Konjunktur: Ausblick trübt sich deutlich ein

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland gehen im März 2018 deutlich zurück. Der Index verliert gegenüber dem Vormonat 12,7 Punkte und steht nun bei 5,1 Punkten.

Konjunktur: Ausblick trübt sich deutlich ein

ZEW, Pressemitteilung vom 20.03.2018

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland gehen im März 2018 deutlich zurück. Der Index verliert gegenüber dem Vormonat 12,7 Punkte und steht nun bei 5,1 Punkten (langfristiger Mittelwert: 23,6 Punkte). Der Anteil der Experten/-innen, die eine Verschlechterung in den kommenden sechs Monaten erwarten, steigt um 7,2 Prozent auf 12,9 Prozent.

„Die Sorge vor einem durch die USA ausgelösten globalen Handelskonflikt lässt die Experten/-innen vorsichtiger in die Zukunft blicken. Auch der starke Euro belastet die Konjunkturaussichten für die Exportnation Deutschland. In Verbindung mit der immer noch sehr guten Lageeinschätzung ist der Ausblick aber weiterhin positiv“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D.

Die Bewertung der konjunkturellen Lage verschlechtert sich leicht um 1,6 Punkte auf 90,7 Punkte. Die Sorge um einen möglichen Handelskonflikt mit den USA belastet auch den Ausblick für die Eurozone. Der Erwartungsindikator fällt um 15,9 Punkte auf 13,4 Punkte. Auch die Einschätzung der konjunkturellen Lage in der Eurozone geht zurück. Der entsprechende Indikator fällt um 1,5 Punkte auf 56,2 Punkte.

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Erzeugerpreise Februar 2018: +1,8 % gegenüber Februar 2017

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Februar 2018 um 1,8 % höher als im Februar 2017. Im Januar hatte die Jahresveränderungsrate bei +2,1 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sanken die Erzeugerpreise im Februar gegenüber dem Vormonat geringfügig um 0,1 %.

Erzeugerpreise Februar 2018: +1,8 % gegenüber Februar 2017

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 20.03.2018

Erzeugerpreise gewerblicher Produkte, Februar 2018

  • -0,1 % zum Vormonat
  • +1,8 % zum Vorjahresmonat

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Februar 2018 um 1,8 % höher als im Februar 2017. Im Januar hatte die Jahresveränderungsrate bei +2,1 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, sanken die Erzeugerpreise im Februar gegenüber dem Vormonat geringfügig um 0,1 %.

Die Preisentwicklung bei Vorleistungsgütern wirkte sich im Februar 2018 am stärksten erhöhend auf die Entwicklung der Erzeugerpreise insgesamt aus. Vorleistungsgüter waren im Februar 2018 um 2,8 % teurer als im Februar 2017. Gegenüber dem Vormonat Januar stiegen diese Preise um 0,3 %. Metalle kosteten 4,6 % mehr als im Februar 2017 und 0,7 % mehr als im Vormonat. Dabei war Walzstahl im Vorjahresvergleich um 7,4 % teurer (+1,5 % gegenüber Januar 2018), Betonstahl verteuerte sich sogar um 19,9 % (-0,1 % gegenüber Januar 2018). Chemische Grundstoffe kosteten 3,0 % mehr als ein Jahr zuvor, gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise um 0,3 %. Nur wenige Vorleistungsgüter waren billiger als ein Jahr zuvor. Hierzu gehörten Edelmetalle, die 10,8 % weniger kosteten als im Februar 2017.

Energie war im Februar 2018 um 1,8 % teurer als ein Jahr zuvor. Gegenüber Januar 2018 sanken die Energiepreise um 0,6 %. Die Preisentwicklung im Vorjahresvergleich unterschied sich bei den einzelnen Energieträgern: Elektrischer Strom war 4,3 % teurer als ein Jahr zuvor. Dagegen waren Erdgas in der Verteilung um 0,1 % und Mineralölerzeugnisse um 0,2 % billiger.

Die Erzeugerpreise ohne Berücksichtigung von Energie waren um 1,9 % höher als im Februar des Vorjahres. Gegenüber Januar 2018 stiegen sie um 0,1 %.

