ifo Beschäftigungsbarometer: Neues Rekordhoch

Die deutschen Unternehmen suchen händeringend nach neuen Mitarbeitern. Das ifo Beschäftigungsbarometer stieg von 112,0 Punkten im Oktober auf 113,2 Punkte im November. Dies ist der höchste jemals gemessene Wert.

ifo Beschäftigungsbarometer: Neues Rekordhoch

ifo Institut, Pressemitteilung vom 28.11.2017

Die deutschen Unternehmen suchen händeringend nach neuen Mitarbeitern. Das ifo Beschäftigungsbarometer stieg von 112,0 Punkten im Oktober auf 113,2 Punkte im November. Dies ist der höchste jemals gemessene Wert.

In der Industrie ist das Barometer auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Insbesondere im Maschinenbau und in der Elektrotechnik werden verstärkt neue Leute gesucht. Auch im Handel war die Einstellungsbereitschaft noch nie so hoch. Sowohl im Einzel- als auch Großhandel soll die Beschäftigtenzahl steigen. Bei den Dienstleistern bleibt die Beschäftigungsdynamik ebenfalls positiv. Gleiches gilt für das Bauhauptgewerbe, die gleichzeitig von großen Problemen bei der Stellenbesetzung berichten.

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Importpreise im Oktober 2017: +2,6 % gegenüber Oktober 2016

Die Einfuhrpreise waren im Oktober 2017 um 2,6 % höher als im Oktober 2016. Im September 2017 hatte die Jahresveränderungsrate +3,0 % betragen, im August 2017 +2,1 %. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stiegen die Importpreise im Oktober 2017 gegenüber September 2017 um 0,6 %.

Importpreise im Oktober 2017: +2,6 % gegenüber Oktober 2016

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 28.11.2017

Die Einfuhrpreise waren im Oktober 2017 um 2,6 % höher als im Oktober 2016. Im September 2017 hatte die Jahresveränderungsrate +3,0 % betragen, im August 2017 +2,1 %. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stiegen die Importpreise im Oktober 2017 gegenüber September 2017 um 0,6 %.

Der Anstieg der Importpreise gegenüber dem Vorjahr war vor allem durch die Entwicklung der Einfuhrpreise für Vorleistungsgüter beeinflusst. Importierte Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden), die einen Anteil am Gesamtindex von 35 % haben, waren im Oktober 2017 um 5,1 % teurer als im Oktober 2016. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise um 0,6 %. Im Vergleich zu Oktober 2016 verteuerten sich insbesondere importierte Nicht-Eisen-Metallerze (+27,8 %) und Eisenerze (+21,9 %). Dies galt auch für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (+18,9 %) sowie für Nicht-Eisen-Metalle und Halbzeug daraus (+12,6 %). Chemische Grundstoffe waren ebenfalls erheblich teurer als im Oktober 2016 (+7,7 %). Dagegen sanken unter anderem die Preise für elektronische Bauelemente (-2,4 %).

Energieeinfuhren mit einem Anteil von gut 13 % am Gesamtindex waren im Oktober 2017 um 10,3 % teurer als im Oktober 2016. Den größten Einfluss auf die Veränderungsrate hatten Erdgas (+10,5 %) und rohes Erdöl (+9,1 %). Während auch Steinkohle (+28,8 %) und Mineralölerzeugnisse (+9,8 %) im Vorjahresvergleich teurer waren, lagen die Preise für importierten Strom deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (-11,7 %).

Der Einfuhrpreisindex ohne Energie war im Oktober 2017 um 1,8 % höher als im Oktober 2016 (+0,4 % gegenüber dem Vormonat). Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Einfuhrpreisindex um 2,2 % über dem Stand des Vorjahres (+0,5 % gegenüber September 2017).

Importierte Verbrauchsgüter (kurzlebige Konsumgüter) verteuerten sich gegenüber Oktober 2016 um 0,6 %. Im Vergleich zu September 2017 stiegen die Preise im Durchschnitt um 0,2 %. Gegenüber dem Vorjahr wurden vor allem importierte Milch und Milcherzeugnisse teurer (+13,1 %). Auch die Preise für Frucht- und Gemüsesäfte lagen deutlich über dem Niveau des Vorjahres (+25,4 %). Dagegen war verarbeiteter Kakao um 24,8 % billiger als im Oktober 2016.

Importierte landwirtschaftliche Güter waren gegenüber Oktober 2016 um 2,3 % billiger. Während sich Rohkakao (-29,0 %) und Rohkaffee (-15,8 %) stark verbilligten, wurden insbesondere lebende Tiere und Erzeugnisse tierischen Ursprungs zu höheren Preisen importiert (+11,2 %).

Die Preise für importierte Gebrauchsgüter (langlebige Konsumgüter) sanken gegenüber dem Vorjahr um 1,2 %. Gegenüber dem Vormonat stiegen sie um 0,2 %.

Eingeführte Investitionsgüter verbilligten sich um 0,6 % gegenüber Oktober 2016 (+0,1 % gegenüber September 2017). Insbesondere Geräte und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik wurden gegenüber Oktober 2016 billiger importiert (-4,4 %), darunter Smartphones mit einem Rückgang von 13,4 %.

Der Index der Ausfuhrpreise lag im Oktober 2017 um 1,5 % über dem Stand von Oktober 2016. Im September 2017 hatte die Jahresveränderungsrate bei +1,7 % gelegen, im August bei +1,5 %. Gegenüber dem Vormonat September 2017 stiegen die Ausfuhrpreise geringfügig um 0,1 %.

