Kleinstbetriebe bleiben im Wettbewerb um Auszubildende benachteiligt

Am 1. August startet in den meisten Bundesländern das neue Ausbildungsjahr. Wie in den vergangenen Jahren finden sich die Auszubildenden vorrangig in kleinen (27,8 %) und mittleren Betrieben (37,2 %). Dagegen hat sich für die Kleinstbetriebe der negative Trend lt. IfM Bonn fortgesetzt, der seit 2008 zu beobachten ist.

Kleinstbetriebe bleiben im Wettbewerb um Auszubildende benachteiligt

IfM Bonn, Pressemitteilung vom 23.07.2018

In 2017 ist die Zahl aller Ausbildungsbetriebe sowie der Auszubildenden wieder gestiegen

Am 1. August startet in den meisten Bundesländern das neue Ausbildungsjahr. Wie in den vergangenen Jahren finden sich die Auszubildenden vorrangig in kleinen (27,8 %) und mittleren Betrieben (37,2 %). Dagegen hat sich für die Kleinstbetriebe der negative Trend fortgesetzt, der seit 2008 zu beobachten ist: Nur 16,9 % aller Auszubildenden starteten in 2017 in den Betrieben mit höchstens 9 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – zum Vergleich: in 2016 waren es noch 17,3 %.

Insgesamt ist in 2017 laut Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) deutschlandweit die Anzahl sowohl der auszubildenden Betriebe (+821) als auch der Auszubildenden (+8.300) im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht gestiegen. Gleichwohl verschärft sich der Wettbewerb um den Fachkräfte-Nachwuchs: „Betrachtet man die Entwicklung der vergangenen 15 Jahre, so stellt man fest, dass die Kleinstunternehmen immer mehr ins Hintertreffen geraten: Wurde 2003 noch jeder 4. Ausbildungsvertrag in einem solchen Betrieb geschlossen, so beginnt hier nur noch jeder 6. Auszubildende sein Berufsleben“, erläutert Prof. Dr. Friederike Welter (IfM Bonn/Universität Siegen). In den kleinen und mittleren Betrieben steigen hingegen die Auszubildendenzahlen. Aber auch in den Großbetrieben wurden in den vergangenen Jahren wieder mehr Ausbildungsverträge geschlossen. Damit zeigt sich, dass weiterhin vorrangig der Mittelstand Träger des dualen Ausbildungssystems in Deutschland ist.

„Ob es am mangelnden Ausbildungsengagement der Kleinstbetriebe liegt, dass diese Unternehmen deutlich weniger Bewerber als die größeren Unternehmen ansprechen, lässt sich anhand der statistischen Daten nicht allein festmachen. Wenn Betriebe aus ökonomischen Gründen jeweils nur einen Auszubildenden beschäftigen können und keinen geeigneten Bewerber finden, dann fallen sie automatisch aus der BA-Statistik heraus“, so die Präsidentin des IfM Bonn. Aber auch wenn ein Ausbildungsvertrag zustande kommt, bedeutet dies nicht automatisch, dass die Auszubildenden dauerhaft bleiben: Sowohl nach der Probezeit als auch im Laufe der Ausbildungszeit verlassen viele von ihnen die Kleinstbetriebe – was dafürspricht, dass sie entweder attraktivere Angebote haben oder einen höheren Bildungsabschluss anstreben.

Powered by WPeMatico

Jedes dritte Startup verzichtet auf Geld vom Staat

Ob Gründungsstipendien, staatliche Darlehen oder auch Risikokapital – in Deutschland gibt es inzwischen viel staatliche Unterstützung für Startups. Aber nur jeder zweite Gründer (47 Prozent) hat auch mindestens eine Form von finanzieller Hilfe erhalten. Und jeder Dritte (36 Prozent) hat auf entsprechende Anträge verzichtet. Das ist u. a. das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Jedes dritte Startup verzichtet auf Geld vom Staat

Bitkom, Pressemitteilung vom 20.07.2018

  • Nur zwei Drittel der Gründer haben staatliche Förderung beantragt
  • Knapp jeder Zweite hat finanzielle Unterstützung aus öffentlichen Mitteln bekommen

Ob Gründungsstipendien, staatliche Darlehen oder auch Risikokapital – in Deutschland gibt es inzwischen viel staatliche Unterstützung für Startups. Aber nur jeder zweite Gründer (47 Prozent) hat auch mindestens eine Form von finanzieller Hilfe erhalten. Und jeder Dritte (36 Prozent) hat auf entsprechende Anträge verzichtet, vor allem, weil ihm der bürokratische Aufwand zu hoch war (66 Prozent). Ebenfalls beklagt wurde ein mangelhafter Überblick über die Angebote (43 Prozent) oder es fehlten Zeit und Personal, um sich zu informieren (35 Prozent). Jeder fünfte Gründer (21 Prozent) verzichtete auf eine Antragstellung, weil ihm die Erfolgsaussichten zu gering erschienen (21 Prozent). Immerhin 40 Prozent haben aber auch aus grundsätzlichen Erwägungen auf einen Antrag verzichtet, weil sie eine private Finanzierung vorziehen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 deutschen Startups. „Es gibt in Deutschland ein breites Angebot an staatlicher Förderung, von dem Startups insbesondere in der Gründungsphase profitieren können. Die Angebote sind aber noch zu bürokratisch und schwer verständlich. Gerade Gründer, die ihre Idee schnell unternehmerisch umsetzen wollen, können ihre Zeit nicht mit dem Ausfüllen komplizierter und langer Antragsformulare verbringen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Staatliche Hilfe gibt es vor allem bei den ersten Schritten zum Startup

Vor allem bei den ersten Schritten zum Startup bekommen Gründer staatliche Hilfe. So haben 24 Prozent der Gründer Beratungs- und Coachingzuschüsse erhalten, 22 Prozent Material-, Sachkosten- und Personalzuschüsse sowie 21 Prozent ein Gründungsstipendium. Einen staatlichen Kredit hat dagegen nur rund jedes neunte Startup (11 Prozent) in Anspruch genommen und eine staatliche Beteiligung in Form von Risikokapital sogar nur rund jedes elfte (9 Prozent).

Wer als Gründer den Schritt geht, staatliche Förderung zu beantragen, hat übrigens gute Erfolgschancen. Nur 15 Prozent der Gründer geben an, dass schon einmal ein Antrag abgelehnt wurde.

Powered by WPeMatico

Stimmung auf dem deutschen Beteiligungsmarkt erreicht neues Hoch

Der deutsche Beteiligungskapitalmarkt nimmt den Schwung aus dem 1. Quartal mit und erreicht im Frühsommer einen neuen Rekordwert beim Geschäftsklima: Der Geschäftsklimaindex des German Private Equity Barometers steigt im 2. Quartal 2018 um 10,4 Zähler auf 77,1 Saldenpunkte. Dabei erreichen sowohl die Geschäftslage als auch die Geschäftserwartung lt. KfW Bestwerte.

