Die meisten Unternehmen lassen Startups links liegen

Ob beim Thema Finanzen, in der Energiebranche, im Gesundheitswesen oder im Handel: Startups sind heute in allen Branchen aktiv. Sie sind innovativ, schnell, agil und frech – doch die große Mehrheit der Unternehmen lässt sie lt. Bitkom links liegen. Rund zwei Drittel (65 Prozent) der Vorstände und Geschäftsführer von Unternehmen ab 20 Mitarbeiter geben an, dass sie mit Startups nicht zusammenarbeiten.

Die meisten Unternehmen lassen Startups links liegen

Bitkom, Pressemitteilung vom 31.01.2018

  • 65 Prozent arbeiten gar nicht mit Startups zusammen
  • Wichtigster Grund: Unternehmen fehlt der Kontakt zu Gründern
  • Nur 14 Prozent entwickeln gemeinsam mit Startups neue Produkte

Ob beim Thema Finanzen, in der Energiebranche, im Gesundheitswesen oder im Handel: Startups sind heute in allen Branchen aktiv. Sie sind innovativ, schnell, agil und frech – doch die große Mehrheit der Unternehmen lässt sie links liegen. Rund zwei Drittel (65 Prozent) der Vorstände und Geschäftsführer von Unternehmen ab 20 Mitarbeiter geben an, dass sie mit Startups nicht zusammenarbeiten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 505 Unternehmen aus allen Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. 8 Prozent sagen, dass sie sich finanziell an Startups beteiligt haben, 28 Prozent arbeiten mit ihnen auf andere Art zusammen, etwa bei Gründerwettbewerben. Aber nur 14 Prozent entwickeln gemeinsam mit Startups neue Produkte oder Dienstleistungen. „Sowohl etablierte Unternehmen als auch Startups verspielen riesige Chancen, wenn sie nicht häufiger und enger zusammenarbeiten“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Mittelständler ebenso wie Konzerne haben auf diese Weise die Chance, digitale Innovationen ins Unternehmen zu holen, und Startups können so leichter auf dem Markt Fuß fassen und erste Kunden gewinnen.“

Unternehmen, die nicht mit Startups zusammenarbeiten, haben meist schlicht keinen Kontakt zu Gründern. Das gilt für 77 Prozent aller Unternehmen. Rund jedes Zweite (56 Prozent) sagt, man sehe in der Kooperation keinen Mehrwert, ebenso viele haben kein konkretes Projekt im Blick. 4 von 10 Unternehmen (39 Prozent) haben keine Zeit für Startup-Kooperationen, jedem vierten (27 Prozent) fehlt das Geld. „Es gibt keinen Grund, nicht zumindest das Gespräch mit Startups zu suchen“, so Berg. „Eine Vielzahl von Initiativen ermöglicht vor Ort einen Austausch zwischen etablierten Unternehmen und Gründern. Und auch die bundesweite Digital Hub Initiative bringt Unternehmen und Startups aus den Leitbranchen zusammen und schafft Orte, um gemeinsam an ganz konkreten Projekten zu arbeiten.“

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Deutsche Konjunktur im Höhenflug

Der Höhenflug der deutschen Wirtschaft geht weiter: Zum Jahresauftakt ist das Konjunkturbarometer des DIW Berlin auf den höchsten Stand seit sieben Jahren geklettert. Der Indexstand für das erste Quartal beträgt nun 118 Punkte – das sind knapp vier Punkte mehr als im Schlussquartal 2017.

