Großhandelspreise im August 2024: -1,1 % gegenüber August 2023

Die Verkaufspreise im Großhandel waren im August 2024 um 1,1 % niedriger als im August 2023. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, fielen die Großhandelspreise im August 2024 gegenüber dem Vormonat Juli 2024 um 0,8 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 12.09.2024

Großhandelsverkaufspreise, August 2024
-1,1 % zum Vorjahresmonat
-0,8 % zum Vormonat

Die Verkaufspreise im Großhandel waren im August 2024 um 1,1 % niedriger als im August 2023. Im Juli 2024 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -0,1 % gelegen, im Juni 2024 bei -0,6 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, fielen die Großhandelspreise im August 2024 gegenüber dem Vormonat Juli 2024 um 0,8 %.

Gesunkene Preise für Mineralölerzeugnisse, höhere Preise für Kaffee und Kakao

Hauptursächlich für den Rückgang der Großhandelspreise insgesamt gegenüber dem Vorjahresmonat war im August 2024 der Preisrückgang im Großhandel mit Mineralölerzeugnissen (-7,7 %). Gegenüber Juli 2024 fielen diese Preise um 3,1 %. Ebenfalls günstiger im Vorjahresvergleich waren insbesondere die Preise im Großhandel mit lebenden Tieren (-8,3 %), mit Eisen, Stahl und Halbzeug daraus (-6,5 %) sowie mit chemischen Erzeugnissen (-5,8 %).

Höher als im August 2023 waren dagegen die Preise im Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen (+19,6 %) sowie mit Nicht-Eisen-Erzen, Nicht-Eisen-Metallen und Halbzeug daraus (+14,7 %). Auch für Altmaterial und Reststoffe (+14,4 %), Zucker, Süßwaren und Backwaren (+9,3 %), sowie für Tabakwaren (+5,2 %) musste im August 2024 auf Großhandelsebene mehr bezahlt werden als vor einem Jahr.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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IW-Konjunkturprognose: Die deutsche Wirtschaft kommt nicht voran

Bundesweit thront in diesem Jahr die rote Null: Die deutsche Wirtschaft wird 2024 allenfalls stagnieren, zeigt die neue Konjunkturprognose des IW Köln.

IW Köln, Pressemitteilung vom 11.09.2024

Bundesweit thront in diesem Jahr die rote Null: Die deutsche Wirtschaft wird 2024 allenfalls stagnieren, zeigt die neue Konjunkturprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Der Industriestandort Deutschland schwächelt – es fehlt an Investitionsanreizen. Die Dienstleister verhindern, dass Deutschland in eine schwere Rezession rutscht.

Die deutsche Wirtschaft kommt nicht voran: Hohe Kosten und leere Auftragsbücher belasten die Unternehmen zunehmend. Beliebte deutsche Industrieprodukte wie Maschinen oder Autos verkaufen sich schlechter als in den vergangenen Jahren. Der deutsche Außenhandel ist nach IW-Prognose in diesem Jahr rückläufig. Die IW-Konjunkturforscher erwarten, dass die Exporte um ein Prozent und die Importe um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgehen.

Wo es besonders hakt:

  • Weltweit sind deutsche Industrieprodukte – etwa aus dem Maschinenbau und der Fahrzeugindustrie – deutlich weniger nachgefragt. Zudem hat die deutsche Industrie es im internationalen Vergleich schwer, Löhne und Gehälter sind hierzulande hoch, Energie ist teuer.
  • Das schlechte Auslandsgeschäft, die anhaltende Bürokratie und die hohen Zinsen für Kredite sorgen dafür, dass Unternehmen wenig investieren. 2024 schrumpften die Investitionen um fast drei Prozent – die Ausrüstungsinvestitionen sogar um 5 ½ Prozent.
  • Obwohl die Zahl der Erwerbstätigen – vor allem im Dienstleistungssektor – steigt, nimmt die Arbeitslosigkeit leicht zu, sie steigt auf sechs Prozent.

Dienstleister verhindern Rezession

Einen Lichtblick gibt es aber: den Dienstleistungssektor. Bei Banken, im Handel und in der Gesundheitsbranche hat sich die Geschäftslage verbessert – damit konnten diese Unternehmen, die für rund 70 Prozent der Wirtschaftsleistung stehen, im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um etwa 1,6 Prozent zulegen.

