Überwiegend positive Geschäftserwartungen in der Informationswirtschaft

Die konjunkturelle Stimmung insgesamt fällt bei den Unternehmen der Informationswirtschaft zur Mitte des Jahres positiv aus, ebenso wie die Erwartungen für das dritte Quartal 2018. Dieses Ergebnis ist am ZEW Stimmungsindikator Informationswirtschaft abzulesen, der im zweiten Quartal 2018 einen Stand von 66,6 Punkten erreicht.

Überwiegend positive Geschäftserwartungen in der Informationswirtschaft

ZEW, Pressemitteilung vom 20.08.2018

Die konjunkturelle Stimmung insgesamt fällt bei den Unternehmen der Informationswirtschaft zur Mitte des Jahres positiv aus, ebenso wie die Erwartungen für das dritte Quartal 2018. Dieses Ergebnis ist am ZEW Stimmungsindikator Informationswirtschaft abzulesen, der im zweiten Quartal 2018 einen Stand von 66,6 Punkten erreicht. Im Vergleich zum Vorquartal hat der Stimmungsindikator damit um 1,5 Punkte zugelegt. Der Stimmungsindikator ist das Ergebnis einer Umfrage bei Unternehmen der Informationswirtschaft, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, im Juni/ Juli 2018 durchgeführt hat

Der Anstieg des Stimmungsindikators ist auf die positive Entwicklung der Umsatzlage im zweiten Quartal zurückzuführen. Fast 46 Prozent der Unternehmen konnten ihren Umsatz im Vergleich zum Vorquartal erhöhen, während nur knapp 13 Prozent sinkende Umsätze verbuchen mussten. Hinsichtlich der Nachfragelage zeigt sich die überwiegende Zahl der Unternehmen ebenfalls zufrieden. Als Konsequenz ist der Teilindikator für die Geschäftslage um 4,6 Punkte auf einen Stand von 66,3 Punkten gestiegen. Die Erwartungen bezüglich der künftigen konjunkturellen Entwicklung sind auf einem hohen Niveau leicht um 1,8 Punkte zurückgegangen. Der entsprechende Teilindikator für die Geschäftserwartungen erreicht aktuell einen Stand von 66,9 Punkten. Im Saldo rechnen etwa 38 Prozent der Unternehmen mit steigenden Umsätzen und 30 Prozent mit einer steigenden Nachfrage nach eigenen Produkten und Dienstleistungen im dritten Quartal 2018.

Der Wirtschaftszweig Informationswirtschaft setzt sich aus den Teilbranchen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), Mediendienstleister und wissensintensive Dienstleister zusammen. Bei den IKT-Unternehmen hat sich die gute konjunkturelle Stimmung kaum verändert. Mit einer minimalen Steigerung des Stimmungsindikators um 0,1 Punkte auf 72,3 Punkte zeigt sich die Mehrzahl der IKT-Unternehmen weiterhin optimistisch bei der Einschätzung der wirtschaftlichen Situation. Der Seitwärtsbewegung des Stimmungsindikators liegt allerdings eine entgegengesetzte Entwicklung der beiden Teilindikatoren zugrunde. Der Teilindikator für die Geschäftslage hat sich im zweiten Quartal 2018 verbessert, während sich die Geschäftserwartungen für das dritte Quartal 2018 verschlechtert haben. Der entsprechende Teilindikator für die Geschäftserwartungen verliert im Vergleich zum Vorquartal zwar 6,6 Punkte, überschreitet aber mit einem aktuellen Stand von 71,7 Punkten weiterhin die kritische 50-Punkte-Marke sehr deutlich. Demzufolge blickt die Mehrzahl der Unternehmen optimistisch auf die künftige Wirtschaftsentwicklung. Zur guten Stimmung bei den IKT-Unternehmen trägt auch die positive Entwicklung des Teilindikators für die Geschäftslage im zweiten Quartal bei, der um 6,4 Punkte auf einen aktuellen Stand von 73,0 Punkten gestiegen ist.

Bei den Mediendienstleistern überwiegt der Optimismus nur knapp

Die wirtschaftliche Stimmung bei den Mediendienstleistern hat sich seit dem Vorquartal kaum verändert. Der Stimmungsindikator verliert im Vergleich zum Vorquartal 0,7 Punkte und überspringt mit einem Stand von jetzt 50,7 Punkten die kritische 50-Punkte-Marke weiterhin nur sehr knapp. Somit schätzt lediglich eine geringe Mehrheit der Mediendienstleister die konjunkturelle Stimmung positiv ein. Ausschlaggebend für die überwiegend gute Stimmung ist die positive Entwicklung der Geschäftserwartungen für das dritte Quartal 2018. Der entsprechende Teilindikator erreicht einen Stand von 58,7 Punkten, was einem Anstieg um 2,5 Punkten gegenüber dem Vorquartal entspricht. Vor allem bei den Umsatzerwartungen zeigen sich die Mediendienstleister optimistisch. So rechnet mehr als jedes zweite Unternehmen mit steigenden Umsätzen, während nur ein Viertel der Unternehmen Umsatzeinbußen fürchtet. Bei der Einschätzung der Geschäftslage zeigen sich die Mediendienstleister hingegen überwiegend pessimistisch. Der Teilindikator für die Geschäftslage erreicht lediglich einen Stand von 43,9 Punkten.

