Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Dezember 2017

Wie das BMWi mitteilt, ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent gesunken.

Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Dezember 2017

BMWi, Pressemitteilung vom 07.02.2018

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent gesunken. Die Industrieproduktion nahm um 0,7 Prozent und die Bauproduktion um 1,7 Prozent ab. Im Bereich der Energieerzeugung gab es einen Anstieg um 1,4 Prozent. Innerhalb der Industrie nahm die Erzeugung von Vorleistungsgütern um 1,5 Prozent zu, während die Produktion von Konsum- und Investitionsgütern um 0,5 Prozent beziehungsweise 2,6 Prozent geringer ausfiel.

Für das vierte Quartal ergab sich damit ein Anstieg der Produktion im Produzierenden Gewerbe um 0,7 Prozent. Dabei wurde die Industrieproduktion um 0,9 Prozent ausgeweitet. Der Maschinenbau leistete einen positiven Beitrag, während die Kfz-Produktion niedriger ausfiel als im Vorquartal. Die Bauproduktion wurde im Schlussquartal erneut zurückgefahren (-1,0 Prozent).

Die Industrieproduktion hat sich im Laufe des Jahres 2017 sehr dynamisch entwickelt, zuletzt aber etwas an Schwung verloren. Das vierte Quartal fiel deutlich schwächer aus als die drei Vorquartale. Nichtsdestotrotz ist die Produktion klar aufwärtsgerichtet und angesichts der starken Auftragseingänge im Dezember und guter Stimmungswerte ist eine kräftige Industriekonjunktur in den kommenden Monaten zu erwarten. Am Bau setzt sich die schwache Entwicklung der letzten Monate fort.

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IT-Sicherheit ist die Achillesferse des digitalen Wandels

Durch die fortschreitende Digitalisierung der Wirtschaft gewinnt die IT-Sicherheit lt. ZEW immer mehr an Bedeutung. Dieser Auffassung jedenfalls sind mittlerweile 90 Prozent der Unternehmen in Baden-Württemberg. Und die Relevanz der IT-Sicherheit, so die Überzeugung der Unternehmen, wird in den nächsten Jahren noch weiter zunehmen.

IT-Sicherheit ist die Achillesferse des digitalen Wandels

ZEW, Pressemitteilung vom 05.02.2018

Durch die fortschreitende Digitalisierung der Wirtschaft gewinnt die IT-Sicherheit immer mehr an Bedeutung. Dieser Auffassung jedenfalls sind mittlerweile 90 Prozent der Unternehmen in Baden-Württemberg. Und die Relevanz der IT-Sicherheit, so die Überzeugung der Unternehmen, wird in den nächsten Jahren noch weiter zunehmen. Dabei steht die absichtliche Manipulation von IT und Daten durch Außentäter als Gefahrenquelle an erster Stelle. Dies ist ein zentrales Ergebnis des jetzt vorgelegten Monitoring-Reports Wirtschaft DIGITAL Baden-Württemberg, den das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, und Kantar TNS im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in Baden-Württemberg erstellt haben.

„Die derzeit stattfindende digitale Vernetzung und der zunehmende Austausch von Daten machen die IT-Infrastruktur von Unternehmen angreifbar. Damit ist die IT-Sicherheit die Achillesferse des digitalen Wandels“, warnt Prof. Dr. Irene Bertschek, Leiterin des ZEW-Forschungsbereichs „Digitale Ökonomie“. 90 Prozent der Unternehmen in Baden-Württemberg haben laut vorliegender Studie die hohe Bedeutung der IT-Sicherheit erkannt, 71 Prozent von ihnen halten sie für „äußerst wichtig“ oder „sehr wichtig“, weitere 19 Prozent für „wichtig“. Und ihre Bedeutung wird bis zum Jahr 2022 noch weiter zunehmen.

Einen besonders hohen Stellenwert hat die IT-Sicherheit bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistern, denn hier werden zum Teil besonders sensible, personenbezogene Daten und Informationen verarbeitet, die besonders geschützt werden müssen.

Sicherheitsrisiken – vor allem die Gefahr von Cyberangriffen wächst

Unternehmen mit digitaler Infrastruktur wie etwa Rechnernetzen sind der Gefahr von Cyberangriffen, also gezielten Angriffen auf digitale Infrastrukturen von außen, ausgesetzt. Dabei können Rechnernetze lahmgelegt oder Kunden- und Beschäftigtendaten zerstört werden. Unter den von den Unternehmen wahrgenommenen Risiken für die IT-Sicherheit steht diese absichtliche Manipulation von IT und Daten durch Außentäter an erster Stelle, dicht gefolgt von der zunehmenden Komplexität der IT-Systeme. Diese macht es oftmals schwierig, mögliche Sicherheitslücken zu identifizieren und immer wieder neu auftretende Schwachstellen zu schließen. Gut zwei Drittel der Unternehmen sehen Sicherheitslücken in der Hard- und Software sowie den zunehmenden Datenaustausch als Risiko.