Deutsche Konjunktur im Höhenflug

DIW Berlin, Pressemitteilung vom 31.01.2018

Der Höhenflug der deutschen Wirtschaft geht weiter: Zum Jahresauftakt ist das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf den höchsten Stand seit sieben Jahren geklettert. Der Indexstand für das erste Quartal beträgt nun 118 Punkte – das sind knapp vier Punkte mehr als im Schlussquartal 2017. Damit liegt das Konjunkturbarometer weit über der 100-Punkte-Marke, bei der ein Wachstum von 0,3 Prozent, das dem langjährigen Durchschnitt entspricht, zu erwarten wäre. Dementsprechend dürfte die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr deutlich kräftiger zulegen – nach 0,6 Prozent im vierten Quartal 2017 um voraussichtlich 0,7 Prozent im ersten Quartal 2018, jeweils im Vergleich zum vorangegangenen Vierteljahr.Angesichts hoher Auftragsbestände und reger Nachfrage aus dem In- und Ausland schätzen die Industrieunternehmen ihre Lage derzeit so rosig ein wie nie zuvor, sind aber mit Blick auf die künftige Entwicklung etwas zurückhaltender. Ähnlich sieht es bei den Dienstleistern aus. „Die Konjunktur läuft derzeit auf vollen Touren“, so DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner, „die Zuwächse dürften aber künftig nicht so hoch ausfallen wie derzeit – die Luft wird dünner.“

Die deutsche Wirtschaft profitiert von einem kräftigen weltweiten Aufschwung, der mittlerweile auch den Euroraum erfasst hat. Dennoch dürfte es in diesem Tempo nicht weitergehen: So ist zuletzt der Wechselkurs des Euro gegenüber dem Dollar gestiegen, was Exporte aus der Währungsunion verteuert. Zudem wird die chinesische Wirtschaft, die sich bislang erfreulich robust gezeigt hat, aufgrund des Strukturwandels hin zu mehr Konsumausgaben an Fahrt verlieren. Ein Anzeichen dafür, dass sich dies wohl auch auf die deutsche Wirtschaft auswirken wird, sind die rückläufigen Exporterwartungen. „Mit nachlassenden Impulsen von der Auslandsnachfrage wird auch der Beschäftigungsaufbau hierzulande etwas schwächer ausfallen als in den vergangenen Jahren und auch zu etwas moderateren Zuwächsen beim Konsum führen“, sagt Simon Junker, DIW-Experte für die Konjunktur in Deutschland.

Das nächste DIW Konjunkturbarometer erscheint am 28. Februar 2018.

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Verbraucherpreise im Januar 2018 voraussichtlich um 1,6 % höher als im Januar 2017

Die Inflationsrate in Deutschland wird im Januar 2018 voraussichtlich 1,6 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen mitteilt, sinken die Verbraucherpreise gegenüber Dezember 2017 voraussichtlich um 0,7 %.

Verbraucherpreise im Januar 2018 voraussichtlich um 1,6 % höher als im Januar 2017

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 30.01.2018

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen am Verbraucherpreisindex – wird im Januar 2018 voraussichtlich 1,6 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, sinken die Verbraucherpreise gegenüber Dezember 2017 voraussichtlich um 0,7 %.

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland hat sich im Januar 2018 im Vorjahresvergleich voraussichtlich um 1,4 % erhöht, gegenüber Dezember 2017 sinkt er voraussichtlich um 1,0 %.

Die endgültigen Ergebnisse für Januar 2018 werden am 14. Februar 2018 veröffentlicht.

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Frauen in Führungspositionen in den obersten Bundesbehörden

Laut BMFSFJ fehlen in den obersten Bundesbehörden Frauen in Führungspositionen, auch wenn die Zahl weiblicher Führungskräfte wachse, wie der Gleichstellungsindex 2017 zeige.

Frauen in Führungspositionen in den obersten Bundesbehörden

BMFSFJ, Pressemitteilung vom 29.01.2018

In den obersten Bundesbehörden fehlen Frauen in Führungspositionen, auch wenn die Zahl weiblicher Führungskräfte wächst – wie der Gleichstellungsindex 2017 zeigt. Der Gleichstellungsindex misst jährlich die Geschlechteranteile von Führungspositionen in den Bundesbehörden und wird vom Statistischen Bundesamt im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend veröffentlicht.

