Tariflöhne steigen 2018 durchschnittlich um 3,1 Prozent

Unter Berücksichtigung der im 1. Halbjahr 2018 abgeschlossenen Tarifverträge und der in den Vorjahren für 2018 bereits vereinbarten Tariferhöhungen steigen die Tariflöhne in diesem Jahr um durchschnittlich 3,1 Prozent. Dies ergibt sich aus der aktuellen Halbjahresbilanz der Hans-Böckler-Stiftung.

Tariflöhne steigen 2018 durchschnittlich um 3,1 Prozent

WSI-Tarifarchiv zieht Zwischenbilanz

Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 01.08.2018

Unter Berücksichtigung der im 1. Halbjahr 2018 abgeschlossenen Tarifverträge und der in den Vorjahren für 2018 bereits vereinbarten Tariferhöhungen steigen die Tariflöhne in diesem Jahr um durchschnittlich 3,1 Prozent. Dies ergibt sich aus der aktuellen Halbjahresbilanz, die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung am 01.08.2018 vorlegt. Die Tariferhöhungen fallen damit deutlich stärker aus als in den beiden Vorjahren, in denen sie um jeweils 2,4 Prozent zugenommen haben. Bei einem durchschnittlichen Anstieg der Verbraucherpreise von 1,7 Prozent im ersten Halbjahr 2018 ergibt sich demnach ein Reallohnzuwachs von 1,4 Prozent.

„Insgesamt sind die Tarifabschlüsse 2018 deutlich höher als im Vorjahr ausgefallen“, sagt der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Prof. Dr. Thorsten Schulten. „Berücksichtigt man nur die Neuabschlüsse aus dem Jahr 2018, so ergibt sich sogar ein Lohnplus von 3,7 Prozent. Damit leisten die Tariflöhne einen wichtigen Beitrag dafür, dass der lange, von einer starken Binnennachfrage getragene Aufschwung weitergeht.“ Besonders hoch fallen die Tarifzuwächse in diesem Jahr in den großen Tarifbranchen aus. Der Spitzenreiter ist dabei das Bauhauptgewerbe mit einer jahresbezogenen Tariferhöhung von 5,2 Prozent. In der Metallindustrie steigen die Tariflöhne um 4,0 Prozent und beim öffentlichen Dienst (Bund und Gemeinden) ergibt sich ein durchschnittlicher Zuwachs von 3,4 Prozent, wobei einige Lohngruppen (Berufseinsteiger, unterste Lohngruppen sowie bestimmte Fachkräfte) auch deutlich höhere Zuwächse von mehr als 4,0 Prozent erhalten.

Im Groß- und Einzelhandel, für die beide in diesem Jahr keine Tarifverhandlungen stattfinden, sehen die Tarifabschlüsse aus dem Vorjahr für 2018 Erhöhungen von 2,8 bzw. 2,7 Prozent vor. Ebenfalls keine Tarifverhandlungen gibt es in diesem Jahr bei Banken und Versicherungen, wo ältere Tarifverträge für 2018 Erhöhungen von 1,3 bzw. 1,8 Prozent vorsehen. Gleiches gilt für die Eisen- und Stahlindustrie, wo die Tariflöhne 2018 um 1,7 Prozent steigen.

Im 1. Halbjahr 2018 wurden von den DGB-Gewerkschaften für insgesamt etwa 8,5 Millionen Beschäftigte neue Tarifabschlüsse vereinbart. Die durchschnittliche Laufdauer beträgt 26,8 Monate, sodass die große Mehrzahl der Vereinbarungen zweistufige Lohnerhöhungen für 2018 und 2019 vorsieht. Im 2. Halbjahr 2018 finden weniger Tarifverhandlungen statt als in den ersten sechs Monaten. Von den großen Tarifbereichen stehen vor allem noch die Verhandlungen in der chemischen Industrie auf der Tagesordnung.

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Kabinett beschließt Mittelstandsförderung aus dem ERP-Sondervermögen für 2019

Das Bundeskabinett hat am 01.08.2018 den Entwurf des ERP-Wirtschaftsplangesetzes 2019 beschlossen. Kleine und mittlere Unternehmen können auf dieser Grundlage in 2019 zinsgünstige Finanzierungen und Beteiligungskapital mit einem Volumen von rd. 7,8 Mrd. Euro erhalten. Der deutsche Mittelstand kann sich damit weiterhin auf ein beständiges und qualitativ hochwertiges Förderangebot aus dem ERP-Sondervermögen verlassen.

