Handelsbilanzüberschuss des Euroraums bei 2,9 Mrd. Euro – Defizit von 10,5 Mrd. Euro für die EU27

Nach ersten Schätzungen von Eurostat ergab sich für den Euroraum (ER17) im September 2011 ein Überschuss von 2,9 Mrd. Euro im Handel mit der übrigen Welt, gegenüber +0,5 Mrd. im September 2010. Die EU27 wies dagegen ein Handelsbilanzdefizit von 10,5 Mrd. Euro auf.

Eurostat, Pressemitteilung vom 15.11.2011

Nach ersten Schätzungen ergab sich für den Euroraum (ER17) im September 2011 ein Überschuss von 2,9 Mrd. Euro im Handel mit der übrigen Welt, gegenüber +0,5 Mrd. im September 2010. Im August 2011 betrug der Saldo -4,4 Mrd. und im August 2010 -6,2 Mrd. Im September 2011 nahmen die Ausfuhren (saisonbereinigt) im Vergleich zum August 2011 um 1,0 % und die Einfuhren um 3,2 % ab.

Die EU27 wies nach ersten Schätzungen im September 2011 ein Handelsbilanzdefizit von 10,5 Mrd. Euro auf, gegenüber -13,9 Mrd. im September 2010. Im August 2011 wurde ein Saldo von -17,8 Mrd. und im August 2010 von -19,3 Mrd. verbucht. Im September 2011 nahmen die Ausfuhren (saisonbereinigt) im Vergleich zum August 2011 um 0,7 % und die Einfuhren um 3,4 % ab.

Diese Daten werden von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht.

EU27 – detaillierte Ergebnisse für Januar bis August 2011

Das Defizit der EU27 nahm beim Handel mit Energie (-249,4 Mrd. Euro von Januar bis August 2011 gegenüber -196,5 Mrd. von Januar bis August 2010) deutlich zu, während der Überschuss für Industrieerzeugnisse (+155,2 Mrd. gegenüber +108,3 Mrd.) deutlich stieg.

Der Handel der EU27 mit den wichtigsten Partnerländern nahm von Januar bis August 2011 gegenüber Januar bis August 2010 zu, außer für Einfuhren aus Südkorea (-9 %). Zu den höchsten Zunahmen kam es bei den Ausfuhren nach Russland (+30 %), in die Türkei (+29 %), China und Indien (je +22 %) sowie Südkorea (+18 %). Für Einfuhren wurden die höchsten Zunahmen mit Russland (+26 %), Brasilien und Indien (je +23 %), Norwegen (+20 %) und der Türkei (+18 %) verzeichnet.

Der Handelsbilanzüberschuss der EU27 stieg mit den USA (+48,5 Mrd. Euro von Januar bis August 2011 gegenüber +44,8 Mrd. von Januar bis August 2010), der Schweiz (+17,2 Mrd. gegenüber +12,2 Mrd.) und der Türkei (+16,8 Mrd. gegenüber +10,7 Mrd.). Zu einem Anstieg des Handelsdefizits der EU27 kam es mit Russland (-62,2 Mrd. gegenüber -50,7 Mrd.) und Norwegen (-31,5 Mrd. gegenüber -24,8 Mrd.). Das Defizit blieb mit China (-103,0 Mrd. gegenüber -104,2 Mrd.) und Japan (-13,7 Mrd. gegenüber -14,8 Mrd.) fast stabil, fiel aber mit Südkorea (-2,8 Mrd. gegenüber -8,2 Mrd.).

Bezüglich des Handels der einzelnen Mitgliedstaaten erzielte Deutschland den höchsten Überschuss (+100,6 Mrd. Euro von Januar bis August 2011), gefolgt von den Niederlanden (+28,8 Mrd.) und Irland (+28,2 Mrd.). Das Vereinigte Königreich (-76,3 Mrd.) verbuchte das größte Defizit, gefolgt von Frankreich (-58,0 Mrd.), Spanien (-31,5 Mrd.), Italien (-23,4 Mrd.), Griechenland (-11,9 Mrd.) und Portugal (-11,1 Mrd.).

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Eurostat.

Quelle: Eurostat

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Quelle: DATEV eG