Weiterbildung 4.0: Unternehmen setzen auf Digitales

Die deutschen Firmen investieren 33,5 Mrd. Euro in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter – auch um sie fit für die Digitalisierung zu machen. Zugleich setzen Unternehmen immer stärker auf neue, digitale Lernformate, wie die aktuelle Weiterbildungserhebung des IW Köln zeigt.

Weiterbildung 4.0: Unternehmen setzen auf Digitales

IW Köln, Pressemitteilung vom 04.12.2017

Die deutschen Firmen investieren 33,5 Milliarden Euro in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter – auch um sie fit für die Digitalisierung zu machen. Zugleich setzen Unternehmen immer stärker auf neue, digitale Lernformate, wie die aktuelle Weiterbildungserhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigt.

85 Prozent der rund 1.700 befragten Unternehmen bilden ihre Angestellten weiter – im Durchschnitt mehr als 17 Stunden pro Jahr und Mitarbeiter. Das lassen sich die Firmen einiges kosten: 2016 nahmen sie dafür 33,5 Milliarden Euro in die Hand.

Die Digitalisierung macht die Weiterbildung besonders notwendig und erleichtert sie gleichermaßen. So steigt durch die schnelle technische Entwicklung einerseits der Bedarf, Mitarbeiter zu qualifizieren. Andererseits werden die Möglichkeiten der digitalen Bildung vielfältiger. Dies spiegelt sich in der Befragung wider: Unternehmen, die mit digitaler Technologie produzieren, investieren mehr Zeit und Geld in Weiterbildung als andere Betriebe. „Größter Vorteil des digitalen Lernens ist, dass es sich leicht in den Arbeitsalltag integrieren lässt“, sagt IW-Wissenschaftlerin Susanne Seyda.

Mitarbeiter können es zeitlich und räumlich flexibel einsetzen, Lerninhalte individuell zusammenstellen und so an ihren jeweiligen Bedarf anpassen. Rund die Hälfte der Unternehmen nutzt Lernvideos, Onlinekurse oder computerbasierte Selbstlernprogramme, 30 Prozent bieten unter anderem Apps an. Doch ganz auf klassische Seminare verzichten wollen die Betriebe nicht. „In den Firmen setzt sich immer stärker ein Mix aus bewährten Angeboten und neuen Techniken durch“, sagt Seyda. Am häufigsten geht es bei der Weiterbildung neben dem beruflichen Fachwissen um die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit. Auch die IT-Kenntnisse der Mitarbeiter werden beständig ausgebaut.

Kleine und mittlere Unternehmen investieren besonders viel in die Weiterbildung – pro Mitarbeiter durchschnittlich 1.167 Euro jährlich. Großunternehmen geben rund 150 Euro weniger aus. Eine Erklärung hierfür ist der Fachkräftemangel und die Schwierigkeiten kleinerer Unternehmen, passendes Personal zu finden. „Das beständige Weiterbilden hilft den Firmen, qualifiziertes Personal an sich zu binden“, erklärt Seyda.

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Konjunktur: Anhaltender Aufschwung in Deutschland

Das HWWI hat seine Prognose der Wirtschaftsentwicklung in Deutschland nach dem sehr kräftigen Zuwachs in diesem Jahr für 2018 angehoben und um das Jahr 2019 erweitert. Das reale Bruttoinlandsprodukt wächst nun schon seit 2014 mit Raten oberhalb des Potenzialpfads, der bei knapp 1,5 Prozent veranschlagt wird, und das dürfte sich – vorbehaltlich unvorhersehbarer Schocks – in den kommenden beiden Jahren ähnlich fortsetzen.

Konjunktur: Anhaltender Aufschwung in Deutschland

HWWI, Pressemitteilung vom 05.12.2017

  • Konjunkturdynamik übersteigt Potenzialpfad
  • Wirtschaft wächst 2018 um 2,1 Prozent und 2019 um 1,6 Prozent

Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat seine Prognose der Wirtschaftsentwicklung in Deutschland nach dem sehr kräftigen Zuwachs in diesem Jahr für 2018 angehoben und um das Jahr 2019 erweitert. Das reale Bruttoinlandsprodukt wächst nun schon seit 2014 mit Raten oberhalb des Potenzialpfads, der bei knapp 1,5 Prozent veranschlagt wird, und das dürfte sich – vorbehaltlich unvorhersehbarer Schocks – in den kommenden beiden Jahren ähnlich fortsetzen. Für 2018 wird nunmehr ein Wirtschaftswachstum von 2,1 Prozent und für 2019 eines von 1,6 Prozent erwartet. Der Arbeitsmarkt wird sich unter diesen Bedingungen mehr und mehr der Vollbeschäftigung nähern. Die Inflationsrate für die Verbraucherpreise wird sich, wie bereits die Preisentwicklung auf den vorgelagerten Stufen andeutet, wieder bei der 2-Prozent-Marke einpendeln.