„Die Dienstleister verhindern damit eine schwere Rezession der deutschen Wirtschaft“, sagt IW-Konjunkturexperte Michael Grömling. „Leider reicht das bei weitem nicht aus, um die gesamte Wirtschaft anzukurbeln.“ Hier braucht es mehr Mut der Politik, weniger Bürokratie und mehr Investitionsanreize. „Nach den schwierigen Jahren der Pandemie und des andauernden Ukraine-Krieges braucht die Wirtschaft dringend wieder positive Impulse und Zuversicht“, so Grömling. „Anders kommen wir aus der jetzigen Lage nicht heraus.“

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln

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Beantragte Regelinsolvenzen im August 2024: +10,7 % zum Vorjahresmonat

Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im August 2024 um 10,7 % gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Mit Ausnahme des Juni 2024 (+6,3 %) liegt die Zuwachsrate damit seit Juni 2023 im zweistelligen Bereich.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 11.09.2024

  • 24,9 % mehr Unternehmensinsolvenzen im 1. Halbjahr 2024 als im 1. Halbjahr 2023
  • 6,7 % mehr Verbraucherinsolvenzen im 1. Halbjahr 2024 als im 1. Halbjahr 2023

Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im August 2024 um 10,7 % gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Mit Ausnahme des Juni 2024 (+6,3 %) liegt die Zuwachsrate damit seit Juni 2023 im zweistelligen Bereich. Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor.

Zahl der Unternehmensinsolvenzen im 1. Halbjahr 2024 gegenüber 1. Halbjahr 2023 um knapp ein Viertel gestiegen

Im 1. Halbjahr 2024 meldeten die Amtsgerichte nach endgültigen Ergebnissen 10.702 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das waren 24,9 % mehr als im 1. Halbjahr 2023.

Die Forderungen der Gläubiger aus den im 1. Halbjahr 2024 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 32,4 Milliarden Euro. Im 1. Halbjahr 2023 hatten die Forderungen bei rund 13,9 Milliarden Euro gelegen.

Insolvenzhäufigkeit im Bereich Verkehr und Lagerei am höchsten

Bezogen auf 10.000 Unternehmen gab es im 1. Halbjahr 2024 in Deutschland insgesamt 31,2 Unternehmensinsolvenzen. Die meisten Insolvenzen je 10.000 Unternehmen entfielen auf den Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit 60,9 Fällen. Danach folgten das Baugewerbe mit 47,4 Insolvenzen und die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (zum Beispiel Zeitarbeitsfirmen) mit 46,8 Fällen sowie das Gastgewerbe mit 40,8 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen.

6,7 % mehr Verbraucherinsolvenzen im 1. Halbjahr 2024 als im Vorjahreszeitraum

Im 1. Halbjahr 2024 gab es 35.371 Verbraucherinsolvenzen. Damit stieg die Zahl der Verbraucherinsolvenzen um 6,7 % gegenüber dem 1. Halbjahr 2023.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Jedes vierte Unternehmen beschäftigt sich mit dem AI Act

Seit Anfang August gilt der AI Act. Bisher haben sich in Deutschland allerdings erst rund ein Viertel (24 Prozent) der Unternehmen lt. Bitkom mit dem neuen EU-weiten Regulierungsrahmen für Künstliche Intelligenz beschäftigt. 21 Prozent befassen sich derzeit damit, nur 3 Prozent haben sich bereits intensiv mit dem AI Act beschäftigt.

Bitkom, Pressemitteilung vom 09.09.2024

  • Aber ebenso viele haben noch gar nichts von der neuen europäischen KI-Regulierung gehört
  • Zwei Drittel brauchen Hilfe bei der Umsetzung des AI Act
  • Bitkom veranstaltet AI & Big Data Summit am 25. und 26. September in Berlin

Seit Anfang August gilt der AI Act. Bisher haben sich in Deutschland allerdings erst rund ein Viertel (24 Prozent) der Unternehmen mit dem neuen EU-weiten Regulierungsrahmen für Künstliche Intelligenz beschäftigt. 21 Prozent befassen sich derzeit damit, nur 3 Prozent haben sich bereits intensiv mit dem AI Act beschäftigt. Weitere 29 Prozent beabsichtigen zumindest, sich mit ihm noch auseinanderzusetzen. Zugleich sagen aber 16 Prozent, dass sie sich mit dem AI Act auch künftig nicht beschäftigen werden – und rund jedes vierte Unternehmen (24 Prozent) hat noch nie von der lange diskutierten EU-Regelung gehört. Das sind Ergebnisse einer Befragung von 602 Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Unternehmen sollten sich mit dem AI Act befassen – und zwar frühzeitig. Der AI Act gibt Regeln für Anbieter und Betreiber von KI-Systemen und -Modellen vor, darunter fallen auch alle Unternehmen, die ein KI-System nicht selbst entwickeln, sondern entwickeln lassen oder eine marktübliche Standard-KI einsetzen“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „KI wird in immer mehr Anwendungen und in immer mehr Unternehmen Einzug halten. Der AI Act ist für alle verbindlich und das gilt auch dann, wenn einzelne Beschäftigte ohne Wissen des Unternehmens KI einsetzen.“