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ifo Geschäftsklimaindex im Dienstleistungssektor sinkt

Die Stimmung bei den deutschen Dienstleistern hat sich lt. ifo Institut leicht eingetrübt. Der Geschäftsklimaindex sank im November von 111,5 auf 111,1 Punkte. Die Unternehmen bewerteten ihre Geschäftslage nicht mehr so gut wie im Vormonat. Ihre Erwartungen für die kommenden Monate sind jedoch optimistischer. Die Unternehmen planen weiterhin, ihre Mitarbeiterzahl zu erhöhen.

ifo Geschäftsklimaindex im Dienstleistungssektor sinkt

ifo Institut, Pressemitteilung vom 27.11.2017

Die Stimmung bei den deutschen Dienstleistern hat sich leicht eingetrübt. Der Geschäftsklimaindex sank im November von 111,5 auf 111,1 Punkte. Die Unternehmen bewerteten ihre Geschäftslage nicht mehr so gut wie im Vormonat. Ihre Erwartungen für die kommenden Monate sind jedoch optimistischer. Die Unternehmen planen weiterhin, ihre Mitarbeiterzahl zu erhöhen.

Bei den Architektur- und Ingenieurbüros stieg der Geschäftsklimaindikator. Die aktuelle Lage wurde auf sehr hohem Niveau nochmals besser bewertet als im Vormonat. Viele Ingenieure gehen sogar davon aus, dass die Lage sich noch weiter verbessert. Im Gastgewerbe ist der Index das vierte Mal in Folge gestiegen. Die Wirte waren mit ihrer aktuellen Lage zufriedener, zudem erwarten viele ein sehr gutes Weihnachts- und Wintergeschäft. Bei der Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften hat der Index etwas nachgegeben. Aufgrund einer guten Umsatzentwicklung wurden die Urteile zur aktuellen Lage nach oben korrigiert. Der Ausblick auf die kommenden Monate trübte sich hingegen ein.

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Produktivität in Deutschland: Kein Grund für Pessimismus

Das über einen längeren Zeitraum rückläufige Wachstum der Arbeitsproduktivität in Deutschland ist durch die Abfolge mehrerer, jeweils temporär wirksamer Faktoren erklärbar und nicht als Ergebnis eines dauerhaften Trends zu sehen. Zu diesem Befund kommt ein jetzt veröffentlichtes Gutachten des IfW Kiel im Auftrag von Bundesfinanz- und Bundeswirtschaftsministerium.

Produktivität in Deutschland: Kein Grund für Pessimismus

IfW Kiel, Pressemitteilung vom 23.11.2017

Das über einen längeren Zeitraum rückläufige Wachstum der Arbeitsproduktivität in Deutschland ist durch die Abfolge mehrerer, jeweils temporär wirksamer Faktoren erklärbar und nicht als Ergebnis eines dauerhaften Trends zu sehen. Zu diesem Befund kommt ein jetzt veröffentlichtes Gutachten des IfW Kiel im Auftrag von Bundesfinanz- und Bundeswirtschaftsministerium. Darin werden für den Zeitraum seit der Wiedervereinigung fünf Hauptgründe ausgemacht, die den Produktivitätsfortschritt in verschiedenen Phasen gedämpft haben.

Die Arbeitsproduktivität – das Verhältnis von Wirtschaftsleistung zum Arbeitseinsatz – ist eine der wichtigsten Indikatoren der wirtschaftlichen Entwicklung. Sie verweist sowohl auf die Bestimmungsgründe des Wohlstands als auch auf den Erfolg der wirtschaftlichen Aktivität. In der Praxis erweist sich diese Größe zwar besonders anfällig für Messfehler, diese allein können dem Gutachten zufolge die rückläufigen Zuwachsraten über die letzten 25 Jahre aber kaum erklären. Auffällig ist insbesondere, dass sich die Dynamik der Stundenproduktivität nach den kräftigen Zuwachsraten in den 1990er-Jahren seit der Jahrtausendwende spürbar verlangsamte. Insbesondere schien es zunächst so, als ob das Produktivitätswachstum nach der Überwindung der Weltfinanzkrise in den ersten Jahren des laufenden Jahrzehnts nahezu zum Erliegen kam. Dies hatten die Bundesministerien veranlasst, die Gründe für diese Entwicklung wissenschaftlich untersuchen zu lassen.

Für die Entwicklung waren der Studie zufolge vor allem fünf Faktoren maßgeblich: der Aufholprozess nach der deutschen Wiedervereinigung, ein im internationalen Vergleich schwaches Ausmaß der Digitalisierung, die demografische Entwicklung, der sektorale Strukturwandel und das deutsche „Arbeitsmarktwunder“. „Andere häufig genannte Faktoren, wie das Fehlen gut ausgebildeter Arbeitskräfte, das verstärkte Outsourcing bestimmter Tätigkeiten oder die Finanzkrise, spielten dagegen keine nennenswerte Rolle“, sagte Stefan Kooths, Konjunkturchef des IfW und einer der verantwortlichen Autoren der Studie.

