegen im Vorjahresvergleich einen leichten Rückgang von 0,1 %.

Brutto- und Nettolöhne gestiegen

In jeweiligen Preisen war sowohl das Bruttoinlandsprodukt als auch das Bruttonationaleinkommen um 3,0 % höher als ein Jahr zuvor. Das Volkseinkommen, das sich aus dem Arbeitnehmerentgelt sowie den Unternehmens- und Vermögenseinkommen zusammensetzt, nahm nach ersten vorläufigen Berechnungen insgesamt ebenfalls zu (+2,4 %). Die Bruttolöhne und -gehälter der Arbeitnehmer waren um 5,0 % höher als ein Jahr zuvor, die Nettolöhne und -gehälter um 5,1 %. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich um 2,9 %, die privaten Konsumausgaben um 2,1 %. Daraus errechnet sich für die Sparquote der privaten Haushalte im dritten Quartal 2018 ein vorläufiger Wert von 9,0 %.

Ergebnisse für das erste und zweite Quartal 2018 überarbeitet

Neben der Erstberechnung des dritten Quartals 2018 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse des ersten und zweiten Quartals 2018 überprüft und, soweit erforderlich, revidiert. Die ersten vorläufigen Ergebnisse werden überarbeitet, um neu verfügbare statistische Informationen einzuarbeiten. Die Datennutzerinnen und -nutzer können somit auf die zum jeweiligen Veröffentlichungszeitpunkt bestmöglichen Ergebnisse für Analysen und Prognosen zurückgreifen. Wie bereits in der Schnellmeldung am 14. November 2018 berichtet, ergaben sich dabei für das Bruttoinlandsprodukt keine Korrekturen der bisherigen Ergebnisse für das erste und zweite Quartal. Dennoch kann es, wie üblich bei saison- und kalenderbereinigten Reihen, zu geänderten Ergebnissen in der gesamten Zeitreihe ab 1991 kommen.

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