Deutsche Wirtschaft schaltet einen Gang runter
DIW Berlin, Pressemitteilung vom 30.05.2018
„Dem weltweiten Aufschwung geht etwas die Puste aus“, sagt DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. „Vor allem Investitionsgüter sind aufgrund des Handelsstreits mit den USA und den im Raum stehenden Strafzöllen weltweit weniger gefragt, weil die Unternehmen zunehmend verunsichert sind – und das dämpft vor allem die deutsche Wirtschaft.“
Auch hierzulande wird deswegen verhaltener investiert, zuletzt hatten die privaten Investoren ihre Ausgaben für neue Maschinen und Anlagen sogar zurückgefahren. Der private Verbrauch dürfte dagegen weiter zulegen. Simon Junker, DIW-Experte für die Konjunktur in Deutschland, warnt aber vor zu überschwänglichen Erwartungen: „Der Beschäftigungsaufbau hat etwas an Tempo eingebüßt und die zuletzt ölpreisbedingt gestiegene Inflation wird die Einkommen der Haushalte in realer Rechnung belasten.“
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