Die Aufholprozesse in der ostdeutschen Wirtschaft während der ersten Hälfte der 1990er-Jahre verzerren den Zeitvergleich seit der Wiedervereinigung erheblich. Aber auch andere Faktoren haben – zeitlich versetzt – jeweils temporär die Entwicklung beeinflusst. Hierzu zählen die Veränderungen in der Alterszusammensetzung der Erwerbsbevölkerung, die auf den Produktivitätsfortschritt in den 1990er-Jahren fördernd, in den frühen 2000er-Jahren hingegen dämpfend wirkten, erklärten die Forscher.

Besonders stark hat der Studie zufolge die nach der Jahrtausendwende einsetzende Lohnzurückhaltung und die dadurch ermöglichte hohe Beschäftigungsdynamik zu rückläufigen Zuwächsen der Produktivität beigetragen. Gleichzeitig ist aber die Arbeitslosigkeit deutlich gesunken. „Die Lohnzurückhaltung im Zusammenspiel mit den Arbeitsmarktreformen der frühen 2000er-Jahre hat die Effekte der vorangegangenen Entlassungsproduktivität wieder rückgängig gemacht. Das damit vorübergehend einhergehende niedrigere Produktivitätswachstum ist letztlich ein Ausweis erfolgreicher Wirtschaftspolitik und kein Grund zur Besorgnis“, so Kooths.

Im Ergebnis lässt sich der seit der Wiedervereinigung rückläufige Produktivitätsfortschritt auf ein Zusammenspiel multipler und im Zeitverlauf unterschiedlich bedeutsamer Faktoren zurückführen. Das Gutachten gibt deshalb Entwarnung mit Blick auf eine befürchtete dauerhafte Produktivitätsschwäche in Deutschland. „Es gibt keinen Anlass für einen säkularen Produktivitätspessimismus. Den Abgesang auf den Produktivitätsfortschritt, der zuweilen zu hören war, können wir nicht nachvollziehen“, sagte Kooths. Dies bestätigt auch die jüngste Entwicklung. Nach Datenrevisionen der Statistikämter und neu hinzugekommenen Beobachtungen weisen die Produktivitätszuwächse bereits seit mehreren Jahren wieder nach oben.

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ifo Geschäftsklima setzt Rekordjagd fort

Die Stimmung in den deutschen Chefetagen ist hervorragend. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im November auf einen neuen Rekordwert von 117,5 Punkten, nach 116,8 im Oktober. Dies war auf deutlich optimistischere Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen.

Produktivität in Deutschland: Kein Grund für Pessimismus

IfW Kiel, Pressemitteilung vom 23.11.2017

Das über einen längeren Zeitraum rückläufige Wachstum der Arbeitsproduktivität in Deutschland ist durch die Abfolge mehrerer, jeweils temporär wirksamer Faktoren erklärbar und nicht als Ergebnis eines dauerhaften Trends zu sehen. Zu diesem Befund kommt ein jetzt veröffentlichtes Gutachten des IfW Kiel im Auftrag von Bundesfinanz- und Bundeswirtschaftsministerium. Darin werden für den Zeitraum seit der Wiedervereinigung fünf Hauptgründe ausgemacht, die den Produktivitätsfortschritt in verschiedenen Phasen gedämpft haben.

Die Arbeitsproduktivität – das Verhältnis von Wirtschaftsleistung zum Arbeitseinsatz – ist eine der wichtigsten Indikatoren der wirtschaftlichen Entwicklung. Sie verweist sowohl auf die Bestimmungsgründe des Wohlstands als auch auf den Erfolg der wirtschaftlichen Aktivität. In der Praxis erweist sich diese Größe zwar besonders anfällig für Messfehler, diese allein können dem Gutachten zufolge die rückläufigen Zuwachsraten über die letzten 25 Jahre aber kaum erklären. Auffällig ist insbesondere, dass sich die Dynamik der Stundenproduktivität nach den kräftigen Zuwachsraten in den 1990er-Jahren seit der Jahrtausendwende spürbar verlangsamte. Insbesondere schien es zunächst so, als ob das Produktivitätswachstum nach der Überwindung der Weltfinanzkrise in den ersten Jahren des laufenden Jahrzehnts nahezu zum Erliegen kam. Dies hatten die Bundesministerien veranlasst, die Gründe für diese Entwicklung wissenschaftlich untersuchen zu lassen.

Für die Entwicklung waren der Studie zufolge vor allem fünf Faktoren maßgeblich: der Aufholprozess nach der deutschen Wiedervereinigung, ein im internationalen Vergleich schwaches Ausmaß der Digitalisierung, die demografische Entwicklung, der sektorale Strukturwandel und das deutsche „Arbeitsmarktwunder“. „Andere häufig genannte Faktoren, wie das Fehlen gut ausgebildeter Arbeitskräfte, das verstärkte Outsourcing bestimmter Tätigkeiten oder die Finanzkrise, spielten dagegen keine nennenswerte Rolle“, sagte Stefan Kooths, Konjunkturchef des IfW und einer der verantwortlichen Autoren der Studie.

Die Aufholprozesse in der ostdeutschen Wirtschaft während der ersten Hälfte der 1990er-Jahre verzerren den Zeitvergleich seit der Wiedervereinigung erheblich. Aber auch andere Faktoren haben – zeitlich versetzt – jeweils temporär die Entwicklung beeinflusst. Hierzu zählen die Veränderungen in der Alterszusammensetzung der Erwerbsbevölkerung, die auf den Produktivitätsfortschritt in den 1990er-Jahren fördernd, in den frühen 2000er-Jahren hingegen dämpfend wirkten, erklärten die Forscher.