Die Preise für Verbrauchsgüter waren im Februar 2018 um 1,4 % höher als im Februar 2017, im Vergleich zum Vormonat Januar sanken sie geringfügig um 0,1 %. Nahrungsmittel kosteten im Jahresvergleich 1,6 % mehr. Gegenüber dem Vormonat Januar sanken hier die Preise um 0,3 %. Milch kostete 10,4 % mehr als im Vorjahresmonat (-0,7 % gegenüber Januar 2018). Die Preise für Butter waren 5,2 % höher als im Februar 2017. Sie sanken gegenüber dem Vormonat Januar um 10,6 % und waren damit um 30,8 % niedriger als zu ihrem Höchststand im Oktober 2017. Frucht- und Gemüsesäfte waren 9,0 % teurer als im Februar 2017. Zucker war hingegen 21,0 % billiger als im Februar 2017, gegenüber Januar 2018 stiegen die Preise jedoch um 0,4 %. Kaffee kostete 2,2 % weniger als im Februar 2017. Gegenüber Januar 2018 sanken die Preise um 0,9 %.

Investitionsgüter waren im Februar 2018 um 1,1 % teurer als im Februar 2017 (unverändert gegenüber Januar 2018), Gebrauchsgüter kosteten 1,4 % mehr als im Vorjahresmonat (+0,1 % gegenüber Januar 2018).

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Der Handel muss sich neu erfinden

Ob stationärer Handel oder Online-Händler – die Digitalisierung verändert das Einkaufen. Kunden haben neue Anforderungen an die Verfügbarkeit von Produkten, die Transparenz von Preisen und das komplette Einkaufserlebnis. Die Händler müssen darauf reagieren. Das hat eine repräsentative Befragung Bitkom ergeben.

Der Handel muss sich neu erfinden

Bitkom, Pressemitteilung vom 14.03.2018

  • Kunden wollen das Beste aus Online- und Offline-Shopping-Welt
  • Jeder zweite Online-Käufer sieht die Grenzen zwischen Online und Offline zunehmend verschwinden
  • Miosga: „Handel sollte nahtloses Einkaufen über alle Kanäle hinweg ermöglichen“

Ob stationärer Handel oder Online-Händler – die Digitalisierung verändert das Einkaufen. Kunden haben neue Anforderungen an die Verfügbarkeit von Produkten, die Transparenz von Preisen und das komplette Einkaufserlebnis. Die Händler müssen darauf reagieren. Das hat eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.152 Internetnutzern ab 14 Jahren ergeben. So sagen 77 Prozent aller Online-Shopper, dass sich der stationäre Handel in den Innenstädten neu erfinden muss. Ähnlich viele Befragte (75 Prozent) finden, dass der stationäre Handel nicht mit den Preisen im Internet mithalten kann. Allerdings sagen lediglich 29 Prozent der Befragten, dass Online-Shops im Vergleich zum stationären Handel den besseren Service haben. Auch in anderen Belangen hat der Offline-Handel die Nase vorne. In den Augen der Online-Shopper sind die wichtigsten Vorteile des Kaufs im stationären Handel, dass man das Produkt anfassen und testen kann (83 Prozent), dass man das Produkt sofort mitnehmen (79 Prozent) sowie Versandkosten sparen kann (55 Prozent) und dass man im Geschäft persönlich beraten wird (62 Prozent). „Verbraucher schätzen es, sowohl online als auch offline einzukaufen. Die Kunden wollen das Beste aus beiden Welten – und das nahtlos. Sie möchten online schauen können, ob ein Kleidungsstück im Laden in der entsprechenden Größe vorliegt. Im Geschäft schätzen sie innovative Services dank digitaler Technologien, beispielsweise ein Tablet, mit dem sie in der Umkleidekabine andere Größen anfordern können“, sagt Bitkom-Handelsexpertin Julia Miosga.

Sechs von zehn Online-Käufern (61 Prozent) sind der Meinung, dass der stationäre Handel auf digitale Technologien setzen sollte, um einzigartige Einkaufserlebnisse zu schaffen. Mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) sagt außerdem, dass durch die Digitalisierung Online- und Offline-Handel miteinander verschmelzen. „Der hybride Kunde ist längst Wirklichkeit. Nun sollte der Handel unbedingt entsprechende Konzepte und Angebote nachlegen, um ein nahtloses Einkaufen – egal über welchen Kanal – zu ermöglichen“, sagt Miosga.

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Jährliche Inflationsrate im Euroraum im Februar 2018 auf 1,1 % gesunken

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im Februar 2018 bei 1,1 %, gegenüber 1,3 % im Januar. Ein Jahr zuvor hatte sie 2,0 % betragen. Die jährliche Inflationsrate in der EU lag im Februar 2018 bei 1,3 %, gegenüber 1,6 % im Januar. Ein Jahr zuvor hatte sie 2,0 % betragen.

Jährliche Inflationsrate im Euroraum im Februar 2018 auf 1,1 % gesunken

Rückgang in der EU auf 1,3 %

Eurostat, Pressemitteilung vom 16.03.2018

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im Februar 2018 bei 1,1 %, gegenüber 1,3 % im Januar. Ein Jahr zuvor hatte sie 2,0 % betragen. Die jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union lag im Februar 2018 bei 1,3 %, gegenüber 1,6 % im Januar. Ein Jahr zuvor hatte sie 2,0 % betragen. Diese Daten werden von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht.

Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Zypern (-0,4 %), Griechenland (0,4 %), Dänemark und Italien (je 0,5 %) gemessen. Die höchsten jährlichen Raten wurden in Rumänien (3,8 %), Estland und Litauen (je 3,2 %) verzeichnet. Gegenüber Januar 2018 ging die jährliche Inflationsrate in achtzehn Mitgliedstaaten zurück, blieb in zwei unverändert und stieg in sieben an.

Im Februar 2018 kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Dienstleistungen (+0,57 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak sowie Energie (je +0,21 Pp.) und Industriegütern ohne Energie (+0,14 Pp.).

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Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im März 2018

Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft setzt sich zu Beginn des Jahres 2018 fort. Das weltwirtschaftliche Umfeld ist lt. BMWi weiterhin günstig. Allerdings könnte die Handelspolitik der Vereinigten Staaten für eine gewisse Verunsicherung sorgen.

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im März 2018

BMWi, Pressemitteilung vom 15.03.2018

  • Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft setzt sich zu Beginn des Jahres 2018 fort. Das weltwirtschaftliche Umfeld ist weiterhin günstig. Allerdings könnte die Handelspolitik der Vereinigten Staaten für eine gewisse Verunsicherung sorgen.
  • Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe bleiben trotz eines deutlichen Rückgangs zum Jahresbeginn in der Tendenz weiter aufwärtsgerichtet. Die Industrieproduktion hat sich nach einem schwächeren Ergebnis zum Ende letzten Jahres im Januar wieder erhöht.
  • Die Konsumnachfrage der privaten Haushalte war zuletzt weniger dynamisch. Die Anschaffungsneigung der Konsumenten und die Stimmung im Handel bleiben aber positiv.
  • Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften in weiten Teilen der Wirtschaft sorgt für eine Beschäftigung auf Rekordniveau. Die verbesserten Arbeitsmarktchancen für Bewerber gehen einher mit steigenden Herausforderungen für viele Arbeitgeber bei der Mitarbeitersuche. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung gehen weiter zurück.

Die deutsche Wirtschaft ist gut ins Jahr 2018 gestartet, nachdem sie im vergangenen Jahr kräftig um preisbereinigt 2,2 % gewachsen war. Die aktuellen Konjunkturindikatoren sprechen dafür, dass sich der lang anhaltende Aufschwung weiter fortsetzt. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe zeigen nach wie vor einen aufwärtsgerichteten Trend und liegen weit über ihrem Vorjahresniveau. Die Dynamik kommt dabei von den Auslandsorders. Auch bei der Industrieproduktion lässt sich auf hohem Niveau eine positive Entwicklung beobachten. Die Stimmungsindikatoren deuten darauf hin, dass die Konjunktur in den kommenden Monaten gut verläuft, auch wenn der ifo Geschäftsklimaindex zuletzt spürbar gesunken ist. Die Handelspolitik der Vereinigten Staaten dürfte hierfür den Ausschlag gegeben und deutlich auf die Stimmung der deutschen Exporteure gedrückt haben. Der starke Euro trägt dazu sicherlich ebenfalls bei. Im langjährigen Vergleich bleibt das Geschäftsklima in Anbetracht guter Wachstumsaussichten für die Weltkonjunktur und günstiger Finanzierungsbedingungen hierzulande aber weiterhin gut.

Die Weltwirtschaft entwickelt sich aktuell sehr dynamisch. Die Weltindustrieproduktion lag im Dezember 2017 um 3,9 % über dem Vorjahresniveau. Vor allem die Industriestaaten haben ihre Schwächephase überwunden. Erstmals seit 20 Jahren ist die Industrieproduktion im Jahresverlauf stärker gestiegen als in den Schwellenländern. Auch die weiteren Wachstumsaussichten für die Weltkonjunktur bleiben positiv. Der globale Markit Einkaufsmanagerindex liegt deutlich in der Wachstumszone und das ifo Weltwirtschaftsklima stieg zu Jahresbeginn auf den höchsten Wert seit dem Jahr 2007. Dabei dürfte auch die Steuerreform in den Vereinigten Staaten einen spürbaren konjunkturellen Impuls auslösen. Internationale Organisationen haben ihre Prognose für die Vereinigten Staaten vor diesem Hintergrund deutlich angehoben. Für die Weltwirtschaft rechnen IWF und jüngst auch die OECD für die Jahre 2018 und 2019 nun mit einem Wachstum von jeweils 3,9 %. Darin sind allerdings noch nicht die kürzlich eingeführten US-Zölle auf Stahl und Aluminium berücksichtigt. Diese könnten den Handel in einigen Regionen merklich beinträchtigen. Die Auswirkungen für die Weltwirtschaft insgesamt dürften aber überschaubar bleiben. Eine mögliche Eskalation eines Handelskrieges sowie steigende Unsicherheit unter den Marktteilnehmern könnten allerdings spürbare Schäden verursachen.