Bei der Bewertung des AI Act ist die Wirtschaft gespalten

Noch gibt es große Unsicherheit in der Wirtschaft, welche Folgen der AI Act haben wird. 62 Prozent der Unternehmen sagen, der AI Act werde Entwicklung und Einsatz von KI rechtssicher machen. 53 Prozent gehen davon aus, dass er das Vertrauen in KI erhöhen wird. Umgekehrt befürchten aber 45 Prozent, dass der AI Act die Entwicklung von KI in Europa behindern wird, 41 Prozent glauben, dass er den Einsatz von KI in Europa behindern wird. Eine breite Mehrheit von 69 Prozent der Unternehmen braucht nach eigenem Dafürhalten Hilfe bei der Auseinandersetzung mit dem AI Act. Wintergerst: „Wir dürfen beim AI Act nicht die Fehler der Datenschutz-Grundverordnung wiederholen. Die bestehenden und neu zu schaffenden Aufsichts- und Marktüberwachungsbehörden dürfen nicht nur kontrollieren und sanktionieren, sie müssen vor allem Hilfestellung liefern, wie Künstliche Intelligenz in Deutschland rechtskonform entwickelt und eingesetzt werden kann.“

Bitkom veranstaltet AI & Data Summit und Quantum Summit

Die Chancen und Herausforderungen des AI Act stehen auch im Mittelpunkt des AI & Data Summit des Bitkom am 25. und 26. September im Kosmos in Berlin. Neben Keynotes und Panels geht es um die praktische Vermittlung von Wissen in Workshops. Die Veranstaltung findet zusammen mit dem Quantum Summit im Kosmos Berlin statt. Alle Informationen über das Programm gibt es online unter aidaq.berlin.

Quelle: Bitkom 

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Inflationsrate im August 2024 bei +1,9 %

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat – lag im August 2024 bei +1,9 %. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sanken die Verbraucherpreise im August 2024 gegenüber dem Vormonat Juli 2024 um 0,1 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 10.09.2024

Insbesondere Preisrückgänge bei Energie dämpfen die Inflationsrate

Verbraucherpreisindex, August 2024
+1,9 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
-0,1 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, August 2024
+2,0 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
-0,2 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Die Inflationsrate in Deutschland − gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im August 2024 bei +1,9 %. Zuletzt hatte die Inflation vor gut drei Jahren (März 2021: +1,8 %) unterhalb von zwei Prozent gelegen. Im Juli 2024 hatte die Veränderungsrate +2,3 % betragen, nach +2,2 % im Juni 2024. „Die Preisrückgänge bei Energie dämpften die Inflationsrate im August noch stärker als in den Monaten zuvor. Demgegenüber wirkten die weiterhin überdurchschnittlichen Preiserhöhungen bei Dienstleistungen inflationstreibend“, sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Gegenüber dem Vormonat Juli 2024 sanken die Verbraucherpreise im August 2024 um 0,1 %.

Energieprodukte verbilligten sich um 5,1 % gegenüber August 2023

Die Preise für Energieprodukte lagen im August 2024 mit -5,1 % deutlich niedriger als im Vorjahresmonat, nach -1,7 % im Juli 2024. Binnen Jahresfrist gingen vor allem die Preise für Kraftstoffe (-6,9 %) und Haushaltsenergie (-3,8 %) zurück. Bei der Haushaltenergie konnten die Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin von günstigeren Preisen für Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe (-13,1 %) und leichtem Heizöl (-9,3 %) profitieren. Auch Strom (-6,8 %) und Erdgas (-3,1 %) verbilligten sich gegenüber August 2023. Hingegen war Fernwärme (+31,1 %) weiterhin erheblich teurer als ein Jahr zuvor.

Nahrungsmittel verteuerten sich um 1,5 % gegenüber August 2023

Die Preise für Nahrungsmittel lagen im August 2024 um 1,5 % über den Preisen des Vorjahresmonats. Der Preisauftrieb für Nahrungsmittel verstärkte sich damit den fünften Monat in Folge (Juli 2024: +1,3 %, Juni: +1,1 %). Die Teuerungsrate hierfür lag dennoch weiterhin unterhalb der Gesamtteuerung. Merklich teurer binnen Jahresfrist blieben Speisefette und Speiseöle (+15,9 %, darunter Olivenöl: +35,0 %). Auch für andere Nahrungsmittelgruppen wie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (+5,0 %) oder Obst (+2,5 %) und Gemüse (+0,9 %) mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher im August 2024 mehr bezahlen als ein Jahr zuvor. Hingegen wurden zum Beispiel Molkereiprodukte (-0,4 %) günstiger.

Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie bei +2,8 %

Im August 2024 lag die Inflationsrate ohne Energie bei +2,6 %. Die Inflationsrate ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie, häufig auch als Kerninflation bezeichnet, lag im August 2024 bei +2,8 %. Die Veränderung des Verbraucherpreisindex ohne Nahrungsmittel und Energie gegenüber dem Vorjahresmonat blieb somit knapp unterhalb von drei Prozent (Juni und Juli 2024 jeweils: +2,9 %). Beide Kenngrößen liegen seit Januar 2024 deutlich über der Gesamtteuerung und verdeutlichen somit, dass die Teuerung in anderen wichtigen Güterbereichen überdurchschnittlich hoch war.