Stimmung auf dem deutschen Beteiligungsmarkt erreicht neues Hoch

KfW, Pressemitteilung vom 20.07.2018

  • Geschäftsklima auf Bestwert – Spätphasenklima erstmals über 80 Punkte
  • Wende bei Fundraisingklima? – Zweiter Rückgang in Folge
  • VC-Nachfrage erklimmt neue Höhen, Qualität des Dealflows legt zu

Der deutsche Beteiligungskapitalmarkt nimmt den Schwung aus dem 1. Quartal mit und erreicht im Frühsommer einen neuen Rekordwert beim Geschäftsklima: Der Geschäftsklimaindex des German Private Equity Barometers steigt im 2. Quartal 2018 um 10,4 Zähler auf 77,1 Saldenpunkte. Dabei erreichen sowohl die Geschäftslage als auch die Geschäftserwartung Bestwerte. Der Indikator für die aktuelle Geschäftslage klettert auf 79,6 Saldenpunkte (+8,4), der Indikator für die Geschäftserwartung auf 74,5 Saldenpunkte (+12,4).

Das Geschäftsklima bekommt durch die Entwicklung der Nachfrage nach Beteiligungskapital Auftrieb: Quantität und Qualität des Dealflows der Beteiligungskapitalgeber ziehen deutlich an. Der Indikator für die Höhe der Nachfrage übertrifft dabei seinen bisherigen Bestwert vom Sommer 2011 und der Qualitätsindikator bleibt nur knapp unter seinem bisherigen Höchststand. Bei Fundraisingklima und Exitumfeld deutet sich dagegen eine Trendwende an. Beide Teilindikatoren fallen weiter und haben sich nun bereits etwas von ihren Rekorden aus dem vergangenen Jahr entfernt. Dies dürfte mit der allgemeinen Unruhe auf den Finanzmärkten zusammenhängen, die von der Gefahr eines internationalen „Handelskriegs“ ausgelöst wurde.

Das Geschäftsklima im Venture Capital-Markt erreicht einen neuen Höchststand, der entsprechende Indikator steigt um 9,6 Zähler auf 72,5 Saldenpunkte. Dabei toppte die aktuelle Geschäftslage ihren Bestwert des Vorquartals (+5,6 auf 73,3 Saldenpunkte) und auch die Geschäftserwartung wird wieder deutlich optimistischer. (+13,5 Zähler auf 71,8 Saldenpunkte).

Auch im Spätphasensegment des deutschen Beteiligungsmarkts erreicht das Geschäftsklima mit 80,8 Saldenpunkten (+10,7) einen neuen Höchststand: Der Indikator für die aktuelle Geschäftslage steigt um 10,3 Zähler auf 84,8 Saldenpunkte, der Indikator für die Geschäftserwartung um 11,2 Zähler auf 76,8 Saldenpunkte.

„Die anlaufende protektionistische Eskalationsspirale zwischen den USA auf der einen sowie der EU und China auf der anderen Seite geht auch am deutschen Beteiligungskapitalmarkt nicht spurlos vorbei“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Wir hoffen daher nicht nur für die Exportwirtschaft, dass dieser Konflikt bald gelöst wird. Der immer noch junge deutsche VC-Markt musste bereits genügend Wachstumsschmerzen aushalten. Für seine weitere Entwicklung wäre eine längerfristige Phase ohne größere Verwerfungen wünschenswert, sodass Investoren nachhaltig Vertrauen fassen können.“

„Aktuell erleben wir die längste und stabilste Aufschwungphase in der Geschichte des deutschen Beteiligungsmarkts“, ergänzt Ulrike Hinrichs, geschäftsführendes BVK-Vorstandsmitglied. „Der Markt erlebt einen Reife- und Wachstumsprozess, der ihn vor möglichen zukünftigen Rückschlägen wappnen wird. Ein Abschwung ist aktuell nicht absehbar. Die Einschätzungen zum Dealflow sprechen dafür, dass Start-ups und Mittelstand weiter auf Wachstum setzen und Beteiligungskapital hier eine entscheidende Rolle spielt. Zunehmendes Investoreninteresse erleichtert das Fundraising bei gleichzeitig freundlichem Exit-Umfeld. Und im Handelskonflikt wird es hoffentlich vernünftige Lösungen geben.“

Powered by WPeMatico

Bürokratie reduziert – es geht doch!

Die Anhebung der Grenze für die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter von 410 auf 800 Euro verringert spürbar die Bürokratie hierzulande: Einer aktuellen DIHK-Umfrage zufolge registrieren drei Viertel der Unternehmen eine deutliche Entlastung. Der DIHK hofft nun auf den nächsten großen Schritt beim Bürokratieabbau. Der bestünde in zeitnahen Betriebsprüfungen, verbunden mit verkürzten Aufbewahrungsfristen.

Bürokratie reduziert – es geht doch!

DIHK, Pressemitteilung vom 19.07.2018

Die im letzten Jahr beschlossene Anhebung der Grenze für die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter (GWG) verringert spürbar die Bürokratie. Das hat eine aktuelle DIHK-Umfrage unter Unternehmen ergeben: Drei Viertel registrieren eine deutliche Entlastung. Bei den Kleinstunternehmen fühlen sich sogar 90 Prozent deutlich entlastet. Selbst bei den größeren Unternehmen (mehr als 250 Mitarbeiter) mit einer automatisierten Buchhaltung sehen zwei Drittel eine Verbesserung. Bürokratieabbau lohnt sich!

Politisch umstritten

In der politischen Diskussion war die Anhebung der GWG-Grenze hoch umstritten. Im Gespräch war sie schon im Vorfeld der Bürokratieentlastungsgesetze 2015 und 2017; beide Male konnte sich die Regierungsmehrheit aber nicht dazu durchringen. Erst kurz vor Ende der Legislaturperiode wurde sie im April 2017 im sogenannten Lizenzschrankengesetz umgesetzt. Die Grenze liegt nun bei 800 Euro, nachdem sie über 50 Jahre bei 410 Euro festgefroren war. Der DIHK hatte sich lange hartnäckig für eine Anhebung eingesetzt. Das Argument: Die Betriebe haben viel Arbeit mit den Abschreibungen kleiner Anschaffungen, den GWG. Und: Eine höhere Abschreibungsgrenze würde ihre Liquidität zum Anschub von Investitionen erhöhen.

Umfrage bestätigt positive Effekte

Kritiker einer höheren Grenze bemängelten, dass diese in einer automatisierten Buchhaltung oder für Steuerberater keine Belastung sei. Es mache keinen Unterschied, ob eine Anschaffung sofort als Aufwand verbucht oder ins Anlageverzeichnis übernommen werde. Berechnungen des Entlastungsvolumens umfassten die erstaunliche Spanne zwischen 1 Million (Statistisches Bundesamt) und 380 Millionen Euro (DIHK). Mit seiner aktuellen Unternehmensumfrage unter insgesamt 840 Betrieben kann sich der DIHK nun bestätigt sehen. Das Ergebnis ist eindeutig: 76 Prozent aller Unternehmen gaben positive Effekte an. Die Hälfte der Rückmeldungen kam dabei von kleinen Betrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern.