Angesichts des lebhaften außenwirtschaftlichen Umfelds sind die deutschen Ausfuhren an Waren und Dienstleistungen in der Tendenz deutlich aufwärtsgerichtet. Im Dreimonatsvergleich November/Dezember/Januar gegenüber August/September/Oktober legten diese preisbereinigt um 2,9 % zu. Zu Jahresbeginn sind die nominalen Ausfuhren trotz steigender Ausfuhrpreise allerdings nur leicht gestiegen. Die ifo Exporterwartungen im Verarbeitenden Gewerbe haben sich zuletzt auf hohem Niveau eingetrübt. Dabei dürfte der stärkere Euro eine Rolle spielen, der gegenüber dem US-Dollar seit Jahresbeginn um etwa 3 % aufwertete. Die realen Importe von Waren und Dienstleistungen blieben im Januar im Vergleich zum Vormonat unverändert. Angesichts steigender Einkommen dürfte aber auch die Importnachfrage weiter zunehmen. Insgesamt ergab sich im Januar ein Überschuss der Leistungsbilanz, die neben den Waren auch den Dienstleistungshandel und grenzüberschreitende Einkommen berücksichtigt, von 22,0 Mrd. Euro.

Die Industrieproduktion stieg im Januar um 0,6 %, womit sich der aufwärtsgerichtete Trend zuletzt fortsetzte. Im Zweimonatsvergleich Dezember/Januar gegenüber Oktober/November konnte die Industrie einen beachtlichen Zuwachs um 1,5 % verbuchen. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe sind nach einem bemerkenswerten Plus von 3,0 % im Dezember zu Beginn des Jahres wieder deutlich gesunken (Januar: -3,9 %). Dabei gingen die Orders bei den Investitionsgüterproduzenten aus dem Euroraum um fast 10 % zurück. Trotz der aktuellen Abnahme bleiben die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt in der Tendenz aufwärtsgerichtet. Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich war ein Zuwachs um 0,9 % zu beobachten. Zudem lagen die Bestellungen im Dezember/Januar 8,1 % über ihrem Niveau im Vorjahreszeitraum.

Beim privaten Konsum deuten aktuelle Indikatoren auf eine etwas nachlassende Wachstumsdynamik hin. Die Umsätze im Einzelhandel gingen im Januar erneut zurück (-0,7 %), lagen aber noch merklich über ihrem Vorjahresniveau. Die Zahl der Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen war demgegenüber sowohl im Januar als auch im Februar deutlich höher als ein Jahr zuvor. Das ifo Geschäftsklima für den Einzelhandel hat sich im Februar erneut verschlechtert, befindet sich jedoch weiterhin oberhalb seines langjährigen Durchschnitts. Insgesamt bleibt die Stimmung im Handel nach wie vor gut.

Die positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt setzen sich fort. Die einschlägigen Frühindikatoren signalisieren unisono eine anhaltend hohe Nachfrage nach Arbeitskräften in weiten Teilen der Wirtschaft. Im Januar nahm die Erwerbstätigkeit saisonbereinigt um 60.000 Personen kräftig zu und auch auf Jahressicht blieb der Beschäftigungszuwachs (+1,4 %) hoch. Die Entwicklung bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung verläuft noch dynamischer (2,2 %). Die Zahl der Arbeitslosen nahm bereits im Februar, leicht unterstützt durch die milde Witterung, etwas ab und lag bei 2,55 Mio. Personen. In der saisonbereinigten Betrachtung betrug der Rückgang 22.000 Personen. Auch die Unterbeschäftigung, die zudem Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit einschließt, nahm weiter ab. Ungeachtet der jüngsten positiven Entwicklungen bleiben weitere Herausforderungen, wie die Eindämmung der Langzeitarbeitslosigkeit und die höhere Arbeitslosigkeit in strukturschwachen Gebieten, bestehen.

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Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern in Deutschland 2017 bei 21 %

Im Jahr 2017 blieb der allgemeine Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern – also der unbereinigte Gender Pay Gap – im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, verdienten Frauen mit einem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 16,59 Euro 21 % weniger als Männer (21,00 Euro).

Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern in Deutschland 2017 bei 21 %

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15.03.2018

Im Jahr 2017 blieb der allgemeine Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern – also der unbereinigte Gender Pay Gap – im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Equal Pay Day am 18. März anhand fortgeschriebener Ergebnisse mitteilt, verdienten Frauen mit einem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 16,59 Euro 21 % weniger als Männer (21,00 Euro).

Nach wie vor bestehen dabei deutliche Unterschiede zwischen dem früheren Bundesgebiet und den neuen Ländern. Der unbereinigte Gender Pay Gap ist im früheren Bundesgebiet im Jahr 2017 um einen Prozentpunkt auf 22 % gesunken, während er in den neuen Ländern mit 7 % unverändert blieb. Über einen längeren Zeitraum betrachtet, zeigt sich ein langsamer aber stetiger Rückgang des unbereinigten Gender Pay Gap.

Untersuchungen der ursächlichen Faktoren des Gender Pay Gap sind alle vier Jahre auf Basis der Verdienststrukturerhebung möglich. Derzeit liegen Ergebnisse für das Jahr 2014 vor. Da diese Faktoren jedoch nur langfristigen Veränderungsprozessen unterliegen, dürften die Ursachen im Jahr 2017 weitgehend dieselben sein. Demnach sind die wichtigsten messbaren Gründe für den unbereinigten Gender Pay Gap unterschiedliche Branchen und Berufe, in denen Frauen und Männer tätig sind, sowie ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung und Qualifikation. Darüber hinaus sind Frauen häufiger als Männer teilzeit- oder geringfügig beschäftigt.

Durch die genannten Ursachen können rund drei Viertel des Unterschieds in den durchschnittlichen Bruttostundenverdiensten erklärt werden. Das verbleibende Viertel des Verdienstunterschieds entspricht dem bereinigten Gender Pay Gap. Demnach verdienten Arbeitnehmerinnen im Durchschnitt auch unter der Voraussetzung vergleichbarer Tätigkeit und äquivalenter Qualifikation im Jahr 2014 pro Stunde 6 % weniger als Männer.

Hier muss berücksichtigt werden, dass der ermittelte Wert eine Obergrenze ist. Er wäre geringer ausgefallen, wenn weitere Informationen über lohnrelevante Einflussfaktoren für die Analysen zur Verfügung gestanden hätten, wie vor allem Angaben zu Erwerbsunterbrechungen.

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DIW-Konjunkturprognose: Neue Regierung schickt deutschen Aufschwung in die Verlängerung

In diesem Jahr dürfte die deutsche Wirtschaft um 2,4 Prozent wachsen, im nächsten Jahr um 1,9 Prozent, so die neue Prognose des DIW Berlin, die um 0,2 bzw. 0,3 Prozentpunkte höher ausfällt als im Dezember.

DIW-Konjunkturprognose: Neue Regierung schickt deutschen Aufschwung in die Verlängerung

DIW Berlin, Pressemitteilung vom 14.03.2018

DIW Berlin erhöht BIP-Wachstumsprognose auf 2,4 Prozent für 2018 und 1,9 Prozent für 2019 – Geplante Maßnahmen der neuen Bundesregierung heben Wachstum nächstes Jahr um 0,3 Prozentpunkte an – Konjunktur läuft auch so sehr gut dank florierender Exporte und kräftiger Binnennachfrage – Arbeitsmarkt bleibt stark – Protektionismus stellt hohes Risiko für deutsche Wirtschaft dar

In diesem Jahr dürfte die deutsche Wirtschaft um 2,4 Prozent wachsen, im nächsten Jahr um 1,9 Prozent, so die neue Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die um 0,2 beziehungsweise 0,3 Prozentpunkte höher ausfällt als im Dezember. Die Erhöhung für das kommende Jahr spiegelt im Koalitionsvertrag der neuen Großen Koalition vereinbarte Maßnahmen wider, deren Umsetzung hier für das kommende Jahr unterstellt wird.

Die DIW-Konjunkturforscherinnen und -forscher gehen davon aus, dass die im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen zu erheblichen Entlastungen der privaten Haushalte führen. So zieht die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung eine Entlastung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von fast sechs Milliarden Euro im Jahr 2019 nach sich; zwar geht ein Teil davon wegen weniger stark steigender Unternehmensgewinne wieder verloren, per saldo verbleibt den Menschen in Deutschland aber ein spürbares Plus. Auch die Erhöhung des Kindergeldes und die geplanten Maßnahmen bei den Renten steigern die verfügbaren Einkommen in der Summe um mehrere Milliarden. Das wiederum dürfte den privaten Konsum ankurbeln. Dieser dürfte dieses Jahr um 1,2 Prozent und im Jahr 2019 um 1,8 Prozent steigen. Auch die anhaltend günstige Lage auf dem Arbeitsmarkt begünstigt den privaten Verbrauch. Die Arbeitslosigkeit wird laut Prognose weiter abnehmen, auf 5,2 Prozent in diesem Jahr und 4,8 Prozent im nächsten Jahr.

