Verbraucherpreise im Juni 2018 voraussichtlich um 2,1 % höher als im Juni 2017

Die Inflationsrate in Deutschland wird im Juni 2018 voraussichtlich 2,1 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Mai 2018 voraussichtlich um 0,1 %.

Verbraucherpreise im Juni 2018 voraussichtlich um 2,1 % höher als im Juni 2017

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 28.06.2018

Verbraucherpreisindex, Juni 2018:

  • +2,1 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
  • +0,1 % zum Vormonat (vorläufig)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Juni 2018:

  • +2,1 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
  • +0,1 % zum Vormonat (vorläufig)

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen am Verbraucherpreisindex – wird im Juni 2018 voraussichtlich 2,1 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Mai 2018 voraussichtlich um 0,1 %.

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland hat sich im Juni 2018 im Vorjahresvergleich voraussichtlich um 2,1 % erhöht, gegenüber Mai 2018 steigt er voraussichtlich um 0,1 %.

Die endgültigen Ergebnisse für Juni 2018 werden am 12. Juli 2018 veröffentlicht.

Powered by WPeMatico

Akademiker erledigen immer mehr Routinearbeit

Automatisierung und Digitalisierung führen nicht dazu, dass Beschäftigte ausschließlich kreative Aufgaben übernehmen, während Maschinen die Routinetätigkeiten abarbeiten. Eine Studie des IW Köln zeigt: Auch der Arbeitsalltag von Akademikern ist zunehmend durch Routine geprägt. Im Hinblick auf befürchtete negative Beschäftigungseffekte der Digitalisierung könnte das eine gute Nachricht sein.

Akademiker erledigen immer mehr Routinearbeit

IW Köln, Pressemitteilung vom 22.06.2018

Automatisierung und Digitalisierung führen nicht dazu, dass Beschäftigte ausschließlich kreative Aufgaben übernehmen, während Maschinen die Routinetätigkeiten abarbeiten. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt: Auch der Arbeitsalltag von Akademikern ist zunehmend durch Routine geprägt. Im Hinblick auf befürchtete negative Beschäftigungseffekte der Digitalisierung könnte das eine gute Nachricht sein.

Als Gewinner des digitalen Wandels gelten Programmierer, Datenwissenschaftler und jene, die ihr Geld mit Fähigkeiten verdienen, die eine Maschine nicht so schnell ersetzen kann. Die Erwartung, dass umgekehrt Routinetätigkeiten aus dem Arbeitsalltag verschwinden, bestätigt sich bislang jedoch nicht. Die IW-Untersuchung auf Basis von sechs Erwerbstätigenbefragungen des Bundesinstituts für Berufsbildung zeigt, dass die Jobs von Beschäftigten mit Hochschulabschluss zunehmend durch Routine geprägt sind: Im Jahr 1979 gaben nur 18 Prozent der befragten Akademiker an, häufig Routinetätigkeiten auszuüben, 2012 – dem Jahr der aktuellsten Befragung – waren es 23 Prozent.

„Mit der zunehmenden Automatisierung steigen die Anforderungen zwar insgesamt, gleichzeitig müssen Hochqualifizierte aber auch immer mehr Routineaufgaben bewältigen“, sagt IW-Experte Michael Zibrowius. Dazu gehörten beispielsweise die regelmäßige Pflege von Datenbanken oder die tägliche Überprüfung der korrekten Einstellung einer Fertigungsmaschine. Auch bei den Beschäftigten anderer Qualifikationsniveaus ist der Routineanteil gestiegen. Von den Erwerbstätigen ohne Berufsabschluss üben inzwischen 64 Prozent häufig Routinetätigkeiten aus, 1979 waren es 54 Prozent.

Aus dieser Entwicklung lässt sich allerdings nicht ableiten, dass die Arbeit einfacher geworden ist – auch sehr komplexe Tätigkeiten können routiniert ablaufen, wenn sie immer wieder in ähnlicher Form ausgeführt werden. Das gilt zum Beispiel für den parallelen Umgang mit mehreren Computerprogrammen. „Die aktuell gute Arbeitsmarktlage zeigt, dass mehr Routine im Job keineswegs den Arbeitsplatz gefährden muss. Auch in Zeiten des digitalen Wandels gibt es weiterhin Bedarf für menschliche Routinearbeit“, so Zibrowius.