Entlastung wo und in welcher Höhe?

Die Unternehmen sehen in erster Linie Vereinfachungen bei der Inventarisierung der Wirtschaftsgüter und bei der Berechnung der Abschreibungsdauer. Ein Fünftel der Unternehmen erkennt immerhin auch eine Entlastung durch die entsprechend höhere Liquidität. Unternehmen, die GWG automatisch in ein Anlageverzeichnis aufnehmen, sehen hingegen kaum Vorteile; das gilt auch für diejenigen, die die Sammelabschreibung (Poolabschreibung) nutzen. Bei einer Entlastung von sechs Minuten Zeitersparnis pro zu bearbeitendem Wirtschaftsgut und 42 Wirtschaftsgütern pro Jahr beträgt bei zwei Dritteln der betroffenen Unternehmen die Entlastung in der Summe mehr als 330 Millionen Euro jährlich. Dies ist für eine Einzelmaßnahme im Bürokratieabbau ein beachtlicher Wert – fast dreimal so viel, wie das gesamte zweite Bürokratieentlastungsgesetz aus dem Jahr 2017 gebracht hat, und nahe an der ursprünglichen DIHK-Schätzung.

Bürokratieabbau ist machbar

Unabhängig von konkreten Entlastungszahlen, die immer auf gewissen Annahmen beruhen, zeigt die Umfrage, dass die höhere GWG-Grenze bei den Unternehmen positiv angekommen ist. Spürbarer Bürokratieabbau ist also machbar. Eine Anhebung der Grenze auf 1.000 Euro, bei der zusätzlich auch noch die Poolabschreibungen entfallen könnten, würde sich deshalb lohnen. Ein nächster großer Schritt könnten zeitnahe Betriebsprüfungen samt verkürzter Aufbewahrungsfristen sein. Mit dem angekündigten dritten Bürokratieentlastungsgesetz sollte dies bereits umgesetzt werden.

Hier finden Sie die Detailergebnisse der Umfrage.

Powered by WPeMatico

Weltweite Megadeals legen zu

Nach einem etwas schwächeren Gesamtjahr 2017 und einem in den ersten Monaten eher bescheidenen ersten Halbjahr 2018 bei weltweiten Fusionen und Übernahmen ist der ZEW-ZEPHYR M&A-Volumen-pro-Deal-Index im Juni 2018 auf knapp mehr als 130 Punkte nach oben geschnellt – der höchste Monatswert seit Oktober 2016.

Weltweite Megadeals legen zu

ZEW, Pressemitteilung vom 19.07.2018

Nach einem etwas schwächeren Gesamtjahr 2017 und einem in den ersten Monaten eher bescheidenen ersten Halbjahr 2018 bei weltweiten Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A) ist der ZEW-ZEPHYR M&A-Volumen-pro-Deal-Index im Juni 2018 auf knapp mehr als 130 Punkte nach oben geschnellt – der höchste Monatswert seit Oktober 2016. Getrieben wird diese Entwicklung von einigen Megadeals. Während die Anzahl der Transaktionen schon seit längerem rückläufig ist und auch im Juni 2018 mit weltweit 561 getätigten Transaktionen eher moderat ausfiel, hat sich das Volumen pro Deal enorm erhöht. Zu diesem Ergebnis kommen Untersuchungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, auf Basis der Zephyr-Datenbank von Bureau van Dijk.

Noch im Mai 2018 lag der ZEW-ZEPHYR M&A-Volumen-pro-Deal-Index bei lediglich 93 Punkten – der geringste Wert seit März 2014. Es folgte eine erhebliche Umkehr des Volumen-pro-Deal-Indexes von Mai auf Juni 2018. Dadurch hat sich auch der gleitende Zwölfmonatsdurchschnitt in diesem Zeitraum leicht um zwei Punkte von 108 auf 110 Punkte verbessert. Ausschlaggebend hierfür war die Tatsache, dass es alleine im Juni vier Transaktionen mit einem Volumen von mehr als zehn Milliarden Euro gab. Vor allem die Übernahme der Time Warner Inc. durch den US-amerikanischen Telekommunikationskonzern AT&T und der Bayer-Monsanto-Deal stachen mit ihren enormen Transaktionsvolumina heraus.

Die Übernahme von Time Warner durch AT&T hatte öffentlich viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen und war mit einem Volumen von rund 93 Milliarden Euro die drittgrößte je vollzogene Übernahme. Nicht weniger Interesse, vor allem in Deutschland, wurde der Übernahme des US-Agrar- und Biotechnologiekonzerns Monsanto durch das deutsche Chemie- und Pharmaunternehmen Bayer gewidmet. Diese Transaktion war mit einem Volumen von 53 Milliarden Euro immerhin noch der fünfzehntgrößte Deal bisher.

„Die Stimmung für sehr große Deals hat sich deutlich aufgehellt“

„Diese beiden Megadeals stehen exemplarisch für das generelle unternehmerische Verhalten bei M&A-Aktivitäten in den vergangenen Monaten“, sagt Dr. Niklas Dürr, Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich „Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik“ und Projektleiter für die Berechnung des ZEW-ZEPHYR M&A-Volumen-Pro-Deal-Indexes. Nachdem Donald Trump als US-Präsident neu ins Amt gewählt worden war, hielten sich Unternehmen mit Transaktionen zunächst zurück und warteten ab, was die neue Regierung bringen würde.

„Die Trump-Administration brachte vor allem eine Steuerreform, die es den amerikanischen Unternehmen erlaubt, erheblich Steuern zu sparen. Mit dem eingesparten Geld und der verringerten Unsicherheit wurden nun zahlreiche Transaktionen umgesetzt, die zunächst noch zurückgehalten worden waren“, erklärt Niklas Dürr. Begünstigt wird diese Situation durch die aktuell noch niedrigen Zinsen sowie das positive Urteil im Übernahmefall AT&T und Time Warner. „Die allgemeine Stimmung für sehr große Deals hat sich damit deutlich aufgehellt, nach der Prämisse: Wenn der AT&T-Time-Warner-Deal durchgeht, geht jeder andere Deal auch durch“, so Dürr.

Allerdings wirkt sich vor allem der Handelsstreit der USA mit seinen Partnern, der sich zusehends zu einem Handelskrieg zu verschärfen droht, deutlich negativ auf die Stimmung und somit auch auf die Kauflaune von Unternehmen aus. Und auch in Europa sind die politischen Verhältnisse alles andere als stabil. In Italien regiert eine rechtspopulistische Regierung, in Spanien eine Minderheitsregierung und der Brexit ist noch lange nicht abgeschlossen. „Diese Unsicherheiten könnten die ganz große Kauflust etwas dämpfen“, sagt Niklas Dürr.