Bundesfrauenministerin Dr. Katarina Barley betont: „Wir haben viele engagierte und gute Frauen, das muss sich auch noch mehr in den Spitzenpositionen widerspiegeln. Dem öffentlichen Dienst kommt für die Gleichstellung von Frauen und Männern eine Vorbildfunktion zu. Das gilt für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Leitungsfunktionen ebenso wie für die Übernahme von Führungsaufgaben in Teilzeit.“

Mittlerweile sind 35,3 Prozent Frauen in Leitungsfunktionen – gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 1,3 Prozentpunkte. In 19 von insgesamt 24 Behörden hat sich der Frauenanteil im vergangenen Jahr erhöht. Bei den beruflichen Aufstiegen kletterte der Frauenanteil sogar um 4 Prozentpunkte auf 58 Prozent.

„Von Jahr zu Jahr steigt die Zahl der Frauen in Führungsverantwortung. Der Bund geht in Sachen Gleichstellung mit gutem Beispiel voran“, betont Bundesfrauenministerin Dr. Katarina Barley, „doch können wir auch hier noch besser werden.“

Seit 2015 ist der Anteil an Frauen in Führungsverantwortung in den obersten Bundesbehörden um 2,7 Prozentpunkte gestiegen.

Der Gleichstellungsindex wird im Auftrag des BMFSFJ erstellt und ist Teil des Gesetzespaketes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst.

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Unternehmen suchen immer mehr Personal

Die deutschen Unternehmen suchen immer mehr Personal. Das ifo Beschäftigungsbarometer stieg im Januar auf den neuen Rekord von 113,8 Punkten, nach 113,6 Punkten im Dezember. Die Hausse auf dem deutschen Arbeitsmarkt geht weiter.

Unternehmen suchen immer mehr Personal

ifo Institut, Pressemitteilung vom 29.01.2018

Die deutschen Unternehmen suchen immer mehr Personal. Das ifo Beschäftigungsbarometer stieg im Januar auf den neuen Rekord von 113,8 Punkten, nach 113,6 Punkten im Dezember. Die Hausse auf dem deutschen Arbeitsmarkt geht weiter.

Im Handel, im Baugewerbe und im Dienstleistungssektor wollen die Unternehmer die Suche nach neuen Mitarbeitern weiter intensivieren. In allen drei Branchen erreicht das Barometer einen neuen Rekordwert. Insbesondere Zeitarbeitsfirmen wollen ihren Mitarbeiterstamm vergrößern. Nach zuletzt sieben Anstiegen in Folge gab das Barometer in der Industrie jedoch deutlich nach. Die Einstellungsbereitschaft bleibt jedoch expansiv ausgerichtet, nur wird Beschäftigung nun langsamer wachsen als zuvor.

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Exporterwartungen gesunken

Die sehr gute Stimmung bei den deutschen Exporteuren normalisiert sich zum Jahresstart. Die ifo Exporterwartungen sind im Januar auf 16,6 Saldenpunkte gesunken, von 19,7 Saldenpunkten im Dezember. Nach dem sehr guten letzten Halbjahr 2017 bei den Exporten erwarten die Unternehmen zunächst etwas weniger starke Zuwächse.

Exporterwartungen gesunken

ifo Institut, Pressemitteilung vom 29.01.2018

Die sehr gute Stimmung bei den deutschen Exporteuren normalisiert sich zum Jahresstart. Die ifo Exporterwartungen sind im Januar auf 16,6 Saldenpunkte gesunken, von 19,7 Saldenpunkten im Dezember. Nach dem sehr guten letzten Halbjahr 2017 bei den Exporten erwarten die Unternehmen zunächst etwas weniger starke Zuwächse.

In nahezu allen wichtigen Industriebranchen gingen die Exporterwartungen zurück. Teilweise jedoch von einem sehr hohen Niveau. So rechnet eine Mehrzahl der Unternehmen weiterhin mit Exportzuwächsen, jedoch weniger als im Dezember. Eine positive Ausnahme sind die Automobilhersteller, die mit einer Belebung ihres Auslandsgeschäfts rechnen. Gleiches gilt für die Unternehmen aus der Branche der Nahrungs- und Genussmittel. Einen merklichen Dämpfer hat die Metallbranche erlebt. In der Textilwirtschaft wird nun mit keinem Zuwachs bei den Exporten mehr gerechnet.