Besonders stark hat der Studie zufolge die nach der Jahrtausendwende einsetzende Lohnzurückhaltung und die dadurch ermöglichte hohe Beschäftigungsdynamik zu rückläufigen Zuwächsen der Produktivität beigetragen. Gleichzeitig ist aber die Arbeitslosigkeit deutlich gesunken. „Die Lohnzurückhaltung im Zusammenspiel mit den Arbeitsmarktreformen der frühen 2000er-Jahre hat die Effekte der vorangegangenen Entlassungsproduktivität wieder rückgängig gemacht. Das damit vorübergehend einhergehende niedrigere Produktivitätswachstum ist letztlich ein Ausweis erfolgreicher Wirtschaftspolitik und kein Grund zur Besorgnis“, so Kooths.

Im Ergebnis lässt sich der seit der Wiedervereinigung rückläufige Produktivitätsfortschritt auf ein Zusammenspiel multipler und im Zeitverlauf unterschiedlich bedeutsamer Faktoren zurückführen. Das Gutachten gibt deshalb Entwarnung mit Blick auf eine befürchtete dauerhafte Produktivitätsschwäche in Deutschland. „Es gibt keinen Anlass für einen säkularen Produktivitätspessimismus. Den Abgesang auf den Produktivitätsfortschritt, der zuweilen zu hören war, können wir nicht nachvollziehen“, sagte Kooths. Dies bestätigt auch die jüngste Entwicklung. Nach Datenrevisionen der Statistikämter und neu hinzugekommenen Beobachtungen weisen die Produktivitätszuwächse bereits seit mehreren Jahren wieder nach oben.

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Neue EU-Mehrwertsteuer-Richtlinie bringt Belastungen für den Einzelhandel

Das „E-Commerce-Paket“ der EU-Kommission soll die Mehrwertsteuer vereinfachen und für einen fairen Wettbewerb sorgen. Doch gut gemeint ist noch nicht gut gemacht: Mit der neuen „Versandhandelsregelung“ jedenfalls würden gerade die kleinen und mittelgroßen Händler eher belastet, grenzüberschreitende Geschäfte innerhalb der EU erheblich erschwert, warnt der DIHK.

Neue EU-Mehrwertsteuer-Richtlinie bringt Belastungen für den Einzelhandel

DIHK, Mitteilung vom 23.11.2017

Der digitale Handel boomt. Was vor allem für Online-Händler gut ist, sorgt insbesondere bei vielen kleineren Einzelhändlern für einen größeren Wettbewerbsdruck. Deswegen erschließen auch viele Unternehmen der Branche neue Märkte. Der EU-Binnenmarkt bietet hierfür zahlreiche Chancen. Vorgaben der EU-Kommission beim Verbraucherschutz und bei den Steuern erschweren grenzüberschreitende Geschäfte der Einzelhändler innerhalb der Europäischen Union allerdings erheblich. Dabei soll das „E-Commerce-Paket“ der Kommission offiziell Vereinfachungen bei der Mehrwertsteuer bringen und für einen fairen Wettbewerb sorgen. Gut gemeint ist aber noch nicht gut gemacht. Mit der neuen „Versandhandelsregelung“ werden jedenfalls gerade die kleinen und mittelgroßen Händler eher belastet.

Einheitlicher Schwellenwert mit abschreckender Wirkung

Bislang können Unternehmen aus einem EU-Staat heraus Waren an Endkunden in andere EU-Länder verkaufen, ohne sich dort umsatzsteuerlich zu registrieren – vorausgesetzt, der Umsatz übersteigt nicht die „Lieferschwelle“ von rund 35.000 Euro. Das gilt für jedes Land, in das geliefert wird. Abgeführt wird die Umsatzsteuer jeweils im Heimatstaat. Die EU-Kommission will die genannte Grenze auf 10.000 Euro senken – und zwar bezogen auf den Gesamtumsatz in der EU! Wird diese neue Grenze überschritten, müssen die Einzelhändler alle Umsätze in den entsprechenden Bestimmungsländern versteuern. Das soll auch dann gelten, wenn dort nur ein oder zwei Produkte verkauft wurden.

Beispiel: Ein Unternehmer macht heute insgesamt 50.000 Euro Umsatz im Ausland, davon 36.000 Euro in Frankreich, der Rest verteilt sich mit Werten zwischen 5 und 1.000 Euro auf 21 andere EU-Mitgliedstaaten. Nach derzeitigem Recht müsste er sich nur in Frankreich registrieren und dort Steuern abführen, da dort die Lieferschwelle von 35.000 Euro überschritten wird. Künftig wäre dieser Händler auch in den 21 anderen Mitgliedstaaten steuerpflichtig!

Umsatzsteuer-Know-how trotz One-Stop-Shops erforderlich

Bei der Meldung der ausländischen Umsätze und den anfallenden Steuerzahlungen soll ein One-Stop-Shop (OSS) helfen. Er soll es ermöglichen, die Umsatzsteuer-Voranmeldung und die Erklärung für andere EU-Länder im Heimatstaat abzugeben und die Umsatzsteuer dort zu entrichten. Ein solcher OSS ist im Rahmen des Bestimmungslandprinzips enorm wichtig. Denn damit lässt sich die bürokratische Belastung für die Unternehmen erheblich reduzieren. Allerdings muss sich der Unternehmer nach der neuen Regelung auch bei Nutzung des OSS mit dem Umsatzsteuerrecht sämtlicher Staaten auseinandersetzen, in denen er steuerpflichtig ist. Im obigen Beispiel wären insgesamt 22 ausländische Rechtsordnungen zu prüfen! Das klingt nicht gerade nach Entlastung.