Powered by WPeMatico

Konsumstimmung der europäischen Verbraucher steigt leicht an

Die Konsumstimmung der europäischen Verbraucher verbesserte sich im 2. Quartal 2018 leicht. Im Juni erreicht das GfK Konsumklima für die EU-28-Staaten 23,2 Zähler und lag damit um 2,6 Punkte über dem Wert vom März. Die Anschaffungsneigung sank im EU-Durchschnitt zwar leicht, gleichzeitig nahm aber auch die Sparneigung ab, wodurch mehr Geld für den Konsum verfügbar ist.

Konsumstimmung der europäischen Verbraucher steigt leicht an

GfK, Pressemitteilung vom 18.07.2018

Die Konsumstimmung der europäischen Verbraucher verbesserte sich im zweiten Quartal 2018 leicht. Im Juni erreicht das GfK Konsumklima für die EU-28-Staaten 23,2 Zähler und lag damit um 2,6 Punkte über dem Wert vom März. Dies ist der höchste Stand seit November 2007. Die Anschaffungsneigung sank im EU-Durchschnitt zwar leicht, gleichzeitig nahm aber auch die Sparneigung ab, wodurch mehr Geld für den Konsum verfügbar ist.

Die Verbraucher bewerteten die wirtschaftlichen Aussichten im europäischen Durchschnitt weniger positiv als noch zu Anfang des Jahres. Die Konjunkturerwartung erreichte 7,1 Punkte im Juni. Dies ist ein klarer Rückgang gegenüber den im März erzielten 15 Zählern. Speziell in Deutschland, Frankreich und Belgien nahm das Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung deutlich ab. In Spanien und Italien hingegen blickten die Verbraucher zuversichtlicher auf die heimische Konjunktur.

Die Einkommenserwartung konnte ihr Niveau im europäischen Durchschnitt behaupten und erreichte 16,8 Punkte im Juni. Damit lag sie um 0,5 Zähler über dem März-Wert. In Spanien, Slowenien und Griechenland stieg der Indikator gegenüber dem ersten Quartal deutlich an. Hier bewerten die Verbraucher die zukünftige Entwicklung ihrer Löhne also optimistischer.

Die Anschaffungsneigung ging im Vergleich zum ersten Quartal europaweit leicht zurück auf 17,6 Punkte im Juni. Dies sind 2,1 Zähler weniger als noch im März. Während der Indikator in Bulgarien und Frankreich zweistellig Punkte verlor, verbesserte er sich in Slowenien und Spanien.

Trotz einer leicht sinkenden Anschaffungsneigung stieg das GfK Konsumklima in Europa im zweiten Quartal 2018 auf 23,2 Punkte, da bei der Berechnung auch die abnehmende Sparneigung der Verbraucher berücksichtigt wird.

Deutschland: Konjunkturerwartung geht deutlich zurück

Die deutschen Verbraucher bewerteten die wirtschaftlichen Aussichten ihres Landes im zweiten Quartal 2018 weniger positiv als noch zu Anfang des Jahres. Die Konjunkturerwartung erreichte im Juni 23,3 Punkte und lag damit um 22,7 Zähler niedriger als noch im März. Die drohenden internationalen Handelskonflikte zeigen hier ihre Wirkung.

Aufgrund der guten Lage am Arbeitsmarkt hatte die sinkende Konjunkturerwartung aber keine Auswirkung auf die Bewertung der Lohnentwicklung. Im Juni erzielte die Einkommenserwartung einen Wert von 57,6 Punkten und damit 2,7 Zähler mehr als zum Ende des ersten Quartals.

Die Anschaffungsneigung sank im Juni gegenüber März um 2,9 Zähler auf 56,3 Punkte. Dies ist aber immer noch ein sehr gutes Niveau. Die exzellente Lage am Arbeitsmarkt sorgt bei den Verbrauchern für die notwendige Planungssicherheit für größere Anschaffungen.

Frankreich: Konsumstimmung verschlechtert sich weiter

Bereits im ersten Quartal 2018 trübte sich die Stimmung der französischen Verbraucher ein. Dieser Trend verstärkte sich im zweiten Quartal weiter.

Die Konjunkturerwartung erreichte im Juni 14,7 Punkte. Dies ist eine deutliche Verschlechterung gegenüber den 34,5 Zählern vom März. Die französischen Verbraucher beurteilen die wirtschaftlichen Aussichten ihres Landes also zunehmend weniger positiv.

Auch die Einkommenserwartung verschlechterte sich kontinuierlich. Im Juni erzielte der Indikator einen Wert von -24 Punkten und lag um 3,3 Zähler unter dem März-Wert.

Im Sog der Konjunktur und Einkommenserwartung gab auch die Anschaffungsneigung in Frankreich deutlich nach. Mit 4,7 Punkten im Juni verschlechtere sich der Indikator deutlich gegenüber den im März gemessenen 16,1 Zählern. Die Anschaffungsneigung fiel damit auf den tiefsten Stand seit August 2016.

Großbritannien: Einbußen bei allen Indikatoren

Nach einem positiven ersten Quartal verschlechterte sich die Stimmung der britischen Verbraucher im zweiten Quartal 2018. Die Konjunkturerwartung gab im Vergleich zum März 4 Zähler ab und erreichte -20,6 Punkte im Juni. Die andauernden Unsicherheiten um den Brexit zeigen hier ihre Folgen.

Die Einkommenserwartung sank gegenüber März um 4 Zähler auf 12,9 Punkte im Juni. Trotz der Einbußen ist dies aber deutlich mehr als die im Jahr 2017 gemessenen Werte. Die Anschaffungsneigung erreichte im Juni -4,8 Punkte und lag damit um 2,1 Zähler unter dem März-Wert.

Italien: Stimmung der italienischen Verbraucher hellt sich auf

Im zweiten Quartal 2018 verbesserten sich in Italien alle Indikatoren des Konsumklimas. Gegenüber März legte die Konjunkturerwartung um 9,8 Zähler zu und erreichte -18,3 Punkte im Juni. Dies ist der höchste Wert seit zwei Jahren.

Auch die Einkommenserwartung legte um 3,7 Zähler auf 8 Punkte im Juni zu. Ein höherer Wert wurde zuletzt im Januar 2016 verzeichnet.

Die Anschaffungsneigung steigerte sich gegenüber März ebenfalls leicht um 2,1 Zähler auf 17,9 Punkte im Juni. Mit diesem Wert liegt Italien im Mittelfeld der europäischen Länder.

Spanien: Konjunktur- und Einkommenserwartung steigen deutlich

Die Stimmung der spanischen Verbraucher verbesserte sich im zweiten Quartal kontinuierlich. Die Konjunkturerwartung legte gegenüber März um 12,3 Zähler auf 24,4 Punkte im Juni zu.

Auch die Einkommenserwartung stieg deutlich an. Nach 2,1 Zählern im März erreichte sie im Juni 17,4 Punkte. Dies ist der höchste Wert seit November 2017.

Die Anschaffungsneigung schaffte im zweiten Quartal den Sprung in den positiven Bereich. Mit 3,7 Punkten im Juni legte der Indikator gegenüber März um 5,8 Zähler zu.