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Importpreise im Jahresdurchschnitt 2017 um 3,8 % höher als 2016

Die Einfuhrpreise waren im Jahresdurchschnitt 2017 um 3,8 % höher als im Vorjahr (2016: -3,1 % gegenüber 2015). Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, war dies der stärkste Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr seit 2011 (+6,4 % gegenüber 2010).

Importpreise im Jahresdurchschnitt 2017 um 3,8 % höher als 2016

Importpreise Dezember 2017: +1,1 % gegenüber Dezember 2016

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 29.01.2018

Die Einfuhrpreise waren im Jahresdurchschnitt 2017 um 3,8 % höher als im Vorjahr (2016: -3,1 % gegenüber 2015). Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, war dies der stärkste Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr seit 2011 (+6,4 % gegenüber 2010).

Besonders die Preisentwicklung bei importierten Vorleistungsgütern (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) beeinflusste mit einem Plus von 5,1 % gegenüber 2016 die Jahresveränderungsrate der Einfuhrpreise. Die Einfuhrpreise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen lagen um 20,8 % über dem Niveau von 2016. Für Nicht-Eisen-Metalle und Halbzeug daraus wurde im Jahresdurchschnitt 11,6 % mehr bezahlt als ein Jahr zuvor. Chemische Grundstoffe (+7,7 %) waren ebenfalls teurer, während sich elektronische Bauelemente (-1,6 %) verbilligten.

Auch die Preisveränderungen bei Energieträgern (+18,9 % gegenüber 2016) hatten einen wesentlichen Einfluss auf die Jahresveränderungsrate der Einfuhrpreise. Steinkohle verteuerte sich um 39,0 %, Rohöl um 22,8 %. Die Preise für Mineralölerzeugnisse lagen im Durchschnitt um 20,3 % über dem Niveau von 2016, importiertes Erdgas war um 9,3 % teurer. Der Einfuhrpreisindex ohne Energie lag im Jahresdurchschnitt 2017 um 2,2 % über dem Stand des Vorjahres. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, waren die Einfuhrpreise um 2,7 % höher als 2016.

Bei den Verbrauchsgütern mit einem Preisanstieg von 1,6 % gegenüber 2016 waren vor allem Milch und Milcherzeugnisse (+15,7 %) sowie Schweinefleisch (+10,3 %) teurer, während sich unter anderem verarbeiteter Kakao (-20,0 %) verbilligte.

Die Preise für importierte landwirtschaftliche Güter stiegen gegenüber 2016 um 1,0 %. Insbesondere lebende Tiere und Erzeugnisse tierischen Ursprungs (+12,1 %) waren 2017 teurer als vor einem Jahr. Das lag unter anderem an den beträchtlich gestiegenen Preisen für lebende Schweine (+16,1 %) und für Eier (+15,2 %). Rohkakao (-30,5 %), Haselnüsse (-11,4 %) und Mandeln (-9,8 %) waren dagegen billiger.

Die Preise für importierte Gebrauchsgüter lagen durchschnittlich um 0,5 % unter denen des Jahres 2016.

Bei den Investitionsgütern mit einem Preisrückgang gegenüber 2016 von durchschnittlich 0,4 % waren unter anderem Datenverarbeitungsgeräte (-3,6 %) günstiger als vor einem Jahr.

Die Ausfuhrpreise lagen im Jahresdurchschnitt 2017 um 1,8 % über denen des Vorjahres (2016: -0,9 %). Dies war der größte Preisanstieg seit 2011 (+3,3 % gegenüber 2010). Auch bei den Ausfuhrpreisen beeinflusste der Preisanstieg der Vorleistungsgüter (+2,9 %) maßgeblich die Jahresveränderungsrate. Der Preisanstieg exportierter Energieprodukte (+13,2 %) wirkte sich wegen des geringeren Wägungsanteils am Ausfuhrpreisindex vergleichsweise moderat aus.

Veränderungen im Dezember 2017

Im Dezember 2017 lagen die Einfuhrpreise um 1,1 % über denen von Dezember 2016. Dies war der niedrigste Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit November 2016 (+0,3 % gegenüber November 2015). Im November 2017 hatte die Jahresveränderungsrate +2,7 % betragen, im Oktober 2016 hatte sie bei +2,6 % gelegen. Gegenüber November 2017 stiegen die Importpreise im Dezember 2017 um 0,3 %.

