Der Staatssekretär im BMWi, Rainer Baake, nimmt am Energieministerrat in Brüssel teil. Bei dem Treffen geht es um einen ersten Gedankenaustausch zum Gesetzgebungspaket „Saubere Energie für alle Europäer“. Im Fokus der Beratungen stehen die Vorschläge der EU-Kommission zum Strommarktdesign, zu erneuerbaren Energien und zur Governance.
Energieminister beraten Vorschlagspaket „Saubere Energie für alle Europäer“
BMWi, Mitteilung vom 27.02.20107
Mit Blick auf die Förderung erneuerbarer Energien nannte Baake die Vorschläge der Kommission „unzureichend“. Hier müsse nachgebessert werden, um für mehr Konvergenz der Förderungsysteme in Europa und die notwendige Sicherheit für Investoren zu sorgen. Baake begrüßte hingegen, dass die Kommission die Umsetzung der EU-2030 Ziele für erneuerbare Energien und Energieeffizienz ernst nehme und erste Regelungen treffe für den Fall, dass die freiwilligen Beiträge der Mitgliedstaaten nicht ausreichen. Auch hier sei weitere Konkretisierung notwendig, die Vorschläge der Kommission seien jedoch eine gute Basis für die weiteren Verhandlungen.
Das Legislativpaket „Saubere Energie für alle Europäer“ umfasst vier Richtlinien und vier Verordnungen, unter anderem einen Vorschlag für eine bessere Koordinierung der nationalen Energiepolitiken durch abgestimmte Klima- und Energiepläne (sog. Governance-Verordnung), eine neue Energieeffizienzrichtlinie, die Weiterentwicklung der Gebäuderichtlinie, eine neue Erneuerbaren-Richtlinie und ein neues europäisches Strommarktdesign.
Auf dem heutigen Energieministerrat wird die Europäische Kommission außerdem ihren am 1. Februar 2017 veröffentlichten zweiten Lagebericht zur Energieunion vorstellen.
———————-
Quelle: DATEV eG