Niederlande: Konjunkturerwartung schwächt sich ab

Die Stimmung der niederländischen Verbraucher verschlechterte sich im zweiten Quartal 2018. Die Konjunkturerwartung lag im Juni bei 30,6 Punkte und damit 9,6 Zähler unter dem Wert vom März. Ein niedrigerer Wert wurde letztmalig im Februar 2017 verzeichnet.

Auch die Einkommenserwartung gab gegenüber März um 5 Zähler auf 12,2 Punkte im Juni nach. Die Anschaffungsneigung erreichte im Juni einen Wert von 19,2 Punkten und lag damit um 2,2 Zähler unter dem März-Wert.

Österreich: Deutliche Verluste bei der Konjunkturerwartung

Die Verbraucher in Österreich schätzten die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes im zweiten Quartal 2018 deutlich verhaltener ein als noch Ende letzten Jahres. Die Konjunkturerwartung sackte im Juni auf 26,3 Punkte ab. Dies ist ein Minus von 11,3 Zählern gegenüber März und ein Verlust von 18,5 Zählern gegenüber dem Wert vom Dezember 2017.

Auch die Entwicklung der Löhne wurde von den Österreichern im zweiten Quartal pessimistischer beurteilt. Im Juni erreichte die Einkommenserwartung 25,8 Punkte und damit 6,2 Zähler weniger als noch im März. Eine leichte Steigerung zeigte sich bei der Anschaffungsneigung. Nach 25,4 Zählern im März kletterte der Indikator auf 27,4 Punkte.

Portugal: Konjunkturerwartungen sinken leicht

Im zweiten Quartal 2018 trübten sich die Konjunkturerwartungen der portugiesischen Verbraucher leicht ein. Der Indikator fiel gegenüber März um 6,8 Zähler auf 25,5 Punkte im Juni. Dies ist der niedrigste Wert seit Februar 2017.

Die Einkommenserwartungen konnten hingegen leicht zulegen und erreichten 31,7 Punkte, was einem Plus von 2,7 Zählern gegenüber März entspricht.

Ebenfalls positiv entwickelte sich die Anschaffungsneigung der portugiesischen Verbraucher. Mit 13,8 Punkten im Juni lag sie um 3,1 Zähler über dem März-Wert.

Belgien: Extreme Verluste bei Konjunktur- und Einkommenserwartung

Die Verbraucher in Belgien beurteilten die wirtschaftlichen Aussichten ihres Landes im zweiten Quartal deutlich schlechter. Die Konjunkturerwartung erreichte im Juni einen Wert von 6,3 Punkten und lag damit 23,3 Zähler niedriger als noch im März. Dies ist der höchste Verlust in gesamt Europa.

Auch die Einkommenserwartung gab europaweit in Belgien am stärksten nach. Mit -18,7 Punkten im Juni verschlechterte sie sich gegenüber dem Wert von 0 Zählern im März deutlich. Ein schlechterer Wert wurde letztmalig im Oktober 2016 verzeichnet.

Nur die Anschaffungsneigung der Belgier verbesserte sich im zweiten Quartal. Mit 19,5 Punkten im Juni lag sie 6,5 Zähler über dem März-Wert.

Griechenland: Einkommenserwartung verbessert sich leicht

Die andauernde Wirtschaftskrise prägt weiterhin die Konsumstimmung der griechischen Verbraucher. Die Konjunkturerwartung erzielte -21,5 Punkte im Juni und verschlechterte sich damit gegenüber März um 0,9 Zähler. Europaweit beurteilten nur die Verbraucher in Rumänien die wirtschaftlichen Aussichten ihres Landes noch negativer.

Mit ebenfalls -21,5 Punkten war die Einkommenserwartung im Juni deutlich im negativen Bereich, konnte sich gegenüber März aber um 6,2 Zähler verbessern. Trotzdem belegt Griechenland hier weiterhin den letzten Platz in Europa.

Die Anschaffungsneigung sank im Juni auf -25,7 Punkte. Dies sind 2,1 Zähler weniger als noch im März und mit weitem Abstand der geringste Wert in Europa.

Polen: Europaweit höchste Konjunkturerwartung

Die polnischen Verbraucher bewerten europaweit die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes am zuversichtlichsten. Mit 37,3 Punkten im Juni konnte sich die Konjunkturerwartung gegenüber März sogar noch mal um 1,7 Zähler leicht verbessern.

Auch die Einkommenserwartung legte gegenüber März zu und erreichte 37,9 Punkte im Juni. Im Mai wurden sogar 43 Punkte erzielt.

Die Anschaffungsneigung der polnischen Verbraucher sank allerdings im zweiten Quartal. Im Juni wurden 27,6 Punkte verzeichnet. Dies ist ein Rückgang um 6,7 Zähler gegenüber März.

Tschechische Republik: Leichte Einbußen bei Konjunktur- und Einkommenserwartung

Die tschechischen Verbraucher blickten im zweiten Quartal etwas negativer auf die wirtschaftlichen Aussichten ihres Landes. Mit 32,7 Zählern im Juni gab die Konjunkturerwartung gegenüber März um 4,2 Punkte nach. Der Indikator befindet sich aber weiterhin auf einem guten Niveau.

Auch die Entwicklung der finanziellen Lage in den Haushalten wurde etwas negativer eingeschätzt. Mit einem Minus von 4,1 Zählern gegenüber März erreichte die Einkommenserwartung im Juni 41,1 Punkte. Auch dies ist noch ein sehr guter Wert.

Zulegen konnte hingegen die Anschaffungsneigung. Sie stieg um 3 Zähler auf 28,3 Punkte im Juni. Dies ist der höchste Wert seit August 2016.

Slowakei: Konjunkturerwartung und Anschaffungsneigung steigen

Die slowakischen Verbraucher blickten im zweiten Quartal positiver auf die wirtschaftlichen Aussichten ihres Landes. Mit 19 Punkten im Juni konnte sich die Konjunkturerwartung gegenüber März um 6,2 Zähler verbessern.

Stabil entwickelte sich die Einkommenserwartung in der Slowakei. Mit 24,7 Punkten wurde im Juni nahezu der gleiche Wert wie im März erreicht.

Aufwärts ging es mit der Anschaffungsneigung. Der Indikator erzielte im Juni einen Wert von 11,7 Punkten und 4,7 Zähler mehr als noch im März.

Slowenien: Anschaffungsneigung legt deutlich zu

In Slowenien sank die Konjunkturerwartung im zweiten Quartal auf 29,3 Punkte im Juni. Dies sind 7,8 Zähler weniger als noch im März.

Die Einkommenserwartungen der slowenischen Verbraucher stiegen hingegen klar an. Mit 37,6 Punkten im Juni legte der Indikator gegenüber März um 6,8 Zähler zu. Dies ist der höchste Stand seit Mai 2015.

Ebenfalls deutlich stieg die Anschaffungsneigung. Mit 34,1 Punkten erreichte sie im Juni den höchsten Wert seit Juli 2007 und konnte gegenüber März 9,5 Zähler zulegen.