Das konjunkturelle Klima bei den wissensintensiven Dienstleistern hat sich im zweiten Quartal 2018 etwas verbessert. Im Vorquartal hatte sich der Stimmungsindikator bei den wissensintensiven Dienstleistern leicht eingetrübt, ist nun aber wieder um 2,3 Punkte gestiegen und erreicht damit ein solides Niveau von 65,0 Punkten. Im Vergleich zum Vorquartal haben sich sowohl die Geschäftslage als auch die Geschäftserwartungen verbessert. Die beiden Teilindikatoren liegen aktuell gleichauf und erreichen wie auch der Stimmungsindikator einen Stand von rund 65 Punkten.

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Jährliche Inflationsrate im Euroraum im Juli 2018 auf 2,1 % gestiegen

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im Juli 2018 lt. Eurostat bei 2,1 %, gegenüber 2,0 % im Juni 2018. Ein Jahr zuvor hatte sie 1,3 % betragen. Die jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union lag im Juli 2018 bei 2,2 %, gegenüber 2,1 % in Juni. Ein Jahr zuvor hatte sie 1,5 % betragen.

Jährliche Inflationsrate im Euroraum im Juli 2018 auf 2,1 % gestiegen

Anstieg in der EU auf 2,2 %

Eurostat, Pressemitteilung vom 17.08.2018

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im Juli 2018 bei 2,1 %, gegenüber 2,0 % im Juni 2018. Ein Jahr zuvor hatte sie 1,3 % betragen. Die jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union lag im Juli 2018 bei 2,2 %, gegenüber 2,1 % in Juni. Ein Jahr zuvor hatte sie 1,5 % betragen. Diese Daten werden von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht.

Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Griechenland (0,8 %), Dänemark (0,9 %) und Irland (1,0 %) gemessen. Die höchsten jährlichen Raten wurden in Rumänien (4,3 %), Bulgarien (3,6 %), Ungarn (3,4 %) und Estland (3,3 %) verzeichnet. Gegenüber Juni 2018 ging die jährliche Inflationsrate in neun Mitgliedstaaten zurück, blieb in sechs unverändert und stieg in dreizehn an.

Im Juli 2018 kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Energie (+0,89 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Dienstleistungen (+0,64 Pp.), Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,49 Pp.) sowie Industriegütern ohne Energie (+0,12 Pp.).

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Günstige Mieten trotz vieler Jobs

Typischerweise steigen die Mieten dort, wo es viele Jobs gibt, und umgekehrt sinken die Wohnkosten, wo Arbeit fehlt. Doch dieser Zusammenhang gilt in Deutschland längst nicht überall, zeigt das IW Köln in einer neuen Studie und identifiziert teils überraschende Ausnahmen.

Günstige Mieten trotz vieler Jobs

IW Köln, Pressemitteilung vom 16.08.2018

Typischerweise steigen die Mieten dort, wo es viele Jobs gibt, und umgekehrt sinken die Wohnkosten, wo Arbeit fehlt. Doch dieser Zusammenhang gilt in Deutschland längst nicht überall, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer neuen Studie und identifiziert teils überraschende Ausnahmen.

In einigen der 156 Bezirke der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat sich der Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren prächtig entwickelt, trotzdem gibt es dort noch immer viel bezahlbaren Wohnraum. Insgesamt haben die IW-Wissenschaftler in ihrer Studie zwölf BA-Bezirke hervorgehoben, in denen die Mieten günstig sind und das Jobangebot hoch – von Schweinfurt über Montabaur bis Schwäbisch Hall.

In Jena beispielsweise liegen die Mieten etwa 20 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Gleichzeitig gibt es 67 gemeldete offene Fachkraft-Stellen pro 100 Arbeitslose. Da aber nur jeder zweite Job bei der BA gemeldet wird, liegt die tatsächliche Zahl der verfügbaren Arbeitsplätze deutlich über der offiziellen Arbeitslosenzahl.

Am anderen Ende der Skala hat das IW sieben BA-Bezirke identifiziert, in denen das Wohnen sehr teuer ist, obwohl die Gegend im Verhältnis zur Arbeitslosenzahl kaum Jobs bereithält – beispielsweise Hamburg, wo die Mieten 36 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegen, es aber nur 39 gemeldete Stellen auf 100 Arbeitslose gibt. Oder Berlin Mitte, wo sogar 52 Prozent mehr für die Miete fällig werden als im deutschen Durchschnitt, aber nur 25 potenzielle Arbeitsplätze für 100 Arbeitslose gemeldet sind.

Für einzelne Spezialisten können dort die Chancen dennoch gut sein, doch für Fachkräfte allgemein sind die Arbeitsmarktchancen anderenorts deutlich besser.

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E-Privacy-Verordnung – gut gemeint ist nicht gut gemacht

Nachdem bereits die neue EU-DSGVO bei deutschen Unternehmen für große Verunsicherung gesorgt hat, plant die EU nun weitere Regeln zum Datenschutz: die E-Privacy-Verordnung, die erheblichen Einfluss darauf haben wird, wie Online‐Dienste künftig angeboten werden dürfen. Der DIHK bewertet den Entwurf der EU-Kommission als zu weitgehend, die bereits erfolgten Nachbesserungen der Mitgliedstaaten reichen aus seiner Sicht nicht aus.