Fast ein Viertel der Unternehmen gibt mehr als fünf Prozent des IT-Budgets für IT-Sicherheit aus

Das zunehmende Risikobewusstsein hat Konsequenzen. Fast ein Viertel der Unternehmen geben bereits mehr als fünf Prozent ihres IT-Budgets für IT-Sicherheit aus. Als Sicherheitsmaßnahme setzen, mit 92 Prozent, fast alle Unternehmen der baden-württembergischen Wirtschaft auf passwortgeschützte Systeme. 60 Prozent verschlüsseln ihre Daten und genauso viele überprüfen regelmäßig die Logdateien auf Cyberangriffe. Eine verschlüsselte E-Mail-Kommunikation kommt in 59 Prozent der Unternehmen zum Einsatz. Jedes zweite Unternehmen bildet Führungskräfte in Sachen IT-Sicherheit weiter, 40 Prozent machen dies auch mit den übrigen Beschäftigten. Allerdings sollten auch IT-Fachkräfte regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht werden, geben sich 38 Prozent der Unternehmen überzeugt und handeln entsprechend.

„Die Sicherheit der IT zu gewährleisten, erfordert eine stetige Auseinandersetzung mit diesem Thema. So wie sich die Technologien weiterentwickeln, müssen auch die Sicherheitskonzepte und -maßnahmen weiter entwickelt werden. Dies erfordert erhebliche Anstrengungen, ist aber unabdingbar, um den digitalen Wandel weiter erfolgreich vorantreiben zu können“, macht Irene Bertschek deutlich.

Von der Landespolitik wünschen sich die baden-württembergischen Unternehmen zu 87 Prozent vor allem eine Förderung der Forschung zu IT-Sicherheit. 81 Prozent der Unternehmen erwarten, besser über IT-Sicherheitsthemen informiert zu werden. 78 Prozent würden Angebote und finanzielle Unterstützung von Weiterbildungsmaßnahmen begrüßen.

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EU-Kommission bringt EU-Blockchain-Beobachtungsstelle und -Forum auf den Weg

Die EU-Kommission hat mit Unterstützung des Europäischen Parlaments die Beobachtungsstelle und das Forum der EU für die Blockchain-Technologie auf den Weg gebracht.

EU-Kommission bringt EU-Blockchain-Beobachtungsstelle und -Forum auf den Weg

EU-Kommission, Pressemitteilung vom 01.02.2018

Die Kommission hat am 01.02.2018 mit Unterstützung des Europäischen Parlaments, vertreten durch den EP-Abgeordneten Jakob von Weizsäcker (der für den jüngsten Bericht über virtuelle Währungen verantwortlich zeichnet), die Beobachtungsstelle und das Forum der EU für die Blockchain-Technologie auf den Weg gebracht.

Ziel der Beobachtungsstelle und des Forums ist es, auf wichtige Entwicklungen der Blockchain-Technologie aufmerksam zu machen, europäische Akteure zu fördern und das europäische Zusammenwirken mit den verschiedenen an Blockchain-Aktivitäten beteiligten Interessenträgern zu verstärken.

Die Blockchain-Technologie, bei der Informationspakete überall im Netz verteilt gespeichert werden, gilt als wichtiger Durchbruch, da sie bei Online-Geschäften ein hohes Maß an Rückverfolgbarkeit und Transparenz gewährleistet. Sie wird sich auf digitale Dienstleistungen auswirken und die Geschäftsmodelle in einer Vielzahl von Bereichen verändern, so z. B. im Gesundheits-, Versicherungs- und Finanzwesen ebenso wie im Energiesektor, in der Logistik, bei den Rechten des geistigen Eigentums oder bei öffentlichen Dienstleistungen.

Hierzu erklärte Andrus Ansip, Vizepräsident und EU-Kommissar für den digitalen Binnenmarkt: „Technologien wie Blockchain können dabei helfen, Kosten zu sparen und gleichzeitig die Zuverlässigkeit, Rückverfolgbarkeit und Sicherheit zu verbessern. Sie bieten ein ungeheures Potenzial zur Erhöhung der Sicherheit bei sozialen und wirtschaftlichen Online-Transaktionen sowie zum Schutz vor Hacker-Angriffen, und sie machen Mittelsmänner überflüssig. Wir wollen die Vielzahl der Talente und die hervorragenden neuen Unternehmen in Europa mobilisieren, um eine Region zu werden, die bei der Entwicklung und bei Investitionen im Bereich der Blockchain-Technologie weltweit führend ist.“

Valdis Dombrovskis, Vizepräsident und EU-Kommissar für Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und die Kapitalmarktunion, ergänzte: „Blockchain ist eine der vielen Technologien, die die digitale Innovation voranbringen, und sie hat das Potenzial, Finanzdienstleistungen und Märkte wirklich grundlegend zu verändern. Die Beobachtungsstelle und das Forum für Blockchain-Technologie wird die Entwicklungen verfolgen und mit ihrer Zuarbeit unser politisches Handeln unterstützen.“

Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft, erklärte: „Ich halte Blockchain für eine grundlegende Neuerung und möchte, dass Europa bei der Weiterentwicklung dieser Technologie eine führende Rolle spielt. Wir müssen das richtige Umfeld hierfür schaffen, damit kein Flickenteppich unterschiedlicher Initiativen, sondern ein digitaler Binnenmarkt für Blockchain entsteht, sodass alle Bürger davon profitieren können. Die Schaffung der Beobachtungsstelle und des Forums der EU für die Blockchain-Technologie ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.“

Die Europäische Kommission fördert seit 2013 entsprechende Projekte über das Siebte EU-Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung sowie das Programm Horizont 2020. Bis 2020 wird sie Projekte zur Blockchain-Technologie mit bis zu 340 Mio. Euro unterstützen.

