Das Risiko, dass die deutsche Wirtschaft in nächster Zeit in eine Rezession gerät, ist in den vergangenen Wochen erneut leicht gesunken. Das signalisiert der Konjunkturindikator des IMK in der Hans-Böckler-Stiftung.
Wirtschaft
Das Risiko, dass die deutsche Wirtschaft in nächster Zeit in eine Rezession gerät, ist in den vergangenen Wochen erneut leicht gesunken. Das signalisiert der Konjunkturindikator des IMK in der Hans-Böckler-Stiftung.
Laut Eurostat stieg im Vergleich zum Vorquartal das saisonbereinigte BIP im zweiten Quartal 2015 im Euroraum (ER19) um 0,3 % und in der EU28 um 0,4 %.
Laut Eurostat liegt die jährliche Inflationsrate im Euroraum im Juli 2015 bei 0,2 %, unverändert gegenüber dem Vormonat. In der EU liegt sie – ebenfalls unverändert – bei 0,1 %.
Laut Statistischem Bundesamt setzt die deutsche Wirtschaft ihren positiven Wachstumskurs fort: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im zweiten Quartal 2015 um 0,4 % höher als im ersten Quartal 2015. Bereits zu Jahresbeginn hatte es einen moderaten Anstieg von 0,3 % gegeben.
Der ifo Index für die Weltwirtschaft ist nach einer leichten Erholung in der ersten Jahreshälfte wieder gesunken. Während sich die Lagebeurteilungen im Vergleich zum Vorquartal verschlechterten, blieben die Erwartungen unverändert positiv. Ein durchgreifender Aufschwung der Weltkonjunktur lässt auf sich warten.
Die Verbraucherpreise in Deutschland waren im Juli 2015 um 0,2 % höher als im Juli 2014. Im Juni 2015 hatte die Inflationsrate noch bei +0,3 % gelegen. Die Gesamtteuerung hat sich damit im Juli 2015 leicht abgeschwächt. Das Statistische Bundesamt bestätigt damit seine vorläufigen Gesamtergebnisse vom 30. Juli 2015.
Laut BMWi befindet sich die Konjunktur in Deutschland im Sommer weiterhin solide aufwärtsgerichtet. Vor allem im Bereich der Dienstleistungen wird die wirtschaftliche Leistung kontinuierlich ausgeweitet. In der Industrie entwickelt sich die Produktion trotz einer Abschwächung im Juni in der Tendenz moderat positiv.
Im Mai 2015 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.761 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 8,9 % weniger als im Mai 2014. Zuletzt hatte es im März 2015 einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat (+ 2,1 %) gegeben.
Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland trüben sich im August 2015 erneut ein. Der Index fällt gegenüber dem Vormonat um 4,7 Punkte auf einen Stand von 25,0 Punkten (langfristiger Mittelwert: 24,9 Punkte).
Die Verkaufspreise im Großhandel waren im Juli 2015 um 0,5 % niedriger als im Juli 2014. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hatte die Jahresveränderungsrate im Juni 2015 ebenfalls bei -0,5 % gelegen. Gegenüber dem Vormonat verteuerten sich die auf Großhandelsebene verkauften Waren im Juli 2015 um 0,1 %.
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