Im Detail

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem dynamischen, kräftigen Aufschwung. Dabei hat sie sich gegenüber manchen politischen Belastungen und Risiken als weitgehend immun erwiesen. Insofern entwickelte sie sich 2017 deutlich besser als erwartet. Das reale Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um durchschnittlich 2 ¼ Prozent gestiegen sein; die Rate im Jahresverlauf lag sogar bei 3 Prozent. Das Wirtschaftswachstum übertrifft nun schon seit 2014 das Potenzialwachstum; entsprechend hoch ist der Grad der Kapazitätsauslastung, der Sachverständigenrat spricht bereits von Überauslastung. Die Unternehmen haben denn auch ihre Investitionen spürbar erhöht. Auch ansonsten kamen die wichtigsten Wachstumsimpulse aus dem Inland; sowohl der private Konsum als auch die Bauinvestitionen nahmen deutlich zu. Vom Außenhandel kamen trotz steigender Exporte per Saldo kaum Impulse, da einmal die gute Binnenkonjunktur zu stärker wachsenden Importen führte und zum anderen die Euro-Aufwertung die Auslandsnachfrage dämpfte. Unter den insgesamt günstigen Konjunkturbedingungen wurde die Beschäftigung weiter deutlich ausgeweitet. Verfügbare Einkommen und Kaufkraft nahmen so weiter zu, obwohl auch die Verbraucherpreise wieder stärker anstiegen. Die Inflationsrate bewegt sich seit Monaten zumindest in Deutschland nahe der 2-Prozent-Marke.

Der Aufschwung ist breit angelegt und dürfte sich weiter fortsetzen. Dafür sprechen momentan insbesondere folgende Faktoren. Die hohe Kapazitätsauslastung wird die Investitionsbereitschaft der Unternehmen eher noch erhöhen. Ein auch damit verbundener weiterer Beschäftigungsanstieg wird übersteigende Einkommen den privaten Verbrauch weiterhin stützen. Gleichzeitig wird die Bautätigkeit weiter hoch bleiben. Selbst wenn der Wohnungsbau etwas weniger stark zunehmen wird, wird wohl mit mehr Ausrüstungen auch mehr im Wirtschaftsbau und aufgrund der guten Finanzlage des Staates auch im öffentlichen Bau, nicht zuletzt in die Infrastruktur, investiert werden. Auch der Export wird von der sich festigenden Weltwirtschaft profitieren, allerdings werden auch die Importe angesichts der guten Binnenkonjunktur noch mal stärker zunehmen; netto sind vom Außenbeitrag damit wiederum keine nennenswerten Wachstumsimpulse zu erwarten. Der Aufschwung dürfte so nur wenig an Dynamik verlieren. Unter dem Gesichtspunkt, dass sich die deutsche Wirtschaft einer Überhitzung zu nähern droht, ist eine Anpassung des Wachstumstempos an den Potenzialpfad nicht unerwünscht. Im Jahresdurchschnitt 2018 dürfte die deutsche Wirtschaft um gut 2 Prozent wachsen. Der bislang kräftige Anstieg der Beschäftigung, der teils zu Lasten der Produktivität ging, dürfte sich etwas verlangsamen, aber weiterhin positiv bleiben. Die Inflationsrate der Verbraucherpreise wird sich nach einem kurzen, basisbedingten Rückgang wieder der 2-Prozent-Marke annähern.

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem klassischen zyklischen Aufschwung, der derzeit vor allem von den Investitionen getrieben wird. Mit zunehmender Anpassung der Kapazitäten wird sich dann auch die derzeit hohe Investitionsdynamik verringern und in der Folge der Anstieg der Beschäftigung und damit auch der der Einkommen und des privaten Verbrauchs. Dieser Prozess dürfte bereits im Verlauf von 2018 einsetzen, sich aber dann vor allem in der Wachstumsrate von 2019 sichtbarer niederschlagen. Diese wird auf jahresdurchschnittlich 1,6 Prozent veranschlagt, läge damit aber immer noch etwa auf Höhe des Potenzialpfades, der sich mit den steigenden Investitionen etwas anheben dürfte. Die Beschäftigung würde weiter zunehmen, wenn auch weniger stark. Die Arbeitslosigkeit würde aber trotz Ausweitung des Arbeitskräftepotenzials weiter sinken, voraussichtlich sogar unter die inzwischen vielfach als mit Vollbeschäftigung vereinbar erachtete Marke von 5 Prozent. Der Preisauftrieb würde bei dieser Konjunkturentwicklung etwas zunehmen und die Inflationsrate wohl auch auf knapp über 2 Prozent anziehen.