Anreize für Regierungen, die Europäische Wirtschaft und die Bürger, die Chancen der Blockchain-Technologie zu nutzen

Innovatoren und Unternehmer in Europa bieten schon heute Blockchain-gestützte Lösungen an. Wichtige Vertreter traditioneller Sektoren wie Banken, Versicherungen, Börsen, Unternehmen der Logistik und anderer Wirtschaftszweige nehmen an entsprechenden Pilotprojekten teil. Viele Mitgliedstaaten haben ebenfalls Initiativen angekündigt und arbeiten daran, die Nutzung der Blockchain-Technologie auszuweiten.

Die Europäische Kommission möchte auf vorhandenen Initiativen aufbauen und sicherstellen, dass sie grenzübergreifend eingesetzt werden können, Expertenwissen vertiefen und die Herausforderungen angehen, die sich aus der durch Blockchain ermöglichten Entwicklung (wie Wegfall der Mittlertätigkeit, Zuverlässigkeit, Sicherheit oder eingebaute Rückverfolgbarkeit) ergeben.

Die Beobachtungsstelle und das Forum der EU für die Blockchain-Technologie werden aktiv dazu beitragen, dass Europa die neuen Chancen dieser Technologie nutzen kann, dass Expertenwissen aufgebaut wird und dass eine führende Rolle in diesem Bereich übernommen werden kann. Ziel ist es, Informationen zu sammeln, Trends zu beobachten und zu analysieren, Herausforderungen anzugehen und das sozioökonomische Potenzial dieser neuen Technologie auszuloten. Außerdem soll eine grenzübergreifende Zusammenarbeit in Fragen der praktischen Anwendung ermöglicht werden, es soll ein offenes Forum entstehen, das die besten Experten Europas zusammenführt und in dem Blockchain-Techniker, Innovatoren, Bürger, Interessenträger aus der Wirtschaft, öffentliche Verwaltungen, Regulierer und Aufsichtsbehörden miteinander diskutieren und neue Ideen entwickeln, um in offener Weise voneinander zu lernen, sich einzubringen und Beiträge zu leisten.

Als Partner für die Öffentlichkeitsarbeit in Europa wurde im vergangenen Jahr im Wege einer Ausschreibung das weltweit tätige und nun auch in Europa etablierte Unternehmen ConsenSys ausgewählt. Als wichtiger Akteur in der Blockchain-Gemeinde wird ConsenSys großes Engagement für die Weiterentwicklung der Blockchain-Technologie, solides Fachwissen und Beziehungen zum weltweiten Blockchain-Netzwerk einbringen und mit einem unternehmerischen Ansatz verknüpfen, um in der EU und weltweit Kontakte zu Interessenträgern und Experten zu pflegen. Nach Unterzeichnung des Vertrags am 29. Januar 2018 wird das Unternehmen beim Betrieb der Beobachtungsstelle und des Forums eng mit der Kommission zusammenarbeiten.

Hintergrund

Die Europäischen Kommission möchte den Blockchain-Akteuren mehr Publizität verschaffen und auf bestehenden Initiativen aufbauen, Expertenwissen vertiefen und die Herausforderungen angehen, die sich aus den neuen, durch Blockchain ermöglichten Entwicklungen ergeben, so etwa durch Unterstützung der europäischen Wirtschaft, Verbesserung betrieblicher Abläufe oder Ermöglichung neuer Geschäftsmodelle. Die Beobachtungsstelle und das Forum für die Blockchain-Technologie wurden vom Europäischen Parlament als Pilotprojekt auf Vorschlag von Jakob von Weizsäcker (MdEP) auf den Weg gebracht, um die Arbeit der Kommission im Bereich der Finanztechnologie unterstützen.

Die Finanztechnologie ist ein Schwerpunktbereich der Europäischen Kommission, der künftig eine wichtige Rolle bei der Erreichung der Ziele des Binnenmarkts, der Banken- und der Kapitalmarktunion sowie bei den Finanzdienstleistungen für Privatkunden spielen kann und auch wird.

Da die Kommission die sektorübergreifende Veränderung der Branche erkannt hat, setzte sie im November 2016 eine Task Force zur Finanztechnologie ein, die auf dem Ziel der Kommission aufbaut, eine umfassende Strategie für die Finanztechnologie zu erarbeiten. Zurzeit arbeitet die Kommission an einem Aktionsplan zur Finanztechnologie, der im Frühjahr vorgestellt wird.

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Deutsche Unternehmen beim Einsatz neuer Technologien zurückhaltend

Die deutsche Wirtschaft muss sich lt. Bitkom anstrengen, um beim Einsatz neuer Technologien im internationalen Wettbewerb mithalten zu können. Vor allem beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz, 3D-Druck, Blockchain und Robotik sehen sich viele Unternehmen im Hintertreffen.

