Einbruch der Wirtschaftsleistung unterzeichnet Ausmaß der Krise deutlich
ifo Institut, Pressemitteilung vom 18.05.2020
Durch die behutsame Lockerung der staatlichen Maßnahmen in der zweiten Aprilhälfte werden die Produktion und die Umsätze in allen Wirtschaftsbereichen im Mai und im Juni allmählich wieder steigen. Dennoch dürfte das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal mit minus 12,2 Prozent um ein Vielfaches stärker schrumpfen als zu Jahresbeginn.
Nach den am 18.05.2020 vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten vorläufigen Ergebnissen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung betrug der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal 2,2 Prozent. Damit lagen das ifo Institut und die Gemeinschaftsdiagnose mit ihren im April vorgelegten Schätzungen in Höhe von minus 1,9 Prozent relativ nahe an der amtlichen Erstveröffentlichung – trotz der hohen Prognoseunsicherheit.
Besonders kräftig ist die Wertschöpfung im Gastgewerbe und bei Dienstleistern aus dem Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung eingebrochen, da deren Geschäftstätigkeit unmittelbar durch staatliche Maßnahmen eingeschränkt wurde. Aber auch im Verarbeitenden Gewerbe ging die Wirtschaftsleistung zurück. Dort machten sich insbesondere die Produktionsstilllegungen der Automobilhersteller bemerkbar. Lediglich im das Baugewerbe steigerte seine Wertschöpfung.
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