Familienunternehmen sind Stabilitätsanker der deutschen Wirtschaft

Laut einer Studie des BDI konnten Familienunternehmen in Deutschland trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise in der Zeit von 2007 bis 2009 ihre Eigenkapitalquote kontinuierlich steigern.

BDI, Pressemitteilung vom
22.09.2011

BDI, Deutsche Bank und das IfM Bonn
präsentieren aktuelle Kennzahlen über die größten Familienunternehmen in
Deutschland.

Die größten Familienunternehmen in Deutschland konnten ihre
Eigenkapitalausstattung trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise in der Zeit von
2007 bis 2009 kontinuierlich steigern. Selbst in wirtschaftlich schwierigen
Zeiten konnten sie ihre durchschnittliche Eigenkapitalquote verbessern. Sie
stieg von 30,1 Prozent im Jahr 2007 auf 33,5 Prozent im Jahr 2009. Damit
verfügen die Familienunternehmen in Deutschland im Vergleich zu den nicht
familiengeführten Unternehmen über eine deutlich höhere Eigenkapitalquote. So
lautet eines der wichtigsten Ergebnisse der neuen Studie von BDI und Deutsche
Bank „Die größten Familienunternehmen in Deutschland“. In die Untersuchung
flossen Daten von 4.387 Familienunternehmen ein.

Besonders bemerkenswert
ist darüber hinaus die Beschäftigungsentwicklung. Die größten
Familienunternehmen bauten kontinuierlich Personal auf und sorgten hierdurch im
Saldo für ein Beschäftigungswachstum von 3,6 Prozent in den Jahren 2007 bis
2009. Damit war der Beschäftigungsaufbau bei den größten Familienunternehmen
höher als bei allen Unternehmen in Deutschland insgesamt (1
Prozent).

„Die Politik sollte alles tun, um dieses deutsche Erfolgsmodell
zu stärken. Sie sollte alles unterlassen, was es schwächt: Eine höhere
Einkommensteuer oder die Wiedereinführung der Vermögensteuer sind das Gegenteil
dessen, was Familienunternehmen im Industrieland Deutschland derzeit benötigen“,
sagte Arndt G. Kirchhoff, Vorsitzender des
BDI/BDA-Mittelstandsausschusses.

„Dank ihrer guten Eigenkapitalquote sind
die Familienunternehmen in Deutschland auch für konjunkturelle Schwankungen gut
gerüstet. Dieses Polster kommt ihnen im internationalen Wettbewerb zugute“,
sagte Jürgen Fitschen, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank. Die größten
Familienunternehmen beschäftigen mehr als ein Siebtel der Beschäftigten in
Deutschland. Mit ihren Belegschaften erwirtschaften sie fast ein Fünftel der
Gesamtumsätze aller deutschen Unternehmen. Die Familienunternehmen sind daher
laut Studie ein wichtiger Stabilitätsanker für die deutsche Wirtschaft. Selbst
in einem schwierigen Umfeld sind sie wirtschaftlich erfolgreich, schaffen
Arbeitsplätze und verfügen über eine stabile Finanzierungsbasis. „Dank des
verantwortungsvollem Umgangs mit ihren Beschäftigten standen die größten
Familienunternehmen an der Spitze des Aufschwungs und partizipierten
überproportional vom Wirtschaftswachstum nach der Krise“, so Prof. Dr. Frank
Wallau vom IfM Bonn.

Die Ergebnisse der Befragung finden Sie hier.

Quelle: BDI

http://www.datev.de/portal/ShowPage.do?pid=dpi&nid=127011

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Quelle: DATEV eG