Powered by WPeMatico

Wachstum des Kreditneugeschäfts hat den Zenit erreicht

Das von KfW Research für Deutschland geschätzte Kreditneugeschäft der Banken mit Unternehmen und Selbstständigen (ohne Wohnungsbau und Finanzunternehmen) ist im ersten Quartal 2018 so stark gewachsen wie seit beinahe 10 Jahren nicht mehr. Es nahm gegenüber dem Vorjahreszeitraum um +5,6 % zu.

Wachstum des Kreditneugeschäfts hat den Zenit erreicht

KfW, Pressemitteilung vom 26.06.2018

  • Kreditneugeschäft mit Unternehmen und Selbständigen legt im ersten Quartal mit +5,6 % deutlich zu
  • Aussichten trüben sich aufgrund nachlassender Konjunkturdynamik ein
  • KfW Research erwartet für weiteren Jahresverlauf weiteres Wachstum, jedoch mit moderateren Raten

Das von KfW Research für Deutschland geschätzte Kreditneugeschäft der Banken mit Unternehmen und Selbstständigen (ohne Wohnungsbau und Finanzunternehmen) ist im ersten Quartal 2018 so stark gewachsen wie seit beinahe 10 Jahren nicht mehr. Es nahm gegenüber dem Vorjahreszeitraum um +5,6 % zu (gleitende Zuwachsrate über zwei Quartale). Damit beschleunigte sich das Wachstum des Kreditgeschäfts nochmals im Vergleich zu den letzten drei Monaten 2017, als es +4,4 % betrug. Zuletzt hatte das Kreditneugeschäft mit Unternehmen und Selbständigen im Herbst 2008 stärker als jetzt zu Jahresbeginn zugelegt. Für die Entwicklung im weiteren Jahresverlauf haben sich die Aussichten etwas eingetrübt. Die Wirtschaft hat an Schwung verloren, die Risiken für die Konjunktur und damit auch den Kreditmarkt nehmen zu.

„Beim Kreditwachstum ist der Zenit erreicht“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Die nachlassende Wirtschaftsdynamik der letzten Monate hierzulande und in der gesamten Eurozone sowie die gestiegenen politischen Unsicherheiten wie die Sorgen um die transatlantischen Handelsbeziehungen oder den zukünftigen Kurs der neuen italienischen Regierung dürften sich früher oder später in nachlassender Investitionsfreude der Unternehmen niederschlagen. Das wiederum dürfte die Kreditnachfrage dämpfen.“

Trotz des Dynamikverlusts und der veränderten Risikolage bleibe das wirtschaftliche Umfeld aber nach wie vor gut. „Die deutsche Wirtschaft wächst bei immer enger werdenden Kapazitäten weiterhin wohl sogar noch über ihrem Potenzial. Das heißt: Selbst Erweiterungsinvestitionen erscheinen neben Ersatz- oder Rationalisierungsinvestitionen aktuell nach wie vor sinnvoll. Bei immer noch ausgezeichnetem Finanzierungsumfeld werden wir in den kommenden Monaten daher weiter ein Wachstum beim Kreditneugeschäft mit Unternehmen und Selbständigen sehen, allerdings mit moderateren Raten als bisher“, so Zeuner.