E-Privacy-Verordnung – gut gemeint ist nicht gut gemacht

DIHK, Mitteilung vom 16.08.2018

Die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sorgt bei deutschen Unternehmen für große Verunsicherung. Mit der E-Privacy-Verordnung plant die EU nun weitere Regeln zum Datenschutz. Bereits Anfang 2017 hat die EU-Kommission den Entwurf einer E-Privacy-Verordnung vorgelegt. Sie soll die DSGVO ergänzen und präzisieren – und zwar für Kommunikationsvorgänge wie Telefonate, Internetzugang, Messaging-Dienste, E-Mails oder Internet-Telefonie. Der Entwurf der E-Privacy-Verordnung betrifft aber nicht nur die reine Kommunikation, sondern auch Datenübermittlungen, die keinerlei Personenbezug haben. Dazu zählen beispielsweise das Internet der Dinge (IoT) sowie vernetzte Fahrzeuge. Eines ist bereits jetzt klar: Die E-Privacy-Verordnung wird erheblichen Einfluss darauf haben, wie Online-Dienste künftig angeboten werden dürfen.

Entwurf der EU-Kommission zu weitgehend

Der Entwurf der EU-Kommission geht über das Datenschutzniveau der DSGVO hinaus. Damit soll den besonderen Herausforderungen der elektronischen Kommunikation als Kernelement der Digitalisierung Rechnung getragen werden. Würden die vorgeschlagenen Regelungen unverändert in Kraft treten, wäre für alle Datenverarbeitungsprozesse grundsätzlich die Einwilligung der Nutzer erforderlich. Interessenabwägungen wie in der DSGVO oder eine Datenverarbeitung bei zulässiger Zweckänderung sind nicht vorgesehen. Dies hätte zahlreiche negative Konsequenzen: Viele bekannte Internet-Dienste und Apps könnten in ihrer jetzigen Form nicht oder nicht wirtschaftlich weiterbetrieben werden, das Sammeln von Daten für Big-Data-Analysen würde erheblich erschwert, Produkte einiger IoT-Hersteller wären nicht länger gesetzeskonform, und an vielen Stellen würden neue Nutzungs- und Geschäftsbedingungen benötigt. Erheblicher bürokratischer Aufwand für alle online aktiven Unternehmen wäre die Folge.

Mitgliedstaaten haben nachgebessert, …

Der ursprüngliche Entwurf der Kommission wurde inzwischen von den Mitgliedstaaten im Rat – zuletzt im Juli 2018 – an vielen Stellen nachgearbeitet. In den Ratsverhandlungen spielte vor allem die Frage nach dem Umgang mit Cookies eine große Rolle. Aktuell reicht beim Besuch einer Website oder der Nutzung von Apps ein Hinweis aus, der die Nutzer über den Einsatz von Cookies informiert. Nach der neuen E-Privacy-Regelung dürfen Cookies nur dann gesetzt werden, wenn Nutzer der Verwendung aktiv zustimmen. Die Mitgliedstaaten haben klargestellt, dass dies in einigen Fällen unverhältnismäßig wäre, etwa bei der Nutzung von Webangeboten öffentlicher Stellen. Nach dem Willen der EU-Staaten soll die Pflicht zur Einwilligung in die Nutzung von Cookies zudem beim Betrieb vernetzter Geräte im Internet der Dinge entfallen. Auch bei den erforderlichen Einwilligungen über Datenschutzeinstellungen in Software, vor allem Webbrowsern, soll nachgebessert werden. So soll nun nicht mehr der Browseranbieter, sondern der Anbieter einer App oder Website die Einwilligung zum Einsatz von Cookies einholen.

… aber das reicht noch nicht

Ziel muss im weiteren Verlauf der Beratungen sein, einen verständlichen und transparenten Rechtsrahmen zu schaffen. Dieser muss den Schutz der Privatsphäre gewährleisten, ohne legitime Geschäftsmodelle zu beeinträchtigen und insbesondere kleinere Unternehmen zu überfordern. Dafür fehlt es auch nach den letzten Nachbesserungen bislang insgesamt an Klarheit und Transparenz der Regeln. Eine große Herausforderung besteht darin, geeignete Formulierungen zu finden, die in ausreichendem Maße technologieneutral und zugleich eindeutig sind. Außerdem muss die neue E-Privacy-Verordnung in Inhalt und Anwendungsbereich kompatibel mit der DSGVO sein. Es bedarf deshalb noch intensiver Beratungen, insbesondere auch zur Ergänzung weiterer Gründe für eine Verarbeitung von Daten. Dieses Thema gehört nach wie vor zu den heikelsten Punkten. Einen gemeinsamen Standpunkt wird der Rat wohl nicht vor Dezember 2018 festlegen. Mit einer Verkündung ist frühestens im Herbst 2019 zu rechnen. Deutschland setzt sich danach zu Recht für eine zweijährige Übergangsfrist für die Umsetzung ein.

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Digitale Kompetenzen: Knapp sechs von zehn Unternehmen investieren

Um in der Arbeitswelt 4.0 zu bestehen, sind digitale Kompetenzen unabdingbar. Allerdings investieren lediglich 57 Prozent der Unternehmen gezielt in die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter für die digitale Arbeitswelt. Das zeigt lt. Bitkom der Digital Office Index 2018.