Rechtssichere Informationen notwendig

Wirksam entlastet werden können KMU nur mit verlässlichen Informationen zum jeweiligen ausländischen Recht. Das fängt schon damit an, dass fast jedes Land unterschiedliche Mehrwertsteuersätze hat. 7 Prozent, 19 Prozent – das sind beispielsweise die deutschen MwSt-Sätze, die rechtssicher angewendet werden müssen. Selbst für Lieferungen innerhalb Deutschlands ist das derzeit schwierig. Innerhalb der EU-27 wird es nicht einfacher!

Schwellenwerte pro Land beibehalten!

Für viele kleine und mittelständische Einzelhändler sind das keine verlockenden Rahmenbedingungen, um ihre Waren und Dienstleistungen EU-weit zu verkaufen. Sinnvoller wäre es, auch zukünftig einen Schwellenwert pro EU-Land beizubehalten. Die geplante Regelung führt sonst dazu, dass gerade kleine und mittelgroße Händler die Chancen des Binnenmarktes kaum nutzen können.

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Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 3. Quartal 2017

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, legt die Wirtschaftsleistung in Deutschland weiter kräftig zu: Das Bruttoinlandsprodukt war im dritten Quartal 2017 um 0,8 % höher als im Vorquartal. In der ersten Jahreshälfte 2017 war das BIP ebenfalls deutlich gestiegen, und zwar um 0,6 % im zweiten und 0,9 % im ersten Quartal.

Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 3. Quartal 2017

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 23.11.2017

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland legt weiter kräftig zu: Wie das Statistische Bundesamt bereits in seiner Schnellmeldung am 14. November 2017 mitteilte, war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal 2017 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,8 % höher als im Vorquartal. In der ersten Jahreshälfte 2017 war das BIP ebenfalls deutlich gestiegen, und zwar um 0,6 % im zweiten und 0,9 % im ersten Quartal.

Positive Impulse von Außenhandel und Ausrüstungsinvestitionen

Positive Impulse kamen im dritten Quartal 2017 preis-, saison- und kalenderbereinigt vom Handel mit dem Ausland: Nach vorläufigen Berechnungen stiegen die Exporte von Waren und Dienstleistungen gegenüber dem zweiten Quartal 2017 um 1,7 %. Die Importe legten im Vergleich zum Vorquartal ebenfalls zu, stiegen mit +0,9 % jedoch weniger stark als die Exporte. Dadurch hatte der Außenbeitrag – also die Differenz von Exporten und Importen – einen rechnerisch positiven Effekt auf das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts.

Die privaten Konsumausgaben (-0,1 %) und die Konsumausgaben des Staates (-0,0 %) blieben in etwa auf dem Niveau des zweiten Quartals 2017. Die Investitionen entwickelten sich nach vorläufigen Berechnungen preis-, saison- und kalenderbereinigt positiv gegenüber dem Vorquartal: Während insbesondere in Ausrüstungen -darunter fallen hauptsächlich Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge – mehr investiert wurde (+1,5 %), waren die Investitionen in Bauten im Vergleich zum zweiten Quartal 2017 leicht rückläufig (-0,4 %).

Wirtschaftswachstum hat auch im Vorjahresvergleich zugelegt

Das preisbereinigte BIP stieg im dritten Quartal 2017 um 2,3 % (kalenderbereinigt: 2,8 %), nach 1,0 % im zweiten (kalenderbereinigt: 2,3 %) und 3,4 % im ersten Quartal 2017 (kalenderbereinigt: 2,1 %).

Arbeitsproduktivität gestiegen

Die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2017 wurde von 44,5 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht, das waren 668.000 Personen oder 1,5 % mehr als ein Jahr zuvor.

Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität, gemessen als preisbereinigtes BIP je Erwerbstätigen, ist im dritten Quartal 2017 um 0,8 % gestiegen. Je Erwerbstätigenstunde gemessen war der Anstieg mit +1,1 % höher, da im Durchschnitt je Erwerbstätigen 0,3 % weniger Arbeitsstunden geleistet wurden als im Vorjahr. Dies ergaben erste vorläufige Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit.

Wachstumsimpulse im Vorjahresvergleich vor allem aus dem Inland

Im Vorjahresvergleich kamen die positiven Impulse im dritten Quartal 2017 vor allem aus dem Inland: Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 2,1 % höher als im Vorjahr, die Konsumausgaben des Staates um 0,9 %. Die Bauinvestitionen legten um 3,2 % zu, insbesondere in Wohnbauten wurde mehr investiert als im dritten Quartal 2016. In Ausrüstungen – darunter fallen hauptsächlich Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge – wurde ebenfalls mehr investiert als ein Jahr zuvor (+4,6 %). Auch vom Außenhandel kamen positive Wachstumsimpulse: Die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen stiegen nach vorläufigen Berechnungen um 4,8 % und damit weniger stark als die Importe mit +5,5 %. Insgesamt trug der Außenbeitrag als Saldo aus Exporten und Importen rechnerisch 0,1 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum bei.

