Deutsche Wirtschaft wächst wieder

Dank boomender Exporte und kauffreudiger Verbraucher ist die deutsche Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von Januar bis März um kräftige 0,5 % im Vergleich zum Vorquartal. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Die 41 befragten Analysten hatten im Schnitt nur ein Plus von 0,1 % erwartet.

 

Bundesregierung, Pressemitteilung vom 15.05.2012

Dank boomender Exporte und kauffreudiger Verbraucher ist die deutsche Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs.

Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von Januar bis März um kräftige 0,5 % im Vergleich zum Vorquartal. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Die 41 befragten Analysten hatten im Schnitt nur ein Plus von 0,1 % erwartet.

 

Ende 2011 war die Wirtschaft zum ersten Mal seit fast drei Jahren noch um 0,2 % geschrumpft.

 

„Die deutsche Volkswirtschaft hat die konjunkturelle Schwächephase im Winterhalbjahr zügig überwunden“, sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler. Das zeige, wie wichtig eine klare, stabilitätsorientierte Wirtschaftspolitik und solide Staatsfinanzen für nachhaltiges Wachstum seien.

 

Verglichen mit dem ersten Quartal 2011 zog das Bruttoinlandsprodukt um 1,7 % an und damit mehr als doppelt so kräftig wie erwartet. Experten gehen deshalb davon aus, dass die Prognosen für 2012 nun angehoben werden.

 

Die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2012 wurde von 41,1 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Das waren 612.000 Personen oder 1,5 % mehr als ein Jahr zuvor.

 

Steigende Exporte – Robuster Binnenmarkt

Europas größte Volkswirtschaft verdankt ihre Erholung vor allem den gut laufenden Exporten und der Kauflaune der Verbraucher. „Nach vorläufigen Berechnungen sind die Exporte – anders als die Importe – zum Jahresbeginn gestiegen“, so das Statistische Bundesamt. „Außerdem wurde im Inland mehr konsumiert als im Vorquartal.“ Das habe die sinkenden Investitionen teilweise kompensieren können.

 

Die Bundesregierung rechnet für dieses Jahr bislang mit einem Wachstum von 0,7 %, das sich 2013 auf 1,6 % erhöhen soll. Die Hoffnungen ruhen vor allem auf einem robusten Binnenmarkt. Sinkende Arbeitslosigkeit und höhere Löhne sollen den privaten Konsum beflügeln, während niedrige Zinsen den Wohnungsbau und Investitionen ankurbeln dürften.

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Quelle: DATEV eG