Digitaler Binnenmarkt: Kommission prüft Urheberrecht beim Satelliten- und Kabelfernsehen

Mit einer am 24.08.2015 gestarteten Konsultation überprüft die Kommission urheber- und leistungsschutzrechtliche Vorschriften bei Satellitenrundfunk und Kabelweiterverbreitung.

 

EU-Kommission, Pressemitteilung vom 24.08.2015

 

 
Mit einer am 24.08.2015 gestarteten Konsultation überprüft die Kommission urheber- und leistungsschutzrechtliche Vorschriften bei Satellitenrundfunk und Kabelweiterverbreitung. Bis zum 16. November können Betroffene wie Rundfunkunternehmen, Filmproduzenten, Verwertungsgesellschaften, Satellitenbetreiber, Internet und Online-Dienstleister, aber auch Verbraucher und jeder Interessierte der Kommission ihre Meinung zum Überprüfungsverfahren mitteilen.

 

Die Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste gibt den bewährten Rahmen für die grenzüberschreitende Übertragung und den grenzüberschreitenden Empfang von Rundfunkdiensten in der EU. Die Satelliten- und Kabelrichtlinie ergänzt diesen Rahmen mit dem Ziel, die Klärung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten zu erleichtern und so die grenzüberschreitende Erbringung und den grenzüberschreitenden Empfang von Satellitenrundfunk- und Kabelweiterverbreitungsdiensten im Binnenmarkt zu verbessern.

 
Im Laufe der vergangenen zehn Jahre haben ein rascher technologischer Wandel und das Entstehen ständig neuer Geschäftsmodelle für die Verbreitung von Inhalten die audiovisuelle Landschaft geprägt und zu neuen Sehgewohnheiten der Verbraucher geführt. Immer mehr Verbraucher greifen über das Internet auf Inhalte wie Sport, Filme und Fernsehserien sowie die Programme der Rundfunkveranstalter zu und haben dabei die Wahl zwischen Fernsehen und Abrufdiensten.

 

Die letzte Überprüfung der Kabel- und Satellitenrichtlinie geht auf das Jahr 2002 zurück. In jüngerer Zeit sind zwei öffentliche Konsultationen, die für diese Richtlinie relevant, aber nicht speziell auf sie ausgerichtet waren, durchgeführt worden.

 

Diese Konsultation ergänzt die vorigen und konzentriert sich auf das Funktionieren der Satelliten- und Kabel-Richtlinie und ihre mögliche Ausweitung auf bestimmte Online-Übertragungen. Die Meinungen sollen auch zu einer möglichen Ausweitung des Anwendungsbereichs der Richtlinie im Hinblick auf die Marktentwicklung und die technologischen Entwicklung eingeholt werden und die Umsetzung der Strategie für einen digitalen Binnenmarkt zu unterstützen.

 

Weitere Informationen und die Konsultation finden Sie auf der Homepage der EU-Kommission.

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Quelle: DATEV eG