Deutsche Unternehmen beim Einsatz neuer Technologien zurückhaltend

Bitkom, Pressemitteilung vom 05.02.2018

  • Vor allem beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz, 3D-Druck, Blockchain und Robotik sehen sich viele Unternehmen im Hintertreffen
  • Hindernisse beim Einsatz sind Datenschutz, Sicherheitsanforderungen und Fachkräftemangel

Die deutsche Wirtschaft muss sich anstrengen, um beim Einsatz neuer Technologien im internationalen Wettbewerb mithalten zu können. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 505 Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. So sagen zwei Drittel (68 Prozent) der befragten Vorstände und Geschäftsführer, dass deutsche Unternehmen bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz nur zu den Nachzüglern gehören oder sogar weltweit abgeschlagen sind. Rund jeder Zweite meint, dies trifft auf 3D-Druck (48 Prozent), Blockchain (47 Prozent) und Robotik zu (45 Prozent), nur etwas weniger sind es bei den Themen Internet of Things (42 Prozent) und Virtual Reality (41 Prozent) sowie Big Data (37 Prozent) und Drohnen (31 Prozent). „Haben Unternehmen früher bei der Einführung neuer Technologien gezögert, so waren sie möglicherweise weniger effizient und haben teurer produziert als die Konkurrenz. Heute kann eine neue Technologie wie Künstliche Intelligenz oder Blockchain eine ganze Branche in Rekordzeit völlig umkrempeln“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Unternehmen sollen neue Technologien nicht als Selbstzweck einführen, aber sie sind gut beraten, sich mit ihren Möglichkeiten zu beschäftigen und die Chancen für das eigene Geschäftsmodell auszuloten – oder für völlig neue Geschäftsmodelle.“

Grundsätzlich sehen die Unternehmensmanager die deutsche Wirtschaft bei der Digitalisierung auf gutem Weg. So geben 36 Prozent an, die deutsche Wirtschaft befinde sich aktuell im internationalen Vergleich in der Spitzengruppe, weitere 2 Prozent positionieren sie sogar weltweit auf Rang 1. Praktisch niemand hält sie für abgeschlagen und nur 13 Prozent geben an, dass die deutsche Wirtschaft zu den digitalen Nachzüglern gehört, 44 Prozent sehen sie im Mittelfeld.

Nur eine Minderheit spricht den deutschen Unternehmen eine Führungs- oder Spitzenposition beim Technologieeinsatz zu. Am ehesten trifft dies noch auf Drohnen (26 Prozent) zu, danach folgen Internet of Things (24 Prozent), Blockchain (18 Prozent), Robotik (16 Prozent), Big Data (15 Prozent), Virtual Reality (13 Prozent) und 3D-Druck (12 Prozent). Schlusslicht bildet der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen (6 Prozent). Berg: „In vielen der neuen Technologien ist Deutschland stark in Forschung und Entwicklung, etwa bei Künstlicher Intelligenz oder Blockchain. Was uns noch zu selten gelingt ist, diese Technologien in den Unternehmen zum Praxiseinsatz zu bringen.“

Größte Hürden beim Einsatz von neuen Technologien im eigenen Unternehmen sind nach Ansicht der Unternehmen Anforderungen an den Datenschutz, die rund jeder zweite Befragte (45 Prozent) nennt. Dahinter folgen Anforderungen an die technische Sicherheit (39 Prozent) und der Mangel an Fachkräften (33 Prozent). Gut jedes vierte Unternehmen beklagt die langwierigen Entscheidungsprozesse (27 Prozent), rund jedes fünfte (18 Prozent) fehlende Zeit im Alltagsgeschäft für diese Fragen. 14 Prozent geben an, ihnen fehlen finanzielle Mittel für den Einsatz, 7 Prozent nennen die Unsicherheit über den wirtschaftlichen Nutzen als Hürde. „In Anbetracht der derzeit vollen Auftragsbücher ist nachvollziehbar, wenn Unternehmen sagen, dass sie keine Zeit für neue Technologien haben. Klug ist ein solcher Ansatz allerdings nicht“, so Berg. „Niemand, der auch morgen noch Geschäft machen will, kann es sich heute leisten, auf Zukunftstechnologien zu verzichten.“

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Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Dezember 2017

Wie das BMWi mitteilt, sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Dezember gegenüber dem Vormonat kräftig um 3,8 % gestiegen.

Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Dezember 2017

BMWi, Pressemitteilung vom 06.02.2018

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Dezember gegenüber dem Vormonat kräftig um 3,8 % gestiegen. Während die Neubestellungen bei Vorleistungs- und Investitionsgütern deutlich zulegten (+2,4 % bzw. +5,7 %), ging das Ordervolumen bei den Konsumgütern zurück (-5,1 %). Hinter dem Plus im Verarbeitenden Gewerbe stehen zu einem großen Teil Großaufträge. Ohne diese haben sich die Auftragseingänge im Dezember um 0,8 % erhöht.