Auch im Dezember 2017 hatte die Entwicklung der Vorleistungsgüter (+2,6 %) den größten Einfluss auf die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat. Gegenüber dem Vormonat fielen die Preise geringfügig um 0,1 %. Insbesondere importiertes Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen sowie Nicht-Eisen-Metalle und Halbzeug daraus verteuerten sich gegenüber Dezember 2016, ausgenommen Nickel, das billiger war als im Vorjahresmonat. Die Preise für elektronische Bauelemente (-6,4 %) und Eisenerze (-4,5 %) lagen dagegen unter denen des Vorjahresmonats.

Importierte Energieträger waren im Dezember 2017 um 7,9 % teurer als im Dezember 2016 (+2,4 % gegenüber November 2017). Während sich Rohöl, Erdgas und Mineralölerzeugnisse verteuerten, sanken die Preise für Steinkohle und elektrischen Strom.

Der Einfuhrpreisindex ohne Energie war im Dezember 2017 um 0,3 % höher als im Dezember 2016 (unverändert im Vergleich zu November 2017). Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Einfuhrpreisindex im Dezember 2017 um 0,4 % über dem Stand des Vorjahres (+0,1 % gegenüber November 2017).

Eingeführte Gebrauchsgüter (-2,1 %) und Verbrauchsgüter (-0,7 %) verbilligten sich gegenüber Dezember 2016. Investitionsgüter (-1,2 %) waren im Vorjahresvergleich ebenfalls günstiger.

Die Preise für importierte landwirtschaftliche Güter lagen um 5,7 % unter denen von Dezember 2016.

Der Index der Ausfuhrpreise lag im Dezember 2017 um 1,0 % über dem Stand von Dezember 2016. Im November 2017 hatte die Veränderung zum Vorjahr +1,2 % betragen, im Oktober 2016 waren es +1,5 % gewesen. Gegenüber dem Vormonat November 2017 stieg der Ausfuhrpreisindex im Dezember 2017 geringfügig um 0,1 %.

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Unternehmen fehlen Fachkräfte für Datenschutz

Neue Datenschutzregelungen stellen Unternehmen in diesem Jahr lt. Bitkom vor große Herausforderungen. Für die Umsetzung fehlt vielen von ihnen häufig ausreichend qualifiziertes Personal. Mehr als jedes zweite Unternehmen (56 Prozent) in Deutschland hat weniger als eine Vollzeitstelle für Mitarbeiter eingeplant, die sich hauptsächlich mit Datenschutzthemen befassen.

Unternehmen fehlen Fachkräfte für Datenschutz

Bitkom, Pressemitteilung vom 26.01.2018

  • Mehr als jedes zweite Unternehmen hat weniger als eine Vollzeitstelle verfügbar
  • Entscheidendes Jahr für Datenschutz in Europa
  • Am 28. Januar 2018 ist europäischer Datenschutztag

Neue Datenschutzregelungen stellen Unternehmen in diesem Jahr vor große Herausforderungen. Für die Umsetzung fehlt vielen von ihnen häufig ausreichend qualifiziertes Personal. Mehr als jedes zweite Unternehmen (56 Prozent) in Deutschland hat weniger als eine Vollzeitstelle für Mitarbeiter eingeplant, die sich hauptsächlich mit Datenschutzthemen befassen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Unternehmensbefragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Mit der ab 25. Mai 2018 gültigen Datenschutz-Grundverordnung ergeben sich viele neue Pflichten für Unternehmen. „Der Arbeitsaufwand bei der Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung ist enorm, gleichzeitig suchen Unternehmen händeringend nach passenden Fachkräften“, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsführung für Recht und Sicherheit. In genau eine Vollzeitstelle für Datenschutzangelegenheiten investiert gut jedes vierte Unternehmen (27 Prozent). 14 Prozent der Unternehmen haben mehr als eine Vollzeitstelle für Mitarbeiter vorgesehen, die sich hauptsächlich mit Datenschutz beschäftigen.