Insgesamt befindet sich die deutsche Wirtschaft in einer Hochkonjunktur, getragen von der kräftigen Binnenkonjunktur und einer starken Expansion der Exporte. Insbesondere in die Vereinigten Staaten und in die Länder der EU exportieren die deutschen Unternehmen kräftig. Dies kommt vor allem der Industrie zu Gute, die verstärkt in Maschinen und Ausrüstungen investiert. Im Dienstleistungssektor profitieren die Unternehmen vom dynamischen Konsum. Lediglich in der Bauwirtschaft verlangsamt sich das Tempo etwas.

Leichte Abkühlung wäre auch ohne Stimulus zu verschmerzen

Ohne den zusätzlichen Stimulus aus dem Programm der neuen Bundesregierung würde die Konjunktur im Jahr 2019 abflachen, unter anderem weil die geldpolitische Wende – die Zinsen werden in den USA schrittweise steigen, in Europa perspektivisch auch – das Wachstumstempo der Weltwirtschaft und somit die Auslandsnachfrage leicht dämpfen dürfte.

Angesichts der guten Verfassung des deutschen Arbeitsmarkts wäre eine leichte Abkühlung der Konjunktur nach DIW-Einschätzung aber durchaus verschmerzbar. Auch wenn die nötigen finanziellen Spielräume vorhanden sind – der öffentliche Gesamthaushalt dürfte in diesem Jahr ein Plus von fast 50 Milliarden Euro ausweisen -, die deutsche Wirtschaft hat zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinerlei konjunkturellen Schub durch die Regierung nötig. Vielmehr sollte sich die Politik darauf konzentrieren, den längerfristigen Wachstumspfad positiv zu beeinflussen, das heißt die Rahmenbedingungen für Investitionen attraktiver zu gestalten und Deutschland für den demografischen Wandel zu rüsten.

Die deutsche Wirtschaft zukunftsfest und das deutsche Wachstum nachhaltiger zu machen sind in einer von hohen Risiken geprägten Zeit umso mehr geboten. Die Gefahr eines protektionistischen Wettlaufs hat durch die Ankündigungen der US-Regierung zu Strafzöllen stark zugenommen, auch die noch unklaren Modalitäten des Brexit und die Ergebnisse der italienischen Parlamentswahl stellen Risiken für die deutsche Konjunktur dar.

Direkte Auswirkungen dürfte die Einführung von US-Einfuhrzöllen auf Stahl und Aluminium auf die deutsche Konjunktur erstmal kaum haben: Der Anteil dieser beiden Produkte an den deutschen Warenausfuhren liegt bei lediglich drei Prozent und die Exporte in die USA machen davon nur viereinhalb Prozent aus. Auch indirekte Effekte dürften sich ersten Einschätzungen zufolge im Zaun halten. Allerdings würde sich das Bild sehr schnell ändern, wenn es zu einer Ausweitung der protektionistischen Maßnahmen auf andere Sektoren und Produkte käme. Auch ein schnellerer als erwarteter Ausstieg der weltweiten Zentralbanken aus der expansiven Geldpolitik stellt ein Risiko für die deutsche Wirtschaft dar.

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Im Jahr 2017 stärkste Zunahme der privaten Konsumausgaben seit 1994

Die privaten Konsumausgaben stiegen 2017 in jeweiligen Preisen um 3,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist der größte Zuwachs seit 1994. Insgesamt beliefen sich die privaten Konsumausgaben in Deutschland im Jahr 2017 auf 1.735 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.