Bulgarien: Anschaffungsneigung im Sinkflug

Die Verbraucher in Bulgarien bewerteten die wirtschaftlichen Aussichten ihres Landes im zweiten Quartal etwas positiver. Die Konjunkturerwartung kletterte im Juni auf 6 Punkte und damit auf den höchsten Stand im laufenden Jahr.

Die Einkommenserwartungen hingegen sanken im Juni auf 17,5 Punkte. Dies sind 4,6 Zähler weniger als noch im März.

Deutliche Einbußen verzeichnete die Anschaffungsneigung. Mit 13,4 Punkten im Juni lag sie deutlich unter dem Wert von 26,7 Zählern vom März und auf dem niedrigsten Stand seit Mai 2017.

Rumänien: Europaweit niedrigste Konjunkturerwartung

Die Regierungskrise in Rumänien zeigt deutliche Spuren. Im zweiten Quartal trübten sich die Konjunkturerwartungen der rumänischen Verbraucher weiter ein. Mit -22,2 Punkten im Juni verlor der Indikator gegenüber März 5,6 Zähler. Dies ist der niedrigste Stand seit April 2012. Europaweit bewerten die Rumänen die wirtschaftlichen Aussichten ihres Landes damit am pessimistischsten.

Die Einkommenserwartungen gaben ebenfalls nach. Mit -0,1 Punkten im Juni sank der Indikator gegenüber März um 4,2 Punkte und auf den niedrigsten Stand seit Juni 2014.

Leicht erholen konnte sich hingegen die Anschaffungsneigung. Sie stieg gegenüber März um 4 Zähler auf 1,3 Punkte im Juni. Im ersten Quartal 2018 war die Anschaffungsneigung in Rumänien noch durchgängig im negativen Bereich.

Powered by WPeMatico

Holprige Straßen, schwache Kabel und langsames Internet

Für die Wirtschaft ist eine funktionierende Infrastruktur lebenswichtig. Doch immer mehr Unternehmen klagen inzwischen über Mängel, zeigt eine Studie des IW Köln. Am schlechtesten ist der Zustand in NRW, doch auch der Süden kämpft mit Missständen.

Holprige Straßen, schwache Kabel und langsames Internet

IW Köln, Pressemitteilung vom 16.07.2018

Für die Wirtschaft ist eine funktionierende Infrastruktur lebenswichtig. Doch immer mehr Unternehmen klagen inzwischen über Mängel, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft. Am schlechtesten ist der Zustand in NRW, doch auch der Süden kämpft mit Missständen.

Schlaglöcher, marode Brücken und langsames Internet: Rund zwei Drittel der deutschen Unternehmen werden regelmäßig von Infrastrukturmängeln behindert. 16 Prozent sprechen sogar von deutlichen Beeinträchtigungen. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Damit hat sich die Situation seit der letzten Umfrage im Jahr 2013 noch mal merklich verschlechtert. Damals gaben 58 Prozent der Firmen an, durch Infrastrukturmängel beeinträchtigt zu werden. 10 Prozent sprachen von starken Problemen.

Die größten Schwierigkeiten machen marode Straßen und Brücken, die zu vielen Staus und damit längeren Transportzeiten führen – rund drei Viertel aller befragten Firmen leiden darunter. Besonders betroffen ist das Baugewerbe, hier fühlen sich rund 80 Prozent aller Unternehmen beeinträchtigt. Aber auch zahlreiche Dienstleistungsbetriebe haben zu kämpfen. „Die Wirtschaft ist auf eine möglichst reibungslose Logistik angewiesen. Die mangelhafte Infrastruktur ist dabei Sand im Getriebe“, sagt IW-Wissenschaftler Thomas Puls. Besonders beklagenswert ist der Zustand in Nordrhein-Westfalen, zeigt die IW-Studie. Doch auch in Baden-Württemberg gibt es immer öfter Probleme: Rund 70 Prozent der dortigen Betriebe fühlen sich inzwischen beeinträchtigt.

Im Osten bremsen dagegen vor allem mangelhafte Kommunikationsnetze die Wirtschaft. Rund 70 Prozent aller in Ostdeutschland befragten Betriebe fühlt sich hierdurch inzwischen eingeschränkt. In Baden-Württemberg sind es sogar 75 Prozent. Auch hier haben sich die Werte seit 2013 merklich verschlechtert. „Gerade im zukunftsweisenden Bereich der Kommunikation darf ein Land wie Deutschland nicht hinterherhinken, die Politik muss dringend nachbessern“, mahnt Puls.

Um die gröbsten Mängel zu beseitigen, müssen Länder und Kommunen vor allem mehr Bauingenieure einstellen. „In den vergangenen Jahren wurden zu viele Stellen abgebaut, die Bauämter kommen nicht mit der Planung hinterher“, sagt Puls.

Für die Studie befragten die Wissenschaftler im Rahmen der jährlichen IW-Konjunkturumfrage mehr als 2.800 Unternehmen.

Powered by WPeMatico

Wachstum trotz Handelsstreits robust, Rezessionsrisiko nahezu unverändert

Die deutsche Wirtschaft setzt ihren Aufschwung fort. Keine Hochkonjunktur, aber solides Wachstum. Dementsprechend bleibt das Risiko konjunktureller Turbulenzen in den nächsten drei Monaten moderat und hat sich zuletzt kaum verändert. Das signalisiert der IMK-Konjunkturindikator der Hans-Böckler-Stiftung.

Wachstum trotz Handelsstreits robust, Rezessionsrisiko nahezu unverändert

Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 13.07.2018

Die deutsche Wirtschaft setzt ihren Aufschwung fort. Keine Hochkonjunktur, aber solides Wachstum. Dementsprechend bleibt das Risiko konjunktureller Turbulenzen in den nächsten drei Monaten moderat und hat sich zuletzt kaum verändert. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Für den Zeitraum von Juli bis Ende September weist das Frühwarninstrument, das die aktuellsten verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage bündelt, eine mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit von 18,3 Prozent aus. Im Juni hatte das Rezessionsrisiko bei 16,5 Prozent gelegen. Der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator liegt damit weiter sicher im „grünen Bereich“ (Rezessionswahrscheinlichkeit unter 30 Prozent).

Den geringfügigen Anstieg beim Rezessionsrisiko erklärt das IMK in erster Linie mit der fortdauernden Eintrübung des ifo-Geschäftsklimaindex, hinzu kommen leicht nachgebende Aktienkurse. Positiv wirken dagegen die zuletzt deutlichen Zuwächse bei Industrieproduktion und Auftragseingängen sowie das weiterhin sehr günstige Finanzierungsumfeld für deutsche Unternehmen.

„Trotz der anhaltenden geopolitischen Unsicherheitsfaktoren erweist sich die deutsche Konjunktur nach wie vor als robust“, erklärt IMK-Konjunkturexperte Peter Hohlfeld. „Offensichtlich haben die immer wieder aufflackernden protektionistischen Tendenzen bislang nur begrenzten Einfluss auf die Realwirtschaft.“ Das Düsseldorfer Institut geht von einem anhaltenden moderaten Aufschwung aus, der im Kern von der Binnenwirtschaft getragen wird. Für 2018 und 2019 rechnen die Forscher in ihrer aktuellen Prognose jeweils mit 2,1 Prozent Wirtschaftswachstum. Die weiterhin gute Beschäftigungsentwicklung und spürbar steigende Löhne sind wichtige Faktoren dafür, so das IMK.