Preise für Waren blieben gegenüber August 2023 stabil

Die Preise für Waren insgesamt blieben von August 2023 bis August 2024 stabil (0,0 %, davon Verbrauchsgüter: +0,1 %; Gebrauchsgüter: 0,0 %) und lagen damit deutlich unterhalb der Gesamtteuerung. Im Einzelnen wurden neben dem deutlichen Preisrückgang bei Energie (-5,1 %) einige Waren dennoch teurer, vor allem alkoholfreie Getränke (+7,1 %) und Tabakwaren (+5,1 %).

Dienstleistungen verteuerten sich binnen Jahresfrist überdurchschnittlich um 3,9 %

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt lagen im August 2024 um 3,9 % über dem Niveau des Vorjahresmonats und damit deutlich über der Gesamtteuerung. Bereits seit Mai 2024 hatte die Teuerung von Dienstleistungen unverändert bei +3,9 % gelegen. Von August 2023 bis August 2024 erhöhten sich Preise vor allem für Versicherungen (+12,6 %, darunter Versicherungen für den Verkehr: +25,5 %), für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+7,8 %) und für Gaststättendienstleistungen (+6,7 %). Merklich teurer waren unter anderem auch die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+5,5 %), Wasserversorgung und andere Dienstleistungen für die Wohnung sowie Sport-, Freizeit- und Erholungsdienstleistungen (jeweils: +4,4 %). Bedeutsam für die Preisentwicklung bei Dienstleistungen bleiben zudem die Nettokaltmieten, die Teuerungsrate lag hier bei +2,1 % und somit nur knapp über der Inflationsrate. Nur wenige Dienstleistungen waren hingegen günstiger als im Vorjahresmonat, zum Beispiel internationale Flugtickets (-0,7 %) und Telekommunikationsdienstleistungen (-0,3 %).

Preise für Mineralölprodukte sanken gegenüber Vormonat um 2,9 %

Im Vergleich zum Juli 2024 sank der Verbraucherpreisindex im August 2024 um 0,1 %. Die Preise für Energie insgesamt gingen zurück (-1,4 %). Günstiger wurden vor allem Mineralölprodukte (-2,9 %, davon leichtes Heizöl: -3,8 %; Kraftstoffe: -2,8 %). Die Preise für Nahrungsmittel insgesamt gaben binnen Monatsfrist leicht nach (-0,2 %), insbesondere gingen hier die Preise für Gemüse zurück (-3,0 %).

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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NUI-Regionenranking: Leverkusen löst Landkreis München an der Spitze ab

Die kreisfreie Stadt Leverkusen hat nach 5 Jahren den Landkreis München an der Spitze des NUI-Regionenrankings abgelöst. Auf den weiteren Plätzen folgen die kreisfreien Städte Baden-Baden, Rosenheim und Offenbach am Main sowie der Landkreis Starnberg. Im Rahmen des Neue Unternehmerische Initiative (NUI)-Regionenrankings ermittelt das IfM Bonn jährlich, wie viele haupt- und nebenerwerbliche Gründungen sowie Übernahmen und Zuzüge von Gewerbebetrieben in einer Region pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter neu angemeldet wurden.

IfM Bonn, Pressemitteilung vom 09.09.2024

Zahl der neuen unternehmerischen Initiativen liegt wieder über dem Vorpandemie-Niveau

Die kreisfreie Stadt Leverkusen hat nach 5 Jahren den Landkreis München an der Spitze des NUI-Regionenrankings abgelöst. Auf den weiteren Plätzen folgen die kreisfreien Städte Baden-Baden, Rosenheim und Offenbach am Main sowie der Landkreis Starnberg. Im Rahmen des Neue Unternehmerische Initiative (NUI)-Regionenrankings ermittelt das IfM Bonn jährlich, wie viele haupt- und nebenerwerbliche Gründungen sowie Übernahmen und Zuzüge von Gewerbebetrieben in einer Region pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter neu angemeldet wurden. Aus technischen Gründen kam es im Jahr 2022 deutschlandweit zu Verzögerungen bei der Erfassung von Gewerbeanmeldungen, die teils erst im Jahr 2023 nacherfasst wurden. Um die daraus resultierenden Verzerrungen für das Regionenranking aufzufangen, wurden die NUI-Werte für 2023 als Mittelwert der Jahre 2023 und 2022 berechnet.