Digitale Kompetenzen: Knapp sechs von zehn Unternehmen investieren

Bitkom, Pressemitteilung vom 15.08.2018

  • Je größer der Betrieb, desto mehr investiert er in Weiterbildung
  • Benchmarking-Tool zum Digital Office Index für Unternehmen online verfügbar

Um in der Arbeitswelt 4.0 zu bestehen, sind digitale Kompetenzen unabdingbar. Allerdings investieren lediglich 57 Prozent der Unternehmen gezielt in die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter für die digitale Arbeitswelt. Das zeigt der Digital Office Index 2018 – eine repräsentative Befragung von 1.106 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern des Digitalverbands Bitkom. 2016 waren es 55 Prozent der Unternehmen, die angaben, in Weiterbildung zu investieren, um digitale Wissenslücken zu schließen. „Die Digitalisierung hat schon heute großen Einfluss auf das Arbeitsumfeld und die Art zu Arbeiten. Wenn vermehrt Maschinen, Roboter und Computer Tätigkeiten übernehmen, sind nicht nur IT-Spezialisten gefragt. Digitale Kompetenzen brauchen dann alle Arbeitnehmer – und zwar bereits bei einfacheren Alltagstätigkeiten“, sagt Nils Britze, Bitkom-Referent Digitale Geschäftsprozesse. Bei der derzeit allgemein guten Auftragslage versäumten es allerdings viele Unternehmen, in das Geschäft und die Mitarbeiter von morgen zu investieren. „In Zukunft braucht es vor allem sehr gut qualifizierte Fachkräfte – dafür müssen auch die Unternehmen sorgen“, so Britze.

Je größer das Unternehmen, desto häufiger wird es in Sachen Weiterbildung tätig. So sagen bei den Unternehmen mit 500 Mitarbeitern und mehr 62 Prozent (2016: 61 Prozent), dass sie in Weiterbildung investieren. Vor allem der Mittelstand sieht zusehends die Dringlichkeit von Weiterbildung in Sachen Digitales für seine Mitarbeiter: Wo 2016 noch nur jedes zweite Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern (50 Prozent) Geld für die Weiterbildung von Digitalkompetenzen in die Hand genommen hat, sind es heute bereits sechs von zehn Unternehmen (60 Prozent). Bei den Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern sind es wie auch bereits vor zwei Jahren 56 Prozent. „Lebenslanges Lernen muss raus aus dem Podiumssprech und rein in die unternehmerische Praxis. Digitalkompetenz gehört dabei in den Mittelpunkt“, sagt Britze.

Wie digital ihr Unternehmen bereits aufgestellt ist, können Verantwortliche nun auch im Benchmark gegen den Bitkom Digital Office Index herausfinden. Durch Ausfüllen eines Fragebogens erhalten diese den Digital Office Indexwert ihres Unternehmens und können ihn mit dem durchschnittlichen Wert aller befragten Unternehmen, den Unternehmen aus Ihrer Branche und Unternehmen der gleichen Größenklasse vergleichen. Somit erhalten Unternehmen zum einen Hinweise, wie sie in den einzelnen Bereichen im Vergleich zu anderen liegen, aber auch was sie tun können, um noch besser zu werden.

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Konjunkturerwartungen verbessern sich, bleiben aber im negativen Bereich

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im August 2018 um 11,0 Punkte auf einen neuen Wert von minus 13,7 Punkten gestiegen. Trotz dieses deutlichen Anstiegs befindet sich der aktuelle Wert des Indikators noch erheblich unter seinem langfristigen Durchschnitt, der bei 23,0 Punkten liegt.

Konjunkturerwartungen verbessern sich, bleiben aber im negativen Bereich

ZEW, Pressemitteilung vom 14.08.2018

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im August 2018 um 11,0 Punkte auf einen neuen Wert von minus 13,7 Punkten gestiegen. Trotz dieses deutlichen Anstiegs befindet sich der aktuelle Wert des Indikators noch erheblich unter seinem langfristigen Durchschnitt, der bei 23,0 Punkten liegt. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland ist nahezu konstant geblieben. Der entsprechende Wert stieg um 0,2 Punkte ganz leicht an. Der neue Wert beträgt 72,6 Punkte.

„Die kürzlich zustande gekommene Einigung im Handelsstreit zwischen der EU und den Vereinigten Staaten hat zu einem signifikanten Anstieg der Konjunkturerwartungen für Deutschland und in etwas geringerem Maße auch für das Eurogebiet geführt. Allerdings sind die Aussichten für die deutsche Konjunktur inzwischen deutlich ungünstiger als noch vor einem halben Jahr“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D.

Die Erwartungen der Finanzmarktexperten/-innen für die Konjunkturentwicklung in der Eurozone legen ebenfalls deutlich zu. Der Erwartungsindikator für die Eurozone erholt sich um 7,6 Punkte, liegt mit minus 11,1 Punkten allerdings immer noch zweistellig im negativen Bereich. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum geht um 6,2 Punkte auf einen Wert von 30,0 Punkten zurück. Dies kann auf die unerwartet niedrige BIP-Wachstumsrate im zweiten Quartal 2018 zurückgeführt werden.

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Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im August 2018

Die deutsche Konjunktur hat sich lt. BMWi im zweiten Quartal etwas belebt. Das preisbereinigte BIP erhöhte sich um 0,5 % gegenüber dem Vorquartal. Auch die Konjunktur im ersten Quartal war mit einem leicht aufwärts revidierten Zuwachs des BIP um 0,4 % etwas stärker als zunächst gemeldet. Der Aufschwung setzt sich demnach fort.