Auch in der Tendenz sind die Auftragseingänge kräftig aufwärtsgerichtet. Im vierten Quartal ergab sich ein deutliches Plus von 4,2 %. Die positive Entwicklung lässt sich insbesondere bei den Investitionsgütern beobachten, aber auch die anderen Bereiche legten zu. Die deutlich stärkeren Nachfrageimpulse kamen weiterhin aus dem Ausland (+5,9 %), insbesondere aus dem Euroraum. Die Bestellungen aus dem Inland erhöhten sich im Schlussquartal nur moderat um 1,7 %.

Insgesamt haben sich die Auftragseingänge in der zweiten Jahreshälfte 2017 überaus dynamisch entwickelt. Im Dezember wurde – auch dank zahlreicher Großaufträge – ein neuer Rekordwert erreicht. Vor allem die rege Nachfrage aus dem Ausland sorgte für volle Auftragsbücher und gute Stimmung in den Unternehmen. Die deutsche Industrie dürfte stark in das Jahr 2018 starten.

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Kleine und mittlere Unternehmen starten euphorisch ins Jahr 2018

Der deutsche Mittelstand startet lt. KfW in allerbester Laune in das Jahr 2018: Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen erhöht sich im Januar um 0,3 Zähler auf 30,9 Saldenpunkte. Damit kommt es seinem Rekordstand aus dem vergangenen November (31,2 Saldenpunkte) wieder sehr nahe.

Kleine und mittlere Unternehmen starten euphorisch ins Jahr 2018

KfW, Pressemitteilung vom 01.02.2018

  • Mittelständisches Geschäftsklima im Januar nahe am Rekordwert
  • Neues Allzeithoch bei Lageurteilen, aber Erwartungen trüben sich ein
  • Stimmung der Großunternehmen kühlt sich ab

Der deutsche Mittelstand startet in allerbester Laune in das Jahr 2018: Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen erhöht sich im Januar um 0,3 Zähler auf 30,9 Saldenpunkte. Damit kommt es seinem Rekordstand aus dem vergangenen November (31,2 Saldenpunkte) wieder sehr nahe. Ausschlaggebend für die aktuelle Stimmungsverbesserung ist allein die Bewertung der aktuellen Geschäftslage: Die Mittelständler beurteilen diese zu Jahresbeginn so positiv wie nie seit Beginn der gesamtdeutschen Befragungen im Jahr 1991 (+2,4 Zähler auf 46,3 Saldenpunkte). Die Erwartungen an die künftigen Geschäfte fallen hingegen etwas zurück (-1,5 Zähler auf 16,0 Saldenpunkte). Gleichwohl geht noch immer eine deutliche Mehrheit der Firmen von einer weiteren Verbesserung der Geschäfte bis mindestens zum Sommer aus.

Den Großunternehmen zieht der Mittelstand Anfang des Jahres stimmungsmäßig ein wenig davon. Deren Geschäftsklima fällt um 1,7 Zähler, bleibt aber trotz des Rückgangs auf jetzt 29,1 Saldenpunkte nach wie vor sehr gut. Während die großem Firmen ihre aktuellen Geschäfte zu Beginn des neuen Jahres praktisch genauso gut bewerten wie zum Ende des alten (-0,2 Zähler auf 46,1 Saldenpunkte), revidieren sie ihre Erwartungen etwas deutlicher nach unten (-3,0 Zähler auf 12,9 Saldenpunkte). Abgesehen von der Verschlechterung bei den großen Einzelhändlern zum Ende der Weihnachtssaison sind es vor allem die international stark verflochtenen Wirtschaftsbereiche – der Großhandel und die Industrie -, die hinter der leichten Abkühlung bei den großen Unternehmen stehen. Insofern liegt die Vermutung nahe, dass die Exporteure vor allem die jüngsten Aufwertungstendenzen des Euro mit einer gewissen Skepsis sehen, schmälert ein teurerer Euro doch ihre Preisspielräume in Fremdwährung. Hierzu passt der relativ deutliche Rückgang der Absatzpreiserwartungen im Januar.

„Dem deutschen Mittelstand gelingt ein ausgezeichneter Start ins Jahr 2018″, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Die Konjunkturdynamik wird nicht nur über den Winter verlässlich hoch bleiben, auch die Aussichten für den weiteren Verlauf des neuen Jahres sind alles in allem sehr gut. Das Realwachstum dürfte 2018 ähnlich kräftig ausfallen wie im vergangenen Jahr.“ Für eine künftige Regierung könne der Rückenwind kaum günstiger sein, um Deutschland und – zusammen mit Frankreich und den anderen europäischen Partnern – auch die EU langfristig auf ein stabiles Fundamt zu stellen.

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Unternehmensnachfolge – Unternehmer und Politik sind gefordert

In ihrem Sondierungspapier haben Union und SPD verabredet, Strukturen zu schaffen, „die Neugründer und Nachfolger in der Start- und Übergangsphase unterstützen“. Der DIHK findet richtig, dass nicht nur das Gründen, sondern auch die Übernahme von Unternehmen unterstützt werden soll. Denn wenn die Bedingungen nicht deutlich verbessert würden, so warnt er, sei Deutschlands großer Standortvorteil in Gefahr: der von Familienunternehmen geprägte Mittelstand.