Im Jahr 2017 stärkste Zunahme der privaten Konsumausgaben seit 1994

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 14.03.2018

Die privaten Konsumausgaben stiegen 2017 in jeweiligen Preisen um 3,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist der größte Zuwachs seit 1994. Preisbereinigt nahmen die privaten Konsumausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 % zu. Insgesamt beliefen sich die privaten Konsumausgaben in Deutschland im Jahr 2017 auf 1.735 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt auf Basis der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen anlässlich des Weltverbrauchertages am 15. März mitteilt.Die privaten Haushalte konsumierten 2017 bei allen Verwendungszwecken mehr als im Vorjahr. Einen Rekordzuwachs in jeweiligen Preisen gab es bei den Ausgaben für Schuhe und Bekleidung mit +5,9 %. Nicht nur nominal, sondern auch preisbereinigt (+4,5 %) war dies der stärkste Zuwachs seit 1992. Dabei gaben die privaten Haushalte vor allem mehr für Bekleidung (nominal +6,3 %) aus. Ebenso kauften die privaten Haushalte deutlich mehr Güter für Verkehr und Nachrichtenübermittlung (+5,8 % in jeweiligen Preisen). Ursache dafür sind hauptsächlich höhere Ausgaben für Kraftfahrzeuge (+8,6 %) und für Kraftstoffe (+7,8 %). Bei Nahrungsmitteln, Getränken, Tabakwaren (+3,8 %) gaben die Verbraucherinnen und Verbraucher vor allem mehr für Nahrungsmittel aus (+4,8 %), bedingt durch einen vergleichsweise hohen Preisanstieg von 3,0 %. Auch die Ausgaben bei Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen (+4,9 %) sowie für Freizeit, Unterhaltung und Kultur (+4,0 %) nahmen im Vorjahresvergleich deutlich zu. Dagegen stiegen die Ausgaben der privaten Haushalte für Wohnungen und deren Nebenkosten mit +2,7 % unterdurchschnittlich.

Für kurzlebige Güter stiegen im letzten Jahr die Konsumausgaben der privaten Haushalte in jeweiligen Preisen um 5,0 % an, getragen unter anderem von der Entwicklung bei Bekleidung. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte für langlebige Güter nahmen um 5,3 % zu, vor allem bedingt durch die Zuwächse beim Kauf von Kraftfahrzeugen. Der Anstieg bei Verbrauchsgütern (+4,2 %) war besonders durch höhere Ausgaben in den Bereichen Nahrungsmittel und Kraftstoffe bestimmt. Über die Hälfte der Konsumausgaben der privaten Haushalte wurde für Dienstleistungen aufgewendet. Hier war der Zuwachs mit +2,9 % im Vorjahresvergleich eher moderat.

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Verbraucherpreise Februar 2018: +1,4 % gegenüber Februar 2017

Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Februar 2018 um 1,4 % höher als im Februar 2017. Damit schwächte sich die Inflationsrate lt. Statistischem Bundesamt den dritten Monat in Folge ab.

Verbraucherpreise Februar 2018: +1,4 % gegenüber Februar 2017

Inflationsrate schwächt sich weiter ab

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 14.03.2018

Verbraucherpreisindex, Februar 2018

  • +1,4 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
  • +0,5 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Februar 2018

  • +1,2 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
  • +0,5 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Februar 2018 um 1,4 % höher als im Februar 2017. Damit schwächte sich die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – den dritten Monat in Folge ab. Im Januar 2018 hatte sie bei +1,6 % gelegen. Im Vergleich zum Januar 2018 stieg der Verbraucherpreisindex im Februar 2018 um 0,5 %. Das Statistische Bundesamt bestätigt somit seine vorläufigen Gesamtergebnisse vom 27. Februar 2018.

Im Februar 2018 lagen die Energiepreise insgesamt mit +0,1 % nur knapp über dem Vorjahresniveau und wirkten damit dämpfend auf die Gesamtteuerung. Im Januar 2018 hatte die Teuerungsrate für Energie noch bei +0,9 % gelegen. Von Februar 2017 bis Februar 2018 verteuerten sich Strom (+1,5 %) sowie Umlagen von Zentralheizung und Fernwärme (+1,3 %). Hingegen verbilligten sich im gleichen Zeitraum Gas (-1,4 %), feste Brennstoffe (-0,6 %) und Mineralölprodukte (-0,5 %, davon Kraftstoffe: -0,6 %; leichtes Heizöl: -0,2 %). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Februar 2018 bei +1,5 % gelegen.

Ein weiterer wesentlicher Grund für die moderate Entwicklung der Inflation war die Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln. Mit +1,1 % hat sich der Preisanstieg binnen Jahresfrist im Februar 2018 deutlich abgeschwächt (Januar 2018: +3,1 %). Teurer als ein Jahr zuvor waren im Februar 2018 vor allem Molkereiprodukte und Eier (+10,2 %), Speisefette und Speiseöle (+8,9 %) sowie Obst (+6,7 %). Gegenläufige Preisentwicklungen gab es zum Beispiel bei Gemüse, hier gingen die Preise mit -17,1 % auffällig stark zurück. In erster Linie war dies durch die hohen Gemüsepreise vor einem Jahr aufgrund der damals niedrigen Temperaturen in Südeuropa bedingt. Ohne Berücksichtigung der Preise für Energie und Nahrungsmittel hätte die Inflationsrate im Februar 2018 bei +1,6 % gelegen.