Kabinett beschließt Mittelstandsförderung aus dem ERP-Sondervermögen für 2019

BMWi, Pressemitteilung vom 01.08.2018

Das Bundeskabinett hat am 01.08.2018 den Entwurf des ERP-Wirtschaftsplangesetzes 2019 beschlossen. Kleine und mittlere Unternehmen können auf dieser Grundlage in 2019 zinsgünstige Finanzierungen und Beteiligungskapital mit einem Volumen von rd. 7,8 Mrd. Euro erhalten. Der deutsche Mittelstand kann sich damit weiterhin auf ein beständiges und qualitativ hochwertiges Förderangebot aus dem ERP-Sondervermögen verlassen.

Auch 2019 sollen vor allem Existenzgründungen und Wachstumsfinanzierungen, der Aufbau und die Modernisierung bestehender Unternehmen in den regionalen Fördergebieten, die Bereitstellung von Beteiligungskapital für junge innovative Unternehmen und die Exportleistungen deutscher Unternehmen gefördert werden.

In den volkswirtschaftlich bedeutenden Bereichen der Innovations- und Digitalisierungsfinanzierung wird das Fördervolumen im kommenden Jahr gegenüber dem Vorjahr auf 2 Mrd. Euro verdoppelt, um den Deutschen Mittelstand mit Blick auf die Herausforderungen der Digitalisierung zu unterstützen.

Darüber hinaus trägt der ERP-Wirtschaftsplan 2019 dem gestiegenen Förderbedarf im Bereich der Wagniskapital- und Beteiligungsfinanzierung in Deutschland Rechnung, indem er die im Jahr 2018 begonnene Verstärkung des KfW-Engagements in diesem Bereich bei moderater Erhöhung des Volumens verstetigt.

Das ERP-Sondervermögen fördert seit 70 Jahren die Wirtschaft in Deutschland. Es stammt aus Mitteln des Marshallplans und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie verwaltet. Im Fokus der Förderung stehen kleine und mittlere Unternehmen, die in ihrer Finanzierungssituation oftmals gegenüber Großunternehmen strukturell benachteiligt sind. Insgesamt leistet die ERP-Förderung einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen und der freien Berufe und trägt zur Schaffung neuer und zur Sicherung bestehender Arbeitsplätze bei.

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Zwei von drei Personalern informieren sich online über Bewerber

Bewerber müssen nicht nur mit guten Noten und lückenlosem Lebenslauf glänzen, sondern sollten auch auf ihre Social-Media-Profile achten. Zwei von drei Unternehmen informieren sich in Sozialen Netzwerken über Stelleninteressenten. So lautet das Ergebnis einer Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Zwei von drei Personalern informieren sich online über Bewerber

Bitkom, Pressemitteilung vom 30.07.2018

  • 63 Prozent der Unternehmen recherchieren Social-Media-Profile
  • Jeder vierte Personaler hat deswegen bereits Bewerber ausgeschlossen

Bewerber müssen nicht nur mit guten Noten und lückenlosem Lebenslauf glänzen, sondern sollten auch auf ihre Social-Media-Profile achten. Zwei von drei Unternehmen (63 Prozent) informieren sich in Sozialen Netzwerken über Stelleninteressenten. Im Fokus stehen dabei vor allem beruflich ausgerichtete Plattformen wie Xing oder LinkedIn (53 Prozent), gefolgt von eher privat ausgerichteten Sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram (30 Prozent). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter Personalverantwortlichen in Unternehmen ab 50 Mitarbeitern. „Die Zeiten, in denen Social-Media-Auftritte eine klassische Bewerbung lediglich ergänzen, gehen zu Ende“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Immer mehr Unternehmen suchen schwerpunktmäßig über soziale Netzwerke neue Mitarbeiter und begnügen sich mit den dort hinterlegten Informationen für den Start eines Bewerbungsverfahrens. Wer sich in Sozialen Netzwerken gut präsentieren kann, hat definitiv Vorteile bei der Jobsuche.“ Im Zeitverlauf zeigt sich, dass Personaler Social Media eine wachsende Bedeutung beimessen: 2015 informierten sich nur 46 Prozent in Sozialen Netzwerken über Bewerber, 2013 waren es erst 23 Prozent.