In den IMK-Konjunkturindikator fließen zahlreiche Daten aus der Real- und der Finanzwirtschaft ein. Darüber hinaus berücksichtigt das Instrument Stimmungsindikatoren. Das IMK nutzt dabei die Industrieproduktion als Referenzwert für eine Rezession, weil diese rascher auf einen Nachfrageeinbruch reagiert als das Bruttoinlandsprodukt (BIP).

Der IMK-Konjunkturindikator wird monatlich aktualisiert.

Powered by WPeMatico

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Juli 2018

Die deutsche Konjunktur hat sich lt. BMWi im Mai beschleunigt. Bis dahin hat die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr nur vergleichsweise verhalten zugenommen. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich im ersten Quartal vor dem Hintergrund einer geringen Dynamik von wichtigen deutschen Absatzmärkten und aufgrund vorübergehender nationaler Sondereffekte lediglich um 0,3 %.

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Juli 2018

BMWi, Pressemitteilung vom 13.07.2018

  • Die deutsche Wirtschaft nimmt im Mai Fahrt auf. Der Aufschwung setzt sich leicht beschleunigt fort. Die außenwirtschaftlichen Risiken und die Verunsicherung der Wirtschaft bleiben jedoch hoch.
  • Das Produzierende Gewerbe hat seine Erzeugung im Mai kräftig ausgeweitet. Bei den industriellen Auftragseingängen gibt es Entspannung, aber noch keine Entwarnung. Das Baugewerbe befindet sich in der Hochkonjunktur.
  • Die Einkommen steigen und die Konsumnachfrage der privaten Haushalte bleibt rege. Auch der Handel zeigt sich weiter zuversichtlich.
  • Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften in weiten Teilen der Wirtschaft lässt die Erwerbstätigkeit weiter zunehmen. Die Beschäftigung in strukturschwachen Gebieten und die Langzeitarbeitslosigkeit bleiben gleichzeitig Herausforderungen.

Die deutsche Konjunktur hat sich im Mai beschleunigt. Bis dahin hat die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr nur vergleichsweise verhalten zugenommen. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich im ersten Quartal vor dem Hintergrund einer geringen Dynamik von wichtigen deutschen Absatzmärkten und aufgrund vorübergehender nationaler Sondereffekte lediglich um 0,3 %. Auch im April konnte die Industrieproduktion noch nicht Tritt fassen. Erst im Mai kam es zur erwarteten Belebung. Vielleicht brauchte die Wirtschaft diese Zeit, um die neue außen- und handelspolitische Tonlage einzuschätzen und ihre erste, abwartende Reaktion zu überwinden. Trotz dieser Störungen ist die deutsche Wirtschaft unverändert in guter Verfassung. Die Baukonjunktur ist ausgezeichnet und in den Dienstleistungsbereichen werden weiterhin Arbeitskräfte gesucht und eingestellt. Insgesamt deuten die aktuellen Konjunkturindikatoren darauf hin, dass die deutsche Wirtschaftsleistung nunmehr wieder etwas stärker zunimmt als im Vorquartal. Abgesehen von dem Damoklesschwert der internationalen Handelspolitik sind die Perspektiven daher durchaus positiv. Diese Gemengelage spiegelt auch das weiterhin positive ifo Geschäftsklima für die Gesamtwirtschaft wider: Hier stehen geerdete Erwartungen weiterhin hervorragend guten Lagebeurteilungen gegenüber.

Der Aufschwung der Weltwirtschaft verlor im ersten Quartal vorübergehend etwas an Schwung. Hierauf weisen Indikatoren für den globalen Handel und die Industrieproduktion hin. Bei unterschiedlicher Entwicklung in den Schwellenländern beruht die verlangsamte Dynamik der globalen Wirtschaft vor allem auf einem geringeren Wachstum in den entwickelten Volkswirtschaften. Während der IHS Markit Global Composite PMI seit April wieder anstieg, verschlechterte sich der ifo Index zum Weltwirtschaftsklima für das zweite Quartal 2018. Auch der OECD Composite Leading Indicator für die OECD-Staaten, der insbesondere Wendepunkte anzeigen soll, setzte im Mai seinen seit Ende letzten Jahres anhaltenden Abwärtstrend fort. Während er für den Euroraum, unter anderem auch für Deutschland, ein geringeres konjunkturelles Momentum signalisiert, zeichnet sich für die USA eine Stärkung ab. Die OECD rechnet in ihrer jüngsten Prognose mit einem Anstieg des Welt-BIP um 3,8 % im Jahr 2018 und um 3,9 % im Jahr 2019.

Die deutschen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen haben zu Jahresbeginn unter dem weniger dynamischen außenwirtschaftlichen Umfeld gelitten. Im April und Mai haben sie aber wieder zugenommen. Sie stiegen im Mai saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen um 1,4 % nach 0,8 % im April. Allerdings zogen auch die Ausfuhrpreise an. Die ifo Exporterwartungen im Verarbeitenden Gewerbe sind im Juni – im Zuge der aktuellen Zolldebatte – den siebten Monat in Folge gefallen. Die nominalen Importe von Waren und Dienstleistungen nahmen im Mai mit einem saisonbereinigten Plus von 0,8 % weniger stark zu. Sie dürften jedoch angesichts der steigenden Binnennachfrage auch im weiteren Jahresverlauf aufwärtsgerichtet bleiben.

Nach einer unsteten und schwachen Industrieproduktion in den letzten Monaten kam es im Mai zu kräftigen Produktionssteigerungen. Die Erzeugung in der Industrie nahm um 2,7 % zu. Allerdings wurde dies durch die Konstellation von Feier- und Brückentagen etwas unterstützt. Aber auch im Zweimonatsvergleich April/Mai gegenüber Februar/März stieg die Industrieproduktion um 0,5 % an. Die Produktion im Baugewerbe wurde mit +3,1 % im Mai abermals erheblich ausgeweitet. Auch bei den Auftragseingängen im Verarbeitenden Gewerbe konnte die viermonatige Negativserie durch ein kräftiges Plus von 2,6 % im Mai gestoppt werden. Dabei war der Anteil an Großaufträge sogar unterdurchschnittlich. Im Zweimonatsvergleich Februar/März gegenüber April/Mai ergab sich gleichwohl noch ein Auftragsminus von 0,8 %. Während sich die Bestelltätigkeit aus dem Nicht-Euroraum im gleichen Zeitraum um 3,6 % erhöhte, gingen die Bestellungen aus dem Inland um 1,5 % und vor allem die aus dem Euroraum um 6,0 % zurück. Nach wie vor verfügt das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland aber über ein sehr gutes Auftragspolster; im April lag die Reichweite bei 5,6 Monaten. Das Geschäftsklima des Verarbeitenden Gewerbes hat sich laut ifo Konjunkturtest etwas eingetrübt, liegt aber weiterhin über dem langjährigen Durchschnitt. Die Industriekonjunktur dürfte daher in den kommenden Monaten moderat aufwärtsgerichtet bleiben. Die Risiken insbesondere durch eine mögliche Eskalation der Handelskonflikte bleiben aber gegenwärtig.