Bruttowertschöpfung in nahezu allen Wirtschaftsbereichen gestiegen

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung war im dritten Quartal 2017 in fast allen Wirtschaftsbereichen höher als ein Jahr zuvor. Den stärksten Anstieg hatte der Bereich Information und Kommunikation (+3,6 %), gefolgt vom Verarbeitenden Gewerbe (+3,4 %). Deutliche Anstiege der Wirtschaftsleistung zeigten sich auch im Handel, Verkehr, Gastgewerbe (+3,1 %) und im Baugewerbe (+2,7 %). Einzig bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistern gab es im Vorjahresvergleich einen leichten Rückgang von 0,6 %. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche stieg im dritten Quartal 2017 um 2,5 % gegenüber dem dritten Quartal 2016.

Brutto- und Nettolöhne gestiegen

In jeweiligen Preisen war das Bruttoinlandsprodukt um 4,3 % und das Bruttonationaleinkommen um 4,6 % höher als ein Jahr zuvor. Das Volkseinkommen, das sich aus dem Arbeitnehmerentgelt sowie den Unternehmens- und Vermögenseinkommen zusammensetzt, nahm nach ersten vorläufigen Berechnungen insgesamt ebenfalls zu (+5,1 %). Die Bruttolöhne und -gehälter der Arbeitnehmer waren um 4,6 % höher als ein Jahr zuvor, die Nettolöhne und -gehälter um 4,4 %. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich um 4,2 %, die privaten Konsumausgaben um 3,9 %. Daraus errechnet sich für die Sparquote der privaten Haushalte im dritten Quartal 2017 ein vorläufiger Wert von 8,3 %; das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor.

Ergebnisse für das erste und zweite Quartal 2017 überarbeitet

Neben der Erstberechnung des dritten Quartals 2017 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse des ersten und zweiten Quartals 2017 überarbeitet und, soweit erforderlich, revidiert. Dabei ergaben sich für das Bruttoinlandsprodukt im ersten und zweiten Quartal 2017 leichte Korrekturen der bisherigen Ergebnisse nach oben. In einzelnen Komponenten des BIP kam es zu deutlicheren Korrekturen. Darüber hinaus kann es wie üblich bei saison- und kalenderbereinigten Reihen zu geänderten Ergebnissen in der gesamten Zeitreihe ab 1991 kommen.

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Deutsche Unternehmen stärken Forschung und Entwicklung – im Inland wie im Ausland

Deutsche Unternehmen haben in den vergangenen Jahren verstärkt im Ausland in Forschung und Entwicklung (FuE) investiert. Zwischen 2003 und 2015 hat sich das jährliche Volumen im Ausland von 10,9 auf 24 Mrd. Euro mehr als verdoppelt. Im Inland stiegen ihre Aufwendungen für FuE um 76 Prozent auf knapp 45 Mrd. Euro. Das sind die Ergebnisse einer Studie des DIW Berlin.

Deutsche Unternehmen stärken Forschung und Entwicklung – im Inland wie im Ausland

DIW Berlin, Pressemitteilung vom 22.11.2017

DIW-Studie: FuE-Aufwendungen deutscher Unternehmen im Ausland gegenüber 2003 mehr als verdoppelt. Gleichzeitig stiegen aber auch ihre inländischen Investitionen stark – Gros entfällt auf den Kraftfahrzeugbau und die Pharmaindustrie – Anteil ausländischer Unternehmen an den FuE-Investitionen in Deutschland sinkt.

Deutsche Unternehmen haben in den vergangenen Jahren verstärkt im Ausland in Forschung und Entwicklung (FuE) investiert. Zwischen 2003 und 2015 hat sich das jährliche Volumen im Ausland von 10,9 auf 24 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Der Auslandsanteil an den gesamten FuE-Investitionen deutscher Unternehmen betrug damit 35 Prozent. Doch auch im Inland stiegen ihre Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um 76 Prozent auf knapp 45 Milliarden Euro. Insgesamt entfielen 60 Prozent der zusätzlichen FuE-Investitionen auf Standorte in Deutschland und 40 Prozent auf das Ausland.

Das sind die Ergebnisse einer DIW-Studie, die die jährlichen Investitionen in Forschung und Entwicklung der deutschen Unternehmen mit internationalen Aktivitäten auf Basis der Daten der Stifterverband Gesellschaft für Wissenschaftsstatistik mbH untersucht hat. „Die Entwicklung der FuE-Aufwendungen im In- und Ausland verläuft in den Branchen weitgehend parallel“, konstatiert Studienautorin Heike Belitz. Mit einem Zuwachs oder Rückgang der FuE im Inland gehe oft eine gleichgerichtete Veränderung im Ausland einher. „Diese Korrelation ist deutlich sichtbar, wenngleich sie noch keine Kausalität bedeutet“, sagt die DIW-Ökonomin.

Dabei wird die Ausweitung der FuE-Aktivitäten deutscher Unternehmen im Ausland von solchen Unternehmen getragen, die auch im Inland verstärkt investieren. Dies betrifft vor allem den Kraftfahrzeugbau und die Pharmaindustrie. Auf den Kraftfahrzeugbau entfallen 80 Prozent der zusätzlichen FuE-Aufwendungen im Inland seit 2003 und immerhin 42 Prozent im Ausland. Dort hat auch die Pharmaindustrie ihre FuE-Aufwendungen stark ausgeweitet und ist damit für 32 Prozent des Zuwachses der FuE-Ausgaben deutscher Unternehmen im Ausland verantwortlich. Aber auch im Inland haben die deutschen Pharmaunternehmen ihre FuE ausgebaut. Lediglich die Maschinenbauer verstärkten nach 2009 ihre Anstrengungen im Ausland und schraubten sie gleichzeitig im Inland etwas zurück.