Die weitesten Sprünge nach vorne in die TOP-20-Gruppe gelangen Zweibrücken (von Platz 82 auf 18) und Aschaffenburg (von Platz 51 auf 9). Zudem sind Kempten und der Landkreis Storman wieder in die TOP-20 aufgerückt. Die Hauptstadt Berlin hat hingegen knapp eine Platzierung unter den besten 20 Städten und Landkreisen verpasst. Ebenso gehören die Landkreise Dachau und Rosenheim sowie die kreisfreie Stadt Schwabach nicht mehr der Spitzengruppe an.

Insgesamt zählen 8 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern, 5 Landkreise und kreisfreie Städte in Hessen, Düsseldorf und Leverkusen in Nordrhein-Westfalen, die beiden Landkreise Nordfriesland und Storman in Schleswig-Holstein, die kreisfreie Stadt Zweibrücken in Rheinland-Pfalz, Baden-Baden in Baden-Württemberg sowie der Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg zu den zwanzig Höchstplatzierten.

Der NUI-Indikator 2023/2022 lag im Durchschnitt aller 400 Kreise und kreisfreien Städte bei 131,3 und somit über dem Vorpandemie-Niveau (2019/2018: 123,9).

Quelle: IfM Bonn

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Nationale KI-Aufsicht praxisgerecht gestalten

Künstliche Intelligenz (KI) ist keine Zukunftsvision mehr, sondern konkrete Gegenwart. Die Querschnittstechnologie hat großes Potenzial. Sie bringt schon heute über die Wirtschaftszweige hinweg einschneidende Veränderungen. Mehr als 60 Prozent der Unternehmen wenden KI bereits an oder planen ihren Einsatz in den nächsten drei Jahren. Das zeigen die Ergebnisse der DIHK-Digitalisierungsumfrage

DIHK, Mitteilung vom 05.09.2024

Künstliche Intelligenz (KI) ist keine Zukunftsvision mehr, sondern konkrete Gegenwart. Die Querschnittstechnologie hat großes Potenzial. Sie bringt schon heute über die Wirtschaftszweige hinweg einschneidende Veränderungen. Mehr als 60 Prozent der Unternehmen wenden KI bereits an oder planen ihren Einsatz in den nächsten drei Jahren. Das zeigen die Ergebnisse der DIHK-Digitalisierungsumfrage.

Die neue Technologie birgt allerdings auch Risiken. Damit die EU-Mitgliedsländer hier die gleichen Schranken einziehen, hat die EU ein Gesetz zur Regulierung der künstlichen Intelligenz erlassen: den Artificial Intelligence Act, kurz AI Act (https://artificialintelligenceact.eu/de/). Er ist am 1. August in Kraft getreten. Hierbei gelten verschiedene Umsetzungszeiträume und Anwendungsfristen. Beispielsweise muss auch Deutschland bis zum 1. August 2025 eine nationale KI-Aufsicht benennen. Diese soll die Einhaltung des AI Act überwachen, Maßnahmen zur Förderung von Innovation und Wettbewerb erstellen und Reallabore errichten. Welche Elemente dabei aus Sicht der Unternehmen sinnvoll sind, hat die DIHK in einem Impulspapier erarbeitet.

Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und digitale Souveränität

Unbedingt zu berücksichtigen ist, dass die Unternehmen bereits jetzt durch eine umfangreiche Regulatorik in vielen Bereichen belastet sind. Bürokratische Berichts- und Nachweispflichten oder „Gold Plating“, also eine unnötig strenge Anwendung und Auslegung von EU-Vorgaben, würden „KI made in Germany“ und innovative Anwendungen in den Betrieben hemmen. Eine innovations- und wirtschaftsfreundliche Ausgestaltung des AI Act in Deutschland ist daher unabdingbar, um die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu gewährleisten. Einen regionalen Flickenteppich wie bei der Umsetzung der europäischen Datenschutzgrundverordnung DSGVO, bei der die Aufsicht über 16 Bundesländer hinweg zersplittert wurde, darf es nicht geben.

Gemeinsame Aufsichtsbehörde statt unklarer Zuständigkeiten

Anstelle vieler einzelner Anlaufstellen sollte eine bundesweit zuständige KI-Aufsichtsbehörde als „One-Stop-Shop“ für Unternehmen ausgestaltet sein. Eine EU-weit verbindliche und einheitliche Anwendung und Umsetzung schafft Rechtssicherheit für die Unternehmen und verhindert „Gold Plating“. Gleichzeitig können effizient organisierte Prozesse und Strukturen für Vertrauen und Planungssicherheit bei den Betrieben sorgen.