Voraussetzung für eine derartig anhaltend positive Entwicklung der Wirtschaft ist natürlich, dass es von externer Seite, sei es von der Politik oder seitens der Weltwirtschaft, keine allzu starken Störungen gibt. Dann könnte mit stärker wachsenden Exporten auch der Wachstumsbeitrag von außen wieder zunehmen, somit die konjunkturelle Basis breiter werden und nachlassende binnenwirtschaftliche Wachstumskräfte ausgeglichen werden. Unter derart idealen Bedingungen wäre ein über 2019 hinaus anhaltender und stärker als hier erwarteter Aufschwung möglich. Es gibt aber durchaus auch einige Risiken, etwa die Geldpolitik, insbesondere in den USA, innerhalb der Europäischen Union, hier vorrangig ein nicht auszuschließender „harter“ Brexit, und nicht zuletzt seitens der Weltpolitik, etwa eskalierende Konflikte um Nordkorea oder im Nahen Osten.

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Startschuss für drei weitere Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren

Gemeinsam mit mit dem BMWi starten am 04.12.2017 drei weitere Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren ihre Arbeit. Die Zentren „Textil-vernetzt2, „IT-Wirtschaft“ und „Usability“ bauen das bundesweite Netzwerk für die Digitalisierung von kleinen und mittleren Unternehmen weiter aus, das das BMWi seit Dezember 2015 fördert.

Startschuss für drei weitere Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren

BMWi, Pressemitteilung vom 04.12.2017

Gemeinsam mit der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, starten am 04.12.2017 drei weitere Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren ihre Arbeit. Die Zentren „Textil-vernetzt“, „IT-Wirtschaft“ und „Usability“ bauen das bundesweite Netzwerk für die Digitalisierung von kleinen und mittleren Unternehmen weiter aus, das das Bundeswirtschaftsministerium seit Dezember 2015 fördert.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries: „Mit dem Start der drei neuen Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren haben wir unser Ziel erreicht, ein bundesweit flächendeckendes Unterstützungsnetzwerk für den Mittelstand zu schaffen. Nur zwei Jahre nach dem Start des ersten Kompetenzzentrums stehen unseren Unternehmen in Deutschland nun insgesamt 22 Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren zur Seite. Mit viel aktuellem Know-How sowie Anschauungs- und Erprobungsmöglichkeiten bieten sie den Unternehmen Digitalisierung zum Anfassen. So wird der Mittelstand für die Chancen und Herausforderungen im digitalen Zeitalter fit gemacht.“

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum „Textil-vernetzt“ wird mittelständische Unternehmen der Textilindustrie und des Textilmaschinenbaus dabei unterstützen, ihre „digitale Fitness“ zu erhöhen. Eine Geschäftsstelle in Berlin und vier Schaufenster in Aachen, Chemnitz, Denkendorf und Stuttgart widmen sich unter anderem technischen Textilien beziehungsweise textilen Werkstoffen, die als „Enabling Technologies“ Anwendung finden. Dazu zählen Faserverbundwerkstoffe, die unter anderem im Automobilbau sowie in der Luft- und Raumfahrt verarbeitet werden, ebenso wie Intelligente Textilien. Diese erfassen beispielsweise Daten des menschlichen Körpers, der Umgebung oder eines Bauteils und gewinnen in der Gesundheits- und Bauwirtschaft immer mehr an Bedeutung.

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum „IT-Wirtschaft“ wird die mittelständische IT-Wirtschaft und Start-ups zusammenführen und vernetzen. Über Konsortien und Kooperationen sollen interoperable all-in-one IT-Lösungen für KMU angeboten werden. Das Zentrum ist bundesweit über Online-Plattformen und Konsortienregister sowie in vier regionalen Stützpunkten in Berlin, Aachen, Kassel und Karlsruhe aktiv. Es unterstützt KMU der IT-Branche in Hinblick auf IT-Sicherheit und Datenschutz, Technologie-Scouting, Software Ergonomie und Digitale Geschäftsmodelle sowie bei der Entwicklung offener Standards und systematischer Softwarelösungen.

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum „Usability“ nimmt die Benutzerfreundlichkeit (Usability) und positive Nutzererlebnisse von IT-Lösungen (User Experience) in den Fokus. Bundesweite Angebote sowie vier Anlaufstellen in Berlin, Stuttgart, Mannheim und Hamburg bieten den KMU Unterstützung beim Einsatz von Usability und User-Experience (UUX) optimierten Produkten.

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Konjunktur: Euphorische Erwartungen signalisieren starken Jahresausklang

Das Konjunkturbarometer des DIW Berlin zeigt für das Schlussquartal 2017 erneut ein außerordentlich kräftiges Wachstum an: Der Indexstand klettert auf 113 Punkte. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte demnach mit gut 0,8 Prozent im vierten Quartal weiterhin überdurchschnittlich zulegen.