Powered by WPeMatico

ifo Geschäftsklimaindex sinkt im Juni 2018

Das ifo Geschäftsklima hat sich verschlechtert. Der Index ist im Juni auf 101,8 Punkte gesunken, nach 102,3 Punkten im Mai 2018.

ifo Geschäftsklimaindex sinkt im Juni 2018

ifo Institut, Pressemitteilung vom 25.06.2018

Das ifo Geschäftsklima hat sich verschlechtert. Der Index ist im Juni auf 101,8 Punkte gesunken, nach 102,3 Punkten (durch Saisonbereinigung korrigiert) im Mai. Die Unternehmer waren weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Die Erwartungen bleiben jedoch unverändert leicht optimistisch. Der Rückenwind für die deutsche Wirtschaft flaut ab.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index erneut gesunken. Dies war auf eine schlechtere Lageeinschätzung zurückzuführen. Die Erwartungen der Unternehmen blieben hingegen unverändert leicht optimistisch. Die Produktion soll in den kommenden Monaten ausgeweitet werden.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima verschlechtert. Die Dienstleister waren auf hohem Niveau etwas weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Auch ihre Erwartungen für die kommenden Monate nahmen sie etwas zurück.

Im Handel ist der Index merklich gesunken. Die sehr gute Lageeinschätzung nahmen die Händler etwas zurück. Der Ausblick auf die kommenden Monate ist erstmals seit Februar 2015 leicht pessimistisch. Im Einzelhandel war der Rückgang der Indikatoren deutlich stärker ausgeprägt als im Großhandel.

Im Bauhauptgewerbe gab der Geschäftsklimaindex etwas nach. Die Bauunternehmer waren weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Ihre Erwartungen blieben hingegen unverändert leicht optimistisch.

Powered by WPeMatico

Internationaler Dienstleistungshandel – auch der deutsche Mittelstand ist aktiv

Weltweit lässt sich lt. KfW Research ein struktureller Wandel hin zu Dienstleistungen beobachten, der sich auch im internationalen Handel zeigt. Rund ein Viertel der globalen Exporte sind Dienstleistungen. Auch in Deutschland, das im europäischen Vergleich noch immer stark industriell geprägt ist, spielen Dienstleistungen eine wachsende Rolle. Sie machten zuletzt fast 70 % der Wirtschafts­leistung und rund 18 % der Exporte Deutschlands aus.

Internationaler Dienstleistungshandel – auch der deutsche Mittelstand ist aktiv

KfW, Pressemitteilung vom 21.06.2018

Weltweit lässt sich ein struktureller Wandel hin zu Dienstleistungen beobachten, der sich auch im internationalen Handel zeigt. Rund ein Viertel der globalen Exporte sind Dienstleistungen. Auch in Deutschland, das im europäischen Vergleich noch immer stark industriell geprägt ist, spielen Dienstleistungen eine wachsende Rolle. Sie machten zuletzt fast 70 % der Wirtschaftsleistung und rund 18 % der Exporte Deutschlands aus.

Im Mittelstand machen Dienstleister fast drei Viertel aller Unternehmen aus. Kleinere Unternehmen sind relativ stärker von restriktiver Regulierung im Dienstleistungshandel betroffen und könnten von einem Abbau von Handelsschranken besonders profitieren. Positiv auf ihre Exportaktivitäten dürfte sich auch die fortschreitende Digitalisierung auswirken.

Powered by WPeMatico

Preisniveau in Deutschland 5,0 % über EU-Durchschnitt

Das Preisniveau der privaten Konsumausgaben in Deutschland lag im Jahr 2017 um 5,0 % über dem Durchschnitt der 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, war jedoch das Preisniveau in den meisten direkten Nachbarstaaten weiterhin höher als in Deutschland.

Preisniveau in Deutschland 5,0 % über EU-Durchschnitt

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 22.06.2018

Das Preisniveau der privaten Konsumausgaben in Deutschland lag im Jahr 2017 um 5,0 % über dem Durchschnitt der 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU). Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, war jedoch das Preisniveau in den meisten direkten Nachbarstaaten weiterhin höher als in Deutschland. Lediglich in Polen und der Tschechischen Republik waren die Lebenshaltungskosten deutlich niedriger.

Am teuersten innerhalb der EU war es in Dänemark, wo das Preisniveau um 41,5 % über dem Durchschnitt aller 28 Mitgliedstaaten lag. Mit einigem Abstand folgen Luxemburg (+26,9 %), Schweden (+25,5 %), Irland (+25,4 %) und Finnland (+22,2 %). Am günstigsten innerhalb der EU bleibt es in Bulgarien: Hier mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher für den Erwerb eines repräsentativen Warenkorbs etwa halb so viel zahlen (-51,6 %) wie im EU-Durchschnitt.