Ebenfalls wichtig: Die Kontrollen sollten sich an der Risikoklasse der KI-Anwendung orientieren und die Genehmigungspraxis unter Einbezug von Wirtschaft und Verbänden stetig evaluiert werden. So lässt sich eine realitätsnahe und innovationsfreundliche Ausgestaltung der nationalen Behörde erreichen, die eine Balance zwischen Kontrolle, Förderung und Unterstützung herstellt. Darüber hinaus ist eine wirtschaftsnahe und digitale Ausgestaltung der KI-Reallabore relevant: In solchen „Sandboxes“ können bestimmte KI-Systeme für einen begrenzten Zeitraum erprobt werden. Für eine breite innovationsfördernde Wirkung ist ein möglichst unbürokratischer Zugang wichtig – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-ups sind niedrige Hürden und ein von der Unternehmensgröße unabhängiger Zugang entscheidend.

Erfahrene Kandidatin: die Bundesnetzagentur

Aktuell stehen verschiedene Optionen für die Umsetzung der KI-Aufsicht in Deutschland zur Debatte, wobei bereits vielfach die Bundesnetzagentur (BNetzA) ins Gespräch gebracht wurde.

Aus Sicht der deutschen Wirtschaft sprechen einige Argumente dafür, die BNetzA mit der Aufgabe der nationalen KI-Aufsicht zu betrauen. Sie kann an bisherige Erfahrungen anknüpfen, als zentrale Ansprechbehörde fungieren und damit eine bundesweit einheitliche Auslegung gewährleisten. In der Vergangenheit hat sie dies bereits mit der Aufsicht über Unternehmen in anderen Bereichen unter Beweis gestellt, unter anderem in der Telekommunikation sowie im Strommarkt.

Quelle: Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK)

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Konjunkturelle Durststrecke zieht sich – Spürbare Erholung der deutschen Wirtschaft wohl erst ab 2025

Die Erholung der deutschen Wirtschaft verläuft weiterhin schleppend und wird durch eine stockende weltwirtschaftliche Entwicklung zusätzlich erschwert. Erst in den beiden nächsten Jahren dürfte es merklich aufwärts gehen, wie aus der aktuellen Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervorgeht.

DIW Berlin, Pressemitteilung vom 06.09.2024

DIW Berlin senkt Konjunkturprognose für laufendes Jahr und rechnet mit Stagnation – Für 2025 und 2026 Wachstum von 0,9 beziehungsweise 1,4 Prozent erwartet – Privater Konsum zieht nur allmählich an – Inflation sinkt weiter – Industrieaufschwung bleibt zunächst aus – Dienstleistungen stützen

Die Erholung der deutschen Wirtschaft verläuft weiterhin schleppend und wird durch eine stockende weltwirtschaftliche Entwicklung zusätzlich erschwert. Erst in den beiden nächsten Jahren dürfte es merklich aufwärts gehen, wie aus der aktuellen Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervorgeht. Mit einer Stagnation in diesem Jahr wird ein Rückfall in die Rezession zwar verhindert. Es verfliegt aber auch die Hoffnung auf eine raschere Erholung, nachdem die leichte Aufwärtsdynamik vom Jahresbeginn wieder abebbte. Ab Ende dieses Jahres stehen die Zeichen dann wieder auf Wachstum: Die DIW-Konjunkturforscher*innen erwarten einen Zuwachs von 0,9 Prozent für 2025, im Folgejahr dürfte ein solides Plus von 1,4 Prozent erzielt werden.

Temporärer Dämpfer für den privaten Konsum

Der private Konsum dürfte sich im weiteren Prognosezeitraum als entscheidende Wachstumsstütze erweisen, auch wenn Zukunftssorgen angesichts leicht steigender Arbeitslosenzahlen und Verunsicherung über wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen die Kauflaune der Verbraucherinnen zuletzt etwas trübten. „Auch die Fußball-Europameisterschaft konnte den privaten Verbrauch nicht anschieben“, sagt DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik. Statt es auszugeben, legen die Verbraucherinnen mehr von ihrem Einkommen auf die hohe Kante. Die Sparquote liegt aktuell bei 10,8 Prozent.

Positive Impulse für den Konsum gehen aber von weiter kräftig steigenden Reallöhnen aus. So stehen zum Jahresende Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst und in der Metall- und Elektroindustrie an, die mit einem deutlichen Lohnplus enden dürften. Auch die kontinuierlich sinkende Inflation, die im August erstmals seit dreieinhalb Jahren wieder unter die Zwei-Prozent-Marke fiel, wird wohl dem Konsum bereits in diesem Jahr wieder Schwung verleihen.

Industriemotor stottert – Hoffen auf Investitionen im Ausland

Bremsspuren hinterlässt die sonst so exportstarke deutsche Industrie, die nun schon seit Jahren schwächelt. Die Dienstleistungen präsentieren sich dagegen robuster und dürften die Konjunktur im weiteren Prognoseverlauf stützen. „Die Schere zwischen produzierendem Gewerbe und Dienstleistungen geht immer weiter auseinander“, so Dany-Knedlik. „Die Nachfrage nach deutschen Industriegütern ist im In- und Ausland nach wie vor schwach, der Auftragsmangel wird zunehmend zum Problem. Es bleibt aber zu hoffen, dass eine langsam anziehende Investitionstätigkeit im Ausland auch die deutsche Industrieproduktion wieder etwas in Gang bringt – trotz der starken Konkurrenz aus China. Die deutschen Exporte dürften allerdings im weiteren Verlauf eher von den Dienstleistungen etwa im IT-Bereich oder Reiseverkehr getragen werden.