Konjunktur: Euphorische Erwartungen signalisieren starken Jahresausklang

DIW Berlin, Pressemitteilung vom 29.11.2017

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt für das Schlussquartal 2017 erneut ein außerordentlich kräftiges Wachstum an: Der Indexstand klettert auf 113 Punkte. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte demnach mit gut 0,8 Prozent im vierten Quartal weiterhin überdurchschnittlich zulegen. „Bei der Interpretation der in den letzten beiden Monaten geradezu euphorischen Stimmungsindikatoren ist Vorsicht geboten“, warnt allerdings DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. „Nach der Wahl dürften viele Unternehmen mit spürbaren Impulsen der Wirtschaftspolitik gerechnet haben – und ob das nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierung noch gilt, bleibt abzuwarten.“ Indikatoren, die die aktuelle Lage widerspiegeln, haben zudem etwas nachgegeben; auch die Industrieproduktion war zuletzt rückläufig.

Positive Signale kommen insbesondere aus dem verarbeitenden Gewerbe, das von der derzeit breit angelegten Aufwärtsbewegung der Weltwirtschaft profitiert. Aber auch der Dienstleistungssektor dürfte nach DIW-Einschätzung, angekurbelt vom spürbaren Anstieg des privaten Konsums, weiter zulegen. Der anhaltende Beschäftigungsaufbau und anziehende Löhne schieben die verfügbaren Einkommen an. Lediglich die ebenfalls etwas höhere Inflation dämpft die Kaufkraft der Verbraucher.

„Es haben sich in jüngster Zeit einige Risiken aufgelöst, die die Ausgabefreude der Unternehmen vermutlich belastet haben“, sagt Simon Junker, DIW-Experte für die Konjunktur in Deutschland. „Die Wahlen in den Niederlanden und in Frankreich haben nicht zu Erfolgen europakritischer Parteien geführt, trotz gegenteiliger Befürchtungen hat sich die chinesische Wirtschaft zuletzt stabilisiert, protektionistische Maßnahmen haben nicht überbordend zugenommen und die Brexit-Entscheidung wirkt sich – zumindest bislang – kaum dämpfend auf die Weltkonjunktur aus.“ Im Zuge dieser Entwicklungen haben die Unternehmensinvestitionen weltweit merklich Auftrieb gewonnen und dies beflügelt derzeit auch die heimische Investitionstätigkeit.

Das nächste DIW Konjunkturbarometer erscheint am Donnerstag, den 21. Dezember 2017.

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Werkverträge in deutschen Unternehmen weit verbreitet und vielfältig ausgestaltet

Werkverträge für den Einsatz externer Arbeitskräfte sind in der deutschen Wirtschaft weit verbreitet. Fast 90 Prozent aller Unternehmen hierzulande lagern mindestens einen Kernprozess aus, also einen Prozess zur direkten Erfüllung des Unternehmenszwecks. Zudem vergeben knapp 60 Prozent mindestens einen Prozess, der eine unterstützende Funktion im Unternehmen hat. Dies ist u. a. das Ergebnis einer Studie, welches das ZEW und das infas Institut für das BMAS durchgeführt haben.

Werkverträge in deutschen Unternehmen weit verbreitet und vielfältig ausgestaltet

ZEW, Pressemitteilung vom 30.11.2017

Werkverträge für den Einsatz externer Arbeitskräfte sind in der deutschen Wirtschaft weit verbreitet. Fast 90 Prozent aller Unternehmen hierzulande lagern mindestens einen Kernprozess aus, also einen Prozess zur direkten Erfüllung des Unternehmenszwecks. Zudem vergeben knapp 60 Prozent mindestens einen Prozess, der eine unterstützende Funktion im Unternehmen hat. Mit der weiten Verbreitung von Werkverträgen gehen vielfältige Motive einher. Dabei erweist sich der temporäre Einsatz von spezialisiertem Personal und speziellen Leistungen als das häufigste Motiv der Werkvertragsnutzung. Außerdem bestehen Unterschiede sowohl in den Arbeitsbedingungen unter Werkvertragsarbeitskräften als auch in der rechtlichen Ausgestaltung von Werkverträgen.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie, die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, gemeinsam mit dem infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft, Bonn, und der Leibniz Universität Hannover durchgeführt wurde. Die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) beauftragte Studie liefert erstmals umfangreiche, repräsentative Belege zur Verbreitung und Ausgestaltung von Werkverträgen in Deutschland. Grundlage bildet eine wissenschaftliche Befragung von Unternehmensleitungen und Betriebsratsmitgliedern in insgesamt mehr als 9.500 Unternehmen.