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im August 2018

BMWi, Pressemitteilung vom 14.08.2018

  • Die deutsche Konjunktur zeigt sich trotz außenwirtschaftlicher Unwägbarkeiten robust. Der Aufschwung setzt sich im Zuge binnenwirtschaftlicher Impulse und einer stärkeren Investitionstätigkeit im zweiten Quartal leicht beschleunigt fort.
  • Das Produzierende Gewerbe hat seine Erzeugung im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal ausgeweitet. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe waren zwar rückläufig, der Auftragsbestand ist aber weiterhin sehr hoch. Das Baugewerbe befindet sich in der Hochkonjunktur.
  • Die Entwicklung von Beschäftigung, Einkommen und Konsumnachfrage der privaten Haushalte bleibt aufwärtsgerichtet. Auch die Stimmung im Handel ist gut, die Geschäftserwartungen wurden aber deutlich korrigiert.
  • Die Erwerbstätigkeit steigt in weiten Teilen der Wirtschaft. Die Arbeitslosigkeit sinkt in der Tendenz weiter. Die Stärkung strukturschwacher Gebiete und die Verringerung von Langzeitarbeitslosigkeit bleiben Herausforderungen.

Die deutsche Konjunktur hat sich im zweiten Quartal etwas belebt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich um 0,5 % gegenüber dem Vorquartal. Auch die Konjunktur im ersten Quartal war mit einem leicht aufwärts revidierten Zuwachs des BIP um 0,4 % etwas stärker als zunächst gemeldet. Der Aufschwung setzt sich demnach fort. Seine Dynamik ist trotz der gestiegenen Unwägbarkeiten im außenwirtschaftlichen Umfeld nur wenig geringer als im Jahr 2017. Die weltweit erhöhte Unsicherheit beeinträchtigt allerdings gegenwärtig die Nachfrage nach deutschen Exporten sowie die heimische Investitionsneigung. Gewichtige binnenwirtschaftliche Auftriebskräfte sind aber unverändert wirksam. Die Beschäftigung, die Einkommen sowie die private und staatliche Konsumnachfrage steigen. Die Konjunktur in den überwiegend binnenwirtschaftlich ausgerichteten Dienstleistungsbereichen läuft gut, dies dokumentiert auch der Beschäftigungsaufbau. Die Bauwirtschaft läuft auf hohen Touren und die Industrie weitet ihre Produktion trotz der aktuellen Auftragsdelle vorsichtig weiter aus. Die Risiken vor allem im außenwirtschaftlichen Umfeld bleiben allerdings hoch. Dies spiegelt auch das ifo Geschäftsklima für die Gesamtwirtschaft wider. Während die Lagebeurteilung der deutschen Wirtschaft weiterhin stark überdurchschnittlich ausfällt, entsprechen ihre Geschäftserwartungen mittlerweile nur noch dem langjährigen Durchschnitt.

Der Aufschwung der Weltwirtschaft dürfte auch im zweiten Quartal etwas verhaltener verlaufen sein. Hierauf weisen Indikatoren für den globalen Handel und die Industrieproduktion hin. Bei unterschiedlicher Entwicklung in den Schwellenländern beruht die verlangsamte Dynamik der globalen Wirtschaft vor allem auf einem geringeren Wachstum in den entwickelten Volkswirtschaften. Der IHS Markit Global Composite PMI gab im Juli den dritten Monat in Folge nach und der ifo Index zum Weltwirtschaftsklima verschlechterte sich für das dritte Quartal 2018 erneut. Auch der OECD Composite Leading Indicator für die OECD-Staaten, der insbesondere Wendepunkte anzeigen soll, setzte im Juni seinen Ende letzten Jahres einsetzenden Abwärtstrend fort. Die OECD rechnet in ihrer Prognose vom Mai dennoch mit einem Anstieg des Welt-BIP um 3,8 % im Jahr 2018 und um 3,9 % im Jahr 2019.

Die deutschen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen haben zu Jahresbeginn etwas unter dem weniger dynamischen außenwirtschaftlichen Umfeld gelitten. Im Juni gingen die Exporte saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen leicht um 0,3 % zurück. Nach der Stagnation im ersten erhöhten sie sich im zweiten Quartal aber wieder nominal um 1,4 %. Allerdings dürfte der preisbereinigte Anstieg geringer ausgefallen sein. Die ifo Exporterwartungen sind weiterhin abwartend niedrig und deuten noch nicht auf eine deutliche Belebung der Ausfuhren hin. Die nominalen Importe von Waren und Dienstleistungen sind demgegenüber seit März dieses Jahres aufwärtsgerichtet. Im Juni nahmen sie saisonbereinigt um 0,9 % und im gesamten zweiten Quartal angesichts der starken Binnennachfrage um 2,8 % deutlicher zu als die Ausfuhren.

