Im Verarbeitenden Gewerbe Ostdeutschlands bleibt die Stimmung verhalten. Dies geht aus den Ergebnissen der IWH-Industrieumfrage vom September unter rund 300 Unternehmen hervor. Wie schon in den beiden vorangegangenen Umfragen resultiert die Eintrübung des Geschäftsklimas aus den pessimistischeren Erwartungen bezüglich der Geschäfte der kommenden Monate.
IWH-Industrieumfrage im September 2012
IWH Halle, Pressemitteilung vom 12.10.2012
Im Verarbeitenden Gewerbe Ostdeutschlands bleibt die Stimmung verhalten. Dies geht aus den Ergebnissen der IWH-Industrieumfrage vom September unter rund 300 Unternehmen hervor. Wie schon in den beiden vorangegangenen Umfragen resultiert die Eintrübung des Geschäftsklimas aus den pessimistischeren Erwartungen bezüglich der Geschäfte der kommenden Monate. In der Beurteilung der aktuellen Geschäfte schlägt sich das derzeit aber nicht nieder.
Gegenüber der Juliumfrage ist die Geschäftslage nahezu gleich geblieben (ein Saldenpunkt mehr), Vorleistungsgüterproduzenten berichten sogar von einer Verbesserung. Der Saldo der Geschäftsaussichten hingegen ist um 16 Punkte gefallen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode ergeben sich ähnliche Befunde.
Knapp ein Drittel der Unternehmen beurteilt die Aussichten als „eher schlecht“ oder „schlecht“. Besonders drastisch ist der Anstieg des Anteils pessimistischer Erwartungen bei den Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten. Er stieg gegenüber Juli um zehn Prozentpunkte an, gegenüber dem Vorjahreswert um 26 Punkte. Die Befunde deuten darauf hin, dass die Skepsis der Unternehmen in der ostdeutschen Industrie wohl weiterhin groß bleibt.
Dies bestätigt sich im Wesentlichen nach Ausschluss der Saisoneinflüsse. Das Geschäftsklima in der ostdeutschen Industrie insgesamt erweist sich nach dem starken Absinken der Erwartungen im Frühsommer zwar noch als relativ stabil, und die saisonbereinigten Salden der Lagewerte liegen weit über dem langjährigen Mittelwert. Die Erwartungswerte hingegen unterschreiten diesen bereits. Bei den fachlichen Hauptgruppen weist vor allem das vorlaufende Vorleistungsgütergewerbe auf Schwächen im Winterhalbjahr hin. In allen Sparten liegen die Salden der Erwartungen deutlich unter denen der Lage. Die Unternehmen schätzen die Risiken im Euroraum wohl nach wie vor als hoch ein. Ein schwacher Welthandel dürfte die Aussichten zusätzlich dämpfen.
Im Vorleistungsgütergewerbe bewegen sich die beiden Komponenten des Geschäftsklimas derzeit in entgegengesetzte Richtungen. Während die Lage etwas positiver eingeschätzt wird als im Juli (besonders in der Chemischen Industrie und bei den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren), gehen die Erwartungen der Sparte weiter zurück.
Bei den Herstellern von Investitionsgütern liegen die Urteile zu Lage und Aussichten genauso weit auseinander wie im Vorleistungsgütergewerbe. Sie befinden sich jedoch auf einem höheren Niveau, und die Aussichten haben sich saisonbereinigt geringfügig verbessert.
Bei den Produzenten von Ge- und Verbrauchsgütern ist das Geschäftsklima seit dem Frühsommer nahezu konstant. Die Salden der Lagebewertung liegen mehr als 30 Punkte über dem langjährigen Durchschnitt. Die Erwartungswerte sind ebenfalls stabil, allerdings auf einem etwas niedrigeren Niveau. Maßgeblich für diese Stimmung dürften die gute Arbeitsmarktlage und die Einkommensentwicklung der privaten Haushalte sein.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des IWH Halle.
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Quelle: DATEV eG