Die Bereitstellung von Arbeitskräften für die Ausführung von Werkverträgen konzentriert sich im Gegensatz zur Beauftragung auf eine deutlich kleinere Gruppe von Unternehmen in bestimmten Branchen. „Für etwa die Hälfte der Auftragnehmer sind Werkverträge ein Nebengeschäft mit maximal 30 Prozent ihres Umsatzes. Allerdings sind auch zirka zwölf Prozent der Auftragnehmer mit mehr als 90 Prozent ihres Umsatzes auf die Ausführung von Werkverträgen spezialisiert“, erklärt Dr. Michael Maier, Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich „Arbeitsmärkte, Personalmanagement und Soziale Sicherung“ und Mitautor der Studie. Das Spektrum an Werkvertragskonstellationen ist angesichts der flexiblen Ausgestaltungsmöglichkeiten im Wertschöpfungsprozess sehr breit: von Unternehmen ohne Werkvertragsnutzung bis hin zu Unternehmen, die mehrere Prozesse auslagern und gleichzeitig selbst Werkverträge ausführen.

Polarisierung bei Bezahlung im Kerngeschäft

Im direkten Vergleich schätzen die beauftragenden Unternehmensleitungen die Arbeitsbedingungen von Werkvertragskräften auf dem Betriebsgelände und der eigenen Stammbelegschaft meist vergleichbar ein. Eine Polarisierung zeigt sich aber bei der Entlohnung im Kerngeschäft: Hier steht, nach Einschätzung der Unternehmensleitungen, ein größerer Teil der Werkvertragskräfte sogar besser da, eine vergleichsweise schlechtere Entlohnung findet sich seltener. Betriebsratsmitglieder schätzen die Situation hingegen anders ein: Sie geben häufiger eine Schlechterstellung anstelle einer Besserstellung der Werkvertragskräfte an. Bezogen auf die jeweilige Branche gehen etwa 20 Prozent der befragten Unternehmensleitungen davon aus, dass Lohndumping beim Einsatz von Werkverträgen in ihrer Branche häufig vorkommt.

Werkverträge scheinen zudem andere Formen des Fremdpersonaleinsatzes zu ergänzen. Die Mehrzahl der Unternehmen sieht in der Arbeitnehmerüberlassung (Leiharbeit) keine Alternative zur Auslagerung von Unternehmensprozessen. Die juristische Abgrenzung beider Formen des Fremdpersonaleinsatzes ist jedoch nicht einfach, sodass potenziell Scheinwerkverträge zum Einsatz kommen können, die in ihrer rechtlichen Ausgestaltung eher einer Arbeitnehmerüberlassung entsprechen.

Grauzone zwischen Werkverträgen und Arbeitnehmerüberlassung

Bei Werkverträgen liegt die Verantwortung für die Erfüllung der vereinbarten Leistung – und somit das unternehmerische Risiko – vollständig beim mit der Durchführung des Werkvertrags beauftragten Unternehmen. Dementsprechend verfügt das beauftragende Unternehmen über kein formales, arbeitsvertragstypisches Weisungsrecht, wie es bei der Arbeitnehmerüberlassung der Fall wäre. In der Praxis der meisten Unternehmen werden Verträge mit Blick auf Risiko- und Weisungsstruktur rechtlich jedoch weitgehend im Sinne eines Werkvertrages ausgestaltet: „Insbesondere bei der Risikostruktur trägt das ausführende Unternehmen in mehr als 80 Prozent der Fälle eine eventuelle Nachbesserung und die damit verbundenen Kosten. In etwa 20 Prozent bis 40 Prozent der Unternehmen gibt es jedoch Hinweise auf Qualitätssicherungsmaßnahmen, die für einen Werkvertrag eher untypisch sind, da die Verantwortung für die Leistungserbringung nicht eindeutig beim ausführenden Unternehmen liegt“, erklärt Michael Maier.

Der rechtliche Graubereich zwischen Werkverträgen und Arbeitnehmerüberlassung ist somit nicht unerheblich. Viele Unternehmen berichten von einer Praxis, die zumindest in einzelnen Aspekten der Weisungs- und Risikostruktur von der idealtypischen Ausgestaltung eines Werkvertrages abweicht. Der tatsächliche Anteil von Unternehmen, der sog. Scheinwerkverträge wissentlich oder unwissentlich einsetzt, lässt sich allerdings empirisch kaum näher eingrenzen.

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Verbraucherpreise im November 2017 voraussichtlich um 1,8 % höher als im November 2016

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen am Verbraucherpreisindex – wird im November 2017 voraussichtlich 1,8 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Oktober 2017 voraussichtlich um 0,3 %.

Verbraucherpreise im November 2017 voraussichtlich um 1,8 % höher als im November 2016

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 29.11.2017

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen am Verbraucherpreisindex – wird im November 2017 voraussichtlich 1,8 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Oktober 2017 voraussichtlich um 0,3 %.

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland erhöht sich im November 2017 im Vorjahresvergleich voraussichtlich um 1,8 %. Gegenüber Oktober 2017 steigt er voraussichtlich um 0,3 %.

