Deutsche Konjunktur zum Jahresauftakt weiter kräftig
DIW Berlin, Pressemitteilung vom 28.02.2018
„Die deutsche Wirtschaft boomt“, sagt DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. „Eine Überhitzung droht aber nicht: Die Zuwächse bei den Löhnen und auch bei der Wirtschaftsleistung werden in den kommenden Quartalen wohl nicht so stark ausfallen, dass man von einer Übertreibung sprechen könnte.“ Für ein zwar anhaltend hohes, wenngleich abnehmendes Tempo sprechen die Unternehmensumfragen, in denen die Firmen jüngst branchenübergreifend etwas verhaltener in die Zukunft blickten – allerdings ausgehend von hohen Niveaus.
Gleichwohl strotzt die deutsche Industrie derzeit vor Kraft, vor allem, weil sie in besonderem Maße von dem investitionsgetriebenen Aufschwung der Weltwirtschaft profitiert. „Die hervorragende Auftragslage spricht dafür, dass dem Aufschwung hierzulande die Puste so bald nicht ausgehen wird“, sagt Simon Junker, DIW-Experte für die Konjunktur in Deutschland. „Wir erwarten aber, dass der Impuls der Auslandsnachfrage im späteren Jahresverlauf nachlassen wird.“ Der Aufschwung in den USA dürfte allmählich enden, die chinesische Wirtschaft auf ein langfristig geringeres Wachstum einschwenken, und der Euroraum wird nicht an die zuletzt hohen Wachstumsraten anknüpfen können – schon allein aufgrund der recht deutlichen Aufwertung des Euro, die europäische Güter und Dienstleistungen aus Sicht der Abnehmerländer außerhalb des Euroraums verteuert. Hinzu kommt eine global zunehmend restriktivere Geldpolitik.
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