Ab 25. Mai 2018 gilt in der EU die Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO). Nach zweijähriger Umsetzungsfrist müssen dann alle Unternehmen die neuen Regeln beachten. Im Mittelpunkt steht dabei für viele Unternehmen, ein Verarbeitungsverzeichnis für Personendaten zu erstellen. Außerdem müssen sie Prozesse in der Produktentwicklung anpassen, um dem neuen Grundsatz des Privacy by Design gerecht zu werden. Darüber hinaus müssen sie zusätzliche Informationspflichten gegenüber Kunden berücksichtigen.

Voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2018 entscheidet die EU über die sog. E-Privacy-Verordnung. Ziel der E-Privacy-Verordnung ist es zum einen, die Vertraulichkeit der Kommunikation zu schützen. Zum anderen formuliert die E-Privacy-Verordnung zusätzliche Datenschutzvorschriften, die besonders im Bereich der Verarbeitungs- und Speicherfunktion in Endgeräten wie PCs, Tablets oder Smartphones über die Datenschutz-Grundverordnung hinausgehen. Bitkom kritisiert den aktuellen Gesetzentwurf der EU-Kommission zur E-Privacy-Verordnung. „Künftige Innovationen werden durch die E-Privacy-Verordnung bedroht“, sagt Dehmel. So werde die bereits gefundene Balance zwischen dem Schutz der Privatsphäre einerseits und neuen Technologien andererseits wieder zerschlagen. „Was die Datenschutzgrundverordnung erlaubt, darf die E-Privacy-Verordnung nicht wieder zurückdrehen.“ Bisher stellt die E-Privacy-Verordnung in mehreren Bereichen eine nach DS-GVO erlaubte Datenverarbeitung entweder unter den Vorbehalt einer strengeren Form der Einwilligung oder untersagt sie vollständig. Zudem würden durch den Kommissionsentwurf auch Vorgänge erfasst werden, die keine Verarbeitung von personenbezogenen Daten vorsehen.

Für den Einstieg in die EU-DSGVO hat Bitkom „Fragen und Antworten“ (FAQ) veröffentlicht, die einen ersten Überblick über die Veränderungen zur heutigen Rechtslage geben. Außerdem hat Bitkom vier Praxisleitfäden erstellt, wie verschiedene Verpflichtungen aus der Verordnung im Unternehmen umgesetzt werden können: „Datenübermittlung in Drittstaaten“, „Verarbeitungsverzeichnis“, „Risk Assessment und Datenschutzfolgenschutzabschätzung“ sowie die „Mustervertragsanlage zur Auftragsverarbeitung“.

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Mehrheit hat noch nie etwas von digitalen Plattformen gehört

Digitale Plattformen erwirtschaften Milliarden-Umsätze und haben in den vergangenen Jahren ganze Branchen wie die Hotelbranche, den Handel oder auch die Musik- und Filmindustrie grundlegend verändert. Doch deutsche Unternehmen tun sich lt. Bitkom mit dieser Entwicklung weiterhin schwer. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Geschäftsführer und Vorstände von Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten geben an, dass sie von Plattform-Ökonomie, Plattform-Märkten oder digitalen Plattformen noch nie gehört haben.

Mehrheit hat noch nie etwas von digitalen Plattformen gehört

Bitkom, Pressemitteilung vom 24.01.2018

  • 54 Prozent der Unternehmen kennen den Begriff „Plattform-Ökonomie“ nicht
  • Jeder Dritte, der damit etwas anfangen kann, hält Plattformen für sein Unternehmen nicht für relevant