Bei den europäischen Staaten außerhalb der EU mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher in Island (+66,0 %), in der Schweiz (+59,0 %) und in Norwegen (+42,7 %) noch tiefer in die Tasche greifen als in Dänemark. Sehr viel niedriger waren die Lebenshaltungskosten in Mazedonien, wo die Preise mit -53,0 % deutlich unter dem EU-Durchschnitt und damit auf einem vergleichbaren Niveau mit Bulgarien lagen.

Diese Angaben basieren auf vorläufigen Ergebnissen zu Kaufkraftparitäten und vergleichenden Preisniveaus, die das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) am 20. Juni 2018 veröffentlicht hat.

Powered by WPeMatico

IfW-Konjunkturprognose: Dämpfer für Deutschland nur temporär

Die Konjunkturforscher des IfW Kiel revidieren ihre Vorhersage für die Zuwachsrate des BIP für das laufende Jahr um 0,5 Prozentpunkte nach unten, auf nun 2 Prozent.

IfW-Konjunkturprognose: Dämpfer für Deutschland nur temporär

IfW Kiel, Pressemitteilung vom 21.06.2018

Die Konjunkturforscher des Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel) revidieren ihre Vorhersage für die Zuwachsrate des BIP für das laufende Jahr um 0,5 Prozentpunkte nach unten, auf nun 2 Prozent. Grund ist vor allem ein Dämpfer in der Produktion zu Jahresbeginn, deren Ursachen auch, aber nicht nur im Handelskonflikt mit den USA liegen dürften. Für 2019 halten sie an ihrer Prognose von 2,3 Prozent fest und sehen Deutschland weiter in der Hochkonjunktur. Die Arbeitslosenquote dürfte auf unter 5 Prozent fallen, die Inflation bei rund 2 Prozent liegen.

Trotz einer Revision der aktuellen Prognose für die Zuwachsrate des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für 2018 sehen die Konjunkturforscher des Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel) die deutsche Wirtschaft weiterhin in der Hochkonjunktur. „Die jüngste konjunkturelle Delle markiert noch nicht den Beginn des Abschwungs. Der Boom ist noch nicht ausgereizt, auch wenn das Ende näher rückt“, sagte Stefan Kooths, Leiter des Prognosezentrums am IfW Kiel.

Zum Jahresbeginn haben sich insbesondere die Unternehmenserwartungen eingetrübt und die Auftragseingänge in der Industrie sowie die Exporte gingen deutlich zurück. Als Ursache sehen die IfW-Experten aber nicht alleine drohende und tatsächlich verhängte Strafzölle durch die USA, China und die EU. Auch die Grippewelle, viele Streiktage und eine hohe Anzahl an Ferientagen bremsten die wirtschaftliche Dynamik.

Für das laufende Jahr revidieren die Konjunkturforscher ihre Prognose für die Zuwachsrate des BIP von 2,5 Prozent auf 2 Prozent nach unten. Für 2019 rechnen sie weiterhin mit einem BIP-Zuwachs von 2,3 Prozent. Insbesondere die hohen Einkommenszuwächse der privaten Haushalte und die Bauwirtschaft sorgen demnach für konjunkturelle Dynamik.

„Die ruhigere Gangart der deutschen Wirtschaft im ersten Halbjahr gleicht einem Luftloch im konjunkturellen Höhenflug. Die Wirtschaftsleistung dürfte ab Mitte des Jahres vor allem aufgrund der starken Binnenkräfte und einer robusten Weltkonjunktur wieder beschleunigt anziehen. Damit rückt mehr und mehr die Frage ins Zentrum, wann die Produktionskapazitäten der deutschen Wirtschaft so überspannt sind, dass der Aufschwung Risse bekommt“, sagte Kooths.