Die endgültigen Ergebnisse für November 2017 werden am 13. Dezember 2017 veröffentlicht.

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Fachkräftemangel bremst Wachstum

Die deutsche Wirtschaft kann momentan wenig aufhalten – weder die Brexit-Verhandlungen noch Donald Trump. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln rechnet daher mit einem robusten Wachstum von zwei Prozent im kommenden Jahr. Fehlende Fachkräfte werden aber immer mehr zu einer hausgemachten Wachstumsbremse.

Fachkräftemangel bremst Wachstum

IW Köln, Pressemitteilung vom 27.11.2017

Die deutsche Wirtschaft kann momentan wenig aufhalten – weder die Brexit-Verhandlungen noch Donald Trump. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) rechnet daher mit einem robusten Wachstum von zwei Prozent im kommenden Jahr. Fehlende Fachkräfte werden aber immer mehr zu einer hausgemachten Wachstumsbremse.

In den vergangenen Monaten hat sich die deutsche Wirtschaft besser entwickelt als von vielen vermutet. Zu zahlreich schienen noch im Frühjahr die globalen Risiken. Doch das Bruttoinlandsprodukt wird 2017 um gut 2 ¼ Prozent zulegen. Und das dürfte auch erstmal so weitergehen, glaubt die Mehrheit der knapp 2.900 im Rahmen der IW-Konjunkturumfrage befragten Unternehmen.

Fast die Hälfte der Firmen geht von einer steigenden Produktion in 2018 aus, nur 9 Prozent erwarten einen Rückgang. Der Saldo aus positiven und negativen Meldungen liegt somit leicht über den Werten vom Frühjahr 2017. Auch die Investitionen ziehen derzeit weiter an: Für 2018 erwarten 42 Prozent der Firmen höhere Investitionen als in diesem Jahr. 11 Prozent gehen von niedrigeren Investitionen aus. Die gut laufenden Geschäfte, begünstigt durch den weiter anziehenden Export, stärken auch den Arbeitsmarkt: 41 Prozent der Unternehmen wollen im kommenden Jahr ihr Personal aufstocken. Nur 10 Prozent planen mit weniger Mitarbeitern. Die Zahl der Beschäftigten wird 2018 knapp 45 Millionen erreichen.

Die Konjunkturdynamik könnte noch stärker sein, doch der Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften bremst die Unternehmen. Viele arbeiten bereits am Limit – gut ein Drittel spricht sogar von einer Überauslastung. 47 Prozent der Firmen bestätigen, dass fehlende Fachkräfte die Produktionsmöglichkeiten begrenzen. Unter den Betrieben, die bereits eine Überauslastung feststellen, sprechen sogar zwei Drittel von einem Fachkräftemangel. Das Fehlen von qualifizierten Mitarbeitern hemmt zudem die Investitionsanreize: „Die Unternehmen würden in Deutschland mehr in Sachkapital und Technologie investieren, wenn sie mehr Fachkräfte in den meisten Wirtschaftsbereichen zur Verfügung hätten“, sagt IW-Direktor Michael Hüther.

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Konsumklima: Stabil auf gutem Niveau

Die Stimmung der Verbraucher zeigt im November auf einem überaus guten Niveau keine nennenswerten Veränderungen. Die Konjunkturerwartung legt leicht zu, während Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung leicht zurückgehen. GfK prognostiziert für Dezember einen gegenüber dem Vormonat unveränderten Wert des Konsumklimas von 10,7 Punkten.

Konsumklima: Stabil auf gutem Niveau

GfK, Pressemitteilung vom 28.11.2017

Die Stimmung der Verbraucher zeigt im November auf einem überaus guten Niveau keine nennenswerten Veränderungen. Die Konjunkturerwartung legt leicht zu, während Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung leicht zurückgehen. GfK prognostiziert für Dezember einen gegenüber dem Vormonat unveränderten Wert des Konsumklimas von 10,7 Punkten.

Nach wie vor sehen die Verbraucher die deutsche Wirtschaft auf einem klaren Wachstumskurs. Die Konjunkturerwartung bestätigt ihr sehr gutes Niveau und legt sogar geringfügig zu. Auch Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung können sich im November behaupten, wenn auch mit geringen Einbußen. Das Niveau dieser Indikatoren ist ebenfalls überaus hoch. Die gescheiterten Sondierungsverhandlungen über die Bildung einer sog. Jamaika-Koalition finden in den vorliegenden Daten keine Berücksichtigung, da die Befragung zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen war.

Konjunkturerwartung stabilisiert sich

Nach den spürbaren Zuwächsen im Vormonat legt die Konjunkturerwartung im November nur wenig zu. Der Indikator verzeichnet ein Plus von 0,8 Zählern und steigt damit auf 44,3 Punkte. Gegenüber dem entsprechenden des Vorjahreszeitpunkts steht ein Zugewinn von 29 Punkten zu Buche.