Digitale Plattformen erwirtschaften Milliarden-Umsätze und haben in den vergangenen Jahren ganze Branchen wie die Hotelbranche, den Handel oder auch die Musik- und Filmindustrie grundlegend verändert. Doch deutsche Unternehmen tun sich mit dieser Entwicklung weiterhin schwer. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Geschäftsführer und Vorstände von Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten geben an, dass sie von Plattform-Ökonomie, Plattform-Märkten oder digitalen Plattformen noch nie gehört haben. Nur 4 von 10 Befragten (43 Prozent) sagen, dass sie die Begriffe kennen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 505 Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Verglichen mit dem Vorjahr, als 36 Prozent der Befragten die Begriffe kannten und 62 Prozent noch nie davon gehört hatten, ist das nur eine leichte Verbesserung. „Wer als Unternehmer heute die Möglichkeiten digitaler Plattformen ignoriert, der handelt grob fahrlässig. Das ist so, als ob Unternehmer in früheren Jahren vor der Automatisierung oder der Elektrifizierung die Augen verschlossen hätten“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Digitale Plattformen werden sich in praktisch jeder Branche etablieren. Die Plattformen brechen über Jahrzehnte gewachsene Wertschöpfungsketten auf, sorgen für größere Transparenz und schaffen mehr Wettbewerb. Unternehmen sollten alle Möglichkeiten ausloten, solche Plattformen aufzubauen oder zu nutzen.“

Auch jene Unternehmen, die zumindest von der Plattform-Ökonomie gehört haben, tun sich mit deren Nutzung oder Etablierung schwer. So gibt mehr als jedes dritte dieser Unternehmen (39 Prozent) an, dass digitale Plattformen für das eigene Geschäft nicht relevant seien. Besonders skeptisch sind Industrieunternehmen: Von ihnen sagen zwei Drittel (67 Prozent), das Thema sei für sie ohne Bedeutung. Im Handel ist dieser Anteil mit 18 Prozent am geringsten. Immerhin bieten etwas mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Unternehmen, die den Begriff digitale Plattformen kennen, eigene Produkte oder Dienste auf einer Plattform an, 4 von 10 (43 Prozent) kaufen Produkte auf Plattformen ein oder buchen dort Dienstleistungen. Jedes zehnte Unternehmen, dem digitale Plattformen bekannt sind (10 Prozent), betreibt selbst eine solche. Berg: „Jedes Unternehmen braucht dringend eine Digitalstrategie – und Teil einer solchen Strategie muss auch die Beschäftigung mit dem Thema Plattformen sein.“

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Verbraucher starten optimistisch gestimmt in das neue Jahr

Der Optimismus der Verbraucher steigt zu Beginn des Jahres 2018 noch einmal an. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung legen im Januar zu. GfK prognostiziert für Februar dieses Jahres einen Anstieg des Konsumklimas gegenüber dem Vormonat um 0,2 Zähler auf 11,0 Punkte.

Verbraucher starten optimistisch gestimmt in das neue Jahr

GfK, Pressemitteilung vom 25.01.2018

Der Optimismus der Verbraucher steigt zu Beginn des Jahres 2018 noch einmal an. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung legen im Januar zu. GfK prognostiziert für Februar dieses Jahres einen Anstieg des Konsumklimas gegenüber dem Vormonat um 0,2 Zähler auf 11,0 Punkte.

Die Verbraucher in Deutschland starten überaus optimistisch in das Jahr 2018. Sie sehen die deutsche Wirtschaft klar in einer Hochkonjunktur. Entsprechend legt die Konjunkturerwartung spürbar zu und klettert auf ein neues Sieben-Jahres-Hoch. Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung weisen eher moderate Zuwächse auf. Sie steigern lediglich ihr ohnehin schon sehr hohes Niveau.

Konjunkturerwartung mit spürbaren Zuwächsen

Die Konjunkturaussichten der Verbraucher kennen momentan offenbar nur eine Richtung – nach oben. Der Indikator legt im Januar zum dritten Mal in Folge zu und klettert nun auf 54,4 Punkte. Dies ist ein Plus gegenüber dem Vormonat von 9,2 Zählern und der höchste Stand seit Februar 2011. Damals wurden 57,1 Punkte gemessen. Inzwischen schlägt im Vorjahresvergleich ein Zuwachs von knapp 33 Punkten zu Buche.

