Die deutsche Wirtschaft hält Kurs und dürfte auch im zweiten Quartal des laufenden Jahres überdurchschnittlich wachsen. Laut aktuellem Konjunkturbarometer des DIW Berlin wird das Bruttoinlandsprodukt nach 0,6 Prozent im Auftaktquartal um weitere 0,4 Prozent im zweiten Vierteljahr steigen.
Deutsche Wirtschaft trotzt zahlreichen Risiken – Industrie kommt wieder in Schwung
DIW Berlin, Pressemitteilung vom 26.04.2017
Zudem stützen die konsumnahen Dienstleistungsbereiche weiterhin das Wachstum: Der private Konsum bleibt aufwärtsgerichtet, denn der Beschäftigungsaufbau setzt sich fort und die Lohnzuwächse bleiben spürbar. Simon Junker, DIW-Experte für die Konjunktur in Deutschland, gibt jedoch zu bedenken: „In realer Rechnung werden die Arbeitseinkommen von der anziehenden Teuerung gebremst. Der private Verbrauch bleibt zwar eine Triebfeder der deutschen Wirtschaft, wird aber an Schwung verlieren.“
Wenig ändern dürfte sich indes mit Blick auf die nach wie vor schwachen Unternehmensinvestitionen: Zwar sind die Produktionskapazitäten mittlerweile gut ausgelastet. Allerdings dämpfen die wirtschaftspolitischen Risiken aufgrund der bevorstehenden Wahlen in wichtigen europäischen Ländern, der Brexit-Verhandlungen und der noch immer unklaren Ausrichtung der US-amerikanischen Wirtschaftspolitik die Ausgabebereitschaft der Unternehmen. Dabei fällt diese – auch aufgrund der nicht hinreichend wachstumsorientierten Politik in Deutschland – verglichen mit früheren Expansionsphasen ohnehin schon schwach aus.
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Quelle: DATEV eG