Sowohl beim Waren- als auch beim Dienstleistungsverkehr blieben die USA im Jahr 2013 der größte Handelspartner der EU. Nach Angaben von Eurostat gab es jedoch im Laufe des letzten Jahrzehnts einen stetigen Rückgang des Anteils der USA am gesamten internationalen Warenverkehr der EU28.
Überschuss von 14 Mrd. im Dienstleistungsverkehr in 2012
Eurostat, Pressemitteilung vom 24.03.2014
Sowohl beim Waren- als auch beim Dienstleistungsverkehr blieben die USA im Jahr 2013 der größte Handelspartner der EU. Jedoch gab es im Laufe des letzten Jahrzehnts einen stetigen Rückgang des Anteils der USA am gesamten internationalen Warenverkehr der EU28. Während auf die USA im Jahr 2002 28 % der gesamten EU28-Ausfuhren und 20 % der Einfuhren entfielen, hatten sich diese Anteile bis zum Ende des Jahres 2013 auf 17 % bzw. 12 % verringert.
Nach einem deutlichen Rückgang im Jahr 2009 erholte sich der EU28-Warenverkehr mit den USA in den folgenden Jahren und erreichte im Jahr 2012 einen Spitzenwert bei den Ausfuhren in Höhe von 293 Milliarden Euro, welcher sich dann im Jahr 2013 auf 288 Mrd. verringerte. Die Einfuhren wuchsen ebenfalls auf einen Spitzenwert in Höhe von 206 Mrd. im Jahr 2012 und fielen dann im Jahr 2013 auf 196 Mrd. Der EU28-Überschuss im Warenverkehr mit den USA ist seit 2009 angestiegen, da die Ausfuhren stärker wuchsen als die Einfuhren. Im Jahr 2013 wies die EU28 einen Überschuss in Höhe von 92 Mrd. im Warenverkehr mit den USA auf. Dies ist ein geringfügiger Anstieg gegenüber 86 Mrd. im Jahr 2012.
Anlässlich des Gipfeltreffens Europäischen Union – USA, das am 26. März in Brüssel stattfinden wird, veröffentlicht Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, Daten über die Handels- und Investitionsbeziehungen zwischen den USA und der EU.
Deutschland und das Vereinigte Königreich sind die größten Handelspartner der USA
Von den EU28-Mitgliedstaaten blieb Deutschland (89 Mrd. Euro bzw. 31 % der Warenausfuhren der EU) im Jahr 2013 bei Weitem der bedeutendste Exporteur in die USA, gefolgt vom Vereinigten Königreich (44 Mrd. bzw. 15 %), Frankreich und Italien (je 27 Mrd. bzw. 9 %), Irland und Belgien (je 18 Mrd. bzw. 6 %) sowie den Niederlanden (17 Mrd. bzw. 6 %). Deutschland (37 Mrd. bzw. 19 % der Wareneinfuhren der EU) blieb im Jahr 2013 ebenfalls der bedeutendste Importeur, gefolgt vom Vereinigten Königreich (35 Mrd. bzw. 18 %), den Niederlanden (29 Mrd. bzw. 15 %), Frankreich (27 Mrd. bzw. 14 %) und Belgien (24 Mrd. bzw. 12 %).
Die meisten Mitgliedstaaten verzeichneten im Jahr 2013 einen Überschuss im Warenverkehr mit den USA. Deutschland (+52 Mrd.) verzeichnete weiterhin den höchsten Überschuss, gefolgt von Italien (+15 Mrd.), Irland (+13 Mrd.) und dem Vereinigten Königreich (+9 Mrd.). Das größte Defizit verzeichneten die Niederlande (-12 Mrd.) und Belgien (-6 Mrd.).
Der EU28-Handel mit den USA wird von Industrieerzeugnissen bestimmt, auf die im Jahr 2013 86 % der Ausfuhren und 79 % der Einfuhren entfielen.
Auf die USA entfällt mehr als ein Viertel des EU28-Dienstleistungsverkehrs
Sowohl die Ausfuhren als auch die Einfuhren von Dienstleistungen zwischen der EU28 und den USA stiegen von 2010 bis 2012 deutlich an. Im Jahr 2012 exportierte die EU28-Dienstleistungen im Gesamtwert von 164,8 Milliarden Euro in die USA, während sich die Einfuhren auf 150,9 Mrd. beliefen. Somit hatte die EU28 einen Überschuss von 14,0 Mrd. im Dienstleistungsverkehr mit den USA, gegenüber einem Überschuss von 2,9 Mrd. im Jahr 2010 und 6,9 Mrd. in 2011. Der Überschuss im Jahr 2012 war hauptsächlich auf Überschüsse bei Transportdienstleistungen (+10,7 Mrd.), Finanzdienstleistungen (+8,6 Mrd.), Versicherungsdienstleistungen (+7,2 Mrd.) und EDV- und Informationsleistungen (+2,7 Mrd.) zurückzuführen und wurde teilweise durch Defizite bei Patenten und Lizenzen (-9,0 Mrd.), sonstigen unternehmensbezogenen Dienstleistungen (-2,7 Mrd.) und Kommunikationsleistungen (-1,0 Mrd.) kompensiert. Die USA sind immer noch mit Abstand der größte Partner der EU28 und haben einen Anteil von 25 % an den Dienstleistungsausfuhren der EU28 und 30 % an den Einfuhren.
Hohe Direktinvestitionsströme der EU mit den USA
Die Ströme der ausländischen Direktinvestitionen (DI) der EU in die USA, welche jährliche Schwankungen aufweisen, waren immer hoch. Im Jahr 2012 beliefen sich die Direktinvestitionen der EU28 in die USA auf 53 Milliarden Euro gegenüber 167 Mrd. in 2011. Die Direktinvestitionen der USA in die EU28 betrugen im Jahr 2012 92 Mrd. gegenüber 264 Mrd. in 2011.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Eurostat.
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Quelle: DATEV eG