FuE-Engagement ausländischer Unternehmen in Deutschland stagniert

Die FuE-Aufwendungen aller Unternehmen in Deutschland stiegen auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts und liegen damit gleichauf mit den USA und deutlich höher als etwa in Frankreich und Großbritannien. Treiber der positiven Entwicklung waren in Deutschland die multinationalen Unternehmen mit FuE im Ausland.

Ausländische Unternehmen tätigten in Deutschland im Jahr 2015 interne FuE-Aufwendungen von insgesamt 13,1 Milliarden Euro, eine Steigerung von zehn Prozent im Vergleich zu 2013, dem Jahr der letzten Erhebung. Im längerfristigen Vergleich geht ihr Anteil jedoch leicht zurück.

Der Anteil der ausländischen FuE-Investitionen an den gesamten FuE-Aufwendungen in Deutschland sank seit 2003 von 25,2 auf 21,5 Prozent. Ähnliche Anteile haben Frankreich und die Schweiz, in den USA und Japan sind sie mit 16 Prozent beziehungsweise sieben Prozent deutlich niedriger. Vor dem Hintergrund der Bestände an Direktinvestitionen aus dem Ausland wären allerdings in diesen Ländern höhere FuE-Aufwendungen ausländischer Unternehmen zu erwarten. „Die Forschungspolitik sollte klären, ob in Deutschland für ausländische Unternehmen Zugangshemmnisse zur Forschungslandschaft bestehen“, fordert DIW-Ökonomin Heike Belitz. „Gerade im Spitzentechnologiebereich, wo ausländische Unternehmen bereits besonders aktiv sind, aber auch darüber hinaus könnte die Beseitigung von Hemmnissen zur Intensivierung des internationalen Wissenstransfers beitragen.“

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KMU in der Europäischen Union generieren die Hälfte des Intra-EU-Warenverkehrs

Anlässlich der Europäischen KMU-Woche, die auf die Förderung des Unternehmertums abzielt, veröffentlicht Eurostat Daten zu Unternehmen nach Beschäftigungsgrößenklassen, unter besonderer Berücksichtigung der Bedeutung von kleinen und mittleren Unternehmen im Intra-EU-Warenverkehr.

KMU in der Europäischen Union generieren die Hälfte des Intra-EU-Warenverkehrs

Anteil der Einfuhren überwiegt leicht

Eurostat, Pressemitteilung vom 21.11.2017

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU – bis zu 249 Beschäftigte) gelten als ein Motor der Wirtschaft der Europäischen Union (EU). Sie schaffen Arbeitsplätze und tragen zum Wirtschaftswachstum bei.

Darüber hinaus leisten sie einen wesentlichen Beitrag zum Handel innerhalb der EU. Bei 98 % der am Warenverkehr innerhalb der EU beteiligten Unternehmen, handelt es sich um KMU, darunter etwa 70 % Kleinstunternehmen (bis zu 9 Beschäftigte). KMU erzeugen die Hälfte des Wertes des Intra-EU-Warenverkehrs. Genauer entfallen auf sie 51 % der Intra-EU-Einfuhren und 45 % der Intra-EU-Ausfuhren.

Anlässlich der Europäischen KMU-Woche, die auf die Förderung des Unternehmertums abzielt, veröffentlicht Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, Daten zu Unternehmen nach Beschäftigungsgrößenklassen, unter besonderer Berücksichtigung der Bedeutung von kleinen und mittleren Unternehmen im Intra-EU-Warenverkehr.

Anteil von KMU an Intra-EU-Ausführen in Zypern und Lettland am größten, in Frankreich am geringsten

In fünf Mitgliedstaaten erzeugen KMU mehr als zwei Drittel des Gesamtwerts der Intra-EU-Warenausfuhren: In Zypern (88 %) und Lettland (81 %), gefolgt von Belgien (70 %), Estland (68 %) und den Niederlanden (67 %). Am anderen Ende des Spektrums entfällt auf KMU weniger als ein Drittel des Werts der Intra-EU-Ausfuhren in Frankreich (21 %), Deutschland (26 %), der Slowakei (30 %) und Irland (32 %), gefolgt von Polen (35 %), der Tschechischen Republik (36 %) und Finnland (38 %).

Von allen KMU-Größenklassen leisten Kleinstunternehmen in sechs Mitgliedstaaten den größten Beitrag zu den Intra-EU-Ausfuhren: in Belgien (wo auf Kleinstunternehmen 46 % des Gesamtwerts der Intra-EU-Ausfuhren entfällt), Malta (37 % im Jahr 2013), Ungarn (26 %), dem Vereinigten Königreich (23 %), Rumänien und Schweden (je 19 %). Im Gegensatz dazu erzeugen sie in zehn Mitgliedstaaten weniger als 10 % des Gesamtwerts: In Frankreich, Deutschland, Finnland (je etwa 4 %) sowie in der Tschechischen Republik, Italien (je etwa 5 %), Polen (6 %), Dänemark (8 %), der Slowakei, Luxemburg (je etwa 9 %) und Portugal (10 %). In allen Mitgliedstaaten sind über 90 % der Unternehmen, die innerhalb der EU exportieren, KMU, wobei die Spanne von 90 % in der Tschechischen Republik bis über 99 % in Slowenien reicht.