Nach Einschätzung der Konsumenten läuft der deutsche Konjunkturmotor derzeit sehr rund und mit hoher Drehzahl. Und dies soll aus Sicht der Verbraucher auch in diesem Jahr so weitergehen. Begründen lässt sich diese Euphorie vor allem mit der anhaltend exzellenten Arbeitsmarktlage, die sich in diesem Jahr sogar noch weiter verbessern soll. Steigende Beschäftigung, sinkende Arbeitslosigkeit und eine überaus hohe Anzahl an offenen Stellen sorgen für Optimismus.

Möglicherweise hat aber auch die Aufnahme von Sondierungsgesprächen zur Fortsetzung der großen Koalition für zusätzlichen Schub bei den Konjunkturaussichten gesorgt.

Gestützt wird dies auch durch die Daten der amtlichen Statistik. Kürzlich veröffentlichte das Statistische Bundesamt erste vorläufige Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt für 2017. Demnach wuchs die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr zum achten Mal in Folge. Das Plus beträgt 2,2 Prozent nach 1,9 Prozent in 2016.

Einkommenserwartung legt moderat zu

Nach den spürbaren Zuwächsen im Vormonat legt die Einkommenserwartung auch im Januar 2018 zu. Mit einem Plus von 2,5 Zählern fällt der zweite Anstieg in Folge jedoch vergleichsweise moderat aus. Aktuell weist der Indikator 56,8 Punkte auf.

Die auf Hochtouren laufende Konjunktur ist die zentrale Stütze des derzeitigen Einkommensoptimismus. Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften nährt die Hoffnung, dass es auch zu ansehnlichen Einkommenszuwächsen kommt, die zudem nur zum Teil durch die Inflation wieder aufgefressen werden. Steigende Löhne und Gehälter führen mit zeitlicher Verzögerung auch zu entsprechenden Rentenerhöhungen. Zusätzlichen Schub dürften die Einkommensaussichten auch durch die laufenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie bekommen.

Anschaffungsneigung legt wieder zu

Nach zwei leichten Rückgängen in Folge legt die Anschaffungsneigung zu Beginn dieses Jahres wieder zu. Gegenüber Dezember 2017 beträgt das Plus 3,3 Zähler. Mit aktuell 60,4 Punkten klettert der Indikator auf ein Niveau, das er zuletzt im Mai 2015 übertreffen konnte. Damals stand er bei 62,6 Zählern.

Im Schlepptau steigender Konjunktur- und Einkommensaussichten verbessert auch die Konsumneigung ihr ohnehin schon sehr hohes Niveau. Der geglückte Jahresauftakt könnte auch wegweisend für den Einzelhandel sein. Dabei hängt die Latte sehr hoch. So schätzt das Statistische Bundesamt auf Basis der ersten elf Monate 2017, dass der Einzelhandelsumsatz im vergangenen Jahr nominal um 4,5 bis 4,9 Prozent (real 2,7 bis 3,1 Prozent) im Vergleich zu 2016 gestiegen ist.

Konsumklima im Aufwind

Nach 10,8 Zählern im Januar prognostiziert GfK für Februar 2018 einen Wert von 11,0 Punkten. Mit dem zweiten Anstieg in Folge bestätigt das Konsumklima den guten Jahresstart und legt eine exzellente Grundlage für ein erfolgreiches Konsumjahr 2018. Auch 2017 kann nach den bislang vorliegenden Daten als ein überaus gutes Jahr für den privaten Verbrauch bezeichnet werden. So stiegen die realen privaten Konsumausgaben im vergangenen Jahr um zwei Prozent. Damit wurde die von GfK Anfang 2017 vorgenommene Prognose von etwa 1,5 Prozent sogar noch übertroffen.

Wenn auch momentan die Signale für den Konsum auf grün stehen, bleiben dennoch gewisse Risiken. Vor allem die US-Handelspolitik mit drohenden protektionistischen Tendenzen sowie die nur schleppend vorankommenden Brexit-Verhandlungen könnten das Konsumklima im weiteren Verlauf eintrüben. Zudem sollten die Verhandlungen zur Bildung einer Regierung in Deutschland zeitnah zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Eine steigende Verunsicherung würde die Konsumkonjunktur beeinträchtigen.

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