Binnenwirtschaft treibt Konjunktur

Neben der anhaltend guten Lage am Arbeitsmarkt im laufenden und vor allem im kommenden Jahr sorgen die Abgabensenkungen und Leistungsausweitungen durch die Bundesregierung für hohe Einkommenszuwächse der privaten Haushalte. Dazu zählen die Mütterrente II, das Baukindergeld sowie diverse Investitions- und Förderprogramme in den Bereichen Infrastruktur, Bildung oder Arbeitsmarkt.

Die Experten rechnen damit, dass die privaten Konsumausgaben im laufenden Jahr mit 1,6 Prozent und im kommenden Jahr mit starken 2,5 Prozent zulegen, einer der höchsten Werte seit der Wiedervereinigung. Die Arbeitslosenquote dürfte in diesem Jahr auf 5,2 Prozent, im nächsten Jahr auf 4,9 Prozent sinken, nach 5,7 Prozent im vergangenen Jahr.

Bauunternehmen dürften ihre Kapazitäten aufgrund der anhaltend günstigen Geschäftsaussichten nach und nach ausweiten. Vor allem der Wohnungsbau dürfte dann dank steigender privater Einkommen und nach wie vor niedriger Zinsen stark zulegen, mit rund 4,5 Prozent in diesem und im nächsten Jahr.

„Insbesondere im Bausektor sind die Überhitzungserscheinungen der deutschen Wirtschaft deutlich sichtbar. Es herrscht akute Personalknappheit und die Preise steigen kräftig“, sagte Kooths. Insgesamt ist für Deutschland aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Überauslastung der Produktionskapazitäten für 2018 und 2019 mit Inflationsraten von etwa 2 Prozent zu rechnen.

Die Unternehmensinvestitionen werden voraussichtlich ihr vergleichsweise moderates Expansionstempo beibehalten, auch weil ein hohes Maß an Unsicherheit durch das internationale Umfeld für Zurückhaltung sorgt.

Exporte legen wieder zu

Nach einem deutlichen Rückgang der Ausfuhren zum Jahresbeginn, insbesondere in die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich, wo die Aufwertung des Euro dämpfend gewirkt haben dürfte, rechnen die IfW-Forscher wieder mit einer spürbaren Zunahme der Exporte. Dank einer robusten Konjunktur in den Absatzmärkten und einem schwächeren Außenwert des Euro ist mit einer Zunahme der Exporte von 3,4 Prozent im laufenden Jahr und 4,9 Prozent im kommenden Jahr zu rechnen.

Der Überschuss in den öffentlichen Kassen dürfte leicht zurückgehen. Zwar kann sich die Bundesregierung auf einen neuen Rekordüberschuss freuen – die Konjunktur sorgt weiterhin für sprudelnde Einnahmen bei Sozialabgaben und Lohnsteuer. Noch stärker als die Einnahmen steigen allerdings die Ausgaben, insbesondere für Rentenzahlungen, wo eine allgemeine Rentenerhöhung, der Ausgleich zwischen Ost- und West-Renten, die Einführung von Mütterrente und Grundrente sowie verbesserte Leistungen der Erwerbsminderungsrente geplant sind.

Erhebliche geopolitische Risiken können Konjunktur belasten

„Die aktuelle konjunkturelle Lage ist allerdings erheblichen Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Von der Außenhandels- und Sicherheitspolitik der Vereinigten Staaten sowie von Unwägbarkeiten in der Europäischen Union gehen weiterhin erhebliche politische Risiken aus, welche die konjunkturelle Dynamik deutlich einbremsen können“, sagte Kooths.

„Spürbare Zölle auf die Einfuhr von Autos und Autoteilen in die Vereinigten Staaten hätten aufgrund der hohen Bedeutung dieser Exporte für die Wirtschaft in einer Reihe von Ländern das Potenzial für beträchtliche negative Wirkungen auf die Produktion. Neben Mexiko und Kanada wären insbesondere Südkorea, Japan und Deutschland betroffen. Zudem haben sich die politischen Unsicherheiten im Euroraum erhöht, wozu insbesondere der Regierungswechsel in Italien beigetragen hat. Schließlich besteht weiter die Gefahr, dass es im Zuge der anstehenden Normalisierung der Geldpolitik zu einer plötzlichen Verunsicherung an den Kapitalmärkten kommt, die insbesondere Schwellenländer vor Probleme stellen könnte.“