Im Produzierenden Gewerbe kam es nach der Stagnation im ersten Quartal im zweiten Quartal wieder zu Produktionssteigerungen. Die Erzeugung in der Industrie nahm zwar im Juni um 0,9 % ab, im gesamten zweiten Quartal wurde sie jedoch um 0,3 % erhöht. Die Produktion im Baugewerbe wurde nach Stagnation im ersten Quartal im zweiten Quartal sehr kräftig um 1,6 % ausgeweitet. Die Indikatoren sprechen dafür, dass sich der Aufwärtstrend im Bau fortsetzt. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe haben sich nach einem spürbaren Plus im Mai von 2,6 % im Juni jedoch kräftig um 4,0 % verringert. Damit ergab sich auch im Quartalsvergleich ein deutlicher Rückgang der Orders um 1,6 %. Während sich die Bestelltätigkeit aus dem Nicht-Euroraum um 1,0 % erhöhte, gingen die Bestellungen aus dem Inland um 2,0 % und aus dem Euroraum um 4,9 % zurück. Nach wie vor verfügt das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland jedoch über ein sehr gutes Auftragspolster; im Mai lag die Reichweite bei 5,6 Monaten. Das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbes hat sich laut ifo Konjunkturtest zwar weiter eingetrübt, liegt aber nach wie vor deutlich über seinem langjährigen Durchschnitt. Die Industriekonjunktur dürfte daher in den kommenden Monaten aufwärtsgerichtet bleiben, allerdings mit moderatem Tempo.

Die privaten Konsumausgaben expandierten nach einer schwächeren Entwicklung im zweiten Halbjahr 2017 im laufenden Jahr wieder etwas stärker. Die realen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte stiegen im ersten Quartal saisonbereinigt sehr deutlich. Am aktuellen Rand ist ein ordentliches Lohnwachstum zu beobachten. Im Juli lagen die Tariflöhne 2,4 % über ihrem Vorjahreswert. Nimmt man die anhaltend gute Beschäftigungsentwicklung hinzu, dürften die privaten Konsumausgaben auch im zweiten Quartal eine wichtige Stütze der Konjunktur bleiben. Weitere Indikatoren für den privaten Konsum senden überwiegend positive Signale. Die Umsätze im Einzelhandel steigerten sich im zweiten Quartal um 0,9 %. Die Zahl der privaten Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen lag im Juli gut 16 % über ihrem Vorjahreswert. Während sich die Erwartungen des ifo Geschäftsklimaindex für den Handel im Juli etwas eingetrübt haben, stabilisierte sich die Lageeinschätzung. Das Konsumklima blieb konstant auf hohem Niveau.

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv. Im Juni nahm die Erwerbstätigkeit saisonbereinigt um 28.000 Personen zu; auf Jahressicht betrug der Beschäftigungsanstieg 1,3 %. Im Mai erreichte der Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung mit 43.000 Personen das durchschnittliche Niveau der letzten vier Monate. Die Frühindikatoren signalisieren eine anhaltend starke Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften und einen weiteren Anstieg der Erwerbstätigkeit. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Juli saisonbereinigt geringfügig um 6.000 Personen; sie stieg nach den Ursprungszahlen mit Ferienbeginn leicht auf 2,32 Mio. Personen. Die schrittweise Verringerung der Arbeitslosigkeit dürfte sich fortsetzen. Die Eindämmung der Langzeitarbeitslosigkeit und die Stärkung der Wirtschaftskraft strukturschwacher Gebiete bleiben langfristig Herausforderungen.

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Startups sind mit dem Standort Deutschland zufrieden – wenn nur die Verwaltung nicht wäre

Der Standort Deutschland ist für Startups viel besser als sein Ruf. Ob Absatzmöglichkeiten, Infrastruktur oder Arbeitsmarkt – in praktisch allen Bereichen sind die meisten Gründer zufrieden. Mit einer Ausnahme: Von Ämtern und Behörden sind Startups genervt. Das ist das Ergebnis einer Bitkom-Umfrage.

Startups sind mit dem Standort Deutschland zufrieden – wenn nur die Verwaltung nicht wäre

Bitkom, Pressemitteilung vom 14.08.2018

  • Ämter und Behörden bekommen schlechte Noten von Gründern
  • Startups bewerten vor allem Lebensqualität und Infrastruktur positiv

Der Standort Deutschland ist für Startups viel besser als sein Ruf. Ob Absatzmöglichkeiten, Infrastruktur oder Arbeitsmarkt – in praktisch allen Bereichen sind die meisten Gründer zufrieden. Mit einer Ausnahme: Von Ämtern und Behörden sind Startups genervt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 deutschen Startups. Rund zwei von drei Gründern (63 Prozent) geben an, dass sie unzufrieden mit der Erledigung amtlicher Angelegenheiten sind, etwa wenn es um den Kontakt zu Verwaltungen geht, die Erreichbarkeit von öffentlichen Stellen oder die dort erbetene Unterstützung. „Startups arbeiten an Lösungen für die digitale Welt und werden von einer analogen Verwaltung gebremst. Wenn es die Politik mit Startup-Förderung ernst meint, muss sie damit in Ämtern und Behörden anfangen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Die Behörden könnten zudem von Startups ganz direkt profitieren. Es gibt eine ganze Reihe von Gründern, die Ideen für eine digitale Verwaltung haben.“

Großes Lob für Pläne zum Bürokratieabbau im Koalitionsvertrag

Im Koalitionsvertrag ist eine Reihe von Maßnahmen vorgesehen, um Startups von bürokratischen Aufgaben zu entlasten – und die bei Gründern auf große Zustimmung stoßen. So geben drei Viertel (78 Prozent) an, dass ein One-Stop-Shop für Unternehmensgründungen für ihr Startup hilfreich wäre. 7 von 10 Gründern (71 Prozent) sagen dies über den Plan, Startups in den ersten beiden Jahren von der monatlichen Voranmeldung der Umsatzsteuer zu befreien. Ebenfalls 7 von 10 (71 Prozent) befürworten die Pläne für ein digitales Bürgerportal für Unternehmen, in dem alle Verwaltungsleistungen behördenübergreifend miteinander vernetzt werden sollen.

