Der Euroraum hat die Rezession im Frühjahr 2013 überwunden. Die Stimmungsindikatoren deuten darauf hin, dass sich die Erholung im weiteren Verlauf des Jahres fortsetzt. Das teilt das IfW Kiel mit.
Wirtschaft
Der Euroraum hat die Rezession im Frühjahr 2013 überwunden. Die Stimmungsindikatoren deuten darauf hin, dass sich die Erholung im weiteren Verlauf des Jahres fortsetzt. Das teilt das IfW Kiel mit.
Die konjunkturelle Dynamik in Deutschland hat sich lt. IfW Kiel im Verlauf dieses Jahres spürbar belebt. Der Erholungsprozess dürfte sich im Prognosezeitraum fortsetzen und im nächsten Jahr sowohl an Breite als auch an Tempo gewinnen.
Die Verkaufspreise im Großhandel waren lt. Statistischem Bundesamt im August 2013 um 1,7 % niedriger als im August 2012. Dies war der stärkste Rückgang im Vorjahresvergleich seit November 2009 (-3,2 %).
Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist im August im Vergleich zum Juli auf Dollar-Basis um 2,4 % gestiegen. Auf Euro-Basis stieg der Gesamtindex aufgrund des starken Euros mit einem Plus von 0,7 % weniger stark.
Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen lt. Statistischem Bundesamt im August 2013 um 1,5 % höher als im August 2012. Im Juli 2013 hatte die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – bei 1,9 % und im Juni 2013 bei 1,8 % gelegen. Im Vergleich zum Vormonat Juli 2013 blieb der Verbraucherpreisindex im August 2013 unverändert.
Deutschland liegt im internationalen Vergleich der Tarife und der tatsächlichen Steuerbelastung für Unternehmen im europäischen Vergleich lt. BDI im oberen Drittel. Und die Unternehmensteuern werden von 112 Milliarden Euro im Jahr 2012 auf 134 Milliarden Euro im Jahr 2017 überproportional steigen.
Die deutsche Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs. Die privaten Konsumausgaben bildeten lt. BMWi im zweiten Quartal die Basis für das robuste binnenwirtschaftliche Wachstum. Nach dem kräftigen Anstieg des BIP im 2. Quartal um 0,7 % wird sich das Wachstumstempo im 2. Halbjahr normalisieren, da Nachholeffekte auslaufen.
Der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juli 2013 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,9 % niedriger als im Juni 2013.
Eine neue Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung in der Hans-Böckler-Stiftung ergibt, dass atypische Beschäftigung, höhere Kapitaleinkommen und weniger Ausgleich im Steuersystem die Einkommens-Ungleichheit gesteigert haben.
Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ging lt. BMWi im Juli vorläufigen Angaben zufolge gegenüber dem Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 1,7 % zurück.
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