Mit diesen optimistischen Konjunkturaussichten stehen die Konsumenten nicht alleine. Sowohl die Unternehmen wie auch Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um etwa 2 Prozent steigen wird. Damit wurden die Prognosen von Beginn dieses Jahres von etwa 1,5 Prozent deutlich nach oben korrigiert. Dieser Aufschwung soll sich auch im kommenden Jahr in etwa gleichem Umfang fortsetzen.

Ein Grund für diese Dynamik liegt sicherlich in der Tatsache begründet, dass der Aufschwung derzeit auf einem überaus breiten Fundament steht. Denn zum guten BIP-Wachstum tragen sowohl der Konsum, wie auch die anziehenden Investitionen sowie die Exporte bei. Dies zeigen die kürzlich veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum BIP im dritten Quartal. Demnach sind für den realen Zuwachs von 2,3 Prozent im Vorjahresvergleich insbesondere auch die Anlageinvestitionen der Unternehmen verantwortlich.

Einkommenserwartung ohne große Veränderung

Die Einkommenserwartung zeigt ebenfalls ein überaus erfreuliches Bild. Zwar muss der Indikator im November geringe Einbußen in Höhe von 0,8 Zählern hinnehmen. Mit einem aktuellen Wert von 47,9 Punkten weist er aber nach wie vor ein hohes Niveau auf. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt das Plus 3,4 Zähler.

Grundlage für den ausgeprägten Einkommensoptimismus ist und bleibt die exzellente Verfassung des Arbeitsmarktes in Deutschland. Die Beschäftigung nimmt stetig zu. So gab es im dritten Quartal 44,5 Millionen Erwerbstätige. Das sind knapp 670.000 oder 1,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Und die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften – im Oktober 2017 waren bei der Bundesagentur für Arbeit 780.000 Arbeitsstellen gemeldet – wird zudem dafür sorgen, dass auch die Löhne und Gehälter weiter recht ansehnlich steigen werden. Mit zeitlichem Verzug werden auch die gesetzlichen Altersbezüge, deren Entwicklung sich an den Löhnen orientiert, nachziehen. So sollen diese im kommenden Jahr nach ersten Schätzungen der Deutschen Rentenversicherung um gut 3 Prozent zunehmen.

Da die Inflation in Deutschland weiter moderat bleiben wird – für Oktober beträgt der Preisanstieg 1,5 Prozent – werden Arbeitnehmer und Rentner auch real spürbar mehr in ihren Geldbeuteln haben.

Anschaffungsneigung überaus stabil auf Top-Niveau

Ohne größere Schwankungen und auf einem Top-Niveau zeigt sich die Konsumneigung der Bundesbürger. Im November verliert der Indikator zwar 0,7 Zähler, dennoch bleibt sein Niveau mit aktuell 58,5 Punkten überaus hoch. Im Vorjahresvergleich steht momentan ein Plus von gut 7 Zählern zu Buche.

Exzellente Beschäftigungsaussichten sorgen bei den Arbeitnehmern in Deutschland für eine hohe Jobsicherheit. Die daraus folgende Planungssicherheit in Verbindung mit guten Einkommenszuwächsen veranlasst offenbar die Konsumenten ihre Geldbeutel bereitwillig zu öffnen. Dies jedenfalls belegen die vorliegenden Zahlen zur Umsatzentwicklung im Einzelhandel. Demnach stiegen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Einzelhandelsumsätze von Januar bis September 2017 im Vergleich zum Vorjahr nominal um 4,8 Prozent (real +3,0 Prozent). Damit wird der Handel in diesem Jahr einen überproportionalen Beitrag zur guten Entwicklung des privaten Konsums leisten.

Konsumklima: Stabilisierung nach zwei Rückgängen in Folge

Nach 10,7 Zählern im November prognostiziert GfK für Dezember ebenfalls einen Wert von 10,7 Punkten. Nach zwei kleinen Rückgängen in Folge stabilisiert sich das Konsumklima zum Jahresende. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund des bevorstehenden Weihnachtsgeschäfts eine gute Nachricht.

Es bleibt abzuwarten, ob die gescheiterten Sondierungen für eine Jamaika-Koalition die Verbraucherstimmung beeinträchtigen können. Dies wird unter anderem auch davon abhängen, inwieweit das weitere Vorgehen zur Bildung einer stabilen Regierung zu einer Hängepartie wird. Sollte dies der Fall sein, kann das die Unsicherheit sowohl bei den Konsumenten wie auch den Unternehmen verstärken. In diesem Fall würde dies ein Risiko für die derzeit gute Konsumlaune darstellen.