Gemessen an der Gesamtteuerung erhöhten sich die Preise für Waren insgesamt von Februar 2017 bis Februar 2018 mit +1,0 % unterdurchschnittlich, maßgeblich bestimmt durch die geringen Preisanstiege bei Energie (+0,1 %) und Nahrungsmitteln (+1,1 %). Einige Waren verteuerten sich binnen Jahresfrist auch deutlicher, insbesondere Zeitungen und Zeitschriften (+4,7 %) sowie Tabakwaren (+4,5 %). Billiger hingegen wurden zum Beispiel Informationsverarbeitungsgeräte (-3,0 %) und Geräte der Unterhaltungselektronik (-2,4 %).

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich im Februar 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 % und damit deutlich stärker als die Preise für Waren. Diese Teuerung wurde im Wesentlichen durch die Erhöhung bei der Nettokaltmiete bestimmt, die im Februar 2018 im Vergleich zum Vorjahresmonat ebenfalls bei +1,6 % lag. Daneben verteuerten sich zum Beispiel Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+3,1 %) sowie Dienstleistungen für Verpflegung in Restaurants, Cafés und Straßenverkauf (+2,2 %) etwas stärker. Einige Dienstleistungen waren hingegen günstiger, unter anderem Telekommunikationsdienstleistungen (-0,8 %).

Veränderung im Februar 2018 gegenüber dem Vormonat Januar 2018

Im Vergleich zum Januar 2018 stieg der Verbraucherpreisindex im Februar 2018 um 0,5 %. Dieser Anstieg war zu einem erheblichen Teil auf höhere Preise für Pauschalreisen (+10,3 %) zurückzuführen. Binnen Monatsfrist stiegen zudem die Preise für Schnittblumen (+4,9 %), Bekleidungsartikel (+3,4 %) und Bier (+1,8 %) deutlich.

Energie insgesamt verbilligte sich hingegen im Februar 2018 um 0,5 % gegenüber Januar 2018. Hierfür war maßgeblich der deutliche Preisrückgang bei leichtem Heizöl (-5,0 %) verantwortlich. Die Preise für alle anderen Energieprodukte blieben im Vergleich zum Vormonat nahezu unverändert (zum Beispiel Gas: -0,2 %; Strom und Kraftstoffe jeweils: +0,1 %).

Nahrungsmittel insgesamt verbilligten sich im Februar 2018 im Vergleich zum Vormonat um 0,1 %. Hier gingen vor allem die Preise für Speisefette und Speiseöle (-5,3 %) zurück, insbesondere kostete im Februar 2018 Butter 9,7 % weniger als im Vormonat. Auch für Gemüse (-1,4 %) sowie Fisch und Fischwaren (-1,2 %) mussten die Verbraucher weniger bezahlen.

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Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2017 um 6,6 % niedriger als 2016

Im Jahr 2017 meldeten die deutschen Amtsgerichte 20.093 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamts 6,6 % weniger als im Jahr 2016. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sank damit auf den niedrigsten Stand seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999.

Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2017 um 6,6 % niedriger als 2016

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 14.03.2018

Im Jahr 2017 meldeten die deutschen Amtsgerichte 20.093 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 6,6 % weniger als im Jahr 2016. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sank damit auf den niedrigsten Stand seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999. Zuletzt hatte es im Krisenjahr 2009 einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen gegeben (+11,6 % gegenüber dem Jahr 2008).

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für das Jahr 2017 auf rund 29,7 Milliarden Euro. Im Jahr 2016 hatten sie bei rund 27,4 Milliarden Euro gelegen. Der Anstieg der Forderungen bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass die Gerichte im Jahr 2017 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registrierten als im Jahr 2016.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen war im Jahr 2017 mit 71.896 Fällen um 6,9 % niedriger als im Jahr 2016. Einen Anstieg der Verbraucherinsolvenzen hatte es zuletzt im Jahr 2010 gegeben (+7,6 % gegenüber dem Jahr 2009).

Die Insolvenzen von Personen, die früher einer selbständigen Tätigkeit nachgegangen sind, lagen mit 19.881 Fällen um 1,2 % unter dem Vorjahresniveau. Bei den ehemals selbständig Tätigen dürfte in vielen Fällen eine Insolvenz ihres Unternehmens vorausgegangen sein.

Die Gesamtzahl aller Insolvenzen einschließlich der 3.248 Nachlass- bzw. Gesamtgutinsolvenzen und der 514 Insolvenzen von natürlichen Personen, die als Gesellschafter größerer Unternehmen von einer Insolvenz betroffen waren, belief sich im Jahr 2017 auf 115.632 Fälle (-5,6 % gegenüber 2016).

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