Der Handelsverband Deutschland bewertet den Vorstoß von Bundesfinanzminister Schäuble, die Gewerbesteuer infrage zu stellen, positiv. Angesichts des Widerstands der Kommunen gegen eine Abschaffung der Gewerbesteuer schlägt der HDE als Sofortmaßnahme eine Entbürokratisierung bei der Erhebung vor.
HDE, Pressemitteilung vom 28.08.2013
Der Handelsverband Deutschland (HDE) bewertet den Vorstoß von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, die Gewerbesteuer infrage zu stellen, positiv. „Die Finanzierung der Gemeinden muss auf eine andere Grundlage gestellt werden. Die Gewerbesteuer verkompliziert das deutsche Steuerrecht erheblich. Sie ist wegen der Hinzurechnungen von Mieten und Pachten zudem ungerecht und nach Auffassung vieler Juristen auch schlicht verfassungswidrig“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.
Die Hinzurechnungen würden insbesondere viele Handelsunternehmen treffen und könnten dort zu Substanzbesteuerungen führen. „Kurzfristig müssen zumindest diese fiskalisch ohnehin nicht sonderlich bedeutsamen Hinzurechnungen abgemildert oder abgeschafft werden“, so Genth weiter.
Angesichts des Widerstands der Kommunen gegen eine Abschaffung der Gewerbesteuer schlägt der HDE als Sofortmaßnahme eine Entbürokratisierung bei der Erhebung vor. Demnach sollten die Unternehmen die Gewerbesteuer in Zukunft zentral über ihr Finanzamt abwickeln dürfen. Derzeit entrichten die Unternehmen die Gewerbesteuer an die einzelnen Gemeinden und erhalten von diesen auch die Gewerbesteuerbescheide. Bei Unternehmen, die in mehreren Gemeinden tätig sind, führt das zu erheblichem bürokratischem Aufwand.
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Quelle: DATEV eG