Enttäuschend entwickeln sich auch die Investitionen. Insbesondere die privaten Ausrüstungsinvestitionen brachen angesichts dünner Auftragsbücher der Unternehmen ein. Stützend wirkten sich dagegen öffentliche Investitionen wie Militärausgaben aus. Der Wohnungsbau ist weiter rückläufig, positive Impulse liefert lediglich der Tiefbau. Für eine Belebung sorgen könnten weitere Zinssenkungen, die auch Kredite verbilligen würden, und eine allmähliche Stabilisierung weiterer Baukosten.

DIW-Präsident Fratzscher: Weitere Rückschläge nicht ausgeschlossen

„Die deutsche Wirtschaft hat ein erhebliches Aufholpotenzial“, resümiert DIW-Präsident Marcel Fratzscher. „Auch wenn Rückschläge nicht auszuschließen sind, bleiben wir bei unserem vorsichtigen Optimismus.“ Weltwirtschaftliche Risiken bestünden etwa in einer Wiederwahl von Donald Trump zum US-Präsidenten und damit verbundenen Handelskonflikten mit China und Europa sowie einer Eskalation der Kriege in der Ukraine oder im Nahen Osten. Auch hausgemachte Probleme könnten die Wirtschaft schwer treffen. Ein Risikofaktor sei das Erstarken der AfD. Der Rechtsruck und die Unklarheit nach den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen könnten die politische Paralyse verschärfen und vor allem die beiden Bundesländer empfindlich schwächen.

„In der wirtschaftlichen Entwicklung gibt es aber auch Lichtblicke“, ergänzt Fratzscher. Der Arbeitsmarkt erweise sich unter dem Strich als robust, auch wenn die Arbeitslosenzahlen zuletzt leicht gestiegen seien. Die Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) sorgten für bessere Finanzierungsbedingungen und kurbelten die Investitionen der Unternehmen an.

„Die derzeitige Schwäche des privaten Konsums sollte ein Weckruf für die Politik sein“, so Fratzscher. „Vor allem Menschen mit geringen und mittleren Einkommen, die am meisten unter der hohen Inflation leiden, müssen stärker entlastet werden, damit sie dauerhaft höhere Realeinkommen haben.“

Weltwirtschaft erholt sich – Deutschland als Konjunkturbremse in Europa

Die Weltwirtschaft setzt ihre Erholung fort, auch wenn die Industrie rund um den Globus stottert. Insbesondere das Wachstum in den Schwellenländern ist etwas ins Stocken geraten. Grund dafür ist die Entwicklung in China, wo der Konsum nach wie vor schwächelt. Auch in den kommenden zwei Jahren dürfte das Wachstum dort nicht so stark ausfallen wie vor der Corona-Pandemie.

Auch die fortgeschrittenen Volkswirtschaften insgesamt verlieren im kommenden Jahr etwas an Schwung, was vor allem an den eingetrübten Wachstumsaussichten der USA liegt. Die Wirtschaft dort profitiert von einem starken zweiten Quartal. Ein nachlassender privater Konsum und eine erhöhte Arbeitslosigkeit deuten aber auf eine merkliche Abkühlung hin. Die Wirtschaft im Euroraum ohne Deutschland dürfte dagegen ihren Erholungskurs fortsetzen – getrieben von Konsum und Export: In diesem und im kommenden Jahr wird sie wohl um jeweils 1,4 Prozent wachsen und 2026 um 1,6 Prozent. Damit bremst die Flaute in der deutschen Wirtschaft die Konjunktur im Euroraum etwas. Die Schwäche in den USA und ich China dürfte dazu führen, dass die Weltwirtschaft nach 3,8 Prozent in diesem Jahr nur noch 3,5 Prozent im kommenden Jahr zulegt und sich 2026 wieder etwas dynamischer entwickelt.

Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)

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Exporte im Juli 2024: +1,7 % zum Juni 2024

Im Juli 2024 sind die deutschen Exporte gegenüber Juni 2024 kalender- und saisonbereinigt um 1,7 % und die Importe um 5,4 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, sanken die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli 2023 um 1,2 %, die Importe um 0,1 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 06.09.2024

Exporte (kalender- und saisonbereinigte Warenausfuhren), Juli 2024

  • 130,0 Milliarden Euro
  • +1,7 % zum Vormonat
  • -1,2 % zum Vorjahresmonat

Importe (kalender- und saisonbereinigte Wareneinfuhren), Juli 2024

  • 113,2 Milliarden Euro
  • +5,4 % zum Vormonat
  • -0,1 % zum Vorjahresmonat

Außenhandelsbilanz (kalender- und saisonbereinigt), Juli 2024

  • +16,8 Milliarden Euro

Im Juli 2024 sind die deutschen Exporte gegenüber Juni 2024 kalender- und saisonbereinigt um 1,7 % und die Importe um 5,4 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, sanken die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli 2023 um 1,2 %, die Importe um 0,1 %.