Personaler interessieren sich vor allem für berufliches Profil

Bei der Online-Recherche haben für die Personaler berufliche Themen Priorität vor privaten. Acht von zehn (81 Prozent) achten besonders auf fachliche Qualifikationen, zwei Drittel (67 Prozent) auf Äußerungen zu Fachthemen und gut die Hälfte (53 Prozent) auf Äußerungen zum Unternehmen oder Wettbewerbern. Jeder dritte (34 Prozent) achtet besonders auf Hobbys und private Aktivitäten, jeder sechste (16 Prozent) auf politische Ansichten.

„Die Social-Media-Selbstdarstellung kann aber durchaus auch zur Karrierebremse werden“, meint Rohleder. Jeder vierte Personalverantwortliche (24 Prozent), der sich Profile von Bewerbern in Sozialen Netzwerken anschaut, hat schon Bewerber wegen einzelner Einträge nicht eingestellt beziehungsweise nicht in die engere Auswahl genommen.

Grundsätzlich dürfen Arbeitgeber allgemein zugängliche Daten einholen, sofern keine Persönlichkeitsrechte der Betroffenen entgegenstehen. Das gilt etwa für über Suchmaschinen frei verfügbare Inhalte und Informationen, die in Sozialen Netzwerken ohne Anmeldung frei abrufbar sind.

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Verbraucherpreise im Juli 2018 voraussichtlich um 2,0 % höher als im Juli 2017

Die Inflationsrate in Deutschland wird im Juli 2018 voraussichtlich 2,0 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Juni 2018 voraussichtlich um 0,3 %.

Verbraucherpreise im Juli 2018 voraussichtlich um 2,0 % höher als im Juli 2017

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 30.07.2018

Verbraucherpreisindex, Juli 2018:

  • +2,0 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
  • +0,3 % zum Vormonat (vorläufig)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Juli 2018:

  • +2,1 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
  • +0,4 % zum Vormonat (vorläufig)

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen am Verbraucherpreisindex – wird im Juli 2018 voraussichtlich 2,0 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Juni 2018 voraussichtlich um 0,3 %.

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland hat sich im Juli 2018 im Vorjahresvergleich voraussichtlich um 2,1 % erhöht, gegenüber Juni 2018 steigt er voraussichtlich um 0,4 %.

Die endgültigen Ergebnisse für Juli 2018 werden am 14. August 2018 veröffentlicht.

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Soft Skills und allgemeine IT-Kenntnisse stellen zukünftig wichtige Mitarbeiterqualifikationen dar

Die Vermittlung von Soft Skills und allgemeinen IT-Kenntnissen spielt in den Weiterbildungsstrategien deutscher Unternehmen eine zentrale Rolle. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden bei der Fünften Europäischen Erhebung über die berufliche Weiterbildung Kundenorientierung (50 %) und technische, praktische oder arbeitsplatzspezifische Fertigkeiten (52 %) von jedem zweiten Unternehmen zu den wichtigsten Qualifikationen für die zukünftige Unternehmensentwicklung gezählt.

Soft Skills und allgemeine IT-Kenntnisse stellen zukünftig wichtige Mitarbeiterqualifikationen dar

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 27.07.2018

Die Vermittlung von Soft Skills und allgemeinen IT-Kenntnissen spielt in den Weiterbildungsstrategien deutscher Unternehmen eine zentrale Rolle. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden bei der Fünften Europäischen Erhebung über die berufliche Weiterbildung Kundenorientierung (50 %) und technische, praktische oder arbeitsplatzspezifische Fertigkeiten (52 %) von jedem zweiten Unternehmen zu den wichtigsten Qualifikationen für die zukünftige Unternehmensentwicklung gezählt. Es folgten Teamfähigkeit (43 %) und Problemlösungskompetenz (30 %). Allgemeine IT-Kenntnisse, die im Zuge der Digitalisierung an Bedeutung gewinnen, gehörten für 35 % der Unternehmen zukünftig zu den wichtigsten Qualifikationen.

Auf technische, praktische oder arbeitsplatzspezifische Fertigkeiten entfielen im Jahr 2015 bei fast zwei Drittel der Unternehmen (64 %) die meisten Stunden interner oder externer Lehrveranstaltungen. Kundenorientierung war bei 27 % der Unternehmen Gegenstand der meisten Schulungsstunden, allgemeine IT-Kenntnisse bei 20 %, Teamfähigkeit bei 16 % der Unternehmen.