Startups sehen mehr Licht als Schatten

Neben der Bürokratie sind Gründer auch mit anderen Standortfaktoren eher unzufrieden. Jeder zweite kritisiert Kosten und Verfügbarkeit von Gewerberäumen sowie den Zugang zu Finanzierungsquellen (je 49 Prozent), gefolgt von lokalen Förderprogrammen (40 Prozent) und der Personalsituation (37 Prozent), also etwa die Höhe von Gehältern und die Verfügbarkeit von Fachkräften.

Besonders zufrieden sind die Gründer dagegen mit der Lebensqualität am Standort ihres Startups (94 Prozent), dem Marktumfeld wie Zugang zu Kunden und Lieferanten (83 Prozent), der Infrastruktur wie Verkehrsanbindung und Breitbandverfügbarkeit (80 Prozent) sowie dem vorhandenen Startup-Netzwerk und der Qualität der Bildungseinrichtungen vor Ort (je 78 Prozent).

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Verbraucherpreise Juli 2018: +2,0 % gegenüber Juli 2017

Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Juli 2018 lt. Statistischem Bundesamt um 2,0 % höher als im Juli 2017. Damit hat sich die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – erneut leicht abgeschwächt. In den beiden Vormonaten hatte die Inflationsrate knapp über zwei Prozent gelegen.

Verbraucherpreise Juli 2018: +2,0 % gegenüber Juli 2017

Inflationsrate hat sich erneut leicht abgeschwächt

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 14.08.2018

Verbraucherpreisindex, Juli 2018

  • +2,0 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
  • +0,3 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Juli 2018

  • +2,1 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
  • +0,4 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Juli 2018 um 2,0 % höher als im Juli 2017. Damit hat sich die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – erneut leicht abgeschwächt. In den beiden Vormonaten hatte die Inflationsrate knapp über zwei Prozent gelegen (Juni 2018: +2,1 %; Mai 2018: +2,2 %). Im Vergleich zum Vormonat Juni 2018 stieg der Verbraucherpreisindex im Juli 2018 um 0,3 %. Das Statistische Bundesamt bestätigt somit seine vorläufigen Gesamtergebnisse vom 30. Juli 2018.

Maßgeblich beeinflusst wurde die Inflationsrate im Juli 2018 durch die Preisentwicklung der Energieprodukte. Der Preisanstieg bei Energie gegenüber dem Vorjahresmonat fiel im Juli 2018 mit +6,6 % etwas höher aus als im Juni 2018 (+6,4 %). Verantwortlich für den Preisanstieg sind hauptsächlich die vergleichsweise niedrigen Preise vor einem Jahr (statistischer Basiseffekt). Insbesondere verteuerte sich binnen Jahresfrist leichtes Heizöl um 28,5 %. Erheblich teurer als ein Jahr zuvor waren auch Kraftstoffe (+12,0 %). Die Preisänderungen für die anderen Energieprodukte fielen deutlich schwächer aus (zum Beispiel Umlagen von Zentralheizung und Fernwärme: +1,5 %; Strom: +1,0 %; Gas: -1,3 %). Ohne Berücksichtigung der Preise für Energie hätte die Inflationsrate im Juli 2018 bei +1,5 % gelegen.

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich von Juli 2017 bis Juli 2018 mit +2,6 % überdurchschnittlich. Die Teuerungsrate für Nahrungsmittel hatte in den letzten drei Monaten sogar bei jeweils über drei Prozent gelegen. Die Preiserhöhungen im Juli 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat betrafen alle Nahrungsmittelgruppen. Teurer als ein Jahr zuvor waren vor allem Speisefette und Speiseöle (+6,4 %) sowie Obst (+5,5 %). Auch für Molkereiprodukte und Eier (+4,0 %) sowie für Gemüse (+3,1 %) mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher binnen Jahresfrist deutlich mehr bezahlen. Ohne Berücksichtigung der Preise für Nahrungsmittel und Energie hätte die Inflationsrate im Juli 2018 bei +1,4 % gelegen.

Die Preise für Waren insgesamt lagen im Juli 2018 um 2,4 % über dem Niveau des Vorjahresmonats, maßgeblich bestimmt durch die Preisanstiege bei Energie (+6,6 %) und bei Nahrungsmitteln (+2,6 %). Auch andere Waren verteuerten sich binnen Jahresfrist deutlich, zum Beispiel Zeitungen und Zeitschriften (+4,8 %), Bier (+4,0 %) sowie Tabakwaren (+3,5 %). Günstiger für die Verbraucherinnen und Verbraucher wurden unter anderem Geräte der Unterhaltungselektronik (-5,5 %), Informationsverarbeitungsgeräte (-4,2 %) und Bekleidungsartikel (-2,0 %).

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich im Juli 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 % und damit weniger stark als die Preise für Waren. Bedeutsam für die Preiserhöhung bei Dienstleistungen waren die Nettokaltmieten (+1,6 %), da private Haushalte einen großen Teil ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden. Zudem gab es nennenswerte Preiserhöhungen bei Pauschalreisen (+4,2 %), bei Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+3,0 %) sowie bei Dienstleistungen für Verpflegung in Restaurants, Cafés und Straßenverkauf (+2,2 %). Deutlich billiger waren hingegen Flugtickets (-6,9 %).