Höchster Anteil an Intra-EU-Einfuhren von KMU in Lettland und Zypern

In der großen Mehrzahl der Mitgliedstaaten stammt mindestens die Hälfte des Wertes der Intra-EU-Wareneinfuhren von KMU. Insbesondere erzeugen KMU mehr als drei Viertel des Gesamteinfuhrwerts in Lettland (85 %), Zypern (82 %), Estland (79 %), Litauen (78 %) und Malta (77 % im Jahr 2013). Lediglich in Frankreich (31 %), Deutschland (34 %), der Tschechischen Republik (47 %), der Slowakei (48 %) und Polen (49 %) entfällt auf KMU weniger als die Hälfte der Einfuhren.

Von allen KMU-Größenklassen leisten Kleinstunternehmen in fünf Mitgliedstaaten den größten Beitrag zu den Intra-EU-Einfuhren: In Malta (wo auf Kleinstunternehmen im Jahr 2013 45 % des Gesamtwerts der Intra-EU-Einfuhren entfielen), Belgien (38 %), Schweden (25 %), Ungarn (23 %) und dem Vereinigten Königreich (21 %). Im Gegensatz dazu erzeugen sie in fünf Mitgliedstaaten weniger als 10 % des Gesamtwerts: In Frankreich, Deutschland, der Tschechischen Republik (je etwa 7 %), Italien (9 %) und Polen (10 %).

Ebenso wie bei den Ausfuhren sind in allen Mitgliedstaaten über 90 % der Unternehmen, die innerhalb der EU importieren, KMU, wobei die Spanne von 91 % in der Tschechischen Republik bis fast 100 % in Belgien reicht.

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Erzeugerpreise Oktober 2017: +2,7 % gegenüber Oktober 2016

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Oktober 2017 um 2,7 % höher als im Oktober 2016. Im September 2017 hatte die Jahresveränderungsrate bei +3,1 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stiegen die Erzeugerpreise im Oktober gegenüber dem Vormonat September um 0,3 %.

Erzeugerpreise Oktober 2017: +2,7 % gegenüber Oktober 2016

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 20.11.2017

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Oktober 2017 um 2,7 % höher als im Oktober 2016. Im September 2017 hatte die Jahresveränderungsrate bei +3,1 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stiegen die Erzeugerpreise im Oktober gegenüber dem Vormonat September um 0,3 %.

Die Preisentwicklung bei Vorleistungsgütern, die einen Anteil von 31 % am Gesamtindex haben, wirkte sich im Oktober 2017 am stärksten auf die Entwicklung der Erzeugerpreise insgesamt aus. Vorleistungsgüter waren im Oktober 2017 um 4,1 % teurer als im Oktober 2016. Gegenüber dem Vormonat September stiegen diese Preise um 0,4 %. Metalle kosteten 11,0 % mehr als im Oktober 2016 (+1,6 % gegenüber September 2017). Dabei war Walzstahl im Vorjahresvergleich 14,4 % teurer (+1,4 % gegenüber September 2017), Nicht-Eisenmetalle und deren Halbzeug verteuerten sich 11,8 % (+2,8 % gegenüber September 2017). Chemische Grundstoffe kosteten 4,6 % mehr. Nur wenige Vorleistungsgüter waren billiger als ein Jahr zuvor. Dazu gehörten Edelmetalle und Halbzeug daraus (-4,6 %), Faserzementwaren (-2,9 %) und elektronische Bauelemente (-1,1 %).

Energie war im Oktober 2017 um 2,8 % teurer als im Oktober 2016. Gegenüber September 2017 stiegen die Energiepreise um 0,5 %. Die Preisentwicklung im Vorjahresvergleich war bei den einzelnen Energieträgern weiterhin sehr unterschiedlich: Während elektrischer Strom um 4,1 % teurer war und Mineralölerzeugnisse 3,4 % mehr kosteten als ein Jahr zuvor, war Erdgas in der Verteilung um 4,2 % billiger.

Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise um 2,7 % höher als im Oktober des Vorjahres. Gegenüber September 2017 stiegen sie um 0,2 %.

Die Preise für Verbrauchsgüter waren im Oktober 2017 um 2,8 % höher als im Oktober 2016, im Vergleich zum Vormonat September sanken sie jedoch um 0,3 %. Nahrungsmittel kosteten im Jahresvergleich 4,2 % mehr. Gegenüber dem Vormonat September sanken hier die Preise um 0,4 %. Zu diesem Preisrückgang trugen die um 6,8 % gesunkenen Preise für Zucker und die um 5,9 % niedrigeren Preise für Schweinefleisch am stärksten bei.

Gegenüber dem Vorjahresmonat wies Butter auch im Oktober 2017 den höchsten Preisanstieg auf. Sie war um 60,2 % teurer als im Oktober 2016, gegenüber September 2017 stiegen die Preise um 0,8 %. Milch kostete 26,2 % mehr als im Vorjahresmonat. Margarine verteuerte sich um 6,4 % (+3,8 % gegenüber September 2017), Kaffee um 4,7 % und Fleisch ohne Geflügel um 0,8 % (-4,2 % gegenüber September 2017).

Investitionsgüter waren im Oktober 2017 um 1,1 % teurer als im Oktober 2016 (unverändert gegenüber September 2017), Gebrauchsgüter kosteten 1,2 % mehr als im Vorjahresmonat (+0,1 % gegenüber September 2017).

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