Insgesamt wurden im Juli 2024 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 130,0 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 113,2 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss im Juli 2024 mit einem Überschuss von 16,8 Milliarden Euro ab. Im Juni 2024 hatte der kalender- und saisonbereinigte Saldo der Außenhandelsstatistik bei +20,4 Milliarden Euro gelegen, im Juli 2023 bei +18,3 Milliarden Euro.

Außenhandel mit EU-Staaten

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Juli 2024 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 72,1 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 59,3 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Juni 2024 stiegen die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 3,3 %, die Importe aus diesen Staaten nahmen um 5,3 % zu. In die Staaten der Eurozone wurden im Juli 2024 Waren im Wert von 50,4 Milliarden Euro (+4,0 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 40,2 Milliarden Euro (+8,3 %) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Juli 2024 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 21,7 Milliarden Euro (+1,9 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 19,1 Milliarden Euro (-0,4 %) von dort importiert.

Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten

In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im Juli 2024 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 57,9 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 53,9 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber Juni 2024 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 0,2 % ab, die Importe von dort stiegen um 5,6 %.

Die meisten deutschen Exporte gingen im Juli 2024 in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt 1,7 % weniger Waren exportiert als im Juni 2024. Damit sanken die Exporte in die Vereinigten Staaten auf einen Wert von 12,7 Milliarden Euro. Die Exporte in die Volksrepublik China nahmen um 8,0 % auf 7,3 Milliarden Euro ab, die Exporte in das Vereinigte Königreich sanken um 2,7 % auf 6,4 Milliarden Euro.

Die meisten Importe kamen im Juli 2024 aus der Volksrepublik China. Von dort wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 13,6 Milliarden Euro eingeführt, das waren 6,6 % mehr als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen um 5,3 % auf 7,8 Milliarden Euro. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 4,5 % auf 2,9 Milliarden Euro ab.

Die Exporte in die Russische Föderation stiegen im Juli 2024 gegenüber Juni 2024 kalender- und saisonbereinigt um 18,9 % auf 0,7 Milliarden Euro. Gegenüber Juli 2023, als die Exporte nach Russland infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine bereits auf einem sehr niedrigen Niveau lagen, nahmen sie um 6,5 % ab. Die Importe aus Russland sanken im Juli 2024 gegenüber Juni 2024 um 6,5 % auf 0,1 Milliarden Euro, gegenüber Juli 2023 gingen die Importe um 37,5 % zurück.

Originalwerte für den Außenhandel (nicht kalender- und saisonbereinigt)

Nominal (nicht kalender- und saisonbereinigt) wurden im Juli 2024 Waren im Wert von 135,0 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 114,3 Milliarden Euro importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli 2023 nahmen die Exporte im Juli 2024 damit um 5,4 % und die Importe um 4,8 % zu. Die unbereinigte Außenhandelsbilanz schloss im Juli 2024 mit einem Überschuss von 20,7 Milliarden Euro ab. Im Juli 2023 hatte der Saldo +19,0 Milliarden Euro betragen.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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Deutsche Wirtschaft steckt in der Krise fest

Die deutsche Wirtschaft steckt in der Krise fest. Dabei belasten sowohl konjunkturelle als auch strukturelle Faktoren. Nach einem Rückgang um 0,3% im vergangenen Jahr wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr wohl nur stagnieren. Das ergibt die ifo Konjunkturprognose Herbst 2024.

ifo Institut, Mitteilung vom 05.09.2024

Die deutsche Wirtschaft steckt in der Krise fest. Dabei belasten sowohl konjunkturelle als auch strukturelle Faktoren. Nach einem Rückgang um 0,3% im vergangenen Jahr wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr wohl nur stagnieren. In den kommenden beiden Jahren dürfte eine allmähliche Erholung einsetzen, im Zuge derer die Wirtschaftsleistung um 0,9 bzw. 1,5% zunehmen wird. Damit wurde die Wachstumsprognose gegenüber der ifo Konjunkturprognose Sommer 2024 deutlich um 0,4 Prozentpunkte für das laufende Jahr und um 0,6 Prozentpunkte für das Jahr 2025 gesenkt. Entgegen den Erwartungen können sich Industrie- und Konsumkonjunktur nur sehr langsam aus ihrer Starre befreien.

Quelle: ifo Institut

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