Weitere Risiken für das Konsumklima drohen nach wie vor aus dem Ausland. Hierzu zählen unter anderem die stockenden Brexit-Verhandlungen, die Spannungen mit Nord-Korea sowie mögliche protektionistische Tendenzen bei der US-Handelspolitik.

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Einsatz von Big Data in Unternehmen verspricht mehr Markterfolg für Innovationen

Die Verwendung großer Datenmengen in Unternehmen geht mit mehr Produktinnovationen und einer höheren Innovationsintensität der Unternehmen einher. Entsprechend erfolgreich sind Unternehmen mit ihren Big-Data-basierten Innovationen am Markt – vorausgesetzt, die Unternehmen investieren hinreichend in die IT-Kenntnisse ihrer Beschäftigten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des ZEW.

Einsatz von Big Data in Unternehmen verspricht mehr Markterfolg für Innovationen

ZEW, Pressemitteilung vom 27.11.2017

Die Verwendung großer Datenmengen in Unternehmen geht mit mehr Produktinnovationen und einer höheren Innovationsintensität der Unternehmen einher. Entsprechend erfolgreich sind Unternehmen mit ihren Big-Data-basierten Innovationen am Markt – vorausgesetzt, die Unternehmen investieren hinreichend in die IT-Kenntnisse ihrer Beschäftigten. Zu diesem Ergebnis kommt eine empirische Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim.

Die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen dem Einsatz von Big Data auf Unternehmensebene und unternehmerischer Innovationsaktivität basiert auf einer groß angelegten Umfrage unter 2.706 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors in Deutschland. Bislang existiert keine Forschungsarbeit, die sich in dieser Größenordnung in der Bundesrepublik mit dem Thema Big Data beschäftigt.

Die Verfügbarkeit von Big Data verändert nachhaltig die Entscheidungen von Unternehmen mit Blick auf ihre Kunden/-innen beziehungsweise Kundeninformationen sowie ihre Endprodukte. Beispielsweise kann es sich für Unternehmen auszahlen, das Feedback von Kunden/-innen aus sozialen Netzwerken im Produkt- und Innovationsprozess zu berücksichtigen. Big Data weist dabei in Abgrenzung zu herkömmlichen Daten und Technologien drei Kernmerkmale auf: die enorme Menge an Daten, die zur Verfügung steht, die Unterschiede an Informationen, die sich aus diesen Daten speisen, sowie die Geschwindigkeit, mit der die Daten auf Unternehmensebene verarbeitet werden können.

Big Data als Katalysator im unternehmerischen Innovationsprozess

„Der Innovationsprozess in Unternehmen ist oftmals mit hoher Unsicherheit und hohen Kosten bei Forschung und Entwicklung verbunden“, sagt Steffen Viete, Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich „Digitale Ökonomie“ und einer der Autoren der Studie. Big Data eröffnet Unternehmen nun aufgrund der Fülle von Informationen neue Entscheidungswege, was für den Innovationsprozess sehr vorteilhaft sein kann: Die gezielte Analyse und der strategische Einsatz von Big Data in Unternehmen gehen damit einher, dass diese Unternehmen mit höherer Wahrscheinlichkeit innovieren und auch einen höheren Umsatz durch neue Produkte und Dienste generieren.

„Wissen, das Unternehmen aus der Nutzung von Big Data ziehen, birgt das Potenzial, Innovationen schneller und kosteneffizienter auf den Markt bringen zu können oder als Grundlage von Innovationen zu dienen“, fasst Steffen Viete die zentralen Erkenntnisse der Studie zusammen.

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Industrie erwartet mehr Exporte

Die deutsche Industrie erwartet mehr Exporte. Die Stimmung unter den Exporteuren der Branche ist hervorragend. Die ifo Exporterwartungen sind von 21,0 Saldenpunkten im Oktober auf 21,3 Saldenpunkte im November gestiegen. Das ist der höchste Wert seit Januar 2011.

Industrie erwartet mehr Exporte

ifo Institut, Pressemitteilung vom 28.11.2017

Die deutsche Industrie erwartet mehr Exporte. Die Stimmung unter den Exporteuren der Branche ist hervorragend. Die ifo Exporterwartungen sind von 21,0 Saldenpunkten im Oktober auf 21,3 Saldenpunkte im November gestiegen. Das ist der höchste Wert seit Januar 2011.

Im Maschinenbau und bei den Herstellern von Metallerzeugnissen stiegen die Erwartungen auf ein neues Rekordhoch. Mehr als 40 Prozent der Firmen aus dem Maschinenbau erwarten, dass sie ihre Exporte in den kommenden Monaten steigern können. Auch bei den Herstellern von elektronischen und optischen Geräten haben sich die Aussichten merklich verbessert. Die Nahrungsmittelhersteller dagegen erwarten im Moment kein Exportwachstum.

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