Unternehmensnachfolge – Unternehmer und Politik sind gefordert

DIHK, Pressemitteilung vom 01.02.2018

Union und SPD wollen „Strukturen schaffen, die Neugründer und Nachfolger in der Start- und Übergangsphase unterstützen“ – so steht es im Sondierungspapier der möglichen Koalitionäre. „Problem erkannt!“, kann man da nur sagen. Gut, dass nicht nur das Gründen, sondern auch die Übernahme von Unternehmen unterstützt werden soll. Hier hat Deutschland großes Potenzial: Nach Erfahrungen der Industrie- und Handelskammern (IHKs) begeben sich schon demografisch bedingt immer mehr Alt-Inhaber auf die Suche nach einem Nachfolger, während sich immer weniger Interessenten für eine Betriebsübernahme finden. Wenn hier nicht die Bedingungen deutlich verbessert werden, verkehrt sich Deutschlands großer Standortvorteil – nämlich der von Familienunternehmen geprägte Mittelstand – ins Gegenteil.

Demografie könnte zu existenziellem Problem werden

Immer mehr Unternehmer erreichen das Ruhestandsalter. Gleichzeitig dünnen die Jahrgänge der 25- bis 45-Jährigen aus, denen grundsätzlich die meisten unternehmerisch Interessierten angehören. Oft findet sich selbst bei guter wirtschaftlicher Lage kein Übernehmer, so die Erfahrungen der IHKs. 2016 haben insgesamt 6.654 Alt-Inhaber das Beratungsangebot ihrer IHK genutzt – ein Rekordwert. Knapp 3.000 davon finden keinen passenden Nachfolger – auch das ist ein Höchstwert. Schon seit 2014 verzeichnen die IHKs mehr suchende Alt-Eigentümer als Übernahmeinteressenten.

Noch nicht alle Mittelständler haben die Problematik erkannt, …

Im Mittelstand steigt das Bewusstsein dafür, sich rechtzeitig der Herausforderung zu stellen. Das zeigt sich bei einschlägigen Informationsveranstaltungen der IHKs, die erneut mehr als 20.000 Alt-Inhaber und Übernahmeinteressenten angelockt haben. Die Beratungen tragen Früchte: Erstmals haben über 30 Prozent der Senior-Chefs alle wichtigen Dokumente und Vollmachten griffbereit zusammengestellt. Allerdings bleibt noch viel Arbeit: Mit 68 Prozent ist der Anteil derjenigen ohne einen sogenannten „Notfallkoffer“ noch immer sehr hoch.

Auch in anderen Bereichen gibt es Schwierigkeiten: Gut einem Drittel der Alt-Inhaber fällt es schwer, „emotional loszulassen“. Auch deshalb raten die IHKs 41 Prozent der Senior-Unternehmer, mit einer realistischeren marktorientierten Kaufpreisvorstellung in die Verhandlungen mit dem möglichen Nachfolger zu gehen. Bei 42 Prozent wäre laut IHKs unterstützende Beratung schon zu einem viel früheren Zeitpunkt angebracht gewesen. Zu oft werden Modernisierungsinvestitionen auf die lange Bank geschoben, etwa beim Thema Digitalisierung. Das schmälert besonders in Industrie, Gastgewerbe und Handel die Attraktivität des Unternehmens.

… aber auch die Politik ist gefragt!

Einerseits preist die Politik den stabilen Mix unterschiedlichster Unternehmen in Deutschland, andererseits geschieht zu wenig, um diese Strukturen auch in der Zukunft zu sichern. Laut DIHK-Befragung ist der Anteil potenzieller Übernehmer, die wegen der Erbschaftsteuer Probleme sehen, deutlich gestiegen. Viele potenzielle Nachfolger erwarten durch die Reform höhere Belastungen. Verunsichernd wirkt zudem, dass in der Praxis viele Anwendungsfragen noch nicht beantwortet sind. Die nächste Bundesregierung sollte mit der noch ausstehenden Richtlinie für Klarheit sorgen. Die Finanzverwaltungen sind dann bei der Umsetzung gefordert, die Übernahmen mittelstandsfreundlich zu ermöglichen. Ohnehin ist Bürokratieabbau ein wichtiger Ansatzpunkt. Helfen würde etwa, die Aufbewahrungsfristen für Steuerunterlagen von zehn auf fünf Jahre zu verkürzen. Letztlich gilt: Je einfacher ein potenzieller Nachfolger einsteigen kann, desto eher lassen sich auch Kandidaten für die Übernahme finden.

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Arbeitsmarkt im Januar 2018

Im Dezember waren 44,62 Mio. Menschen erwerbstätig. Arbeitslos waren im Januar 2018 rund 2,57 Mio. Menschen – etwas mehr als im Vormonat, aber 207.000 weniger als im Jahr zuvor. Das berichtet die Bundesregierung unter Verweis auf Zahlen des Statistischen Bundesamts.

Arbeitsmarkt im Januar 2018

Mit Schwung ins neue Jahr

Bundesregierung, Pressemitteilung vom 31.01.2018

Im Dezember waren 44,62 Millionen Menschen erwerbstätig. Der erneute Anstieg beruht allein auf dem Zuwachs an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Arbeitslos waren im Januar 2018 rund 2,57 Millionen Menschen – etwas mehr als im Vormonat, aber 207.000 weniger als im Jahr zuvor.