Veränderung im Juli 2018 gegenüber dem Vormonat Juni 2018

Im Vergleich zum Juni 2018 stieg der Verbraucherpreisindex im Juli 2018 um 0,3 %. Im Ferienmonat Juli zogen vor allem die Preise für Pauschalreisen (+19,3 %, davon ins Ausland: +20,2 %; ins Inland: +8,3 %) und Flugtickets (+4,4 %) an.

Hingegen gab es im Juli 2018 deutliche Preisrückgänge im Vormonatsvergleich bei Bekleidungsartikeln (-6,9 %) sowie bei Schuhen und Schuhzubehör (-4,1 %). Diese Entwicklung erklärt sich vorrangig durch saisonale Preisnachlässe für Sommerartikel.

Zudem gingen im Juli 2018 die Preise für Nahrungsmittel insgesamt (-0,5 %) und Energie insgesamt (-0,1 %) leicht zurück. Unter den Nahrungsmitteln sind im Juli 2018 die saisonalen Preisrückgänge bei Obst (-2,2 %) und Gemüse (-1,2 %) nennenswert. Bei der Energie mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher im Juli 2018 für leichtes Heizöl (-0,8 %) weniger bezahlen. Die Preise für Kraftstoffe gingen gegenüber dem Vormonat nur leicht zurück (-0,2 %, darunter Superbenzin: -0,2 %; Dieselkraftstoff: -0,4 %).

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Mittelstand zufrieden, aber nervös mit Blick in die Zukunft

Der deutsche Mittelstand zeigt sich derzeit vor dem Hintergrund der anhaltenden globalen Handelskonflikte zufrieden und angespannt zugleich, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer belegt. Erstmals seit Jahresbeginn hellt sich im Juli zwar die Stimmung in den kleinen und mittleren Firmen wieder auf. Die Erwartungen der mittelständischen Unternehmen hingegen sinken um -0,3 Zähler auf 2,1 Saldenpunkte.

Mittelstand zufrieden, aber nervös mit Blick in die Zukunft

KfW, Pressemitteilung vom 10.08.2018

  • Leichte Besserung des Geschäftsklimas kleiner und mittlerer Firmen
  • Großunternehmen ebenfalls mit positiver Tendenz
  • Protektionismusrisiko prägt jedoch weiterhin die Stimmung in der Wirtschaft

Der deutsche Mittelstand zeigt sich derzeit vor dem Hintergrund der anhaltenden globalen Handelskonflikte zufrieden und angespannt zugleich, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer belegt: Erstmals seit Jahresbeginn hellt sich im Juli zwar die Stimmung in den kleinen und mittleren Firmen wieder auf. Ihr Geschäftsklima verbessert sich um 0,9 Zähler auf 14,7 Saldenpunkte. Dabei klettern die Urteile zur aktuellen Geschäftslage auf 28,1 Saldenpunkte, einen sehr hohen Wert im historischen Vergleich. Die Erwartungen der mittelständischen Unternehmen hingegen sinken um -0,3 Zähler auf 2,1 Saldenpunkte.

Auch die Großunternehmen vermelden im Juli ein besseres Geschäftsklima (+0,6 Zähler auf 11,0 Saldenpunkte). Hier stehen jedoch die um 0,8 Zähler auf 23,5 Saldenpunkte leicht gesunkenen Lageurteile den um 1,6 Zähler auf -0,5 Saldenpunkte gestiegenen Erwartungen gegenüber.

Dass das Protektionismusrisiko weiterhin das Geschäftsklima prägt, wird beim Blick in die Branchen deutlich. Grundsätzlich lässt sich festhalten: Je enger der Bezug zum Welthandel, desto deutlicher fallen die Klimaeintrübungen seit Herbst vergangenen Jahres aus. Am stärksten ausgeprägt ist die Negativtendenz – wenig überraschend – bei den großen exportorientierten Industrieunternehmen. Auch im Großhandel, der an der Schnittstelle zwischen nationalen und internationalen Märkten agiert, trübt sich die Stimmung in der Tendenz deutlich ein. Geradezu euphorisch gestimmt bleiben hingegen die Bauunternehmen. In beiden Größenklassen erklimmt ihr Geschäftsklima ein neues Allzeithoch.

„Die Juli-Ergebnisse des KfW-ifo-Mittelstandbarometers zeigen alles in allem, dass der deutsche Aufschwung zumindest kurzfristig nicht in Gefahr ist. Die Firmen sind mit den laufenden Geschäften weiterhin sehr zufrieden“, erklärt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. Für das Fortbestehen des Aufschwungs sei entscheidend, wie sich die globale Risikolage entwickele und inwieweit handelspolitische Spannungen und andere Unwägbarkeiten wie der Brexit auf die Investitionsbereitschaft der Firmen durchschlügen. „Das bisherige Abbröckeln der Geschäftserwartungen auf Niveaus in der Nähe langfristiger Durchschnittswerte spricht für angespanntes Abwarten der Firmen auf einen günstigen Ausgang – und nicht für bereits grassierenden Pessimismus“, so Zeuner. Mit der jüngsten, erst nach Ende der Juli-Umfrage überraschend erzielten Annäherung zwischen der EU und den USA in Handelsfragen sei der Konflikt zumindest kurzfristig entschärft worden. Grundsätzlich sei das eine gute Nachricht für den Fortgang des Aufschwungs, die Abwärtsrisiken einschließlich einer erneuten Eskalation des Handelskonflikts durch die USA blieben jedoch erheblich.

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