Im Rahmen der alle fünf Jahre stattfindenden Erhebung wurden 2015 in Deutschland rund 12.000 Unternehmen mit mindestens 10 Beschäftigten aus nahezu allen Wirtschaftsbereichen zu ihren Weiterbildungsaktivitäten befragt. Weitere Ergebnisse der Erhebung finden sich im Tabellenband “ Berufliche Weiterbildung in Unternehmen 2015 „.

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Deutsche Unternehmen weiterhin auf Mitarbeitersuche

Die deutschen Unternehmen planen, auf unverändert hohem Niveau neues Personal einzustellen. Das ifo Beschäftigungsbarometer verharrt im Juli bei 104,1 Punkten. Im Moment gibt es keine Anzeichen, dass sich der lang anhaltende Aufschwung am deutschen Arbeitsmarkt abkühlt.

Deutsche Unternehmen weiterhin auf Mitarbeitersuche

ifo Institut, Pressemitteilung vom 26.07.2018

Die deutschen Unternehmen planen, auf unverändert hohem Niveau neues Personal einzustellen. Das ifo Beschäftigungsbarometer verharrt im Juli bei 104,1 Punkten. Im Moment gibt es keine Anzeichen, dass sich der lang anhaltende Aufschwung am deutschen Arbeitsmarkt abkühlt.

Nur in der Industrie gaben die Beschäftigungserwartungen nach. Treiber dieser schwächeren Entwicklung waren vor allem die Automobil- und Elektroindustrie. Im Handel tendierte das Barometer etwas nach oben. Auch im Bauhauptgewerbe zogen nach einem kurzen Zwischentief im Juni die expansiven Personalplanungen wieder an. Arbeitskräftemangel bleibt aber ein wichtiges Thema für viele Baufirmen. Die größte Beschäftigungsdynamik ist weiterhin im Dienstleistungssektor zu beobachten.

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Industrie 4.0 verändert Geschäftsmodelle

Die nächste industrielle Revolution, die Industrie 4.0, verändert nicht nur die Abläufe in Fabriken, sondern auch ganze Geschäftsmodelle. So sagen 39 Prozent aller Nutzer und Planer von Industrie-4.0-Anwendungen, dass sie neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Weitere 18 Prozent geben lt. Bitkom an, dass sie im Zuge von Industrie 4.0 bereits bestehende Produkte und Dienstleistungen verändert haben oder dies planen.

Industrie 4.0 verändert Geschäftsmodelle

Bitkom, Pressemitteilung vom 26.07.2018

  • Bei 76 Prozent der Anwender-Unternehmen beeinflusst Industrie 4.0 das Geschäftsmodell
  • Vor allem plattformbasierte Geschäftsmodelle sind verbreitet

Die nächste industrielle Revolution, die Industrie 4.0, verändert nicht nur die Abläufe in Fabriken, sondern auch ganze Geschäftsmodelle. So sagen 39 Prozent aller Nutzer und Planer von Industrie-4.0-Anwendungen, dass sie neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Weitere 18 Prozent geben an, dass sie im Zuge von Industrie 4.0 bereits bestehende Produkte und Dienstleistungen verändert haben oder dies planen. Jedes fünfte Unternehmen (20 Prozent) sagt, dass es dadurch bestimmte Produkte und Dienstleistungen vom Markt nimmt oder nehmen wird. Lediglich 37 Prozent geben an, dass der Einsatz von Industrie 4.0 keinen Einfluss auf das eigene Geschäftsmodell hat bzw. haben wird. Das ergibt eine repräsentative Befragung von 553 Industrieunternehmen ab 100 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Während beispielsweise für Hersteller eines Produkts früher der Auftrag endete, sobald das Produkt verkauft war und die Fabrik verlassen hatte, ist das hergestellte smarte Produkt heute auch Basis für neue Geschäftsmodelle“, sagt Sven Zehl, Referent Industrial Internet & IoT beim Bitkom. „Dank der gewonnenen Daten aus smarten Produkten können Hersteller dem Kunden neben dem Produkt als solches etwa auch individuelle, datenbasierte Dienstleistungen, sog. Smart Services, anbieten.“

