Der Umfang, der Daten, die heute erhoben und ausgewertet werden, nimmt stetig zu. Als Reaktion auf die Forderungen aus der Wirtschaft und der Bevölkerung fordert die EU-Kommission die Regierungen der Mitgliedstaaten nun auf, sich endlich in diese große Datenrevolution einzubringen.
EU-Kommission, Pressemitteilung vom 02.07.2014
Der Umfang, der Daten, die heute erhoben und ausgewertet werden, nimmt stetig zu. Als Reaktion auf die Forderungen aus der Wirtschaft und der Bevölkerung fordert die Europäische Kommission die Regierungen der Mitgliedstaaten nun auf, sich endlich in diese große Datenrevolution einzubringen.
„Es ist an der Zeit, dass wir uns endlich auf die positiven Aspekte von ‚Big Data‘ konzentrieren“, so Vizepräsidentin Neelie Kroes. „‚Massendaten‘ – das klingt negativ und beängstigend; größtenteils trifft dies aber gar nicht zu. Die Staats- und Regierungschefs müssen sich auf ‚Big Data‘ einlassen.“
Bei den öffentlichen Konsultationen zu Big Data wurden folgende Probleme ermittelt:
- ein Mangel an grenzüberschreitender Koordinierung
- unzureichende Infrastruktur und zu geringe Finanzierungsmöglichkeiten
- ein Mangel an Datenexperten und -kompetenzen
- zersplitterte, zu komplexe rechtliche Rahmenbedingungen
Wichtigste am 02.07.2014 vorgestellte konkrete Lösungsvorschläge:
- Eine öffentlich-private Partnerschaft, die revolutionäre Big-Data-Projekte u. a. in der personalisierten Medizin und der Nahrungsmittellogistik finanziert
- Schaffung eines Inkubators für offene Daten (im Rahmen von Horizont 2020), um KMU zu helfen, datengesteuerte Lieferketten aufzubauen und das Cloud Computing intensiver zu nutzen
- neue Vorschriften über das Eigentum an Daten und die Haftung für die Bereitstellung von Daten bei Daten, die im „Internet der Dinge“ erfasst werden (Maschine-Maschine-Kommunikation)
- Aufstellung von Normen für Daten und Ermittlung potenzieller Defizite
- Einrichtung von Exzellenzzentren für Hochleistungsrechnen zur Erhöhung der Anzahl der Datenspezialisten in Europa
- Schaffung eines Netzes von Rechenzentren in verschiedenen Mitgliedstaaten
Von der Kommission auszuweitende bzw. fortzusetzende Maßnahmen
- Verstärkte Investitionen in die 5G-Technik (700 Mio. Euro sind bereits für eine öffentlich-private Partnerschaft vorgesehen) im Rahmen internationaler Übereinkommen, wie z. B. des Abkommens zwischen der Europäischen Kommission und Südkorea (Juni 2014)
- die „Große Koalition für digitale Arbeitsplätze“ und die Initiative „Die Bildung öffnen“ zur Bewältigung des Fachkräftemangels
- Leitlinien für bewährte Verfahren für Behörden und zum Thema offene Daten
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der EU-Kommission.
———————-
Quelle: DATEV eG