Weltwirtschaft: positiver Ausblick trotz erheblicher Risiken

Nach einem verhaltenen Jahresstart für die Weltkonjunktur ist in den kommenden Monaten wieder mit einem kräftigeren Produktionsanstieg zu rechnen. Für 2018 reduzieren die Konjunkturforscher des IfW ihre Prognose für den Anstieg der Weltproduktion leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent, dieselbe Rate, wie sie für das vergangene Jahr verzeichnet wurde. Für 2019 rechnen sie unverändert mit einem Zuwachs von 3,6 Prozent. In der Folge ist mit einem spürbaren Anstieg der Kerninflation zu rechnen.

Powered by WPeMatico

Risiko einer Rezession erneut gesunken

Das Risiko, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten in konjunkturelle Turbulenzen gerät, ist erneut etwas zurückgegangen. Das signalisiert der Konjunkturindikator des IMK der Hans-Böckler-Stiftung.

Risiko einer Rezession erneut gesunken

Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 21.06.2018

Das Risiko, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten in konjunkturelle Turbulenzen gerät, ist erneut etwas zurückgegangen. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Für den Zeitraum von Juni bis Ende August weist das Frühwarninstrument, das die aktuellsten verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage bündelt, eine mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit von 16,5 Prozent aus. Im Mai hatte das Rezessionsrisiko bei 27,3 Prozent gelegen. Der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator liegt damit sicher im „grünen Bereich“ (Rezessionswahrscheinlichkeit unter 30 Prozent).

Nach einem kräftigen Anstieg der Rezessionswahrscheinlichkeit im April „hat sich die Situation nunmehr den zweiten Monat in Folge entspannt“, erklärt IMK-Konjunkturexperte Peter Hohlfeld. „Damit hat sich die Befürchtung, dass die deutsche Konjunktur vor dem Hintergrund protektionistischer Tendenzen und geopolitischer Spannungen in einen raschen Abschwung geraten könnte bisher nicht bestätigt.“ In den kommenden Monaten sei zwar eine erneute leichte Eintrübung wahrscheinlich. Alles in allem geht das IMK aber weiter von einem anhaltenden Aufschwung aus, der im Kern von der Binnenwirtschaft getragen wird. „Die deutsche Wirtschaft ist stabil aufgestellt, weil gute Arbeitsmarktdaten und steigende Löhne die Binnennachfrage antreiben“, sagt IMK-Direktor Prof. Dr. Gustav Horn. „Dadurch ist der Aufschwung weitaus unempfindlicher gegen weltwirtschaftliche Unsicherheiten als etwa im letzten Jahrzehnt.“

Die aktuelle Entspannung beim Rezessionsrisiko erklärt das IMK vor allem mit dem weiterhin sehr günstigen Finanzierungsumfeld für deutsche Unternehmen, das sich im Indikator-Algorithmus positiv niederschlägt. Negative Signale bei den Auftragseingängen und vom ifo-Index gewichtet das Frühwarnsystem aktuell im Verhältnis weniger stark.

In den IMK-Konjunkturindikator fließen zahlreiche Daten aus der Real- und der Finanzwirtschaft ein. Darüber hinaus berücksichtigt das Instrument Stimmungsindikatoren. Das IMK nutzt dabei die Industrieproduktion als Referenzwert für eine Rezession, weil diese rascher auf einen Nachfrageeinbruch reagiert als das Bruttoinlandsprodukt (BIP).

Der IMK-Konjunkturindikator wird monatlich aktualisiert.

Powered by WPeMatico

Börsengang wird für Startups wieder interessanter

Wenn ein Startup schnell wachsen und international expandieren soll, steigt der Kapitalbedarf. Derzeit denkt fast jedes vierte deutsche Startup (23 Prozent) lt. Bitkom über einen Börsengang nach, um das notwendige Geld zu beschaffen.