Um 67.000 Menschen ist die saisonbereinigte Zahl der Erwerbstätigen im Dezember gegenüber November gestiegen (+0,2 Prozent). 44,62 Millionen Menschen waren erwerbstätig, vermeldet das Statistische Bundesamt. Das sind 647.000 mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr (+1,5 Prozent). Die gestiegene Erwerbstätigkeit beruht allein auf mehr sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung.

Bundesweit mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

Nach der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im November 32,82 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 756.000 mehr als ein Jahr zuvor. Gewachsen ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in allen Bundesländern; am stärksten in Berlin (+4,3 Prozent). Den geringsten Zuwachs gab es in Thüringen (+0,9 Prozent).

Betrachtet man die Branchen, so gab es ein kräftiges Plus bei den Qualifizierten Unternehmensdienstleistungen (+4,6 Prozent) und in den Bereichen Pflege und Soziales (+3,5 Prozent). Nur bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen nahm die Beschäftigtenzahl ab. Der Trend der Vormonate setzt sich damit weiter fort.

Arbeitslosigkeit steigt durch Winterpause leicht

Arbeitskräfte sind weiterhin gefragt: Im Januar waren 736.000 freie Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 89.000 mehr als vor einem Jahr. Gesucht wird vor allem in einzelnen technischen Berufen, bei Bau- sowie Gesundheits- und Pflegeberufen. Insgesamt bewegt sich die Nachfrage auf konstant hohem Niveau.

Die Arbeitslosigkeit ist im Zuge der Winterpause von Dezember auf Januar um 185.000 auf 2,57 Millionen gestiegen (+8 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag im Januar 2018 bei 5,8 Prozent (+0,5 Prozentpunkte). Das ist für den Jahresbeginn typisch, fällt aber schwächer als üblich aus. Bleiben jahreszeitliche Einflüsse unberücksichtigt, waren im Januar 207.000 Menschen oder sieben Prozent weniger arbeitslos registriert als im Januar des Vorjahres.

Die geschäftsführende Bundesarbeitsministerin Katarina Barley sagte zu den aktuellen Zahlen: „Wir bleiben auf Rekordniveau.“ Die Vorzeichen für die Zukunft seien weiter ausgezeichnet.

Die gute Entwicklung zeigt sich auch in den Geldleistungen. Immer weniger Menschen sind auf die finanzielle Sicherung durch Arbeitsagenturen und Jobcenter angewiesen. Arbeitslosengeld bekamen im Januar 823.000 Menschen. Das sind 67.000 weniger als im Jahr zuvor. Arbeitslosengeld II bezogen rund 5 Millionen Menschen. Damit brauchten fast 100.000 Menschen weniger die Leistungen der Grundsicherung als im Jahr zuvor.

Immer mehr Flüchtlinge finden in Arbeit

Im Vorjahresvergleich sind mehr Menschen aus den aktuellen Zuwanderungsländern – dazu gehören die ost- und südeuropäischen Staaten sowie die nichteuropäischen Asylherkunftsländer – sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im November 2017 waren es 298.000 oder 14 Prozent mehr als noch 2016. Die Arbeitslosigkeit von Staatsangehörigen dieser Länder hat um 6.000 (-1 Prozent) abgenommen.

Aus den wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländern – dazu zählen Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien – waren im Januar 6.000 Menschen oder drei Prozent mehr arbeitslos als im Vorjahr. Ihre Zahl stieg auf insgesamt 195.000.

Der starke Einsatz von Integrations- und Förderkursen hat den Zuwachs der Arbeitslosigkeit in Grenzen gehalten. Zugleich finden immer mehr Flüchtlinge einen sozialversicherungspflichtigen Job: im November waren 80.000 mehr beschäftigt als im Jahr zuvor (+62 Prozent).

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Expertengruppe der EU-Kommission legt Fahrplan für eine grünere Wirtschaft vor

Die EU-Kommission wird auf der Grundlage des Abschlussberichts für eine nachhaltige Finanzwirtschaft mit strategischen Empfehlungen für ein Finanzsystem zur Unterstützung nachhaltiger Investitionen in den kommenden Wochen ihre Strategie für eine nachhaltige Finanzwirtschaft vorlegen.

Expertengruppe der EU-Kommission legt Fahrplan für eine grünere Wirtschaft vor

EU-Kommission, Pressemitteilung vom 31.01.2018

Die Europäische Kommission begrüßt den am 31.01.2018 vorgelegten Abschlussbericht ihrer hochrangigen Expertengruppe für eine nachhaltige Finanzwirtschaft, die strategische Empfehlungen für ein Finanzsystem zur Unterstützung nachhaltiger Investitionen abgibt. Die Kommission wird nun auf der Grundlage dieser Empfehlungen in den kommenden Wochen ihre Strategie für eine nachhaltige Finanzwirtschaft vorlegen.