Unternehmen setzen vor allem auf plattformbasierte Geschäftsmodelle

Befragt für welche Art von Geschäftsmodell die Unternehmen Produkte und Dienstleistungen weiter- bzw. neu entwickeln, sagt knapp jedes zehnte Unternehmen (9 Prozent), dass es auf solche datenbasierte Geschäftsmodelle setzt. Das Unternehmen verkauft also zum Beispiel Produkt- und Produktionsdaten oder bietet darauf aufbauend eigene neue Dienste an, etwa um die Qualität und Handhabung des Produkts zu verbessern. Neun von zehn Unternehmen (89 Prozent) sagen, dass sie im Bereich plattformbasierter Geschäftsmodelle tätig sind. Das heißt, dass das Unternehmen eine digitale Plattform erstellt oder sich an einer solchen beteiligt. Darüber können dann etwa Produkte vertrieben, aber auch Kunden und Lieferanten vernetzt werden. 37 Prozent entwickeln Produkte und Dienstleistungen für Geschäftsmodelle mit nutzungsabhängiger Vergütung, sog. pay-per-use-Modelle. Das heißt, dass zum Beispiel die Nutzung einer Maschine je nach Bedarf individuell als Dienstleistung abgerechnet und nicht zu einem festen Kaufpreis angeboten wird.

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Importpreise im Juni 2018: +4,8 % gegenüber Juni 2017

Die Einfuhrpreise waren im Juni 2018 um 4,8 % höher als im Juni 2017. Dies war der stärkste Anstieg gegenüber dem Vorjahr seit April 2017 (+6,1 % gegenüber April 2016). Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stiegen die Importpreise im Juni 2018 gegenüber Mai 2018 um 0,5 %.

Importpreise im Juni 2018: +4,8 % gegenüber Juni 2017

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 27.07.2018

Einfuhrpreise, Juni 2018

  • +0,5 % zum Vormonat
  • +4,8 % zum Vorjahresmonat

Ausfuhrpreise, Juni 2018

  • +0,3 % zum Vormonat
  • +1,8 % zum Vorjahresmonat

Die Einfuhrpreise waren im Juni 2018 um 4,8 % höher als im Juni 2017. Dies war der stärkste Anstieg gegenüber dem Vorjahr seit April 2017 (+6,1 % gegenüber April 2016). Im Mai 2018 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei +3,2 % und im April 2018 bei +0,6 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stiegen die Importpreise im Juni 2018 gegenüber Mai 2018 um 0,5 %.

Der Anstieg der Importpreise gegenüber dem Vorjahr war vor allem durch die Entwicklung der Einfuhrpreise für Energie beeinflusst. Energieeinfuhren waren im Juni 2018 um 37,6 % teurer als im Juni 2017. Der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat bei Energie fiel im Juni bedeutend höher aus als im Mai 2018 (+27,2 %), bedingt durch deutliche Preisrückgänge vor einem Jahr (statistischer Basiseffekt).

Gegenüber Juni 2017 verteuerten sich insbesondere rohes Erdöl (+51,4 %) und Mineralölerzeugnisse (+41,4 %). Der Einfuhrpreisindex ohne Energie war im Juni 2018 um 1,2 % höher als im Juni 2017 (+0,2 % gegenüber dem Mai 2018). Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Einfuhrpreisindex um 1,9 % über dem Stand des Vorjahres (+0,6 % gegenüber Mai 2018).

Die Preise für importierte Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) erhöhten sich im Juni 2018 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,3 %. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise um 0,6 %. Im Vergleich zu Juni 2017 verteuerten sich unter anderem Holz- und Zellstoff (+17,5 %) sowie Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (+11,3 %). Dagegen lagen die Preise für elektronische Bauelemente unter denen des Vorjahresmonats (-8,7 %).

Die Preisentwicklung für eingeführte Investitionsgüter hatte einen dämpfenden Einfluss auf den Gesamtindex. Investitionsgüter verbilligten sich um 0,1 % gegenüber Juni 2017 (+0,2 % gegenüber Mai 2018). Insbesondere Speichereinheiten und andere Datenspeicher (-14,3 %) wurden gegenüber Juni 2017 zu niedrigeren Preisen importiert.

Die Einfuhrpreise für Konsumgüter (Gebrauchs- und Verbrauchsgüter) lagen im Durchschnitt um 0,4 % unter denen des Vorjahresmonats (+0,2 % gegenüber dem Vormonat). Gebrauchsgüter waren im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 % preiswerter, die Importpreise für Verbrauchsgüter sanken um 0,4 %.