Börsengang wird für Startups wieder interessanter

Bitkom, Pressemitteilung vom 21.06.2018

Wenn ein Startup schnell wachsen und international expandieren soll, steigt der Kapitalbedarf. Derzeit denkt fast jedes vierte deutsche Startup (23 Prozent) über einen Börsengang nach, um das notwendige Geld zu beschaffen. So geben 22 Prozent der Gründer an, dass der Gang aufs Parkett für sie in Zukunft vorstellbar ist, einige planen konkret einen Börsengang (1 Prozent). Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 Startups. Im vergangenen Jahr lag der Anteil derjenigen, die sich einen Börsengang vorstellen können, mit 14 Prozent deutlich darunter. 2016 war die Börse allerdings noch attraktiver und für 38 Prozent ein Thema. „Ein Börsengang bedeutet für ein Startup großen organisatorischen Aufwand und hohe Vorbereitungskosten. Ein solcher Schritt will reiflich überlegt sein“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.Grundsätzlich ausschließen möchten einen Börsengang nur 14 Prozent der Startups, damit liegt dieser Wert auf dem Niveau der Vorjahre (2017: 14 Prozent, 2016: 13 Prozent). 6 von 10 Startups (58 Prozent) geben an, dass ein Börsengang aktuell kein Thema für sie ist. Und 6 Prozent wollten oder konnten dazu keine Angaben machen. Im Durchschnitt benötigen Startups in Deutschland in den kommenden zwei Jahren 3,1 Millionen Euro frisches Kapital und damit deutlich mehr als noch 2017 mit 2,2 Millionen Euro.

Als Alternative zu einem Börsengang gilt seit einiger Zeit ein sogenannter ICO, ein Initial Coin Offering. Dabei treten Geldgeber und Startups über die Blockchain-Technologie in Verbindung, die einen manipulationssicheren Austausch von Informationen ermöglicht. Eine Bank als zentrale Zwischeninstanz ist dabei nicht mehr nötig. Gleichzeitig erlaubt es die Blockchain-Architektur, die vom Startup gegen Bezahlung ausgegebenen Coins oder Tokens mit bestimmten Ereignissen zu koppeln, wie etwa einem bestimmten Datum oder einem bestimmten Unternehmenswert. Tritt das Ereignis ein, erfolgt automatisch eine Auszahlung. Aktuell planen 3 Prozent der Startups einen ICO, 12 Prozent halten die Coin-Ausgabe in Zukunft für denkbar. Jedes dritte Startup (37 Prozent) sagt aber auch, dass ein ICO aktuell kein Thema ist, jedes fünfte (20 Prozent) schließt einen solchen Weg der Kapitalbeschaffung grundsätzlich aus, 13 Prozent haben sich dazu noch keine Meinung gebildet oder wollen diese nicht äußern. Und 16 Prozent der Startups wissen gar nicht, was ein ICO ist. „Ein ICO ist deutlich weniger reguliert als ein Börsengang, das ist sowohl Chance als auch Herausforderung für Startups und Investoren. Umso wichtiger ist eine sorgfältige Planung und Durchführung, denn Startups betreten damit juristisch wie technologisch neue Pfade“, so Berg.

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 302 IT- und Internet-Startups in Deutschland befragt. Die Fragestellungen lauteten „Spielt das Thema Börsengang für euer Startup eine Rolle?“ und „Spielt das Thema Initial Coin Offering (ICO) für euer Startup eine Rolle?“

Powered by WPeMatico

IoT-Plattformen sind in acht von zehn Unternehmen Thema

IoT-Plattformen sind für die Industrie 4.0 von zentraler Bedeutung. Sie ermöglichen die Vernetzung und Interaktion verschiedenster Maschinen, Geräte und Anwendungen im Internet der Dinge. IoT-Plattformen sind damit technischer und betriebswirtschaftlicher Basis fast jeden datenbasierten Geschäftsmodells. 43 Prozent der deutschen Industrieunternehmen nutzen lt. Bitkom deshalb bereits heute eine IoT-Plattform.

