Deutschland und Österreich haben im EU-Wettbewerbsfähigkeitsrat gemeinsame Vorschläge für einen besseren Zugang von Kleinen und Mittleren Unternehmen zu Finanzmitteln eingebracht.
Deutschland und Österreich legen gemeinsame Vorschläge für eine bessere KMU-Finanzierung vor
BMWi, Pressemitteilung vom 29.09.2016
Staatssekretär Matthias Machnig: „KMU sind die treibende Kraft für mehr Innovationen, Wettbewerb und Beschäftigung in Europa. Nur wenn ihr Zugang zu Finanzmitteln gesichert ist, können sie auch in Zukunft ihr Wachstums- und Innovationspotential entfalten. Deshalb muss die Finanzierung von KMUs im Fokus der europäischen Initiativen und Vorhaben stehen. Dafür haben wir heute gemeinsam mit Österreich konkrete Vorschläge gemacht.“
Staatssekretär Dr. Harald Mahrer: „Wir haben ein klares Ziel, mehr Tempo und Vereinfachungen bei der Finanzierung für unsere Unternehmen. Wir müssen einen Gang höher schalten, damit wir den Zug des Fortschrittes nicht verpassen. Dass das Thema heute auf der Agenda des Wettbewerbsfähigkeitsrates behandelt wurde, ist dafür ein wichtiger erster Schritt. Jetzt geht es um die rasche Umsetzung, an der wir gemeinsam weiter konsequent arbeiten werden.“
Ziel der gemeinsamen Initiative von Deutschland und Österreich ist es, die Kommission in ihren Bestrebungen zu unterstützen, den Zugang von KMU zu Finanzmitteln sicherzustellen. Für die Finanzierung von KMU sind in vielen europäischen Mitgliedstaaten, insbesondere auch Deutschland und Österreich, Bankkredite nach wie vor Hauptbestandteil ihrer Finanzierung. Zunehmend besteht jedoch insbesondere für technologieorientierte Gründungen ein Bedarf an alternativen Finanzierungsmitteln, wie Wagniskapitalfinanzierung.
Um die KMU-Finanzierung in Europa zu stärken, schlagen BMWi und BMWFW vor, insbesondere folgende Maßnahmen mit hoher Priorität zu verfolgen:
- Die Beibehaltung des KMU-Unterstützungsfaktors, der im Zuge der europäischen Eigenkapitalverordnung zur Umsetzung von Basel III eingeführt worden war, und die Kapitalanforderungen für Kredite an KMU reduziert.
- Die Ausweitung von EFSI, wie von Kommissionspräsident Juncker angekündigt.
- Die zügige Umsetzung konkreter Maßnahmen in Zusammenhang mit dem Aktionsplan der Europäischen Kommission zur Kapitalmarktunion.
- Die zügige Umsetzung von Maßnahmen zur Stärkung der Wagniskapital- und Beteiligungsfinanzierung in Europa, beispielsweise die Überarbeitung von EuVECA and EuSEF.
- Der Abbau von Kosten und regulatorischen Hürden für KMU in ihrem Zugang zum Kapitalmarkt.
Die beiden Staatssekretäre schlagen als nächsten Schritt eine gemeinsame Sitzung des Wettbewerbsfähigkeitsrates und ECOFIN zu den eingebrachten Vorschlägen vor.
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Den gemeinsamen Vorschlag finden Sie auf der Homepage des BMWi.
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Quelle: DATEV eG