Importierte landwirtschaftliche Güter waren im Durchschnitt um 0,8 % billiger als im Juni 2017 (-2,1 % gegenüber dem Vormonat). Während sich unter anderem Rohkaffee (-13,4 %) und Naturkautschuk (-12,3 %) stark verbilligten, wurden insbesondere Kern- und Steinobst (+23,7 %) sowie Rohkakao (+14,2 %) zu höheren Preisen importiert.

Der Index der Ausfuhrpreise lag im Juni 2018 um 1,8 % über dem Stand von Juni 2017. Im Mai 2018 hatte die Jahresveränderungsrate bei +1,3 % und im April 2018 bei +0,7 % gelegen. Gegenüber dem Vormonat Mai 2018 stiegen die Ausfuhrpreise im Durchschnitt um 0,3 %.

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Exporterwartungen gestiegen

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich etwas aufgehellt. Die ifo Exporterwartungen der Industrie sind im Juli auf 13,7 Saldenpunkte gestiegen, von 12,6 Saldenpunkten im Juni. Dies ist der erste Anstieg nach zuletzt sieben Rückgängen in Folge.

Exporterwartungen gestiegen

ifo Institut, Pressemitteilung vom 26.07.2018

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich etwas aufgehellt. Die ifo Exporterwartungen der Industrie sind im Juli auf 13,7 Saldenpunkte gestiegen, von 12,6 Saldenpunkten im Juni. Dies ist der erste Anstieg nach zuletzt sieben Rückgängen in Folge. Das weltwirtschaftliche Umfeld bleibt für die deutschen Exporteure jedoch schwierig.Deutliche Zuwächse bei den Exporten erwarten die Unternehmen aus dem Maschinenbau und der Elektroindustrie. Auch die Firmen aus der Metallindustrie blicken wieder zuversichtlicher auf ihr kommendes Exportgeschäft. In der deutschen Automobilindustrie macht sich hingegen Pessimismus breit. Die aktuelle Protektionismusdebatte und die drohenden Zölle auf deutsche Autos drücken merklich auf die Stimmung. Die Exporterwartungen sanken in diesem Sektor auf den niedrigsten Wert seit Oktober 2012.

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ifo Geschäftsklimaindex sinkt leicht

Das ifo Geschäftsklima hat sich minimal verschlechtert. Der Index ist im Juli auf 101,7 Punkte gesunken, nach 101,8 Punkten im Juni. Die Unternehmer waren etwas zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Jedoch nahmen sie ihre Erwartungen etwas zurück.

ifo Geschäftsklimaindex sinkt leicht

ifo Institut, Pressemitteilung vom 25.07.2018

Das ifo Geschäftsklima hat sich minimal verschlechtert. Der Index ist im Juli auf 101,7 Punkte gesunken, nach 101,8 Punkten im Juni. Die Unternehmer waren etwas zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Jedoch nahmen sie ihre Erwartungen etwas zurück. Die deutsche Wirtschaft setzt ihre Expansion in verlangsamter Gangart fort.Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index das sechste Mal in Folge gesunken. Grund hierfür waren merklich schlechtere Lageeinschätzungen der Industriefirmen. Der Lageindikator liegt jedoch weiterhin deutlich über seinem langfristigen Durchschnitt. Die Erwartungen der Unternehmen blieben hingegen nahezu unverändert leicht optimistisch. Die Nachfragedynamik verlor an Schwung. Die Kapazitätsauslastung blieb unverändert bei 87,7 Prozent.Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima verbessert. Die Dienstleister korrigierten sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartungen nach oben. Ein Grund war die anziehende Nachfrage nach Dienstleistungen.Im Handel ist der Index gesunken. Zwar waren die Händler mit ihrer aktuellen Lage zufriedener, jedoch nahm die Skepsis mit Blick auf die Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten zu. Dies gilt insbesondere für den Einzelhandel.

Im Bauhauptgewerbe hat der Geschäftsklimaindex ein neues Rekordhoch erreicht. Der Anstieg ist der stärkste jemals beobachtete. Gleiches gilt für den Lageindikator, der deutlich nach oben korrigiert wurde. Auch die Erwartungen sind optimistischer ausgefallen. Das Bauhauptgewerbe befindet sich im Boom.

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