Der Abschlussbericht der hochrangigen Expertengruppe zeigt die Herausforderungen und Chancen auf, vor denen die EU bei der Entwicklung einer nachhaltigen Finanzpolitik steht. Sie zeigt Wege auf, wie der Finanzsektor wieder mit der Realwirtschaft in Verbindung gebracht werden kann, um den Übergang zu einer ressourceneffizienteren Kreislaufwirtschaft zu unterstützen. Die Gruppe argumentiert, dass eine Neuausrichtung der Investitionsströme in langfristige, nachhaltige Projekte auch die Stabilität des Finanzsystems verbessern wird.

Die Expertengruppe schlägt unter anderem vor:

  • ein Klassifizierungssystem („Taxonomie“), um Marktklarheit darüber zu schaffen, was „nachhaltig“ ist und was nicht
  • Klärung der Pflichten der Anleger für ein nachhaltigeres Finanzsystem
  • Verbesserte Offenlegung von Finanzdienstleistern darüber, wie Nachhaltigkeit in ihre Entscheidungsfindung einbezogen wird
  • ein EU-weites Label für grüne Investmentfonds
  • eine europäische Norm für grüne Anleihen
  • die Nachhaltigkeit in die Mandate der Europäischen Finanzaufsichtsbehörden (ESA) aufzunehmen.

Der Bericht der Gruppe wird die Grundlage für den umfassenden Aktionsplan der Kommission zur nachhaltigen Finanzierung bilden, den sie in den kommenden Wochen vorlegen wird. Sowohl die Ergebnisse des Berichts als auch der Aktionsplan der Kommission werden auf einer hochrangigen Konferenz am 22. März 2018 in Brüssel erörtert.

Am 22. Februar 2018 finden dazu auch eine hochrangige Konferenz mit Vizepräsident Dombrovskis im Europäischen Haus Berlin statt.

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Wirtschaft weiter in guter Verfassung

Die Bundesregierung erwartet laut ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2018 für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent. Begünstigend für die deutsche Wirtschaft wirkt das wieder freundlichere weltwirtschaftliche Umfeld. Dies hat zur Belebung des Außenhandels und der Investitionen beigetragen.

Wirtschaft weiter in guter Verfassung

Bundesregierung, Pressemitteilung vom 31.01.2018

Die Bundesregierung erwartet für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent. Ein positives Umfeld, Außenhandel und Investitionstätigkeit tragen zum Aufschwung bei. Das geht aus dem Jahreswirtschaftsbericht 2018 hervor, den das Bundeskabinett beschlossen hat.

Begünstigt durch ein gutes weltwirtschaftliches Umfeld wächst die deutsche Wirtschaft auch in diesem Jahr. Die Bundesregierung geht von einem Wachstum von 2,4 Prozent aus. Außenhandel und Investitionstätigkeit tragen zum anhaltenden Aufschwung bei. Das geht aus dem Jahreswirtschaftsbericht 2018 hervor, den das Bundeskabinett unter dem Titel „Wirtschaftlich gestärkt in die Zukunft“ beschlossen hat.

Beschäftigung auf Höchststand

Die gute gesamtwirtschaftliche Lage zeigt sich insbesondere am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote hat im Jahr 2017 mit 5,7 Prozent den niedrigsten Stand seit mehr als 25 Jahren erreicht. Die Zahl der Erwerbstätigen lag 2017 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes bei rund 44,3 Millionen und damit auf einem neuen Höchststand. Für das laufende Jahr erwartet die Bundesregierung eine Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent.

Öffentliche Haushalte und soziale Teilhabe

Die öffentlichen Finanzen haben sich stetig verbessert. Gleichzeitig konnten bei soliden Staatsfinanzen die öffentlichen Investitionen deutlich gesteigert werden. Der Bund investiert mehr in Infrastruktur, Bildung und Forschung. Außerdem hat er die Rahmenbedingungen für private Investitionen verbessert.

Die Bundesregierung hat die gute wirtschaftliche Situation für Maßnahmen der sozialen Teilhabe genutzt: Sie hat die Chancen der Langzeitarbeitslosen verbessert, für eine schnellere und nachhaltige Integration der länger in Deutschland bleibenden Geflüchteten gesorgt sowie Strategien zur Fachkräftesicherung und Unterstützung bei der Digitalisierung vor allem für kleine und mittlere Unternehmen entworfen.

Globalisierung und Klimaschutz

Die Globalisierung birgt neben großen Chancen aber auch Herausforderungen und Risiken. Die Bundesregierung tritt protektionistischem Druck erfolgreich entgegen. Sie hat sich – nicht zuletzt im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft – für die Offenheit der Märkte national, in Europa und in Drittländern sowie für ein regelbasiertes internationales Handelssystem eingesetzt. Deutschland ist aufs engste mit seinen Nachbarn verflochten. Die deutsche Wirtschaft gedeiht nur, wenn Europa erfolgreich ist, sich weiterentwickelt und, wo erforderlich, erneuert.

Der Klimawandel und seine Folgen stellen eine Herausforderung für fortgesetztes Wirtschaftswachstum und steigenden Wohlstand dar. Die Bundesregierung hat die Klimaverträglichkeit ihrer Maßnahmen sowie die Besonderheiten der deutschen Wirtschaft im Blick. Der Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung gibt hierfür im Einklang mit dem Klimaschutzabkommen von Paris eine Orientierung.

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