Die privaten Konsumausgaben expandierten nach einer kleinen Durststrecke im ersten Quartal 2018 mit einem Wachstum von 0,4 % wieder stärker. Die Nettolöhne und -gehälter stiegen saisonbereinigt um 1,7 % und damit so stark wie seit drei Jahren nicht mehr. Auch am aktuellen Rand setzt sich das Lohnwachstum fort, im Juni lagen die Tariflöhne 2,4 % über ihrem Vorjahreswert. Zusammen mit der anhaltend guten Beschäftigungsentwicklung dürften die privaten Konsumausgaben daher auch im zweiten Quartal ein Konjunkturtreiber bleiben. Weitere Indikatoren für den privaten Konsum senden allerdings lediglich gemischte Signale. Die Umsätze im Einzelhandel gingen im Mai um 2,1 % zurück, die Zahl der Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen, insbesondere bei den privaten Haltergruppen, ist deutlich höher als vor einem Jahr. Während sich das ifo Geschäftsklima für den Handel im Juni wieder etwas eingetrübt hat, stabilisiert sich das Konsumklima im Juli auf hohem Niveau.

Die insgesamt positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt halten an. Die Frühindikatoren signalisieren eine starke Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften. Im Mai nahm die Erwerbstätigkeit saisonbereinigt um 37.000 Personen zu; auf Jahressicht lag der Beschäftigungszuwachs weiter bei 1,3 %. Im April war der Anstieg bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, nach den dämpfenden Sonderfaktoren im Vormonat, wie erwartet wieder kräftiger (+60.000 Personen). Die Zahl der Arbeitslosen sank im Juni saisonbereinigt etwas stärker als in den beiden Vormonaten um 15.000 Personen und lag nach den Ursprungszahlen unter der Marke von 2,3 Mio. Personen. Die schrittweise Verringerung der Arbeitslosigkeit dürfte sich fortsetzen. Die Eindämmung der Langzeitarbeitslosigkeit und die Stärkung der Beschäftigung in strukturschwachen Gebieten bleiben langfristig Herausforderungen.

Powered by WPeMatico

Unternehmensbefragung 2018: Stimmung auf dem Kreditmarkt unverändert gut

Laut KfW hat sich das Finanzierungsklima der Unternehmen in Deutschland im zurückliegenden Jahr nochmals verbessert und somit ein neues Allzeithoch erreicht. In der Unternehmensbefragung 2018 berichten nur 12,5 % der befragten Firmen von Schwierigkeiten beim Kreditzugang (-2,6 % gegenüber dem Vorjahr).

Unternehmensbefragung 2018: Stimmung auf dem Kreditmarkt unverändert gut

KfW, Pressemitteilung vom 12.07.2018

  • Finanzierungsklima der Unternehmen in Deutschland erneut auf Allzeithoch
  • Anteil der Unternehmen, die über Schwierigkeiten beim Kreditzugang berichten, auf Tiefststand
  • Bankkredite weiterhin wichtige Finanzierungsquelle, aber: weniger Unternehmen führen Kreditverhandlungen
  • Unternehmen sorgen sich um Fachkräftemangel und nachlassende Konjunktur

Das Finanzierungsklima der Unternehmen in Deutschland hat sich im zurückliegenden Jahr nochmals verbessert und somit ein neues Allzeithoch erreicht. In der Unternehmensbefragung 2018, die die KfW gemeinsam mit Spitzenverbänden sowie Fach- und Regionalverbänden der deutschen Wirtschaft durchführt, berichten nur 12,5 % der befragten Firmen von Schwierigkeiten beim Kreditzugang (-2,6 % gegenüber dem Vorjahr). Dies ist der niedrigste Wert seit dem Jahr 2012. Demgegenüber geben 54,3 % der Unternehmen an, dass der Kreditzugang „leicht“ sei. Allerdings sind junge und kleine Unternehmen wie bisher häufiger von Schwierigkeiten beim Kreditzugang betroffen als große Unternehmen. So melden 24,4 % der kleinen Unternehmen (bis 1 Mio. EUR Umsatz) Schwierigkeiten beim Kreditzugang. Das sind rund 14-mal so viele wie unter den Unternehmen mit über 50 Mio. EUR Umsatz. Junge Unternehmen (weniger als sechs Jahre alt) berichten mit 25,9 % noch häufiger über Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme.

Bankkredite sind unverändert eine wichtige Finanzierungsquelle: 52,2 % der Unternehmen haben im letzten Jahr Kreditverhandlungen geführt. Allerdings hat sich dieser Anteil in den zurückliegenden Jahren verringert. Am häufigsten werden Investitionskredite für Maschinen, Anlagen, Fahrzeuge oder Einrichtungen mit 49,6 % nachgefragt. Auf den Positionen zwei und drei rangieren wie im Vorjahr Immobilienkredite (40,3 %) sowie Betriebsmittelkredite (32,9 %).

„Nie war der Zugang zu Krediten für die Unternehmen in Deutschland so einfach wie aktuell. Sorgen vor einer zu hohen Verschuldung der Unternehmen wie in vielen anderen Ländern muss man sich in Deutschland jedoch nicht machen. Im internationalen Vergleich ist der Schuldenstand der Unternehmen in Deutschland niedrig, ihre Kreditwürdigkeit hingegen hoch. Vor allem die hohe politische Unsicherheit steht einer Investitionsoffensive im Weg“, kommentiert der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner, die Ergebnisse der Unternehmensbefragung 2018.

Das insgesamt sehr gute Finanzierungsklima spiegelt sich in den Ratingnoten der Unternehmen wider, die sich erneut auf breiter Front verbessert haben. Gut 32 % der Unternehmen melden Verbesserungen ihrer Ratingnote gegenüber 7,3 % mit Verschlechterungsmeldungen. Der Saldo (Verbesserungs- abzüglich Verschlechterungsmeldungen) nimmt gegenüber dem Vorjahr um 4 Punkte zu. Auch dies ist positiv zu bewerten, da die Kreditinstitute ihre Kreditentscheidung und -konditionen an den Ratingnoten orientieren.

Dem guten Finanzierungsklima zum Trotz sehen die Unternehmen auch Einschränkungen ihrer Geschäftstätigkeit: Sorgen bereiten ihnen vor allem der drohende Fachkräftemangel (79,6 %) und das Nachlassen der Konjunktur (52,0 %). Große Unternehmen sowie Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes fürchten einen wachsenden Protektionismus, internationale Krisen, ungünstige Wechselkurse oder Handelssanktionen deutlich mehr als eine Verschlechterung des Finanzierungsumfeldes.

Powered by WPeMatico