IoT-Plattformen sind in acht von zehn Unternehmen Thema

Bitkom, Pressemitteilung vom 20.06.2018

  • Vier von zehn Unternehmen nutzen bereits IoT-Plattformen
  • Weitere 18 Prozent planen den Einsatz einer IoT-Plattform
  • Bedenken wegen Datensicherheit und Kosten

IoT-Plattformen sind für die Industrie 4.0 von zentraler Bedeutung. Sie ermöglichen die Vernetzung und Interaktion verschiedenster Maschinen, Geräte und Anwendungen im Internet der Dinge. IoT-Plattformen sind damit technischer und betriebswirtschaftlicher Basis fast jeden datenbasierten Geschäftsmodells. 43 Prozent der deutschen Industrieunternehmen nutzen deshalb bereits heute eine IoT-Plattform. Das ergibt eine repräsentative Befragung von 553 Industrieunternehmen ab 100 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Demnach setzen 27 Prozent auf die IoT-Plattform eines externen Providers, kurz: Plattform as a Service – PaaS, 16 Prozent nutzen eine selbst programmierte IoT-Plattform. Weitere 18 Prozent der Unternehmen planen den Einsatz einer IoT-Plattform, in etwa ebenso viele (19 Prozent) diskutieren darüber. Für lediglich 19 Prozent der Unternehmen sind IoT-Plattformen aktuell und aus heutiger Perspektive auch künftig kein Thema. „Alle Industrieunternehmen werden früher oder später erkennen, dass IoT-Plattformen von strategischer Bedeutung für ihre zukünftigen Geschäftsmodelle sind. Unternehmen, die frühzeitig auf eine IoT-Plattform setzen und damit Erfahrungen sammeln, können sich einen wichtigen Wettbewerbsvorteil sichern“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Wenn IoT-Plattformen für ein Unternehmen kein Thema sind, liegt der Grund meist in Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit und -integrität (58 Prozent). Die Unternehmen fürchten, dass jemand ihre Daten über die Plattform stehlen beziehungsweise unbemerkt verändern kann. Vier von zehn Nicht-Nutzern von IoT-Plattformen (39 Prozent) geben an, dass ihnen die Kosten zu hoch sind. Auch fehlende personelle Ressourcen (25 Prozent) oder fehlendes Know-how (15 Prozent) sind häufig genannte Gründe. Dabei werden Nutzen und Wert einer IoT-Plattform von fast allen Nicht-Nutzern erkannt (95 Prozent). Auch Anwendungsfälle für IoT-Plattformen gibt es in so gut wie jedem Unternehmen (97 Prozent), in dem IoT-Plattformen auch künftig kein Thema sind. „In Bezug auf Datensicherheit und Datenintegrität teilen insbesondere kleinere Unternehmen noch viele Vorbehalte, die in den Anfängen der Industrie 4.0 auch viele große Hersteller hatten. Ein Erfahrungsaustausch zwischen kleineren und größeren Unternehmen, zum Beispiel zu Best Practices, kann helfen, Vorbehalte abzubauen und Vertrauen zu schaffen“, sagt Berg.

Befragt man Unternehmen, weshalb sie ihre IoT-Plattform selbst entwickelt haben, verweisen vier von zehn (41 Prozent) vor allem auf die Möglichkeit, so ein eigenes Ökosystem mit entsprechenden Geschäftsbeziehungen aufbauen zu können. Beinahe ebenso viele (40 Prozent) haben Sorge, Wertschöpfung zu verlieren, wenn sie externe Provider beauftragen, ihnen eine Plattform zur Verfügung zu stellen. Bedenken hinsichtlich Datensicherheit und -hoheit spielen für jedes dritte selbstentwickelnde Unternehmen (34 Prozent) eine Rolle. 22 Prozent beklagen zu hohe Kosten für extern eingekaufte Plattformen, 19 Prozent wollen Abhängigkeiten vermeiden und 17 Prozent fehlt grundsätzlich das Vertrauen in die Dienstleister. Jedes siebte Unternehmen (15 Prozent) spricht außerdem von einem unübersichtlichen Angebotsmarkt.

Powered by WPeMatico